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  1. V.I.P. Avatar von Lamb
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    (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Wie kommt ihr und euer Ego mit sehr erfolgreichen Freunden klar? Also Vorallem freunde, die mit ihrer Arbeit irgendwie euren Arbeitsbereich streifen.

    Bei mir ist es nämlich so, das freunde/bekannte die von einem ganz anderen themenfeld kommen und die dann total durchstarten, mit ihrem Erfolg kann ich sehr gut umgehen. Ich freu mich ohne Einschränkungen für sie .

    Aber in den letzten 2 Jahren gibt es einige aus meinem masterstudium die sensationell erfolgreich sind ( da geht gar nicht zwangsläufig um kommerziellen Erfolg, sondern im irrsinnig gute und spannende Projekte. Und sie gehen halt sehr durch die Medien und bekommen öffentliche Aufmerksamkeit.)

    Und ich Liebe sie und ihre Arbeit und bin so stolz aber gleichzeitig neidisch und wütend /enttäuscht (?) von mir. Und es nervt mich das ich so denke.

    Wie geht es da euch?gibt das euch einen Push oder zieht es euch eher runter?

  2. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich glaube, mir ginge es auch so, dass es mich eher treffen würde, wenn es "mein" Bereich wäre. Und in dem Bereich kann man aber nicht so wirklich auf diese Weise durch die Decke gehen, weder in meinen Studium, noch in meinem Arbeitsfeld.

    Was mich manchmal eim bisschen stresst, ist, wenn zunehmend Leute Karriere machen und ich mich dann frage, ob wir (mein Mann und ich) das nicht auch tun müssten (sind beide angestellt in okayen Jobs, aber ohne Personalverantwortung o.ä.). Ich glaube, er ist nicht der Typ dafür, ich will eigentlich auch (noch) nicht, aber ich habe jetzt nicht immer zu 100 Prozent das Selbstbewusstsein, da zu sagen "ich will es auch nicht anders, ich setze meine Prioritäten eben anders, kann ja nicht jeder der Chef sein", sondern denke dann doch manchmal "sollte ich darauf nicht auch hinwirken? Bin ich da zu bequem?". Da vergleiche ich mich definitiv zu sehr.

  3. Regular Client Avatar von YuckFou
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Mir geht es auf jeden Fall auch so, dass mich Erfolg in meiner Branche/mit meinem background neidischer macht als anderer Erfolg. Ich finde das einfach menschlich und kann verstehen, dass dich das wurmt.

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Was mich manchmal eim bisschen stresst, ist, wenn zunehmend Leute Karriere machen und ich mich dann frage, ob wir (mein Mann und ich) das nicht auch tun müssten (sind beide angestellt in okayen Jobs, aber ohne Personalverantwortung o.ä.).
    Ja, genau so geht es mir auch. Ich hab mich schon öfter gefragt „was mit mir nicht stimmt“, dass ich da keinerlei Bestrebungen habe. Aber so langsam steh ich einfach dazu, dass es mir wichtiger ist früh Feierabend zu machen (das klingt so unengagiert ), Gleitzeit und Urlaub so zu nehmen wie es mir am besten passt und einfach nur ein okayes Gehalt ohne Firmenwagen und fancy Dienstreisen zu haben. Bei meinen zwischenzeitlichen Neidanfällen auf Freundinnen vergesse ich nämlich oft, dass die mehr als 37.5h in der Woche arbeiten und definitiv nicht meine Flexibilität haben.

  4. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich glaube halt schon, dass es mich irgendwann stören wird, nie diejenige zu sein, die relevante Entscheidungen trifft. (Aber wahrscheinlich sollte ich einfach trotzdem abwarten, bis ich Lust auf Karriere habe und mich nicht jetzt schon dazu "zwingen".)

  5. Member Avatar von Vitulina
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich kann verstehen, dass dich das wurmt. Aber ich glaube, dass man das so pauschal gar nicht beantworten kann. Also ich denke, dass sowieso nicht jeder "alles" haben kann und "überall" toll sein kann, denn selbst wenn man entsprechende Fähigkeiten hat, hat man hat leider nicht unendlich Zeit und Kapazitäten für all das im Leben, was man sich persönlich erträumt.
    Und womöglich hat das Berufliche bei diesen Freunden einen sehr hohen Stellenwert, aber bei dir (kann da ja nur mutmaßen) hat womöglich etwas anderes im Leben die absolute Priorität, was wiederum vielleicht bei den Freunden gegebenenfalls freiwillig oder unfreiwillig unten durch fällt. Irgendwo muss vermutlich jeder mehr oder weniger Abstriche machen. Aber klar, trotzdem "darf" man da natürlich enttäuscht, genervt, neidisch sein (im Übrigen natürlich auch, falls man die gleichen Prioritäten hat, aber die anderen trotzdem immer irgendwie die Überflieger sind und man selber nicht hinterher kommt).

