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  1. Inaktiver User

    Solidarische Landwirtschaft

    Startseite :: Netzwerk Solidarische Landwirtschaft
    Kennt ihr das Konzept? Seid ihr vielleicht sogar Mitglied? Falls ja, aus welchen Gründen? In welcher? Falls nein, warum nicht?

  2. V.I.P.

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Ich war jetzt knapp über einem Jahr Mitglied, höre aber zu Ende April auf.
    Ich finde das Konzept sehr toll, aber bei uns war im Sommer viel zu viel Salat und sonst immer zu kleine Mengen vom selben Gemüse (so dass man eigentlich immer nur Gemüsesuppe oder Ofengemüse machen konnte, aber z.B. nie Fenchel als Beilage, weil es dafür nie genug war…), aber das ist anderswo vll anders.
    Wir bleiben auch im angeschlossenen Verein, weil wir das Konzept halt eigentlich gut finden, und es kann sein, dass wir in den nächsten Jahren irgendwann wieder einsteigen...
    The past is bad, the future is worse, why not take the present ??
    +
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  3. V.I.P.

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    magst du erzählen wie das funktioniert freckled?
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben!

  4. Stranger

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Wir sind noch nicht drin, möchten aber gerne.
    Bei den Netzwerken, die ich hier gefunden habe, ist aber schon alles "voll".

    Läuft halt so, dass sich eine gewisse Menge Menschen mit einem Landwirt zusammentun und ihm das zahlen, was er mit seiner Ernte verdienen muss. Dafür bekommt man dann entsprechend seinen Ertrag frisch vom Feld.
    Der Bauer muss sich keine Sorgen um das Geld machen und die "Käufer" bekommen frische Ware ohne Zwischenhandel.

  5. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Für wie viele Leute kocht ihr, freckled? Ja, die Schwemmen gibt es bei uns auch, aber dadurch, dass wir nur zu zweit waren, und dazu unabhängig voneinander gekocht haben, gab es das zu wenig anders herum nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Und das Konzept ist super, finde ich auch! Moon, auf der verlinkten Seite gibt es auch eine Erklärung. Ansonsten ist es so, wie Nooby geschrieben hat: Der Hof stellt seine Kosten auf, schätzt, wieviele Menschen er versorgen kann, erstellt aus diesen Zahlen einen Richtwert, an dem sich die Mitglieder dann orientieren (wer mehr hat, gibt vllt mehr, wer wenig hat, darf weniger geben, die meisten halten sich an den Richtwert, glaub ich). Vor dem Wirtschaftsjahr gibts eine Gründungsveranstaltung, und wenn die Bietrunde erfolgreich ist, kanns los gehen. Der Hof hat AbnehmerInnen fürs gesamte Gemüse und Planungssicherheit, die MitgärtnerInnen haben Gemüse aus der Region, das biologisch erzeugt wird, und eine Anbindung an den Hof, wenn sie wollen (bzw. manchmal auch sollen, durch Mitmachtage). Außerdem eine Ar "automatische Bildung", für mich war es ein starkes Aha-Erlebnis, zu erleben, wann bei uns eigentlich was schon/noch/noch nicht wächst und unter welchen Bedingungen.

  7. Fresher

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Ich finde das Konzept super, mache es aber nicht, da mir das zu "uneinschätzbar" ist.
    Da ich Foodsharing mache, habe ich generell schon immer große Mengen Obst und Gemüse und muss das erst mal verarbeiten

    Was ich allerdings mache, was vom Prinzip her ähnlich ist, ist Crowdfarming. Ich "besitze" einen Olivenbaum, einen Orangenbaum und einen Aprikosenbaum. Der Landwirt erhält einen fixen Betrag im Jahr für den Unterhalt des Baumes und ich bekomme den Ertrag (bei den Oliven in Form von Öl).

  8. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Zitat Zitat von Odette Beitrag anzeigen
    Ich finde das Konzept super, mache es aber nicht, da mir das zu "uneinschätzbar" ist.
    Da ich Foodsharing mache, habe ich generell schon immer große Mengen Obst und Gemüse und muss das erst mal verarbeiten

    Was ich allerdings mache, was vom Prinzip her ähnlich ist, ist Crowdfarming. Ich "besitze" einen Olivenbaum, einen Orangenbaum und einen Aprikosenbaum. Der Landwirt erhält einen fixen Betrag im Jahr für den Unterhalt des Baumes und ich bekomme den Ertrag (bei den Oliven in Form von Öl).
    Das ist cool! Wo stehen die Bäume? Und bekommst du einen fixen Ertrag oder tatsächlich was der jeweilige Baum (oder der Durchschnitt aller Bäume?) als Ertrag hat?

