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  1. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Im ersten Post steht bis Ende August.

  2. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Hallo liebe Lesende,

    es wurde ja bereits die Frage nach Auflösung gestellt - soll es am Wochenende soweit sein?

  3. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Von mir aus gerne !

  4. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Bin auch dabei.

  5. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Ja

  6. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Gerne!

    Ich hatte ja mal geschrieben, dass ich glaube zu wissen, wer meine Liste hatte. Da bin ich mir dann später aber doch nicht mehr sicher gewesen, daher bin ich jetzt neugierig, wer wohl das gleiche Buch wie ich auf die Liste gesetzt hatte…

  7. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mais, bei mir auch, wenn ich mich richtig erinnere! Evtl waren es dann du und ich, die ein gleiches vorgeschlagen haben
    Es bleibt spannend

  8. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Wie lösen wir denn auf?

  9. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Ich würde einfach eine Liste posten auf der steht, wer welche Bücher genannt hat und an wen diese Vorschläge gingen.

    Ich würde auch die Kurzbeschreibungen der jeweiligen Bücher posten.

  10. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Find ich gut!

  11. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Ich bin in diesen Sommerferien leider nicht so viel zum Lesen gekommen, wie ich es eigentlich vorgehabt und mir gewünscht hätte. Deshalb stecke ich auch IMMER NOCH in meinem 1. Buch fest. ich hoffe aber, es dieses Wochenende endlich beenden zu können.

    Da wir ja eh jetzt auflösen: Ich lese "The Borrowed" von Chan Ho-Kei (Das Auge von Hongkong).
    Es ist ein Krimi/Thriller, der über mehrere Jahrzehnte in Hongkong spielt.

    Mir gefällt das Buch, ich mag die Hauptcharaktere und mir gefällt sehr, wie man die Atmosphäre in Hongkong erlebt. Die Stadt, ihre Eigenheiten und ihre Geschichte wird einem beim Lesen unheimlich nahe gebracht, fast, als wäre man selbst mit vor Ort. Das ist richtig toll!

    Weshalb ich mir bei der Lektüre wohl etwas schwer tue: Es handelt sich nicht um einen großen Fall, sondern um sechs einzelne Fälle, die in jeweils einem Jahrzehnt spielen. So erlebt man insgesamt über 50 Jahre der Geschichte Hongkongs.
    Diese Fälle werden nacheinander erzählt, aber nicht in chronologischer Reihenfolge! In jedem einzelnen Fall begegnen einem - bis auf wenige Ausnahmen - wieder neue Gesichter. Jedesmal muss man sich neu orientieren, sich an neue Namen gewöhnen. Das hat das Lesen für mich teils echt schwer gemacht, weil ich mich unheimlich konzentrieren musste.
    Ich bin noch nicht ganz durch, weiß aber schon, dass am Ende alle Fäden zusammenlaufen und die einzelnen Fälle ein großes Ganzes ergeben. Darauf bin ich schon sehr gespannt!

    Ich muss aber dennoch auch sagen, dass ich doch lieber Thriller und Krimis lese, die im Ganzen einen großen Fall behandeln.

    Noch etwas, dass mir nicht so gut gefallen hat, war, dass man als Leser/in nicht richtig mitgenommen wird, was die Ermittlungen betrifft. Es ist sehr viel "tell, not show". Am Ende eines jeden Falles präsentiert der Ermittler seine schockierende, überraschende Auflösung (das meine ich gar nicht ironisch, es ist wirklich sehr spannend!) - auf dem Weg dorthin wird man aber nicht oder zumindest kaum mitgenommen. Die Lösung wird einfach erzählt - das finde ich auch schade.

    Dennoch aber lese ich "The Borrowed" wirklich gerne, nur führen die genannten Kritikpunkte dazu, dass ich nicht so schnell vorankomme, wie ich es mir wünschen würde und öfters andere Bücher vorziehe...

  12. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    TADAA - Die Auflösung!
    Ich hoffe, ihr findet euch bzw. die Bücher, die ihre gelesen habt, alle (korrekt) wieder.


