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  1. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Wie wurde euch das denn abtrainiert?

    Ich kann mich nicht erinnern, je laut mit mir selbst geredet zu haben, außer, dass ich laut fluche oder so, wenn was ist.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    Klamotten || Bücher

    wubbalubbadubdub.
    ʕ•͡ᴥ•ʔ

  2. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ich führe innerlich schon echt Dialoge mit mir und denke auch so Sachen wie, dass ich an X und Y denken muss oder so, aber laut aussprechen tue ich das nicht. Laut fluchen tue ich schon.

    Ihc hab das in den letzten Tagen bei meiner Oma mitbekommen und bin etwas erschreckt darüber, dass sie das echt ständig macht (und wenn nicht, dann summt sie vor sich hin); das hat sie früher nicht. Und dass sie eben auch nicht aufhört, wenn ich dabei bin. Manchmal wusste ich nicht, ob sie Dinge zu sich selbst sagt oder zu mir.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  3. Addict Avatar von Graf_Zahl
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ich kann mich nicht erinnern, das jemals getan zu haben. Daher finde ich es bei anderen auch eher befremdlich.
    Wenn du die Bande zu mir kappen willst,
    werde ich nicht gewalttätig.

  4. Junior Member Avatar von liorit
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von Graf_Zahl Beitrag anzeigen
    Ich kann mich nicht erinnern, das jemals getan zu haben. Daher finde ich es bei anderen auch eher befremdlich.
    hier auch. mein opa hat nach dem tod meiner uroma (seiner mutter) kurze zeit selbstgespräche geführt, aber dann irgendwann wieder aufgehört. ich kann mich noch erinnern, dass meine mutter und meine onkel das ganz besorgniserregend fanden und deshalb dachte ich auch immer, dass das was negatives ist.

    Zitat Zitat von NeroDAvola Beitrag anzeigen
    Beim lernen muss alles laut gebrabbelt werden, das ist bei mir höchst effektiv und ersetzt das zeitaufwändige Rausschreiben
    oh, das mache ich auch. im kreis laufen muss ich dabei auch. ich hab mir extra andere hausschuhe gekauft, die keine geräusche machen beim laufen, damit ich nicht stundenlang rumquietsche, wenn ich in meinem zimmer rumlaufe und lerne. ich stelle mir dabei aber vor, dass ich das gerade jemandem erkläre bzw. in einer mündlichen prüfung sitze, weil man so angeblich am besten dinge behält. :')
    "erst wollte ich als kind immer bäckerin werden. als sie mir dann gesagt haben, das ich da den kuchenteig nicht naschen darf, war der beruf dann doof."

  5. V.I.P. Avatar von felissi
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    AW: mit sich selbst sprechen

    ok, dank caly weiß ich nun sicher, dass ich auch vor andren selbstgesprüche führe, bei der einkaufsliste hats klick gemacht.
    wenn ich ne lange liste habe, stehe ich gerne mal mit der liste beim einkaufswagen, streich vl was auf der liste herum u sag sowas wie "gut, den senf hamma jetzt auch..."
    das einzig beständige im leben ist die veränderung

  6. V.I.P. Avatar von Lamb
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Sehr selten. Ich singe aber manchmal über die Dinge die ich mache oder machen muss, so wie marshall aus himym. Aber nur wenn ich alleine und sehr gut drauf bin.

  7. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    oh, das mache ich auch. im kreis laufen muss ich dabei auch. ich hab mir extra andere hausschuhe gekauft, die keine geräusche machen beim laufen, damit ich nicht stundenlang rumquietsche, wenn ich in meinem zimmer rumlaufe und lerne. ich stelle mir dabei aber vor, dass ich das gerade jemandem erkläre bzw. in einer mündlichen prüfung sitze, weil man so angeblich am besten dinge behält. :')
    Das hab ich früher zu Uni-/Prüfungszeiten auch gemacht. Das soll tatsächlich eine gute Memorier-/Lerntechnik sein. Bei mir hats auch sehr gut funktioniert.

