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Thema: "Me too"?

  1. Stranger
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    "Me too"?

    Der Hashtag #metoo als Anlass mal zu reflektieren, wie so ein Mädelsalltag teilweise aussehen kann.
    Ist es für euch auch normal, dass ihr euch sehr oft jedenfalls unwohl aber auch belästigt fühlt? Und wo ist eure persönliche Grenze? Stört euch eigentlich das Gleiche, was mich stört? Und was für Typen sind das? Ist es so, dass euer Alltag sehr regelmäßig durch sexuelle Belästigungen gestört wird? Und wie geht ihr damit um?


    Ich würde gern wissen, wo die Grenze für euch bei sexueller Belästigung ist. Ab wann seid ihr nicht nur genervt. Oder was empfindet ihr vielleicht sogar als Kompliment? Und was ist schonmal passiert oder passiert euch regelmäßig?

    Ich selbst bin mir nicht sicher, ab wann für mich sexuelle Belästigung anfängt. Gefühlt werde ich bei den Beispielen unten sexuell belästigt. Andererseits finde ich, dass dies ein Begriff ist, den man nicht verwässern sollte. Vom Kopf her würde ich deshalb sagen, es muss zumindest ein ungewollter körperlicher Kontakt gegeben sein.

    Was mir eigentlich immer passiert, dass ich in der Sauna bin (mit großem Handtuch umgebunden) und sich Typen breitbeinig in meiner Nähe extra so hinsetzen, dass ich unweigerlich ihren Schwanz angucken muss. Allein deshalb schließe ich so schnell wie möglich die Augen und mache sie erst wieder auf, wenn ich rausgehe. Dabei vermeide ich einen Blick auf das Elend zu werfen. Sitzen sie weiter entfernt präsentieren sie ihr Gemächt regelmäßig. Ich muss immer abwägen, inwieweit der Saunagang noch entspannend ist. Was mich dabei immer erstaunt und echt verblüfft ist, dass die das mit einer krassen Selbstverständlichkeit machen. Sie finden es völlig normal und sind nicht selten verblüfft (!), wenn meine Reaktion nicht ihren Erwartungen entspricht. Also, die meinen das tatsächlich nicht abwertend, sondern als normale Avance. Was für mich das Ganze aber eher noch widerlicher macht.

    Vor 2 Jahren hatte ich einen Kurs iR meiner Ausbildung, bei dem der Kursleiter es völlig normal fand, auf mich, sagen wir mal körperlich, zu reagieren. Und zwar indem er, wenn ich mich bewegte oder ihn beim Zuhören ansah, erregt/verwirrt in seinem Satz stockte oder mich ansah und sich dabei sehr offensichtlich die Lippen leckte oder Ähnliches. Der Rest des Kurses fand das im Übrigen auch normal. Die männlichen Teilnehmer waren auch damit beschäftigt, mich anzustarren. Man sah auch an den Gesichtsausdrücken / Mimik, dass sie sexuelles Interesse hatten. Auch für alle selbstverständlich. Vor allem sind sämtliche non-verbalen Reaktionen von mir entweder gar nicht erst als Ablehnung verstanden worden oder es wurde belächelt.

    Im Alltag passiert es regelmäßig, dass Typen auf der Straße oder im ÖPNV sich in den Schritt greifen, wenn sie mich sehen und ich in ihre Richtung gucke oder sie machen so auf sich aufmerksam. Bisher 1x hat ein Typ eindeutige Masturbationsbewegungen gemacht und mich dabei vorwurfsvoll angeguckt.

    Was mich sehr stutzig macht, ist diese Selbstverständlichkeit und diese verbreitete Ansicht, dass es völlig normal ist mich / frau auf diese Art zu sehen und dies öffentlich so zu zeigen.

