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  1. Inaktiver User

    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Moon** Beitrag anzeigen
    habt ihr alle übermäßig viel zeit oder so?
    vielleicht braucht er auch einfach ein gut gehendes forum zur beschäftigung

  2. V.I.P.

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Wiesgart Beitrag anzeigen
    Ja, nagut, das weiß ich doch jetzt nicht. Ich dachte das war eine allgemeingültige Aussage von dir.
    ja, weil der chef mir das so gesagt hat. darum bin ich davon ausgegangen, dass es allgemein gülltg ist. und es ging drum was man über 450 euro jobs weiß

  3. Member

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von jewa Beitrag anzeigen
    Für mich klingt das vor allem nach dem klassischen "Langzeitarbeitslosen-Syndrom" ( keine offizielle Bezeichnung). Je weniger du machst, desto weniger bekommst du hin. Und irgendwann erscheint dir schon der Weg runter zu den Mülltonnen als schier unüberwindlich und du hast schon bei einem Einkauf das Gefühl, dass du krass was geleistet hast. Kenn ich selber von Zeiten, in denen ich längere Zeit nix zu tun hatte.
    Ich kenne das auch von mir selbst und meinem Freund, der auch schon 2 Jahre arbeitslos ist. Und das zusammen mit einer diagnostizierten mittelschweren depressiven Epsiode auf seiner Seite + momentaner eigener Überforderung durch bestimmte Lebensumstände auf meiner Seite + der klassischen Mann-Frau-Rollenverteilungsproblematik (die bei uns zwar nur sehr gering ist weil er da eigentlich sehr schnell meinen Standpunkt begriffen hat und ich unsere Aufteilung als fair empfinde) ergibt einfach ein Zusammentreffen von so vielen schwierigen Faktoren, die uns beide momentan unzufrieden sein lassen.

    Um konkret auf die Eingangsfrage zurückzukommen: ich arbeite Vollzeit, mein Freund ist arbeitslos, hat aber zwischendurch längere Schulungsmaßnahmen gemacht. In der Zeit in der er wirklich nur zuhause ist, ist die Aufteilung ca. 80:20 (ich mache dann eigentlich nur das was ich gerne mache, kochen und Wäsche). In den Schulungszeiten war es ca. 60:40, ebenso als er Teilzeit gearbeitet hat und ich VZ. Das alles vorausgesetzt dass wir beide psychisch stabil sind. Jetzt aktuell, wo es uns beiden nicht gut geht, mag keiner irgendwas machen und es gibt natürlich Diskussionen.

    Ich hab echt vollstes Verständnis dafür, dass Depressionen oder sonstige psychische Belastungen (wozu ja auch Langzeitarbeitslosigkeit gehört) einen lähmen. Auch dafür, dass - wie jewa es beschreibt - alles zu einer riesigen Herausforderung werden kann, was man als berufstätiger Mensch ganz einfach nebenbei macht. Ich kenne das alles selbst. Aber wenn ich dann lese "er weiß nicht wo die Bettwäsche hingehört und schmeißt sie deshalb irgendwo hin" - sorry, das ist für mich echt nur eine typische "ich bin der Mann und muss deshalb nicht für den Haushalt verantwortlich sein"-Geste, die dann auch nix mit Depressionen oder was auch immer zu tun hat, sondern einfach nur dämlich ist. (Und nein, deshalb muss man nicht die ganze Beziehung in Frage stellen, aber man könnte es - je nach persönlichen Prioritäten.)

    Und da bin ich ganz bei Ayelet: ja, Depressionen können bestimmte (negative) Verhaltensweisen auslösen, die einfach krankheitsbedingt sind. Aber Depressionen löschen keine Persönlichkeiten aus. Und ich glaube, gerade das ist es, was pandas Situation so schwierig macht: es sind einfach zu viele Faktoren, die gerade zusammen kommen, um zu differenzieren, ob es jetzt an der Depression oder der langen Arbeitslosigkeit oder der männlichen Sozialisation liegt, die aus irgendeinem Grund anders als früher wieder mehr zum Vorschein kommt.

