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  1. Junior Member Avatar von Bergkind
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    An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    ... welche Auswirkungen hat das konkret auf eure Lebensgestaltung? An welchen Enden "spart" ihr, um trotzdem noch klarzukommen? Macht ihr tendenziell eher schon viele unterschiedliche Sachen, aber dafür vielleicht nur halbherzig oder verwendet ihr eure Energie für bestimmte Lebensbereiche fast komplett und vernachlässigt dafür andere fast vollständig? Wenn ja, welche sind das?

    Mir fällt auf, vielleicht meine ich auch nicht nur explizit wenig belastbare Menschen (das ist ja eh schwer abzugrenzen), sondern generell Leute, die eben nicht vor Energie nur so sprühen. Eher die Sorte Mensch, die sich schneller mal überfordert fühlt und nicht die Leute, die sich eher gelangweilt fühlen, wenn nichts los ist.

    Bei mir selber: ich verwende meine Energie so gut es geht auf den Job, allerdings nicht (mehr) wirklich darauf, noch irgendeine bessere Karriere anzustreben. Das frisst schon sehr viel Energie für mich. In meiner Freizeit bring ich dann noch relativ viel Energie auf, um Freundschaften zu pflegen und regelmäßig Leute zu treffen. Was ich hingegen oft nur sehr halbherzig mache oder auch manchmal sehr vernachlässige ist der Haushalt. Irgendwelche regelmäßigen Hobbies hab ich seit ich Vollzeit arbeite auch gar nicht mehr versucht. Da halte ich mich eher an Dinge, die ich so hier und da mal machen kann, wenn ich grad die Laune dazu habe. Aktive Partnersuche habe ich auch komplett ad akta gelegt, weil ich da grad einfach nicht die Energie übrig hätte und selbst im Falle eines Erfolgs könnte ich mir grade nicht vorstellen, auch noch einem Partner gerecht zu werden bzw. hätte auch keinen Nerv auf zusätzliche Konflikte, die mitunter noch durch eine Partnerschaft entstehen könnten.

    Wie siehts bei euch aus?
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  2. Member
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Macht ihr tendenziell eher schon viele unterschiedliche Sachen, aber dafür vielleicht nur halbherzig oder verwendet ihr eure Energie für bestimmte Lebensbereiche fast komplett und vernachlässigt dafür andere fast vollständig?
    In vergleichbaren Lebensphasen hab ich’s früher so gehalten:

    Arbeiten war einer der Hauptlebensbereiche: Ich würde sagen schon konzentriert und mit Einsatz, aber nicht auf „Karriere“ ausgerichtet. (Aber ich mag meine Arbeit auch. Sie bereichert und stabilisiert mich.)

    Freunde: Ich hatte nie viele, aber die 3, die mit wichtig sind, seit jetzt 15 Jahren und durch dick und dünn. Regelmäßige / intensive Treffen, so ein bis zweimal pro Woche.

    Sport: Auch ein bis zweimal pro Woche (ohne Ehrgeiz, nur zum halbwegs gesund halten und zum draußen sein)

    Restl Zeit (ich bin aber auch eher introvertiert) Couchpotato. Haushalt war mir unwichtig. Da hab ich nur das notwendigste gemacht.
    Partnersuche / Flirten hab ich gelegentlich ebenfalls von der Couch aus weiterverfolgt. Je nach Stimmung halbherzig oder doch intensiver. Ich hab auch öfters jmd kennengelernt, aber letztendlich lief mir mein Partner in der Arbeit über den Weg.

    (Heute hab ich Familie, demnächst kommt das zweite Kind, da ist anteilig immer noch das Thema Arbeit auf Platz 1, danach kommen unter der Woche auf Platz 2 Familienalltagsthemen. Die 3 Freunde sind immer noch emotional wichtig, aber Treffen sind eher alle 2 Wochen und Sport... naja, frag lieber nicht. Rest Couchpotato. Wenn alle im Bett sind quasi.)
    Geändert von Pinkmelon (24.09.2019 um 21:29 Uhr)

  3. Junior Member
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Zeit mit Familie, Partner und Freunden ist an erster Stelle, weil mich das am glücklichsten macht und die Energie daher dort am besten eingesetzt ist.
    Danach kommen Hobbys.
    Danach kommt Sport (sehe ich nicht als Hobby, weil ich nicht so viel Spaß daran habe, ist aber wichtig für mein Wohlbefinden).
    Arbeit hat die unterste Prio. Kann mir nicht mehr vorstellen, Vollzeit zu arbeiten, und außer, dass ich damit Geld verdiene, gibt sie mir nichts.

