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  1. Alter Hase Avatar von narzisse
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    Kirche & Glaube

    ...angeregt durch den Patentantenthread:

    Seid ihr formal Mitglied einer Religionsgemeinschaft? Welcher? Geht ihr zu Gottesdiensten oder analoga, wöchentlich, monatlich, 3x im Jahr oder seltener? Seid ihr "überzeugte" Mitglieder oder aus sonstigen Gründen dabei (sozialer Beruf, noch in der Kirche heiraten , nur noch nicht zum austreten gekommen, irgendwie nett)?

    Würdet ihr euch selbst einen Glauben attestieren - definitiv ja, vielleicht bisschen latent oder definitiv nein? Und wie hängt für euch Glaube und (Institution) Kirche zusammen? Wie findet ihr es, wenn Leute Kirchenmitglieder sind, die sich selbst nicht als gläubig bezeichnen? Könnt ihr es nachvollziehen, aus der Kirche auszutreten, obwohl man sich selbst nicht als definitiv ungläubig bezeichnet? Könnt ihr es nachvollziehen, Kirchenmitglied zu bleiben, wenn/weil man (definitiv/irgendwie latent) gläubig ist, obwohl man die Kirche als Institution bzw primär ihren Umgang mit diversen Problemen (zb Missbrauch, Homosexualität,...) ablehnt?

    Und wie steht ihr zu solchen Sachen wie Heiraten in der Kirche, Weihnachtsgottesdienst, wenn Leute sich selbst nicht als gläubig sehen bzw. wenn Leute keine Kirchenmitglieder sind?

    Erzählt doch mal, gerne nur zu Teilaspekten.

  2. V.I.P. Avatar von Silverbabe
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    AW: Kirche & Glaube

    Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Konfirmiert wurde ich, das hat mir noch mehr gezeigt, dass ich eben nicht glaube. Ich habe es damals meiner Oma zuliebe durchgezogen, die die einzig Gläubige Person bei uns in der Familie ist.

    Ich bin dann 2012 aus der Kirche ausgetreten. Genau in dem Jahr ist dann meine Oma gestorben und ich war öfter in der Kirche als die Jahre zuvor. Der Gottesdienst bei ihrer Beerdigung war nicht besonders gut, der Pastor hat Sachen verwechselt und falsch gesagt.
    Bei der Beerdigung ihrer besten Freundin ein paar Jahre später, klingelte das Handy der Pastorin während sie eine Rede hielt. Toll.

    Ich kann mich null mit dem christlichen Ideen irgendeinem anderen Glauben identifizieren und finde es daher sehr richtig auszutreten. Habe es aber auch erst ein paar Jahre schleifen lassen ...

    Auf Hochzeiten in Kirchen bin ich immer wieder befremdet und würde das für mich auch auf keinen Fall wollen.
    Ich halte es dann immer so, dass ich dem Brautpaar zuliebe komme, maximal die Kirchenlieder mitsinge, aber auf keinen Fall mit bete. Da schweige ich dann und schaue betreten rum.

    Mein Vater beispielsweise ist auch null gläubig, betet dann aber mit. Ich glaube aus Gewohnheit.

    Einzig das letzte Abendmahl habe ich 2012 mitgemacht, als der Name meiner Oma verlesen wurde am Ende des Kirchenjahres. Das habe ich dann für sie gemacht. Ich hatte zufällig einen Monat vor ihrem Tot mit ihr ein Abendmahl erlebt, im Altenheim. Da ist es übrigens auch so, dass selbst demenzkranke noch beten können. Das ist ganz tief verwurzelt.
    Den Prozess des Abschiednehmens fand ich als Prozedere ganz gut, nur nimmt mir keiner mit seinem Gott-gefasel die Trauer.

    Bei anderen bin ich übrigens sehr liberal: es soll jeder das glauben, was er glaubt und ich denke in vielen Fällen hat das was damit zu tun, wie man aufgewachsen ist.