    Und auch wenn einem feministische Forderungen angesichts der Problematik "Depression" vielleicht lächerlich erscheinen mögen: ich finde es trotzdem gut, dass das auch in den Thread eingeflossen ist, weil - zumindest ist das bei mir so - bei allem, was einem das Leben schwer macht und womit man so zu kämpfen hat, dieser Aspekt fast immer zu kurz kommt und nicht die nötige Priorität bekommt. Eben weil es zum Beispiel schwer ist zu sagen "hey, ich weiß du bist momentan überfordert und es geht dir nicht gut, aber trotzdem will ich nicht, dass die Hausarbeit an mir hängen bleibt weil uns das in eine Rollenverteilung zurückwirft, die ich eigentlich nicht vertretbar finde".

    Edit: und für mich persönlich würde in der konkreten Situation glaub ich nur folgendes helfen: ein offenes Gespräch, in dem als erstes mal abgeklärt wird, ob mein Mann wirklich der Meinung ist, dass seine Pflichten zu viel sind obwohl es ihm gut geht oder ob er sich nicht eingestehen kann, dass es ihm doch nicht so gut geht wie er denkt. Das wäre für mich mal wichtig zu wissen.
    Geändert von Token (14.03.2018 um 15:08 Uhr)
    Do I contradict myself?
    Very well then I contradict myself,
    (I am large, I contain multitudes.)

  4. Stranger

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Tethys Beitrag anzeigen
    Ja, eben - gar nichts mehr. Auch keine entspannten Plaudernachmittage mit Freunden in Cafés. Und ja, ich bleibe dabei: Wenn das und ähnliches möglich ist, ist es keine schwere Depression. Tut mir ja leid, dass sich dadurch manche auf die Füße getreten fühlen und ich will auch niemandem sein Erleben absprechen, aber es gibt ja auch einfach bestimmte Diagnosekriterien, die eine schwere Depression ausmachen. Und diese sind mit 1-2 mal wöchentlich Freunde treffen echt nicht kompatibel.

    Daher finde ich es auch so absurd, sein Verhalten im Haushalt mit einer mutmaßlich schweren Depression zu begründen. Und ich bezweifle auch, dass er seine ADs absetzen wollen würde (mit der Begründung, weil es ihm jetzt so gut gehe), wenn er schwer depressiv wäre.
    Es ging mir nicht um eine Ferndiagnose. Mir ging es darum, zu sagen, dass schwere Depressionen zu so einem Verhalten führen können. Weil ich weiß, dass das für viele schwer nachzuvollziehen ist. Ich habe damit eine Möglichkeit in den Raum gestellt, die nur Panda überprüfen kann.

    Ich weiß nicht, ob du es ernst meinst, dass (schwere) Depressionen immer so aussehen wie bei mir. Da gibt's Abstufungen. Sich mit Freunden treffen, schließt eine Depression, die sich auf den Alltag auswirkt, nicht aus.

    Und ja, ich würde Bequemlichkeit von Männern nicht immer als antifeministisch auslegen, wenn eine solche Motivation bestritten wird, von der einzigen Person, die es wissen kann. Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen ich keinen Bock habe, mir mit dem Wegräumen von Sachen Mühe zu geben und sie einfach irgendwo hinzustelle, damit es jemand anderes macht. Nicht, weil ich finde, dass Haushalt nicht meine Sache ist, sondern weil ich gerade einfach keinen Bock habe. Könnten auch Männer machen, finde ich. Aber gut, ich weiß, dass viele (hier) das anders sehen... Is' ja auch ok ;-)

  5. Stranger

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    So etwas wie Langzeitarbeitslosigkeit-Syndrom kann ich auch nachvollziehen. Ich habe jedenfalls an meinem Fernsehverhalten gemerkt, dass meine Ansprüche sich ändern, je nach dem auf welchem Level ich sonst beschäftigt bin. Ich hab zB eine Zeit lang "Shopping Queen" oder sowas wie "Das perfekte Dinner" gesehen. Also regelmäßig. Kann ich im Moment nicht mehr nachvollziehen. Is' gerad so unter meinem Niveau, dass ich genervt bin, wenn es nur im Hintergrund läuft. Soll nicht arrogant oder so klingen. Ich ertrag's einfach nicht.
    Ansprüche und Geschmack können sich da echt ändern. Da kann ich mir gut vorstellen, dass sich das auch bei anderen Dingen verschiebt.

