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  1. Newbie
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    Dauerhaft motiviert bleiben

    Hat jemand von Euch es geschafft, sich Verhaltensweisen an-/abzugewöhnen, obwohl das für sie schwierig/anstrengend war? Sowas wie mit dem Rauchen aufhören, regelmäßig aufräumen, gesund ernähren, regelmäßig meditieren/etwas üben o.ä.?

    Bei mir ist es immer so, dass es mir eine Weile ganz gut gelingt und ich dann die Motivation verliere. Insbesondere dann, wenn ich mich eh nicht so gut fühle, sehe ich das Ziel dann nicht mehr als etwas, was toll ist/wofür sich die Anstrengung lohnt, sondern ich denk "ist doch alles egal". Es liegt aber nicht daran, dass das Ziel falsch gewählt ist, eigentlich ist es mir wirklich wichtig. Ich kenne auch Techniken wie "sich ausmalen, wie toll es ist, wenn man das Ziel erreicht hat", aber im Zweifelsfall kann ich dann nicht mal die Motivation/Anstrengung aufbringen, diese Techniken anzuwenden.

    Hat jemand Tipps? Was hat Euch geholfen?

  2. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Bei mir ist es oft so, dass ich mir versuche, Dinge abzugewöhnen oder anzugewöhnen (abgewöhnen ist einfacher) und das dann ein langes, quasi ewiges hin und her ist. Bis ich eine Methode finde, die einigermaßen funktioniert. Und irgendwann achte ich gar nciht mehr drauf und dann ist es völlig normal.
    Ich habe früher zB. immer gerne abends noch gegessen, nach dem ich feiern war oder auch so Snacks auf dem Sofa. Das wollte ich mir abgewöhnen und hab das auf die harte Methode gemacht und es mir komplett verboten. Das ging in dem Fall auch ganz gut. Teilweise habe ich das Snacken abends mit Gemüse oder Nüssen ersetzt. Und nach einem Jahr gutem Durchhalten gabs ein paar "Rückfälle", aber letztlich fielen die nicht so ins Gewicht und ich beschloss, dass mir das recht egal ist. Und seitdem funktioniert es wunderbar und ich habe gar nicht mehr das Bedürfnis danach. Ich hab das Gefühl, dass ich jetzt viel freier damit umgehe und ab und zu esse ich abends ein Stück Schokolade oder so, aber es ist nicht mehr dieses krasse Bedürfnis da und dieser Widerstand etc.

    Aber wie gesagt, Dinge aufzugeben funktioniert für mich besser, als mir neue Sachen anzugewöhnen. Und joggen mache ich jetzt zB. echt seit vielen Jahren, aber es ist immer noch keine Selbstverständlichkeit.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  3. Senior Member Avatar von MissBlurry
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Joggen ist bei mir auch so ein Ding. Ich fühl mich immer irre gut, wenn ich joggen war (war teilweise auch dreimal die Woche), aber vorher ist das immer so ein innerer Kampf, weil mir das Laufen an sich jetzt keinen Spaß macht und ich es eher gemacht habe, weil ich halt Bewegung brauchte und auch den Eindruck habe, dass es mir gut tut.
    Seit ein paar Wochen gehe ich zweimal die Woche in einen Sportkurs, und der macht mir echt Spaß, aber auch da gab es schon Tage wo ich mich selber richtig in den Arsch treten musste um hinzugehen, weil der Gedanke an mein Sofa einfach zu verlockend war. Mir hilft da echt der Gedanke "es tut dir gut, du fühlst dich super danach, Ausgleich zum Büro blabla".

    Es gibt aber auch Sachen, die kann ich mir einfach nicht abgewöhnen (Süßigkeiten zB). Ich hab schonmal gezwungenermaßen komplett auf Zucker verzichtet, und es geht schon, aber ich mag einfach meine Schokolade essen. Solang es keinen wirklich guten Grund gibt (also solang gesundheitlich alles in Ordnung ist) mag ich mich da echt auch nicht kasteien und meine Schoki und meinen Kuchen essen.

