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  1. Alter Hase

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    interessant.
    Ich hab ja auch immer mal wieder Tage, wo mir Aufstehen (geschweige denn duschen oder Jeans anziehen) zu viel ist.
    Aber damit ich mich "aufgestanden" fühle, reicht mir echt ne Jogginghose und n altes Shirt.
    Ja, es ist halt ein Teufelskreis. Ich fühl mich auch oftmals zu energielos dafür, aber wenn ich es nicht mache, fühle ich mich noch schlechter und ich hab irgendwie keine Quelle, aus der ich schöpfen kann. Und je öfter ich mich wieder "schick" mache, desto leichter und normaler wird es wieder.

    Meine Oma war sowas, was man vermutlich Grand dame nennen kann, sie hat mir das schon sehr früh vorgelebt und auch eingebleut, dass man sich körperlich nicht "aufgeben" darf. Sie meinte immer, das ist der Anfang vom Ende.

    Sie selbst hat bis fast kurz vor ihrem Tod mit über 100 immer wie aus dem "Ei gepellt" ausgesehen - geduscht, komplett angezogen, Haare schick gemacht, Ohrclips, Kette, Armbänder, ne schicke Brosche an der Bluse etc. Anders hätte sie auch nie die Tür aufgemacht.

  2. V.I.P.

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Was halt ein mega veraltetes Frauenbild reproduziert. Eine Frau die sich nicht schick macht, hat sich "aufgegeben"...
    Oder man müsste vorzeigbar sein und ein angenehmer Anblick.

    Ich kann verstehen, was es ausmacht, wenn man sich mal wieder öfter duscht oder die Haare wäscht und mal MakeUp auflegt - geht mir ja nicht anders.

    Aber ich finde es auch wahnsinnig wichtig sich zu fragen, woher diese Themen kommen und ob man sich nicht einfach nur ein schlechtes Gewissen einreden lässt, von strukturellem Sexismus, weil man ein bisschen ungewaschen ist und nicht nach Blümchen duftet
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. V.I.P.

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Bei mir war es tatsächlich oft eher so dann verstärkt auf mein Äußeres geschaut zu haben (im Sinne von mich besser anziehen und Zeit in die Kleiderauswahl zu stecken, mich zu schminken, Nägel zu lackieren usw) wenn ich mich nicht so gut oder unsicher fühlte und unzufrieden war.

    Fühle ich mich gut habe ich hingegen kein Problem damit "schlecht" auszusehen (wobei ich immer saubere Kleidung trage, auch daheim, denn mit Flecken fühle ich mich ungepflegt. Löcher stören mich interessanter Weise nicht so).
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  4. V.I.P.

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Und ja zu dem was Sarah sagt.

    In manchen Ländern werden zwar auch Jungs so erzogen sehr auf ihr Aussehen zu achten (in Italien ist etwa eine Bella Figura zu machen für Männer ebenfalls sehr wichtig), aber tendenziell trifft Frauen das Thema natürlich ganz anders, allein schon, weil "gepflegt" auszusehen für Frauen häufig geschminkt zu sein inkludiert.

  5. Alter Hase

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Was halt ein mega veraltetes Frauenbild reproduziert. Eine Frau die sich nicht schick macht, hat sich "aufgegeben"...
    Oder man müsste vorzeigbar sein und ein angenehmer Anblick.

    Ich kann verstehen, was es ausmacht, wenn man sich mal wieder öfter duscht oder die Haare wäscht und mal MakeUp auflegt - geht mir ja nicht anders.

    Aber ich finde es auch wahnsinnig wichtig sich zu fragen, woher diese Themen kommen und ob man sich nicht einfach nur ein schlechtes Gewissen einreden lässt, von strukturellem Sexismus, weil man ein bisschen ungewaschen ist und nicht nach Blümchen duftet
    Ja, das stimmt.

