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  1. Foreninventar Avatar von Iliath
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Ich wollte nie Kinder Bzw der Wunsch war nicht da aber Wenn es passiert wäre wäre das so dann. Also es wäre jetzt nicht so sehr schlimm gewesen. Leicht panisch würde ich trotzdem noch werden bei dem Gedanken und ich finde auch nicht, dass das vom Alter her passt für mich.

  2. Fresher Avatar von jadore
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    ich bin noch nicht 30, aber ich möchte wahrscheinlich keine eigenen kinder. grund ist, dass ich nicht wirklich einen grund sehe, ein kind in diese welt zu setzen. dass ich nicht überzeugt genug davon bin, dass ich einem wesen, indem ich es zeuge und in dieser gesellschaft großziehe, wirklich etwas gutes tue.
    Falls jemand die Geschichte "Alles" von Ingeborg Bachmann kennt: Sie kann einiges gut ausdrücken, was ich zu diesem Thema empfinde.

    Nichtsdestotrotz kann ich mir vorstellen, mit einem oder mehreren Kindern zu leben, die schon da sind, bei denen sich also die Frage des warums der zeugung gar nicht stellt. Ich könnte mir gut vorstellen, mit einem Mann, der Kinder hat, zusammen zu leben oder auch ein Kind zu adoptieren. Auch (und vielleicht sogar lieber) ein Kind, das schon älter ist. Es ist aber nicht so, dass ich denke, dass mein Leben ohne eigene Kinder weniger schön wäre/werden würde.

    ich will noch hinzufügen: bei mir steht diese entscheidung noch nicht so lange, sondern es war ein prozess mit hin- und her.

    einen "emotionalen" kinderwunsch (ich zweifel ehrlich gesagt an, dass es das überhaupt gibt - bzw. wie soll man zwischen emotionen und vernunft trennen, wenn einem von kleinauf vermittelt wird, dass es normal und schön und erstrebenswert ist, mutter zu werden?) hatte ich nie. ich habe mich auch als schülerin nie später mit kindern gesehen, das kam einfach nicht vor in meiner fantasie.

    als ich dann meinen ersten freund hatte (da war ich aber auch noch teenagerin), waren wir natürlich so kitschig-verblendet, dass wir dachten, wir bleiben für immer zusammen und bekommen kinder. da ich sehr viel für ihm empfunden habe, hat mich die vorstellung, kinder mit ihm zu haben, sozusagen als "beweis" unserer liebe, sehr glücklich gemacht.
    nach der trennung in meinen anfang-zwanzigern hab ich mir um kinder wenig gedanken gemacht, alles nach hinten verschoben. wenn mich jemand gefragt hat, hab ich immer gesagt "weiß ich noch nicht". ich wollte zu diesen zeitpunkten nie und dachte, dass ich ja noch viel zeit habe. jetzt mit ende zwanzig würde ich das ganze thema am liebsten nochmal 10 jahre verschieben und hatte schon über social freezing nachgedacht - aber mir ist dann irgendwie klar geworden, dass ich wohl einfach nicht will. und sich das wohl nicht ändern wird. grund sind eben die oben genannten eher misanthropischen gedanken, dazu aber auch, dass ich keine lust habe, so abhängig zu sein und meinen alltag um kleine kinder zu strukturieren. es kommt mir wahnsinnig ans rengend vor von außen und ich hätte einfach mehr lust, sachen für mich und mein geistiges fortkommen zu machen.

    es scheint mir in meinem umfeld auch immer weniger wichtig, die leibliche mutter eines kindes zu sein. als tante, freundin von müttern, als adoptiv- oder pflegemutter kann man ebenfalls ein sehr gutes verhältnis zu kindern aufbauen. ich muss nicht DIE person für ein kind sein.

  3. Member Avatar von SisterOfNight
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Als ich noch so 16 Jahre alt war, dachte ich schon noch, dass ich mal Kinder haben werde. Aber nicht im Sinne von "Kinder sind süß, ich will auch eins" sondern eher, weil ich dachte, dass das halt irgendwie zum Erwachsensein dazugehört.

    Wenn ich irgendwo Kinder gesehen habe, hat das nie in mir irgendetwas ausgelöst. Dies als auch der Gedanke an eine Schwangerschaft, der mich extrem abschreckt (ich finde diese Veränderung des Körpers und das Thema Geburt an sich ganz schlimm) ist eigentlich für mich schon Grund genug, kein Kind bekommen zu wollen.

    Ich bin auch sehr der introvertierte, sehr zurückgezogen lebende Typ, d.h. mich stresst es, wenn ich zu oft mit Menschen interagieren muss ohne ausreichend Zeit zu haben, mich auch mal zurückzuziehen. Mit einem Kind stelle ich mir so eine Verhaltensweise sehr anstrengend bzw. schwer vor. So egoistisch sich das vielleicht anhört, aber ich bin nicht bereit, meine Freizeit bzw. meine "Alleinzeit" aufzuopfern für ein Kind. Ich bin froh, dass mein Freund, mit dem ich schon Ewigkeiten zusammen bin, da auf meiner Seite ist und das Thema Kinder bei uns eigentlich kein Thema ist.