    Faszinierend finde ich Leute, die sich erst später in ihrem Leben der Religion zuwenden. Irgendwie kann ich mir immer nicht vorstellen, dass man als rationaler Mensch, der nie gläubig war, plötzlich so gebrainwashed werden kann (sorry, ich möchte niemanden verletzen).

  3. Addict Avatar von Graf_Zahl
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von Silverbabe Beitrag anzeigen

    Faszinierend finde ich Leute, die sich erst später in ihrem Leben der Religion zuwenden. Irgendwie kann ich mir immer nicht vorstellen, dass man als rationaler Mensch, der nie gläubig war, plötzlich so gebrainwashed werden kann (sorry, ich möchte niemanden verletzen).
    Und warum verwendest du dann so abwertendes Vokabular ("gebrainwashed")?
    Wenn du die Bande zu mir kappen willst,
    werde ich nicht gewalttätig.


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  4. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Kirche & Glaube

    Ich bin übrigens vor ca. 1 Jahr ausgetreten als der Kirche, nachdem ich davor schon ewig maximal noch Weihnachten oder bei chorauftritten im Gottesdienst war. Aber hier kam ja kürzlich mal das Thema Gottesdienst im schulkontext auf, da ist mir aufgefallen, dass ich mich offenbar schon sehr unterscheide von "fundamentalen" Atheisten - ich finde es völlig undramatisch, Gottesdienste im schulkontext zu haben, meine Tochter besucht auch einen katholischen Kindergarten (obwohl ich selbst früher evangelisch war) und ich finde es ganz nett, dass sie dort erntedankfest und Advent und Weihnachten mit Krippe etc feiern und finde auch die Geschichten aus der Bibel so als Kinderbücher ganz gut (wir haben selbst zb das Jesus- und das gott-wimmelbuch). Für uns sind das halt ausgedachte Geschichten, die in unserer Kultur wichtig sind (meine Tochter erklärt im Kindergarten auch immer mal wieder den Erzieherinnen, was an den Geschichten nicht stimmen kann - Stichwort Jona im Wal! -, und dass ihre Mama sagt, dass Gott ausgedacht ist).
    Und ich singe total gern kirchliche chormusik (und finde, bestimmt 95% richtig guter chormusik IST kirchlich, das alles wegzulassen, ist da gar keine Option, aber es stört mich auch überhaupt nicht).
    Geändert von narzisse (15.10.2018 um 19:12 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Kirche & Glaube

    gelöscht
    Geändert von Inaktiver User (04.12.2018 um 15:39 Uhr)

  6. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Kirche & Glaube

    Kirchliche Hochzeiten, bei denen keiner der Partner in der Kirche und gläubig ist, finde ich übrigens auch seltsam und extra dafür eintreten (und dann irgendwann wieder austreten) fände ich kirchensteuer-/dienstleistungsmäßig sehr mies. Mit dem Austritt bis paar Monate nach der Hochzeit zu warten als nichtgläubiger, der einen gläubigen, im kirchenleben aktiven Partner heiratet, find ich dagegen okay.
    Geändert von narzisse (15.10.2018 um 19:11 Uhr)

  7. V.I.P. Avatar von Silverbabe
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von Graf_Zahl Beitrag anzeigen
    Und warum verwendest du dann so abwertendes Vokabular ("gebrainwashed")?
    Weil es aus meinem Blickwinkel so ist. Ich finde es halt (für mich) schwer, sich wenn man kein Kind mehr ist, eine andere Einstellung dazu anzugewöhnen. Ich kann es mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass man wirklich wenn man schon älter ist, einen Weg zum Glauben findet. Wenn man vorher gar nicht glaubte. Gebrainwashed war dabei nicht abwertend gemeint, sondern eben als Erklärungsversuch das sich das Gehirn dieser Personen dann ja plötzlich dem Glauben zuwendet bzw es als Wahrheit annimmt, dass es ein höheres Wesen gibt.
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  8. Urgestein Avatar von Wiesgart
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    AW: Kirche & Glaube

    Ja, aber da ich keine Kirchensteuer zahlen muss, trete ich auch nicht aus. Es ist immer vorteilhaft in der Kirche zu sein. Einen Bezug dazu habe ich nicht und war bis ich 10 war auch nur an wichtigen Tagen mal mit, danach nicht mehr. Ich gehe ab und zu in eine freie evangelische Gemeinde, aber nur, weil ich dort nette Leute kenne und mich da wohl fühle. Das ist aber in der Regel nur zu Openair-Gottesdiensten, Poetry Slam-Gottesdiensten, Mitsing-Gottesdiensten, Erwachsenentaufen und sowas. So 3-4 mal im Jahr vielleicht.

