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  1. Enthusiast
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von miezee Beitrag anzeigen
    Es ist doch auch völlig egal, dass das "nur" ein mindset problem ist, also könnte man den Leuten einmal sagen "mach doch was aus deinen schlechten Bedingungen" und die "ah ja danke, dann mache ich nun Abitur!"
    Nein, so hat das hier glaube ich auch keiner gemeint. Mindset kommt als Verstärker obendrauf und verschlechtert die Durchlässigkeit trotz Lösungen für finanzielle Probleme während der Ausbildung.

    Wie bei Sakamotos Mindset Bsp (und sie hat es ja geschafft, wenn ich es richtig verstanden habe): Es ist - gerade im entscheidenden Alter, wo die Weichen gestellt werden - schwer die Werte und Glaubenssätze, die die Eltern einem mitgeben zu überwinden. Man wohnt da ja auch normalerweise noch daheim.

    (Und die Stränge hier sind voll von Beispielen, wie manche in den 20ern, den 30ern oder sogar später noch mit diesen in der Kindheit (absichtlich oder unabsichtlich) eingeimpften (selbst)schädigenden Denkschranken im Kopf kämpfen. Ggf auch mit therapeutischer Hilfe.)
    Geändert von Pinkmelon (21.09.2019 um 20:12 Uhr)

  2. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Pinkmelon Beitrag anzeigen

    Wie bei Sakamoto: Es ist - gerade im entscheidenden Alter, wo die Weichen gestellt werden - schwer die Werte und Glaubenssätze, die die Eltern einem mitgeben zu überwinden. Man wohnt da ja auch normalerweise noch daheim.

    (Und die Stränge hier sind voll von Beispielen, wie manche in den 20ern, den 30ern oder sogar später noch mit diesen in der Kindheit (absichtlich oder unabsichtlich) eingeimpften (selbst)schädigenden Denkschranken im Kopf kämpfen. Ggf auch mit therapeutischer Hilfe.)
    Diese Dinge wurden zumindest mir erst spät bewusst. Je älter ich werde, um so mehr Dinge erkenne ich, die mir von zuhause mitgegeben wurden und mir Probleme machen. Und ich hatte ein gutes Elternhaus, aber natürlich macht jeder Fehler, ich auch mit meinem Sohn. Aber meine „Probleme“ sind keine schlimmen Sachen. Es muss unfassbar schwer sein sich von solchen Dingen zu befreien wenn es gravierende Dinge sind die einem das Leben im Alltag schwer machen.
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  3. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Pinkmelon Beitrag anzeigen
    Wie bei Sakamotos Mindset Bsp (und sie hat es ja geschafft, wenn ich es richtig verstanden habe): Es ist - gerade im entscheidenden Alter, wo die Weichen gestellt werden - schwer die Werte und Glaubenssätze, die die Eltern einem mitgeben zu überwinden. Man wohnt da ja auch normalerweise noch daheim.
    Bei mir waren es nicht Glaubenssätze meiner Eltern, sondern gesellschaftliche. Meine Eltern haben mich zwar nicht gezwungen, zu studieren, hätten mich aber auch nie davon abgehalten und hätten es auch gut gefunden, wenn ich gleich normal studiert hätte (ich habe ein duales Studium angefangen, aber abgebrochen und dann ein geisteswissenschaftliches Studium angefangen, das ich auch abgeschlossen habe). Wenn es mir aus dem Elternhaus mitgegeben worden wäre, dass studieren irgendwie nicht passt oder nicht richtig ist, dann hätte ich vermutlich tatsächlich nie studiert oder würde das erst jetzt viel später anfangen.


    BTW wurde ich während des Studiums finanziell von meinen Eltern unterstützt, habe aber immer dazu nebenbei so viel gearbeitet wie ich konnte, weil ich nicht als verwöhnt angesehen werden wollte und die letzten 2 Jahre des Studiums habe ich mir nichts mehr geben lassen. Meine Eltern hatten dagegen das Gefühl, dass sie mir nicht genug Geld geben können (wir haben den Betrag damals ganz nüchtern anhand dieser Düsseldorfer Unterhaltstabelle festgelegt). Dabei war ich eine der wenigen in meinem Umfeld, die kein Bafög bekommen hat, meine Eltern hatten also im Vergleich zu denen meiner Kommiliton*innen sogar eher mehr Geld.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

