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  1. Newbie Avatar von Aschgrau
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    Zur Bundeswehr gehen?

    Ich habe eine Freundin, die darüber nachdenkt, zur Bundeswehr zu gehen. Ich kann ihr leider keinen guten Rat geben, weil ich nach ersten Recherchen und ihren Erzählungen selber zu keiner klaren Meinung gekommen bin. Deshalb wollte ich wissen, ob es Bymsen gibt, die sich auch mit diesem Gedanken getragen haben? Wie habt ihr euch letztendlich entschieden und warum und was sind eure Erfahrungen, falls ihr es durchgezogen habt?
    Wir hätten gern das Aschgrau.

  2. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Was will sie denn da machen? Ehemalige Kommiliton_innen von mir sind als Ärzt_innen da, ansonsten kann ich nicht wirklich was qualifiziertes dazu sagen.

  3. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Ich finde es moralisch verwerflich.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  4. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Ich finde es schade, aber unbestreitbar, dass ein Land wie Deutschland in der Welt, wie sie ist, eine Armee braucht, und fände es gut, wenn das kein Sammelbecken für Leute mit zweifelhafter Gesinnung wäre (womit ich, damit es keine Missverständnisse gibt, nicht sagen will, dass alle oder auch nur die meisten Soldat_innen undemokratischer Gesinnung sind, aber bekanntermaßen sind es viel zu viele).

    Um jemandem individuell den Eintritt in die Bundeswehr empfehlen oder nicht empfehlen zu können weiß ich abseits der SanO-Karriere zu wenig. Dazu würde ich tendenziell nicht raten, aber es hängt halt auch davon ab, was man will.

  5. Enthusiast
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Nein, wäre mir dezent peinlich....

  6. Newbie Avatar von Aschgrau
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Was will sie denn da machen? Ehemalige Kommiliton_innen von mir sind als Ärzt_innen da, ansonsten kann ich nicht wirklich was qualifiziertes dazu sagen.
    Erstmal den freiwilligen Wehrdienst und dann wohl schauen, wohin die Reise letztendlich geht... sie denkt aber schon eher über "richtige Soldatin" nach. Also verzeiht den Begriff, ich kenne mich nicht gut mit den ganzen Positionen und Laufbahnen aus. Eben so richtig mitten drin und nicht Ärztin, Sanitäterin, im Musikkorps, Historikerin und ähnliches "(?)harmloseres(?)". Ich fürchte, dass sie sich das als großes und gut bezahltes Abenteuer vorstellt, aber weiß leider selber zu wenig darüber, um es richtig von allen Seiten zu betrachten und mache mir aktuell eher Sorgen
    Wir hätten gern das Aschgrau.

  7. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich finde es moralisch verwerflich.

    warum?
    love is a litany, a magical mystery

  8. Junior Member
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Hallo, ich habe das überlegt vor einigen Jahren.

    Um Medizin zu studieren. Ich war aber körperlich nicht geeignet (damals untergewichtig).

    Mittlerweile würde ich sagen, das war ganz gut so, da ich später in meiner Freizeit beim THW geholfen habe, und dort gab es private Verbindungen zu BW Ärzten und Ärztinnen, die im Ausland stationiert waren, schlimmes erlebt haben, die anschließend erstmal traumatisiert waren und psychologische Hilfe benötig(t)en. Ich bin selbst nicht so stabil, also gut dass ich was anderes gemacht habe.

    Kameradschaft, Zusammenarbeit mit primär Männern und Anpacken finde ich nach wie vor für mich richtig. Als ITlerin in der Autoindustrie mit entsprechenden Freizeitaktivitäten ist das jetzt aber auch gegeben.

    Verwerflich, moralisch fragwürdig oder peinlich finde ich das alles nicht grundsätzlich.

    Bestimmte Einsätze finde ich nicht gut, aber im Fall des BW Arztes ist Menschen medizinisch versorgen unabhängig vom Kontext für mich eigentlich immer ok.

    Dienst an der Waffe ist für mich nicht per se ok (nur im V Fall) und man müsste es um das gut zu machen, ausblenden können, dass es Autoritäten gibt, die entscheiden, wann und wo und wie man eingesetzt wird. Ich bin höheren Führungskräften ggü sehr misstrauisch bis ich Vertrauen aufbaue.

    Nochwas was ich heute kritisch sehe: - Behördencharakter/Aufbau. Tw. veraltete Ausrüstung.
    - An einigen Standorten komische Gesinnung, für mich eigenartiges Ehrverständnis (so in Richtung Verbindungen oder Marines). Ich hoffe es sind Einzelfälle. Die BWler, die persönlich kenne, sind nicht so.
    - Chancen in der freien Wirtschaft wenn man nur auf Zeit bleibt.
    - Vereinbarkeit mit Partnerschaft oder später Familie

    So das war jetzt ein ziemlicher Braindump was ich heute rückblickend denke. Damals war ich eher naiv.

    VG.
    PM

    Bitte nicht zitieren.
    Geändert von Pinkmelon (08.12.2018 um 13:19 Uhr)

  9. Senior Member Avatar von Bibliophilia
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Ich kenne nur mehrere Fälle, wo die Partner bei der Bundeswehr sind. Das bedeutet meistens Fernbeziehung, Ängste bei Auslandseinsätzen und die Kinder monatelang nur per skype sehen.

  10. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Zitat Zitat von Chisa Beitrag anzeigen
    warum?
    Ich kann das nicht ausreichend argumentativ unterlegen. Ist mein moralisches "Kompassgefühl". Ich würde einfach nicht für eine militärische Organisation arbeiten wollen.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  11. Newbie
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    AW: Zur Bundeswehr gehen?

    Naja, Kompassgefühl schön und gut, aber ich finde man sollte mit "Verwerflichkeit" nur dann um sich werfen (höhö), wenn man das ganze mit mehr als "Ist halt mein Gefühl" begründen kann...

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