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  1. Junior Member

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen das trifft auf Fridays for Future locker zu.
    Wie ich bereits schrieb im Mode- und Musikgeschmack aber nicht.

  2. V.I.P.

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Wie ich bereits schrieb im Mode- und Musikgeschmack aber nicht.
    Weil es nicht nur darum geht…
    …ständig spielst du auf Abgrenzung an, lässt aber Beispiele nicht gelten, die sich praktisch nur um Abgrenzung zur Elterngeneration drehen, nicht gelten.

    Das ist jedesmal in der Diskussion mit dir der Fall. Du willst das große Rad drehen, hängst dann aber bei Musik und Klamotten fest.

    Was war denn aus deiner Sicht die letzte innovative Jugendkultur, die komplett deine Checkpoints abdeckt?
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man auch als Eltern noch Trends tragen, wieso sollten Trends denn exklusiv für Jugendliche sein? Also das ist jetzt ein blödes Beispiel, ich kann Camp David nicht ausstehen, aber das ist doch ein Trend Ü40 gewesen, den Jugendliche sich nicht angeeignet haben und der nicht von Trends für Jugendliche inspiriert war. Oder Marlenehosen sieht man auf dem Laufsteg immer wieder, bei Frauen Ü30 auch, aber bei den Kids setzt sich das seit Jahrzehnten nicht durch.
    Genau das meinte ich ja weiter oben. Du bist der Meinung, dass Trends zwar in jedem Alter getragen werden können, aber dann bitte nur „altersgemäße“. Das sind doch genau die gesellschaftlichen Erwartungen, wegen denen Threads wie dieser überhaupt erst eröffnet werden.

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Das gilt imho genau so für erwachsene ohne Kinder, ich finde es einfach schade, wenn Teenager sich nicht abgrenzen können. Das ist allerdings nicht neu, das Phänomen gab es schon während der 90er, als Eltern dann eben auch Helly Hansen Jacken und Buffalos getragen haben wie ihre Kids.
    Mit der Logik darf man aber dann konsequenterweise ab einem gewissen Alter auch keiner Subkultur mehr angehören, denn irgendein Teenie im Umfeld könnte ja auch Goth oder HipHop mögen und sich dann damit nicht mehr abgrenzen.

    Ich finde auch einfach diese unterschwellige Unterstellung, dass man Jugendlichen was „wegnehmen“, will, irgendwie seltsam.

    Mal davon abgesehen, dass ich diese komischen Michelinmännchenjacken jetzt auch nicht gerade das beste Beispiel für jugendliche Abgrenzung finde, die waren doch viel zu teuer und damit wohl eher ein Zeichen für Schichtzugehörigkeit und genau das Gegenteil von Abgrenzung von den Eltern.
    I sigh as I observe
    The mathematics of the storm

  4. Ureinwohnerin

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Ich sehe schon "aktuelle Trends" innerhalb "unseres Zeitgeistes". Zum Beispiel finden doch schon seit Jahren, eigentlich über einem Jahrzehnt, eine Hinwendung zu konservativeren Werten und Familienleben statt. Man will auf einmal wieder gut essen, wissen wo die Kuh, die man isst, herkommt oder gar kein Fleisch mehr essen. Man will Kinder, weil Kinder sind die Zukunft, und die will man als Familie aufziehen. Familie soll funktionieren, beide berufstätig sein und gleichzeitig harmonisch.
    Oder, um es abzugrenzen: Menschen, die sagen, sie wollen ihr Leben lang wechselnde Partner:innen, gerne auch mehrere, Kinder sollen gerne auch dabei sein, aber in Kommunen erzogen werden etc., das ist doch heutzutage sehr abseitig und auch nicht wirklich öffentlichkeitsfähig. Das war in den 70ern und 80ern schon anders, würde ich behaupten. Also da wurde das Konzept Familie insgesamt mehr in Frage gestellt, als heute, zumindest, was ich so aus Gesprächen mit (deutschen) Leuten über diese Zeit weiß.

    Und Fridays for Future passt da natürlich auch rein. Bewusst, nachhaltig Leben, Zukunft aufbauen, anstatt nur ständig Sachen abzureißen und frei sein zu wollen.

    Und natürlich ist es mittlerweile völlig egal, wie man sich dabei kleidet. Mode und sich über Mode auszudrücken ist so sehr Mainstream geworden, das interessiert doch einfach kaum noch jemanden.
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  5. V.I.P.

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Es war auch in den Siebzigern nicht üblich. Es gab einzelne Beispiele die was ausprobiert haben, aber der große Teil hat nach der klassischen Familie gestrebt und tut das bis heute.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

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    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  6. Ureinwohnerin

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Wie gesagt, wurde mir meist anders erzählt. Dass natürlich trotzdem – und sicherlich auch mehr als heute – das klassische Familienmodell viel weiter verbreitet war, ist klar und wollte ich nicht in Abrede stellen. Aber die Fragen, die man sich stellte, waren halt offener. Schon alleine, weil über bestimmte Fragen ja auch Veränderungen eingetreten sind und jetzt bereits "bearbeitet" sind. Also Rolle der Frau etc. (nicht, dass wir da irgendwo wären, wo man mit einer Bearbeitung fertig wäre, aber blah)
    Verstehst du, was ich meine?
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  7. V.I.P.

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Schon, aber ich kann dir versichern, es war in einer weitaus kleineren Blase als das in der Rückschau wirkt.

    Und viele sind nach anfänglich durchaus stetigem Interesse an Rebellion und Veränderung, sehr schnell in alte Muster zurückverfallen.

    Leider. Eine Gesellschaft die so komplett auf Leistung und Erwerb ausgelegt ist, erlaubt fast nichts anderes.

    Ich glaube auch, das ist eine stetige Veränderung, aber auch nur in kleinen Baby Steps und es gab nicht DIE einschlagende Veränderung.


    Je nach Tagesform finde ich es toll wie viel sich verändert hat, oder schrecklich, wie wenig sich verändert hat.
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  8. Ureinwohnerin

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    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen

    Leider. Eine Gesellschaft die so komplett auf Leistung und Erwerb ausgelegt ist, erlaubt fast nichts anderes.

    Ich glaube auch, das ist eine stetige Veränderung, aber auch nur in kleinen Baby Steps und es gab nicht DIE einschlagende Veränderung.
    ja.
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  9. Junior Member

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Weil es nicht nur darum geht…
    …ständig spielst du auf Abgrenzung an, lässt aber Beispiele nicht gelten, die sich praktisch nur um Abgrenzung zur Elterngeneration drehen, nicht gelten.

    Das ist jedesmal in der Diskussion mit dir der Fall. Du willst das große Rad drehen, hängst dann aber bei Musik und Klamotten fest.

    Was war denn aus deiner Sicht die letzte innovative Jugendkultur, die komplett deine Checkpoints abdeckt?
    Natürlich geht es nicht nur um Kleidung und Musik, aber wie ich bereits schrieb ist das entwickeln einer eigenen Ästhetik ein konstituierendes Merkmal von Jugendkulturen, welches bei Fridays for Future eben fehlt, so dass man FFF als politische Graswurzelbewegung bezeichnet.

    Und das ist natürlich ein total streitbarer Punkt, aber ich würde Techno und House als letzte wirklich innovative Jugendkulturen bezeichnen, die dann aber mittlerweile in Subkulturen übergegangen sind. Mit Techno meine ich nicht die hedonistischen Auswüchse der Love Parade, als Techno bereits der Kommerzialisierung zum Opfer gefallen war, sondern Detroit Techno und den frühen Underground in Berlin um die Wendephase und vielleicht noch Acid House in UK mit den Madchester Raves. Ich weiß, dass danach noch ganz viele weitere Jugendkulturen während der 90er und 00er aufkamen, die aber immer extrem starke Retrobezüge hatten. Techno und House kamen auch nicht ohne musikalische Vorläufer aus, aber waren vom Innovationsgrad her so hoch, dass das Publikum laut diverser Augenzeugenberichte die ich mir in Podcasts angehört habe regelrecht schockiert war. Das war bei Brit Pop oder Grunge dann wenige Jahre später nicht der Fall.