  9. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Und was meinst du genau mit uneinschätzbar?

  10. Addict

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Ich bin seit 3 oder 4 Jahren Mitglied. Ich finde es schön zu wissen, wo genau das Gemüse herkommt und wer es angebaut hat. Und hier (Berlin bzw Brandenburg) finde ich es auch wichtig, kleine Betriebe zu erhalten denen es nicht darum geht, den Maximalertrag ohne Rücksicht auf Verluste zu erwirtschaften. Dazu kommt noch der soziale Aspekt: Ich hab darüber super viele Leute kennengelernt die hier in der Nachbarschaft wohnen und es haben sich auch einige Freundschaften entwickelt. Ich finde es auch viel netter, das Gemüse abzuholen als im Supermarkt einzukaufen.

    freckled: Gab es bei euch keine Vollversammlung/andere Möglichkeit, das mal anzusprechen? Bei uns gibt es das 2-3 mal im Jahr und dann wird auch besprochen, ob an dem Anbau irgendwas geändert werden soll. (Wenn alle anderen viel Salat super finden ist es natürlich schwierig - aber dann könnte man auch noch überlegen innerhalb der Abholgruppe zu tauschen oder so)

  11. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Ja, das Abholen statt Einkaufen find ich auch so toll! Nutzt du die Gelegenheit, ab und zu mit zu helfen, Atair? (völlig ohne Wertung, ne, ich meine nicht helfen=gut, nicht helfen=schlecht!!)

  12. Alter Hase

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Wir sind seit ca. 5 Jahren Mitglied. Aus vielen Gründen: Einerseits ist es natürlich persönlich toll zu wissen, wo und wie das Gemüse angebaut wird und von wem. Ich finde es auch toll, daß man ganz echt jahreszeitliches Gemüse bekommt, also das, was tatsächlich gerade wächst oder unkompliziert gelagert werden kann. Aber für mich hat es auch eine gesellschaftliche Dimension, also dem "Prinzip Discounter" (bzw. Supermarkt/Großhandel/industrielle Landwirtschaft) was entgegenzusetzen, und zwar nicht nur bio, sondern eben "soziale" Landwirtschaft.
    Bei uns (ich weiß nicht, wie das woanders ist), gibt es auch nur einen Richtwert beim Preis, jeder gibt, soviel er kann und will, manche geben mehr als den Richtwert, manche weniger. Es gibt auch keine festen Helfertage, jeder kann soviel helfen, wie er kann und mag, muß aber nicht. Ich bin immer erstaunt, wie solidarisch gerade die Gärtner diesbezüglich denken!

    Die Menge des Gemüses reicht im Sommer dicke aus (in unserem Fall für eine Familie, bei anderen für 2 Erwachsene) und ist auch recht vielfältig, im Winter dagegen sehr eintönig, und auch zu wenig. "Uneinschätzbar" trifft´s aber, man muß schon kreativ sein, um das Zeug zu verkochen Es wird in den Vollversammlungen zwar besprochen, was angebaut wird und man kann Wünsche äußern, aber man weiß nicht, was gut wächst und was vielleicht durch Wetter oder Krankheiten / Schäden vernichtet wird. Manchmal gibt es eine Schwemme von irgendwas, aber das ist ok. Ich finde gerade das auch toll, daß man gewissermaßen wirklich näher am Feld dran ist, genau das ißt, was eben wächst. Und so auch wieder das Risiko des Gärtners mitträgt.

    Ach ja, ich bin begeistert

  13. Fresher

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist cool! Wo stehen die Bäume? Und bekommst du einen fixen Ertrag oder tatsächlich was der jeweilige Baum (oder der Durchschnitt aller Bäume?) als Ertrag hat?
    Die Bäume stehen größtenteils in Spanien, es ist aber ökologische Landwirtschaft.
    Ich denke, man bekommt einen Durchschnitt. Bei der Anmeldung steht im Formular, welchen Ertrag man in etwa erhält.

