+ Antworten
Seite 30 von 38 ErsteErste ... 202829303132 ... LetzteLetzte
Ergebnis 581 bis 600 von 755
  1. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ja, das finde ich auch anstrengend. Die Clubs, in denen hier R'n'B und HipHop o.ä. läuft, haben auch ein ganz bestimmtes Publikum. Und das Gegenstück dazu sind die Clubs, in denen Techno gespielt wird (oder irgendwelche minimal abweichenden Ausformungen) mitsamt dem entsprechenden Publikum. Dazwischen gibt es: nichts.
    genau, das "problem" ist imho auch nicht techno, aber diese polarisierung stört mich immer mehr. also es gibt in meiner stadt jetzt nicht nur hip hop/r'n'b als alternative. bei rock/indie, was früher auch viel gespielt wurde, wird zwar neue musik veröffentlicht, aber wenige der tracks sind überhaupt tanzbar, weshalb mittlerweile seit zehn jahren der gleiche schmonz vom band läuft. von anderen genre mal abgesehen gibt es aber auch eine ziemlich große palette anderer, elektronischer genre, die überaus tanzbar sind und nur sporadisch bzw. gar nicht aufgelegt werden. old school house zum beispiel (das ganze zeug, was auf wbmx lief könnte ich rauf und runter hören ). oder acid house. nur mal um zwei beispiele zu nennen, aber anscheinend ist das beides schon zu stark von den aktuellen hörgewöhnheiten entfernt, denn wenn ich mal auf entsprechenden parties war, dann wurden die leider dadurch gecrasht, dass die anwesenede technocrowd dazu tanzen wollte wie zu techno, was einfach nicht funktioniert. aber vielfach wird das feiern eben auch zum selbstzweck, bei dem musik nicht im vordergrund steht...
    Geändert von Inaktiver User (15.05.2019 um 15:41 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    ich finde außerdem den true crime trend aus zwei gründen problematisch. also der peak war ja vermutlich im letzten jahr, insofern ist das kein trend mehr. davon mal abgesehen ist dieser extreme fokus, der in den podcasts auf interpersonelle gewalt gelegt wird zwar verständlich, weil sich das besser verkauft, in der realtität werden allerdings sehr viele mehr menschen opfer von wirtschaftskriminalität. sich da individuellen pathologien in diesem ausmaß zu widmen steht in keinem verhältnis zu der vielfach strukturellen gewalt von wirtschaftskriminalität.

    das hat allerdings nicht nur in true crime podcasts etc. sondern leider auch der presse eine gewisse tradition. zweitens gelingt es sehr vielen angeboten nicht einmal ansatzweise, geschichten so zu erzählen, dass man den opfern, aber auch den tätern dabei gerecht wird. oft werden alte geschichten ja auch neu recherchiert und ich finde gerade dann muss man sich überlegen, wie groß das öffentliche interesse an bestimmten fällen ist, bevor man noch mal eine runde recherchiert.

    ich habe bei professionellen, journalistischen angeboten tatsächlich eher weniger den eindruck, dass man sich (trotz der kommerziellen natur) auf kosten der opfer bereichert, aber bei einigen privaten angeboten ist die erzählung dermaßen reißerisch und spekulativ, dass tote, die ja häufiger frauen sind einfach zum entertainment werden und im gegensatz zu fiktionalen darstellungen oder adaptionen fehlt allerdings jede fiktionale kompenente und spekulationen werden oft nicht als solche gekennzeichnet.

  3. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.811

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Ich verstehe gerade deine Kritik nicht.
    Übst du Kritik an der Presse oder an der Tatsache, dass sich keiner für Wirtschaftskriminalität interessiert.

