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  1. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    Coworking Spaces

    Sagt mal, habt ihr Ideen, warum es diese exorbitant riesige Menge an Coworking Spaces gibt und immer noch mehr davon aufgemacht werden? Ich war letzte Woche in Jerusalem und habe dort Coworking Spaces mitten in der Stadt gesehen (=an Orten, wo die Miete dafür total hoch sein dürfte), in Berlin hat bei mir in der Nähe auch ein neues Coworking Space zusätzlich zu den Hunderten, die es eh schon gibt, aufgemacht... wer braucht die denn alle? Gibt es plötzlich so viel mehr selbstständige Programmierer?
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  2. Enthusiast Avatar von liorit
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    AW: Coworking Spaces

    kann das vielleicht einfach der nagelstudioeffekt sein? also dass man sich selbst einfach nicht die masse an leuten vorstellen kann, die von solchen angeboten gebrauch machen? und trotzdem läuft man täglich an total überfüllten nagelstudios vorbei, obwohl man sich denkt, so viele nägel gibts in einer großstadt doch gar nicht zu machen. (oder mit magelspiegelungen, die vielleicht eine halbe stunde dauern, sodass man an einem normalen arbeitstag so ca. 20-25 stück macht, aber trotzdem eine warteliste von drei monaten besteht. in dieser zeit werden dann also fast 2300 magenspiegelungen gemacht und ich denke mir nur "häh, so viele menschen brauchen doch nie im leben eine magenspiegelung.")

    tl;dr: ich kann's dir auch nicht beantworten, verstehe aber die verwirrung.
    "erst wollte ich als kind immer bäckerin werden. als sie mir dann gesagt haben, das ich da den kuchenteig nicht naschen darf, war der beruf dann doof."

  3. V.I.P. Avatar von engl
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    AW: Coworking Spaces

    Ich glaube, weil je nach Größte etc. der Stadt eben ein bis mehrere dieser Spaces gut funktionieren. Die anderen sind auf den Trend aufgesprungen, obwohl es den Bedarf eigentlich nicht mehr gibt.

    If it's not forever, if it's just tonight
    Oh, it's still the greatest, the greatest, the greatest



  4. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Coworking Spaces

    Da arbeiten ja nicht nur ProgrammiererInnen und ich glaube tatsächlich, dass die Anzahl der (Teilzeit-)Selbständigen in den letzten Jahren schon sehr gestiegen ist. Häufig haben die auch unterschiedliche Ausrichtungen (groß/eher professionell vs. klein/familiär oder für eine bestimmte Zielgruppe vs. bunt gemischt) und vielen ist es wichtig, in der Nähe ihrer Wohnung zu arbeiten, vielleicht macht man dann eher nochmal was kleines mit Freunden im eigenen Viertel auf, statt einen Schreibtisch in nem großen zentralen Büro zu mieten.

    Aber klar, ist schon auch ein Trend und vermutlich springen viele dann auch darauf auf, ohne zu schauen, ob es sich wirklich richtig lohnt. Coworkingspaces betreiben ist vielleicht jetzt so wie früher der Traum vom eigenen Café.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  5. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: Coworking Spaces

    Ich könnte mir vorstellen, dass auch immer mehr Selbständige merken, dass es ihnen gut tut, nicht (ausschließlich) von zu Hause zu arbeiten, sondern an einem festen Arbeitsplatz?
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  6. V.I.P. Avatar von Lamb
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass auch immer mehr Selbständige merken, dass es ihnen gut tut, nicht (ausschließlich) von zu Hause zu arbeiten, sondern an einem festen Arbeitsplatz?
    vorallem kann es je nach branche auch gut ein ort zum netzwerken sein.

  7. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass auch immer mehr Selbständige merken, dass es ihnen gut tut, nicht (ausschließlich) von zu Hause zu arbeiten, sondern an einem festen Arbeitsplatz?
    Zitat Zitat von Lamb Beitrag anzeigen
    vorallem kann es je nach branche auch gut ein ort zum netzwerken sein.
    Dito.

    Einer unserer kleineren Standorte wird gerade komplett umgebaut und ist für 3 Monate nicht verfügbar. Für die Zeit wurden Arbeitsplätze in einem Co-Working Space angemietet, die wir bei Bedarf nutzen können.