  4. Member Avatar von Vögelchen
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    No party, weggehen, Unternehmungen usw.
    Haushalt ggf. auch eher nur das Nötigste.

    Sport hat für mich eine sehr hohe Priorität, daher finde ich dafür immer eine Möglichkeit.

  5. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    ich mach eigentich nichts außer arbeiten gehen und zuhause dann Zeit mit Jochen oder der WG verbringen.

    Ich gehe kaum weg, wir fahren auch kaum weg, weil schon alleine alles organisieren und aufraffen super anstrengend ist.
    Leute, die aus so Unternehmungen oder auch Konzerten oder Parties Energie ziehen, beneide ich sehr.
    Bei mir ist es zwar so, dass ich die Sachen genieße, wenn ich erst mal da bin, aber bis ich da bin, ist es sehr sehr anstrengend. Dazu frisst es auch noch Zeit, man muss ja auch Haushalt usw machen, und da stresst es mich mega, wenn ich weiß, dass ich Sonntag nur den nachmittag hab, weil ich Samstag unterwegs war und Sonntag ausschlafen muss.

    Ja. Also. Generell mach ich einfach nicht viel außer arbeiten, Essen und schlafen und ab und zu Netflix mit Jochen.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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  6. Alter Hase
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ich bin in einer anderen Lebenssituation, ich hab Kinder und arbeitet momentan (noch) nicht (wieder).
    Dementsprechend geht meine Energie in die Familie und Orgakram / Unternehmungen, die damit zusammenhängen. Haushalt auch natürlich.

    Sport mache ich nicht, Hobbies irgendwie auch nicht, obwohl das theoretisch möglich wäre. Es geht noch Zeit und Energie in andere Menschen, Nachbarschaft(sprojekte) und Freunde.
    Ich frage mich ernsthaft, wie ich hoffentlich bald einen vollzeitnahen Job mit diesem ganzen Familienkram für mich vereinbaren soll. Zeitlich geht das sicher, sieht man ja bei anderen. Aber so ohne Zeit zum erholen... weiß nicht.

    Dass ich mich zu Unternehmungen aufraffen muß, ist bei mir auch so. Urlaub ist das schlimmste (aber das IST mit Kindern einfach ein Riesenaufwand). Jaaa, es ist auch schön, aber dieses vor- und nachbereiten. argh. Und auch sonstige Unternehmungen. Ich hab oft nicht wirklich die Wahl, es gibt oft Veranstaltungen, zu denen wir "müssen". Das finde ich aber auch, wenn ich dort bin, einfach nur anstrengend.
    Geändert von Whassup (25.09.2019 um 09:09 Uhr)

  7. Senior Member Avatar von rubysoho
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ich merke, dass bei mir hauptsächlich der Spaß auf der Strecke bleibt.
    Und ich setze da eigentlich gar keine Prioritäten, zumindest nicht bewusst. Es ergiebt sich einfach so. Arbeiten muss ich einfach, und um ein gewisses Maß an Energie für Haushalts- und Papierkram komme ich auch nicht rum. Das funktioniert auch soweit ganz gut, mal mehr und mal weniger eben.
    Problematisch wird dann alles, was optional ist. Verrückterweise merke ich selber, dass es mir -meistens- besser geht, wenn ich noch etwas unternehme und ich da tatsächlich oft Energie draus ziehe. Trotzdem muss ich mich selber jedes Mal wieder daran erinnern, dass mir manche Sachen echt Spaß machen, sonst sehe ich nur den Aufwand, den sie erfordern. Bei kleineren Sachen kann ich mich ganz gut treten. Sowas wie mal mit Freunden weggehen, ins Kino oder zum Sport. Alles was keine große Vorbereitung erfordert geht, auch wenn es schön wäre wenn es mal einfach so gehen würde, ohne dass ich mich erst aufraffen muss.
    Bei größeren Sachen fühle ich mich im Moment leider wirklich überfordert. Ich sage nur Urlaub: ich würde gerne wegfahren, ich könnte einen Tapetenwechsel grade gut gebrauchen, und Zeit hätte ich auch. Aber die Fragen wann und wohin und mit wem und dann noch Angebote vergleichen erscheinen mir so anstrengend, dass ich mich einfach nicht damit auseinandersetzen kann. Gleichzeitig weiss ich, dass das total dämlich ist und ärgere mich über mich selbst.
    Ich wünschte wirklich, ich wäre nicht so.
    i expect to find him laughing

