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  1. Addict Avatar von Vitulina
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    bitte nicht zitieren

    Ich wollte mal mit Fähre und Bus zum Flughafen in Istanbul. Klappte auf diesem Wege aber nicht, da der mich begleitende Herr "es ist gaaanz sicher die richtige Fähre" natürlich die falsche Fähre gewählt hatte. Wir kamen irgendwo raus, wo ich trotz Google Maps Suche nie herausgefunden habe, wo das wohl gewesen ist. Dort haben wir ein paar ältere Männer, die dort zusammensaßen, nach dem Weg gefragt, wurden jedoch glaube ich nicht verstanden, denn wir wurden in einen Minibus gesetzt, der - wie sich während der Fahrt herausstellte - definitiv nicht zum Flughafen fuhr. Selbstredend wurde es bereits dunkel und damals gab es noch kein Smartphone-Google-Maps-Internet-überall-Schnickschnack und so hatten wir keinen Schimmer, wo wir waren.

    Warum haben wir nicht einfach ein Taxi genommen oder sind mit der Fähre zurück zum Ausgangspunkt gefahren? Nun, weil wir zuvor unser Restgeld fast komplett in Nussvariationen umgesetzt hatten (seither habe ich immer ausreichend Reservegeld dabei!) Was mit Kartenzahlung war und ob das gegangen wäre, weiß ich gar nicht mehr genau, haben wir jedenfalls nicht genutzt/nutzen können.
    Glücklicherweise stieg zu unserer Rettung inmitten der ausschließlich türkisch sprechenden, anderen Fahrgäste dann ein junger, englisch sprechender Mann in den Bus zu, der wohl sofort erkannte, dass er der Mann der Stunde war und der mit uns an der nächsten Haltemöglichkeit ausgestiegen ist, obwohl das gar nicht sein Endziel war.

    Er bestellte ein Taxi dorthin und wir sagten, dass wir doch gar kein Geld für ein Taxi haben. Dann mauschelte er irgendwas mit dem Taxifahrer und sagte, dass wir einsteigen sollen und dass das schon okay geht. Und wir kamen tatsächlich auf den allerletzten Drücker am Flughafen an. Peinlich berührt gaben wir dem Taxifahrer das letzte Kleingeld und er gab es uns zurück und meinte, das Taxi sei bereits bezahlt. Die Fahrt war echt nicht kurz und entweder gab es da tatsächlich irgendein Gemauschel oder der Held der Stunde hat uns ein der Strecke entsprechend bestimmt irre teures Taxi bezahlt... Wir hatten uns vorher im Bus unterhalten und hatten uns glücklicherweise seinen Namen und das Hotel, in dem er wohl arbeitete, gemerkt. Wir haben dann das Hotel kontaktiert, um Kontakt zu ihm herzustellen und uns zu bedanken und ihm das Geld zurück zu geben, aber leider kam da nie eine Antwort zurück.

    Eine Geschichte von sehr netten Menschen, aber auch eine Geschichte meiner Naivität in jungen Jahren.

  2. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Zitat Zitat von *sternschnuppe* Beitrag anzeigen
    Wir waren auf Bali einen Sommer und an einem kleinen, entlegenen Strand mit einem anderen Besucher in Kontakt gekommen. Er erzählte von seinem Restaurant in Singapur und vieles anderes.
    1 Jahr später hatten wir auf dem Rückweg von Malaysia 3 Tage Singapur eingeplant.
    Wir schlenderten durch Little India auf der Suche nach Mittagessen und ein kleines Lokal gefiel uns.
    Der Chef bediente uns und mein Mann guckte ihn an und sagte, dass er ihn kenne. Wir haben lang gegrübelt und dann festgestellt, dass es der auf Bali getroffene Mann aus dem Vorjahr war.
    sowas ist toll!

    Überhaupt, schon so viele tolle Geschichten hier.