  9. gesperrt Avatar von KloHans
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    AW: Kirche & Glaube

    bin absolut ungläubig und halte die institution kirche für eine verbrecherorganisation ohne modernes äquivalent. heute selbstverständlich um dimensionen weniger als über die letzten jahrhunderte und jahrtausende, aber dennoch würde mich allein der gedanke daran, einer historisch so unfassbar belasteten organisation irgendetwas anderes als meine totale ablehnung zukommen zu lassen, absolut verrückt machen.

    an dieser stelle ein herzliches dankeschön an meine eltern, die in einem extrem religiösen land aufgewachsen sind und sich von der religion ihrer eigenen elterngeneration schon in frühen jahren getrennt haben. dementsprechend wurde ich auch frei von dem religionsvirus erzogen. die chancen, sich in egal welchem alter noch von dieser frühkindlichen indoktrination zu lösen, sind leider äußerst gering.

    ich bin außerdem extrem intolerant gegenüber religiösen menschen. sie verlieren etwas von ihrer aura, wenn sie sich als religiös outen bzw. im besonderen dann, wenn sie an eine übernatürliche komponente glauben. es liegt in der natur der sache, dass einige der brilliantesten menschen der geschichte an eine übernatürliche komponente glauben und glaubten, aber ich kann es nicht ändern. für mich verliert ein mensch ein großes stück seiner aura und integrität, wenn er/sie sich als gläubig outet.

    interessiert keinen von euch, aber ist mir egal. in einem internetforum bin ich so ehrlich, dies exakt so kundzutun. im echten leben würde ich aber nicht so weit gehen. so empathisch bin ich dann doch noch.
    Geändert von KloHans (15.10.2018 um 18:41 Uhr)

  10. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Kirche & Glaube

    Ich bin nicht gläubig. Überhaupt nicht, ich bin auch nicht konfirmiert, meine Eltern (auch nicht gläubig) haben mir damals deutlich kommuniziert, dass ich es machen kann und soll wenn es für mich religiöse Bedeutung hat, aber nicht für Geschenke und Geld. Ich habe mich dann dagegen entschieden und bin meinen Eltern sehr dankbar dafür dass sie mich zur kritischen Hinterfragung angehalten haben.
    Für mich ist Glauben etwas Gutes, wenn er Menschen Kraft und Zuversicht schenkt. Was mir allerdings übel aufstößt sind religiöse Institutionen die Menschen brainwashen und sich auf deren Kosten finanziell bevorteilen, die Gesundheit von Menschen gefährden und Andersgläubige, LGQBT und Frauen diskriminieren. Wenn ich mir zb die katholische Kirche ansehe werde ich wütend. Wie die damit schon so lange durchkommen.
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    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
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  11. Senior Member Avatar von Caly
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    AW: Kirche & Glaube

    Ich bin evangelisch getauft, war auf einem katholischen Gymnasium und bin von einer gläubigen Mutter erzogen worden (allerdings wenig dogmatisch und sehr "chillig"), gebracht hat das alles nicht viel, ich glaube nicht. Konfirmation hab ich schon verweigert, damals war ich mir zwar noch gar nicht so sicher, ob ich glaube oder nicht, aber der Konfirmantenunterricht mit diesem bescheuerten Pfarrer hat mich so unfassbar genervt dass ich nach wenigen Stunden das Handtuch geworfen habe. Fand man in meiner Familie nicht so prickelnd, war aber auch kein ganz großes Ding.