  8. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Momentan kann ich den Job mit überschaubarem Aufwand meistern. Karriere ist eh nicht in Sicht.
    Konsequent motiviere ich mich zum Tanzen und Aktivitäten mit Freunden. Einiges finden als feste Termine statt, sowas wie Doppelkopf jeden Donnerstag. Manche Freundeaktivitäten organisiere ich.
    Ich verreise gern. Dies organisiere ich selbst.
    Hinten runter fällt Haushalt oder Kultur. Meistens findet das statt, wenn eine Freundeaktivität ansteht.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  9. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Momentan kann ich den Job mit überschaubarem Aufwand meistern. Karriere ist eh nicht in Sicht.
    Konsequent motiviere ich mich zum Tanzen und Aktivitäten mit Freunden. Einiges finden als feste Termine statt, sowas wie Doppelkopf jeden Donnerstag. Manche Freundeaktivitäten organisiere ich.
    Ich verreise gern. Dies organisiere ich selbst.
    Hinten runter fällt Haushalt oder Kultur. Meistens findet das statt, wenn eine Freundeaktivität ansteht.
    Das empfinde ich bereits als sehr viel und ergo als sehr viel Energie.
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  10. Member Avatar von SisterOfNight
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ich würde auch sagen, dass ich nicht wirklich belastbar bin. Also im Job schon, da habe ich eigentlich immer gute Leistungen gezeigt und mein Chef wusste, dass er sich bei allem auf mich verlassen kann.

    Dadurch ist dann aber mein Energiespeicher für den restlichen Tag komplett aufgebraucht gewesen. Auch jetzt während dem Studium an Tagen, an denen ich wirklich lange Vorlesungen habe. Ich bin nach so anstrengenden Tagen wirklich zu gar nichts mehr zu gebrauchen. Ich beneide wirklich die Leute, die dann noch zum Sport gehen, sich nach der Arbeit mit Freunden treffen etc.

    Teilweise sind mir bestimmte Serien schon viel zu anstrengend. Habe jetzt während der Semesterferien Chernobyl geguckt. Das wäre an anstrengenden Tagen gar nicht möglich. Da wird dann einfach eine alte Folge Friends nebenbei angemacht, ich muss mich dann berieseln lassen Ich brauche das aber einfach, um den Speicher für den nächsten Tag wieder aufzufüllen. Noch irgendwelche Treffen oder sonstigen Veranstaltungen würden nur dafür sorgen, dass ich am Wochenende dann zu gar nichts mehr komme, weil ich komplett ausgelaugt bin.

  11. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ja, komplexe Serien oder gar Bücher schaffe ich auch nicht mehr.
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  12. Junior Member
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Kommt für euch Teilzeit-Arbeit infrage? Viele merken ja, dass Vollzeit-Arbeit sie nicht glücklich macht und sie die Energie für andere Dinge, die Spaß machen, raubt...
    Geändert von BrooklynGirl (25.09.2019 um 14:04 Uhr) Grund: Anders formuliert :)

  13. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ja, klar. Ist auch was, was ich für die Zukunft plane, aber aktuell muss ich 2 Leute und 3 Katzen versorgen
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
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  14. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Das empfinde ich bereits als sehr viel und ergo als sehr viel Energie.
    Wenn ich in der Privatwirtschaft arbeiten würde und pendeln müste, sähe mein Tag ähnlich wie deiner auus.
    Die ersten 9 Monate bin ich bei jemanden mitgefahren (ca. 40 min/Strecke). Das hat mich ganz schön ausgelaugt. Nun ist mein Arbeitsweg ca. 700 m.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  15. Member
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Achso ja, super Hinweise, optimiert habe ich mit Familie so:

    Bei mir sind die Wegzeiten Daheim - Arbeit - Kita - Daheim inzwischen sehr kurz: je 12 min mit dem Rad. Das bisschen Radfahren ersetzt nun den früheren „richtigen“ Sport.