  3. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Eine sehr schöne Reiseerinnerung von mir ist die Geschichte mit dem Affen.
    Ich war in Thailand im Landesinneren in einem Nationalpark, im Dschungel. In den Wald reingewandert bin ich noch mit einem Freund, der musste dann aber einen Bus erwischen und ich wollte noch etwas im Wald bleiben, also war ich auf dem Rückweg alleine. Sonst hätte ich das wohl auch nicht erlebt.
    Ich gehe so den Weg entlang, gerade sonst kein Tourist unterwegs, irgendwann höre ich es so in den Bäumen rascheln, schaue rauf, ist da eine Gruppe Affen. Habe mich total gefreut und mich erstmal hingesetzt, mich ruhig verhalten, um aus der Entfernung Fotos machen zu können. Ich bewege mich generell nie auf Wildtiere zu, sondern lasse die in Ruhe, auch weil sie dann nicht so schnell vor mir flüchten. Ein Affe fing dann aber an, langsam nach unten zu klettern.. ich denke mir noch, oh nein, was will der jetzt, die können doch Krankheiten übertragen, und überhaupt beißen.. habe mich dann aber doch entschlossen, sitzen zu bleiben, war zu neugierig. Und was macht er? Geht gemütlich auf mich zu, immer näher.. und setzt sich neben mich! Unzwar in genau der gleichen Sitzposition wie ich, mit angewinkelten Knien, so nah dass wir uns berühren und schaut mir direkt in die Augen. Ich konnte es echt nicht fassen. Und wie wir da so einträchtig nebeneinander sitzen, habe ich angefangen, ihm ein bisschen was zu erzählen, so über Menschen und dass wir irgendwie auch Affen sind und er hat mich wie im Gespräch abwechselnd angeschaut und dann wieder gedankenverloren nach vorne.. irgendwann hat er so ein bisschen an meinem Rucksack gezupft, ich habe ihn reinschauen lassen, hatte eh nichts zu essen dabei, war dann auch ok! Er ist sitzen geblieben. Habe ihn ein bisschen am Kopf gekrault. Dann habe ich die Kamera nochmal rausgeholt um ein Bild von ihm zu machen, er hat mit seinen Fingerchen ein bisschen die ganzen Knöpfe angefasst, sich das Bild angeschaut.. Das ging so lange bis irgendwann eine sehr laute asiatische Touristengruppe im Auto angefahren kam, da ist er dann geflüchtet und die haben sich total gefreut, von weitem einen Affen laufen zu sehen.

    Hier noch das Bild von ihm: Koh-Saok164 — imgbb.com

  4. Foreninventar Avatar von ana.
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen


  5. Addict Avatar von Vitulina
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Wunder:

  6. V.I.P. Avatar von Erbsenblüte
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Wow!
    If Britney made it trough 2007 you can make it through this day

  7. Senior Member Avatar von Caly
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Oh Gott, wunder, wie toll! Das ist meine Lieblingsgeschichte bisher! =)

  8. Ureinwohnerin Avatar von rhabarber*
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Oh gott, wie toll ist das denn?
    vi kysstes ivrigt. våra läppar blödde

  9. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Wahnsinn!
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  10. Ureinwohnerin Avatar von rhabarber*
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Mir passieren immer nur merkwürdige dinge auf reisen.
    Unter anderem sind wir in japan von der polizei eingesammelt worden und zurück zu dem hotel, in dem wir eh schon als einzige touristen wohnten, gefahren worden, weil wir offenbar zu nahe am atomkraftwerk unterwegs waren.
    Die bardame im hotel war aber so unglaublich glücklich, dass sie endlich mal (andere gäste als die japanischen konstrukteure) gäste hatte und hat uns den ganzen abend versucht zu unterhalten, obwohl sie kein einiges wort englisch sprach und wir auch nur so 100 wörter japanisch, und uns so mit whisky befüllt, dass das alles kein so gutes ende nahm.

    Auf dem weg zu einem onsen sind wir halb erfroren, weil der angekündigte bus nie kam und die temperaturen in den bergen schnell sehr fielen nach einbruch der dunkelheit.

    In chiba sass ich mal in einer zweifelhaften bar, in der einer der gäste den ganzen abend über am tresen schlief, während sich die anderen links und rechts von ihm lautstark unterhielten und rumgröhlten. Ich habe immer wieder geguckt, ob der mann noch atmete.

  11. Ureinwohnerin Avatar von rhabarber*
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Mit einem anderen fluggast hatte ich auf einem langstreckenflug mal eine zweifelhafte annäherung. Ich frage mich, ob da eigentlich wirklich niemand etwas mitbekommen hat.
    vi kysstes ivrigt. våra läppar blödde

  12. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Oh, ein Affe

    Da habe ich allerdings eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe mal einen Kuchen in Afrika mit einer Freundin gebacken, der uns leider misslungen ist. Wir haben ihn daher heimlich (warum auch immer) im Garten vergraben. Am nächsten Tag hat uns jemand erzählt, er hätte einen Affen einen Kuchen ausgraben gesehen, den er (der Affe) gegessen hätte.

