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  1. Senior Member Avatar von Ise
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Zitat Zitat von bwlstudent Beitrag anzeigen
    Warum eigentlich nicht? Die ist ja die einzige, die die Kosten verhindern könnte.
    Ich finde das würde weiterhin Frauen, die sex mit vielen verschiedenen Männern haben, stigmatisieren. Diese Zeiten sollten nun langsam mal vorbei sein.
    See the line where the sky meets the sea? It calls me!

  2. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Zitat Zitat von bwlstudent Beitrag anzeigen
    Warum eigentlich nicht? Die ist ja die einzige, die die Kosten verhindern könnte.
    Wodurch denn bitte? Keinen Sex haben, das wars dann aber auch.


    Das mit den Kosten scheint zur Zeit noch etwas umstritten zu sein, eine Auffassung gibt es, die die Kosten teilt zwischen der Mutter und dem Mann, der als potentieller Vater der Antragsgegner ist. Mit der Begründung, dass beide gleichermaßen zu dem Verdacht beigetragen haben durch den Sex in der Empfängniszeit. Ohne das näher durchdacht zu haben, scheint mir das erst mal nicht so schlecht eigentlich.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  3. Senior Member Avatar von Langspielplatte
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Es ist doch auch gar nicht mehr so, dass Frauen sich da einfach wilde Geschichte ausdenken können und damit durchkommen. Das wurde in den letzten Jahren ziemlich verschärft.
    If you know you're feeling this spiritually, let me hear you say 'yeah yeah'

  4. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Zitat Zitat von Ise Beitrag anzeigen
    Ich finde das würde weiterhin Frauen, die sex mit vielen verschiedenen Männern haben, stigmatisieren. Diese Zeiten sollten nun langsam mal vorbei sein.
    !

  5. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Zitat Zitat von Louja Beitrag anzeigen
    Der Gipfel der Absurdität wurde imho erreicht an der Stelle wo ein Vater durch Vergewaltigung Umgangsrecht bzw Sorgerecht erhält, bzw. die Mutter zu Umgang mit diesem Mann gezwungen werden kann.
    Ich will einfach nicht glauben dass solche Fälle schon vorkamen.
    Ja, das eh

  6. Urgestein
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    AW: Vaterschaftstest / Rechtslage

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    Wodurch denn bitte? Keinen Sex haben, das wars dann aber auch.
    Es ist ja nicht so, dass für eine Frau völlige Enthaltsamkeit nötig ist, um sich sicher sein zu können, wer der Vater ist. Der Zeitpunkt der Zeugung lässt sich (für die Frau) ja meistens doch einigermaßen eingrenzen (wesentlich besser als für den Mann). Wenn zwischen zwei Partnern wenigstens 2 Wochen liegen, wird man wohl in fast allen Fällen ziemlich sicher sein können, wer wirklich der Vater ist. Ganz zu schweigen von Nebenbedingungen wie Verhütung etc. Wenn das mal nicht so ist, dann riskiert man halt (als Frau), am Ende für die verbleibende Unsicherheit zahlen zu müssen. Es ist ja auch nicht so, dass man als Frau *nicht* unsicher bezüglich des Vaters sein darf. Es geht nur darum, dass man in meinen Augen zumindest die finanzielle Verantwortung dafür übernehmen sollte, den dann rauszufinden.

    Wenn ein Mann ungewollt Vater wird, heißts allgemein und auch hier im thread doch auch "selbst schuld", er hätte ja besser verhüten können oder keinen Sex haben können, jetzt ists halt so und hat die Verantwortung dafür. Ob die Frau ihn beispielsweise angelogen hat bezüglich ihrer eigenen Verhütung oder Sterilität, interessiert nicht. Er ist der Vater, hat die Ursache selbst (mit) gesetzt, und die Konsequenzen daraus (emotional und finanziell) hat er zu tragen.

    Ich finde, bezüglich der Unsicherheit der Vaterschaft kann man entsprechende Verantwortung der Frau durchaus zuschreiben.