    Übrigens hab ich auch schon Podcasts darüber gehört.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  4. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    meine kritik bezieht sich auf den allgemeinen fokus von true crime und somit auf einen globalen eindruck. dieser globale eindruck schließt auch nicht aus, dass es einzelne beiträge zu wirtschaftskriminalität gibt, wie auch in der presse. qualitativ beziehe ich mich auf die art und weise, wie über fälle von interpersoneller gewalt teilweise berichtet wird (siehe hierzu z.b. auch mal das From Jack the Ripper to Ted Bundy, why are dead women’s bodies still being used as entertainment? | Life and style | The Guardian)

  5. V.I.P. Avatar von poppyred
    Registriert seit
    06.07.2011
    Beiträge
    19.645

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    bei rock/indie, was früher auch viel gespielt wurde, wird zwar neue musik veröffentlicht, aber wenige der tracks sind überhaupt tanzbar, weshalb mittlerweile seit zehn jahren der gleiche schmonz vom band läuft.
    Wenn es das denn überhaupt noch gibt. Clubs, in denen eher gitarriges oder schwarzes Zeug gespielt wird, werden ja auch immer weniger, das nervt mich auch sehr. In meiner Stadt gabs früher zwei Rock-/Alternative-/Metal-/Gothclubs und später auch noch was Richtung Indie (nicht mein Ding, aber immerhin so die Richtung), inzwischen gibts nur noch House und RnB. Ok, meine Stadt ist eher klein, aber selbst in meiner alten Großstadt haben alle Clubs zugemacht, in die ich früher gegangen bin und die da auch teilweise schon ewig existiert haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das so gar nicht mehr lohnt. Ich mein...ich MUSS jetzt auch nicht mehr zu denselben 20+ Jahre alten RATM-Sachen tanzen, aber es gibt doch wirklich mehr als genug neues Zeug in der Richtung und die Szenen werden auch nicht kleiner, Wacken ist zB jedes Jahr ausverkauft und NuGoth war ein großes Ding in den letzten Jahren. Aber Clubs in der Richtung muss man je nach Region inzwischen echt mit der Lupe suchen (und wenn dann ist es eben auch oft eher Minimal und Industrial als wirklich gitarriges Zeug), während es die in den 90ern und 00ern echt überall gab, selbst in der winzigen Kreisstadt meiner Heimatstadt. Ich find das echt schade, ich würde so gerne mal wieder tanzen gehen, aber ich hab keine Lust, dafür mindestens ne Stunde zu fahren.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  6. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    ja also meine stadt ist groß genug dafür, dass es solche läden noch gibt (in die man aber nicht möchte, weil es seit zehn jahren das gleiche ist). aber ich kann mir gut vorstellen, dass das in mittelgroßen großstädten nicht mehr so ist und ich habe auch beträge zu dem clubsterben in mittelgroßen städten verfolgt. ich glaube viele menschen fahren mittlerweile dann lieber eine stunde, weil es schon einen gewissen trend zur eventisierung gibt, auch im nachtleben oder bei konzerten, weil es genug andere alternativen gibt (netflix & co) und man mehr bieten muss. ich meine das nicht wertend, das sind aber eben einfach entwicklungen, über die ich beiläufig häufiger was gelesen habe und an der zumindest mit meinen eindrücken übereinstimmt. in gb ist dieser trend zu festivals, der aber mit einem clubsterben einhergeht ganz ausgeprägt. wenn man keine lust hat, diese stunde zu fahren wird es natürlich wirklich schwierig.

    ich kenne mich im metal zu wenig aus - kommen da wirklich häufig noch neue bands raus? ich habe bei dem thema vor kurzem einen podcast gehört, in dem es um das line-up schwedischer rock & metalfestivals ging, bei denen die headliner anscheinend auch alle wirklich seit mehr als 20 jahren im geschäft waren. und auch um die frage, ob dieser habitus des weißen, männlichen rockstars nicht so ein wenig obsolet ist, obwohl das nicht im fokus stand. ich würde das gar nicht mal unterschreiben, weil andere beiträge behaupten, rockstars seien von djs abgelöst worden, aber das ist alles natürlich eher schwammig. ich denke man kann auch ohne irgendeinen rockstarhabitus musik machen, aber es fehlen in urbanen settings freiräume, die man so für elektronische musik nicht unbedingt in diesem umfang benötigt.