    Nicht meine Geschichte: meine Eltern, die es eigentlich besser wissen müssten, haben im Hotelzelz Essen liegen gelassen. Bei ihrer Rückkehr hatten Affen das komplette Zimmer auf den Kopf gestellt. Das Klopapier hing in Fetzen überall und ein Affe saß noch im Bad und hat Zahnpasta gegessen.

  13. Senior Member Avatar von Maritty
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich saß im Flugzeug nach johannesburg mal neben nem Diplomaten von botsuana, wir kamen nett ins Gespräch und da es ein Nachtflug war, war irgendwann halt schlafenszeit. Der Mann erzählte mir dann, dass er vom Arzt*Ärztin n super schlafmittel bekommen hat, ob ich auch mal will, und packte tavor aus. Ich hab dankend abgelehnt, kannte das von meiner Arbeit in der Psychiatrie. Er erzählte mir noch, dass er morgen früh gleich nen wichtigen Termin in der Botschaft hat. Er hat sich ziemlich viel mg geballert, weiß die genaue mg-zahl nicht mehr, aber ich dachte da schon, junge, vielleicht ein bisschen viel, aber der Arzt*Ärztin hatte es ihm so "erlaubt". Ende vom Lied war, dass er das Frühstück verschlief, ebenso die Landung und die flugbegleiterin hatte lange zu tun, ihm überhaupt wach zu bekommen. Er war dann unglaublich verballert, wusste nicht wo er war usw.
    Ich bin dann ausgestiegen, hab ihm noch viel Glück für den Termin gewünscht, keine Ahnung wie er das gemacht hat.
    neu.gierig.toll.kühn

  14. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    ich hab mal das Ausreiseformular verloren. ein Grenzbeamter hat mir dann gesagt wenn ich mich nochmal anstellen und etwas geld für Zigaretten in meinen Reisepass legen würde, wäre das kein Problem. hab ich dann also gemacht.
    Mexico?
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  15. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich musste mal Herrn GuMi am Flughafen zurücklassen. Flug war Vancouver-Phoenix- Mex City. Er hat aus Zitat „patriotic reasons“ beschlossen, mit seinem mexikanischen Pass zu reisen. Leider war das USA Visum in dem Pass schon ewig abgelaufen, das habe ich sogar vorsichtig angemerkt bevor wir das Haus verlassen haben. Klappt schon meinte er, packt seinen kanadischen Pass zurück in die Schublade und wir sind losgefahren zum Flughafen. Ende vom Lied: er durfte nicht in den Flieger, Ticket wurde nicht erstattet. Ich also alleine nach México geflogen, er ist heimgefahren und hat für den nächsten Tag einen sackteuren anderen Flug gebucht.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
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  16. Senior Member Avatar von Maritty
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ah Mexiko, das erinnert mich an die erste Nacht im Hostel in Mexiko City in nem 8-12 Personen dorm (weiß nicht mehr genau), der Flug hatte Verspätung, wir kamen erst um Mitternacht rum dort an. In dem Hostel war in dieser Nacht Tequila-night mit allyoucandrink. Wir also in das dorm, eh vom Jet lag und ner Erkältung gerädert, wach ich nach ner Stunde rum auf wie einer anfängt zu kotzen. Da es am anderen Ende des Zimmers war und ich 0 Bock auf helfen hatte, hab ich nur gehört, ob er noch atmet. Hat er, das ging noch n paar mal so die Nacht und irgendwann ist er aufgestanden und hat versucht sich und das Bett zu putzen.
    So im Nachhinein betrachtet übelst eklig, damals war ich aber jung und hab das tatsächlich als nicht so schlimm gesehen.
    neu.gierig.toll.kühn

  17. Member Avatar von Sweep
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Oh, was für ein toller Thread!

    Mir fällt auf die Schnelle nur was Kleines ein:

    Ankunft in Malta, mitten in der Nacht. Ein Shuttle-Bus sollte uns zum Hafen bringen, von wo wir weiter mit einem Boot auf unsere Mini-Insel gebracht werden sollten. Am Flughafen waren mein Freund und ich die einzigen, die dorthin wollten. Irgendwer hat dann ein Taxi für uns geholt, das die Reiseagentur bezahlt hat. Der Taxifahrer hat sich über Fahrgäste gefreut, ist rasant auf der Mittellinie gefahren, Fuchs und Hase überquerten die Straße, der Taxifahrer holte währenddessen seine Familienfotos heraus und zeigte uns seine Kinder. Mein Freund saß vorn, ich habe mir hinten die Augen zu gehalten. Dazu nette Konversation, was wir beruflich machen würden usw.
    Wir sind gut am Hafen gelandet. Weit und breit kein Mensch. Kein Licht. Gar nichts. Aus weiterer Entfernung hören wir irgendwann unser kleines Boot tuckern, das brachte uns dann schaukelnd zu unserer Insel, wo uns die Hotelangestellten um Mitternacht mit leckeren Säften und frischen Sandwiches erwarteten.

    Selber Urlaub: nachts geht der Feueralarm los im Hotel. Ich stehe sofort im Bett, raffe Ausweis usw. zusammen und schiebe meinen Freund in den Flut, um die Lage zu peilen. Nebenan kommt der verschlafene Hoteldirektor mit offener Hose aus dem Zimmer getapst, guckt, geht wieder ins Zimmer. Kein weiterer Hotelgast, obwohl ausgebucht, kam heraus. Mein Freund geht wieder schlafen. Ich warte auf die Katastrophe. Kam nicht.
    Am anderen Ende der Insel ist ein Campingplatz, dort ging wohl ein Rauchmelder an. Deswegen bei uns wohl der Alarm, so ganz habe ich das bis heute nicht verstanden. Weiß aber nun, dass ich im Notfall schnell wäre.


    Madeira: Turbulenzen während des Fluges. Kurz vor Ankunft die Ansage des Piloten, dass die Landebahn sehr kurz sei, es aktuell schwere Unwetter gibt und er evtl. auf der Nachbarinsel landen müssen. Ich habe Flugangst und war da etwas panisch, obwohl es überhaupt nicht weiter schlimm war und wir sogar ganz normal gelandet sind.
    Im Norden waren schwere Erdrutsche, die wir bei einer Bustour miterlebt hatten, weil zwei Autos vor unserem Bus ein Fahrzeug von einem Baum erschlagen wurde. Das war im Nachhinein total dumm, also auf eigene Faust in diese Richtung zu fahren, aber wir haben die Unwetterlage nicht so ernst eingeschätzt, da das Wetter in "unserem" Ort sehr gut war. Naja, doof halt.

    Ischia: auf einer Wandertour haben mein Freund und ich ein Anwesen eines berühmten Regisseurs entdeckt, das man wohl besichtigen konnte. Weit und breit war dort niemand. Es sah auch recht verlassen und verwegen aus. Ich bin Tendenz Angsthase und wollte wieder umdrehen; das Anwesen lag mitten in einem Wald. Mein Freund wollte natürlich alles erkunden, hierhin und dorthin klettern. Irgendwann stehen wir auf der Dachterrasse des Hauses und ein Italiener kommt angerannt und brüllt uns etwas zu, das wir nicht verstanden haben. Es klang nicht so einladend, also sind wir flink davon.
    Am Ausgang steht eine alte Dame, die wirklich gruselig aussah und uns immer etwas zu zischte und hinterherrief, klang auch nicht nett. Ich bin wie eine Irre aus dem Wald gerannt, mein Freund lachend hinterher. Ich fand das gar nicht lustig.

    In New York haben uns die Turtles mal fotografiert, das war so ne Überrumpel-Touri-Aktion. Als ich ihnen nur fünf Dollar geben wollte, ist der eine fast handgreiflich geworden. Da hab ich was gestottert von wegen wir seien nur arme Studenten (stimmte nicht) usw. und er schlug mir freundschaftlich auf die Schulter all right, buddy.