    Was mich auch dabei erstaunt, ist, dass ich normalerweise von Männern nicht angesprochen werde und auch keiner dieser Männer mich je angesprochen hat. Ich bin eine eher starke Persönlichkeit und idR traut sich keiner. Mir ist auch noch nie jemand körperlich zu nahe gekommen. Mir wird oft gesagt, dass ich eher dominant und einschüchternd wirke. Das ist idR so von mir nicht gemeint, aber ich bin eben auch in der Lage jemanden fertig zu machen. Würde mich jemand in der Sauna oder bei den anderen Gegebenheiten ansprechen... Aber in all diesen Situationen sage ich nichts oder sehr wenig / habe nichts gesagt. Deshalb ist mir auch klar, dass ich offensichtlich in irgendwelche Fantasien / Schablonen passe, die auf mich projiziert werden. In Situationen, in denen ich spreche, gibt sich das bei Vielen erstmal. Aber das ändert ja nichts daran.

    Für mich ist das belästigend, widerlich, eine Zumutung, ernsthaft stressig - so, dass es mich in meinem Alltag beeinträchtigt, weil ich eben oft mehr als genervt bin und das sehr energieraubend ist. Und es ist auch sexuell. Aber ich würde immernoch nicht von sexueller Belästigung sprechen, wegen der man zB Strafanzeige machen würde, weil angefasst werden doch nochmal 'ne riesige Stufe mehr ist.

    Es gibt Frauen, die das als Kompliment sehen, weil es ja auch heißt sie sind begehrt, sexy, geil. Und die finden es auch gut, wenn Männer ihnen das so zeigen. Das merke ich an den - neidischen - Reaktionen. Gut.
    Aber ich bin eher introvertiert, stehe gerne in der 2. Reihe oder ganz hinten und bin demi-sexuell. Letzteres habe ich irgendwo gelesen. Ich finde Männer erst heiß, wenn ich sie zumindest ein wenig kennengelernt habe. Gutes Aussehen und Sixpack allein reichen nicht. Jeder Mann, der sich wie oben verhält, ist für mich unattraktativ. Das heißt, ich finde tatsächlich keinen dieser Männer auch nur interessant, sobald er sich in den Schritt greift oder Ähnliches. Das potenziert, ehrlich gesagt, den Stresspegel erheblich. Es ist bei jedem unabhängig vom wirklichen Aussehen so, als wäre es einer dieser mittelgroßen mittfünfziger, mit riesigem Bierbauch, 3 Haaren auf einer Seite, die so über den Kopf gelegt werden, mit pinkem Kopf, weißen Socken und Adiletten. Leider gibt's für mich persönlich nichts, was ich dem abgewinnen könnte und irgendwie auch wollen würde.

    Was sagt ihr? Wie seht ihr das?
    (Ziemlicher Gesinnungsaufsatz. Bin gespannt, ob das für einige von euch auch so ein Thema ist.)
    Geändert von Prosa (17.10.2017 um 21:10 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: "Me too"?

    Verwässerung des Begriffes gibt es für mich da nicht.

    Sexuelle Belästigung ist alles, was eine Person belästigt und einen sexualisierten Hintergrund hat.

    Das können Witze sein, Bemerkungen und offensichtliche Blicke. Insofern wird vermutlich jede Frau und sehr viele Männer in irgendeiner Form sexuell belästigt worden sein.

    Ein sexualisierter Übergriff bedarf eines körperlichen Kontakts. Eine Belästigung nicht.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  3. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: "Me too"?

    Wobei ich es es aber zb als sexuellen Uebergriff sehe, wenn ein Mann ohne ihren consent vor einer Frau masturbiert (ja, Weinstein Beispiel). Auch wenn das keinen koerperlichen Kontakt beinhaltet. So einfach laesst sich das fuer mich nicht abgrenzen.

  4. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Ich empfinde das ganze auch als belästigend, widerlich und unzumutbar, was du beschreibst. Und das, obwohl ich sicherlich ein ziemlich "sexueller Mensch" bin.