  10. Junior Member

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    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich sehe schon "aktuelle Trends" innerhalb "unseres Zeitgeistes". Zum Beispiel finden doch schon seit Jahren, eigentlich über einem Jahrzehnt, eine Hinwendung zu konservativeren Werten und Familienleben statt. Man will auf einmal wieder gut essen, wissen wo die Kuh, die man isst, herkommt oder gar kein Fleisch mehr essen. Man will Kinder, weil Kinder sind die Zukunft, und die will man als Familie aufziehen. Familie soll funktionieren, beide berufstätig sein und gleichzeitig harmonisch.
    Oder, um es abzugrenzen: Menschen, die sagen, sie wollen ihr Leben lang wechselnde Partner:innen, gerne auch mehrere, Kinder sollen gerne auch dabei sein, aber in Kommunen erzogen werden etc., das ist doch heutzutage sehr abseitig und auch nicht wirklich öffentlichkeitsfähig. Das war in den 70ern und 80ern schon anders, würde ich behaupten. Also da wurde das Konzept Familie insgesamt mehr in Frage gestellt, als heute, zumindest, was ich so aus Gesprächen mit (deutschen) Leuten über diese Zeit weiß.

    Und Fridays for Future passt da natürlich auch rein. Bewusst, nachhaltig Leben, Zukunft aufbauen, anstatt nur ständig Sachen abzureißen und frei sein zu wollen.

    Und natürlich ist es mittlerweile völlig egal, wie man sich dabei kleidet. Mode und sich über Mode auszudrücken ist so sehr Mainstream geworden, das interessiert doch einfach kaum noch jemanden.
    Ich sehe deinen Punkt schon, weil es selbst innerhalb von linken Bubbles wieder konservativer geworden ist und man kann das Milieu aus den 70ern mit dem heutigen Äquivalent vergleichen.

    Bei der Mode stimme ich dir zu. Ich denke, dass die ständige Verfügbarkeit von Trends aus diversen Jahrzehnten zur Nivellierung der Mode beigetragen hat.

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich sehe schon "aktuelle Trends" innerhalb "unseres Zeitgeistes". Zum Beispiel finden doch schon seit Jahren, eigentlich über einem Jahrzehnt, eine Hinwendung zu konservativeren Werten und Familienleben statt.
    Ja, das definitiv! Geschlechterstereotype sind ja auch wieder deutlich stärker.

    In Bezug auf die 70er muss ich aber Sarah zustimmen:

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Schon, aber ich kann dir versichern, es war in einer weitaus kleineren Blase als das in der Rückschau wirkt.
    In Städten war das sicher anders, aber für die Generation meiner Eltern auf dem Land wäre es zB in den 70ern schon absolut unmöglich gewesen, unverheiratet zusammenzuleben.
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  12. Ureinwohnerin

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Und natürlich ist es mittlerweile völlig egal, wie man sich dabei kleidet. Mode und sich über Mode auszudrücken ist so sehr Mainstream geworden, das interessiert doch einfach kaum noch jemanden.
    Ja. Ich mein...wovon will man sich auch noch abgrenzen, wenn es alles schon gab? Mit langen Haaren und schwarz umrandeten Augen schockt man niemanden mehr. Es gab ja in den 80ern und um 2010 rum sogar schon den Trend, sich besonders klassisch zu kleiden, vermutlich um sich von den eher schlunzigen Eltern abzusetzen, das ist also auch durch.

    Bei Musik ist es doch genauso. Als ich mit 13 stolz mit meiner neuen Guns n Roses-Platte nach Hause kam und sie das erste Mal gehört hab, meinte meine Mutter nur "Naja, so richtig HART ist das aber auch nicht..." Wir sind halt nicht mehr in den 50ern, wo man die extrem konservativen Eltern noch mit RocknRoll schocken konnte.

    Vermutlich haben sich die sehr offensichtlichen Jugendkulturen deshalb auch erledigt. Heute splittert eben alles eher in noch mehr klar definierte Subgenres. Ich hab allein in der Gothszene seit den 80ern so viel unterschiedliches gesehen. Vielleicht ist das aber eben auch genau das Problem: von außen sieht das alles gleich aus, obwohl es von innen betrachtet deutliche Unterschiede gibt. Ich bin in den 90ern schon deutlich anders rumgelaufen als meine Cousine in den 80ern und die Cybergoths in den 00ern sahen nochmal ganz anders aus.
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  13. Addict

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    AW: Sich mit Mitte/Ende 20 verdammt alt fühlen

    In den letzten 20 Jahren würde ich als neue Jugendkulturen die (ost-)asiatisch beeinflußten Sachen wie K-Pop, Manga/Amine benennen.
    Bei sowas, ob (auch afrikanisch beeinflußte) Weltmusik als relevant gelten kann, schwanke ich.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
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