    Na ja, Panda ist ja gar nciht mehr so richtig interessiert....

  6. V.I.P.

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Aber es ist doch auch nicht jede Depression gleich?

    Meine Mutter bekommt zum Beispiel ihren Haushalt dann nicht mehr hin und traut sich irgendwann das arbeiten nicht mehr zu. Freizeitaktivitäten gehen aber und werden ja sogar angeraten. Also bloß nicht nur zuhause sitzen und vergraben, denn dann wird es immer schlimmer.

    Ich finde es ehrlich gesagt sehr überheblich, zu sagen, dass wäre dann keine schwere Depression. Die kann übrigens auch in Wellen verlaufen (zum Beispiel morgens schlimm, weil der habe Tag vor einem liegt, abends aber wieder gut).

    Es KANN natürlich sein, dass das nicht der Grund ist, dafür, dass sich Pandas Mann mit dem Haushalt überfordert fühlt. Es KANN aber genausogut sein, dass das der ausschlaggebende Punkt ist.
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    But I hate the way
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  7. V.I.P.

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    So, Ergänzung, hatte schon länger nicht mehr aktualisiert, ihr habt ja schon wieder weiter geschrieben. Vorhin hatten sich zumindest einige so geäußert, dass Depressionen nur schwer sind, wenn sie einem alle Freude nehmen.
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  8. Inaktiver User

    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Interessenverlust/Freudlosigkeit sind aber schon offizielle Diagnosekriterien für eine Depression.

  9. V.I.P.

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    aber gerade bei diesem langzeitarbeitslosigkeitsyndrom ist es doch sinnvoll das mit der liste zumindest mal auszuprobieren!

  10. V.I.P.

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Interessenverlust/Freudlosigkeit sind aber schon offizielle Diagnosekriterien für eine Depression.
    ja, aber auch für "nur" eine depressive verstimmung

  11. Inaktiver User

    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    egal
    Geändert von Inaktiver User (14.03.2018 um 17:39 Uhr)

  12. Addict

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Prosa Beitrag anzeigen
    Es ging mir nicht um eine Ferndiagnose. Mir ging es darum, zu sagen, dass schwere Depressionen zu so einem Verhalten führen können. Weil ich weiß, dass das für viele schwer nachzuvollziehen ist. Ich habe damit eine Möglichkeit in den Raum gestellt, die nur Panda überprüfen kann.

    Ich weiß nicht, ob du es ernst meinst, dass (schwere) Depressionen immer so aussehen wie bei mir. Da gibt's Abstufungen. Sich mit Freunden treffen, schließt eine Depression, die sich auf den Alltag auswirkt, nicht aus.
    Zitat Zitat von Silverbabe Beitrag anzeigen
    Aber es ist doch auch nicht jede Depression gleich?

    Meine Mutter bekommt zum Beispiel ihren Haushalt dann nicht mehr hin und traut sich irgendwann das arbeiten nicht mehr zu. Freizeitaktivitäten gehen aber und werden ja sogar angeraten. Also bloß nicht nur zuhause sitzen und vergraben, denn dann wird es immer schlimmer.

    Ich finde es ehrlich gesagt sehr überheblich, zu sagen, dass wäre dann keine schwere Depression. Die kann übrigens auch in Wellen verlaufen (zum Beispiel morgens schlimm, weil der habe Tag vor einem liegt, abends aber wieder gut).
    Zitat Zitat von Silverbabe Beitrag anzeigen
    So, Ergänzung, hatte schon länger nicht mehr aktualisiert, ihr habt ja schon wieder weiter geschrieben. Vorhin hatten sich zumindest einige so geäußert, dass Depressionen nur schwer sind, wenn sie einem alle Freude nehmen.
    Ich denke, es ist in dieser Diskussion wichtig, sich nochmal bewusst zu machen, dass es nicht nur 'keine Depressionen' und 'schwere Depressionen' gibt, vielmehr befinden sich zwischen diesen beiden Polen noch diverse weitere Abstufungen - so etwa leichte oder mittelschwere Depressionen.

