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  1. Get a life!

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Also manche Platten wurden innen total krass renoviert. Hab mir bei der Wohnungssuche auch mal welche angeschaut. Drinnen hat man gedacht, dass man in der Luxuswohnung sitzt. Nur der Ausblick auf die anderen Platten war halt nicht so schön. Von außen haben sie die irgendwie nicht so gut verschönert bekommen.
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  2. Urgestein

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von rosaPony Beitrag anzeigen
    hm, ich schrieb vorrangig von berliner platten und da wohnten schon immer studierende und jetzt noch viel mehr. die sind bezahlbar, normalerweise modern und eigentlich kommt von den genannten bezirken immer gut in die innenstädte. seit die mieten immer mehr steigen, ziehen auch wieder mehr familien in die platten.
    OK, Du schriebst halt Ostplatten und nicht Ostberlinplatten, daher dachte ich, der Rest Ostdeutschlands könnte auch dazugehören.
    Und ich weiß natürlich, dass das der große Fortschritt war im Vergleich zum unsanierten Altbau kurz nach dem Krieg, dichte Fenster, keine Kohlen mehr schleppen etc. und die von Dir genannte Infrastruktur, die ja tw. immer noch besteht, aber ich glaube auch, dass für viele, die da wohnen, die Platte eher zweite Wahl ist. Für mich letztlich auch, ich find es halt nicht schlimm, ist ja auch nicht für immer und bei mir ist die Bebauung auch nicht sehr dicht, aber für immer will ich das nicht und bin froh, dass ich nicht muss. In meiner Stadt ist halt der Großteil des Wohnraums Platte und der Rest einfach für die meisten Leute weit außerhalb ihrer Möglichkeiten, abgesehen davon, dass es für die Altbauten und Einfamilienhäuser aus der frühen DDR (trotz schlechter Substanz) auch mehr Interessenten, die die Möglichkeiten haben, als Angebote gibt.

  3. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ich will ja nicht in Berlin wohnen bzw. vor allem nicht nach Berlin ziehen, weil ich keine Lust auf den Wohnungsmarkt da habe. Ok, wenn ich so anfange, will ich eigentlich auch nicht innerhalb Leipzigs umziehen. Und in Sachsen auf dem Land wohnen will ich auch nicht. Ich ziehe einfach nie wieder um.
    wtf momente

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  4. Ureinwohnerin

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Ich hab ja ne Zeit lang in Berlin-Hohenschönhausen gewohnt, aber in dem Teil mit den Plattenbauten und der sehr offen zu sehen Nazi-Teil war zumindest damals eher der ohne Plattenbauten

    Ansonsten komme ich auch ursprünglich aus einer Gegend in Westdeutschland, wo es schon immer Probleme mit Nazis gab, sodass ich mir gar nicht sicher bin, wie krass der Unterschied zu Sachsen eigentlich ist.
    Offenen Rassismus bekomme ich auch in NRW seit Jahren schon zu hören - allerdings (vermutlich ist das der Unterschied zu Sachsen?) hauptsächlich von anderen Ausländern.
    Ich dachte immer du wärst Deutsche
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    wubbalubbadubdub.
    ʕ•͡ᴥ•ʔ

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  5. Addict

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Sorry, das war wahrscheinlich unglücklich ausgedrückt: ich bin weiße deutsche und auch kein Opfer von Rassismus, bekomme aber rassistische Äußerungen eher von Ausländern (oft auch von nicht-weißen!) mit. Gegenüber anderen Ausländern.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  6. Ureinwohnerin

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ahh!
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    wubbalubbadubdub.
    ʕ•͡ᴥ•ʔ

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  7. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von kokosmango Beitrag anzeigen

    baden württemberg könnte unter bestimmten gesichtspunkten echt als schlaraffenland durchgehen. es ist wirklich KEIN vergleich zu brandenburg und co. warum zur hölle wählen da 11% afd? das macht mich komplett wahnsinnig und ich würd denen am liebsten eine klatschen. asozialer haufen da.
    eine mögliche antwort findet sich z.b. bei der soziologin cornelia koppetsch
    .