    Ansonsten führe ich innere Gespräche mit mir, eigentlich immer, so funktioniert halt Denken, nicht? Wenn ich mich aufrege und wütend bin (beim Autofahren, wenn die Technik nicht funktioniert etc.) spreche ich den (Hass-)Gedanken auch mal laut aus (oder schreie ihn, je nachdem).

    Mir fällt ein, ich hatte es mal mit einer Freundin darüber, dass sie behauptet hat, es tut Pflanzen angeblich gut, mit ihnen zu sprechen, ich hab das dann mal ausprobiert, aber selbst das finde ich superkomisch (mit Tieren geht das aber gut! ). Bei mir findet das meiste IN meinem Kopf statt. Gedanken sind auch schneller formuliert als gesprochene Worte.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  8. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Wie wurde euch das denn abtrainiert?
    Als jemand, die als Kind ausuferndste Selbstgespräche geführt hat (die ich aber in dem Fall nicht als solche empfand, weil die sich nämlich auf Geschichten bezogen, die ich mir ausgedacht habe und ich habe ja gar nicht mit mir selbst gesprochen, sondern nur laut wiedergegeben, was die verschiedenen Rollen in meinem Kopf sagen ): Mir war glaube ich schon immer irgendwie bewusst, dass man das nicht vor anderen macht. Daran, dass meine Eltern was gesagt hätten, kann ich mich aber nicht erinnern. Stattdessen wurde ich mal von jemandem aus der Nachbarschaft erwischt und ausgelacht und seitdem habe ich wirklich drauf geachtet, nur dann Selbstgespräche zu führen, wenn ich ganz allein bin und wirklich niemand sonst in der Nähe ist. Also auch z.B. jetzt in diesem Moment nicht, wo in einem anderen Zimmer meiner Wohnung jemand schläft, der mich wahrscheinlich nicht mal hören würde.

    Ich spreche auch mittlerweile eigentlich nur noch in Fremdsprachen mit mir selbst, weil mir das mir selbst gegenüber weniger peinlich ist
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  9. Enthusiast
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich führe innerlich schon echt Dialoge mit mir und denke auch so Sachen wie, dass ich an X und Y denken muss oder so, aber laut aussprechen tue ich das nicht. Laut fluchen tue ich schon.

    Ihc hab das in den letzten Tagen bei meiner Oma mitbekommen und bin etwas erschreckt darüber, dass sie das echt ständig macht (und wenn nicht, dann summt sie vor sich hin); das hat sie früher nicht. Und dass sie eben auch nicht aufhört, wenn ich dabei bin. Manchmal wusste ich nicht, ob sie Dinge zu sich selbst sagt oder zu mir.
    Wenn sie das früher nicht gemacht hat, fände ich es auch auffällig, muss ich gestehen, vor allem, weil sie ja vermutlich ein entsprechendes Alter hat. Hast du sie mal drauf angesprochen? Wenn ihr bewusst ist, dass sie das macht und dann sagt "ja mei, so merk ich mir halt, was ich einkaufen will!" fände ich es einfach eine Strategie, um das altersgemäße Nachlassen des Gedächtnisses zu kompensieren. Merkt sie es gar nicht, fände ich es besorgniserregender. Vielleicht kann sie oder ihr zusammen den Hausarzt drauf ansprechen?

  10. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Ansonsten führe ich innere Gespräche mit mir, eigentlich immer, so funktioniert halt Denken, nicht?
    Denken kann doch ganz unterschiedlich "funktionieren", Sprache ist da nur eine Möglichkeit eigentlich?
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  11. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Denken kann doch ganz unterschiedlich "funktionieren", Sprache ist da nur eine Möglichkeit eigentlich?
    Hm, (innere) Sprache ist schon essentiell, da sie eine strukturierende Funktion beim Denken hat, also sie ist ein elementarer Bestandteil von Denkprozessen, neben anderen kognitiven Abläufen. Deswegen funktionieren ja auch sprachbasierte Memoriertechniken (imaginäre Vorträge halten, anderen etwas erklären, Assoziationen über Geschichten beim Merken von Items usw.) bei vielen Menschen recht gut. (Und die Kinder mit (Lern-)Beeinträchtigungen, mit denen ich arbeite, haben ganz oft Schwierigkeiten mit diesem "inneren Sprechen", um ihr Denken und Handeln zu strukturieren, das steht dann auch in diagnostischen Gutachten. Sorry, zu weit ausgeholt, aber faszinierendes Thema.)