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  4. Enthusiast Avatar von Blaubeerkuchen
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Diese Dinge wurden zumindest mir erst spät bewusst. Je älter ich werde, um so mehr Dinge erkenne ich, die mir von zuhause mitgegeben wurden und mir Probleme machen. Und ich hatte ein gutes Elternhaus, aber natürlich macht jeder Fehler, ich auch mit meinem Sohn. Aber meine „Probleme“ sind keine schlimmen Sachen. Es muss unfassbar schwer sein sich von solchen Dingen zu befreien wenn es gravierende Dinge sind die einem das Leben im Alltag schwer machen.
    Ja, aber ich glaube, dass auch diese Dinge gerade am unteren Rand der Gesellschaft früher erkannt werden als in der Mitte und früher gegengesteuert werden kann, da von außen ein soziales Netzwerk auf die Kinder schaut. Problemfamilien werden oft von Jugendamt, Vertrauenslehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter ect. begleitet und wenn die Kinder Glück haben, haben sie einen Förderer, können zum Sport und zum Musikunterricht. Während in unauffälligen Familien die Kinder solche Bezugspersonen nicht haben und das Erkennen und die Aufarbeitung der Probleme viel später erfolgt, oft wenn die Weichen schon gestellt sind.

  5. Enthusiast
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Entschuldigung Sakamoto, ich hab Dich dann falsch verstanden.

  6. Inaktiver User

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    ich finde die hier irgendwann einmal eingeworfene frage, inwiefern man wohneigentum besitzen können sollte und erbenschaften gesellschaftlich organisiert tatsächlich mal relevant um eben einfach aus der derzeitigen misere hinaus zu weisen. soziale ungleichheit strukturiert viele großstädte in einem außmaß, welches sich nicht einfach so ohne weiteres nivellieren lassen würde, das hat sich jetzt seit jahrhunderten in die struktur aller größeren städte eingeschrieben. ob es wünschenswert wäre, immer einen bezugspunkt zu verlieren (für viele menschen ist das elternhaus sicherlich ein bezugspunkt, auch wenn das bei vielen selbstverständlich nicht so ist) , wäre so eine der konseuenzen wenn mn gr kein wohneigentum zuließe. also ich denke man schießt sich hier wirklich (trotz der lage etc.) auch generell auf die falschen ein, wenn es um besitzerinnen 1er mietwohnung geht. gerade für viele frauen ist das gegenwärtig die einzige richtige altersvorsoge (dass das nicht gut so ist sei mal geschenkt, aber gegenwärtig ist es eben leider traurige realität). also ich denke man sollte echt zusehen, hier einfach nicht gegen die falschen zu schießen, wenn es um den besitz einer einzigen selbstgenutzten immobielle geht. da gibt es weitaus größere probleme mit geldwaschanlagen oder großinvestoren, die nur die kohle rausziehen wollen (was nur einen bruchteil des problems darstellt, aber gegen personen zu schießen, die ne wohnung mit einem normalen job abbezahlt haben, hm naja...).

  7. Inaktiver User

    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    und ich finde es im übrigen echt deprimierend, wenn ich an die erstsemester in meiner stadt denke, die für ein wg zimmer mehr bezahlen als ich für meine wohnung (vor zehn jahren gemietet). in meinem viertel steht rund ein dutzend wohnungen immer wieder für längere zeiträume leer oder wird nur ganz sporadisch als firmenwohnung genutzt, weil die wohnungen durch staffelmieten so viel kosten wie ein hotelzimmer für drei nächte. das ist einfach erbärmlich, aber es gar nicht so einfach, dass daran politisch was geändert wird.

  8. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Pinkmelon Beitrag anzeigen
    Entschuldigung Sakamoto, ich hab Dich dann falsch verstanden.
    kein Ding, es ist ja auch eine sehr wahrscheinliche Sache, dass es tatsächlich so läuft, dass jemand durch Glaubenssätze aus dem Elternhaus / der Familie von etwas abgehalten wird. Oder eben auch der Peer Group, das darf man gerade bei Jugendlichen wahrscheinlich ebenfalls nicht unterschätzen. Und die Kombination dieser Faktoren selbstverständlich ebensowenig.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
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  9. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Blaubeerkuchen Beitrag anzeigen
    Ja, aber ich glaube, dass auch diese Dinge gerade am unteren Rand der Gesellschaft früher erkannt werden als in der Mitte und früher gegengesteuert werden kann, da von außen ein soziales Netzwerk auf die Kinder schaut. Problemfamilien werden oft von Jugendamt, Vertrauenslehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter ect. begleitet und wenn die Kinder Glück haben, haben sie einen Förderer, können zum Sport und zum Musikunterricht. Während in unauffälligen Familien die Kinder solche Bezugspersonen nicht haben und das Erkennen und die Aufarbeitung der Probleme viel später erfolgt, oft wenn die Weichen schon gestellt sind.
    Bevor ich dazu etwas schreibe, nochmal nüchtern nachgefragt: Von welcher Art "Probleme" sprechen wir hier jetzt nochmal? Psychische, gesellschaftliche, an Milieu und sozialen Status festzumachende - oder nochmal ganz andere? Und was bedeutet für dich in diesem Kontext "unauffällige" Familie und "Problemfamilie"? Wo verortest du dabei die Durchschnitts-Mittelstand-Familie bzw. wie sehen diese Familien beispielhaft für dich aus?