    Wobei sich das in ihre speziellen Fall auch auf Jungs/Männer bezogen hat. Mein Bruder durfte sich auch oft was anhören, wenn das Hemd nicht in der Hose gesteckt hat, er nicht frisch rasiert war oder die Schuhe fleckig waren.

    In der Tendenz würde ich aber auch sagen, dass sie das Männern eher "verziehen" hätte als Frauen.

  6. V.I.P.

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Bei mir war es tatsächlich oft eher so dann verstärkt auf mein Äußeres geschaut zu haben (im Sinne von mich besser anziehen und Zeit in die Kleiderauswahl zu stecken, mich zu schminken, Nägel zu lackieren usw) wenn ich mich nicht so gut oder unsicher fühlte und unzufrieden war.

    Fühle ich mich gut habe ich hingegen kein Problem damit "schlecht" auszusehen (wobei ich immer saubere Kleidung trage, auch daheim, denn mit Flecken fühle ich mich ungepflegt. Löcher stören mich interessanter Weise nicht so).
    Gut was du da sagst mit dem "schlecht" aussehen. Weil, was ist denn "schlecht"?
    Und wenn ich dann teilweise mitkriege, dass unrasierte Beine schon als komplette Selbstaufgabe interpretiert wird, oder der fehlende Lidstrich als beginnende Depression (Disclaimer: nicht hier) - dann frag ich mich immer mehr - fühlen wir uns schlecht weil es uns die Gesellschaft so vorgibt?
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  7. Alter Hase

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Gut was du da sagst mit dem "schlecht" aussehen. Weil, was ist denn "schlecht"?
    Und wenn ich dann teilweise mitkriege, dass unrasierte Beine schon als komplette Selbstaufgabe interpretiert wird, oder der fehlende Lidstrich als beginnende Depression (Disclaimer: nicht hier) - dann frag ich mich immer mehr - fühlen wir uns schlecht weil es uns die Gesellschaft so vorgibt?
    Das ist ja immer sehr schwer zu trennen, was die Gesellschaft vorgibt und was "aus uns heraus" kommt. Ich mag auch keine stark behaarten Beine an mir und fühle mich damit "ungepflegt".

    Das kann man zwar kritisch hinterfragen, warum das so ist, aber es ändert leider nichts an dem Gefühl.

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Naja tatsächlich wenn ich richtig gut drauf bin, geh ich auch mit Wolfsbehaarung und Shorts raus. Oder die Pickel sind mir egal, fettige Haare usw.
    Wenn ich schlecht drauf bin, wäre sichtbare Beinbehaarung nicht drin (die Lösung ist dann meistens allerdings ne lange Hose). Und schlechte Haut oder Haare machen mich unglücklich.
    Auch die genaue Auswahl der Kleidung ist wichtiger, wenns mir schlecht geht.

  9. Newbie

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von Petrillo Beitrag anzeigen
    Ja, ich war mal länger krank und hatte dadurch auch psychisch eine schwierige Phase, und mich wieder so anzuziehen und zurechtzumachen wie vorher (nix besonderes, aber einfach wie mein vorheriges ich) war für mich irgendwie ein sehr wichtiger Schritt dabei. Und wie sehr mich plötzlich mein Krank-Rumvegetier-Äußeres genervt hat, hat mir auch ein bisschen Sicherheit vermittelt, dass ich wieder bereit fürs normale Leben bin.

    (Das heißt aber nicht, dass ich heute keine Gammeloutfits mehr trage.)
    Ich lebe ja schon mein halbes Leben mit psychischen Erkrankungen und chronischen Depressionen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit.

    Mir persönlich hilft es tatsächlich sehr, mich jeden Tag zu duschen, und meistens auch dezent zu schminken. Ich kenne dieses Gefühl, wenn gar nichts mehr geht natürlich zur Genüge und Depressionen sind ja auch sehr individuell, aber in den letzten Jahren, in denen ich zuhause bin, habe mir diesen Routinen sehr geholfen, auch wenn es manchmal wahnsinnig anstrengend ist.

