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  1. Senior Member Avatar von MissBlurry
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Lori und Carl aus TWD sind unangefochten an der Spitze.
    Teenie-Carl ging irgendwann, aber als Kind fand ich ihn auch grässlich. Und Lori ja sowieso. Ich fand aber auch Andrea ultranervig.

    Was an diesem Chuck in Gossip Girl toll gewesen sein soll erschließt sich mir auch null, ich fand schon alleine immer, dass der Schauspieler seine Augen zu sehr zukneift, allein das hat mich schon genervt

    Dr. Weaver und Dr. Benton aus Emergency Room fand ich oft ultra kacke, aber manchmal auch echt gut.

  2. Junior Member Avatar von liorit
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von MissBlurry Beitrag anzeigen
    Teenie-Carl ging irgendwann, aber als Kind fand ich ihn auch grässlich. Und Lori ja sowieso. Ich fand aber auch Andrea ultranervig.

    Was an diesem Chuck in Gossip Girl toll gewesen sein soll erschließt sich mir auch null, ich fand schon alleine immer, dass der Schauspieler seine Augen zu sehr zukneift, allein das hat mich schon genervt
    andrea ist im comic richtig cool und wird da auch quasi zu dem, was daryl in der serie für rick ist. aber in der serie scheint die ja nur von einem egotrip zum nächsten zu hüpfen, mit irgendwelchen kerlen in die kiste zu steigen und ihre 5 minuten dreimal in einer viertelstunde zu haben.

    chuck war in den büchern auch viel besser, da war er auch kein date rapist, soweit ich mich erinnere. er kam gar nicht wirklich vor und hat nur gossip girl verwirrt, weil er ständig mit hübschen männern gesehen wurde und bisexualität ja so skandalös ist. :')
    "erst wollte ich als kind immer bäckerin werden. als sie mir dann gesagt haben, das ich da den kuchenteig nicht naschen darf, war der beruf dann doof."

  3. Junior Member
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    ohja


    Naja, es geht ja um eine Person, die in die Illegalität "stürzt" bzw., um den Titel wörtlich zu nehmen, sich zum Bösen wandelt. Also das ist ja in dem Sinne kein "Fehler". Das ganze Thema setzt sich auch konsequent bis zum Ende durch. (Sorry, du kannst ihn natürlich trotzdem nervig finden Aber Breaking Bad ist mEn die beste Serie, die wohl so gedreht wurde in ihrer gesamten Kleinteiligkeit. Ich kann das nicht so unkommentiert lassen...)
    Was mich in der ersten Staffel so gestört hat, ist, dass er seiner Frau immer wieder Lügen aufgetischt hat und es dann zum Streit kam und obwohl sein Fazit jedes Mal war, es wäre besser gewesen, gleich die Wahrheit zu sagen, hat er beim darauffolgenden Mal wieder dasselbe gemacht. Das hat mich so aufgeregt!! Dass er scheinbar nix aus lernt aus seinen Erfahrungen.

    Kann sein, dass die Serie den Absturz in die Illegalität gut zeigt, aber dadurch dass er immer wieder dasselbe Muster wiederholt obwohl er es doch besser weiß konnte ich es nicht mehr schauen.

    (Etwas langweilig fand ich es zudem, aber ich hätte es weiter geschaut wenn dieses Verhalten nicht gewesen wäre was mich zur Weißglut getrieben hat )
    Geändert von BrooklynGirl (04.12.2019 um 13:33 Uhr)

  4. Junior Member
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    !!

    Was mich da inzwischen so wütend macht, ist die Tatsache, dass ihre Vernunft und ihr reifes Verhalten so dargestellt werden, als sei sie einfach so, obwohl da einfach nur die Eltern-Kind-Rollen umgedreht sind. Wie soll sie auch sonst sein bei so unreifen Eltern?

    Und Lorelai wird immer als coole und verständnisvolle Mutter dargestellt, dabei verhält sie sich Rory gegenüber genauso kontrollierend und emotional erpressend wie Emily ihr gegenüber. Rory hat halt das Glück, dass ihr Lebensentwurf Lorelai einigermaßen passt und Rory zu brav zum Rebellieren ist, deshalb haben sie weniger Konflikte, aber wenn es hart auf hart kommt, kommt ihre innere Emily raus.