  6. V.I.P. Avatar von hellogoodbye
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    An mir geht das echt völlig vorbei. Ich bin total zufrieden mit meinem Job und vor allem mit den Arbeitsbedingungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass größerer Erfolg mit schlechteren Arbeitsbedingungen und mehr Stress einher gehen würde. Darauf habe ich einfach keine Lust. Daher freue ich mich über die Erfolge der Anderen, mach früh Feierabend und trink einen Wein mit Freunden.

  7. Urgestein Avatar von Sternenratte.1
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    ich bin eigentlich auch eher der Meinung, ich hab zwei Kinder und auch ein Bedürfnis nach (alleiniger) Freizeit und natürlich Familienzeit, was sich in den nächsten Jahren nicht mit Topkarriere vereinbaren lassen wird. allerdings bin ich noch im letzten Abschnitt der endgültigen Ausbildung und habe eine Freundin, die - ebenfalls mit Kindern - meinen "Traumberuf" schon erreicht hat. wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht bereit, die Opfer zu bringen, die sie schon früh nach der Geburt des zweiten Kindes gebracht hat, um die entsprechende Examensnote zu erreichen.

    Das Hauptproblem ist aber für mich, dass unsere Freundschaft schon früher in der Schule auch durch Konkurrenz gekennzeichnet war und ich mich deswegen, ganz unabhängig davon, was zu meiner Persönlichkeit passt, ganz schwer davon freimachen kann, uns zu vergleichen und mich schlecht zu fühlen. Ich kritisiere das an sich total, ich finde es schade, seinen Selbstwert davon abhängig zu machen, ich finde es bescheuert, eine Freundschaft mit so einem Neid zu belasten, aber helfen kann ich mir rein emotional nicht. Ich frage mich, ob das in der menschlichen Natur liegt, dass man "die Nase vorn haben" will, oder ob das ein anerzogenes Problem ist. Keine Ahnung, mit einer anderen Freundin, zugegebenermaßen anderes Berufsfeld, aber da war es auch schon in der Schule anders vom Gefühl her, habe ich das Problem gar nicht, obwohl die beruflich auch "weiter" ist.
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


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  8. Newbie
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Wenn ich jemanden als kompetent einschätze, dann trifft mich das nicht, wenn derjenige auch erfolgreich ist. Auch wenn sich manche beruflichen Schritte vielleicht auch mit Glück oder Zufall ergeben haben. Schwierig finde ich es, wenn Leute gar nicht so gut in ihrem Job sind, aber die Karriereleiter hoch klettern, weil das in ihrem Unternehmen leichter ist als in anderen, sie eine Nische gefunden haben , gut kontakten können, ...
    Das fühlt sich für mich dann immer irgendwie unfair an, wenn manche sich in ihren Job reinhängen und andere zur richtigen Zeit mit der richtigen Person gut gestellt waren.

    Das Konkurrenzdenken mit bestimmten Freunden kenne ich auch. Mit anderen dagegen gar nicht, da frage ich mich auch manchmal, woran das liegt.

  9. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Zitat Zitat von Lamb Beitrag anzeigen
    ( da geht gar nicht zwangsläufig um kommerziellen Erfolg, sondern im irrsinnig gute und spannende Projekte.
    Könnte es sein, dass sie das selbst vielleicht gar nicht so empfinden würden? Häufig wirken Sachen von außen spannender als wenn man drin sitzt.

    Wenn ich neidisch auf Freunde bin, dann spreche ich mit denen darüber. Das offen zu kommunizieren hilft mir meist am besten. Ich merke dann, dass die oft eine ganz andere Perspektive haben und wiederum auf ganz andere Sachen neidisch sind etc.

    Bzw. wenn du tatsächlich so neidisch bist, dass du gerne an deiner aktuellen Position o.ä. was ändern willst, könntest du die Freunde vielleicht auch fragen/ dich von ihnen beraten lassen etc., wie sie solche Projekte an Land gezogen haben o.ä.?
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  10. V.I.P. Avatar von Tigerente99
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich hatte das in letzter Zeit auch öfter. Bei mir geht es da um eine bestimmte Position in einer bestimmten Institution (außerhalb von Deutschland). Früher dachte ich immer, das sei sowieso unerreichbar. Als es in Reichweite kam, dachte ich, ich will das gar nicht. Bzw. war meine persönliche Situation in den Momenten, in denen es die Chance gegeben hätte, immer so, dass ich mich (aus guten Gründen) dagegen entschieden habe, es zu probieren. Mittlerweile bin ich fast zu alt und es ist auch so absehbar, dass ich diesen Job in diesem Leben nicht mehr machen werde. Und plötzlich wurmt es mich total, dass ich es damals nicht probiert habe. Bzw. würde ich in derselben Situation wohl wieder genauso entscheiden, aber ich denke ständig darüber nach, empfinde es als extrem unfair, dass meine Situation damals so aussah, wie sie eben aussah, und bin extrem neidisch auf alle, die es geschafft haben.

