+ Antworten
Seite 29 von 38 ErsteErste ... 192728293031 ... LetzteLetzte
Ergebnis 561 bis 580 von 753
  1. Get a life! Avatar von Sorglos
    Registriert seit
    18.11.2004
    Beiträge
    64.557

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Ich empfand Luna nicht so sozialkritisch sondern eher in feministischen Themen verortet und außerdem sicherer, pointierter in ihrer Argumentationsstruktur.
    Alte, ich hock aufm Klo und hab nur die linke Hand zum Töten!

  2. Member Avatar von pilzfee
    Registriert seit
    26.05.2008
    Beiträge
    1.415

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    das stimmt beides, aber ihr würde ich auch zutrauen damit spielen zu können.
    Wer lebt stört.

  3. Junior Member
    Registriert seit
    18.06.2018
    Beiträge
    547

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Sorglos Beitrag anzeigen
    Ich empfand Luna nicht so sozialkritisch sondern eher in feministischen Themen verortet und außerdem sicherer, pointierter in ihrer Argumentationsstruktur.
    Ich empfinde meine Argumente hier als recht pointiert, aber Menschen, die keinen grundlegenden Anstoß an der Eigentumsverteilung nehmen, das Problem von Eigentum zu erklären, ist ein bisschen so wie eine PowerPoint-Präsentation meiner letzten Urlaubsbilder vor einer Gruppe Blinder zu halten.
    Nach unglaublichen dreißig Seiten meint die TE immer noch, dass sie wegen einer Immobilie in Schwabing nicht „reich“ ist, wie auch immer man das für sich definiert, und GuMi findet sich nicht privilegiert, nur weil sie die Möglichkeit hatte in Kanada ein neues Leben anzufangen. Es wäre einfacher, einen Raum voller Atheisten davon zu überzeugen, der katholischen Kirche beizutreten, als hier über Besitzverhältnisse zu diskutieren.

    Und um zu wissen, dass Eliza mal Eliza hieß, muss man aber auch wirklich kein Drittnick sein.

  4. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.264

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Wenn es dir nicht nur ums Trollen ging, wieso krallst du dich so an der TE und GuMi fest und diskutierst nicht sachlich mit denen, die dir in Punkten zugestimmt haben und ihre Priviligiertheit eingestehen, was du ja scheinbar sehr wichtig findest um überhaupt eine Diskussion zu führen.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  5. Junior Member
    Registriert seit
    18.06.2018
    Beiträge
    547

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Ich habe versucht sachlich zu diskutieren, scheint aber nicht möglich zu sein. Erst wird mir vorgeworfen, ich würde nicht differenzieren, wenn ich das aber tue und unterscheide, über wie viele Generationen Eigentum angehäuft wurde und in welcher Generation ein Bildungs-/Wohlstandsaufstieg vollzogen wurde, wird mir gesagt das wäre irrational und ich würde über Nacht meine Meinung ändern. Und wenn ich - auf Nachfrage! Ich hätte es sonst nicht erzählt - die Umstände meiner Familie erläutere, werden Witze darüber gemacht (Häuschen an der Wolga, haha, wie lustig), dass ich ein Opfernarrativ fahre und in Russland die Eigentumsquote bei 94% liegt (was mit Sicherheit nicht an den letzten dreißig Jahren, sondern an den Jahreszeiten davor liegt - also Eigentor für euch? Das gleiche „Argument“ wurde auch für Rumänien und Bulgarien genannt, aber dass die Eigentumsquote dort so hoch ist, isr doch keine Errungenschaft des Kapitalismus? Und das Eigentum dort ist viel simpler und nicht vergleichbar mit deutschen Standards, zumindest in ländlichen Regionen.) und so Quark entgegnet wie dass die „reichen Leute“ ja auch mal arm waren und es in jeder Familienschichte Armut gibt, wenn man nur weit genug zurückgeht. Meint ihr nicht, dass das eine extrem asoziale Reaktion ist? Asozialer als meine Sozialkritik, die mir hier so angekreidet wird. Jemand erzählt euch „Hey, meine Familie war arm und das ist noch nicht lange her“ und ihr sagt „Jeder war mal arm, heul nicht rum, mach was draus!“. Warum soll ich da weiterhin sachlich argumentieren und diskutieren? Ich habe nicht den Eindruck, dass meine Beiträge von den Leuten, mit denen ich diskutieren will, weil sie anderer Meinung sind (die Leute, die ähnlicher Meinung sind, nehme ich zur Kenntnis, aber ich versuche ja auch nicht den Papst zum Katholizismus zu konvertieren, wäre ein bisschen überflüssig - da gibt es nichts zu diskutieren) in einer Weise registriert werden, die es wert ist, sich hier weiter zu engagieren.
    Geändert von DebbieDowner (18.09.2019 um 17:20 Uhr)

  6. Stranger Avatar von meh
    Registriert seit
    16.09.2019
    Beiträge
    83

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    großartiger thread, bym at its worst!

