Antworten
Seite 5 von 6 ErsteErste ... 3456 LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 100 von 107
  1. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Ich möchte an dieser Stelle mal erwähnen, dass in meinem Umfeld tatsächlich Bym der einzige Ort ist, wo überhaupt in irgendeinem Maße über das Thema gesprochen wird.
    Das letzte Mal, dass ich jemanden irgendetwas im Dunstkreis von Umweltschutz habe sagen hören, war vor einem Monat.
    Nicht dass ich diesen Umstand feiern würde, aber in meinem Bekanntenkreis ist das ganze wirklich überhaupt kein Thema.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  2. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Oh krass, in meinem Umkreis ist das ein Dauerthema. Ich würde sagen, da ist es teilweise sogar noch präsenter als bei Bym. Aber es liegt vermutlich auch viel an meinem Beruf.

    gmitsch gmatsch gmotsch

  3. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    in meinem umfeld ist umweltschutz auch nicht dauergesprächsthema und schon gar nicht im bymschen ausmaß.
    allerdings hat fliegen da nicht so einen stellenwert, weder beruflich noch privat. schnelle wochenendtrips/mehrere urlaube mittels flieger, jährliche fernreisen kommen nicht so gehäuft wie bei bym vor.
    da wird eher über regionale produkte, den öffentlichen verkehr, radwege gesprochen - nicht rein aus umweltschutzgründen, sondern halt weil es thema an sich ist.
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

    die art, wie dich jemand behandelt, beurteilt & mit dir spricht, sagt aus, was für ein mensch sie/er ist. nicht was für ein mensch du bist.


  4. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Ja, bei mir ist es wie bei felissi. Und viele sind mit Musik und Veranstaltungen aktiv und engagieren sich eher im Bereich alternativer Selbstverwaltung bzw. Mitgestaltung des öffentlichen Raums.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  5. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    In meinem Umfeld (keine Aktivisten, überwiegend keine Wissenschaftler) ist es in letzter Zeit VIEL präsenter, das ist schon auffällig. Alle Welt gibt sich Tipps zur Plastikvermeidung, diskutiert, ob und wie oft man noch fliegen kann, bestellt zum ersten Mal eine Ökokiste etc. Früher kam ich mir damit ein bisschen strebermäßig vor ( rhabarber) und vor noch nicht sooo langer Zeit hatte ich es selbst nicht sehr auf dem Schirm.
    Also, Dauerthema sicher nicht und radikal verändert hat auch noch niemand was, aber es ist einfach viel mehr Thema und viel mehr Leute reden mit.

  6. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Also sorry, aber was ist denn das für ein Quatsch? Was ist "der Klimawandel", bei dem sie da Anteile verteilt?
    Wenn man die Privatperson und ihre CO2-Emission betrachtet, dann ist Fliegen tatsächlich der größte Killer. Wenn man die Gesamtindustrie etc. einbezieht, dann macht die CO2-Emission einer Person natürlich nix, egal ob sie fliegt oder nicht.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  7. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Ich möchte an dieser Stelle mal erwähnen, dass in meinem Umfeld tatsächlich Bym der einzige Ort ist, wo überhaupt in irgendeinem Maße über das Thema gesprochen wird.
    Das letzte Mal, dass ich jemanden irgendetwas im Dunstkreis von Umweltschutz habe sagen hören, war vor einem Monat.
    Nicht dass ich diesen Umstand feiern würde, aber in meinem Bekanntenkreis ist das ganze wirklich überhaupt kein Thema.
    ist bei mir auch so. allerhöchstens wird über plastikvermeidung und bioprodukte geredet, beruflich betrifft mich vielleicht noch die autofreie innenstadt bzw. fahrradstadt etwas, aber explizit das thema fliegen vermeiden findet gar nicht statt. selbst die eher umweltbewussten unter meinen freunden/kollegen/familie fliegen mehrfach im jahr rein privat, oft auch langstrecke und das soweit ich das mitbekomme ohne schlechtes gewissen.