    Dabei ist es mir aber völlig egal, was andere denken, denn ich bin tatsächlich auch öfter schon in Schlafsachen draußen gewesen, Jacke drüber, gut ist.

    Duschen, Schminken, Parfüm und Schmuck mache ich nur für mich, weil es meinem Wohlbefinden zuträglich ist.

  10. Fresher

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Ich schminke mich nach wie vor jeden Tag, obwohl HO, da ich täglich das Haus verlasse und ungeschminkt nicht auf die Straße gehe. Seitdem Maske fast überall ständig getragen werden muss, verzichte ich aber auf Makeup und meistens auch auf Lippenstift. Parfum trage ich seltener. Richtige Gammelkleidung gibt es bei mir nicht. Ich ziehe mich morgens "vernünftig" an und gehe mit diesen Sachen auch raus. Das hat bei mir auch was mit wohlfühlen zu tun und dem Gefühl das Leben im Griff zu haben. Deswegen mache ich auch jeden Tag das Bett (;
    Jogginghose trug ich auch vor Corona gerne und oft, auch draußen. Neu sind Leggings. Ich trage zum Beispiel gerne Leggings mit langen Shirts, Blusen oder Pullis, manchmal auch mit einem Jacket obendrüber. Vor Corona trug ich sowas nie. Bequemlichkeit ist mir noch mal deutlich wichtiger geworden. Eine Trennung zwischen Drinnen- und Draußensachen gab es nicht wirklich, eher eine Trennung zwischen Alltags- und Ausgehsachen. Die meisten Ausgehsachen habe ich in den Keller geräumt, weil die selten bequem und mir für den Alltag oft too-much sind.

  11. Regular Client

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Aber damit ich mich "aufgestanden" fühle, reicht mir echt ne Jogginghose und n altes Shirt.
    Bei mir ist das der BH. ich glaube, ich könnte auch nur in Unterwäsche vorm PC sitzen und arbeiten, aber ich muss einen BH anhaben
    (Ich trage aber eben auch nur zum schlafen keinen)

    For the record übrigens noch: meine Mitbewohnerin geht jeden Morgen ungeschminkt, ungekämmt etc. aus dem Haus und in Arbeitskleidung so Richtung Blaumann. Nach der Arbeit, wenn sie wieder zuhause ist, zieht sie dann oft richtig schicke Outfits an und schminkt sich etc. - einfach, weil sie es schön findet und aus Langeweile.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  12. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von Petrillo Beitrag anzeigen
    und mich wieder so anzuziehen und zurechtzumachen wie vorher (nix besonderes, aber einfach wie mein vorheriges ich) war für mich irgendwie ein sehr wichtiger Schritt dabei. Und wie sehr mich plötzlich mein Krank-Rumvegetier-Äußeres genervt hat, hat mir auch ein bisschen Sicherheit vermittelt, dass ich wieder bereit fürs normale Leben bin.

    (Das heißt aber nicht, dass ich heute keine Gammeloutfits mehr trage.)
    Ja, das ging mir genauso! Das mit dem vorherigen Ich ist auch genau das, was ich meine! Ich trage auch sehr gerne Gammeloutfits, aber wenn ich das über einen längeren Zeitraum ausschließlich mache, ist das ein schlechtes Zeichen, weil ich dafür eigentlich zu gerne mit Klamotten experimentiere. Das bin dann nicht mehr ich.

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    interessant.
    Ich hab ja auch immer mal wieder Tage, wo mir Aufstehen (geschweige denn duschen oder Jeans anziehen) zu viel ist.
    Aber damit ich mich "aufgestanden" fühle, reicht mir echt ne Jogginghose und n altes Shirt.
    Ja, wie gesagt, welche Kleidung das dann im Einzelnen ist, ist ja auch komplett individuell, das sieht man ja auch an den weiteren Beiträgen, für manche ist es ja offensichtlich genau umgekehrt ein gutes Zeichen, wenn sie Gammeloutfits tragen. Das kann man ja gar nicht pauschalisieren. Hauptsache man fühlt sich wohl.

    Und ich fühle mich halt in Jogginghose außerhalb von Bett und Sofa unwohl, einfach weil das für mich quasi dasselbe ist wie ein Schlafanzug. Es ist auch völlig egal, ob mich damit jemand sieht oder nicht, es ist für mich einfach kein Outfit, in dem ich mich gut bewegen und Dinge erledigen kann, sondern eins, in dem ich schlafe oder rumhänge und das mache ich eh schon mehr als mir lieb ist.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von feminista Beitrag anzeigen
    aber in den letzten Jahren, in denen ich zuhause bin, habe mir diesen Routinen sehr geholfen, auch wenn es manchmal wahnsinnig anstrengend ist.
    Ja, das geht mir genauso. Ich glaub es ist aber auch nochmal ein Unterschied, ob man krankheitsbedingt länger zuhause ist, während alle anderen ihr normales Leben weiterleben oder ob man pandemiebedingt gleichzeitig mit nem großen Teil der anderen im HO ist und es einem dabei körperlich und psychisch halbwegs gut geht (Disclaimer: letzteres ist natürlich bei vielen nicht der Fall, aber die meine ich damit jetzt auch nicht, das soll hier kein Betroffenheitswettbewerb werden, es ist nur einfach ne andere Situation, ganz ohne Wertung). Ich glaub im ersten Fall muss man sich schon aktiv selbst mehr Routinen schaffen (und wenn es erstmal nur aufstehen, waschen/duschen und anziehen ist), einfach weil man keine hat (und auch wenig Energie), sich auch häufig noch gesellschaftlich abgehängt fühlt und sonst einfach Gefahr läuft, komplett vor die Hunde zu gehen. Das hat dann auch weniger mit gesellschaftlichen Erwartungen an das Aussehen von Frauen zu tun und mehr mit Selbstwertgefühl.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  14. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ja, wie gesagt, welche Kleidung das dann im Einzelnen ist, ist ja auch komplett individuell, das sieht man ja auch an den weiteren Beiträgen, für manche ist es ja offensichtlich genau umgekehrt ein gutes Zeichen, wenn sie Gammeloutfits tragen. Das kann man ja gar nicht pauschalisieren. Hauptsache man fühlt sich wohl.
    Ja, das eh.
    Ich finde es, glaube ich, auch einfach krass, wieviel Einfluss Klamotten auf euer Wohlbefinden haben.
    Für mich sind die eher Symptom, genau wie das Ordnungslevel in der Wohnung.
    Wenn ich Energie für sowas habe, dann mach ich das. Dann zieh ich mich morgens an, räum auf, schminke mich auch manchmal aus Langeweile und dusche abends.
    Andersrum funktioniert es bei mir aber leider nicht, es kostet immer Energie.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Aber ich finde es auch wahnsinnig wichtig sich zu fragen, woher diese Themen kommen und ob man sich nicht einfach nur ein schlechtes Gewissen einreden lässt, von strukturellem Sexismus, weil man ein bisschen ungewaschen ist und nicht nach Blümchen duftet
    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Gut was du da sagst mit dem "schlecht" aussehen. Weil, was ist denn "schlecht"?
    Und wenn ich dann teilweise mitkriege, dass unrasierte Beine schon als komplette Selbstaufgabe interpretiert wird, oder der fehlende Lidstrich als beginnende Depression (Disclaimer: nicht hier) - dann frag ich mich immer mehr - fühlen wir uns schlecht weil es uns die Gesellschaft so vorgibt?
    Grundsätzlich stimme ich Dir da natürlich zu, aber ich würde da schon auch nochmal unterscheiden zwischen "nicht duschen" und "fehlender Lidstrich" und natürlich auch den Gründen, aus denen man das (nicht) macht. Mal ein, zwei Tage nicht duschen, weil man keine Lust drauf und sich eh kaum bewegt hat und sich dabei aber eigentlich wohlfühlen (wenn denn die gesellschaftlichen Zwänge nicht wären), ist schon was sehr anderes als es nicht zu machen, weil man es einfach nicht auf die Kette kriegt, obwohl man sich schon richtig unwohl fühlt. Genauso verhält es sich ja mit Kleidung. In Jogginghose vorm Rechner hocken, weil es einfach bequemer ist, ist was anderes, als jeden Tag dieselben ollen Sachen vom Wäscheständer fischen, obwohl man die schon nicht mehr sehen kann, weil man einfach keine Energie für was anderes hat. Da kann es dann eben ein gutes Zeichen sein, wenn man doch mal wieder das nette Kleidchen aus dem Schrank nimmt oder meinetwegen auch die "gute" Jogginghose mit den Kätzchen drauf statt die olle verwaschene mit den Löchern. Ich finde das Thema hat viele Grautöne und nicht nur schwarz und weiß und vielleicht gehen wir hier auch alle von zu unterschiedlichen Ausgangssituationen aus, um es wirklich vergleichen zu können.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