  8. Addict

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ich habe zehn Jahre in Dresden gelebt und eine Flasche Sekt am Umzugstag in eine andere, ostdeutsche Stadt (auch anderes Bundesland) aufgemacht. Die Stadt an sich ist ja ganz nett aber mit dem Schlag Mensch dort kam ich nicht wirklich zurecht, da der Alltagsrassismus immer latent zu spüren war und sich dann mit Pegida wirklich Bahn gebrochen hat. Mir waren die Menschen dort auch zu piefig, kleinbürgerlich und selbstverliebt - sie hielten Dresden (und auch Sachsen) für den Nabel der Welt.
    Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht.

  9. Get a life!

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von kokosmango
    baden württemberg könnte unter bestimmten gesichtspunkten echt als schlaraffenland durchgehen. es ist wirklich KEIN vergleich zu brandenburg und co. warum zur hölle wählen da 11% afd? das macht mich komplett wahnsinnig und ich würd denen am liebsten eine klatschen. asozialer haufen da.
    In meiner alten Heimat hat die AfD besonders in den sehr ländlichen Gebieten Erfolge verbuchen können. Im 1000-Menschen-Nachbardorf sogar 12,3% und der Anteil an Migranten dort ist sicher weniger als 5%. Dort wurden auch schon immer viele Stimmen für REP und NPD abgegeben. Viele Menschen dort haben ein eigenes Haus oder große (weil billige) Wohnungen. Ich glaub, die haben einfach nur Angst, dass man ihnen irgendwas wegnimmt oder das Autofahren noch teurer wird. Deswegen wählen die halt keine "Altparteien" (Ausnahme: CDU), sondern wen auch immer, so lange diese Partei ihnen Kuchen verspricht.
    Alte, ich hock aufm Klo und hab nur die linke Hand zum Töten!


    (\_/)
    (O.o) ThisIsBunny.
    (> <)
    Copy Bunny Into Your Signature (OwlSucks!) To Help Him Gain World Domination.

  10. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Huh, ich habe diese Woche meine amtliche Wahlbenachrichtigung zur Landtagswahl bekommen. Menschen in Sachsen und Brandenburg, wisst ihr schon, was ihr wählt?
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  11. Enthusiast

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Huh, ich habe diese Woche meine amtliche Wahlbenachrichtigung zur Landtagswahl bekommen. Menschen in Sachsen und Brandenburg, wisst ihr schon, was ihr wählt?
    Ja! In meinem Wahlkreis macht irgendwie nur eine Partei Sinn und ich bin froh, dass es nicht die CDU ist.

  12. Get a life!

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ich muss irgendwie nochmal in mich gehen, bzw nachlesen. Ich weiß eigentlich nur welche ich definitiv nicht wähle.
    Die Wahlplakate nerven mich ganz schön. Da hängen ja jetzt immer tausende übereinander.
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  13. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Ich ziehe einfach nie wieder um.
    Wenn ich mir in meiner Bewerbungsübersicht die Tabelle mit qualifizierten (!) Jobs angucke, weiß ich nicht, ob das mittelfristig der Plan schlechthin ist...

    Was, glaubt ihr, wirkt sich stärker auf die Lebensqualität aus:
    a) In Sachsen aufs Dorf/in eine kleinere Stadt ziehen (und mit "kleinere Stadt" meine ich jetzt nicht Chemnitz)
    -> wenn man da niemanden kennt und bisher immer in Großstädten gewohnt hat?
    b) Woanders neu anfangen, wo es Jobs gibt, aber die Wohnungen und selbst WG-Zimmer viel teurer/schwerer zu kriegen sind, z.B. die Großstädte in BW/Bayern
    -> und man da auch niemanden kennt und mit der Mentalität noch weniger vertraut ist?