  8. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    In meinem Umfeld (keine Aktivisten, überwiegend keine Wissenschaftler) ist es in letzter Zeit VIEL präsenter, das ist schon auffällig. Alle Welt gibt sich Tipps zur Plastikvermeidung, diskutiert, ob und wie oft man noch fliegen kann, bestellt zum ersten Mal eine Ökokiste etc. Früher kam ich mir damit ein bisschen strebermäßig vor ( rhabarber) und vor noch nicht sooo langer Zeit hatte ich es selbst nicht sehr auf dem Schirm.
    Also, Dauerthema sicher nicht und radikal verändert hat auch noch niemand was, aber es ist einfach viel mehr Thema und viel mehr Leute reden mit.
    Das wird jetzt ein bisschen off topic, aber ich frage mich, wie ich gerade in meiner Familie (nicht Partnerschaft und Kinder, das hab ich nicht, sondern Eltern und meine Großeltern) darüber reden kann, ohne besserwisserisch rüberzukommen und ihren Alltag inklusive dessen Einschränkungen zu respektieren.
    Wenn man mal wohnen weglässt, wo wegen teils wegen alter und teils wegen fehlendem Geld wenig gemacht werden kann, bleiben eigentlich nur die Ernährung und Alltagskonsum über. Und selbst da wird nicht viel konsumiert, für deutsche Verhältnisse, soweit ich das mitkriege. Also Sachen wie Geschenkpapier, Kosmetika, Kleidung.
    Es nervt nur leider sehr, beim Essen das Alaska seelachsfilet auf dem Teller zu haben oder das argentinische Rind oder die ganzen Käse, alles konventionell von netto, und sich dann zu unterhalten, was man denn gegen den Klimawandel machen könne. Meiner Meinung nach ist es nämlich relativ einfach, das Essverhalten zu ändern. Womit ich keine 180 grad-wende meine, sondern teilweises ersetzen oder andere Quellen für die Produkte. Was für teile der Familie finanziell auf jeden Fall drin ist. Und, soweit ich das beurteilen kann, auch vom Aufwand.
    Das wohnen werde ich nicht ansprechen, Weil ich weiß, dass das keine Option ist. Und ich Bin mir nicht sicher, ob ich abstrakt genug erwähnen kann, dass die Häuser energetisch wohl katastrophal sind, ohne dass es die anderen als Kritik auffassen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das allen klar ist, dass das ein großer Aspekt ist und eine Person ist wahrscheinlich in ein paar Jahren in der Lage, da in teilen was zu machen.
    Aber beim Rest könnte man was machen. Und die Art, wie manche Familienmitglieder auf einmal ankommen und mir dann stolz erzählen, dass sie von ihrem nicht schlechten Gehalt letztens mal wirklich die biomilcj von netto gekauft haben, nervt mich echt sehr.
    Und wenn sie darüber reden, wären die oben genannten Bereich eben die, in denen sie, zwar im sehr kleinen, aber das Gefühl ist ja auch wichtig, am meisten ändern könnten. Wenn sie es wirklich wollen würden. Und ich weiß nicht, wie ich sie freundlich anregen kann ohne das sie durch mich merken, dass sie eigentlich gar nicht wirklich was ändern wollen.
    Falls es sich sehr hochnäsig liest: hier im Text verallgemeiner ich meine Familie wahrscheinlich etwas, in echt sind deren Lebenssituationen natürlich unterschiedlicher, sodass hier genanntes nie auf alle zutrifft.
    Wir wohnen nicht in erster Linie, um zu repräsentieren, sondern um uns wohlzufühlen.


  9. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    In meinem Freundeskreis ist Klimawandel und veganes Leben öfters Thema, mit meiner besten Freundin sehr, für sie und mich war das aber einfahc auch schon vor Jahrzehnten emotional relevant.