  7. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    und das ist jetzt vermutlich im metal eher weniger relevant, aber ansonsten habe ich ja noch die hypothese, dass das nachtleben auch darunter leiden könnte, dass gay culture sich auch ins netz verlagert hat. natürlich nicht nur, aber ich denke, dass das ein nicht zu unterschätzender faktor sein könnte, gerade wenn man die musikentwicklung ab den 80ern oder vielleicht auch schon 70ern betrachtet, bei der schwules nachtleben eine wichtige rolle & treibende kraft darstellte.

  8. V.I.P. Avatar von poppyred
    Registriert seit
    06.07.2011
    Beiträge
    19.645

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ja also meine stadt ist groß genug dafür, dass es solche läden noch gibt (in die man aber nicht möchte, weil es seit zehn jahren das gleiche ist). aber ich kann mir gut vorstellen, dass das in mittelgroßen großstädten nicht mehr so ist und ich habe auch beträge zu dem clubsterben in mittelgroßen städten verfolgt.
    In meiner Stadt ist es konkret so, dass eigentlich kaum noch jemand was neues aufmacht, weil sich die Anwohner häufig beschweren. Der eine Indieclub hat zugemacht und der Betreiber ist dann direkt mit seinem Konzept in ne andere Stadt gegangen, weil das hier nicht mehr umzusetzen war.

    Damit wären wir dann auch wieder beim Threadthema: ich find es wahnsinnig unsympathisch, in die Innenstadt zu ziehen und sich dann über Lärm zu beschweren (und ja, ich weiß wie das ist, ich hab selbst ein paar Jahre im Ausgehviertel der Fußgängerzone einer knapp 600.000EW-Stadt gewohnt, aber dass es da laut ist, weiß man auch vorher und wenn einen das stört, dann sollte man da halt nicht wohnen).

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich glaube viele menschen fahren mittlerweile dann lieber eine stunde, weil es schon einen gewissen trend zur eventisierung gibt, auch im nachtleben oder bei konzerten, weil es genug andere alternativen gibt (netflix & co) und man mehr bieten muss. ich meine das nicht wertend, das sind aber eben einfach entwicklungen, über die ich beiläufig häufiger was gelesen habe und an der zumindest mit meinen eindrücken übereinstimmt.
    Das kann gut sein, passt ja zum Zeitgeist - entweder Rückzug ins Private oder alles ganz groß, ganz dramatisch, ganz laut, zwischen den beiden Extremen gibts kaum noch was. Ich find das schade, weil das irgendwo ja auch die kulturelle Landschaft gerade kleinerer Städte sehr arm macht, wenn es eigentlich nur noch riesige überregionale Events gibt.

    Und ich persönlich hab auf diese riesigen Events auch gar keine Lust. Ich mag mir abends überlegen, ob ich rausgehen will und dann ein paar Stunden in nen netten, entspannten Club gehen, wo es keinen Dresscode gibt, das Publikum eher gemischt subkulturell ist und alles mögliche zwischen Rock, Metal und Goth läuft und das sind eben diese Clubs, die es früher selbst in kleineren Städten gab. Diese riesigen Gothparties waren zB auch nie meins, da ist es auch nicht nett, weil da eigentlich nur die Möchtegern-Elite rumhängt und gatekeeping betreibt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wenn man keine lust hat, diese stunde zu fahren wird es natürlich wirklich schwierig.
    Ich hab grad mal recherchiert und selbst die Sachen im Umkreis von ner Stunde, wo ich früher mal war oder wo Leute aus meinem Umfeld hingefahren sind, sind inzwischen etwas, wo ich vielleicht hingehen würde, wenn es direkt um die Ecke wär, aber ganz sicher nicht erst ne Stunde hinfahren, weil es eben zB nur noch diese riesigen Gothparties sind.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    in gb ist dieser trend zu festivals, der aber mit einem clubsterben einhergeht ganz ausgeprägt.
    Wahrscheinlich verlagert sich das wirklich einfach alles Richtung Konzerte und niemand hat mehr Lust auf Clubs.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kenne mich im metal zu wenig aus - kommen da wirklich häufig noch neue bands raus? ich habe bei dem thema vor kurzem einen podcast gehört, in dem es um das line-up schwedischer rock & metalfestivals ging, bei denen die headliner anscheinend auch alle wirklich seit mehr als 20 jahren im geschäft waren.
    Mir gehts ja nicht nur um Metal, sondern generell um schwarze/dunkle Subkulturen und die sind nach wie vor ziemlich lebendig und wie gesagt, die Festivals werden jedes Jahr größer.