    Außerdem hab ich in der Arbeit nur eine 35h Woche und ich darf mobil arbeiten, also auch von daheim aus. Dann hab ich gar keinen Weg, bzw nur Kita. Und weil ich nur Hole darf ich den ganzen Tag schlonzen.

    In Zeiten wo ich die Doppelbelastung Familie und Vollzeit (trotz Kita) nicht hinbekommen hab, habe ich einmal 20 Tage Urlaub zusätzlich gekauft. Also gegen ein Monatsgehalt plus ein bisschen was. Damit hatte ich dann quasi eine Viertagewoche.

    (Aber komplexe Bücher und Serien gehen bei mir deshalb trotzdem nicht immer. Wenn’s Kind schlecht schläft jedenfalls schonmal gar nicht.)
    Geändert von Pinkmelon (25.09.2019 um 17:24 Uhr)

  16. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ich mache viel, bin aber nicht sehr belastbar und gleichzeitig sehr gut darin den Stress wegzupacken und alles durchzuziehen. Stress wird mit mehr Stress kompensiert. Als „Belohnung“ bekomme ich dann Angst- und Panikattacken wenn es zu viel wird.

    Beim managen hilft mir Sport, das wirkt absolute Wunder bei mir. Ansonsten versuche ich mein Leben so einfach wie möglich zu gestalten- Wocheneinkauf liefern lassen, Kochen lasse ich ausfallen wenn ich zu kaputt bin. Alle Geldsachen online. Manchmal zwinge ich mich nichts zu tun.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  17. Fresher Avatar von Pudelclub
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Ich glaube ich gehört zu den eher belastbaren Menschen, aber was ich extrem gemerkt habe ist, was für einen enormen Unterschied es macht, wenn man von zu Hause arbeiten kann.

    Seit etwa 5 Jahren bin ich nur 1-2 Tage pro Woche im Büro und das ist so viel angenehmer und weniger stressig. Zwischendrin hatte ich einen Job für 8 Monate, in dem ich jeden Tag ins Büro musste (inkl. 1 Stunde Pendelei einfache Strecke) und das hat mich so sehr ausgelaugt.

    Also falls es irgendeine Option ist, würde ich versuchen das bei der Arbeit zu verhandeln, wenn jobtechnisch möglich

    ach - weniger Input hilft finde ich auch sehr - alle Newsletter abbestellen, alle Papierwerbung abbestellen, Apps die man nicht unbedingt braucht löschen, Social Media bewusst stark einschränken - und viel in die Natur gehen

  18. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Wenn ich in der Privatwirtschaft arbeiten würde und pendeln müste, sähe mein Tag ähnlich wie deiner auus.
    Die ersten 9 Monate bin ich bei jemanden mitgefahren (ca. 40 min/Strecke). Das hat mich ganz schön ausgelaugt. Nun ist mein Arbeitsweg ca. 700 m.
    Meiner is 6km...

    Mitfahren fände ich eigentlich super, da kann ich morgens weiterschlafen
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  19. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Zitat Zitat von BrooklynGirl Beitrag anzeigen
    Kommt für euch Teilzeit-Arbeit infrage? Viele merken ja, dass Vollzeit-Arbeit sie nicht glücklich macht und sie die Energie für andere Dinge, die Spaß machen, raubt...
    Ja, das ist eigentlich genau das, was ich gern haben möchte. Vor ein paar Jahren hatte ich schonmal eine 30h-Woche und obwohl es ein sehr anstrengender Job war, war alles trotzdem schon so viel angenehmer, einfach, weil nicht gefühlt schon der ganze Tag um war nach Feierabend. Es war auch zeitlich so viel einfacher, mal irgendwelche Termine wahrzunehmen und nicht eine immer länger werdende Liste von Dingen zu haben, die in der kurzen Zeit zwischen Heimkommen und Schließung der meisten Behörden/Praxen erledigt werden müssen.