    Im Kolleg_innenkreis (auch unter den Ärzt_innen, die ja durchaus nicht schlecht verdienen) nur punktuell. Einer hat ein übertrieben dickes Auto, dafür schon irgendwie ein vages Bewusstsein, aber hat es halt trotzdem erst vor zwei Jahren als Familienkutsche gekauft (nur ein Kind, also, nicht zwingend, eine riesige Karre zu haben). Der kauft viel Bio, aber auch viel Fleisch. Die meisten haben kein Interesse, groß zu reisen, nicht nur wegen kleiner Kinder und fahren maximal in die nächsten Nachbarländer, um mal was anderes zu sehen. Eine ist recht interessiert, früher viel geflogen, jetzt deutlich reduziert. Die Pflege lebt wie gesagt im Schnitt ziemlich umweltfreundlich allein schon dadurch, dass der Landkreis selten verlassen und relevante Mengen von Gemüse, Obst, Eiern, Fisch und Fleisch selbst erzeugt/gefangen/gejagt wird, da ist Ernährung aber nach meinem Eindruck hauptsächlich im Sinne von Gesundheitsschutz, nicht von Umweltschutz Thema. Greta Thunberg wird hauptsächlich als unverständliches bis ärgerliches Kuriosum gesehen.

  10. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Hm, in meinem kollegen- und freundeskreis sind klima- und umweltschutz ständig präsente themenkomplexe und ich kenne auch persönlich überhaupt niemanden, der diesen bereich nicht als wichtig betrachtet. Welche praktischen implikationen das ganze hat, ist irgendwie ein durchaus anderes thema, wobei die meistens sich in der einen oder anderen weise bemühen. Greta Thunberg bzw ihr engagement und auftreten werden allgemein sehr geschätzt, was aber kaum jemanden davon abhält (im gegenteil eher), einige aspekte rund um ihre person und ihr wirken auch kritisch zu hinterfragen, eben weil man sie bzw die bewegung als extrem wichtig wahrnimmt.
    vi kysstes ivrigt. våra läppar blödde

  11. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?
    Genau 1x ohne Rückflug.

    Bzw. werdet ihr noch fliegen?
    Nope

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?
    Mehr.

    Wollt ihr versuchen es zu verringern oder sogar noch steigern? (nach mir die Sinflut)
    Weniger als 0x geht nicht.


    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?
    Die Bahn müsste günstiger werden.
    Alte, ich hock aufm Klo und hab nur die linke Hand zum Töten!


    (\_/)
    (O.o) ThisIsBunny.
    (> <)
    Copy Bunny Into Your Signature (OwlSucks!) To Help Him Gain World Domination.

  12. Member

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Also sorry, aber was ist denn das für ein Quatsch? Was ist "der Klimawandel", bei dem sie da Anteile verteilt?
    Wenn man die Privatperson und ihre CO2-Emission betrachtet, dann ist Fliegen tatsächlich der größte Killer. Wenn man die Gesamtindustrie etc. einbezieht, dann macht die CO2-Emission einer Person natürlich nix, egal ob sie fliegt oder nicht.
    klimawandel in dem sinne meint die bestimmte summe aller co2-(äquivalenten)-emissionen, die die erderwärmung antreiben und über einen kritischen punkt bringen. das ist eine simple rechnung, bei der alles damit steht und fällt, bestimmte schrauben zu drehen (vor allem ein realistischer co2-preis zwischen 50 und 180 euro die tonne, damit einhergehend ende fossiler verstromung innerhalb der nächsten 5-10 jahre, usw). dieses ganze andere feelgood-individuelle zeug ist für die bekämpfung des klimawandels leider ziemlich irrelevant, auch wenn das immer niemand hören will.
    miss almost, miss maybe, miss halfway

  13. Member

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Ich fliege sehr viel, in diesem Jahr locker über 10x hin und zurück. Viele recht kurze Strecken (unter zwei Stunden), die längeren in der Regel mit Umsteigen, da es keine Direktflüge nach Deutschland gibt.

    Meistens fliege ich aus beruflichen Gründen, es waren aber auch ein paar private Flüge dabei bzw. habe ich die Aufenthalte verbunden.

    Hauptgrund ist, dass ich im (knapp) außereuropäischen Ausland lebe, es hier keine guten Alternativen zu inländischen Flügen gibt (Zug und Bus würde jeweils etwa 16 bis 20 Stunden zu meinen Zielen brauchen) und ich auch schon dreimal meine Familie in Deutschland besucht habe.