  10. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Blaubeerkuchen Beitrag anzeigen
    Ja, aber ich glaube, dass auch diese Dinge gerade am unteren Rand der Gesellschaft früher erkannt werden als in der Mitte und früher gegengesteuert werden kann, da von außen ein soziales Netzwerk auf die Kinder schaut. Problemfamilien werden oft von Jugendamt, Vertrauenslehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter ect. begleitet und wenn die Kinder Glück haben, haben sie einen Förderer, können zum Sport und zum Musikunterricht. Während in unauffälligen Familien die Kinder solche Bezugspersonen nicht haben und das Erkennen und die Aufarbeitung der Probleme viel später erfolgt, oft wenn die Weichen schon gestellt sind.
    Das klingt, als ob Familien, die ihren Kindern vermitteln, dass ein Studium nicht unbedingt sein muss, zwangsläufig Problemfamilien sind. Das ist doch Quatsch, es gibt genug völlig unauffällige Familien, wo niemand im Traum drauf käme, dass da jemand "drauf gucken" müsste, und wo die Kinder gleichzeitig im Traum nicht drauf kämen, an die Uni zu gehen...
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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  11. Member Avatar von Candy Gulf
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Blaubeerkuchen Beitrag anzeigen
    Ja, aber ich glaube, dass auch diese Dinge gerade am unteren Rand der Gesellschaft früher erkannt werden als in der Mitte und früher gegengesteuert werden kann, da von außen ein soziales Netzwerk auf die Kinder schaut. Problemfamilien werden oft von Jugendamt, Vertrauenslehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter ect. begleitet und wenn die Kinder Glück haben, haben sie einen Förderer, können zum Sport und zum Musikunterricht. Während in unauffälligen Familien die Kinder solche Bezugspersonen nicht haben und das Erkennen und die Aufarbeitung der Probleme viel später erfolgt, oft wenn die Weichen schon gestellt sind.
    na ja, gerade das potential der sozialen arbeit, in lebensverläufen von kindern was rumzureißen, würde ich nicht so hoch ansetzen. in den meisten fällen ist das reine verwaltung des elends.
    die arbeitsbedingungen in dem feld sind generell eher schlecht, befristete verträge, unterbesetzung etc. ich kenne einige sozialarbeiterinnen, die selbst ein fall für solchen hilfen sind, weil ihre finanzielle lage so prekär ist. sowas wirkt sich auch massiv auf die arbeit mit den klientinnen aus.
    die idee ist da besser als die praktische umsetzung.
    Geändert von Candy Gulf (23.09.2019 um 21:10 Uhr)
    .

  12. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Zitat Zitat von Petrillo Beitrag anzeigen
    ich kann grundsätzlich sehr gut verstehen, dass diese ungerechtigkeit Debbie ärgert und sie sich davon provoziert fühlt, dass einige das so runterspielen.
    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Sehe ich auch so.

    Ohne eigenes Zutun eine Wohnung zu besitzen ist einfach in den meisten Fällen ein richtig großer (Start)Vorteil. Ich verstehe voll und ganz, dass man auf sowas neidisch sein kann.
    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ja, das ist natürlich übertrieben. Aber prinzipiell verstehe ich in Bezug auf das Thema Erbe sowohl Neid als auch Missgunst.
    ja.

    dd hat bestimmt nicht immer fein argumentiert u war streckenweise zu aggressiv. sie zu fragen, was sie denn selbst dazu beigetragen hat um aus ihrer situation aus eigener kraft rauszukommen, schlägt für mich in dieselbe kerbe.
    auch der hinweis darauf, dass man als privilegierter mensch nicht glücklich sein muss, chronisch krank sein kann usw. - geschenkt. das trifft aber halt auf alle menschen zu, mit und ohne erbe. irgendjemand hat dazu ja schon was gescheites geschrieben.
    natürlich würde jede lieber mehr zeit mit der verstorbenen person vorziehen als zu erben - das trifft allerdings auf nicht erbende Menschen auch zu. Die trauern ebenfalls u möchten gerne die Zeit zurückdrehen. Bei denen kommen dann allerdings möglicherwiese noch hohe Begräbniskosten dazu, die nicht so schnell stemmbar sind.
    ich versteh nicht, warum sich manche hier so vehement dagegen wehren privilegiert zu sein und noch darauf hinweisen, dass nur das mindset stimmen muss. wtf.

