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  1. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    La Kaye de el Bezo

    Si un diya ayegas
    A Toledo
    I passas por
    "El Bezo"
    La kaye ande durme
    El tyempo
    Akodrate mi amor
    Kinyentoz anyos antes
    Morando frente kon frente
    Komo de tu ventana
    A la miya te abokates
    I mi primer bezo
    Tu me lo rovates
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    -

  2. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Erich Kästner - Kleines Solo

    Einsam bist du sehr alleine.
    Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
    Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
    Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
    Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
    Einsam bist du sehr alleine -
    und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
    Wünsche gehen auf die Freite.
    Glück ist ein verhexter Ort.
    Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
    Sucht vor Suchenden das Weite.
    Ist nie hier. Ist immer dort.
    Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
    Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
    Einsam bist du sehr alleine -
    und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
    Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
    Magst nicht bleiben, wer du bist.
    Liebe treibt die Welt zu Paaren.
    Wirst getrieben. Mußt erfahren,
    daß es nicht die Liebe ist ...
    Bist sogar im Kuß alleine.
    Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
    Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
    Brauchtest Liebe. Findest keine.
    Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
    Einsam bist du sehr alleine -
    und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.
    Entschuldigen Sie bitte. Ich hatte eine Dringlichkeit.

  3. Regular Client

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Erich Kästner - Kleines Solo: das ist einfach nur

    ach und susi: bitte nicht aufhören! (Ich weiß jetzt endlich, was ich mit meinem großen schwarzen schönen Notizbuch machen soll!)

  4. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    -
    Geändert von susiklub (04.04.2011 um 11:42 Uhr)
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  5. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Unbekannt
    Hans, mein Sohn, was machst du da?
    19. Jhd

    Hans, mein Sohn, was machst du da?
    Vater, ich studiere.
    Hans, mein Sohn, das kannst du nicht.
    Vater, ich probiere.

    Hans, mein Sohn, du ärgerst mich.
    Vater, das ist Mode.
    Hans, mein Sohn, ich schlage dich.
    Aber nicht zu Tode!
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  6. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Günter Eich
    Timetable
    1964

    Diese Flugzeuge
    zwischen Boston und Düsseldorf.
    Entscheidungen aussprechen
    Ist Sache der Nilpferde.
    Ich ziehe vor,
    Salatblätter auf ein
    Sandwich zu legen und
    unrecht zu behalten.
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  7. Stranger

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    E E Cummings
    may i feel


    may i feel said he
    (i'll squeal said she
    just once said he)
    it's fun said she

    (may i touch said he
    how much said she
    a lot said he)
    why not said she

    (let's go said he
    not too far said she
    what's too far said he
    where you are said she)

    may i stay said he
    which way said she
    like this said he
    if you kiss said she

    may i move said he
    is it love said she)
    if you're willing said he
    (but you're killing said she

    but it's life said he
    but your wife said she
    now said he)
    ow said she

    (tiptop said he
    don't stop said she
    oh no said he)
    go slow said she

    (cccome?said he
    ummm said she)
    you're divine!said he
    (you are Mine said she)


    unbedingt laut lesen!!!
    Nobody can go back and start a new beginning, but anyone can start today and make a new ending.

  8. Inaktiver User

    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    In the Summer
    In the summer
    I stretch out on the shore
    And think of you
    Had I told the sea
    What I felt for you,
    It would have left its shores,
    Its shells,
    Its fish,
    And followed me.
    Nizar Qabbani


    My way (1940)
    One goes in straightforward ways,
    One in a circle roams:
    Waits for a girl of his gone days,
    Or for returning home.

    But I do go -- and woe is there --
    By a way nor straight, nor broad,
    But into never and nowhere,
    Like trains -- off the railroad.

    Anna Akhmatova

  9. Regular Client

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    susiklub: ich will mehr!

  10. Member

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Eros Turannos
    Edwin Arlington Robinson (1913)

    She fears him, and will always ask
    What fated her to choose him;
    She meets in his engaging mask
    All reasons to refuse him;
    But what she meets and what she fears
    Are less than are the downward years
    Drawn slowly to the foamless weirs
    Of age, were she to lose him.

    Between a blurred sagacity
    That once had power to sound him,
    And Love, that will not let him be
    The Judas that she found him,
    Her pride assuages her almost,
    As if it were alone the cost.
    He sees that he will not be lost,
    And waits and looks around him.

    A sense of ocean and old trees
    Envelops and allures him;
    Tradition, touching all he sees,
    Beguiles and reassures him;
    And all her doubts of what he says
    Are dimmed with what she knows of days--
    Till even prejudice delays,
    And fades, and she secures him.

    The falling leaf inaugurates
    The reign of her confusion;
    The pounding wave reverberates
    The dirge of her illusion;
    And home, where passion lived and died,
    Becomes a place where she can hide,
    While all the town and harbor side
    Vibrate with her seclusion.

    We tell you, tapping on our brows,
    The story as it should be,
    As if the story of a house
    Were told, or ever could be;
    We'll have no kindly veil between
    Her visions and those we have seen,
    As if we guessed what hers have been,
    Or what they are or would be.