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  16. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Ja, das eh.
    Ich finde es, glaube ich, auch einfach krass, wieviel Einfluss Klamotten auf euer Wohlbefinden haben.
    Für mich sind die eher Symptom, genau wie das Ordnungslevel in der Wohnung.
    Wenn ich Energie für sowas habe, dann mach ich das. Dann zieh ich mich morgens an, räum auf, schminke mich auch manchmal aus Langeweile und dusche abends.
    Andersrum funktioniert es bei mir aber leider nicht, es kostet immer Energie.
    Das ist bei mir sehr ähnlich, aber deshalb sehe ich es eben immer als gutes Zeichen, wenn ich die Energie dafür habe.

    Der Unterschied ist vielleicht dann eher, dass ich mich in schlumpigen Klamotten auch schlumpig und nicht "ich" fühle. Ich bin da aber auch einfach sehr empfindlich, mir sind locker geschnittene Klamotten immer im Weg (ich hab einen Hoodie, den ich echt nur zum Gammeln anziehen kann, weil der gefühlt selbst beim Händewaschen schon immer halb im Waschbecken hängt ) und ich kann mich in engeren (aber stretchigen) Sachen sehr viel besser bewegen. Aber ich kaufe deshalb jetzt auch entsprechend ein und hab nur noch bequeme Outfits, die trotzdem 100%ig meinem Stil entsprechen und in denen ich mich wohlfühle, Problem gelöst.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

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  17. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Ich hab heute, inspiriert von eurer Leggings-Liebe, Leggins angehabt.
    Meine Mitbewohnerin hat gefragt, wann ich Sport mache, mein Mitbewohner hat gefragt, wann ich zum Sport gehe, und wenn ich mit angewinkelten Beinen aufm Stuhl hocke, schnürt sie mir die Zirkulation im Unterschenkel ab.

    Und das, wo ich kurz vor der Fabletics-Anmeldung war!
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  18. Senior Member

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Das mit der abgeschnürten Zirkulation ist natürlich Kacke, aber die Fragen deiner Mitbewohner*innen sollten doch irrelevant sein für deine Kleiderwahl.

  19. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Es war auch eher ein Zeichen dafür, wie ungewöhnlich das ist.
    Meine Mitbewohnerin lebt in Leggins.

    Ok, sie hat Baumwollleggins und meine sind so 3/4-Sportleggins gewesen, eventuell hatte das n Einfluss
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    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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  20. Ureinwohnerin

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    AW: Wem ist das eigene Aussehen komplett egal und warum?

    Das könnte auch der Grund für das Abschnüren der Blutzufuhr gewesen sein.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

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