    Und das schlimme ist, dass solche dysfunktionalen Mutter-Tochter-Beziehungen in unserer Gesellschaft so normal sind, dass man das als Zuschauerin häufig (lange) nicht kapiert, weil man es selbst nicht anders kennt und die Beziehung von Lorelai und Rory sogar noch toll findet.
    Gebe dir komplett recht. Ich dachte damals als Jugendliche tatsächlich, dass das ein erstrebenswertes Mutter-Tochter-Verhältnis sei. Jetzt sehe ich es auch so wie du.

    Und ja, Logan und die Life & Death Brigade. Super unsympathisch.

  5. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von BrooklynGirl Beitrag anzeigen
    Was mich in der ersten Staffel so gestört hat, ist, dass er seiner Frau immer wieder Lügen aufgetischt hat und es dann zum Streit kam und obwohl sein Fazit jedes Mal war, es wäre besser gewesen, gleich die Wahrheit zu sagen, hat er beim darauffolgenden Mal wieder dasselbe gemacht. Das hat mich so aufgeregt!! Dass er scheinbar nix aus lernt aus seinen Erfahrungen.

    Kann sein, dass die Serie den Absturz in die Illegalität gut zeigt, aber dadurch dass er immer wieder dasselbe Muster wiederholt obwohl er es doch besser weiß konnte ich es nicht mehr schauen.

    (Etwas langweilig fand ich es zudem, aber ich hätte es weiter geschaut wenn dieses Verhalten nicht gewesen wäre was mich zur Weißglut getrieben hat )
    Ich würde sagen, den Machern dieser Serie, wie auch bei dem Spinoff Better Call Saul geht es in allererster Linie um die Veränderung und Entwicklung der Hauptcharaktere. Ich finde es unfassbar gut gemacht, wie oft sich Walter auf seine alten Werte zurückbesinnt, es aber nicht schafft, sich aus seinen Handlungen herauszuziehen, da diese ja einen gewissen Reiz für ihn haben. Obwohl schwerwiegende Dinge geschehen, für die er sich teilweise vollständig die Verantwortung gibt, macht er weiter. Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Vor- und Rückschritte teilweise nervig sind, aber sie stellen eigentlich sehr real eben Charakterentwicklungen dar. Ich empfinde Serien als das optimale Format, um solche Entwicklungen darzustellen. Bei Breaking Bad passt Format, Konzept, Ausführung etc. super zusammen.

    Ihc kann mir aber auch vorstellen, dass diese Entwicklungen für viele Zuschauer gar nicht so interessant sind. Gerade, wenn diese eigentlich eher Film-Gucker sind zB. Ich mag Filme meistens gar nicht und fand gerade diesen Entwicklungs-Aspekt bei Serien unglaublich faszinierend.
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  6. Junior Member Avatar von liorit
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ihc kann mir aber auch vorstellen, dass diese Entwicklungen für viele Zuschauer gar nicht so interessant sind. Gerade, wenn diese eigentlich eher Film-Gucker sind zB. Ich mag Filme meistens gar nicht und fand gerade diesen Entwicklungs-Aspekt bei Serien unglaublich faszinierend.
    ich bin auch eher der seriengucker, fand breaking bad aber furchtbar einschläfernd und langweilig. ich finde das total schade, dass das bei mir gar nicht zieht, weil ich eben so viel gutes darüber gehört habe. kenne aber auch im echten leben nur eine person, die brba toll fand, der rest fand es genauso grausig. good girls ist ja ungefääähr ähnlich und das finde ich tausendmal spannender. das könnte aber auch an primär weiblichen charakteren liegen. :') ich finde serien mit männlichen charakteren, bei denen weibliche charaktere nur beiwerk sind aber keine aktive rolle zu spielen scheinen, meistens langweilig, weil ich mit diesem abgedroschenem man pain zeug (nicht bei brba, bei anderen serien gibt es das schon eher) nix anfangen kann und irgendwann einfach null mitleid mit männern mehr habe.
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  7. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, den Machern dieser Serie, wie auch bei dem Spinoff Better Call Saul geht es in allererster Linie um die Veränderung und Entwicklung der Hauptcharaktere.
    es ist doch aber gar keine entwicklung, wenn einer wirklich immer wieder denselben fehler macht?
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  8. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    ich finde serien mit männlichen charakteren, bei denen weibliche charaktere nur beiwerk sind aber keine aktive rolle zu spielen scheinen, meistens langweilig, weil ich mit diesem abgedroschenem man pain zeug (nicht bei brba, bei anderen serien gibt es das schon eher) nix anfangen kann und irgendwann einfach null mitleid mit männern mehr habe.
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  9. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    ich finde serien mit männlichen charakteren, bei denen weibliche charaktere nur beiwerk sind aber keine aktive rolle zu spielen scheinen, meistens langweilig, weil ich mit diesem abgedroschenem man pain zeug (nicht bei brba, bei anderen serien gibt es das schon eher) nix anfangen kann und irgendwann einfach null mitleid mit männern mehr habe.
    Das ist bei mir der Grund dafür, dass ich so „sympathischer Loser“-Serien wie „Please like me“ nichts abgewinnen kann. Ich denk da nach 5 Minuten nur noch:
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  10. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    ich bin auch eher der seriengucker, fand breaking bad aber furchtbar einschläfernd und langweilig. ich finde das total schade, dass das bei mir gar nicht zieht, weil ich eben so viel gutes darüber gehört habe. kenne aber auch im echten leben nur eine person, die brba toll fand, der rest fand es genauso grausig. good girls ist ja ungefääähr ähnlich und das finde ich tausendmal spannender. das könnte aber auch an primär weiblichen charakteren liegen. :') ich finde serien mit männlichen charakteren, bei denen weibliche charaktere nur beiwerk sind aber keine aktive rolle zu spielen scheinen, meistens langweilig, weil ich mit diesem abgedroschenem man pain zeug (nicht bei brba, bei anderen serien gibt es das schon eher) nix anfangen kann und irgendwann einfach null mitleid mit männern mehr habe.
    Naja, also es muss ja nicht jeder die Serie toll finden Ich finde sie zwar unglaublich gut gemacht und mag sie wirklich gern, aber es ist für mich jetzt auch nicht die Serie, die mich am meisten anspricht. Ich liebe TWD und gehe nicht fremd Obwohl ich TWD zB. streckenweise auch sehr langweilig fand und nicht so gut gemacht.

