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  1. Member Avatar von joh
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    Ich habe Mathematik und Informatik studiert, beides ist nicht unbedingt "ohne". Aber wir hatten schon im Diplom studienbegleitende Prüfungen, praktisch hat sich mit Umstellung auf Bachelor/Master nichts geändert* und abgesehen von der Abschlussarbeit eben auch keine entscheidende Prüfung am Ende. Die Abschlussarbeiten wurden gut betreut, insbesondere wurde schon früh geschaut, dass auch Output produziert wird. Ich würde sagen, anspruchsvoll, aber schaffbar. Und insbesondere faire Prüfer(innen), mit denen ich immer (bis auch einen Fall) hinsichtlich der Fragen, was relevant ist, einer Meinung war.

    Aber das ist nichts dagegen, was ich von Freunden aus dem Jura-Studium kenne. Ich finde unsere Studienorganisation fair und transparent, nichts für Faule. Und man muss viel Verständnis entwickeln, Zusammenhänge erkennen, Systematik, das Wesentliche, ein bisschen kreativ sein und natürlich auch was dafür tun. Aber Jura finde ich schon von den Rahmenbedingungen her unmenschlich. Ich weiß auch nicht, wofür das gut sein soll. Mir ist z.B. nicht klar, warum man die jur. Prüfungen nicht studien- und refbegleitend anlegen kann.

    Ich hatte wirklich gute Noten, aber ich wüsste nicht, wie ich die Leistung erbringen können sollte, wenn ich für alle Fächer gleichzeitig lernen müsste; also wie ich diese Detailtiefe parallel präsent haben könnte.

    Also, ja, viel Verständnis für Stress bei komischen Prüfungsordnungen... Wenig Verständnis für Stress bei gutartiger Studienorganisation; außer 2-3 Tagen vor einer konkreten Prüfung.
    ||: X-X- | XXX- | XXXX | -XX- :||

  2. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    Also ich glaube, ich bin da schon empathisch. Aber auch nicht mehr oder weniger, als bei anderen Dingen, würde ich sagen.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  3. Newbie Avatar von Muri
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    Ich bin bei Abschlussprüfungen empathisch, genauso bei Abschlussarbeiten.

    Bei Semesterprüfungen fehlt mir ehrlich gesagt manchmal das Verständnis - der Lebensgefährte einer meiner besten Freunde ist z. B. so ein Fall. Seit er studiert gibt es nur noch das Thema Lernen. Selbst nach den Prüfungen gibt es schon wieder gejammer, weil ja in 5 Monaten schon wieder die nächsten Klausuren kommen.
    Da bin ich dann irgendwie immer etwas nüchtern.

    Ich selbst habe ein Diplom mit fünf mündlichen Abschlussprüfungen. Keine andere Note des Studiums hat gezählt. Das war für viele eine extreme Belastung. Ich fand das für mich eigentlich ganz gut. Ich hatte ein tolles Uni-Leben. Das letzte Jahr war hart, aber da man die Termine selbst legen konnte, war auch das machbar. Aber klar das kommt echt immer sehr auf die eigene Persönlichkeit an. Vielen hat gerade dieses alles-oder-nichts Prinzip nicht gelegen.
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  4. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    Zitat Zitat von Muri Beitrag anzeigen
    aber da man die Termine selbst legen konnte, war auch das machbar. Aber klar das kommt echt immer sehr auf die eigene Persönlichkeit an.
    Naja, aber das ist ja auch ein super erleichternder Faktor!?
    Ich würde behaupten, dass das in 98 % der Studiengänge nicht der Fall ist, oder wie meinst du das mit selbst legen?

  5. Newbie Avatar von Muri
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Naja, aber das ist ja auch ein super erleichternder Faktor!?
    Ich würde behaupten, dass das in 98 % der Studiengänge nicht der Fall ist, oder wie meinst du das mit selbst legen?
    Ich meinte damit, dass ich insgesamt ein Jahr Zeit hatte und in dieser Zeit eben fünf Prüfungen machen musste. Die Termine wurden individuell mit den Sekretariaten vereinbart und man konnte somit auch die Reihenfolge selbst festlegen.
    Man hatte also im Schnitt bisschen mehr als zwei Monate Zeit pro Prüfung.
    Das erfordert trotz maximaler Flexibilität ganz schön Selbstdisziplin um nicht alles zu schieben und am Ende alle auf einmal machen zu müssen.
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  6. Member Avatar von Katzenschmuser
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    AW: Wie empathisch seid ihr bei Prüfungsstress?

    ... Oder du planst deine Prüfungstermine mit den jeweiligen Profs deiner Fächer mit 4 Wochen Abstand, bis du dann kurz vor der letzten Termindeadline bei einem der beiden zufällig nochmal in der Sprechstunde sitzt und er dich fragt, ob wir denn schon einen Termin vereinbart haben - "Ja, Sie hatten den x.x. selbst vorgeschlagen " "Oh wie doof, da bin ich ja auf einer Konferenz im Ausland und anschließend im Urlaub, hmm mal gucken..."
    Und dann hast du deine beiden mündlichen Prüfungen an den letzten zwei Tagen des Prüfungszeitraumes innerhalb von weniger als 24h

    Ich bin da SEHR empathisch - in meiner Abschlusszeit ging von Arbeit bis Klausuren zu den Mündlichen so ziemlich alles schief, was auch nur möglich war (Arbeit aus Angst prokrastiniert bis kurz vor Schluss, fehlerhafte Themenangaben bei der Klausur, mündlich der Schmu mit den Terminen und bei der Hauptfachprüfung wurde ich von BEIDEN Prüfern vergessen, den familiären und privaten Kram währenddessen mal nicht genauer erwähnt...) Es war der Horror für mich und hat teilweise echt langfristig psychisch und körperlich einiges kaputtgemacht.
    (Bitte nicht zitieren.)

    Bei Jura wäre ich vermutlich schon vor Stress gestorben, das klingt echt furchtbar

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