  11. V.I.P. Avatar von Ananasringi
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Mich zieht das runter, ehrlich gesagt. Ich hab' für eine Branche studiert, in der zu arbeiten ich toll gefunden hätte, in die man aber schwer reinkommt, weil es wenige Stellen gibt und die Konkurrenz groß ist. Ich hab's nicht geschafft, aber ein paar (damalige) Freunde und Bekannte schon und die machen da teilweise auch richtig Karriere. Und immer wenn wir uns mal sehen, oder ich bei LinkedIn was von ihnen lese, deprimiert mich das.

    edit: Karriereambitionen i. S. v. Aufstiegen habe ich allerdings auch keine, das ist mir dann bei anderen auch egal, bzw. kann ich mich da mitfreuen.
    Geändert von Ananasringi (07.06.2019 um 22:28 Uhr)
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  12. Regular Client Avatar von Jatzi
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Zitat Zitat von hellogoodbye Beitrag anzeigen
    An mir geht das echt völlig vorbei. Ich bin total zufrieden mit meinem Job und vor allem mit den Arbeitsbedingungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass größerer Erfolg mit schlechteren Arbeitsbedingungen und mehr Stress einher gehen würde. Darauf habe ich einfach keine Lust. Daher freue ich mich über die Erfolge der Anderen, mach früh Feierabend und trink einen Wein mit Freunden.
    Zitat Zitat von Ananasringi Beitrag anzeigen
    Mich zieht das runter, ehrlich gesagt. Ich hab' für eine Branche studiert, in der zu arbeiten ich toll gefunden hätte, in die man aber schwer reinkommt, weil es wenige Stellen gibt und die Konkurrenz groß ist. Ich hab's nicht geschafft, aber ein paar (damalige) Freunde und Bekannte schon und die machen da teilweise auch richtig Karriere. Und immer wenn wir uns mal sehen, oder ich bei LinkedIn was von ihnen lese, deprimiert mich das.
    bei mir ist es ne Mischung aus den beiden sachen.
    .
    stop making stupid people famous.

  13. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    solange ich selber mit dem zufrieden bin, was ich mache find ich es ok, wenn andere auch erfolg haben. ich glaub, es gibt jetzt auch niemanden, den ich als sehr viel erfolgreicher wahrnehme.

    mein kleiner bruder ist sehr erfolgreich und verdient schweine geld, aber da er in ner komplett anderen branche arbeitet, in der ich auch nicht gern wäre, stört es mich null.

    etwas stört es mich bei meinem anderen bruder, der in der gleichen branche ist und sich auf nen posten hat versetzen lassen, der nicht in seine expertise fällt, sondern in meine. da fand ich schon, dass das nicht sein muss. aber da er jetzt wohl dauernd leute trifft die sagen: "ach du bist der bruder von ichs, den finden wir sehr gut." bin ich etwas versöhnt

    richtig neidisch/sauer bin ich nur, wenn ich den eindruck habe, leute haben jobs, die sie nicht verdient haben bzw für dich ich besser qualifiziert wäre.
    .the world has turned and left me here.

  14. Member Avatar von Sublus
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich bin da schnell neidisch, weil ich das Gefühl habe, dass ich in Schule, Studium und ersten Jobs nicht mein ganzes Potential hab ausschöpfen können. Ich hatte mit psychischen Problemen zu kämpfen und daher ging einiges nicht so, wie es hätte laufen können. Vor allem auch die Sache mit dem Aufbau eines Beziehungsnetzes, aber auch, sich mal was zuzutrauen. Andere kriegen coole Stellen von Ex-Chefs oder ehemaligen Profs angeboten, das passiert mir nie und macht mich manchmal neidisch.
    Mom! Theron's dried his bed again!

  15. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ich bin auf einige Leute aus meinem früheren Studiengang neidisch, obwohl ich mich bewusst dagegen entschieden habe, eine ähnliche Laufbahn einzuschlagen und eigentlich auch weiß, dass das weder objektiv gesehen tatsächlich erfolgreicher wäre als mein Werdegang noch mir überhaupt guttun würde. Trotzdem habe ich so einen Komplex von wegen "die haben es geschafft und ich nicht".

    Ansonsten etappe ich mich auch dabei, dass ich manchmal aufs Gehalt anderer Leute im Bekanntenkreis neidisch bin, auch wenn ich deren Arbeitsbedingungen nicht haben wollen würde.