  8. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    kann das vielleicht einfach der nagelstudioeffekt sein? also dass man sich selbst einfach nicht die masse an leuten vorstellen kann, die von solchen angeboten gebrauch machen? und trotzdem läuft man täglich an total überfüllten nagelstudios vorbei, obwohl man sich denkt, so viele nägel gibts in einer großstadt doch gar nicht zu machen. (oder mit magelspiegelungen, die vielleicht eine halbe stunde dauern, sodass man an einem normalen arbeitstag so ca. 20-25 stück macht, aber trotzdem eine warteliste von drei monaten besteht. in dieser zeit werden dann also fast 2300 magenspiegelungen gemacht und ich denke mir nur "häh, so viele menschen brauchen doch nie im leben eine magenspiegelung.")

    tl;dr: ich kann's dir auch nicht beantworten, verstehe aber die verwirrung.
    Hey, du hast das durchgerechnet.
    Alles Gute und hoffentlich einen baldigen Termin für die Magenspiegelung!
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  9. Alter Hase Avatar von ~snow06~
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von *Flower*Power* Beitrag anzeigen
    Dito.

    Einer unserer kleineren Standorte wird gerade komplett umgebaut und ist für 3 Monate nicht verfügbar. Für die Zeit wurden Arbeitsplätze in einem Co-Working Space angemietet, die wir bei Bedarf nutzen können.
    Wow. Das klingt nach einer netten Lösung. Für mich wäre das total unbezahlbar - man zahlt hier für einen Arbeitsplatz in einem Coworking Space schon so € 300 im Monat. Da bleibe ich lieber bei der Bibliothek/ gelegentlich in Cafés zum Arbeiten.
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  10. Ureinwohnerin Avatar von phaenomenal
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    AW: Coworking Spaces

    Mir kommt es auch wahnsinnig viel vor. Aber ich hab mal recherchiert und vielleicht ist das auch einfach ne falsche Einschätzung. Hier sind nur 70 Coworking Büros gelistet. Selbst wenn die jetzt alle jeweils 100 Plätze hätten, was ich nicht glaube, dann sind 700 Arbeitsplätze für eine 4'' Stadt ja jetzt nicht so wahnsinnig viel.

    Ich frage mich aber auch immer, was die Vorteile davon sind. Ich finde vor allem dieses Konzept im Betahaus strange, wo man einen flexiblen Tisch hat. D. h. da kann ich abends noch nicht mal ein Buch oder einen Stift liegen lassen, weil ich am nächsten Tag woanders sitze. Da kann ich auch echt gleich in die Bibliothek gehen. Da kann man halt nicht telefonieren. (Und nicht essen, ggf. trinken, es ist eventl. lauter, etc.)

    edit. Vielleicht kann ich mir sowas eben auch nicht vorstellen, weil ich diese Gründer-Szene irgendwie sowieso nicht begreife.
    Geändert von phaenomenal (04.12.2019 um 21:41 Uhr)
    „Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.“ R. P. Feynman

  11. Junior Member Avatar von lippenpiercing
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    AW: Coworking Spaces

    Ich denke auch, dass Home Office nicht für jeden die beste Lösung gibt. Und es gibt ja immer mehr Menschen die Dank Digitalisierung ortsunabhängig arbeiten können (Finanzberater, Grafiker, Lektoren, Journalisten, Versicherungsmakler, Freie Texter, Influencer, Blogger). Selbst Sekretärinnen kann man heute mieten. Da ist völlig egal, wo sie sitzen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es gut zum netzwerken ist, aber auch mal, wenn einem "zu Hause" die Decke auf den Kopf fällt und man Kollegen vermisst?

  12. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Wow. Das klingt nach einer netten Lösung. Für mich wäre das total unbezahlbar - man zahlt hier für einen Arbeitsplatz in einem Coworking Space schon so € 300 im Monat. Da bleibe ich lieber bei der Bibliothek/ gelegentlich in Cafés zum Arbeiten.
    Wenn du als Selbstständiger 2.000 EUR/Monat ausgeben (=Lohn) haben magst, solltest du ca. 6.000 EUR Überschuss (davon gehen Versicherungen noch ab) machen. 300 EUR sind in der Kalkulation Kleinkram.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  13. Regular Client Avatar von Chipsie
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Mir kommt es auch wahnsinnig viel vor. Aber ich hab mal recherchiert und vielleicht ist das auch einfach ne falsche Einschätzung. Hier sind nur 70 Coworking Büros gelistet. Selbst wenn die jetzt alle jeweils 100 Plätze hätten, was ich nicht glaube, dann sind 700 Arbeitsplätze für eine 4'' Stadt ja jetzt nicht so wahnsinnig viel.
    7000