    Meanwhile we do no harm; for they
    That with a god have striven,
    Not hearing much of what we say,
    Take what the god has given;
    Though like waves breaking it may be,
    Or like a changed familiar tree,
    Or like a stairway to the sea
    Where down the blind are driven.
    miss almost, miss maybe, miss halfway

  11. Member

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Ode an die Dinge
    Pablo Neruda (Odas elementales, 1955)


    Ich liebe die Dinge über alles,
    alles.
    Ich mag die Zangen,
    die Scheren,
    ich schwärme
    für Tassen,
    Serviettenringe,
    Suppenschüsseln —
    vom Hut
    ganz zu schweigen.

    Ich liebe
    alle Dinge,
    nicht nur
    die höherstehenden,
    sondern
    auch
    die un-
    end-
    lich
    kleinen,
    den Fingerhut,
    Sporen,
    Teller,
    Vasen.

    Bei meiner Seele,
    ist der Planet
    schön,
    voller Pfeifen, die
    von Händen
    durch den Rauch
    geführt werden,
    voller Schlüssel,
    voller Salzfässer,
    voll von
    allem,
    was Menschenhand erschaffen, allen Dingen: den Rundungen am Schuh,
    den Geweben,
    der zweiten,
    diesmal unblutigen
    Geburt des Goldes,
    den Brillen,
    den Nägeln,
    den Besen,
    den Uhren, den Kompassen,
    dem Kleingeld, der weichen
    Weichheit der Stühle.

    Ah, soviel
    reine
    Dinge
    hat der Mensch
    entworfen,
    aus Wolle,
    aus Holz,
    aus Glas,
    aus Stricken —
    Tische,
    wunderbare Tische,
    Schiffe, Leitern.

    Ich liebe
    alle
    Dinge,
    nicht weil sie
    brennen
    oder
    duften,
    sondern
    ich weiß nicht warum,
    weil
    dieser Ozean dir gehört,
    mir gehört:
    Die Knöpfe,
    die Räder,
    die kleinen
    vergessenen
    Schätze,
    die Fächer,
    in deren Federn
    die Liebe ihre
    Orangenblüten
    wehte,
    Gläser, Messer,
    Scheren —
    auf allem
    findet sich,
    am Griff, am Rand,
    eine Fingerspur,
    die Spur einer entrückten,
    ins vergessenste Vergessen
    versunkenen Hand.

    Ich gehe durch Häuser,
    Straßen,
    Fahrstühle
    und berühre dabei Dinge,
    erkenne Gegenstände,
    die ich insgeheim begehre:
    mal weil sie läuten,
    mal weil sie
    so weich sind
    wie die Weichheit einer Hüfte,
    dann wieder, weil sie wie tiefes Wasser
    gefärbt oder dick wie Samt sind.
    O unumkehrbarer
    Strom
    der Dinge,
    keiner kann sagen,
    ich hätte nur
    die Fische
    geliebt
    oder die Gewächse des
    Urwalds und der Wiesen,
    ich hätte
    nur geliebt,
    was hüpft, klettert, überlebt und seufzt.
    Falsch:
    Mir sagten viele Dinge
    vieles.
    Nicht nur sie rührten mich
    oder meine Hand rührte sie an,
    sondern so dicht
    liefen sie
    neben meinem Dasein her,
    daß sie mit mir da waren
    und so sehr da für mich waren,
    daß sie ein halbes Leben mit mir lebten
    und dereinst auch
    einen halben Tod mit mir sterben.
    miss almost, miss maybe, miss halfway

  12. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Rascall Flatts ~ "Why"

    You must have been in a
    Place so dark
    You couldn't feel the light
    Reachin' for you through
    That stormy cloud
    Now here we are
    Gathered in our little hometown
    This can't be the way
    You meant to draw a crowd

    [Chorus]
    Oh why, that's what I keep asking
    Was there anything I could've
    Said or done
    Oh, I had no clue you were
    Masking
    A troubled soul, God only knows
    What went wrong and why
    You would leave the stage
    In the middle of a song

    Now in my mind I'll keep you frozen
    As a seventeen-year-old
    Rounding third to score the
    Winning run
    You always played with passion
    No matter what the game
    When you took the stage
    You'd shine just like the sun

    [Chorus]
    Oh why, that's what I keep asking
    Was there anything I could've
    Said or done
    Oh, I had no clue you were
    Masking
    A troubled soul, God only knows
    What went wrong and why
    You would leave the stage
    In the middle of a song

    Now the oak trees are swaying
    In the early autumn breeze
    A golden sun is shining on my face
    Through tangled thoughts
    I hear a mockingbird sing
    This old world really ain't that
    Bad of a place

    Oh why, there's no comprehending
    And who am I to try to
    Judge or explain
    Oh, but I do have one
    Burning question
    Who told you life wasn't
    Worth the fight
    They were wrong, they lied
    Now you're gone and we cry
    'Cause it's not like you to
    Walk away
    In the middle of a song

    Your beautiful song
    Your absolutely beautiful song
    I want to be your favourite hello and your hardest goodbye.