    Ich bin auch froh, dass unsere Familien so langsam aber sicher verstanden haben, dass es mir bzw. uns damit Ernst ist (nach anfänglichen Sprüchen "Ich wäre ja schon gerne Oma" etc.) und ich meine Ruhe habe, was das Thema angeht (was aber bestimmt auch daran liegt, dass sowohl ich als auch mein Freund noch jüngere Geschwister haben, die in Langzeitbeziehungen stecken und schon geäußert haben, dass sie in den nächsten Jahren Kinder haben wollen).

  4. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Meine Mutter sagte sowas zwar nie. Aber ich freu mich wirklich für sie, dass sie Oma wurde, weil sie echt ne sehr liebevolle und begeisterte Oma ist. Das ist schön, dass sie das erlebt. Nur halt nicht durch mich.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  5. Member Avatar von sleepaholik
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Bei mir ist es sehr ähnlich wie in den vorherigen Antworten.
    Früher war für mich völlig klar, dass ich irgendwann heiraten (am besten ganz früh) und Kinder kriegen würde. Obwohl mein letzter Freund und ich sehr lange zusammen waren und von seiner Familie bei jedem Treffen nachgefragt wurde bzw. Kommentare fielen wie "Das Kinderfahrrad schmeißen wir noch nicht weg, das bewahren wir mal für euch noch auf", war es auch nie Thema, weil wir beide noch studiert haben und es uns allein finanziell nicht vorstellen konnten.
    Seit etwa 4 Jahren ist für mich aber klar, dass ich wohl keine Kinder haben werde bzw. möchte. Ich habe keinen Draht zu Kindern oder Babies, habe die Kinder von Freunden auch nicht gerne auf dem Arm und weiß nichts mit ihnen anzufangen. Muttergefühle hatte ich auch noch nie. Für mich ist auch wichtig, dass ich abgesichert bin und erst Nachwuchs bekomme, wenn ich einen festen Job, ein festes, gutes Einkommen habe - und da das in den nächsten 5 Jahren wahrscheinlich nicht so sein wird, passt es für mich nicht, und dann bin ich auch 'schon' Mitte 30.
    In meinem Umfeld sehe ich dazu noch so viele (natürlich subjektiv für mich) negative Beispiele von Müttern, die sich völlig aufgeben, nur noch für das Kind da sind. Wenn man sich mit ihnen trifft, ist eine normale Unterhaltung schon fast nicht mehr möglich, weil sie nur noch von ihrem Baby reden, weil sie nichts erlebt haben und ihre Umwelt völlig ausblenden. Sie kommen einen nicht mehr besuchen, man muss immer zu ihnen fahren, das Interesse ist geschwunden. Das finde ich ziemlich erschreckend. Und gerade, weil ich mich noch ausprobieren möchte und innerlich immer noch 18 bin, sehe ich mich in Zukunft eigentlich nicht mit Kindern.
    Andererseits denke ich schon, dass ich dadurch viel verpasse. Ich finde es ja auch schön zu sehen, was für eine enge Bindung da zwischen Mutter und Kind besteht und wie viel Liebe. Aber nur deswegen oder aus der Angst, später alleine zu sein, ein Kind in die Welt zu setzen... nein.
    If there's nothing left to burn, you have to set yourself on fire

  6. Newbie Avatar von wunder
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Anthia Beitrag anzeigen
    Richtet sich wohl eher an die über 30-Jährigen, die bewusst keine Kinder haben.

    Wie verlief euer Entscheidungsprozess? War es schon immer klar, dass ihr keine Kinder wollt? Oder hat sich das über längere Zeit entwickelt? Seid ihr der Kinderfrage gegenüber ambivalent oder ist es total klar, dass ihr keine wollt?
    Ich bin 29. Ich wollte nie Kinder, konnte es mir mit 18 nicht vorstellen und jetzt mit 29 eigentlich emotional auch nicht.
    Aber in letzter Zeit habe ich festgestellt, dass es viele ganz tolle liebe schöne lustige Männer gibt, die Vater werden wollen 😀. Und ich denke, wenn ich mit so jemandem eine stabile Beziehung führen dürfte, würde ich es einfach trotzdem tun. Bestimmt würde es dann auch schön werden und sich richtig anfühlen.
    Aber aus eigenem Antrieb: nein.
    Es wäre ein Kompromiss, aber ein guter.