    CALY (die Liste ging an Kainene)

    Glennkill - Leonie Swann
    Wenn du es noch nicht gelesen hast, dann hole das dringend nach. Du wirst Schafe für immer mit anderen Augen sehen! (Ein überschaubarer Krimi, aber ein zauberhaftes und teilweise zum brüllen komisches Team aus Ermittlern, mäh!)

    Krieg der Klone (Old man's war) - John Scalzi
    Das Buch, das mir gezeigt hat, dass SF nicht von Haus aus doof ist, sondern durchaus grandios sein kann. Über die Vielschichtigkeit von Leben und darüber, dass Gut und Böse immer eine Frage der Perspektive ist. Raumschiff-Action ist auch dabei, habe ich aber nicht als das Hauptthema empfunden

    Später (Later) - Stephen King
    Ein für Kingsche Verhältnisse sehr dünner Roman über Segen und Fluch einer besonderen Gabe und die Verantwortung und Konsequenzen, die das alles mit sich bringt.


    TINELLI (die Liste ging an MyPhoenix)

    Ilona Andrews - Dina - Hüterin der Tore
    Feelgood Fantasy. Weibliche Hauptperson, ein wenig Lovestory, verschiedene Welten, Vampire, Werwölfe, alles drin was man so erwartet.

    Berit Glanz - Pixeltänzer
    Toller Roman über for Startup-Szene, verknüpft mit der Geschichte eines (realen) Künstlerehepaars.

    Mariana Leky - Was man von hier aus sehen kann
    Noch ein Wohlfühlbuch, auch wenn es um den Tod geht.

    Und das optionale Sachbuch:
    Hans Rosling - Factfullness
    Mein Hauptaugenmerk bei der Liste liegt auf Wohlfühlliteratur. Deshalb dieses Sachbuch, das einem zeigt, dass die Welt besser ist und wird, als man denkt


    SKIPPYLI (die Liste ging an what/ever)

    Der Winterpalast – Eva Stachniak
    The Winterpalace
    Ein schöner Schmöker zum Abtauchen. Hat mir sehr gut gefallen, es ist allerdings eher Eskapismus pur, historisch und man lernt ein bisschen was über Russland zur Zarenzeit.

    Der Pfau – Isabel Bogdan
    Auch eher leichte Lektüre, aber mal was anderes. Hab ich sehr schnell durchgelesen und es hat mich wunderbar unterhalten.

    We’re completely beside ourselves – Karen Joy Fowler
    Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

    Hab ich für einen Buchclub gelesen und wäre ich von selbst wohl nie drauf gekommen. Hat mich begeistert und schockiert. Hier will ich gar nicht so viel verraten – nur: Ich würde im Vorfeld nichts über das Buch lesen, sondern einfach starten! ��

    Sachbuch:
    Was weisse Menschen nicht über Rassissmus hören wollen aber wissen sollten – Alice Hasters

    Eigentlich lese ich keine Sachbücher und schon gar nicht solche populären Sachbücher und erst recht nix von der Spiegel-Bestsellerliste, aber hier habe ich doch zugegriffen, zumal ich gerade eine Abschlussarbeit zu einem „ähnlichen“ Thema geschrieben habe. Das Buch ist definitiv unterhaltsam und lesenswert, beschreibt vorwiegend persönliches, aber regt auch zur Reflexion an.



    MYPHOENIX (die Liste ging an Mais)

    Alex Beer - Unter Wölfen
    Das ist der 1. Band einer Reihe, die im NS-Deutschland spielt. Ich empfehle ebenfalls sehr (!) die August Emmerich-Reihe von Alex Beer.

    Elly Griffiths - The Crossing Places
    „The Crossing Places” ist der 1. Teil um die forensische Archäologin Ruth Galloway in Norfolk. Die Fälle finde ich ganz gut beschrieben.

    Erin Kelly - He Said/She Said
    Die Liste ist sehr krimilastig, wie ich gerade merke. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, auch Lügen spielen eine gewisse Rolle.

    Sachbuch:
    Norman Schmid - Mein Weg in die Entspannung
    Wie der Titel schon sagt, geht es in dem Buch um Entspannung. Es lässt sich gut lesen und gibt einen guten Überblick in das Thema.