  18. Enthusiast
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich habe mich in einem nepalesischen Bergdorf mit der Freundin, mit der ich gereist bin, zerstritten, weil sie unbedingt noch einen Ausflug in ein Nachbardorf, in dem es besonders gute Äpfel geben sollte, machen sollte, während ich langsam nervös wurde, weil der Flug nach Hause schon in drei Tagen ab Kathmandu ging und wir noch total in der Pampa waren. Ich habe mich dann einer Gruppe Berliner Mathestudenten angeschlossen, die waren sehr nett wenn auch absurd jung, und habe mit denen ein Hotel gesucht.
    Aus dem Dorf raus gab es nur zwei Wege, entweder fliegen oder über die Straße. Die Flugzeuge fliegen auf Sicht und zerschellen auch schonmal an den Bergen, deswegen fliegen sie nur, wenn das Wetter gut ist. Bei der Straße gab es das Gerücht einer Sperrung wegen Erdrutsch ein Stück weiter die Straße runter. Ich hab mir also ein Flugticket besorgt und mich dann auf die Suche nach einem Plastiksack und Klebeband begeben, damit ich meinen Rucksack für den Flug verpacken kann. Dabei habe ich einen älteren Deutschen kennengelernt, der sich nach kurzer Zeit als furchtbar aufdringlich und borderline übergriffig herausgestellt hat. Wir haben einen Kaffee getrunken und ihm ist dann gaaanz plötzlich eingefallen, dass er ja gar kein Geld hat und wir zusammen in sein Hotel gehen sollten, damit er mir seinen Anteil geben kann. Habe ihn daraufhin sehr widerwillig eingeladen, diverse weitere Näherungsversuche abgewehrt und bin ins Hotel gerannt, über eine Holzbrücke mitten im Dorf, neben der ein Schild stand, dass man nur einzeln darüber laufen soll, auf der aber immer mindestens zehn Personen rumhingen.
    Am nächsten Morgen war es bewölkt und es ging kein Flug, also habe ich das Ticket zurückgegeben und bin mehrere Stunden am Busterminal angestanden in der Hoffnung, dass ich es in irgendein Fahrzeug schaffe. Ging dann auch, wobei ich im Bus direkt über mir eine scharfe Metallkannte hatte und die Straße echt viele Schlaglöcher hatte, so dass ich die ganze Fahrt eigentlich nur damit beschäftigt war, keine Metallkannte in den Kopf zu bekommen.
    Nach zwei Stunden oder so hielt der Bus an, der Erdrutsch war nämlich nicht nur ein Gerücht. Man konnte auch nicht direkt drüber, sondern musste ein ganzes Stück von einem Wanderpfad laufen. Ich bin mehr als eine Stunde sehr genervt diesen Wanderweg langgestapft und kam mir doof vor, weil ich trotz ultralight Hikingkram und wirklich viel Training in diesem Sommer eher langsamer als die alten Nepalesen mit Flip Flops und einem Sack Reis auf dem Kopf war.
    Am anderen Ende des Wegs war ein riesiger Menschenauflauf und keine Busse. Ich war glaube ich noch selten so verzweifelt - ich stand mitten in einem Sandloch im Himalaya, sprach kein nepalesisch, hatte keinerlei Idee, wie ich da wieder wegkomme und kannte niemanden. Habe dann diverse Leute, die wie Touristen aussahen, angesprochen, die hatten aber alle irgendwie gar keine Lust mir zu helfen.
    Und hier wendet sich alles zum Guten, dann habe ich nämlich einen Endsiebziger Deutschen am Rand des Geschehens gesehen, den ich schon von der Wanderung davor kannte. Der saß da und aß gemütlich etwas, seine Begleiter waren gerade dabei, ein Auto zu organisieren. Letzendlich haben sie irgendeinen Jeep von der UN aufgetrieben, ich wurde eingeladen mitzukommen und wurde mit wahnsinig leckerem Essen versorgt, zwischendurch haben wir bei einigen Sehenswürdigkeiten angehalten und nach ein paar Mal Auto wechseln und vielen vielen Stunden Fahrt sind wir in der Stadt angekommen, wo sie mir auch schon ein Hotelzimmer organisiert hatten. Ich bin nur noch ins Bett gefallen. Am nächsten Tag stand meine Freundin pünktlich zum Frühstück vor der Tür, sie hatte diesen Ort mit den Äpfeln besucht und einfach den Flieger am nächsten Tag genommen. Wir sind uns in die Arme gefallen und haben zusammen gefrühstückt. Furchtbar lange Geschichte.

