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  1. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von pilzfee Beitrag anzeigen
    Finde ich eine beschissene elitäre Haltung. Die meisten würden sich wohl etwas Eigenes kaufen, wenn sie die finanziellen Mittel zu hätten. Denen die sich das nicht leisten dann einfach zu sagen: Ja damit muss man halt rechnen finde ich mehr als arrogant.
    Ich find es richtig mies, diese Einstellung gerade gegenüber einer Person ungefiltert anzubringen, die sich gerade Gedanken macht, wie sie das am verträglichsten umsetzen kann.

  2. Senior Member Avatar von love_for_me
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Das war zu dem Kommentar welches pilzfee zitiert hat:
    QUOTE=Maritty;1073147276]Ja aber ganz ehrlich, damit muss ich halt rechnen, wenn ich zur Miete wohne. Ich finde das dann immer so dämlich, klar ist das auch doof für die Mieter, aber hei, 10 Monate. Und es ist ja immer noch die Wohnung der Besitzer*in, soll sie*er dann irgendwo teuer zur Miete wohnen, nur damit die Mieter nicht raus müssen? Also fänd das was anderes, wenn 3 Monate Kündigungsfrist ist, aber 10? Und klar ist der Wohnungsmarkt angespannt, aber sollen deswegen die, die eine Wohnung besitzen, sich dem stellen, weil der*die Mieter das nicht wollen?[/QUOTE]

    Diese Aussage man muss damit rechnen finde ich schon irgendwie doof. Klar kann es immer sein. Aber nicht jeder kann sich was kaufen, so dass man das Risiko nicht mehr hätte. Viele Leute sind auf Mietwohnungen angewiesen.

    Ich würde auch Eigenbedarf anmelden. Wieso auch nicht?
    Geändert von love_for_me (14.09.2019 um 16:47 Uhr)

  3. Enthusiast Avatar von mrs_november
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Ja aber ganz ehrlich, damit muss ich halt rechnen, wenn ich zur Miete wohne.
    Ich finde diese Aussage auch elitär.

    Dass man als Eigentümer*in das Recht hat, in der eigenen Wohnung zu wohnen, ist doch klar. Und aus meiner Sicht ist man auch nicht moralisch verpflichtet, darauf zu verzichten.

    Aber dass man mit der Eigenbedarfskündigung das Leben der Mieter*innen aus den Fugen bringt und es für die ein harter Schlag ist, ist eben auch nun mal Fakt. Und da kann man schon auch ein schlechtes Gewissen haben und versuchen, die Folgen abzumildern, wie es die TE hier tut.

    Dann zu sagen „selber schuld, wenn man von privat mietet“ und damit jede moralische Verantwortung von sich weisen zu wollen, finde ich elitär. Ich glaube, du hast überhaupt gar keine Vorstellung von der Lebenswelt der meisten Menschen außerhalb deiner Bubble. Der typische Bym-Weg „heiraten, Wohneigentum, Kinder“ ist ein Weg, den sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung überhaupt leisten kann. Bei den meisten ist es „heiraten, Kinder, irgendwie über Wasser halten“. Und für Familien mit niedrigeren Einkommen, vielleicht noch mit Migrationshintergrund, heißt Wohnungssuche in München: 1000 Antworten auf Anzeigen, 100 Besichtigungen, eine Zusage für die miefige Souterrain-Wohnung an der vielbefahrenen Straße. Als ob man da sagen könnte „nee, ich will nicht von privat mieten“.

  4. Member Avatar von EstellaLacht
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    „selber schuld, wenn man von privat mietet“ hab ich bei maritty jetzt nicht rausgelesen?

  5. Enthusiast Avatar von mrs_november
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Ich lese die Kommentare von Maritty und anderen so, als hätte man grundsätzlich die Wahl, ob man von privat mietet oder nicht. Das ist aber zumindest in München nicht für alle Menschen so.

  6. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von EstellaLacht Beitrag anzeigen
    „selber schuld, wenn man von privat mietet“ hab ich bei maritty jetzt nicht rausgelesen?
    Ja. "Muss man mit rechnen" heißt doch nicht "selber schuld", sondern nur, dass man nicht total aus allen Wolken fallen wird.
    Wir mieten von privat und das ist mit ein Grund, warum die derzeitige Wohnung keine Dauerlösung sein kann.

  7. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Ich finde es auch absolut nicht moralisch verwerflich, und ich würde auch nicht zweimal überlegen, in der Situation zu kündigen, auch wenn es natürlich für die Mieter trotzdem blöd ist.

    Aber es gibt in diesem Fall ja keine wirkliche Alternative? Und ihr schmeißt ja keine Familie raus, nur damit ein Student ein- zwei Jahre drin wohnen kann, sondern braucht selbst dem Familienwohnraum.