    Aber auch im Metal gibts immer wieder einiges neues, kommt halt ein bisschen auf die Richtung an. Unter den kleineren Bands in den lokalen Szenen gabs zB in den letzten Jahren ein großes spät-80er-/früh-90er-Thrash-Revival (sehr zu meinem Leidwesen, ich hatte eine so coole Melodic-Death-Band entdeckt und die machen jetzt leider auch Thrash). Und bis vor zwei, drei Jahren hatte meine Stadt auch eine sehr aktive Hardcore-Szene und eine der Bands wird grad überregional ein bisschen bekannter. Andere Richtungen sind dagegen schon seit den 90ern vorbei und da gibts dann eben nur noch die alten Bands. Ist halt alles ne Sache der Mode, manches kommt dann auch mal wieder.

    Dass die Headliner große Bands und dementsprechend lange im Geschäft sind, ist ja auch normal. Ich war in den frühen 00ern auf ein paar eher mainstreamigen Festivals und selbst da waren die größeren Namen auch sowas wie The Cure, New Model Army, Ärzte und Hosen, die gabs da auch alle schon mehr als 20 Jahre. Ich glaub nicht, dass sich das so groß geändert hat. Es ist nicht so, dass keine neuen Bands mehr nachkommen, es ist eher so, dass die älteren Bands heute halt nicht mehr aufhören, wenn sie 40 oder 50 sind.
    Geändert von poppyred (16.05.2019 um 11:37 Uhr)
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  9. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen

    Damit wären wir dann auch wieder beim Threadthema: ich find es wahnsinnig unsympathisch, in die Innenstadt zu ziehen und sich dann über Lärm zu beschweren (und ja, ich weiß wie das ist, ich hab selbst ein paar Jahre im Ausgehviertel der Fußgängerzone einer knapp 600.000EW-Stadt gewohnt, aber dass es da laut ist, weiß man auch vorher und wenn einen das stört, dann sollte man da halt nicht wohnen).
    solche menschen gibt es in meiner stadt auch. da wird eine eigentumswohnung in einem der bekanntesten ausgehviertel der ganzen welt gekauft und dann beschwert man sich über läden in der nachbarschaft, in denen täglich bands auftreten und die sich dort schon seit jahren oder jahrzehnten befinden. aber das passt zu meinem eindruck, dass es hier seit jahren immer provinzieller wird. es gibt allerdings auch ein paar ecken, die früher deutlich ruhiger waren und in denen jetzt im sommer gerne mal 300 leute bis mitten in der nacht vor der tür stehen und cornern. dass man damit nicht einverstanden ist, kann ich wiederum verstehen, denn in so einem ausmaß gab es das vor zehn oder sogar fünf jahren noch nicht.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ich hab grad mal recherchiert und selbst die Sachen im Umkreis von ner Stunde, wo ich früher mal war oder wo Leute aus meinem Umfeld hingefahren sind, sind inzwischen etwas, wo ich vielleicht hingehen würde, wenn es direkt um die Ecke wär, aber ganz sicher nicht erst ne Stunde hinfahren, weil es eben zB nur noch diese riesigen Gothparties sind.
    ich persönlich empfinde eine stunde fahrt nicht als sonderlich viel - wenn es sich lohnt. aber da ich mit der gothszene so gut wie keine überschneidungen habe, kann ich das überhaupt nicht beurteilen. manchmal bewegt man sich ja auch mit dem resümee aus der eigenen komfortzone, dass es doch ganz nett war. aber dass du auf irgendwelche riesenevents keine lust hast finde ich nachvollziehbar. ich kann mir vorstellen, dass das allerdings auch alles sehr schnell kippen könnte und es in ein paar jahren wieder deutlich kleinere events, festivals, spielstätten gibt. also die gibt es ja parallel eigentlich auch noch, aber die entwicklung ging in den letzten jahren in eine andere richtung. ich kenne so viele leute, die von diesen immer größeren events genervt sind und die mittlerweile meiden, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sich das dauerhaft hält.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Aber auch im Metal gibts immer wieder einiges neues, kommt halt ein bisschen auf die Richtung an. Unter den kleineren Bands in den lokalen Szenen gabs zB in den letzten Jahren ein großes spät-80er-/früh-90er-Thrash-Revival (sehr zu meinem Leidwesen, ich hatte eine so coole Melodic-Death-Band entdeckt und die machen jetzt leider auch Thrash). Und bis vor zwei, drei Jahren hatte meine Stadt auch eine sehr aktive Hardcore-Szene und eine der Bands wird grad überregional ein bisschen bekannter. Andere Richtungen sind dagegen schon seit den 90ern vorbei und da gibts dann eben nur noch die alten Bands. Ist halt alles ne Sache der Mode, manches kommt dann auch mal wieder.