    Ich finde diesen Hashtag gerade irgendwie ziemlich fragwürdig, weil da halt unglaublich viel runtergebrochen wird. Also der richtet sich ja vor allem an Frauen und impliziert einen männlichen Täter. Der Vorteil an dem kurzen "#metoo" ist meiner Meinung nach viel zu gering. Ich hätte darüber gerne viel mehr große Debatte, die auch verschiedene Schattierungen aufmacht.
    Oder anders:
    Ich will gar nicht irgendwem sein Empfinden absprechen oder über Begrifflichkeiten diskutieren. Aber zwischen einer Person, die in der U-Bahn von irgendeiner widerlichen Person angemacht wird, die sich dabei auf irgendeine offensichtliche Art und Weise selbst anfässt und einer Person, die über Jahre hinweg sexuell misshandelt wurde, liegt einfach ein Unterschied. Dass sich beides in dem Hashtag auszudrücken versucht, finde ich schwierig.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  5. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Wobei ich es es aber zb als sexuellen Uebergriff sehe, wenn ein Mann ohne ihren consent vor einer Frau masturbiert (ja, Weinstein Beispiel). Auch wenn das keinen koerperlichen Kontakt beinhaltet. So einfach laesst sich das fuer mich nicht abgrenzen.
    Stimmt. Eindeutige sexuelle Handlungen vor anderen Menschen sind Übergriffe.

  6. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Aber zwischen einer Person, die in der U-Bahn von irgendeiner widerlichen Person angemacht wird, die sich dabei auf irgendeine offensichtliche Art und Weise selbst anfässt und einer Person, die über Jahre hinweg sexuell misshandelt wurde, liegt einfach ein Unterschied. Dass sich beides in dem Hashtag auszudrücken versucht, finde ich schwierig.
    Es geht ja zunächst einmal um die Sichtbarmachung der Objektifizierung der Frau.
    In der Hoffnung, dass es zu Diskussionen führt über die konkrete Art, die jede einzelne Person für sich als gegeben bekanntgeben möchte.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  7. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Wie kommst du darauf, dass es darum geht? Und was ist mit Frauen, die sexuell belästigt/ misshandelt, aber nicht objektifiziert werden?
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  8. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Wie kommst du darauf, dass es darum geht? Und was ist mit Frauen, die sexuell belästigt/ misshandelt, aber nicht objektifiziert werden?
    Das geht doch miteinander einher. Wer eine Frau sexuell misshandelt/belaestigt spricht ihr ihre Wuerde und Selbstbestimmung ab, benutzt sie wie einen Gegenstand zur eigenen Befriedigung.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  9. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Nein, nicht unbedingt.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  10. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Nein, nicht unbedingt.
    Warum nicht?
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  11. Inaktiver User

    AW: "Me too"?

    .
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2018 um 12:37 Uhr)

  12. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Das geht doch miteinander einher. Wer eine Frau sexuell misshandelt/belaestigt spricht ihr ihre Wuerde und Selbstbestimmung ab, benutzt sie wie einen Gegenstand zur eigenen Befriedigung.
    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Warum nicht?
    Weil es nicht unbedingt um die Befriedigung des Täters gehen muss, sondern zB. um Machtgefühl. Und zahlreiche andere Motivationen, die natürlich wesentlich weniger oft vorkommen als eine Objektifizierung in dem von dir beschriebenen Sinne, aber die es eben auch gibt. Und die in so einem Hashtag dann nicht mehr gesehen werden.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  13. Ureinwohnerin Avatar von Milly
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    AW: "Me too"?

    #mealmost ist jetzt auch scheinbar da. Zum thema verschwimmende grenzen...