    Ich bin immer noch Mitglied in der Kirche, kann das aber nicht begründen. ich denke mir ab und zu mal, dass ich endlich austreten muss, und lasse es dann wieder schleifen. Vielleicht nehme ich diesen Thread zum Anlass, mich endlich mal zu kümmern. Beruflich macht es für mich keinen Unterschied und heiraten werde ich heute und morgen eh nicht.

    Kirchlich heiraten finde ich für mich unnötig, störe mich aber auch nicht daran, wenn Freunde es machen. In der Kirche bete ich dann auch durchaus mit (also beim Vaterunser zum Beispiel, das kann ich noch auswendig), empfinde dabei aber nichts. Gehört für mich eher so ein bisschen zum Themengebiet "anpassen und gut benehmen" - ich ahne jetzt schon, dass dich jemand an der Formulierung hochzieht, aber ich denke, man weiß was gemeint ist.

    Generell gehören Glaube und Kirche für mich nicht zusammen, ich finde, man kann ganz wunderbar gläubig sein ohne diesem wirklich zweifelhaften Verein anzuhängen. Ob jemand gläubig ist oder nicht macht für mich auch im Alltag wenig Unterschied, solange man mich damit zufrieden lässt. Ich rede niemandem seinen Glauben aus und möchte daher auch umgekehrt nicht bekehrt werden, alles andere ist mir egal.

    In fremden Städten schaue ich mir trotz allem immer zuerst die Kirchen an. Ich liebe Kirchen, die Architektur, den Geruch, alles. Das sorgt oft für Erstaunen, ich seh aber auch da keinen Widerspruch.

  12. Enthusiast Avatar von Slimma
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen

    In fremden Städten schaue ich mir trotz allem immer zuerst die Kirchen an. Ich liebe Kirchen, die Architektur, den Geruch, alles. Das sorgt oft für Erstaunen, ich seh aber auch da keinen Widerspruch.
    Geht mir ähnlich so

  13. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
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    AW: Kirche & Glaube

    .
    Geändert von Chisa (17.10.2018 um 12:21 Uhr)

  14. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Kirche & Glaube

    Ein Freund von mir ist offen schwul und arbeitet im Altenheim in dem zum Großteil Filipino Senioren leben, die logischerweise oft schwer katholisch sind. Die Bewohner beten regelmäßig für ihn, weil sie ihn mögen und nicht wollen dass er in die Hölle kommt wegen seiner Homosexualität. Das finde ich 50/50 wtf und lustig. Sie meinen es ja gut, und wollen ihm helfen. Andererseits finde ich das dahinterstehende Weltbild unter aller Sau.
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  15. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    die logischerweise oft schwer katholisch sind

  16. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Ist ja so , Katholizismus ist groß da, ähnlich wie in Mexiko.
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  17. Addict Avatar von Graf_Zahl
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von Chisa Beitrag anzeigen

    die kirche als institution sehe ich mit sehr gemischten gefühlen. einerseits ist das ein völlig undemokratischer, sich wenig um die rechte bestimmter bevölkerungsgruppen scherender, korrupter laden
    Sprichst du da immer noch von der evangelischen Kirche? Weil also, die ist definitiv nicht völlig undemokratisch organisiert.
    Und wen meinst du mit "bestimmten Bevölkerungsgruppen"? Homosexuelle? Dann käme ich da auch wieder mit #notallchurches
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  18. Junior Member
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    AW: Kirche & Glaube

    Wurde als Baby katholisch getauft, finde das aber unmöglich und bin ausgetreten, als ich anfangen sollte, Kirchensteuer zu zahlen. Finde Kirche und Religionen kulturell ganz interessant und teilweise inhaltlich auch ganz okay, halte Leute, die das alles wirklich glauben und nicht als Analogien und kulturelle Artefakte sehen für ähnlich naiv wie Leute, die an andere übernatürliche Dinge glauben

  19. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Kirche & Glaube

    Zitat Zitat von Silverbabe Beitrag anzeigen
    Ich bin aus der Kirche ausgetreten. Konfirmiert wurde ich,
    das war bei mir genauso. wobei ich sagen muss, die konfirmation hab ich ehrlich gesagt damals unreflektiert gemacht, weil das alle gemacht haben. ich hab dann noch ne weile gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass ich mit der kirche einfach nicht viel anfangen kann und dann fühlte es sich richtig an.