    Im Übrigen kenne ich es auch eher so, dass eine Eigenbedarfskündigung eine ganze Weile dauern kann, deswegen finde ich die Stimmen die eine Kündigung mit sofortiger Obdachlosigkeit gleichsetzen ein bisschen überdramatisch.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


    Superstitious nonsense, of course, but one can see their point.

  8. Senior Member Avatar von Maritty
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von EstellaLacht Beitrag anzeigen
    „selber schuld, wenn man von privat mietet“ hab ich bei maritty jetzt nicht rausgelesen?
    Hö, was für n scheiß legt ihr mir jetzt in den Mund bitte?

    Also nicht du, estella.

    Ich sagte nur, dass man damit rechnen muss, wenn man mietet. Weder, dass man da was für kann, wenn man mietet, noch, dass man selbst schuld ist, wenn man mietet. Aber es ist nunmal so, dass jede Wohnung, die ich Miete, mir nicht gehört und wegen irgendwas gekündigt wegen lann. Ich sagte kein Wort von "selber schuld, wenn man dann nicht ksuft" und ich hab keinen Bock, dass ihr mir so n scheiß in den Mund legt. Also lasst das oder fragt freundlich nach, wie ich das meine und schreibt mir leine elitäre Meinung zu. Ich bin raus hier.
    neu.gierig.toll.kühn

  9. Enthusiast Avatar von mrs_november
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Ich finde die Aussage so oder so unpassend und empathielos, zumal sie auf einen konkreten Fall hin erfolgte, wo die Betroffene schlaflose Nächte hatte.

    Sagst du zu Geringverdiener*innen, die in finanzielle Nöte kommen z.B. wegen einer teuren Zahnbehandlung auch „Ja aber ganz ehrlich, damit muss man rechnen, wenn man einen Job für xxx€ netto annimmt“?

  10. Junior Member Avatar von nouvelle_vague
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von pilzfee Beitrag anzeigen
    Finde ich eine beschissene elitäre Haltung. Die meisten würden sich wohl etwas Eigenes kaufen, wenn sie die finanziellen Mittel zu hätten. Denen die sich das nicht leisten dann einfach zu sagen: Ja damit muss man halt rechnen finde ich mehr als arrogant.
    Wir können uns aber in Schwabing nichts eigenes leisten. Höchstens wenn wir diese Wohnung extrem teuer verkaufen, aber dann müsste die Familie wohl auch raus. Ich besitze diese eine Wohnung. Tatsächlich soll die Einnahme mein Verdienstausfall ausgleichen in der Elternzeit und uns später entlasten.

  11. Junior Member Avatar von nouvelle_vague
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Ich finde es auch absolut nicht moralisch verwerflich, und ich würde auch nicht zweimal überlegen, in der Situation zu kündigen, auch wenn es natürlich für die Mieter trotzdem blöd ist.

    Aber es gibt in diesem Fall ja keine wirkliche Alternative? Und ihr schmeißt ja keine Familie raus, nur damit ein Student ein- zwei Jahre drin wohnen kann, sondern braucht selbst dem Familienwohnraum.

    Im Übrigen kenne ich es auch eher so, dass eine Eigenbedarfskündigung eine ganze Weile dauern kann, deswegen finde ich die Stimmen die eine Kündigung mit sofortiger Obdachlosigkeit gleichsetzen ein bisschen überdramatisch.
    Selbst wenn wir könnten, würden wir nicht in 3 Monaten nach München ziehen. Erstens hat mein Freund noch keinen Job und noch nicht gesucht und zweitens will ich nicht hochschwanger dann umziehen. Wenn wir nächsten Monat in München sind, werde ich einen Termin machen und mit den Mietern wohl oder übel reden müssen. Ich war auch ewig nicht in der Wohnung. Muss mir auch ein Bild davon machen, was gemacht werden muss.

  12. Junior Member Avatar von nouvelle_vague
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    doppelt

  13. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Meine Eltern haben vor zehn Jahren eine vermietete Wohnung gekauft. Das alte Ehepaar lebt dort immer noch. Seit nunmehr 40 Jahren. Sie sind die bisher ersten und einzigen BewohnerInnen dieser Wohnung. Meine Eltern sind nun in die Stadt dieser Wohnung gezogen und haben die Leute nicht rausgeworfen. In erster Linie, weil sie es konnten und erst in zweiter Linie, weil sie es nicht wollten. Das ist aber eben nicht immer so einfach möglich.
    Aber klar: vermietet gekauft ist moralisch auch noch mal was anderes als geerbt.
    (Und sicher: das Paar ist Ende achtzig Anfang neunzig, natürlich spielt die denkbare Endlichkeit auch eine Rolle, um zu sagen ‚Ach lassen wir Ihnen die Wohnung.‘)

    Die Familie in der Schwabinger Wohnung wird natürlich sehr verzweifelt sein. Das kann man wohl einfach nicht verhindern.