    Auf Dauer wäre mir bei diesem Job allerdings das Geld zu knapp gewesen, da ich dort leider nur Mindestlohn bekommen habe. Der Plan ist nun also, über kurz oder lang etwas zu finden, was ausreichend genug bezahlt ist, um Teilzeit arbeiten und trotzdem immer mal was beiseitelegen zu können.

    Darf ich fragen, was du beruflich machst, BrooklynGirl? Gern auch per PM.

    Das mit dem "nur seichte Serien ertragen können" hab ich auch, fällt mir grad auf. Bzw. manchmal nicht mehr die, wenn ich auf Arbeit viel mit Kunden reden musste. Da will ich dann am liebsten gar niemanden mehr reden hören

    Und das mit den Unternehmungen kenne ich auch so ein Bisschen, Luxuspanda. Also mir geben die schon Energie, aber gleichzeitig fressen sie halt auch nochmal Zeit, die ich gut brauchen könnte, um daheim was zu schaffen und ich denke mir regelmäßig, dass ich eigentlich zwei Wochenenden bräuchte: eins, um weiter weg wohnende Leute zu besuchen, mal ein Bisschen Kultur zu haben und tanzen zu gehen und eins, um mal in Ruhe Papierkram abzuarbeiten, größere Entrümpelungsprojekte anzugehen, mal wieder gründlich zu putzen und all solche Sachen.

    @GuteMiene die Angstattacken kenne ich auch. Immer wenn ich nicht genug Erholungszeit im Alltag einbaue und denke "ach komm, rein zeitlich ist ja das und das und das noch machbar, wenn du dich irgendwie zusammennimmst und es durchziehst" machst es nach einer Weile "crash" und dann geht erstmal erst recht nichts mehr.

    @rubysoho das kenne ich auch. Und ich dachte, ich wäre schon unnormal, weil ich fast nie bei irgendwelchen Unternehmungen denke "yippiieeeee, ja! Genau darauf hab ich mal wieder Lust!", sondern fast immer den Umweg gehen muss, mir zu sagen "ok, das und das hat mir eigentlich immer Spaß gemacht und ich hab zwar grad keinen Bock, aber ich zwing mich jetzt, denn der Appetit kommt beim Essen".
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    — Daria

  20. Newbie Avatar von Diary
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    AW: An die von euch, die den Eindruck haben, eher weniger belastbar zu sein...

    Mein Thema
    Ich muss sagen, dass es mit den Jahren besser geworden ist, da ich im Job Routine gewonnen und mir meine Position (bewusst keine Karriere-Position!) gesichert habe. Es frisst einfach nicht mehr so viel Energie, da ich hingehe, meine Arbeit mache und mir nicht tagtäglich allzu viele Gedanken mache oder Probleme mit nach Hause nehme. Und super ist auch, dass Gleitzeit kein Problem ist, das schafft einfach Freiräume und Zeit für Spontaneität. HomeOffice ginge grundsätzlich auch, nutze ich aber nur super selten.
    Wichtig war mir auch bei der letzten Wohnungs/Haussuche der kurze Weg zur Arbeit. So fahre mehrmals pro Woche die ca. 20 Minuten mit dem Fahrrad und es macht einfach so viel aus (man ist wach und eine kleine Sporteinheit ist auch schon geschafft ). Auch viel mehr Freizeit, als mein Mann, der ca. 1,5 Stunden einfach pendelt.
    Und grundsätzlich: die eigene (begrenzte) Leistungsfähigkeit akzeptieren und realistisch einschätzen. Zeit für sich selbst (freie Abende) bewusst einplanen. Nicht glauben, dass man sich gegenüber aktiveren Freunden dafür rechtfertigen oder Ausreden erfinden muss. Für einige Termine in der Woche (meist so 1-2 unter der Woche und 1-2 am Wochenende) muss ich mich aber unbedingt verabreden. Denn ich schaffe es sonst komplett für mehrere Tage mit Netflix und Co zu versacken und das tut mir auch nicht gut
    Und beim Verabreden am besten notwendige Übel kombinieren. Also z. B. zum Sportkurs oder zur Joggingrunde eine Freundin motivieren (dann fällt es schwer wieder abzusagen und man kann zwei soziale Kontake/Pflichttermine in einem abhaken). Und ja, in manchen Wochen ist leider ein Freundetreffen leider nur ein notwendiges Übel aber nur in manchen

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