    Auch leichte oder mittelschwere Depressionen fühlen sich nicht gut an, auch leichte oder mittelschwere Depressionen sind ernstzunehmende Krankheiten, die selbstverständlich den Alltag der Betroffenen stark beeinflussen und belasten. Trotzdem bleibe ich dabei, dass eine Person, die sich regelmäßig mehrmals pro Woche mit Freunden trifft und ähnlichen Freizeitaktivitäten nachgeht, nicht schwer depressiv ist.

    Depressiv kann diese Person aber natürlich trotzdem sein und das bestreitet doch auch niemand? Wie gesagt: Auch leichte/mittelschwere Depressionen sind echte Depressionen und fühlen sich extrem scheiße an und haben selbstverständlich einen Impact aufs Leben. Dennoch sind sie keine schweren Depressionen und sollten imho nicht mit diesen gleichgesetzt werden.

    Der Schweregrad einer Depression leitet sich ja nicht nur aus der subjektiven Einschätzung der Betroffenen ab, denn natürlich fühlt sich jede depressive Person scheiße - das liegt ja schon in der Natur der Sache. Doch die Schwere einer Depression wird anhand von bestimmten, vordefinierten Symptomen eingeordnet. Und für das Vorliegen schwerer Depressionen müssen etwa alle drei Hauptsymptome einer Depression (depressive Stimmung, Antriebsmangel, Verlust von Freude und Interesse) plus mindestens vier Zusatzsymptome (Selbstwertprobleme, Schuldgefühle, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen usw.) vorhanden sein.

    Eine schwer depressive Person hätte 1. überhaupt kein Interesse daran, sich mit Freunden zu treffen und könnte das nicht genießen und würde es 2. eh nicht gebacken kriegen, so ein Treffen überhaupt zu realisieren. Depressive, denen das hingegen möglich ist, sind vermutlich leicht oder mittelschwer depressiv, aber ja, natürlich: ebenso depressiv!

    Wie schon geschrieben: In meinen schwerdepressiven Jahren war ich froh, wenn ich es geschafft habe, das Minimum dessen zu bewerkstelligen, was nötig war, um meine basalen Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. Ich bin jahrelang dahinvegetiert und befand mich in einem Zustand, der dem Tod echt deutlich näher war als dem Leben. Mich 1-2 mal wöchentlich mit Freunden zu treffen (und das sogar zu wenig zu finden und sich noch häufiger treffen zu wollen) wäre mir da im Traum nicht möglich gewesen. Ich habe zu der Zeit vielleicht 1-2 Treffen pro Jahr auf die Reihe bekommen und war schon davon völlig überfordert. 98 % meines real life-Sozialkontakts bestand zu der Zeit im einmal wöchentlichen "Hallo, bitte, danke, tschüß" mit der Kassiererin im Supermarkt.

    Also ernsthaft: Bei Menschen, die kontinuierlich ein reges, außerhäusiges Sozialleben aufrechterhalten, von schweren Depressionen zu sprechen, empfinde ich als ehemals Schwerdepressive echt als anmaßend! Depressionen ja, natürlich und unbestritten, aber ganz sicher nicht in der stärkstmöglichen Ausprägung. Und das negiert kein anderes Leid, es differenziert einfach nur zwischen verschiedenen Schweregraden, denn genau dafür sind diese Abstufungen definiert worden.
    Geändert von Tethys (14.03.2018 um 18:23 Uhr)