  4. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Ich bin ein Gewohnheitstier. Ich muss mir über eine gewise Zeit ein Verhalten "aufzwingen". Nach einer Weile (6-8 Wochen) läuft das dann ohne nachzudenken.
    Das Problem ist in der Aufzwingphase die Motivation hochzuhalten. Mir helfen da v.a. wissenschaftlich fundierte Fakten, die mir bestätigen, dass ich was gutes tue. Das Anlesen der Fakten dauert bei mir relativ lange, da ich nicht bei dem ersten Artikel hängen bleibe sondern gefühlt 95% der Theorien lese und durchdenke. Erst wenn ich dann zu einem Schluss komme, geht es an die praktische Umsetzung (das Aufzwingen).
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  5. Addict Avatar von Knadiskuh
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Zitat Zitat von Winnie Beitrag anzeigen
    . Ich kenne auch Techniken wie "sich ausmalen, wie toll es ist, wenn man das Ziel erreicht hat", aber im Zweifelsfall kann ich dann nicht mal die Motivation/Anstrengung aufbringen, diese Techniken anzuwenden.
    mindestens ebenso wichtig ist aber, sich die hindernisse auf dem weg zum ziel sehr bewusst zu machen.
    hier kann ich nur wieder die woop-methode empfehlen: http://woopmylife.org/home-de
    das buch dazu liest sich auch sehr schön, fand ich.

  6. Addict Avatar von Telekommanderin
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    was mir z.b. bezüglich regelmäßigem sport geholfen hat:
    ich habe den blick drauf geändert. bis vor einer weile habe ich mir immer überlegt: "wann gehe ich diese woche ins fitnessstudio, evtl. dienstag und freitag?"
    jetzt gehe ich einfach täglich, außer es geht aus bestimmten gründen nicht (an 2 tagen pro woche ist es z.b. nie möglich, am wochenende auch nicht immer).
    damit fällt es mir jetzt wesentlich leichter. das lästige hin- und her überlegen fällt weg, es ist eine routine drin und mir fehlt mittlerweile richtig was, wenn ich ein paar tage nicht zum sport kann.
    .
    es war nicht alles schlecht im kapitalismus

    .

  7. Newbie
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Lieben Dank Euch allen, für Eure Rückmeldungen.

    @Knadiskuh: Das klingt echt gut. Und witzig - die Psychologin, die das entwickelt hat, hat an meiner Uni gelehrt. Ich glaub, ich hab sogar mal bei einer ihrer Studien mitgemacht. Danke für den Tipp auf jeden Fall, ich probier das aus!

  8. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Mir hats immer am meisten geholfen, meine innere Einstellungen auf die Sache, die ich veraendern moechte, zum positiven zu veraendern und das mit meinem Willen, das zu erreichen, zu verbinden, als mit einem Zwang, etwas negatives bleiben zu lassen. Also als Beispiel: anstatt zu sagen: ich MUSS aufhoeren, suesses zu essen, weil ich sonst fett werde und ein schlechter Mneshc bin, der sich schlecht ernaehrt, sage ich: ich MOECHTE mich gesund ernaehren, weil es meinem Koerper gut tut, ich mich fitter fuehle und xyz positive Sachen damit verbunden sind.

    Im Bereich Sport und Essen klappt das sehr gut, andere Dinge hingegen weniger, wie zb Meditieren, weil die Auswirkungen fuer mich weniger greifbar sind, auch wenn ich definitiv daran glaube.

    Und auch die Sache, die Knadiskuh erwaehnt hat, alle Hindernisse bewusst machen und vor allem ehrlich zu sich selbst und seinen Schwaechen stehen, und in welchen Bereichen man sich selbst gerne manipuliert.

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  9. Newbie
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    AW: Dauerhaft motiviert bleiben

    Ja, das ist gut!
    Bin mir grad auch nicht sicher, ob das bei mir mit depressiver Verstimmung und dadurch genereller Antriebslosigkeit zusammenhängt. Hm. :/

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