    Das sind nicht die einzigen Optionen, das sind die Extrempunkte. Wohntechnisch gefällt mir beides nicht so richtig
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  14. Addict

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Unabhängig von Sachsen ja oder nein stellt sich mir da erstmal die Frage: Präferierst du denn Großstadt generell? Oder würde es dich grundsätzlich schon auch in ländlichere Gebiete/ Kleinstädte ziehen, aber dann eben womöglich nicht unbedingt in Sachsen?
    Und von wegen "Mentalität noch weniger vertraut": Kommst du eigentlich hier aus der Region oder von irgendwo ganz weit anders her?

  15. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ich komme ursprünglich aus NRW. Ich behaupte jetzt mal, dass "Großstadt, aber nicht Millionenstadt, es gibt Jobs, aber nicht so richtig reich, ÖPNV-Situation historisch besser als Parkplatzsituation" gewisse Konstanten sind. Plus, die Landschaft ist ähnlich. Das wäre in Stuttgart, in München, in der Ecke von Mannheim-Heidelberg-Frankfurt anders. Ach so, und wenn man keinen Bock auf konservative Politik oder die Normalisierung von Nazis hat, dann sind Bayern oder Hessen vielleicht auch nicht die Bundesländer der Wahl.

    Zwischen NRW und Sachsen war ich ein Jahr in Berlin. Da ist das Wohnungsmarkt-zu-Arbeitsmarkt-Verhältnis (gefühlt) noch schrecklicher als überall sonst.

    Um das zu veranschaulichen:
    - Hier kann* ich mir leisten, alleine zu wohnen. Bzw., wenn es mich innerhalb derselben Stadt ans andere Ende der Stadt verschlagen würde, dann könnte ich ins gegenüber liegende Randgebiet ziehen, ggf. auch, eine größere, WG-taugliche Wohnung erst mieten und mich danach um Mitbewohner_innen kümmern. Änliches würde auch in Dresden funktionieren. In beiden Städten habe ich zumindest ansatzweise ein Supportsystem, was Arztpraxen, Kliniken etc. betrifft.
    - In den o.g. Städten im Süden müsste ich viel mehr Geld für weniger Fläche ausgeben, müsste vielleicht Kompromisse machen, was Pendeldistanz und -dauer angeht, könnte vielleicht nicht alleine wohnen. Aber es gibt die Jobs, dass mir zumindest irgendwer eine Wohnung geben würde. Muss es geben, sonst wäre diese Art von Job schon ausgestorben. Sachsen hat, so weit ich weiß, größere Probleme mit fehlenden Azubis (wobei München noch mal was anderes ist als BW, ok).
    - In den kleinen Städten um Chemnitz und Zwickau, im Erzgebirge, im Muldental/Leipziger Land, an der Bahnstrecke zwischen DD und L im Niemandsland zwischen den Verkehrsverbünden, ganz im Norden in Dommitzsch, ganz im Süden im Vogtland, ganz im Osten im Wahlkreis von Michael Kretschmer hat man so die niedrigsten Quadratmeterpreise überhaupt. Kein Fitnessstudio im Ort? Richte dir einen Fitnessraum zu Hause ein. Keine jungen Leute, keine sozialen Kontakte? Wer braucht Menschen, hier hast du Platz für Wohnungskatzen. Das ist alles nicht das Wahre? Tja, jetzt hast du zu viel Kram angesammelt, um jemals wieder in die Großstadt rein zu ziehen. Gilt ggf. auch für die ostdeutsche Provinz in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Meck-Pomm.
    - In Berlin? Ist einfach nichts davon möglich. Oder zumindest: Nichts davon so einfach möglich. Wenn man nun ein Berufsbild verfolgt, das nur in Berlin funktioniert, dann sucht man sich vielleicht zuerst die Wohnung und dann den Job? Oder gibt's da Geheimtipps? Wahrscheinlich wohnen in oder ziehen nach Berlin nur die Leute, in deren Persönlichkeit es liegt, die Geheimtipps zu kennen. Dazu bin ich leider zu uncool, darum wohne ich nicht in Berlin. Hamburg hat ggf. eine ähnliche Dynamik, aber Hamburg und Berlin darf man nicht vergleichen, das ist auch wieder uncool. Verstehen nur Hamburger bzw. Berliner, aber die jeweils anderen verstehen nix.
    - In Westdeutschland, Nordwestdeutschland auf dem Land? Kenne ich mich gar nicht aus. Vermutlich so ähnlich wie ostdeutsche Provinz, nur nicht ganz so billig und noch weniger auf Leute ohne Auto ausgelegt?