    Dass die Headliner große Bands und dementsprechend lange im Geschäft sind, ist ja auch normal. Ich war in den frühen 00ern auf ein paar eher mainstreamigen Festivals und selbst da waren die größeren Namen auch sowas wie The Cure, New Model Army, Ärzte und Hosen, die gabs da auch alle schon mehr als 20 Jahre. Ich glaub nicht, dass sich das so groß geändert hat. Es ist nicht so, dass keine neuen Bands mehr nachkommen, es ist eher so, dass die älteren Bands heute halt nicht mehr aufhören, wenn sie 40 oder 50 sind.
    das klingt sehr plausibel. ich hab noch mal in den podcast geschaut, da ging es um hardrock und nicht metal. ich bin da wie gesagt nicht involviert, aber hatte oberflächlich den eindruck, dass da schon auch bands nachkommen. bei größeren mainstream festivals wie dem hurricane/southside sind allerdings seit ein paar jahren tatsächlich wenige neue headliner. die haben immer mal wieder neue bands, aber die wirklich großen acts ändern sich nicht. es ist mir ein rätsel, wie man sich jedes jahr flogging molly ansehen kann und ich finde, dass man diesen slot besser nutzen könnte, aber es liegt auch nicht an den betreibern, dass wenige wirklich gute live acts nachkommen.

  10. Member Avatar von archenstone
    Registriert seit
    18.03.2014
    Beiträge
    1.707

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber dass du auf irgendwelche riesenevents keine lust hast finde ich nachvollziehbar. ich kann mir vorstellen, dass das allerdings auch alles sehr schnell kippen könnte und es in ein paar jahren wieder deutlich kleinere events, festivals, spielstätten gibt. also die gibt es ja parallel eigentlich auch noch, aber die entwicklung ging in den letzten jahren in eine andere richtung. ich kenne so viele leute, die von diesen immer größeren events genervt sind und die mittlerweile meiden, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sich das dauerhaft hält.
    Das erinnert mich an diesen xkcd: The Food Size Cycle. Was für Essen gilt, könnte auch auf Events - Partys, Festivals - zutreffen.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Das kann gut sein, passt ja zum Zeitgeist - entweder Rückzug ins Private oder alles ganz groß, ganz dramatisch, ganz laut, zwischen den beiden Extremen gibts kaum noch was.
    Das ist für sich genommen schon ein unsympathischer Trend. Alles muss noch größer/extravaganter/futuristischer sein. Riesenbratwurst, große Autos, große iPhones, mehr Megapixel. Und weil sich "Dann mach's halt nicht" nicht verkaufen lässt, muss der Gegentrend - Veganismus, Clean Eating, Minimalismus - genauso marktschreierisch und extravagant daher kommen.