    Zitat Zitat von jacksgirl Beitrag anzeigen
    es ist doch aber gar keine entwicklung, wenn einer wirklich immer wieder denselben fehler macht?
    Es ist eine Gesamtentwicklung, in der er Vor- und Rückschritte macht. Natürlich macht er nicht den exakt selben Fehler mehrmals, die Situationen, Gedanken, Emotionen etc. sind immer etwas anders. Und natürlich entwickelt sich die Serie und der Charakter auch weiter, wenn er zwei Mal exakt den selben Fehler macht.
    (Ich glaube, gerade diese Kritik an BrBa löst sich am Ende auf bzw. wird es dann stimmig. Aber ich mag das nicht spoilern.)

    Die Kritik mit den männlichen Hauptdarstellern kann ich gut verstehen. Geht mir ähnlich. Leider sind ja Serien, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen, oft sehr klischiert (bei Good Girls zB., dass alle drei Frauen natürlich Kinder haben.)
    Geändert von phaenomenal (04.12.2019 um 16:09 Uhr)
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  11. Junior Member
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von shine.on. Beitrag anzeigen
    ahhhh danke! ja!!! ich mag die serie eigentlich so gern, aber diese mutter regt mich mit ihrem masken-gesicht so auf. sie passt null in die rolle und ihr gesicht hat sowas fratzenartiges, was mich immer wieder erschaudern lässt.
    Oh ja, oh ja. Genau das!

  12. Senior Member Avatar von Maritty
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Dean und Christopher aus Gilmore girls.
    neu.gierig.toll.kühn

  13. Addict Avatar von Tethys
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Was mich da inzwischen so wütend macht, ist die Tatsache, dass ihre Vernunft und ihr reifes Verhalten so dargestellt werden, als sei sie einfach so, obwohl da einfach nur die Eltern-Kind-Rollen umgedreht sind. Wie soll sie auch sonst sein bei so unreifen Eltern?

    Und Lorelai wird immer als coole und verständnisvolle Mutter dargestellt, dabei verhält sie sich Rory gegenüber genauso kontrollierend und emotional erpressend wie Emily ihr gegenüber. Rory hat halt das Glück, dass ihr Lebensentwurf Lorelai einigermaßen passt und Rory zu brav zum Rebellieren ist, deshalb haben sie weniger Konflikte, aber wenn es hart auf hart kommt, kommt ihre innere Emily raus.