    Ich bin mit der Situation überhaupt nicht froh und freue mich, wenn wir bald wieder nach Deutschland ziehen. Die dienstlichen Flüge werden dann seltener, auf private Flüge will ich für die nächsten Jahre ganz verzichten.
    The expected is just the beginning.
    The unexpected is what changes our lives.

  14. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?
    Gar nicht, ich verzichte auch auf eine Fortbildung, die von meinem Arbeitgeber organisiert wird, weil die gemeinsame Anreise mit dem Flugzeug geplant ist.


    Bzw. werdet ihr noch fliegen?

    Nein

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?
    Mein letzter Flug war 2013, davor 2003 und 1999, öfter bin ich noch nicht geflogen.

    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?

    Ich verzichte, obwohl ich mir gerne mehr von der Welt sehen würde. Aber für Urlaub komme ich mit dem, was ohne Fliegen erreichbar ist, klar. Also am Ende ist es für meine Erholung kein Unterschied, ob ich in der Karibik bin oder in der Eifel, Hauptsache raus.
    Aber, ich träume seit Kindesbeinen davon, mal nach Australien zu reisen, das werde ich auch irgendwann mal tun (und dann dorthin fliegen), aber dafür will ich mir dann auch wirklich Zeit nehmen, so dass ich dann mindestens 2 Monate Aufenthalt habe, damit sich der Flug auch richtig lohnt.
    Diese Lava-Lampen machen doch überhaupt keinen Sinn, wenn man keine Drogen nimmt.

  15. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?
    Gar nicht, ich verzichte auch auf eine Fortbildung, die von meinem Arbeitgeber organisiert wird, weil die gemeinsame Anreise mit dem Flugzeug geplant ist.


    Bzw. werdet ihr noch fliegen?

    Nein

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?
    Mein letzter Flug war 2013, davor 2003 und 1999, öfter bin ich noch nicht geflogen.

    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?

    Ich verzichte, obwohl ich mir gerne mehr von der Welt sehen würde. Aber für Urlaub komme ich mit dem, was ohne Fliegen erreichbar ist, klar. Also am Ende ist es für meine Erholung kein Unterschied, ob ich in der Karibik bin oder in der Eifel, Hauptsache raus.
    Aber, ich träume seit Kindesbeinen davon, mal nach Australien zu reisen, das werde ich auch irgendwann mal tun (und dann dorthin fliegen), aber dafür will ich mir dann auch wirklich Zeit nehmen, so dass ich dann mindestens 2 Monate Aufenthalt habe, damit sich der Flug auch richtig lohnt.
    Diese Lava-Lampen machen doch überhaupt keinen Sinn, wenn man keine Drogen nimmt.

  16. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?

    zwei mal hin und zurück. davon ein mal beruflich und ein mal privat.

    Bzw. werdet ihr noch fliegen?

    voraussichtlich nicht.

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?

    etwas weniger als letztes jahr, deutlich weniger als vor zwei bis drei jahren, wobei das vor zwei, drei jahren komplett beruflich bedingt war und nicht anders als per flugzeug zu machen gewesen wäre. davor bin ich im schnitt ein mal alle ein bis zwei jahre geflogen.

    Wollt ihr versuchen es zu verringern oder sogar noch steigern? (nach mir die Sinflut)

    ich versuche mein verhalten insgesamt so zu gestalten, dass ich das umweltfreundlichere verhalten wähle, sofern dies ohne oder mit nur geringen/für mich aushaltbaren komforteinbußen einher geht. ich esse z.b. fleisch nur in situationen, in denen es für mich einen unterschied macht. d.h. einerseits dass ich das steak ohne schlechtes gewissen esse, wenn ich alle paar monate mal richtig lust drauf habe, aber nicht esse, wenn ich mir denke, dass ich gerade ähnlich viel lust auf meine vegetarische gnocci-rosenkohl-pfanne habe. curry koche ich generell nicht mit fleisch, weil der geschmackliche unterschied für mich bei diesem gericht nicht so wesentlich ist. ich mache stattdessen reines gemüsecurry oder verwende tofu oder seitan. genauso ist es für mich mit dem fliegen. wenn ich in den urlaub fahren will und eins von zwei für mich und meine begleitung möglichen zielen per zug und das andere realistisch nur per flug erreichbar ist, wähle ich das per zug erreichbare. wenn der unterschied zwischen flug und zug zeitlich im rahmen ist (k.a., vielleicht 15-20%?) und ich mir den preislichen unterschied gut leisten kann, nehme ich auch den zug.

    und ich glaube, dass das das maß an einsatzbereitschaft ist, das man realistisch betrachtet im durchschnitt von den bürgerinnen und bürgern maximal wird erwarten können und mit dem politisch geplant werden kann. es ist doch beim aktuellen stand illusorisch, dass alle innerhalb kurzer zeit zu vegetarierinnen oder veganern werden und überhaupt nicht mehr fliegen. und ich weiß auch nicht, ob es klug wäre, das als ziel zu haben oder ob das nicht vielmehr viele, die durchaus zu moderaten anpassungen bereit wären, komplett abschreckt und dicht machen lässt. was aber an veränderung im durchschnittlichen indiviualverhalten erreicht werden kann ist, dass nicht mehr so viel fleisch und milchprodukte konsumiert werden und das ausmaß an besonders klimaschädlicher mobilität zurückgefahren wird. und dass das nur ein baustein von vielen ist, sollte auch klar sein. neben der regulation der industrie und weiteren maßnahmen muss weiterhin mehr energie in die forschung an klimafreudlichen substituten zu fossil basierter mobilität und energie insgesamt gesteckt werden. anders ist co2-neutralität nicht zu erreichen.

    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?

    ausbau des angebots der bahn (verbindungen, frequenz) und niedrigere bahnpreise bei gleichzeitig höheren flugpreisen durch realistische co2-bepreisung, kerosinsteuer etc.
    Geändert von Chisa (29.09.2019 um 16:11 Uhr)

  17. Newbie

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Ich bin schon seit Jahren nicht mehr geflogen und werde das auch zukünftig vermeiden. Nicht einmal nur wegen Klimaschutz, sondern weil ich es einfach nicht mag und das Ziel dann schon sehr toll sein müsste. Mein Reisefieber hat zuletzt aber irgendwie abgenommen, deswegen pressiert es nicht so.

  18. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Zitat Zitat von Telekommanderin Beitrag anzeigen
    und ja, fliegen ist zu billig. von daher ist eine verteuerung unbedingt notwendig. ich fände aber gut, wenn die preis-erhöhungen nach einkommen gestaffelt würden. (also dass es für alle teurer würde, aber eben nicht im selben maße. ansonsten käme es lediglich dazu, dass geringverdiener überhaupt nicht mehr fliegen können, und es viel-verdienern einfach schnuppe wäre. )

    ich bin ja auch dafür, dass flugpreise durch realistische co2-bepreisung etc. den real entstehenden kosten angepasst werden und dadurch insgesamt deutlich teurer werden (und dass gleichzeitig das angebot der bahn massiv verbessert und günstiger wird). aber meinst du nicht auch, dass es viel besser wäre, die probleme sozialer ungleichheit, die sich u.a. bei höheren preisen für bestimmte konsumgüter auswirken, durch bessere sozialpolitik zu lösen? imho würden solche dinge wie unterschiedliche preise für konsumgüter (abseits von denen, die zur grundversorgung nötig sind) nach einkommensstärke nur an den symptomen rumdoktorn und dabei im zweifel noch neue ungerechtigkeiten erschaffen. was ist z.b. mit jemandem, der vom einkommen her gerade so über der schwelle für den ganz günstigen tarif liegen würde, aber wegen seiner chronischen krankheit oder zu unterstützenden menschen im nahen umfeld mehrausgaben hat, die bei planung der regelung nicht mit bedacht wurden und deshalb nicht oder zumindest nicht in angemessenem umfang abzugsfähig sind? von den kosten für eine weitere kontrollinstanz, der stigmatisierenden wirkung von bescheinigungen zur erlangung eines günstigeren tarifs und den datenschutzmäßigen bedenken mal ganz abgesehen.