    Und die Auflistung geht wirklich nur nach Wohnung und Job, nicht nach "Werde ich im Bus von Nazis angemacht, und wenn ja, wie häufig" und "Muss ich bei der Oberbürgermeisterwahl den einzigen nicht-rechten Kandidaten wählen, egal, wie ich den finde". Das kommt ja auch noch dazu.

    * Edit: "kann ich mir leisten" bezieht sich auf die Situation, wenn ich einen Job/eine Jobzusage hätte. Solange ich nichts habe, gibt mir so leicht niemand eine Wohnung. Dazu ist die Stadt dann doch zu gefragt.
    Geändert von archenstone (31.10.2019 um 03:51 Uhr)
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  16. Addict

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Du scheinst mir ein bisschen unschlüssig zu sein, wie du einen (möglichst guten?) Job mit einem möglichst akzeptablen Wohnort unter einen Hut bekommen sollst bzw. wo du bezüglich eigener Prioritäten ansetzen sollst?
    Bezüglich Wohnungsangebot, Preise und Größe kann ich ja nur von mir persönlich ausgehen und mir wäre es an jedem Wohnort der Welt wichtig, dass ich mir eine eigene (gerne auch kleine, muss alles nichts Krasses sein) Wohnung leisten kann. Mit gaaanz dezent unsozialen 30+ habe ich definitiv keine Lust mehr auf MitbewohnerInnen. Aber das ist Typsache. Andere freuen sich vielleicht über eine nette (Erwachsenen/Berufstätigen)-WG, die günstig ist und in der Sozialkontakte inklusive sind.

    Aber schon klar, dass auch meine moderaten Ansprüche mich in einigen Städten vor echte Wohnungsnot-Probleme stellen würden. So würde ich persönlich - entsprechend deinem Beispiel - wohl für keinen tollen Job der Welt in ein WG-Zimmer nach München, Hamburg, Stuttgart und dergleichen teure Großstädte ziehen. Denn wohin soll das führen? Ist da noch mit ernstzunehmendem finanziellem Spielraum nach oben und/oder einer Verbesserung des Wohnungsmarktes zu rechnen oder sitze ich dann mit 75 noch in einem WG-Zimmer? Das sind Fragen, auf die ich mangels persönlicher Priorisierung auf das Berufliche schlichtweg keine Lust habe.

    Und bezüglich Wohnung und Wohnform desweiteren: Was ist dir denn wichtig? Hättest du gerne richtig viel Platz? Im Grünen? Preisgünstig? Mit fünf Katzen? Abgesehen vom politischen Klima (und das ist ja wiederum nicht so locker "abgesehen" weil es ja durchaus die Lebensqualität prägen kann) wäre eine Kleinstadt oder das Leipziger Umland dann ja theoretisch (theoretisch !) perfekt. In der (sächsischen, preisgünstigen) Provinz kannst du dann in deinem eigenen Haus sitzen, deine fünf Katzen beobachten und deine eigenen Kartoffeln anpflanzen und einmal die Woche zum Einkaufen in die nächstgrößere Stadt fahren. Dann bist du halt je nach Provinzheit deiner Provinz bei deinem selbst benannten:
    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Kein Fitnessstudio im Ort? Richte dir einen Fitnessraum zu Hause ein. Keine jungen Leute, keine sozialen Kontakte?
    Das für mich einzig schön daran Klingende ist:
    Zitat Zitat von archenstone Beitrag anzeigen
    Wer braucht Menschen, hier hast du Platz für Wohnungskatzen.