  7. Regular Client Avatar von Caly
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Ich habe mich immer mit Kindern gesehen, aber das war nie ein emotionaler Wunsch, sondern eher ein "so läuft das Leben nun mal ab". Mit 25, als die Fragen losgingen, wurde mir langsam bewusst, dass ich es irgendwie gar nicht so schlimm finde, gerade mit einem Mann zusammen zu sein, der keine Kinder will. Aber da hat sich alles sehr ambivalent angefühlt. Ich hatte kein wirkliches Bedürfnis, aber es gehört doch zum Leben dazu. Ich fand das alles sehr schwierig und habe das Thema eigentlich am liebsten gemieden.
    Viele Jahre später war ich dann mit einem anderen Mann zusammen, so glücklich wie noch nie im Leben und mein Kinderwunsch ist förmlich explodiert. Mit diesem Mann hätte ich vermutlich auch 10 bekommen, einfach, weil mein Herz aufging bei der Vorstellung, dass wir eine Familie haben. Mit der Trennung kam ein unfassbares Tief. Ich war damals 30 und die Erkenntnis, dass ich vielleicht kinderlos bleiben könnte, hat mich komplett fertig gemacht. Der Liebeskummer war lange und exzessiv, aber er wurde kleiner und kleiner und gleichzeitig verschwand auch mein Kinderwunsch. Er war, augenscheinlich, komplett personenbezogen gewesen (ich glaube auch bis heute, trotz übler Trennung, dass dieser Mann ein fantastischer Vater gewesen wäre). Inzwischen ist da gar nichts mehr ambivalent, ich will keine Kinder, bin aus diversen Gründen immer mal wieder heilfroh und dankbar, keine zu haben und bin in diesem Punkt wirklich total klar und mit mir im reinen.
    Vielleicht würde das anders aussehen, wenn ich nicht sehr viele, sehr abschreckende Beispiele im Freundeskreis hätte, wo sich das Leben mit Kindern mal sowas von überhaupt nicht verbessert hat, wer weiß. Beeinflusst hat mich das sicher, ob stark oder nur ein wenig - keine Ahnung.

    Mit engen Freunden spare ich das Thema nicht aus, warum auch. Mit Bekannten, die einen dann nur in die eine oder andere Richtung belehren wollen, vermeide ich es. Ich bin 37, ich brauch nicht zu hören, ich müsse halt nur noch groß werden, dann kommt der Wunsch schon noch.

  8. Member Avatar von Knadiskuh
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Viva Beitrag anzeigen
    Nein, das sind nicht meine Freunde. Die Sprüche waren vor allem Kolleginnen, mit denen man gut auskommt und auch gerne mal privat spricht.
    na jetzt aber nicht mehr, oder??

  9. Member Avatar von Knadiskuh
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Jordan 111 Beitrag anzeigen
    Absolut, da bin ich mir ganz sicher. Es hat aber weder den Grund, dass die Zeit gerade nicht richtig ist noch, dass ich einen schönen Beruf habe
    hm aber was sollen die denn "offen" sagen?
    also wenn mir jemand sagt er/sie möchte keine kinder dann fällt mir eigentlich keine sinnvolle antwort ein außer "ok"

  10. Member Avatar von Tethys
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Knadiskuh Beitrag anzeigen
    hm aber was sollen die denn "offen" sagen?
    also wenn mir jemand sagt er/sie möchte keine kinder dann fällt mir eigentlich keine sinnvolle antwort ein außer "ok"
    Siehst du nicht, dass ein himmelweiter Unterschied besteht zwischen den genannten Antworten und einem simplen Ok? Ok ist in diesem Fall die perfekte Antwort!

  11. Member
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    Zitat Zitat von Knadiskuh Beitrag anzeigen
    also wenn mir jemand sagt er/sie möchte keine kinder dann fällt mir eigentlich keine sinnvolle antwort ein außer "ok"
    Ja, so z.B!

  12. V.I.P. Avatar von lassie_singers
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    AW: Noch ein Thread zu Kinderlosigkeit

    ich hatte auch noch nie einen kinderwunsch.
    den gedanken daran, dass irgendwas in meinem körper heranwächst, finde ich eklig und abstoßend und die vorstellung einer geburt grauenhaft.
    ansonsten gehen mir kinder irgendwie grundsätzlich auf den sack, mich nervt dieses gebrabbel und gelärme und ungefähr alles daran und ich weiß nix mit babies/kindern anzufangen. ich möchte auch die von freunden nicht halten oder so.
    ich möchte zudem mein leben nicht in jeder hinsicht einschränken müssen bzw. wüsste überhaupt nicht, wie sich das neben einem vollzeitjob und sozialleben und hobbies und so ausgehen sollte finanziell wäre es auch problematisch und es ist mir einfach zu viel verantwortung. ich bin vor kurzem 33 geworden.
    Geändert von lassie_singers (18.09.2018 um 08:30 Uhr)
    ich würde mich so gerne etwas hingeben,
    doch werde mich wohl erstmal etwas hinlegen.


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