    Vor ein paar jahren wäre debbies meinung hier noch forumskonsens gewesen. aber mittlerweile stehen die meisten hier halt ganz gut im leben, das studium abgeschlossen, der ordentlich bezahlte job ist da - so fallen flirtereien mit dem einst so verhassten neoliberalismus natürlich leichter.

    denn wer nur fleißig genug arbeitet, der kann sich auf jeden fall ein haus oder die eigentumswohnung ooooder die auswanderung nach kanada leisten. man darf nur nicht die kohle für urlaub oder teuere hifi-anlagen raushauen, wie es die ganzen dummen mieter halt so tun alle. #opfernarrativ #kuchen essen

    derbes lowlight auch die TE, welche schon tödlich beleidigt ist bei der bloßen erwähnung, dass sie ganz eventuell nur, alles spekulation natürlich, vielleicht doch nicht zur schnöden mittelschicht gehört, wenn bereits ihre omma diverse eigentumswohnungen in fucking schwabing besessen hat!

    von daher danke an debbie, dass sie überhaupt so lange diskutiert hat, vor allem nachdem die üblichen verdächtigen sich wieder einmal gemeinschaftlich in ihrer überlegenheit gesuhlt haben.

  7. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.264

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    ‚Vor ein paar Jahren‘ und ‚die üblichen Verdächtigen‘?

    Dabei hast du dich doch gerade erst angemeldet......
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  8. Enthusiast Avatar von Blaubeerkuchen
    Registriert seit
    19.10.2005
    Beiträge
    843

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Nee, sie hat sich doch am 18.06.18 angemeldet

  9. Stranger Avatar von meh
    Registriert seit
    16.09.2019
    Beiträge
    83

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    vielleicht bin ich ja ein drölft-nick??

  10. Member Avatar von EstellaLacht
    Registriert seit
    23.03.2012
    Beiträge
    1.710

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    debbie / meh, ich stimme dir / euch in vielen punkten zu, aber bzgl. der TE seh ich es so wie chisa:

    Zitat Zitat von Chisa Beitrag anzeigen
    na klar ist erben, bzw. eher die tatsache, dass in deutschland reichtum immer noch primär weitervererbt wird und es auch beim sich wohlstand erarbeiten können keine chancengleichheit gibt und damit bestehende ungerechtigkeiten nur weiter zementiert statt aufgelöst werden, ein problem. und natürlich kann und sollte man darüber diskutieren. aber doch bitte nicht indem man die te, die eine für ihre zwecke wahrscheinlich nicht völlig überdimensionierte wohnung in einem bis eineinhalb jahren aus nachvollziehbaren gründen selbst nutzen möchte und sich ansonsten keine angemessene wohnung in der nähe ihrer familie leisten könnte, persönlich angreift und es so darstellt als müsste sie nun persönlich stark zurückstecken, indem sie die wohnung nicht nutzt und stattdessen für vermutlich zu viel geld das sie nicht hat eine viel kleinere und schlechter gelegene wohnung anmietet, um die probleme auf der systematischen ebene zu korrigieren. das ist doch absurd.

    und natürlich ist es ungerecht, dass manche leute das glück haben, eine eigentumswohnung in schwabing geerbt zu haben und andere keine perspektive haben, sich jemals auch nur die miete für eine solche leisten zu können. und natürlich ist es nachvollziehbar, dass man darauf auch mal neidisch ist, vor allem wenn man eher zur zweiten gruppe gehört. aber hier wird ja teilweise so getan, als wären personen, die die eine wohnung die sie glücklicher weise geerbt haben mit ihrer neuen familie bewohnen wollen das problem der gesellschaft und über eine größere anzahl von wohnungen verfügende, ihre mieter bis und über die grenzen von anstand und gesetz schröpfende vermieter für die wohnraum ein reines spekulationsobjekt ist.

  11. Stranger Avatar von Waffeleis
    Registriert seit
    07.08.2019
    Beiträge
    8

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von meh Beitrag anzeigen
    denn wer nur fleißig genug arbeitet, der kann sich auf jeden fall ein haus oder die eigentumswohnung ooooder die auswanderung nach kanada leisten. man darf nur nicht die kohle für urlaub oder teuere hifi-anlagen raushauen, wie es die ganzen dummen mieter halt so tun alle. #opfernarrativ #kuchen essen
    es geht doch auch alles gleichzeitig! bym fliegt gerne oft und weit weg in den urlaub UND hat ein monatsgehalt-sofa zuhause stehen (kein mindestlohn monatsgehalt versteht sich) UND hat eigentum im kinderfreundlichen neubaugebiet (aber nur die stillosen verschanzen sich hinter einer gabione) UND noch zwei teure kinder UND edle markenkleidung statt des 20 euro c&a kleides (nee, ohne dabei immer faire mode zu kaufen). aber zumindest privilegiert oder auch wohlhabend geschweige denn reich ist man deshalb doch lange noch nicht!!!11!1
    Geändert von Waffeleis (18.09.2019 um 18:59 Uhr)