    ich weiß gar nicht genau, woran ich glaube, empfinde mich aber schon als christlich geprägt.

    ich muss ehrlich sagen, ich beneide ehrlich gesagt die menschen, die in der kirche halt finden, weil es mir eben nie so ging und das finde ich schade. wobei ich auch sagen muss, dass ich gerade der katholischen kirche sehr kritisch gegenüberstehe, weil dort eben viele dogmen herrschen, mit denen ich nichts anfangen kann. das ist bei der evangelischen kirche nach meinem derzeitigen kenntnisstand nicht der fall.

    ich gehe nicht in die kirche, also weohnachten oder so. ihc würde aber, in absprache mit dem pastor/der pastorin, theoretisch in betracht ziehen, kirchlich zu heiraten, wenn es meinem partner sehr sehr wichtig ist. ich weiß aber gar nciht, ob das ginge.

    ich gehe aber schon in die kirchte, wenn ich zb zu hochzeiten eingeladen werde, beerdigungen sind, oder sonst was. das empfände ich auch als albern, das nicht zu tun. ich würde ja auch bei einer jüdischen trauung in eine synagoge gehen, wenn ich eingeladen wäre, ohne jüdischen glaubens zu sein.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  20. V.I.P. Avatar von unsaid-words
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    AW: Kirche & Glaube

    meine famile väterlicherseits ist katholisch, die mütterlicherseits evangelisch, ich selbst auch. ich konnte damit allerdings noch nie großartig was anfangen, praktiziert wurde es bei uns auch nie großartig und ich geh auch maximal an weihnachten in die kirche, einfach weil ich das traditionell recht schön zur einstimmung finde. da allerdings immer in den kindergottesdient mit krippenspiel und da werden dann 3,4 lieder gesungen und das wars. natürlich auch noch zu hochzeiten und beerdigungen.

    die konfirmandenzeit war eigentlich ganz schön, aber eher weil es eine art jugendtreff (spieleabende, freizeiten) war und wir recht coole sachen gemacht haben. eine freundin aus dem norden hat sich extra noch schnell taufen lassen, um mit uns konfirmiert werden zu können, weil sie nicht außen vor sein wollte und auch eher der gemeinsame spaß und nicht unbedingt das religiöse im vordergrund stand.

    eine kirchliche hochzeit kann ich mir für mich nicht vorstellen, ich find das zu kitschig und brauch das für mich nicht zwingend. vor allem bei den hochzeiten, auf denen ich in letzter zeit war, sind mir große unterschiede zwischen katholiken und protestanten aufgefallen.
    wäre ich katholisch, wäre ich schon längt ausgetreten, da ich da so ziemlich jede einstellung unmöglich finde. da wir aber immer sehr moderne und aufgeschlossene pfarrer haben, finde ich es legitim noch nicht ausgetreten zu sein, obwohl ich das immer mal wieder überlege.

    mein neffe wurde gestern evangelisch getauft und ich fand den gottesdienst sogar ganz nett und weltlich und als der pfarrer zum schluß aufgezählt hat, in welche lokalen projekte (frauenhilfe, flüchtlingshilfe, seniorenbetreuung, kleinkinderkreis etc.) die kollekte geht, hab ich mir schon gedacht, dass das ja eigentlich ganz sinnvoll ist/sein kann. ich seh das ein bisschen so wie ally, eigentlich finde ich es ein bisschen schade, dass ich mich nicht so sonderlich damit identifizieren kann, ich glaube dass es für einige eine wichtige und tolle sache sein kann, sich in der kirche zu engarieren und so halt und unterstützung zu bekommen oder auch zu geben in kriesenzeiten.

    generell interessiere ich mich aber sehr für religionen aller art und gucke mir auch auf reisen immer als erstes alle kirchen, moscheen etc. an, richtig praktizieren ist aber nichts für mich.
    Geändert von unsaid-words (15.10.2018 um 20:23 Uhr)

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