    Ganz speziell diese riesigen FLOISCH-Berge sind mir unsympathisch. Es gibt sicher gute Metzgereien, und ausgefallene Gerichte, die mal interessant sind anzubieten, weil man sie eben nicht überall bekommt. Aber wie krass sich dieses "Noch mehr, noch mehr, noch mehr" verhält, das fällt mir beim Fleisch besonders auf, weil ich da schon vor Jahren ausgestiegen bin.
    Geändert von archenstone (18.05.2019 um 09:29 Uhr)
    wtf momente

    Bei mir gibt es heute...
    Politische Bildung


    Jungfrau, Dauersingle (25) männlich sucht
    Tragetuch / Tragehilfe


    Flughafen BER: Wird er mal...
    Schwanger 11/2015


  11. Inaktiver User

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    wo gibt es denn im moment fleischberge? also ich frage wirklich aus interesse, ich esse seit fast zwei jahrzehnten kein fleisch mehr und nehme es nicht als nahrungsmittel wahr (und in meiner bubble wird kaum fleisch verzehrt.)

  12. Member Avatar von archenstone
    Registriert seit
    18.03.2014
    Beiträge
    1.707

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Das letzte Street-Food-Festival, in das ich reingestolpert bin. Oder überall, wo sehr viel Nahrungsangebot miteinander konkurriert. Großer Hauptbahnhof voller Snackbuden, ist ja quasi ein permanentes Street-Food-Festival. Weihnachtsmärkte. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt, Burgerrestaurants, aber ich war seit längerem in keinem mehr. Über Pizzaservices habe ich schon im FWP-Thread gejammert, das ist dann nicht unbedingt viel Fleisch pro Pizza (weiß ich nicht, ich bestelle die ja nicht), aber nahezu jede vordefinierte Sorte.
    wtf momente

    Bei mir gibt es heute...
    Politische Bildung


    Jungfrau, Dauersingle (25) männlich sucht
    Tragetuch / Tragehilfe


    Flughafen BER: Wird er mal...
    Schwanger 11/2015


  13. Addict Avatar von hcschaf
    Registriert seit
    10.01.2006
    Beiträge
    2.610

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Also was diesen xxlschnitzel Trend, den es zumindest hier aufm Land vor 5-7 Jahren mal gab (falls es das ist was du meinst), angeht: der ist abgeflacht. Was ich dagegen beobachte ist ein steigendes Interesse an regionalen, hochwertigen Produkten zu einem angemessenen Preis. Das Thema 2kg Schnitzel mit Pommes für 12 EUR ist zumindest hier zum Glück durch, sämtliche entsprechende Themenrestaurants geschlossen. Stattdessen gibts jetzt auch hin und wieder mal vegetarische Läden. Kann aber auch sein dass es daran liegt dass meine Region versucht sich als Genussregion zu vermarkten und damit auch hochwertigeres regionales Essen und Bier an Ansehen gewonnen haben.
    Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist,
    habe ich beschlossen, glücklich zu sein.
    (Voltaire)

  14. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.811

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Meinst du jetzt das ganze Angebot zusammen genommen?
    Große Portionen werden ja nun eher selten auf einem Street-Food-Festival angeboten.

    Was ist denn jetzt eigentlich die Kritik. Das Essens-Angebot? Die Tatsache das das Angebot aus Fleisch besteht?
    Oder die Menge an Essen die angeboten wird?
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  15. Senior Member Avatar von Caly
    Registriert seit
    10.03.2011
    Beiträge
    6.047

