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  1. Member Avatar von joh
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    Für mich klingt das auch deutlich nach Krisenintervention, weil die Situation sehr schnell von "geht gerade noch" zu "geht nicht mehr" kippen kann.

    Du kannst sie - natürlich im Einvernehmen mit ihr - in einen Klinik mit psychiatrischer Abteilung begleiten.
    Und denen das genauso darlegen, nämlich dass deine Freundin, deine Hilfe für diesen Schritt brauchte.
    Beim Aufnahmegespräch, Bezug des Zimmers kannst du i.d.R. dabei bleiben, wenn sie das möchte dabei bleiben.

    (Es wird in der Prävention u.a. gelehrt, dass man sich frühzeitig mit Partner(in) oder Freund(in) dafür verabreden sollen, weil man in der Situation nicht oft genug Kraft hat, den Weg allein zu gehen oder dann erst Begleiter(in) noch überzeugen/überreden zu müssen. Ich kenne einen Fall, in dem sich in junge Erwachsene an ihre Eltern gewandt hat, sie bitte in eine Klinik zu fahren. Die habe sich geweigert, nach dem Motto, wir wollen das nicht und helfen dir nicht, du musst deine Fehler im Leben schon allein machen.)

    Bei der Therapeutensuche für eine anschließende ambulante Therapie, kannst du ihr natürlich auch helfen: motivieren, Listen zusammenstellen, sich zum Telefonieren verabreden usw.
    ||: X-X- | XXX- | XXXX | -XX- :||

  2. Junior Member Avatar von mrs chaos
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    Ich habe ihr jetzt tatsächlich erst mal eine Liste zusammengestellt. Ich werde mal abwarten, ob sie da im Laufe der Woche aktiv wird, ansonsten werde ich noch mal mit anderen Freund*innen gemeinsam überlegen, ob Klinik eine Option ist und wie wir da am besten vorgehen. (Freiwillig wird das für sie glaube ich noch keine Option sein. Aber mal sehen.)
    Danke für eure Rückmeldungen!

    Und eine 24/7- Überwachung ist in meinen Augen auch tatsächlich keine Option und nichts, was man Freunden zumuten kann. Gerade deswegen ist es mir ja auch so wichtig, dass sie professionelle Hilfe bekommt.
    a war of head versus heart.

  3. Addict Avatar von juni.mond
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    aus meiner Erfahrung unterschätzt man eher den Schweregrad einer Depression als das man ihn unterschätzt. sowohl als betroffene Person als auch als Angehöriger. da würde ich die Möglichkeit einer stationären Behandlung zumindest weiterhin im Hinterkopf behalten. die richtet sich ja nicht nur an die mit Suizidgedanken, sondern an alle mit einer schweren, je nach Krankenhaus vll auch mit einer mittleren Depression.

    Vorteil einer stationären Behandlung ist auch, dass man sehr schnell bis sofort aufgenommen wird und, je nach Standort, nach der stationären Behandlung in eine ambulante wechseln kann, zB eine angeschlossene Tagesklinik. während bei einer ambulanten Therapie beim Therapeuten ja nicht nur die Suche dauern kann, sondern dann noch sehr realistische Wartezeit von einem halben bis zu einem Jahr.

    vll würde ein Vorstellen bei einer stationären Abteilung auch helfen um abzuklären, wie schwer die Depression deiner Freundin ist? falls ihr dort zu einem Aufenthalt geraten wird kann sie ja immer noch ablehnen, wenn sie das nicht will.
    As much foolery as I have, so much wit thou lack'st.

  4. Junior Member Avatar von mrs chaos
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    für mich ist das auch auf jeden fall eine option, ich sehe nur nicht, dass sie das freiwillig mitmacht. aber mal sehen, ich werde da noch mal mit ihr drüber sprechen.
    a war of head versus heart.

  5. Inaktiver User

    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    .
    Geändert von Inaktiver User (19.04.2019 um 19:58 Uhr)

  6. Junior Member Avatar von mrs chaos
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    Danke minz!
    a war of head versus heart.

  7. V.I.P. Avatar von ringelpietz.
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    AW: Therapietermin für jemand anderen machen

    Ich habe jetzt hier nur überflogen. Ich bin vom Fach und würde raten, bei der Terminservicestelle der Krankenkasse anzurufen (also, das muss sie selbst machen); da kriegt man inzwischen kurzfristig einen Termin zur Psychologischen Sprechstunde, die dann weiteres Vorgehen empfehlen können.

    Es stimmt nicht, was weiter oben geschrieben wurde, dass Suizidalität nicht in eine ambulante Therapie passt, und in solchen Fällen immer stationäre Hilfe notwendig ist. Es kann aber sein, dass es nicht ohne Klinik geht. Suizidale Gedanken sind ein häufiges Symptom von Depression und bedeuten eher selten tatsächlich akute suizidale Gefährdung. Das ist ein großer Unterschied; den auszumachen ist aber nicht Aufgabe von Freunden, sondern das gehört zum Fachmann.

    Ansonsten würde ich auch aus Erfahrung sagen, dass im Namen anderer anrufen nicht besonders hilfreich ist. Eigenmotivation ist der grundlegendste Baustein für Therapie.
    To be is to do — Sokrates
    To do is to be — Jean Paul Sartre
    Do be do be do — Frank Sinatra

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