    Zitat Zitat von Blaubeerkuchen Beitrag anzeigen
    Viel entscheidender für ein glückliches und erfolgreiches Leben als Erbe ist doch eh die körperliche Verfassung und Gesundheit.

    Was nützt einem das ganze Erbe wenn man zB an einem chronischen Erschöpfungssyndrom leidet - dann nützt der ganze Startvorteil durch eine Erbschaft nichts. Klar führt eine chronische Krankheit mit Erbe dann vielleicht nicht mehr zu existenzieller Not wie ohne Erbe, aber wenn man gesund ist ohne Erbe, hat man trotzdem viel mehr Chancen als krank mit. Deswegen nervt mich diese Engstirnigkeit und der Missgunst hier und so zu tun als könnte man sich ohne Erbe nie selbst etwas aufbauen. Es gibt so viele sehr viel schlimmere Ungerechtigkeiten und Hindernisse als zu erben / nicht zu erben.
    beim thema gesundheit bin ich voll bei dir. wie viele sind denn immer psychisch & physisch gesund? erschöpft können auch die sein, die sich ohne startvorteil aus eigener kraft etwas erarbeiten müssen.
    das wirkt ein bisschen schwarz weiß, sowie andrerseits bei dd auf langen strecken. und auch bei dir kommt zeitweise der anschein von neid & mißgunst raus, nämlich auf die, die zuwendungen vom sataat erhalten gegenüber die, die leider durch den rost bei zuwendungen fallen, weil sie eben genau ein klein wenig zu viel besitzen/verdienen. das klingt auch nicht wertfrei.

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Also es wird jetzt ja wirklich noch absurder, das hätte man sich nicht ausmalen können.

    Dass man wenn man Bafög nicht bekommt mal pleite ist, geschenkt. Aber dass man deswegen arm und gleiche Bedingungen wir wirklich Einkommensschwache Familien hat??? Man bekommt ja aus gutem Grund kein Bafög, eben weil die Eltern zu viel verdienen. Und klar, wenn man dann da Keine Unterstützung bekommt ist das keine angenehme Situation, aber doch meilenweit entfernt von wirklichem sozialen Notstand?? Und allein das Gefühl und wissen, in einigen Jahren genug zu verdienen (Ich sag das jetzt plakativ, ist mir schon auch klar dass es manche StudienGänge gibt, in denen es schwieriger wird) ist doch schon sehr große soziale Sicherheit.
    Ich komm graf echt nicht mehr drauf klar wie das hier weiterging und das man sich als sehr privilegierte hinstellt und sagt, dass es doch nur daran liegt, dass das "mindset" nicht stimmt, dass viele nicht studieren können? Ähm. Ich bin sprachlos.


    Und ich hab sicher nicht bei allen zugestimmt, was dd sagt, aber das führt das ganze jetzt ziemlich gut vor. Privilegierte streiten sich darum, warum sie doch noch privilegiert sind oder wer privilegierter ist?
    Ich höre aus den meisten Postings heraus, dass wir alle (mich eingeschlossen) nicht wissen, wie sich wirklich soziale Notlagen und Armut anfühlt.
    .

    Zitat Zitat von Candy Gulf Beitrag anzeigen
    na ja, gerade das potential der sozialen arbeit, in lebensverläufen von kindern was rumzureißen, würde ich nicht so hoch ansetzen. in den meisten fällen ist das reine verwaltung des elends.
    die arbeitsbedingungen in dem feld sind generell eher schlecht, befristete verträge, unterbesetzung etc. ich kenne einige sozialarbeiterinnen, die selbst ein fall für solchen hilfen sind, weil ihre finanzielle lage so prekär ist. sowas wirkt sich auch massiv auf die arbeit mit den klientinnen aus.
    die idee ist da besser als die praktische umsetzung.
    also dieser ansatz hat mich auch erstaunt. also ob da so unendlich viel geld & zeit da wäre um tatsächlich mindsets zu verändern & chanchengleichheit herzustellen.
    Geändert von felissi (24.09.2019 um 12:17 Uhr)
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  13. Member Avatar von Candy Gulf
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    AW: Eigenbedarfskündigung und das Gewissen

    Weil es hier auch Thema war, vielleicht ist das für die eine oder andere interessant: verschriftlichtes Interview zum Thema "Bildungssystem und Aufstiegschancen ": Bildungswesen - "Unser Schulsystem raubt Menschen Chancen" (Archiv)
    Und außerdem noch ein seht gutes Feature vom Bayrischen Rundfunk über die Verachtung von Armut in Deutschland:
    Radio-Feature: Warum unsere Gesellschaft die Armen verachtet - Sebastian Dorfler
    .

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