    Und ich kann dem ganzen leider gar nix abgewinnen (mag sein, da ich eh nur selten auf facebook bin bzw da nix poste oder so)
    böse gibts nicht! nervös und bewaffnet, das gibts... (nuhr)

  14. Senior Member Avatar von Pepparmint
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Weil es nicht unbedingt um die Befriedigung des Täters gehen muss, sondern zB. um Machtgefühl. Und zahlreiche andere Motivationen, die natürlich wesentlich weniger oft vorkommen als eine Objektifizierung in dem von dir beschriebenen Sinne, aber die es eben auch gibt. Und die in so einem Hashtag dann nicht mehr gesehen werden.
    Machtgefühl ist auch nur die Befriedigung eines Täters.

  15. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von Pepparmint Beitrag anzeigen
    Machtgefühl ist auch nur die Befriedigung eines Täters.
    !

    Geht es bei sexueller Belästigung nicht sogar sehr oft primär um Machtgefühl?

  16. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Der Vorteil an dem kurzen "#metoo" ist meiner Meinung nach viel zu gering. Ich hätte darüber gerne viel mehr große Debatte, die auch verschiedene Schattierungen aufmacht.
    Ja, das sehe ich auch so!
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  17. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    !

    Geht es bei sexueller Belästigung nicht sogar sehr oft primär um Machtgefühl?
    ja. das "trieb-argument" ("männer sind halt so, die können nicht anders, das is deren trieb") ist der letzte rotz, weil es am ende nicht um triebbefriedigung geht, sondern darum, macht zu empfinden und macht zu zeigen und jemanden zu dominieren. es geht darum, zu zeigen "ich habe das recht hier zu sein und zu machen, was ich will" (zum beispiel bei solchen gesten in der sauna, wie sie die TE beschreibt) und/oder darum zu zeigen "du bist nichts wert, ich kann mit dir machen, was du willst, du hast kein recht auf selbstbestimmung, dein körper gehört mir" (zum beispiel bei vergewaltigungen). triebbefriedigung ist bullshit, bei so was gehts nicht um sex, sondern um macht.
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    I will never leave a fallen comrade.

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    Ehrwürdigste und entsetzlichste aller Katastrophen

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  18. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von Pepparmint Beitrag anzeigen
    Machtgefühl ist auch nur die Befriedigung eines Täters.
    Ja, gut. Der Hashtag zielt ja trotzdem sehr deutlich auf die Objektifizierung der FRAU durch den MANN ab. Oder nicht? Mich nervt das zunehmend. Mir ist schon klar, dass das ein großes Problem ist und ich will auch eigentlich gar nichts dagegen sagen, aber mir geht es ganz persönlich gegen den Strich, weil es bei mir einfach keinen Täter gab, sondern eine Täterin, und dazu gibt es nichts. Ich erlebe es sogar so, dass Frauen eher glorifiziert werden, im Sinne von "Frauen machen sowas nicht". Und gerade diese "Kampagne" ist ja sehr sehr persönlich aufgezogen.
    (Bitte nicht zitieren. Danke)
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  19. Senior Member Avatar von Pepparmint
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    AW: "Me too"?

    Hä? Es geht dir persönlich gegen den Strich, dass es ein Kontinental übergreifendes Problem der Objektifizierung von Frauen durch Männer gibt, weil es in deinem Fall kein Mann war?

  20. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: "Me too"?

    Zitat Zitat von Pepparmint Beitrag anzeigen
    Hä? Es geht dir persönlich gegen den Strich, dass es ein Kontinental übergreifendes Problem der Objektifizierung von Frauen durch Männer gibt, weil es in deinem Fall kein Mann war?
    Nein, mir gehen so persönlich gestaltete "Kampagnen" gegen den Strich, die sich nur gegen dieses Problem richten und darauf aufmerksam machen und meiner Meinung nach undifferenziert sind bzw. Minderheiten ausschließen. Normalerweise bin ich nicht so bzw. ist das nicht meine Meinung. In diesem Fall macht es mich richtig sauer. Ich muss mir dazu vielleicht aber ein paar Gedanken machen erstmal.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

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