    Aber ansonsten klingt das nicht nach deiner Traumvorstellung? Und einen Job hast du in deinem Provinznest dann doch immer noch nicht? Und sollte es dann nicht wenigstens ein megatoller Job sein, damit du dir das gibst? Ansonsten hast du ja weder einen für dich tollen Lebensraum noch einen für dich tollen Job. Also ähh, da kannst du dann auch in Leipzig bleiben

    Also ja, ich stimme dir zu und damit hat dieser Post dir womöglich so gar nicht geholfen: Deine beiden Extrembeispiele sind... ausbaufähig Aber ich glaube aus deinem Post herauszulesen, dass du dir vielleicht erstmal ganz klar werden solltest, worauf dein Fokus liegt: Wohnort, Job, Wohnform etc .? Und dann kannst du dir sicher auch besser für dich persönlich deine Frage "was wirkt sich stärker auf die Lebensqualität aus?" beantworten. Denn es vereinfachen sich einige Entscheidungen sicherlich auch, wenn man weiß, wo die eigenen Prioritäten exakt liegen

  17. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von Vitulina Beitrag anzeigen
    Du scheinst mir ein bisschen unschlüssig zu sein, wie du einen (möglichst guten?) Job mit einem möglichst akzeptablen Wohnort unter einen Hut bekommen sollst bzw. wo du bezüglich eigener Prioritäten ansetzen sollst?
    Tja, das ist generell ein "choose 2 out of 3"-Problem, nur mit mehr - und wechselnden - Variablen. Es fängt damit an, was man individuell unter "guter Job" versteht. Geht es darum, die Karriere schlechthin hinzulegen? Oder geht es darum, sich nicht als ungelernter Clerk in Büro, Einzelhandel, Gastro, Callcenter bewerben zu müssen und 40h/Woche für ~40 Jahre den ganzen Tag MIT MENSCHEN zu arbeiten? Sondern was Qualifiziertes zu machen, wo man mit den in jedem Job irgendwie vorhandenen Menschen lediglich über Inhalte kommuniziert, vielleicht sogar Spaß hat?

    Oder, um es endgültig kompliziert zu machen: Gibt es neben Gegenden, wo man nicht wohnen will, vielleicht auch Arbeitgeber, für die man nicht arbeiten will? Großkapitalistische Klimazerstörer? Waffenindustrie? Autoindustrie? Amazon? Die Polizei in einem Bundesland, das für Naziskandale in der Polizei bekannt ist? Private Überwachungsfirmen? Traditionsreicher Handwerksbetrieb im Bereich der Wurst- und Fleischwaren? Irgendeine mittelkapitalistische Consultingfirma oder Werbeagentur, wo du im Moment der Bewerbung nicht absehen kannst, ob du hinterher für Banken, Waffen, Mode, Fleischwurst oder die neue Imagekampagne der Polizei arbeitest? - Oder geht es darum, sich erst einen möglichst sympathischen Arbeitgeber zu suchen und dann zu gucken, wie das Berufsbild aussieht? Dann hast du aber sehr schnell wieder den ganzen Tag mit Menschen zu tun.

    Um von der abstrakten Ebene wieder auf die eigene Lebensqualität runterzukommen: Wenn ich in einem hippen jungen Start-up mit kostenlosem Obst/Kaffee/Kicker und hyperaktiven jungen Start-up-Gründern (absichtlich maskulinum) arbeiten möchte, dann finde ich das sicher eher in Leipzig-Plagwitz und -Zentrum, in Dresden-äußere-Neustadt, in Berlin, in Hamburg (etc. etc.) als auf dem Dorf. Klar, dann nutzt mir das Ausweichen aufs Land nicht viel. Aber wenn es ein bisschen bodenständiger sein darf, wenn ich die "Wir arbeiten für jeden"-Werbeagentur durch "Wir stellen genau diese Produkte für genau diese Branche her"-Industrie ersetze (und selbst wenn die Branche ist, "weitere Industrie, was auch immer die herstellen"), dann bin ich schnell mal in... Grimma. Oder Meerane, Zwönitz, Niederdorf, Limbach-Oberfrohna. Oder in Süddeutschland oder im Ruhrgebiet oder wo auch immer.

    Dazu kommt das "Lücke im Lebenslauf"-Problem. Entweder ich finde jemanden, der mich was Qualifiziertes machen lässt, ohne dass ich die formelle Qualifikation habe, oder ich finde jemanden, der mich als Azubi/duale Studentin einstellt, obwohl ich >10 Jahre älter bin als die Schulabgänger_innen 2020.

    Oder ich schreibe mich für ein Studium ein - an einer lokalen Präsenzhochschule oder ganz unsozial, an der FernUni Hagen - und verschiebe das Problem "potentiellem AG meinen komischen Lebenslauf erklären" auf nach dem Abschluss (selbiges gilt für den Fall, dass mir die Agentur eines Tages eine überbetriebliche Ausbildung aus Teilhabeleistungen finanziert). Oder ich gründe mein eigenes Start-up, mit oder ohne Abschluss, aber ich bezweifle, dass das unstressiger ist. Ich schreibe den nächsten "Harry Potter", finde einen Verlag, der den ganzen Marketing-Kram für mich übernimmt, und kann den Rest meines Lebens damit verbringen, mich mit einem Manuskript in der Ecke zu verkriechen, denn Menschen sehe ich nur ein-, zweimal im Jahr auf der Leipziger/Frankfurter Buchmesse. Ähem. - Nein, so funktioniert die Buchbranche nicht. Aber so mit 12 bis 15 war das mein Traumberuf! Erwähnte ich, dass ich keine Menschen mag?

    Realistisch sehe ich die Möglichkeiten:
    1. Ich finde einen AG, der verzweifelt auf der Suche nach Nachwuchs und/oder unkonventionell genug ist, um mich einzustellen, und bei dem ich selbst auch gut genug reinpasse, um da für die Dauer einer Ausbildung, eines Studiums etc. zu beiben. - Tendenz: Start-up in der Großstadt mit Bezahlung in Kaffee und Überstunden oder richtig verzweifelte Firma irgendwo im Erzgebirge.
    2. Ich finde einen AG, der es sich leisten kann, auch komischen Leuten eine Ausbildung/ein Studium zu finanzieren, dem es vielleicht mehr auf die Abinote ankommt als auf die Brüche danach. Der vielleicht als Name im Lebenslauf was hermacht. - Tendenz: Teilbereich öffentlicher Dienst mit Quotenregelung oder irgendein Großkapitalist, der mir erst nach der Bewerbung sagt, an welchem Standort welche_r Bewerber_in landet. In beiden Fällen hätte ich richtig Glück gehabt - beschwere ich mich dann, wenn der Job in FFM oder München ist?
    3. FernUni Hagen. Vorteil: Keine Menschen, keine Jobsuche. Ab einem gewissen Fachsemester werden ausgeschriebene Werkstudi-Stellen und studentische Praktika interessant. Nachteil: Dafür braucht man wirklich Zeitmanagement. Und hinterher immer noch einen Job.

    Zitat Zitat von Vitulina Beitrag anzeigen
    mir wäre es an jedem Wohnort der Welt wichtig, dass ich mir eine eigene (gerne auch kleine, muss alles nichts Krasses sein) Wohnung leisten kann. Mit gaaanz dezent unsozialen 30+ habe ich definitiv keine Lust mehr auf MitbewohnerInnen. Aber das ist Typsache. Andere freuen sich vielleicht über eine nette (Erwachsenen/Berufstätigen)-WG, die günstig ist und in der Sozialkontakte inklusive sind.

    Aber schon klar, dass auch meine moderaten Ansprüche mich in einigen Städten vor echte Wohnungsnot-Probleme stellen würden. So würde ich persönlich - entsprechend deinem Beispiel - wohl für keinen tollen Job der Welt in ein WG-Zimmer nach München, Hamburg, Stuttgart und dergleichen teure Großstädte ziehen. Denn wohin soll das führen? Ist da noch mit ernstzunehmendem finanziellem Spielraum nach oben und/oder einer Verbesserung des Wohnungsmarktes zu rechnen oder sitze ich dann mit 75 noch in einem WG-Zimmer?
    Pro-Tipp: Nicht nach New York ziehen? Ich weiß nicht, wie realistisch "Mit 30+, 40+, ganzes Arbeitsleben noch in der WG hocken" in Deutschland ist, bei vielen Berufsgruppen wahrscheinlich schon, nur dass viele Leute in Partnerschaften leben und es deswegen in der Statistik nicht so auffällt.

    Ich habe mal gesagt, ich möchte nicht (wieder) in eine WG ziehen, wo ich die Leute nicht vorher kenne. Ich habe mir vor nicht so langer Zeit sehr oft gesagt, ich möchte nie wieder so abhängig von einem einzelnen Menschen sein wie bei meinem letzten AG (ok, rein technisch hatte ich zwei Chefs, aber je nachdem, worum es gerade ging, hing ich dann abwechselnd an jeweils einer auf die jeweils eigene Art seltsamen Person, ohne externe Kontrolle für den AG, aber der Drohung meines kaputten CV für mich). Ich war außerdem sehr froh, dass diese Verstrickung nur auf der Arbeit passiert ist und wir nicht auch noch alle im gleichen Dorf wohnen, wo man sonst niemanden kennt. Ich stelle seitdem fest, dass die Abhängigkeit von dem Bürokratiemonster, das "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" ist, auch nicht wirklich zum Ziel führt. Das Ziel wäre, nicht 40 Jahre 40h/Woche Büro-Clerk zu sein, oder generell, einen Job zu machen, der mir nicht gefällt (arbeitslos zu sein gefällt mir btw. auch nicht). So. Ich habe zwar immer noch wenig Lust, in eine bestehende WG mit ungeschriebenen sozialen Regeln einzuziehen oder auf einem schwierigen Wohnungsmarkt irgendwas mit Wänden und 'nem Dach drüber zu suchen, aber ich frage mich gerade, ob "nicht alleine wohnen" nicht eins von vielen Übeln ist. Genauso wie "Sachsen auf dem Dorf".

    (Ach so, und - in einer WG-tauglich großen Wohnung wären vielleicht AUCH Wohnungskatzen drin? Plus Urlaubsbetreuung dieser durch die MB? )
    wtf momente

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  18. Addict

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Archenstone, bevor ich näher auf deinen Beitrag eingehe nur nochmal zum Verständnis: bist du offen bezüglich den, was du - es geht dir offenbar erstmal um den Beruf, an den sich dann die Wohnungsfrage anschließt, wenn ich das richtig heraus lese? - suchst? Also kannst sind sowohl Ausbildung als auch Studium oder direkter Berufseinstieg/Quereinstieg möglich oder gibt es Prioritäten und wie sieht es bezüglich der Berufszweige/Berufsbranchen aus? Also einiges Blöde hast du ja quasi ausgeschlossen, aber sonst liest sich das noch ziemlich querbeet? Vielleicht musst du dir ja dann gar nicht mehr soviele Gedanken machen, weil es deinen Wunsch sowieso nur in ausgewählten Orten gibt, wie du ja auch schon selber schreibst. Aber du hast ja auch sinngemäß geschrieben, dass eben jene große Auswahl dich ganz wirr macht... verständlicherweise, ach ach

  19. V.I.P.

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Ich glaub, du bist da ein bisschen seeeehr fatalistisch/pessimistisch.