  19. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Im Dunkeln auf einem Belfaster Parkplatz die Kamera eingerichtet (Langzeitaufnahmen waren mein Ding), von hinten kam einer, ich hatte ihn nicht gehört, riss mich rum „I gonna fuck you now!“, warf sich auf mich drauf. Ich hatte zum einrichten des Bildes ne fette Taschenlampe in der Hand und zog sie ihm über den Schädel. Er krachte zusammen. Blutete auf meine Jacke, ich wälzte mich unter ihm hervor und rannte weg. Kamera hab ich leider nicht mehr geschnappt. Die war dann weg. Aber ich dachte nur: Danke zehn Jahre antifa, dafür dass ich Gewalt anwenden kann.

    Puh sowas von Glück im Unglück gehabt.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  20. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Bali, meine Begleitung und ich hatten fuer die ersten Tage Surfen gebucht, erstes Mal fuer uns beide. War im Nachhinein nicht so schalu, das auf den Anfang der Reise zu legen.
    Die Surflehrer waren super waghalsig und haben uns zu ziemlich turbulenten Stellen mitgenommen, mmn viel zu krass fuer Anfaenger. Wir sind aber beide ok damit, an unsere Grenzen zu gehen, also rauf aufs Brett und versuchen. Ich habe natuerlich immer wieder meine Kontrolle verloren und war schon fast am Ende meiner Kraefte am zweiten Tag. Dann aber sah ich neben mir eine Schildkroete auftauchen, an mir vorbei schwimmen und habe mich total gefreut. Das hat mich nochmal motiviert, eine Welle mitzunehmen, die war allerdings richtig gross, ich verlor sehr schnell die Kontrolle und merke noch, wie mir das Brett auf meinen grossen Zeh haut, so senkrecht. Ich konnte noch einen schnellen Blick auf meinen Zeh werfen, bevor die naechste grosse Welle anrollte. Mein Zehnagel stand senkrecht ab, ich wra so geschockt, dass ich natuerlich einfach von der Welle mitgerissen wurde und durchs Wasser taumelte. Ein Surflehrer find an, rumzuschreien, ich war voellig orientierungslos, aber konnte mich irgendwann aufs Brett ziehen und mich an den Strand rollen lassen.
    Einige am Strand von unserer Gruppe bemerkten, dass was nicht stimmte und rannten zu mir. Naja, mein Zehnagel stand halt senkrecht aber liess sich auch nicht entfernen, ueberall war Sand, ich konnte nicht laufen. Ein amerikanischer Feuerwehrmann-Hulk hat mich dann zum Auto getragen
    Der Nagel wurde an dem Tag im Krankenhaus entfernt und ich durfte einige Tage nicht schwimmen.

    Das ging im Vergleich zu meiner Begleitung aber noch ganz gut aus, weil es gut verheilte. Meine Begleitung bekam von Surfen zwei Miniwunden am Zeh, die sich total entzuendeten und einfach den ganzen Urlaub nicht zu gingen.
    Am Abreisetag bekam sie hohes Fieber, sodass wir auf dem Flug nach China nach einem Thermometer gefragt haben. Auch keine gute Idee, zwei Minuten spaeter standen 5 Flugbegleiter neben uns uns unterhielten sich aufgeregt auf chinesisch. In China wurden wir aus der Maschine begleitet und meine Freundin sollte die Temperatur messen. Falls ueber 38 durften wir nicht mehr weiterreisen und sollten erstmal in China bleiben. Meine Freundin, die vorher kaum ansprechbar war, hat daraufhin so Panik bekommen, dass sie sich 5 Paracetamol eingeschmissen hat um das Fieber zu druecken bis zur Messung.
    Als wir dem zustaendigen Menschen erklaerten, dass es ihr ok ginge, sie selber Krankenschwester ist und ich sie begleite, waren sie allerdings doch einsichtig und wir durften weiter reisen.
    In D wurde dann festgestellt, dass meine Freunde multiresistente Keime im Zeh hatte und daher das Fieber kam...

    Auf den Galapagosinseln habe ich getindert und mit einem Mann gematcht (aber nie getroffen), den ich spaeter auf einer Wanderung auf dem Festland getroffen habe. Dauerte allerdings zwei Tage, bis wir das realisierten

    Auch in Ecuador habe ich ein Maedchen kennengelernt, das, wie sich herausstellte, eine kennt, mit der ich mal gearbeitet habe.
    Geändert von Traumregen (13.12.2019 um 12:00 Uhr)

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

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