  13. Ureinwohnerin

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Übrigens finde ich es echt überraschend, dass es in einem Haushaltskontext jetzt heißt man müsse Menschen "um ihrer selbst willen" lieben, aber wenn im Gefühlsforum in einem Thread nach Eigenschaften, die ein Partner mitbringen muss gefragt wird sind das ganz konkrete Punkte wie "Ich muss mit ihm über Kunstgeschichte/Gender Studies/FEMINISMUS reden können".
    Es ist also okay intellektuelle Ansprüche an einen Mann zu stellen aber konkrete, gelebte feministische Ansprüche wie paritätische Haushaltsteilung und Engagement sind dann völlig absurd weil "Man liebt einen Menschen ja nicht für seine Arbeitsleistung sondern für seine ganze Person!!" Intellektuelle Leistung zu fetischisieren gehört scheinbar zum guten Ton aber Ansprüche zu stellen, die sich auf das private, gelebte, auf "domestic labour" bzw labour im Allgemeinen beziehen sind kleinlich. Alles klar. Dass die meisten hier vorschlagen ne Haushaltshilfe einzustellen sagt alles, man muss es sich halt irgendwie leisten können keine praktischen Ansprüche an einen Mann zu stellen und das Problem im Zweifelsfalls einfach auszulagern anstatt zu hinterfragen.
    Ich unterscheide generell zwischen "lieben" und "in Beziehung sein". Ich habe höhere Ansprüche* an jemanden, mit dem ich eine Beziehung eingehe, als an jemanden, den ich "einfach so" liebe. Deswegen habe ich vermutlich auch keine Beziehung, hatte auch noch nie wirklich eine, verliebe mich aber trotzdem regelmäßig.

    *= Lebensfähigkeit, Überblick, Intellektualität, Arbeitsleistung,...
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  14. Ureinwohnerin

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Tethys, du beziehst dich da halt sehr auf das Symptom der Antriebslosigkeit. Das muss, wie du schon geschildert hast, bei einer "offiziellen" "schweren Depression" gegeben sein, ja. Aber Depressionen können ja zB. auch im Zusammenhang mit anderen Krankheiten stehen. Oder es ist eben "nur" eine "mittelschwere Depression" vorhanden.
    Das sind doch alles Mutmaßungen. Soweit ich das richtig erinnere, hat Panda noch nicht mal bestätigt, dass es sich überhaupt um Depressionen handelt, sondern nur, dass sich ihr Ehemann "in Behandlung befindet" und "Medikamente absetzen will". Oder?

    Als ich mal eine relativ schwere Krise hatte (ich weiß nicht genau, was meine Therapeutin daraus als offizielle Diagnose gezogen hat), war meine Wohnung wie geleckt, sowie mein äußerer Zustand. Das ist bei mir eigentlich immer so, weil ich darüber versuche, Kontrolle über die Situation zu gewinnen.
    Was ich damit sagen will ist, dass sich solche Dinge einfach höchst unterschiedlich im Alltag ausdrücken.

    Und, hier hat irgendjemand behauptet, Depressionen würden keine Persönlichkeiten auslöschen. Das ist nicht ganz richtig. Wenn Depressionen chronisch werden, können sie persönlichkeitsverändernd wirken (Dysthemie), so wie viele anderen psychischen Krankheiten auch.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  15. Inaktiver User

    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    haha ja, es geht seitenweise nur noch um depression, ohne dass auch nur irgendwo bejaht wurde, dass er depressiv ist.

  16. Ureinwohnerin

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    edit, nicht richtig gelesen, sorry bambi!
    Geändert von phaenomenal (14.03.2018 um 20:43 Uhr)
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  17. Addict

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    phaeno, hier haben seitenweise Leute aus der Ferne Pandas Mann eine schwere Depression diagnostiziert, die der (legitimierende) Grund für all das sein soll. Der Begriff und das konkrete Krankheitsbild der schweren Depression werden dadurch völlig verwässert und mit leichten bis mittelschweren Depressionen, großen Krisen u.ä. gleichgesetzt. Es ist aber nicht alles dasselbe, die Abstufungen existieren nicht umsonst und ich finde es ziemlich gefährlich, den Begriff der schweren Depression derart inflationär zu gebrauchen.