    Und das schlimme ist, dass solche dysfunktionalen Mutter-Tochter-Beziehungen in unserer Gesellschaft so normal sind, dass man das als Zuschauerin häufig (lange) nicht kapiert, weil man es selbst nicht anders kennt und die Beziehung von Lorelai und Rory sogar noch toll findet.
    Hmm, die Perspektive finde ich sehr interessant, auch wenn ich sie nicht komplett teile. Ich empfinde Rory nicht als parentifiziert. Szenen, in denen sie Lorelai gegenüber eine Art Mutterrolle einnimmt, kommen bei mir eindeutig als "Spaß" rüber - und ja, sie spielen durchaus häufig mit diesem Bild.

    Doch wenn es "ernst" wird, wird für mein Empfinden schon recht deutlich, dass Lorelai sich selbst um ihr Leben und Wohlergehen kümmert und dies nicht Rory aufbürdet. Auch übernimmt sie die Verantwortung für Rorys Wohlergehen. Ich finde, dass sie in Situationen, in denen es drauf ankommt, durchaus sehr erwachsen und eigenverantwortlich handelt.

    Wo ich dir jedoch komplett zustimme, ist, dass Lorelai Rory gegenüber genauso kontrollierend ist wie Emily es gegenüber Lorelai war/ist.

    Ich finds total daneben, wie Lorelai Rory auf diesen Elite-Uni-Weg drängt. In irgendeiner Folge sagt sie mal sowas wie, dass sie den Harvard-Plan schon hatte, seit Rory drei war. Gleichzeitig wird ja immer betont, dass dieser Wunsch auch von Rory selbst kam und kommt - aber bitte: Als ob eine Dreijährige ernsthaft eigenes Interesse (oder auch nur Verständnis des Konzepts) an einer Elite-Uni haben könnte!

    Dass Lorelai dann später sogar den Kontakt zu Rory abbricht, als diese eine Auszeit von Yale nimmt, ist auch einfach nur wtf. So viel dazu, dass Studium ja nur eine Option sei und sie auch mit jeder anderen Wahl einverstanden sei.

    Und auch in anderen Aspekten empfinde ich Lorelai als stark kontrollierend (sexuelle Enthaltsamkeit etc.). Aber Parentifizierung sehe ich dort trotzdem nicht.

  14. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Wobei sowohl Schulauswahl knapp nach der Empfängnis und sexuelle Enthaltsamkeit nun mal typisch amerikanische Themen sind. Die trust funds fürs Studium werden ja tatsächlich schon im Babyalter angelegt, Wohnorte nach Schulen in der Umgebung ausgesucht und Bewerbungen der Kleinsten für die beste Vorschule sind in gewissen Kreisen völlig normal. Natürlich ist dann auch das Thema, auf welche Uni mein Kind wohl später mal gehen wird, irgendwo präsent. Das kann man sich hier so auch nicht vorstellen. Interessant finde ich da eher, dass sich selbst Lorelai in ihrer schwierigen Situation dieselben Gedanken macht und Harvard durchaus als Option für ihre Tochter sieht.
    Und dass Enthaltsamkeit in den USA immer noch als der Königsweg angesehen wird, um Teenagerschwangerschaften zu vermeiden, naja, viel hat sich da nicht getan. Diese Sicht war vielleicht auch einfach dem damals jungen Publikum geschuldet, dass man da keine exorbitant progressiven Themen wie Aufklärung, sichere Verhütung und Spaß am Sex propagieren wollte. Wo käme man denn sonst auch hin? Die Amerikaner waren und sind diesbezüglich einfach ein verklemmtes Volk.
    Don't tell Mama.

  15. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    tethys: Ich find halt, dass sie Rory häufig die Verantwortung für ihre eigenen Gefühle zuschiebt. Wenn sie wegen irgendwas beleidigt ist oder ihr irgendwas nicht passt, macht sie Rory so lange ein schlechtes Gewissen oder bestraft sie mit Schweigen, bis die sich entschuldigt. Und ja, die Yale-Sache. Statt zu versuchen ihre Beweggründe zu verstehen bricht sie den Kontakt ab.

    Lorelai kümmert sich natürlich schon um ihr eigenes Leben, wenn es einfach darum geht, Dinge zu organisieren, aber emotional empfinde ich sie als extrem unreif und damit belastet sie Rory häufig. Allein schon dieser beschissene road trip wegen Max. Wie es Rory damit geht, ist ihr scheißegal, Hauptsache sie gibt ihren Gefühlen nach.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  16. Addict Avatar von Tethys
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    tethys: Ich find halt, dass sie Rory häufig die Verantwortung für ihre eigenen Gefühle zuschiebt. Wenn sie wegen irgendwas beleidigt ist oder ihr irgendwas nicht passt, macht sie Rory so lange ein schlechtes Gewissen oder bestraft sie mit Schweigen, bis die sich entschuldigt. Und ja, die Yale-Sache. Statt zu versuchen ihre Beweggründe zu verstehen bricht sie den Kontakt ab.

    Lorelai kümmert sich natürlich schon um ihr eigenes Leben, wenn es einfach darum geht, Dinge zu organisieren, aber emotional empfinde ich sie als extrem unreif und damit belastet sie Rory häufig. Allein schon dieser beschissene road trip wegen Max. Wie es Rory damit geht, ist ihr scheißegal, Hauptsache sie gibt ihren Gefühlen nach.
    Hast du dafür noch Beispiele? Ich finde die Beobachtung halt sehr interessant, da ich die Serie schon so oft durchgeguckt habe (aktuell bin ich aus Ermangelung an guten neuen Serien mal wieder dabei) und mit Parentifizierungsdynamiken sehr vertraut bin und es trotzdem nie so wahrgenommen habe.

    Die Sache mit Max (also den gesamten Verlauf davon) find ich auch nicht so prall. Da zieht Lorelai Rory oft zu sehr mit rein, obwohl diese aufgrund der schwierigen Doppelrolle Schülerin/"Stieftochter" ja eh schon viel zu tragen hat bei dieser Beziehung. Richtig daneben fand ich, als Lorelai bei der einen Trennung von Max Rory mit der Rückgabe des ausgeliehenen Buches beauftragen wollte. DA hat sie auf jeden Fall Verantwortung abschieben wollen. Ist Rory ja zum Glück nicht drauf angesprungen.

    Was wäre für dein Empfinden eine bessere Umgangsweise mit der abgesagten Hochzeit gewesen, statt diesen gemeinsamen Roadtrip zu unternehmen? (Womit ich jetzt keinesfalls sagen will, dass der Roadtrip irgendwie die beste Option war - mich interessiert die Frage bloß wirklich.)

  17. Junior Member Avatar von Bergkind
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen

    Skyler aus BB fand ich auch grausam, aber da bin ich nicht sicher, ob man die überhaupt mögen sollte. Bei mir hatte sie jedenfalls seit Folge 1 und ihrem tollen ähm Geburtstagsgeschenk verschissen.

    Satc: Mr. Big mochte ich immer (auch wenn er echt kein Heiratsmaterial ist) und mit Carrie kam ich beim gucken auch klar, als Freundin würde ich sie aber auch wahrlich nicht haben wollen. Samantha hätte ich gerne als Freundin!
    Ich mochte Skyler tatsächlich und war dann ganz überrascht, dass so ziemlich alle mit denen ich über die Serie geredet habe, sie nervig fanden

    Aber was SATC angeht volle Zustimmung was Samantha lieber als Carrie mögen angeht!

    Mein aktuellster Hass (wurde hier ja auch schon genannt): Ross aus Friends. So übles destruktiv toxisches Nice-Guy-Gehabe. Ich guck aktuell zum ersten Mal wirklich Friends (hab davor nur sehr vereinzelt mal Ausschnitte beim Durchzappen gesehen) und dachte von dem was man so hört, dass [sicherheitshalber mal spoilern ] Ross und Rachel so eine typische Romanze haben, bei der man voll mitfiebert und hofft, dass sie sich doch noch kriegen und es den beiden echt wünscht. Stattdessen denke ich mir nur die ganze Zeit "ohgott, was für eine schreckliche Beziehung" bzw. nach der Trennung dann "neeeiiin, nein, nein, nein, nicht wieder zusammenkommen, bitte". Und sowohl bei Ross als auch Rachel dieses dauernde gegenseitige Sabotieren von neuen Beziehungsversuchen mit anderen Leuten.
    + die Folge, in der Rachel ihm einen 8-seitigen Brief schreibt und nur mit ihm schlafen will, wenn er ihren Aussagen darin zustimmt und er liest ihn einfach nicht ganz, tut aber so als ob, weil er sie so dringend ins Bett kriegen will. Das ist für mich schon echt sehr grenzwertig. Also selbst wenn man den Brief überzogen findet, hat sie doch quasi unter dieser Bedingung Konsens gegeben und dann über das Erfüllen dieser Bedingung zu lügen...
    “As far as I can make out, edgy occurs when middlebrow, middle-aged profiteers are looking to suck the energy — not to mention the spending money — out of the ‘youth culture.’ So they come up with this fake concept of seeming to be dangerous when every move they make is the result of market research and a corporate master plan.”
    — Daria