    Edit: Zu schreiben, dass über (innere) Sprache Denken funktioniere, war etwas flapsig von mir ausgedrückt, insofern hast du schon recht, phaeno, als dass Sprache nicht das einzige Mittel zum Denken ist. Mensch, es ist zu früh... zum Denken :')
    Geändert von Hippiekind (01.11.2019 um 08:02 Uhr)

  12. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ja, aber es kommen doch eben auch andere Sachen noch dazu. Und sprachbasierte Lerntechniken funktionieren doch auch nicht für jeden.
    Wenn ich über die Einkaufsliste nachdenke, denke ich an die Paprika, wie sie im Supermarkt bei dem anderen Gemüse liegt und an die Milchkartons im Kühlregal etc. und ich denke nicht "2l Milch" und "Paprika".
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  13. Senior Member Avatar von Maritty
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ich sage mir meine ArbeitsSchritte vor, also a la "jetzt kommt das, das muss ich noch..."
    neu.gierig.toll.kühn

  14. Senior Member Avatar von MissBlurry
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Vorm Abi und meinen Abschlussprüfungen hab ich mir den Stoff immer laut vor mir hergesagt, quasi als Übung für die mündlichen Prüfungen.
    Ich hab ne Kollegin, die brabbelt dauernd vor sich hin, sodass ich sie auch schon öfter gebeten hab das sein zu lassen weil sie a) gesagt hat ich soll das machen wenn es überhand nimmt, b) ich mich da nicht konzentrieren kann und c) ich oft nicht wusste meint sie mich oder sich selber...
    Ich rede nur selten mit mir selber. Beim Autofahren red ich ja quasi mit den andern, die unfähig sind, wenn ich schimpfe aber ab und zu beim arbeiten passiert es mir, dass ich über was bin, mir dann was einfällt was ich noch machen muss und ich dann laut "ach shit" oder sowas sage...

  15. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Auch bei deinem Beispiel nutzt du fürs Denken/Erinnern/Abrufen aus dem Gedächtnis dein mentales Lexikon, also grob gesagt: Sprache. (Sprache im weiteren Sinne ist ja vor allem neben der reinen Benennung der Dinge v.a. das Beschreiben ihres Aussehens, ihrer Haptik usw. sowie deren semantische Vernetzung und Kategorisierung. Du kategorisierst die Paprika als "rot, glatte Oberfläche, knackig", ordnest sie unter "Gemüse" ein - das passiert über Sprache, du hast Wörter dafür, du vernetzt/kategorisierst darüber. Dass du weißt, wo sie in einem bestimmten Supermarkt zu finden ist, ist eher erfahrungsbasiertes, angeeignetes Lernen/Wissen.) Es gibt definitiv Denkprozesse, die nicht über Sprache laufen bzw. ist ja selbst innere Sprache nicht das gleiche wie das konkret gesprochene Wort (also ja, da gibt es schon auch Unterschiede zwischen dem, was man im Kopf "formuliert", vor sich hin denkt oder als Gedanken durchfließen lässt, und dem, was man dann konkret ausspricht), aber wie gesagt, ich meinte eher den o.g. strukturierenden Charakter, den Sprache in Bezug auf viele (nicht alle!) Denkprozesse haben kann.

    Und ich schrieb auch nicht, dass sprachbasierte Lerntechniken für "jeden" funktionieren, sondern für "viele" (da Sprache eben häufig das Medium ist) - aber du wirfst bspw. nicht den Blick auf etwas und dann "kannst du es" (wiedergeben), auch, wenn du eher der visuelle Lerntyp bist (außer, du hast ein fotografisches Gedächtnis), da funktioniert der Lernprozess ja auch nochmal über das Anstoßen von anderen Kanälen und Verknüpfungen.
    Geändert von Hippiekind (01.11.2019 um 08:45 Uhr)

  16. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Was ich eigentlich zum Threadthema ausdrücken wollte, ich kann mir schon gut vorstellen, warum Menschen, und vor allem ältere Menschen, vor sich hinsprechen, es ist eben eine Stütztechnik, um sich besser zu strukturieren und sein Vorgehen zu planen, das haben ja auch einige hier beschrieben. Vielleicht ist das bei deiner Oma ähnlich, phaeno. Ansonsten bin ich bei lorella.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  17. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: mit sich selbst sprechen

    @Hippie
    Soweit ich weiß, gibt es gar kein fotografisches Gedächtnis in dem Sinne, in dem sich die meisten das vorstellen?