    BABYKEKS (die Liste ging an Lenibutton)

    E.M Forster – Maurice
    Seit ich in meiner Jugend den Film zum Buch gesehen habe, bin ich fasziniert von der Welt des E.M. Forster. Das Buch hielt der Autor auf Grund des homosexuellen Inhalts nicht ohne Grund bis zu seinem Tod unter Verschluss.

    John Irving – Hotel New Hamshire
    Eine herrlich-skurille Familiengeschichte

    Rosa Schmidt – Mein Mann, der Rentner auf Tour statt Kur
    Kurzweilig und unterhaltsam.

    Optionales Sachbuch:
    Simon Garfield - Karten
    Ist eines der bestgeschriebenen Sachbücher der letzten Jahre. Man lernt etwas über Kartographie und wird nebenbei ganz gut unterhalten.

    SOUFFLEUSE (die Liste ging an Babykeks)

    Hengameh Yaghoobifarah - Ministerium der Träume
    Ein ganz toller, mitreißender Roman. Meine Leseempfehlung!

    Christelle Dabos - Die Verlobten des Winters
    Schillender Fantasy-Kosmos. Gut, um in eine andere Welt abzutauchen.

    Karsten Dusse - Achtsam Morden
    Unterhaltsamer Thriller.
    Alles andere als große Literatur, aber dafür hier und da ganz witzig und kurzweilig.



    CALEIDA (die Liste ging an Souffleuse)

    Am Ende bleiben die Zedern (Pierre Jarawan)
    Ich liebe Familiengeschichten voller Geheimnisse, und dieses weckt Neugier auf fremde Länder (immer ein Pluspunkt) und sorgt für Empathie für Menschen im Asyl ohne den erhobenen Zeigefinger. Magisch.

    Das achte Leben (Für Brilka) (Nino Haratischwili)
    Ich hatte doch gesagt, dass ich Familiengeschichten liebe, das ist eher ein Epos. Todtraurig, allumfassend und doch auch voller Hoffnung. So viel gelernt, über die Sowjetunion, über das gesamte 20. Jahrhundert.

    Die Monster von Templeton (Lauren Groff)
    Es ist schon länger her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber ich weiß noch, wie es mir ein Glücksgefühl gegeben hat. Es geht um eine Mutter-Tochter-Beziehung und die Suche nach dem Vater und wieder mal um Geheimnisse und tatsächlich auch um ein Monster.

    Bonus: Sachbuch/Biografie
    Die Manns. Geschichte einer Familie (Tilmann Lahme)
    Ich wusste noch nicht so viel über die Familie Mann, nach diesem Buch kenne ich alle Persönlichkeiten genauer, stranger than fiction, diese Lebensläufe. Sehr empfehlenswert.



    WHAT/EVER (die Liste ging an Felicia)

    Was der Fluss erzählt (orig.: Once Upon a River) - Diane Setterfield
    Ich fand das Buch bezaubernd. Ein wenig eine Mischung aus Märchen/Sage, Mystery, Krimi, Familiengeschichte und historischem Roman.

    Das Flüstern der Bäume (orig.: Greenwood) - Michael Christie:
    Der Roman beginnt als Dystopie, ist aber eigentlich vor allem eine Familiensaga über vier Generationen hinweg. Empfehle ich, wenn man dicke Wälzer und Familiengeschichten mag, die auf mehreren Zeitebenen spielen und bei denen Schicksale miteinander verknüpft sind.

    Bird Box - Josh Malerman
    Sehr spannende Dystopie. Die Bedrohung und das Grauen bleibt sowohl für den Leser als auch die Protagonisten immer unsichtbar und unbekannt.