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Damit wären wir dann auch wieder beim Threadthema: ich find es wahnsinnig unsympathisch, in die Innenstadt zu ziehen und sich dann über Lärm zu beschweren (und ja, ich weiß wie das ist, ich hab selbst ein paar Jahre im Ausgehviertel der Fußgängerzone einer knapp 600.000EW-Stadt gewohnt, aber dass es da laut ist, weiß man auch vorher und wenn einen das stört, dann sollte man da halt nicht wohnen).
    Oh Gott, ja! Also hier in meinem Ort kann von Ausgehviertel keine Rede sein, es geht nur um einen Dorfplatz und zwei (!!)Veranstaltungen im Jahr, die wegen solchen Menschen nun nicht mehr stattfinden. Eine ging einen Abend lang und die andere über 3 Tage. Und es waren keine Anwohner, die vielleicht nach 30 Jahren mal die Nase voll hatten, es waren neu zugezogene, die sich ganz bewusst ein Haus am einzigen Platz des Ortes gekauft haben, an dem 2 x im Jahr was stattfindet, und dann durch alle Instanzen geklagt haben. Ergebnis: Unser Ort ist wieder ein Stückchen mehr gestorben, weil die beiden Feste nicht mehr stattfinden. Sie konnten sie vor Gericht zwar nicht komplett verbieten lassen, haben aber solch absurde Bestimmungen in Sachen Lautstärke und Geruchs"belästigung" durchgesetzt, dass es faktisch nicht mehr möglich ist. Dafür fehlt mir auch wirklich jedes Verständnis, absolut jedes.

  16. Regular Client Avatar von Jatzi
    Registriert seit
    02.04.2007
    Beiträge
    4.979

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Grillen. Ich hassehassehasse grillen.
    .
    stop making stupid people famous.

  17. V.I.P. Avatar von maedchen
    Registriert seit
    13.01.2007
    Beiträge
    14.837

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von Jatzi Beitrag anzeigen
    Grillen. Ich hassehassehasse grillen.
    <3

    Bzw. joar, ich grille gerne selbst, aber ich mag nicht gerne Grillpartys. Weder solche mit kiloweise Billigwürstchen, noch so komplett abgehobene Nerdgeschichten. Ich leg mir gerne mal in Ruhe 12 Frühlingszwiebeln auf den Grill und dazu Halloumi und vielleicht frische Sardinen.
    Für mehr Wohlfühlatmosphäre!

  18. Ureinwohnerin Avatar von curlyyy
    Registriert seit
    22.06.2005
    Beiträge
    32.736

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Zitat Zitat von maedchen Beitrag anzeigen
    <3

    Bzw. joar, ich grille gerne selbst, aber ich mag nicht gerne Grillpartys. Weder solche mit kiloweise Billigwürstchen, noch so komplett abgehobene Nerdgeschichten. Ich leg mir gerne mal in Ruhe 12 Frühlingszwiebeln auf den Grill und dazu Halloumi und vielleicht frische Sardinen.
    ja!
    irgendwie ist es immer unruhig, da man selten gleichzeitig zusammen isst. einer steht immer am grill, dann muss man warten, bis das Fleisch fertig ist. etc....

    gleiches gilt bei mir übrigens auch für raclette- oder fondue-abende! großer hass.
    komm, lass uns leben, lass uns leben.
    das leben ist gar nicht so schwer.

  19. V.I.P. Avatar von GuteMiene
    Registriert seit
    29.12.2013
    Ort
    Vancouver
    Beiträge
    16.610

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    True Crime finde ich auch manchmal grenzwertig, weil das Leid anderer Menschen als Quelle der Unterhaltung dient.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  20. Member Avatar von Imogen
    Registriert seit
    26.03.2013
    Beiträge
    1.888

    AW: Dinge/Sachen/Trends, die euch unsympathisch sind

    Meine Schwiegermama besteht immer darauf, die Rechnung zu übernehmen, wenn wir irgendwohin essen gehen - und immer gibt sie so gut wie gar kein Trinkgeld. Heute z.B. eine Rechnung über 57,30 EUR, sie gibt 58. Uns allen ist das so peinlich, und wir stecken dem Personal dann immer heimlich noch was zu.
    Wir haben es ihr auch mehrmals gesagt. Da kommt dann ein verwundertes "Ach so, da soll man mehr geben?"

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •