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  1. Member Avatar von SisterOfNight
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    AW: Was ist das niedrigste Jahresgehalt

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Darf ich fragen, was das für ein Beruf ist?
    Rechtsanwaltsfachangestellte. Verantwortung/Arbeit/Druck ohne Ende aber letztlich ein Stundenlohn, den ich auch mit Regale einräumen im Supermarkt verdienen würde.

  2. Senior Member Avatar von _Josephine_
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    AW: Was ist das niedrigste Jahresgehalt

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    die Argumentation sollte meines Erachtens nicht dahin gehen, sich daher lieber mit weniger zufrieden zu geben, sondern das Gehaltsnievau in anderen Bereichen zu steigen hat und das wird eher dadurch erreicht, vor allem Frauen darin zu besträken, bei Gehaltsverhandlungen mehr einzufordern, anstatt darauf zu verweisen wieviel weniger andere leider bekommen
    Sehe ich ganz genauso und hab mich damals im Studium mal mit einem Prof angelegt. Ein paar meiner Kommilitonen haben sich beschwert, wie schlecht bezahlt unsere Praktika teils waren, woraufhin er meinte, wir sollten froh sein, überhaupt bezahlt zu werden. Seine Tochter (Sozialpädagogikstudentin) würde überhaupt nicht bezahlt.

    Das Problem ist ja aber, dass gerade soziale Berufe zu schlecht bezahlt sind und das fixt sich nicht dadurch, dass ich in einem technischen Beruf auch schlechter bezahlt werde.

    Zur Ursprungsfrage kann ich leider nichts beitragen.
    Geändert von _Josephine_ (05.08.2019 um 10:47 Uhr)

  3. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Was ist das niedrigste Jahresgehalt

    Sister..., danke! Ich erinnere mich jetzt auch,d ass du das ja in einem anderen Thread schon mal geschrieben hast. Tut mir leid für die Nachfrage.


    Zur Ausgangsfrage: ich habe ja einfach null Vorstellung davon, wie viel ich irgendwann mal "brauche" oder was ich angemessen fände etc., und mein angestrebter Beruf ist auch meistens per TVÖD geregelt. (Insofern sind meine Wunschträume da halt sehr gut abgleichbar und daher auch nicht existent irgendwie)

    Nach dem MA kriegt man im Volontariat meist ein halbes TVÖD 13-Gehalt (für 40h/Woche). Das sind dann also hier (aktuell) ca. €24 000,–. Danach, wenn es gut läuft und man eine Stelle bekommt, ist es das volle Gehalt, also knapp €48 000,–. Es gibt aber auch sehr viele Ausschreibungen, die auf TVÖD 12 ausgeschrieben sind und dann nur €43 000,– bekommen, natürlich aber trotzdem mit MA-Abschluss.
    Bei Positionen mit Leitungsfunktion wird entsprechend mehr bezahlt, aber spätestens da ist die Promotion eigentlich Pflicht.

    Mit dieser Aussicht, was das Gehalt angeht, bin ich ziemlich zufrieden (vom heutigen Standpunkt aus gesehen wohlbemerkt). Schwieriger ist die Tatsache, dass man so einen Job auch erstmal bekommen muss und die Entfristung gefühlt unmöglich ist.
    Geändert von phaenomenal (05.08.2019 um 11:15 Uhr)
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  4. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: Was ist das niedrigste Jahresgehalt

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Ich kann auch nicht nachvollziehen, weswegen Akademiker_innen sich mehr Gehalt aufgrund ihrer Ausbildung erwarten, die für die Tätigkeit vieler Jobs wenig relevant ist, aber die Argumentation sollte meines Erachtens nicht dahin gehen, sich daher lieber mit weniger zufrieden zu geben, sondern das Gehaltsnievau in anderen Bereichen zu steigen hat.
    Genau das habe ich auch gesagt.
    Wenn jemand mit Ausbildung und Vollzeitstelle im Ausbildungsberuf gerade mal so über die Runden kommt und z. B. nicht fürs Alter vorsorgen kann, dann sagt mir das, dass die Person zu wenig verdient, nicht, dass meine Ansprüche zu hoch sind.
    (Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch nicht frisch von der Uni komme.)

    Erinnerte mich sehr an die Mindestlohndiskussion in den USA, wo für Fast Food $15 gefordert wurden, und das Argument immer lautete ""Aber so viel verdienen Rettungskräfte. Warum sollte jemand fürs Burger braten so viel verdienen wie für's Leute retten?"

    UND dazu kommt ja auch noch, dass Geld/Gehalt in der freien Wirtschaft nun mal auch dazu dient, den Wert der Arbeitskraft zu beziffern. Also, ich kann meinen Job auch für 100€ weniger im Monat machen, aber dann werde ich vom Arbeitgeber halt als weniger wertvoll betrachtet. Und ich muss auch nicht 1000€ jeden Monat sparen können, aber das würde trotzdem heißen, dass ich ne gute Position hätte und vom Arbeitgeber als wichtig eingeschätzt würde.

    Ob das an und fü sich eine gute Art ist, Wertschätzung und Qualität zu messen, sei dahin gestellt (vgl. Diskussionen zum Grundeinkommen), aber es IST ja aktuell so, und es hilft auch keiner Mindestlohnkraft, wenn ich mich unter Wert verkaufe.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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