  16. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    richtig neidisch/sauer bin ich nur, wenn ich den eindruck habe, leute haben jobs, die sie nicht verdient haben bzw für dich ich besser qualifiziert wäre.
    Ohja. Beziehungsweise hasse ich es, wenn solche Leute weisungsbefugt sind und einem was erzählen wollen, obwohl sie wirklich null Plan haben. (Bei meiner Noch-Chefin ist es so. Sie ist tatsächlich nicht in dem Maße qualifiziert wie ich und hat auch nur ein paar Jahre mehr Berufserfahrung, ist eher durch Zufall an den Job gekommen und führt aber eine Art Autokratie an unserer Einrichtung. Es ist furchtbar. Ich habe auch gemerkt, dass sich sowas ziemlich übel in mich reinfressen kann. Das hat nicht unbedingt was mit Neid zu tun, sondern eher mit einem Gefühl der Ohnmacht und Wut.
    Generell habe ich aber kein Problem mit Autoritäten und/oder Vorgesetzten, im Gegenteil, ich respektiere und bewundere Professionalität und Expertise, sofern vorhanden.)

    Nicht zitieren bitte.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  17. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    In Bezug auf die Frage, ich bin recht erfolgreich in dem, was ich tue und auch recht straight in meiner Vorgehensweise (habe mir jetzt auch 1,2 berufliche Ziele gesteckt, auf die ich in den nächsten Jahren hinarbeiten möchte). Da ich über ein sehr hohes, nahezu an Arroganz grenzendes berufliches Selbstbild verfüge sehe ich keinen Grund, mich zu vergleichen. Natürlich kommt das vor, v.a. in Bezug auf Dinge, die ich gerne hätte. Aber ich versuche, mich davon pushen zu lassen bzw. mich auf mich zu fokussieren. Ich war früher aber auch anders, hab mich v.a. viel mit meiner besten Freundin aus Studienzeiten verglichen bzw. war da bis vor Kurzem wohl immer unterschwellig eine Art Wettbewerb zwischen uns (arbeiten noch zusammen). Das hat die Beziehung streckenweise auch sehr anstrengend gemacht. Generell liegt bei mir im letzten Jahr aber der Fokus sehr auf mir i.S.v. auf mich schauen, mich nicht vergleichen, mich von Erwartungen anderer lösen usw., weswegen sich das Ganze auch etwas entspannt hat.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  18. V.I.P. Avatar von Tigerente99
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Ach so, die Beziehung zu den Leuten belastet das bei mir gar nicht. Ich bin traurig, dass ich nicht da bin, wo sie sind (Platz wäre auch für alle ), aber ich gönne das jedem Einzelnen total.

  19. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    bei mir ist es eher so, dass ich nicht neidisch auf konkrete personen bin. ich bin eher neidisch darauf, dass andere karriere machen, erfolg und wertschätzung erfahren und das bei mir nie möglich sein wird :/

    und das find ich total armselig, weil ich da gefühlt auf meinen gesamten freundekreis neidisch bin. aber da das tatsächlich abgespalten ist von personen belastet das nicht unsere beziehungen, sondern mich wegen meiner eigenen frustration.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  20. Addict Avatar von takemyhand
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    AW: (Sehr) erfolgreiche Freunde

    Zitat Zitat von Ananasringi Beitrag anzeigen
    Mich zieht das runter, ehrlich gesagt. Ich hab' für eine Branche studiert, in der zu arbeiten ich toll gefunden hätte, in die man aber schwer reinkommt, weil es wenige Stellen gibt und die Konkurrenz groß ist. Ich hab's nicht geschafft, aber ein paar (damalige) Freunde und Bekannte schon und die machen da teilweise auch richtig Karriere. Und immer wenn wir uns mal sehen, oder ich bei LinkedIn was von ihnen lese, deprimiert mich das.
    So ist das bei meinem Mann und mir tut es immer wieder sehr leid, wenn er mitbekommt, dass jemand anderes so erfolgreich ist und er, weil er aus Not zeitweise in einem ganz anderen Bereich gearbeitet hat, in seinem eigentlichen Beruf kein Bein mehr an die Erde bekommt.

    In meinem Job gibt es wenige, die sehr viel erfolgreicher sind, das ist in meinem Beruf eher nicht so ausgeprägt. Es gibt natürlich einige mit Leitungsstellen und damit mehr Gehalt. Oder welche, die coole Weiterbildungen machen und dadurch in Bereichen arbeiten, in die ich nicht reinkomme. Aber das juckt mich null, ich habe aktuell keinerlei Bedürfnis aufzusteigen. Das wäre in meinem Fall eine Team- oder Bereichsleitung und mit unverhältnismäßig viel mehr Aufwand, Stress und Verantwortung verbunden. Evtl werde ich später mal eine solche Stelle übernehmen, aber aktuell bin ich mit meinen Aufgaben gut ausgelastet.
    .....ich hab auch echt irgendwie null Ambitionen beruflich was zu reißen. 🙄

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