  14. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Ja. "Muss man mit rechnen" heißt doch nicht "selber schuld", sondern nur, dass man nicht total aus allen Wolken fallen wird.
    Wir mieten von privat und das ist mit ein Grund, warum die derzeitige Wohnung keine Dauerlösung sein kann.
    Ja und ja.


  15. Fresher
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Die Familie in der Schwabinger Wohnung wird natürlich sehr verzweifelt sein. Das kann man wohl einfach nicht verhindern.
    Falls sie dort wohnen bleiben möchten auf jeden Fall. Aber es gibt auch die Möglichkeit, dass sie schon mal mit dem Gedanken spielten umzuziehen (aus welchen Gründen auch immer) und eine Kündigung in dem Fall kein totaler Weltuntergang ist. Und sie haben immerhin zehn Jahre zu fairer Miete dort leben können, das ist für sie auch ne gute Sache gewesen.

    Ich kann verstehen, dass man ein schlechtes Gewissen hat, aber genauso verstehe ich, dass man die Möglichkeit einer eigenen Wohnung nutzen möchte, wenn man das Glück hat sie zu haben. Wenn deine Oma da früher gewohnt hat und deine Familie da verwurzelt ist, hängen ja vielleicht auch noch Erinnerungen dran, was auch noch mal ein Grund sein kann da selber gerne wohnen zu wollen. Und wie auch schon geschrieben wurde, es wäre auch gar nicht für jeden möglich darauf zu verzichten.
    Ich würde mich vorher vom Anwalt beraten lassen, damit alles korrekt ist. Und dass du es ihnen auch persönlich sagen willst ist sowieso sehr nett von dir und macht sicher nicht jeder.

  16. Enthusiast
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Nachdem ich jahrelang in Schwabing gewohnt habe, bezweifle ich, dass es sich bei der Familie um Geringverdiener handelt. Glücklich werden sie natürlich trotzdem nicht sein, wenn sie suchen zu müssen. Trotzdem braucht man als Eigentümer kein schlechtes Gewissen haben, wenn man selbst einziehen möchte.

  17. Member Avatar von juno_
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Ja. "Muss man mit rechnen" heißt doch nicht "selber schuld", sondern nur, dass man nicht total aus allen Wolken fallen wird.
    Ja, so habe ich es auch gemeint. In der speziellen Situation nicht damit zu rechnen, dass einem mal wegen Eigenbedarf gekündigt wird, fände ich ziemlich naiv. Am Ende haben die längst einen Plan B?

  18. Senior Member Avatar von love_for_me
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von mrs_november Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Aussage auch elitär.

    Dass man als Eigentümer*in das Recht hat, in der eigenen Wohnung zu wohnen, ist doch klar. Und aus meiner Sicht ist man auch nicht moralisch verpflichtet, darauf zu verzichten.

    Aber dass man mit der Eigenbedarfskündigung das Leben der Mieter*innen aus den Fugen bringt und es für die ein harter Schlag ist, ist eben auch nun mal Fakt. Und da kann man schon auch ein schlechtes Gewissen haben und versuchen, die Folgen abzumildern, wie es die TE hier tut.

    Dann zu sagen „selber schuld, wenn man von privat mietet“ und damit jede moralische Verantwortung von sich weisen zu wollen, finde ich elitär. Ich glaube, du hast überhaupt gar keine Vorstellung von der Lebenswelt der meisten Menschen außerhalb deiner Bubble. Der typische Bym-Weg „heiraten, Wohneigentum, Kinder“ ist ein Weg, den sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung überhaupt leisten kann. Bei den meisten ist es „heiraten, Kinder, irgendwie über Wasser halten“. Und für Familien mit niedrigeren Einkommen, vielleicht noch mit Migrationshintergrund, heißt Wohnungssuche in München: 1000 Antworten auf Anzeigen, 100 Besichtigungen, eine Zusage für die miefige Souterrain-Wohnung an der vielbefahrenen Straße. Als ob man da sagen könnte „nee, ich will nicht von privat mieten“.
    So ähnlich meine ich das.
    "dieses selber Schuld wenn man mietet... "
    Finde ich daneben.
    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

  19. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von love_for_me Beitrag anzeigen
    So ähnlich meine ich das.
    "dieses selber Schuld wenn man mietet... "
    Finde ich daneben.
    Hat aber ja auch keiner gesagt.

  20. Member Avatar von EstellaLacht
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Hat aber ja auch keiner gesagt.
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