  12. Stranger Avatar von meh
    Registriert seit
    16.09.2019
    Beiträge
    83

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von EstellaLacht Beitrag anzeigen
    debbie / meh, ich stimme dir / euch in vielen punkten zu, aber bzgl. der TE seh ich es so wie chisa:
    ja nee, natürlich soll die te in ihre wohnung einziehen. ich denke kaum einer mit ihren möglichkeiten würde anders handeln.

    aber sich hier als armes hascherl hinzustellen, dinge runterzuspielen, dass das gar nichts besonderes ist so eine eigentumswohnung in einer sauteuren stadt..naja...
    check your privilege?

  13. Member Avatar von EstellaLacht
    Registriert seit
    23.03.2012
    Beiträge
    1.710

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von meh Beitrag anzeigen
    ja nee, natürlich soll die te in ihre wohnung einziehen. ich denke kaum einer mit ihren möglichkeiten würde anders handeln.

    aber sich hier als armes hascherl hinzustellen, dinge runterzuspielen, dass das gar nichts besonderes ist so eine eigentumswohnung in einer sauteuren stadt..naja...
    check your privilege?
    zu 1.: ihr wurde nahe gelegt, nicht oder erst wesentlich später (nach abitur des älteren kindes) einzuziehen.
    zu 2.: ja, natürlich ist es etwas besonderes!

  14. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.264

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Huch das werden ja immer mehr Stranger
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  15. Junior Member
    Registriert seit
    18.06.2018
    Beiträge
    547

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von meh Beitrag anzeigen
    großartiger thread, bym at its worst!

    Vor ein paar jahren wäre debbies meinung hier noch forumskonsens gewesen. aber mittlerweile stehen die meisten hier halt ganz gut im leben, das studium abgeschlossen, der ordentlich bezahlte job ist da - so fallen flirtereien mit dem einst so verhassten neoliberalismus natürlich leichter.

    denn wer nur fleißig genug arbeitet, der kann sich auf jeden fall ein haus oder die eigentumswohnung ooooder die auswanderung nach kanada leisten. man darf nur nicht die kohle für urlaub oder teuere hifi-anlagen raushauen, wie es die ganzen dummen mieter halt so tun alle. #opfernarrativ #kuchen essen

    derbes lowlight auch die TE, welche schon tödlich beleidigt ist bei der bloßen erwähnung, dass sie ganz eventuell nur, alles spekulation natürlich, vielleicht doch nicht zur schnöden mittelschicht gehört, wenn bereits ihre omma diverse eigentumswohnungen in fucking schwabing besessen hat!

    von daher danke an debbie, dass sie überhaupt so lange diskutiert hat, vor allem nachdem die üblichen verdächtigen sich wieder einmal gemeinschaftlich in ihrer überlegenheit gesuhlt haben.
    Und wer sich kein Eigentum in Westdeutschland leisten kann, der soll halt in den Ostern! (Oder nach Pirmasens) Wie hier häufiger erwähnt wurde, sind die Jobchancen in diesem und jenem Kaff gar nicht so schlecht, muss man halt seine Erwartungen runterschrauben!! Alles nur eine Frage der Perspektive!

    Als diese eine CSU Politikerin neulich meinte, (als es darum ging, dass man selbst mit Baföghöchstsatz und 450 Eurojob in München oder Hamburg kaum mehr leben, nur noch überleben kann), dass ja nicht jeder nach München oder Hamburg oder Berlin muss und es auch in Zwickau oder Cottbus schön ist, haben alle den Kopf geschüttelt und sich über diese als Fairness proklamierte Zweiklassengesellschaft aufgeregt, aber die gleiche Rhetorik geht bei Bym im Jahr 2019 klar.

  16. V.I.P. Avatar von GuteMiene
    Registriert seit
    29.12.2013
    Ort
    Vancouver
    Beiträge
    16.274

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Huch das werden ja immer mehr Stranger
    Pandora’s box...
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  17. Enthusiast Avatar von Blaubeerkuchen
    Registriert seit
    19.10.2005
    Beiträge
    843

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Was willst du eigentlich konkret?