  13. Enthusiast

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Joachim Ringelnatz

    Ich habe dich so lieb

    Ich habe dich so lieb!
    Ich würde dir ohne Bedenken
    Eine Kachel aus meinem Ofen
    Schenken.

    Ich habe dir nichts getan.
    Nun ist mir traurig zu Mut.
    An den Hängen der Eisenbahn
    Leuchtet der Ginster so gut.

    Vorbei - verjährt -
    Doch nimmer vergessen.
    Ich reise.
    Alles, was lange währt,
    Ist leise.

    Die Zeit entstellt
    Alle Lebewesen.
    Ein Hund bellt.
    Er kann nicht lesen.
    Er kann nicht schreiben.
    Wir können nicht bleiben.

    Ich lache.
    Die Löcher sind die Hauptsache
    An einem Sieb.

    Ich habe dich so lieb.

  14. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Paul Schneebart
    Die Galle
    nach 1905

    Mit Euch an einem Tisch zu sitzen
    Macht mir den größten Höllenspaß.
    Ich träume schon von Euren Witzen.
    Wohl dem, der mit Euch Austern aß.

    Denn was Ihr trinkt
    Ist pure Falle.
    Und was Ihr eßt
    Ein alter Quark.

    Recht grob möchte ich Euch allen sagen,
    Daß ihr mir nie mehr könnt behagen.
    Ihr seid das Luderpack der Welt
    Und habt mir manchen Tag vergällt.
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  15. Inaktiver User

    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    wo hast du die ganzen gedichte her, susi? die sind immer so schön ehrlich

  16. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    -
    Geändert von susiklub (04.04.2011 um 11:43 Uhr)
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  17. Member

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Nikolaus Lenau

    Herbst
    Rings ein Verstummen, ein Entfärben:
    Wie sanft den Wald die Lüfte streicheln,
    Sein welkes Laub ihm abzuschmeicheln;
    Ich liebe dieses milde Sterben.

    Von hinnen geht die stille Reise,
    Die Zeit der Liebe ist verklungen,
    Die Vögel haben ausgesungen,
    Und dürre Blätter sinken leise.

    Die Vögel zogen nach dem Süden,
    Aus dem Verfall des Laubes tauchen
    Die Nester, die nicht Schutz mehr brauchen,
    Die Blätter fallen stets, die müden.

    In dieses Waldes leisem Rauschen
    Ist mir als hör' ich Kunde wehen,
    daß alles Sterben und Vergehen
    Nur heimlich still vergnügtes Tauschen.
    Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
    den Vorhang zu und alle Fragen offen

  18. Member

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Der Traum vom Fliegen

    ... und wenn du es wieder mal müde bist,
    wie eng und begrenzt dein Leben ist,
    und die ganze Erde erscheint dir fast
    umsponnen von einem grauen Netz,
    in dem du dich hilflos verfangen hast,
    ein Netz aus Gewohnheit, Gewalt und Gesetz,
    ein Netz aus Grenzen von Staat zu Staat,
    Grenzen aus Dummheit und Stacheldraht,
    Grenzen des Geldes, begrenzte Zeit
    Und die Grenzen der eigenen Fähigkeit...
    ...und wenn du dich wieder mal wund gestoßen
    an den Gitterstäben, den kleinen und großen,
    und du weißt genau: Du kommst nie mehr vom Flecke,
    du bleibst gefangen im engen Raum,
    dann hockst du dich nieder in deiner Ecke
    und träumst den alten Traum:

    Da breitest du weit deine Arme aus
    Und ein tiefer Atemzug!
    Du schwingst dich empor über Straße und Haus
    Im traumhaften Vogelflug.
    Du fliegst und du fliegst und du brauchst kein Ziel
    Das Dasein selbst ist Glück!
    Keine Grenze dort unten bekümmert dich viel,
    du möchtest nie zurück.

    Es ist alles so einfach. Du wunderst dich kaum.
    Und du weißt in deinem Traum: Es ist kein Traum!

    Und du fragst dich, warum man es je vergisst,
    warum man nicht glaubt daran,
    dass man immer so frei wie ein Vogel ist
    und in Wahrheit fliegen kann.

    (Michael Ende)
    Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
    den Vorhang zu und alle Fragen offen

  19. V.I.P.

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Mascha Kaléko
    Mein schönstes Gedicht

    Mein schönstes Gedicht?
    Ich schrieb es nicht.
    Aus tiefsten Tiefen stieg es.
    Ich schwieg es.
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  20. Fresher

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    AW: Die immerwährende liebenswürdige lebendigbleibende Gedichtesammlung

    Stufen
    (Hermann Hesse)

    Wie jede Blüte welkt
    und jede Jugend dem Alter weicht,
    blüht jede Lebensstufe,
    blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
    zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
    Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
    bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
    um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
    in and're, neue Bindungen zu geben.
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
    Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
    an keinem wie an einer Heimat hängen,
    der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
    er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
    und traulich eingewohnt,
    so droht Erschlaffen!
    Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
    mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
    Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
    uns neuen Räumen jung entgegen senden:
    des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
    Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
    nur wer sich traut, wird verzaubert.

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