  18. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von Tethys Beitrag anzeigen
    Hast du dafür noch Beispiele? Ich finde die Beobachtung halt sehr interessant, da ich die Serie schon so oft durchgeguckt habe (aktuell bin ich aus Ermangelung an guten neuen Serien mal wieder dabei) und mit Parentifizierungsdynamiken sehr vertraut bin und es trotzdem nie so wahrgenommen habe.
    Wie sie zb in den ersten Folgen damit umgeht, dass Rory plötzlich nicht mehr nach Chilton will. Sie reagiert extrem heftig und emotional auf die Ansage und projiziert ihre eigene Vergangenheit auf Rory (unterstellt ihr, wegen nem Typen ihre Zukunft wegzuwerfen). Vielleicht ist Parentifizierung nicht 100%ig der richtige Begriff, aber das ist mMn mindestens enmeshment, sie betont in solchen Situationen ja auch häufig, dass Rory natürlich so agiert, weil sie eben ihre Tochter (und damit genau wie sie) ist. Genau sowas kenn ich von meiner eigenen Mutter halt auch. Da verschwimmen auf emotionaler Ebene die Grenzen zwischen den einzelnen Personen und das kommt bei Parentifizierung ja auch häufig vor. Und wie gesagt, ich empfinde Lorelai emotional eben als sehr unreif.

    Zitat Zitat von Tethys Beitrag anzeigen
    Die Sache mit Max (also den gesamten Verlauf davon) find ich auch nicht so prall. Da zieht Lorelai Rory oft zu sehr mit rein, obwohl diese aufgrund der schwierigen Doppelrolle Schülerin/"Stieftochter" ja eh schon viel zu tragen hat bei dieser Beziehung. Richtig daneben fand ich, als Lorelai bei der einen Trennung von Max Rory mit der Rückgabe des ausgeliehenen Buches beauftragen wollte. DA hat sie auf jeden Fall Verantwortung abschieben wollen. Ist Rory ja zum Glück nicht drauf angesprungen.
    Ja, sowas meine ich zb auch.

    Zitat Zitat von Tethys Beitrag anzeigen
    Was wäre für dein Empfinden eine bessere Umgangsweise mit der abgesagten Hochzeit gewesen, statt diesen gemeinsamen Roadtrip zu unternehmen? (Womit ich jetzt keinesfalls sagen will, dass der Roadtrip irgendwie die beste Option war - mich interessiert die Frage bloß wirklich.)
    Erstmal überhaupt offen und vor allem persönlich mit Max reden, statt anzurufen und dann abzuhauen. Sich ihre Ängste in Bezug auf Beziehungen bewusst machen und daran arbeiten. Rory fragen, ob sie überhaupt mit will, statt sie aus dem Bett zu werfen und sie zu überreden zu packen. Mit Rory offen reden, statt sie anzumeckern und dann anzuschweigen (und so ihre eigenen beschissenen Gefühle an Rory weiterzugeben und sie dann damit alleine zu lassen). Auf Rorys Bedürfnisse Rücksicht nehmen (Rory musste wegen ihr ja den ersten Abend und die ganze Nacht hungern). Nicht denken, dass sie mit einer großen Geste (der Ausflug nach Harvard) alles wieder gutmacht.
    Geändert von poppyred (05.12.2019 um 17:21 Uhr)
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  19. Stranger Avatar von sarina_
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    AW: die nervigsten haupt/nebendarsteller in serien/filmen

    Zitat Zitat von Bergkind Beitrag anzeigen
    Mein aktuellster Hass (wurde hier ja auch schon genannt): Ross aus Friends. So übles destruktiv toxisches Nice-Guy-Gehabe. Ich guck aktuell zum ersten Mal wirklich Friends (hab davor nur sehr vereinzelt mal Ausschnitte beim Durchzappen gesehen) und dachte von dem was man so hört, dass
    bei welcher staffel bist du jetzt?

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