    Ich kann nur sagen, dass zB. bei der Einkaufsliste in meinem Kopf keine Wörter "existieren", sondern nur die Bilder der entsprechenden Dinge. Dabei kategorisiere ich auch nicht ein, um was es sich jeweils handelt, sondern denke die Bilder in der Reihenfolge, in der ich die Dinge im Supermarkt einsammeln würde.
    Natürlich funktioniert denken über Sprache, das will ich auch gar nicht bestreiten. Ich will nur darauf hinaus, dass es nicht nur so ist und dass man in diesen Alltagsdingen da ja sehr unterschiedliche Formen des Denken haben kann. Und dass ich eben eher ein visueller Typ bin und mir Bilder sehr gut merken kann.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  18. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Dass das nicht "nur so ist" und meine erste Aussage dazu etwas hingeflapst war, hab ich ja dann auch geschrieben
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  19. Stranger Avatar von Staubwedel
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ich erklärt mir selbst manchmal Dinge, so versteh ich das besser. Manchmal im Supermarkt, wenn ich was nicht finde, weil umgebaut wurde. So, wo ist das jetzt nur wieder.
    In Gegenwart anderer nicht. Finde ich unhöflich. :-D

  20. Addict Avatar von Tethys
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    AW: mit sich selbst sprechen

    Ich spreche extrem viel mit mir selbst und finde mich dabei manchmal schon etwas awkward.

    Solche Sachen wie Einkaufsliste laut aussprechen mache ich natürlich auch (wobei ich mir das Ergebnis davon dann auch aufschreibe), das würde ich aber nicht so sehr als "mit sich selbst sprechen" bezeichnen, sondern eher als "laut aussprechen".

    Ich mache sowohl sowas, also Dinge laut aussprechen, als auch komplexere Selbstgespräche führen. Ich habe allerdings gemerkt, dass das deutlich weniger wurde, als ich für ein paar Monate wieder in einer Beziehung war und mich dort regelmäßig mitteilen konnte. Oft ist es bei mir also wohl auch einfach das Bedürfnis danach, Gedanken laut auszusprechen, da ich nur selten Leuten von den Dingen erzähle, die mich im Alltag und generell so beschäftigen.

    Bei mir reichen die "Selbstgespräche" also vom simplen Laut-Aussprechen von Dingen, die ich mir merken will, über Kommentare, Motivations- und Planungsansprachen an mich selbst (um mein Handeln zu strukturieren und in die Gänge zu kommen) bis hin zu echt umfangreichen Darstellungen meiner Gedanken zu bestimmten Themen oder auch dem detaillierten Auseinanderklamüsern verschiedener Entscheidungsoptionen, um schließlich eben eine Entscheidung treffen zu können.

    Im Grunde gibts eigentlich nichts, worüber ich nicht mit mir rede. Auch Fluchen und laut über meine eigenen Witze lachen geschieht sehr oft. Im Straßenverkehr kommentiere ich auch gerne das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer*innen. Da ich jedoch meist auf dem Fahrrad unterwegs bin (sofern ich nicht mit den Öffis fahre) kann das unter Umständen natürlich schon mal hörbar sein für andere. Oft schimpfe ich dann fahrradfahrend passiv-aggressiv vor mich hin "Jaja, super Idee, mitten auf dem Fahrradweg zu parken, da ist ja Platz für deine olle Blechkarre, kein Problem, ich fahr natürlich gerne drumherum, gar kein Thema!".

    Ich sag mir immer (), dass ich hoffe, ich werde hier nicht abgehört. Das wäre schon echt peinlich und extrem aufschlussreich für die abhörende Person...

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