    Abgesehen von der ursprünglich gesetzten Unsicherheit beim Moment der Zeugung ist es doch auch so, dass danach bei der Benennung der Vaterschaft durchaus unterschiedliche Sorgfalt vonseiten der Mutter aufgewandt wird. Es wird niemand bestreiten wollen, dass von manchen Müttern durchaus mal ein "gewünschter" Vater benannt wird, und nicht der wahrscheinliche. Dem wenigstens ein eigenes (insgesamt nicht finanziell ruinierendes) Kostenrisiko entgegenzusetzen, fände ich auch ethisch nicht falsch. Aus meinen Erfahrungen heraus bin ich überzeugt, dass es auch im gerichtlichen Vaterschaftsverfahren nicht selten Mütter gibt, die Männer wider besseres Wissen benennen, der Vater zu sein. Die Abgabe einer DNA-Probe an eine Behörde finde ich einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre. Es reicht eine einfache Behauptung durch eine Mutter, in dem betreffenden Zeitraum Sex mit diesem Mann gehabt zu haben, um einen Mann dazu zu zwingen. Die Motivationen, einen Mann als Vater zu benennen, können auch eher niedrigere Beweggründe haben. Solange ein Mann nicht nachweisen kann, im betreffenden Zeitraum im Ausland gewesen zu sein oder durchgehend im Knast gesessen zu haben, darf er antanzen und seine DNA-Probe abgeben. In solchen gerichtlichen Vaterschafts-Verfahren wird auf beiden Seiten gelogen, dass sich die Balken biegen. Nicht von jedem, aber man weiß eben nie, wer lügt, außer wenn am Ende das Testergebnis den Aussagen widerspricht oder sich die Aussagen im Verlauf ändern.

    Die angesprochene Stigmatisierung kann in meinen Augen am ehesten sein, als Frau gegenüber Behörden offenlegen zu müssen, mit wem man Sex hatte. Die Kosten dafür tragen zu müssen, wenn der angegebene Putativ-Vater am Ende doch nicht der Vater ist, finde ich keine zusätzliche Stigmatisierung, sondern man muß halt einfach dafür bezahlen, dass man seinem Kind die Unsicherheit der Vaterschaft eingebrockt hat. Ich glaube, dass eine solche Regelung helfen würde, so einige Verfahren abzukürzen. Zumindest bei uns war es damals (wie gesagt vor über 10 Jahren, aktuelle Zahlen habe ich nicht), so, dass die Minderheit (!) der angegebenen Putativ-Väter gemäß Testergebnis tatsächlich der Vater war.

    Das mit den Kosten scheint zur Zeit noch etwas umstritten zu sein, eine Auffassung gibt es, die die Kosten teilt zwischen der Mutter und dem Mann, der als potentieller Vater der Antragsgegner ist. Mit der Begründung, dass beide gleichermaßen zu dem Verdacht beigetragen haben durch den Sex in der Empfängniszeit. Ohne das näher durchdacht zu haben, scheint mir das erst mal nicht so schlecht eigentlich.
    Argumente dafür, die Kosten zwischen Mann und Frau aufzuteilen, wie du ansprichst, gibt es sicherlich auch.

    Wenn die Mutter zumindest einen *Teil* des Kostenrisikos selbst trägt, könnte bereits das dazu beitragen, dass sie größere Sorgfalt bei der Benennung der potentiellen Väter an den Tag legt und somit tatsächlich prozentual mehr Väter benannt werden, die auch tatsächlich infrage kommen. Wenn weniger Leute benannt werden, die genau wissen, dass sie nicht der Vater sein können, kann man durchaus argumentieren "du hattest immerhin mit ihr Sex, an den Kosten für die Vaterschafts-Feststellung mußt du dich jetzt auch beteiligen". Auch wenn ich die größere Verantwortung diesbezüglich weiterhin aufseiten der Frau sehe.
    Geändert von bwlstudent (10.08.2019 um 12:07 Uhr)

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