    Bonusbuch:
    Last night at the Telegraph Club - Malinda Lo
    Bonusbuch, da es momentan nur auf Englisch erhältlich ist. Ich möchte es trotzdem unbedingt empfehlen. Der Coming of Age Roman spielt in San Franciscos Chinatown der 1950er und handelt von einer Tochter chinesischer Einwanderer, die sich in eine Mitschülerin verliebt.
    Geändert von Vancouver-Girl (28.08.2021 um 15:03 Uhr)

  13. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    MAIS (die Liste ging an Skippyli)

    Fang den Hasen - Lana Bastašić
    In der Gegenwart: Ein Roadtrip zweier - ehemaliger? - Freundinnen; durch Bosnien, Kroatien. Auf der dahinterliegenden Ebene: Es geht um die Jugoslawienkriege, aber nicht um das Kriegsgeschehen; die Protagonistinnen waren zu dem Zeitpunkt Kinder; aber in ihren Leben änderte sich etwas - es geht um diese Verschiebungen und das Einholen dieser Verschiebungen; und das Eingeholt-Werden (und nicht Eingeholt-Werden-Wollen) generell. Das Miteinander leben und das aneinander vorbei leben. Ein Motiv ist 'Alice im Wunderland' (hence the title), und ein ganz bisschen magischer Realismus ist auch da, im Buch, aber wenn das ein Grund gegen die Lektüre für dich wäre, dann habe ich das nicht gesagt.

    The Yield - Tara June Winch
    Vermutlich nicht so einfach zu bekommen, bisher nur auf Englisch erschienen - habe jetzt länger überlegt, ob ich das Buch mit dazu nehmen soll. Aber es ist wohl das belletristische Highlight des bisherigen Jahres 2021 für mich, da wäre es unaufrichtig, es zu unterschlagen. Auf drei (stilistisch unterschiedlichen) Ebenen erzählt es von den Indigenen Australiens; von Identität und Kultur, und der Verhinderung einer Ausbildung davon. Den Traumata, die das generationsübergreifend mit sich zieht. Dabei kein Wort zuviel, unglaublich gut geschrieben und konstruiert.


    Unrast - Olga Tokarczuk
    Unrast als Lebensgefühl der Coronajahre 2020/2021. Irgendwie passte es so gut. Am Ende geht es ums Reisen. Um die Reise, um das Unterwegs-Sein. Einzelne Episoden sind Geschichten, andere nur kleine Beobachtungen. Ich stelle es mir gut als Sommerbuch vor.

    Zusatz-Sachbuch:

    Underland - Robert Macfarlane
    Ich war eigentlich sicher, dass meine Erwartungen zu hoch sind, dass das Buch ihnen nicht gerecht werden kann. Aber es hat mich dann wirklich umgehauen. Es geht um alles, was 'unten' ist; in verschiedensten Episoden durchwandert der Autor Höhlen, Wälder, Gletscher, steigt zu unterirdischen Flüssen hinab, in die Pariser Katakomben. Erzählt diese Geschichten aus seinem Leben und eine Geschichte des Untens, der Unterwelt, dem Unterbewussten. Davon, wie tief unter der Erde der Blick ins All möglich ist, in die Unendlichkeit. Wie sich Zeit und Raum auflösen. Höhlenmalerei, Wood Wide Web, Umweltschutz und Klimawandel; Mahlströme und Atomendlager. Zeit, Mensch, Natur, Kultur. Wahnsinniges Leseerlebnis!



    FELISSI (die Liste ging an Caleida)

    Nino Haratischwili - Das achte Leben, Für Brilka
    Eine mitreissende Familiensaga, einfühlsam erzählt, vom Anfang bis zum Ende spannend und fesselnd. Ein seitenreiches Buch über Liebe und Hass, Aufstieg und Fall des Kommunismus und von einem Geheimrezept für Kakao. Wirklich jede Seite wert, eines der wenigen Werke, das ich noch einmal lesen möchte. Ich bin gerne in die Welt dieser Familie eingetaucht und war direkt traurig als ich am Ende wieder auftauchte, richtig verkatert sozusagen.

    Laetitia Colombani - Der Zopf
    Eine wunderbare Erzählung über drei Frauen, drei Leben, drei Kontinente, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch auf eine Art und Weise miteinander verwoben sind.
    Jede Geschichte für sich macht neugierig auf mehr. Ich mag diese ruhige unaufgeregte Art der Erzählung sehr, vor allem weil ich sehr berührt war.