    Bremen zb hat gar nicht mal so wenige Jobs (ja es gibt hier ne hohe Arbeitslosigkeit, dennoch hat das Bundesland eines der höchsten Bruttosozialprodukte Deutschlands, ja es gibt hier eine hohe Armut, aber auch überdurchschnittliche Löhne) und relativ bezahlbaren Wohnraum. Ja klar, man muss den u.U. auch ein bisschen suchen und vielleicht zum ankommen für ne kurze Zeit in ner WG unterkommen. Aber gerade, wenn man keine Familientaugliche 3-4 Zimmer Wohnung im hippen viertel braucht, gehts echt klar. Ich glaube so eine Sorte von Städten gibt es durchaus. Stelle mir da zb auch Dortmund vor oder vielleicht Kassel. So halb egale (zumindest numerisch betrachtete) Großstädte. (Wobei ich da nur für Bremen eine belastbare Aussage machen möchte und man mich in Bezug auf DO und KS auch korrigieren lasse.)
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  20. Member

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    AW: Würdet ihr in Sachsen wohnen wollen? Falls ihr schon dort wohnt: wie gehts euch?

    Zitat Zitat von Vitulina Beitrag anzeigen
    Also kannst sind sowohl Ausbildung als auch Studium oder direkter Berufseinstieg/Quereinstieg möglich oder gibt es Prioritäten und wie sieht es bezüglich der Berufszweige/Berufsbranchen aus? Also einiges Blöde hast du ja quasi ausgeschlossen, aber sonst liest sich das noch ziemlich querbeet?
    Es ist halt IT. Jeder hat IT. Die Lufthansa hat IT (habe ich letztens im Bewerbungsthread gepostet). Die Polizei hat IT. Rewe und Lidl haben IT. Irgendwelche kleineren Unternehmen haben vielleicht keine eigene IT bis auf einen Sysadmin, aber dafür gibt es IT-Firmen mit "Software- und Netzwerk-Lösungen für den Mittelstand". Und ja, man kann sowohl mit einer betrieblichen Ausbildung als auch mit einem Studium an einer Präsenz-/Fern-/dualen Hochschule als auch als Quereinsteiger_in ohne oder mit völlig anderem Abschluss in die IT einsteigen. Und mit nahezu jeder gesundheitlichen Einschränkung, darum ist das ja ein möglicher Umschulungsberuf, der aus Teilhabeleistungen finanziert wird. Andere Seite der Medaille, wenn man das auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht gepackt hat, dann wissen die Behörden auch nicht, was sie einem sonst vorschlagen sollen.

    [rant]Mehlstauballergie? Umschulung von Bäcker auf IT! Bein ab, Arm ab? Umschulung von Industriearbeiter auf IT! Autismus oder irgendwas Psychisches diagnostiziert? Wir finanzieren Ihnen aus Prinzip nichts im sozialen Bereich, machen Sie IT! Burn Out durch Arbeit in der IT-Branche? Ähhh... genau das gleiche noch mal können wir leider nur finanzieren, wenn Sie 15000 Jahre auf jeden Schritt des Antrags warten, und individuell auf Vorqualifikationen eingehen schon mal gar nicht, und wenn Sie nicht zum passenden Datum aus der Klinik entlassen sind, warten Sie noch ein Jahr länger, also richten Sie entweder Ihre Krankheit nach dem Amt aus oder Pech gehabt. Aber wenn wir es irgendwann finanzieren, dann können Sie sich mit noch dreimal so langen Lücken in einer Branche bewerben, bei der es darauf ankommt, flexibel und am Puls der Zeit zu arbeiten und wirklich knappe Deadlines einzuhalten. Sehen Sie, wie toll wir Sie im Arbeitsleben unterstützen? Moment, warum schreiben Sie jetzt wieder selbst Bewerbungen, wo wollen Sie denn hin?[/rant]

    (Ich nehme das vielleicht hinterher wieder raus)
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