    Was hast du denn bisher getan um aus deiner selbst proklamierten unterprivilegierten Situation herauszukommen?
    Mich würde ernsthaft interessieren welchen Lebensweg du gehst, was du studierst/studiert hast, in welcher Stadt, wo du lebst, wo und wie du gerne leben möchtest. Du hängst dich hier seit Tagen an Schwabing und Eigentumswohnung auf und greifst die TE an - dann erzähl doch auch mal von deiner aktuellen Situation und nicht von deiner Urgroßmutter. Davon wie du deine Situation gestaltest, verändertst ... anstatt immer nur anzuklagen.

  18. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
    Registriert seit
    25.01.2002
    Beiträge
    22.734

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von DebbieDowner Beitrag anzeigen
    Und wer sich kein Eigentum in Westdeutschland leisten kann, der soll halt in den Ostern! (Oder nach Pirmasens) Wie hier häufiger erwähnt wurde, sind die Jobchancen in diesem und jenem Kaff gar nicht so schlecht, muss man halt seine Erwartungen runterschrauben!! Alles nur eine Frage der Perspektive!

    Als diese eine CSU Politikerin neulich meinte, (als es darum ging, dass man selbst mit Baföghöchstsatz und 450 Eurojob in München oder Hamburg kaum mehr leben, nur noch überleben kann), dass ja nicht jeder nach München oder Hamburg oder Berlin muss und es auch in Zwickau oder Cottbus schön ist, haben alle den Kopf geschüttelt und sich über diese als Fairness proklamierte Zweiklassengesellschaft aufgeregt, aber die gleiche Rhetorik geht bei Bym im Jahr 2019 klar.

    also mit verlaub: mit dem aktuellen bafög höchstsatz plus 450 euro job hat man fast 1200 euro im monat. als studi hat man zudem im schnitt diverse vergünstigungen im vergleich zu leuten, die nicht eingeschrieben sind (günstiges essen in der mensa, vergünstigtes ticket für die öffis etc.). sicher muss man mit dem betrag in teuren städten schon aufs geld schauen. und mir ist klar, dass man, je nach genauem studium, auch ausgaben hat, die ottonormalarbeitnehmer nicht haben. und mir ist auch bewusst, dass es studiengänge und lebensumstände gibt, die es phasenweise nicht zulassen, überhaupt noch parallel einen minijob zu machen. und ich finde, dass es für solche fälle zu wenige möglichkeiten zusätzlicher unterstützung gibt. aber man kann nun wirklich nicht sagen, dass man von fast 1200 euro im monat nur gerade so überleben kann. auch wenn man in hamburg oder münchen wohnt. und dass man für die absehbar begrenzte zeit eines studiums eher sparsam leben muss, finde ich tatsächlich in ordnung.
    love is a litany, a magical mystery

  19. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
    Registriert seit
    25.01.2002
    Beiträge
    22.734

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Blaubeerkuchen Beitrag anzeigen
    Nee, sie hat sich doch am 18.06.18 angemeldet

    ich denke, sarah meinte meh und die ist erst seit gestern hier angemeldet
    love is a litany, a magical mystery

  20. Junior Member
    Registriert seit
    18.06.2018
    Beiträge
    547

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Klar, wenn man tatsächlich den Höchstsatz kriegt (das ist ja wirklich selten) und ein Fach studiert, bei dem man jeden Monat so viel arbeiten kann, dass man auf 450 Euro kommt, geht das natürlich. Und es ist auch okay als Student eine Weile sparsam leben zu müssen, aber es gab auch noch Zeiten, also da erinnere ich mich konkret auch noch hier bei Bym, da hat das Bafög für Miete/Essen/Fixkosten gereicht und der Minijob war für Klamotten/Urlaub/„Luxus“ und das ist halt heute nicht mehr so, den Minijob braucht man, um sich über Wasser zu halten und die Miete und Fixkosten zu decken und kann davon nicht in den Semesterferien nach Südamerika. Das Geld, das man beim Minijob verdient, ist im Gegensatz zu vor zehn Jahren also durchaus zum „überleben“ notwendig und nicht einfach nur ein fakultativer Zusatzgewinn, ohne den man auch so klar käme. Wenn man vor zehn Jahren in Berlin ein WG-Zimmer für 250 bis 350 Euro hatte, war das nicht ungewöhnlich und da blieb noch genug für die Basics. Aber bei Zimmermieten, die heute das doppelte kosten, ist das einfach nicht mehr der Fall und Arbeiten ist keine Prioritätenfrage (es gab ja auch früher Studenten mit Bafög, die sich dazu entschieden haben, lieber im günstigen Wohnheimzimmer zu leben und kürzer zu treten und dafür nicht arbeiten zu müssen und mehr Zeit zum lernen/feiern/whatever zu haben) sondern ein Muss um ja, zu überleben. Allein ein Wohnheimzimmer zu bekommen ist doch heute bis auf Städte wie Pirmasens und Zwickau lol ein Ding der Unmöglichkeit.
    Geändert von DebbieDowner (18.09.2019 um 20:10 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •