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  1. Stranger
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    Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    So, jetzt muss ich das Forum auch einmal um eine Meinungseinschätzung bitten. Ich befinde mich gerade in einer Entscheidungssituation, die vielleicht die ein oder andere von Euch auch schon einmal erlebt hat.
    Ich arbeite in einer der norddeutschen Stadtstaaten in einer Landesbehörde und bin eigentlich auch ganz zufrieden. Was mich nur täglich nervt, ist, dass ich zwei Stunden von meinem Heimatort in die Stadt und zurück bahnfahren muss. Eigentlich möchte ich das gern ändern und vor allem möchte ich gern Wohnungseigentum erwerben, bevor man zu alt für dafür wird. Ich habe jetzt schon länger in der Stadt gesucht und alles was man bekommt, ist Schrott zu überhöhten Wahnsinnspreisen. Nun habe ich in meiner jetzigen Heimatstadt eine Neubauwohnung angeboten bekommen, die ich spielend abbezahlen könnte. Die guten Preise ergeben sich hier hauptsächlich aus dem Grund, dass unsere 10T Einw. Stadt total überaltert ist, man eben eine Stunde mit dem Auto oder dem Zug in die nächste Großstadt braucht und man außer ein paar Supermärkten hier ansonsten nichts vorfindet. Ich muss sagen, dass mich hier in diesem Ort auch nur noch meine Mutter hält, die auch hier lebt, ansonsten kenne ich hier niemanden mehr, da alle fortgezogen sind.
    Auf der anderen Seite glaube ich nicht, dass sich die Immobilienpreise (Miete und Kauf) in den nächsten 10 Jahren noch einmal normalisieren in den Städten, sodass dies die Chance auf recht schönes Wohneigentum wäre. Auf Grund der beschriebenen Situation befinde ich mich derzeit in einer Zwickmühle und wäre für Einschätzungen von außen dankbar!

  2. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Warum willst du denn Wohneigentum? Was ist deine Motivation dahinter? Ich frage, weil Immobilien in "unattraktiven" Wohngegenden ja ggf. gar keine so sicheren Wertanlagen sind.

    Für mich persönlich käme so eine lange Pendelstrecke nicht in Frage, dauerhaft würde ich das ganz bestimmt nicht so planen und gleich zweimal nicht, wenn (so klingt es) der einzige Grund, so weit weg zu wohnen, günstiges Eigentum ist, aber dich dort sonst nichts wirklich hält. Also, für mich wäre die Antwort auf "Soll ich in X was kaufen? Ich pendele jeden Tag 2h zur Arbeit und es gibt in X nichts Tolles, ich kenne da auch kaum noch wen" eigentlich recht eindeutig.

    Wenn du unbedingt kaufen willst: gibt es keine Orte abgesehen von Wohn- und Arbeitsort, die vielleicht allein durch eine kürzere Pendelstrecke attraktiver wären?
    Geändert von sora (03.10.2019 um 19:47 Uhr)

  3. Senior Member Avatar von love_for_me
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Könntest du die näher einen job suchen?

  4. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    ich weiß auch nicht, ob man unbedingt eigentum braucht. aber wenn es für dich elementar ist, dann macht es natürlich einen unterschied ob es sich bei deinem arbeitsort um hamburg oder bremen handelt. in und um bremen kann man halt schon was okayes finden. hamburg sieht natürlich tatsächlich düster aus. auch in den vororten.
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  5. Stranger
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Warum will man Eigentum haben ? Ich finde, es ist eine gute Altersvorsorge und ich möchte schlicht nicht anderer Leute Wohnungen abbezahlen. Bei dem Zinsniveau derzeit ist es zudem so, dass mieten und abbezahlen fast von der monatlichen Belastung her auf dasselbe herauskommen. Ich bin gelernte Juristin, d.h. ich könnte hier auch irgendetwas finden, ist vom Niveau her aber schon was Anderes.

    Und mittlerweile ist es tatsächlich so, dass es auch preislich keinen großen Unterschied macht, ob man in der Stadt oder in den Vororten sucht. Da ist man denn für etwas Vernünftiges dann auch schnell mit 300T € und mehr dabei (wie ihr seht, ich rede nicht von Hamburg ) Und v.a. die Taktung nimmt dann doch recht schnell rapide ab. Und dann frage ich mich, ob es einen großen Unterschied macht, ob man am Ende 30min oder 50min fährt.
    Geändert von dusty (03.10.2019 um 20:48 Uhr)

  6. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Aber fährst du jetzt nicht 2h und ziehst das für dauerhaft in Erwägung? Da wären doch auch 50 min schon eine riesige Verbesserung, oder sogar 1,5h.

    Das mit der Altersvorsorge ist so eine Sache, wenn du deine Immobilie später nicht für einen guten Preis verkaufen kannst, was bei einer wenig attraktiven Gegend nicht super unwahrscheinlich ist, soweit ich weiß...

  7. Stranger
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich fahre ca. 2 Stunden insgesamt am Tag, also 1 Std hin und eine zurück (von Tür zu Tür gerechnet, reine Bahnfahrzeit ca. 50min) Deshalb war mein Gedanke, ob es im Alltag soviel Unterschied macht, ob man 30min oder 50min einfache Strecke fährt, wenn man ja doch in den Zug einsteigen muss.
    Altersvorsorge war so gemeint, dass man bei unserer Rente, die uns später erwartet, zumindest eine abbezahlte Bleibe hat und nicht noch das Geld für die Miete aufbringen muss. Aber du hast natürlich recht, wenn es um den Verkauf geht, dürfte es schon aus demographischen Gründen schwieriger werden. Ach, hätte man nur eine Kristallkugel zu Hause und wüsste man, ob die nächste Wirtschaftskrise nicht auch eine Stabilisierung der Immobilienpreise mit sich brächte.

  8. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    wenn es aber um eine wohnung geht, hat man weiterhin das hausgeld an der backe.


    ich persönlich finde, dass 30 oder 50 min ein großer unterschied ist, aber das ist sicher geschmackssache
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  9. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Ah, das habe ich falsch verstanden. 2h hätte ich echt viel gefunden und konnte kaum glauben, dass du in Erwägung ziehst, das zu verstetigen, wenn dich an dem Ort nicht mal viel hält

  10. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    wenn es aber um eine wohnung geht, hat man weiterhin das hausgeld an der backe.
    Das ist für mich kein Argument- ist beim Haus ja nicht anders, nur dass man sich dann selbst Rücklagen schaffen muss anstatt Hausgeld zu zahlen. Heizung, Dach etc. So ein EFH muss ja auch unterhalten werden.
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    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
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  11. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    ich meinte es eher wegen des arguments der miete, die man nciht zahlen muss. das fand ich etwas kurz gegriffen
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  12. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    ich persönlich finde, dass 30 oder 50 min ein großer unterschied ist, aber das ist sicher geschmackssache

    ich auch. und die vermutlich nicht gerade bessere taktung der öffentlichen verkehrsmittel in einem ne stunde von der großstadt entfernt liegenden 10.000 einwohner ort, der offenbar kein echter vorort ist, macht es auch nicht gerade besser.

    ich würde zudem bedenken, dass man im alter ja nicht gerade mobiler wird und daher im zweifel eher auf fachärzte, kulturelle und soziale angebote vor ort angewiesen ist als in jüngeren jahren. und wenn der ort dann noch einer ist, bei dem man jetzt schon sagt, dass einen da außer der dort wohnenden mutter nichts mehr hält, würde ich mir schon drei mal überlegen, ob ich die perspektive dort als rentnerin leben zu müssen, weil sich ein verkauf nicht lohnt und die wohnung schlecht zu vermieten ist, so attraktiv finde. ich hatte immer den eindruck, dass sich in so kleinen, über wenig angebot und eine schlechte anbindung an die größere stadt verfügenden orten, nur die älteren leute wohl fühlen, die dort sehr verwurzelt sind, bzw. vor ort gut vernetzt sind.
    love is a litany, a magical mystery

  13. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Vielleicht könntest du die Wohnung auch nehmen und trotzdem weiterschauen? Und solltest du irgendwann was besseres finden, die Wohnung untervermieten? Oder ist das ein total unrealistischer Plan? Bedeutet halt einiges mehr an Aufwand.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  14. Regular Client Avatar von YuckFou
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Eigentum ist meiner Meinung nach doch viel mehr eine Lifestyle-Entscheidung als ein Invest, wenn es sich um eine Wohnung in einer Kleinstadt wie beschrieben handelt.

  15. Addict Avatar von juno_
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Mutig, hier so kurz "danach" wieder einen Eigentumsthread zu starten.

    Ich persönlich würde immer auf eine möglichst kurze Pendelstrecke hinwirken wollen. Pendeln ist so viel verschwendete Lebenszeit, und mich mit Eigentum doch in gewisser Weise längerfristig an so eine lange Strecke zu binden, käme für mich nicht in Frage (es klingt ja so, als wäre dein Job auch recht fest). Ansonsten finde ich phaenos Vorschlag bedenkenswert.

  16. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Ich bin auch anti-Pendeln und anti-Eigentum.

    Eigentum ist keine Altersvorsorge, das war Marketing der Immobilienbranche in den 60ern. Seitdem hält sich das Gerücht.

    Ich bin früher auch zwei Stunden am Tag in die Großstadt gependelt.

    Mir ist es persönlich wichtiger mobiler zu sein und auch mal flexibler den Arbeitsort zu wechseln.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  17. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Wenn man in einem (kleinen) Bundesland Beamtin mit offenbar recht hoher Stelle ist, ist flexibles Jobwechseln aber ja eh nicht drin.

    Würde vermutlich nach lebenswerteren Orten im Umkreis der Großstadt gucken, Kleinstädte sind ja sehr verschieden... Die attraktiven sind vermutlich dann auch teurer. Hast Du irgendwo in der Gegend Freund_innen, die vielleicht Eigentum haben (also vermutlich bleiben) oder anderweitig fest verwurzelt sind?

  18. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Zitat Zitat von juno_ Beitrag anzeigen
    Mutig, hier so kurz "danach" wieder einen Eigentumsthread zu starten.

    Ich persönlich würde immer auf eine möglichst kurze Pendelstrecke hinwirken wollen. Pendeln ist so viel verschwendete Lebenszeit, und mich mit Eigentum doch in gewisser Weise längerfristig an so eine lange Strecke zu binden, käme für mich nicht in Frage (es klingt ja so, als wäre dein Job auch recht fest). Ansonsten finde ich phaenos Vorschlag bedenkenswert.
    Würde ich so pauschal übrigens gar nicht sagen. Ich pendele eine Stunde mit dem ÖPNV (ein Weg), und für mich sind das zwei Stunden am Tag, in denen ich nichts muss und niemand was von mir will, in denen ich halbwegs in Ruhe lesen etc kann. Ich fand das zB immer wirklich ganz gut als Puffer zwischen Arbeitsschluss und Kind abholen.

  19. Member Avatar von Candy Gulf
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Nach deiner Beschreibung würde ich nicht kaufen, weil es nicht attraktiv klingt.
    Und ohne Details zu kennen klingt "Juristin in einer Landesbehörde " danach als gäbe es noch Alternativen, um eine gute Vorsorge fürs Alter zu treffen.
    .

  20. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Wohnort/Eigentum- schwere Entscheidung

    Und hat es geholfen, uns kalt zu machen, dass nur weil man eine Immobilie kauft, das nicht heißt, dass man sein Leben lang drin wohnen muss.

    Wir haben schon mit der Intention gekauft, auf unbestimmte Zeit drin zu leben und generell in der Stadt zu bleiben. Jetzt hat es sich recht spontan ergeben, dass wir nach knapp 4 Jahren nach Kauf die Stadt gewechselt haben und vermieten sie jetzt halt. In spätestens 15 Jahren ist sie abbezahlt und wir machen Plus.

    Mir tut es gerade echt weh, was wir in der neuen Stadt an Miete raushauen, das Gekd würde ich lieber in einen Kredit stecken, aber hier sieht’s eher mau aus, der Suchagent schlägt kaum an.

    Bzgl Pendeln sehe ich es wie Sora: ich bin die letzten Jahre 1h/Strecke mit dem Auto gependelt. Jetzt sind es noch knapp 35min. Ich nutze die Zeit zum Hörbuch hören und Telefonieren. Wenn ich selten mal mit der Bahn fahre, lad ich mir was bei Netflix runter und schaff knapp eine Folge von irgendwas pro Weg. Finde ich ganz entspannend.

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