    Lisa Genova - Still Alice, Mein Leben ohne gestern
    Ich habe mich mit Alice versucht zu erinnern, mit ihr gelacht, mich gewundert, mit ihr gelitten und mit ihr Tränen in den Augen gehabt. Ich habe Alice ins Herz geschlossen. Und viel gelernt, auch über mich.
    Still Alice ist keine leichte Sommerlektüre, Still Alice geht tief unter die Haut.
    Das Buch ist großartig erzählt, bedarf keiner und großer Wort, das Buch lebt von seiner Geschichte.

    Mai Thi Nguyen-Kim - Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
    Die größten Streitfragen wissenschaftlich geprüft - super einfach erklärt, humorvoll und so aufbereitet, dass man nicht einschläft dabei. So macht Sachbuch Spaß!


    KAINENE (die Liste ging an Vancouver-Girl)

    Lori Gottlieb – Maybe you should talk to someone/Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden
    Eine 45jährige Therapeutin wird von ihrem Freund verlassen, was zu einer
    Lebenskrise führt. Sie sucht sich einen eigenen Therapeuten und verhält sich dort genau so «betriebsblind», wie ihre Patient:innen. Das Buch, das aus dieser Zeit entstanden ist, behandelt die Geschichten von 5 Patient:innen – 4 der Autorin und die Autorin selber.
    Ich fand es wahnsinnig spannend, wie die Autorin ihre Arbeit mit ihren Patient:innen beschreibt – was sie sagt, aber auch, was sie sich dabei denkt. Die Geschichten der Patient:innen sind herzerwärmend/-zerreissend und geprägt von Mut und Zuversicht. Dabei ist Gottlieb nie (sorry) "vereinfachend amerikanisch". Es werden ganz bestimmt keine einfachen Patentlösungen angeboten.

    Chan-Ho Kei - Das Auge von Hong Kong
    Ein Kriminalroman, der seine Genialität erst am Ende wirklich offenbart. Inspektor Kwan ist ein unfehlbarer Ermittler der Hongkonger Kriminalpolizei. Seine Fälle haben eher wenig Action, dafür benötigt er für die Lösung sehr viel Intelligenz und Kombinationsvermögen. Mir hat sehr gefallen, dass man einiges über die Geschichte von Hongkong erfährt, dass es immer wieder lustige Situationen gibt und dass am Ende der Bogen zum Anfang gespannt wird – aber ganz anders als erwartet.

    Tove Ditlefsen – Kindheit
    Tove wollte schon immer Dichterin werden – um sich zu beruhigen, denkt sie sich schon als Kind schöne Sätze aus. Im ersten Band der Kopenhagen-Trilogie erfährt die Leserin von ihrem armen Elternhaus, dem sie sich nie richtig zugehörig fühlte. Von ihrer Unsicherheit gegenüber ihrer Mutter und ihrem Unverständnis der Erwachsenenwelt. Die Sprache ist nie kindlich, dennoch hat man das Gefühl, ein fünf-sechsjähriges Kind erzähle die Geschichte. Oftmals traurig aber sehr sehr gut geschrieben und nie hoffnungslos. Band 2 und 3 sind auch sehr empfehlenswert.

    Sachbuch:
    Katja Lewina – Sie hat Bock
    Katja Lewina lebt in einer offenen Ehe und schreibt u.a. darüber. Dieses Buch verwebt persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Begebenheiten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ich wollte beim Lesen öfter mal «Ja, genau!!» rufen. Die Lektüre war für mich sehr bestärkend, sowohl bzgl. dem, was falsch läuft, als auch (und zwar viel mehr) im Glauben, dass Sex, Liebe, Beziehungen anders gelebt werden können. TW für sexualisierte Gewalt.

    Alternativ:
    Anne Weber – Annette. Ein Heldinnenepos
    Eine Frau schliesst sich dem französischen Widerstand im 2. Weltkrieg an. Einige Jahre später ist ihr eigenes Land in Algerien in der Rolle des Unterdrückers und auch dort geht sie in den Widerstand. Ihr ganzes Leben verschreibt sie sich mit Haut und Haaren der Gerechtigkeit. Doch die Grenzen zwischen Gut und Böse beginnen immer mehr zu verschwimmen. Anne Weber hat einen Roman über eine wahre Heldin geschrieben, die bisher nur wenigen bekannt war, die aber definitiv einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient. Ich musste mich anfangs erst an den Stil gewöhnen und fand dann die Sprache sehr erfrischend anders. Was Annette erlebt und getan hat liest sich packend und regt zum Nachdenken an.



    FELICIA (die Liste ging an Felissi)

    Mariana Leky - Was man von hier aus sehen kann
    Wunderbare Charaktere, schöne Sprache, und sehr liebenswert erzählt.

    Keith Lowe - Tunnel vision / Auf ganzer Linie
    Eine lustige, nette Idee für einen Romanaufbau und eine Wette.

    David Nicholls - Sweet sorrow (dt.+engl. Titel ist derselbe)
    Der Name ist Programm - eine bittersüße Sommergeschichte mit jugendlichen Protagonist*innen, die sich später als Erwachsene wiederbegegnen.

    Sachbuch, naja, Biografie:

    Michelle Obama - Becoming
    Fand es sehr interessant, facettenreich, motivierend zu lesen, und mag sie insgesamt einfach gerne : )


    LENIBUTTON (die Liste ging an Caly)

    Mercè Rodoreda (übersetzt von Kirsten Brandt): Der Garten über dem Meer
    Es ist ein sehr, sehr ruhiges, teilweise ganz schön melancholisch Buch über einen einfachen Gärtner, der die Menschen um sich herum beobachtet und Vermutungen anstellt, ihre Schicksale aus der Ferne kommentiert - und viel mehr ist es auch nicht. Ich mochte daran besonders die Art des Erzählens und die Atmosphäre, die es erzeugt. Man sollte nicht nach viel Aktion und Plot suchen, wenn man sich dafür entscheidet und es ist auch kein komisch-amüsantes Buch.

    Abir Mukherjee (übersetzt von Jens Plassmann): Ein Angesehener Mann / A Rising Man
    Ein historischer Kriminalroman, der in Calcutta kurz nach dem 1. Weltkrieg spielt. Hier gibt es Plot, klassischer Ermittlercharaktere mit Privatleben, das aber von meinem Gefühl her nicht zu sehr den Fall überstrahlt und viel Atmosphäre. Ich fand es spannend, wie die Kolonialgeschichte eingebaut war. (Content Notice für Rauschgiftmissbrauch, Sexismus, Rassismus)

    Robert Jackson Benett (übersetzt von Ruggero Leò): Der Schlüssel der Magie / Foundryside
    Eine Mischung aus Steampunk und Fantasygeschichte über Sancia, eine Diebin, die sehr oft auf der Flucht ist und um ihr Leben kämpfen muss, dabei interessante Begleitende hat und sich in einer magisch-fantastischen Welt zur Wehr setzen und Geheimnissen auf den Grund gehen muss. Wer viel Fantasy liest, wird vermutlich keine allzu großen Überraschungen bekommen, aber ich fand das Magiesystem spannend, die Protagonisten, wenn auch mitunter etwas anstrengend, insgesamt sympathisch und es passiert einiges, so dass man nicht so viele Längen hat.

    Sachbuch:
    Hallie Rubenhold: The Five / Das The Five: Das Leben der Frauen, die von Jack the Ripper ermordet wurden (übersetzt von Susanne Höbel)
    True Crime über den sehr bekannten Fall, aber mit Fokus auf den Frauen und ihren Geschichten. Ich fand es sehr spannend, aber nicht voyeuristisch.

  14. Addict

    User Info Menu

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Bei der Liste, die ich versendet hatte, hast du falsch kopiert. Wenn lenibutton nicht doch noch auftaucht (), dann schicke ich sie beim nächsten Mal noch einmal.

  15. V.I.P.

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    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Zitat Zitat von babykeks Beitrag anzeigen
    Bei der Liste, die ich versendet hatte, hast du falsch kopiert. Wenn lenibutton nicht doch noch auftaucht (), dann schicke ich sie beim nächsten Mal noch einmal.
    Danke, hab's verbessert!