    Ja, ich beziehe mich hier bewusst ausschließlich auf die schwere Depression und bei dieser ist der Antriebsmangel immer vorhanden. Natürlich gibt es, wie oben schon ausführlich dargelegt, auch Depressionen und Krisen, in denen die Betroffenen keinen Antriebsmangel aufweisen, aber das ist dann halt ganz einfach keine schwere Depression.

    Dass du in einer großen Krise weiterhin hohen Antrieb hattest, beweist doch nicht, dass das Krankheitsbild der schweren Depression auch ohne Antriebsmangel auftritt? Das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    haha ja, es geht seitenweise nur noch um depression, ohne dass auch nur irgendwo bejaht wurde, dass er depressiv ist.
    Ja, das finde ich auch besonders skurril: Dass hier sämtliche Userinnen eine Depression voraussetzen und darauf ihre gesamte Argumentation aufbauen, obwohl Panda das nirgends mit einem Wort geschrieben hat.

    Den Hinweis auf das "Langzeitarbeitslosen-Syndrom" finde ich auch sehr gut und würde die beschriebene Situation aus der Ferne (und somit letztlich rein spekulativ) ähnlich einschätzen.

  18. Member

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Und, hier hat irgendjemand behauptet, Depressionen würden keine Persönlichkeiten auslöschen. Das ist nicht ganz richtig. Wenn Depressionen chronisch werden, können sie persönlichkeitsverändernd wirken (Dysthemie), so wie viele anderen psychischen Krankheiten auch.
    Das war ich und wie du richtig schreibst, hab ich von "auslöschen" gesprochen und du sprichst von "können persönlichkeitsverändernd wirken". Das ist doch nicht das gleiche? Dass sich die Persönlichkeit eines depressiven Menschen ändern kann (und auch sehr stark ändern kann) ist ja klar. Aber dass man in gar keinem Teil mehr derjenige ist, der man vorher war, habe ich zumindest bei den schwer depressiven Menschen die ich kenne nicht erlebt.
    Do I contradict myself?
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  19. Senior Member

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Prosa Beitrag anzeigen
    Doch. Kann man.
    Alles klar, danke für die Info, dann waren in meinem Umfeld Ärzte und Psychotherapeuten nicht in der Lage, mir eine richtige Diagnose zu stellen.

    🙄

  20. Ureinwohnerin

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    AW: 2 Personenhaushalt, 1 arbeitet...

    Zitat Zitat von Tethys Beitrag anzeigen
    phaeno, hier haben seitenweise Leute aus der Ferne Pandas Mann eine schwere Depression diagnostiziert,
    Aber da liegt für mich halt schon der Hund begraben. Nämlich, wenn aus der Ferne XY diagnostiziert wird, mMn, ohne, dass die TE so konkrete AUssagen gemacht hat (ich hab jetzt auch doch nochmal nachlesen wollen, aber es ist ja ganz viel gelöscht, bringt also nix). Dass dann noch über die Schwere der Krankheit diskutiert wird, schießt für mich den Vogel ab.

    Ich kann aber natürlich verstehen, dass du dich daran gestört fühlst und finde deine Beiträge gut und richtig.

    Mit meinem Beispiel wollte ich überhaupt nichts beweisen, sondern einfach nur ein Beispiel dafür geben, dass sowas auch komplett anders aussehen kann.
    (Ich glaube, ich bin da ähnlich getriggert wie du: ich kenne es nämlich, dass mir ständig Depressionen unterstellt werden, wenn ich erzähle, dass ich psychische Probleme hatte (oder wahlweise noch eine Borderline Persönlichkeitsstörung, auch ganz toll). Ich hasse es, wenn Leute entweder eh keine Ahnung haben oder von sich auf andere schließen, ohne jegliches Fachwissen. )

    Token, naja, da könnte man jetzt drüber diskutieren, ab wann etwas nur eine Veränderung ist und ab wann man (also eine Außenperson) die Person "nicht mehr wiedererkennt".
    Außerdem bist du (genauso wie ich) Laie, oder? Dass du das nicht kennst, ist dann eine Nullaussage.
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