    Ist in den 300 Euro dann schon was drin oder nur der Platz an sich? Wenn mans gegenrechnet mit größerer Wohnung und/oder täglich ein Kaffee auswärts trinken geht das aber find ich schon, ich glaub hier wären der Unterschied von 2 zu 3 Zimmern auch ca. 300 Euro und man hat halt die Decke-auf-den-Kopf-fallen Problematik
    He promised you the world
    And now that same old world is just getting smaller

  14. Addict Avatar von fitzgerald
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    AW: Coworking Spaces

    Zumal man die Kosten doch bei der Steuer absetzen kann? Und ganz ehrlich, jemand der seine Kunden von der Unibib aus betreut, ist doch auch nicht ganz knusper. Schön am Handy hängen und durch die Präse führen, troubleshooten oder Zahlen besprechen, die nicht für fremde Ohren bestimmt sind, während daneben andere versuchen zu lernen oder wie?

    Für manche Dinge braucht man halt ein halbwegs professionelles Umfeld. Klar, ein paar Mails kriegt man auch im Café abgearbeitet, aber manchmal geht es nicht ohne schnelles, und vor allem sicheres Internet, nen ordentlichen Drucker oder einfach mal nem Kollegen, mit dem man ein paar Ideen besprechen kann. Also dass es da so gar keinen Bedarf geben soll, glaub ich nicht.
    Ansonsten folgt das halt der normalen Entwicklung. Ein, zwei Vorreiter legen los, dann schießen jede Menge Nachahmer wie die Pilze aus dem Boden und irgendwann regelt die Nachfrage das Angebot von selbst.
    Humbug!

  15. Alter Hase
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    AW: Coworking Spaces

    Ich kenne einige Familien, wo ein Elternteil zumindest z.T. zuhause arbeitet. Wenn man in die Familienwohnung keinen Arbeitsplatz mehr reinkriegt, ist es schon sinnvoll, das Arbeiten auszulagern, weil es oft völlig unmöglich ist, als Familie eine noch größere Wohnung zu finden und auch noch bezahlen zu können. 300€ mehr pro zusätzlichem Zimmer mag je nachdem realistisch sein (oft aber auch nicht), aber find das mal.
    Außerdem sind dann Kinder/Haushalt und Arbeit auch getrennt, das hat schon Vorteile.

  16. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Coworking Spaces

    Im Café hast du halt auch immer kleine Kinder und sowas. Mein Konzept isses auch nicht. Aber wenn alle arbeiten hast du halt schon noch ne andere Atmosphäre als zu Hause oder eben in einem Freizeitort.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  17. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von fitzgerald Beitrag anzeigen
    r Zahlen besprechen, die nicht für fremde Ohren bestimmt sindt.
    ich gebe dir komplett recht, allerdings fiel mir gerade auf: das problem besteht bei coworking doch auch, oder? man sitzt da ja nicht mit leuten aus dem eigenen unternehmen zusammen.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  18. Fresher Avatar von NeroDAvola
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    AW: Coworking Spaces

    300€? Wo ist das? Wo muss ich hin? Ich find das einen exzellenten Preis. Wird ja inkl. Strom, Internet und Wasser (Toilette) sein. Wenn man dann noch Konferenzräume bei Bedarf dazu buchen kann, perfekt!

    In der Bibliothek zu arbeiten, das ist mir noch nicht im Traum eingefallen. Den ganzen Kram täglich dahin schleppen? Und dann darf man nix mit reinnehmen, keine Taschen usw. Ne.

    Café ist sicher was für fancy Blogger. Wäre mir viel zu unruhig und ich will auch nicht jede Stunde ein Getränk ordern müssen.

    Also wenn man daheim keinen Platz und vor allem keine Ruhe für ein Homeoffice hat, dann ist ein richtiges Büro extern oder Coworking Space schon praktisch.

  19. Addict Avatar von fitzgerald
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    AW: Coworking Spaces

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    ich gebe dir komplett recht, allerdings fiel mir gerade auf: das problem besteht bei coworking doch auch, oder? man sitzt da ja nicht mit leuten aus dem eigenen unternehmen zusammen.
    Stimmt, wobei ich mir vorstellen könnte, dass es sicher einige mit extra Räumen gibt, die man für längere oder vertrauliche Telefonate nutzen kann? Das würde ich zumindest in einem co working space-Konzept mit berücksichtigen.
    Humbug!

  20. Urgestein
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    AW: Coworking Spaces

    Scheint wohl regional recht unterschiedlich zu sein. In Lübeck haben in den letzten 15 Jahren zwei Coworking-Büros eröffnet und wieder zu gemacht. Ich glaube, jetzt gibt es keins mehr.

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