  16. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Zitat Zitat von Vancouver-Girl Beitrag anzeigen
    Da wir ja eh jetzt auflösen: Ich lese "The Borrowed" von Chan Ho-Kei (Das Auge von Hongkong).
    Es ist ein Krimi/Thriller, der über mehrere Jahrzehnte in Hongkong spielt.

    Mir gefällt das Buch, ich mag die Hauptcharaktere und mir gefällt sehr, wie man die Atmosphäre in Hongkong erlebt. Die Stadt, ihre Eigenheiten und ihre Geschichte wird einem beim Lesen unheimlich nahe gebracht, fast, als wäre man selbst mit vor Ort. Das ist richtig toll!

    Weshalb ich mir bei der Lektüre wohl etwas schwer tue: Es handelt sich nicht um einen großen Fall, sondern um sechs einzelne Fälle, die in jeweils einem Jahrzehnt spielen. So erlebt man insgesamt über 50 Jahre der Geschichte Hongkongs.
    Diese Fälle werden nacheinander erzählt, aber nicht in chronologischer Reihenfolge!
    Wusste ichs doch
    Also die Fälle sind ja schon nacheinander, einfach in umgekeherer Reihenfolge, oder?
    Freut mich, dass es dir im Grossen und Ganzen gefällt. Ich hatte z.T. dieselben Kritikpunkte, v.a. dass der Hauptteil der Geschichte jeweils erzählt wird und nicht wirklich passiert. Aber das Ende sag ich dir... Ich bin gespannt, was du dazu sagst

    Und ich "wusste" auch, dass ich Calys Liste hatte

  17. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Von wem hatte ich die Liste?

  18. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Danke fürs Posten, Vancouver!

    Und Danke für die Liste, myphoenix. Hattest du also richtig gelegen mit deinem Tipp, dass ich deine Liste hatte
    Gelesen hatte ich The Crossing Places, den ersten Band einer Krimireihe. Eigentlich hatte ich ja auch gedacht, ich würde dann noch in ein anderes Buch von der Liste gucken, aber Ruth Galloway und ich passten dann irgendwie so gut zusamnen, dass ich alle dreizehn Bände in einem guten Monat weglas. Von daher hat die Empfehlung wohl voll ins Schwarze getroffen.

    Und was meine Liste anging hatte ich doch richtig gelegen, dass Skippily sie hatte… habe gerade nochmal nachgelesen, deine Anmerkungen zu dem Juli-Zeh-Buch, das nicht von meiner Liste kam, haben mich verwirrt, dabei hattest du ja geschrieben, dass es auf einer deiner vorigen erhaltenen Listen stand .
    Schön dass dir Fang den Hasen an sich gefiel. Ich verstehe was du zu der Sperrigkeit der Sprache schriebst, da ist das Buch auf jeden Fall etwas besonders.

  19. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    danke fürs posten @vancouver-girl!

    @caleida, freut mich, dass du die bücher mochtest! die kleinste gemeinsame wirklichkeit hat mich mich total überrascht damals.

    @felicia, danke für deine liste! ich hätte keine ahnung gehabt, dass die liste von dir stammt, auch nicht obwohl du eh was dazu gepostet hast...beim erraten haperts n bissi bei mir *hust

  20. Inaktiver User

    AW: Nenn mir dein Lieblingsbuch 8

    Danke für das auflösen, Vancouver-Girl !

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und Danke für die Liste, myphoenix. Hattest du also richtig gelegen mit deinem Tipp, dass ich deine Liste hatte
    Gelesen hatte ich The Crossing Places, den ersten Band einer Krimireihe. Eigentlich hatte ich ja auch gedacht, ich würde dann noch in ein anderes Buch von der Liste gucken, aber Ruth Galloway und ich passten dann irgendwie so gut zusamnen, dass ich alle dreizehn Bände in einem guten Monat weglas. Von daher hat die Empfehlung wohl voll ins Schwarze getroffen.
    Oh, super, dass es dir gut gefallen hat (und da hattest du ja ein hohes Tempo beim Lesen drauf ) !

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