  14. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Zitat Zitat von Odette Beitrag anzeigen
    Die Bäume stehen größtenteils in Spanien, es ist aber ökologische Landwirtschaft.
    Ich denke, man bekommt einen Durchschnitt. Bei der Anmeldung steht im Formular, welchen Ertrag man in etwa erhält.
    Ok! Ich hab das mal gegoogelt (oberflächlich), aber nicht gefunden. Würdest du den Namen und/oder Link hier posten?

  15. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Whassup: Ich auch! Und ich musste sehr grinsen, als ich deinen Beitrag gelesen habe! Weil du den sozialen Aspekt hervorhebst: Weißt du den offiziellen Stundenlohn "eurer" GärtnerInnen?

  16. Alter Hase

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Nein. Aber er ist sicher sehr sehr schlecht. Sie wissen ihm vermnutlich selbst nicht, sondern haben wohl ausgerechnet, wie viel (oder wenig) sie zum leben brauchen, und das angesetzt.

    Ich glaube, "unsere" Solawi ist keine "offizielle", sie taucht nicht auf der Liste in dem link auf. Die Gärtner sind glaub ich noch alternativer als ihre Kollegen, nehmen keine Förderungen an und leben selbstgewählt sehr prekär. Es ist alles sehr improvisiert, und die Abnehmergruppe fragt bei jedem Treffen, ob das so ok sei oder ob sie nicht was ändern wollten, aber wollen sie nicht.
    Also der Richtwert für den Beitrag wird von den Gärtnern so vorgeschlagen, d.h. sie finden es selbst scheinbar ok. Obwohl für sie selbst so wenig übrig bleibt, zahlen wir natürlich mehr, als man im Supermarkt für die Menge an Gemüse zahlen würde (was ja logisch ist, weil eben industrielle Landwirtschaft).

  17. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Nein. Aber er ist sicher sehr sehr schlecht. Sie wissen ihm vermnutlich selbst nicht, sondern haben wohl ausgerechnet, wie viel (oder wenig) sie zum leben brauchen, und das angesetzt.

    Ich glaube, "unsere" Solawi ist keine "offizielle", sie taucht nicht auf der Liste in dem link auf. Die Gärtner sind glaub ich noch alternativer als ihre Kollegen, nehmen keine Förderungen an und leben selbstgewählt sehr prekär. Es ist alles sehr improvisiert, und die Abnehmergruppe fragt bei jedem Treffen, ob das so ok sei oder ob sie nicht was ändern wollten, aber wollen sie nicht.
    Also der Richtwert für den Beitrag wird von den Gärtnern so vorgeschlagen, d.h. sie finden es selbst scheinbar ok. Obwohl für sie selbst so wenig übrig bleibt, zahlen wir natürlich mehr, als man im Supermarkt für die Menge an Gemüse zahlen würde (was ja logisch ist, weil eben industrielle Landwirtschaft).
    Ah, ok. Da gibt es verschiedene Modelle in Bezug auf den Lohn. Dass er unterm Schnitt am Ende immer schlecht ist, ist leider klar. Ihr fragt also "Wollt ihr mehr Geld?" und die sagen einfach nein?

  18. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Ah, und mit Supermarkt darf man einfach irgendwie nicht vergleichen. In Bezug auf die gleiche Qualität (oder annähernd) ist es bei uns im Sommer viel preiswerter, im Winter teurer.

  19. Alter Hase

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    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Hm. EIn bißchen.
    Wir ganzen "bürgerlich" denkenden Abnehmer sind immer erschrocken, wie prekär die denken und leben. Es wird immer mal gefragt: Wo sind in der Rechnung die Rücklagen, die Altersvorsorge, ihr müßt doch ganz anders kalkulieren! Da kommt dann als Antwort, daß sie ihr Geld eh nicht zur Bank bringen wollen, weil die Banken böse und kapitalistisch sind und dieses ganze "Geld horten" nicht ihrs ist. Sie wollen eine grundsätzlich andere Welt und WIrtschaftsordnung und leben jetzt schon so, als gäbe es sie schon.
    Wenn man fragt, ob sie sich ausgebeutet fühlen, sagen sie nein, weil die Lebensqualität für sie stimmt.
    Wie gesagt, SEHR alternativ.

  20. Inaktiver User

    AW: Solidarische Landwirtschaft

    Das ist spannend! Haben die eine Homepage? Gern auch per pn.

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