    ich glaube außerdem, dass wir akzeptieren werden müssen, dass es in unserer gesellschaft immer einen gewissen anteil an menschen geben wird, die sich mehr und damit auch potentiell mehr schädliches verhalten leisten können als der durchschnitt oder geringverdiener. zumindest wenn man einen kompletten systemwechsel nicht in betracht ziehen möchte. und das ist, innerhalb des aktuellen systems, imho ok, solange eine ausreichende umverteilung stattfindet, bei der die, die viel haben (einkommen UND vermögen), mehr abgeben als die anderen und die die mittelviel oder wenig haben mit diesen mitteln jeweils im erforderlichen maße unterstützt werden. das findet in unserer gesellschaft viel zu wenig statt, was das bedürfnis für unterschiedliche bepreisung nach einkommen, bzw. das argument, man könne xyz nicht machen, weil sich dann arme menschen das nicht mehr leisten können während reiche menschen weiter machen wie bisher, überhaupt erst so groß werden lässt.

    das problem ist aber, in umwelttechnischer wie sozialer hinsicht, nicht, dass sich die oberen 10.000 bei angemessener bepreisung weiterhin das tägliche stück fleisch und zwei flugreisen pro jahr werden leisten können. sondern dass menschen mit wenig geld wenig spielraum für entscheidungen haben, wofür sie ihr geld, nach abzug der kosten für absolute notwendigkeiten, einsetzen. und den spielraum erhöht man nicht wesentlich, indem man willkürlich bestimmte produkte rausgreift und für diese für menschen mit wenig geld einen niedrigeren preis verordnet. ein bisschen finanziellen spielraum zu haben um, zumindest in maßen, eine individuelle lebensführung zu ermöglichen ist das was wichtig ist und nicht das zugänglich machen willkürlich herausgegriffener güter, die ohnehin nicht unbedingt zum grundbedarf zählen.

    das ziel sollte doch insgesamt sein, dass es eine möglichst breite mittelschicht zu haben und möglichst wenige menschen, die, ob nach oben oder unten, da stark herausfallen. das wäre ohnehin auf vielen ebenen wichtig und stabilitätssichernd.
    Geändert von Chisa (30.09.2019 um 15:52 Uhr)

  19. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?

    2x Interkontinental

    Bzw. werdet ihr noch fliegen?

    nochmal 2x interkontinental

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?

    ungefähr genauso

    Wollt ihr versuchen es zu verringern oder sogar noch steigern? (nach mir die Sinflut)

    ich würde gerne mehr Fernreisen machen, wenn ich es einrichten kann, insofern würde ich dann auch mehr fliegen.

    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?

    Bei Reisen im Inland: Da finde ich Bahnfahrten jetzt schon entspannter und besser als Flüge.
    Bei Reisen in Europa: Schnellere Züge
    Bei Fernreisen: Ich sehe wenig, was mich zum Verzicht auf Flüge bei Fernreisen bringen könnte. Der Preis müsste schon exorbitant viel höher sein als jetzt. Und selbst dann würde ich eher bei anderen Sachen sparen.

  20. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Fragen zum Fliegen 😊

    Wie oft seid ihr dieses Jahr schon geflogen?
    Einmal, wir haben meine Schwiegereltern besucht. Ohne Flugzeug wäre man 40h unterwegs.

    Bzw. werdet ihr noch fliegen?
    Gar nicht.

    Mehr oder weniger als die letzten Jahre?
    Weniger als in den vier Jahren Fernbeziehung in die USA wird es immer bleiben.

    Wollt ihr versuchen es zu verringern oder sogar noch steigern? (nach mir die Sinflut)

    Ich möchte gern so selten wie möglich fliegen.

    Was müsste passieren, damit ihr eher verzichtet?
    Die Bahn müsste billiger sein und besser funktionieren. Oder überhaupt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •