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  1. Enthusiast
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    puh, ich habe schon einiges an negativen und skurillen erlebnissen durch:

    bettwanzen ( reagiere allergisch auf die stiche, super ätzend & schlimm :/ )
    autounfall inkl fahrerflucht des anderen fahrers in der osteuropäischen pampa
    ausgeraubt worden

    in hostels diverse male sex von anderen leuten im zimmer mitbekommen , teilweise auch mitten im zimmer (backpacking)
    eine freundin hat sich nackt ausgesperrt ( sie ist nackt auf das gang wc gegangen) und hatte ihre zimmerkarte nicht dabei..

    und noch einiges mehr

  2. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    mit 16 war ich mit einer freundin im urlaub in der leeren fewo meiner tante und das gepack wurde uns mit dem auto hingefahren. somit mussten wir auch luftmatratzen mitnehmen und meine hatte ein loch und ich war jeden morgen pünktlich wach, wenn gegen 6 uhr die luft raus war.
    wie fuhren selber mit dem roller und konnten dann dort die woche mit dem roller überall hin und fuhren jeden tag an den badesee mit schlauchbooten und ruder und sonnenschirmen und wir waren so voll beladen, dass wir jede als kleinwagen hätren durchgehen können und wir kamen nur noch im schneckentempo voran. war auch skuril und lustig damals.

    in dem ort wirde jede nacht ein anderes sommerfest gefeiett und wir hörten in voller dröhnung abwechselnd volksmusik und zwei, drei absolut dumme hits die zu dieser zeit rauf und runter liefen und die dorfjugend gröhlte dazu. jede nacht und wir wollten bei der hitze zrotzdem außen sitzen und meine freundin wurde von schnacken gefressen und konnte am ende des urlaubs kaum noch eine freie stelle finden und ich hatte somit den besten insektenschutz.
    heim fahren mussten wir am ende des urlaubs die 100 km dann bei strömendem regen.
    danach waren wir echt urlaubsreif.

  3. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Zitat Zitat von dastangram Beitrag anzeigen
    eine freundin hat sich nackt ausgesperrt ( sie ist nackt auf das gang wc gegangen) und hatte ihre zimmerkarte nicht dabei..
    Ho Gott Die arme..

    Mir ist so eine Geschichte eingefallen, die dauert keine zwei Tage und trotzdem kommt es uns im Nachhinein vor, wie über eine Woche, weil so viel passiert ist.
    (Nicht zitieren, ich nehm die in ein paar Tagen lieber wieder raus).

    Eine Freundin und ich waren auf einem Festival in Frankreich und wollten vor der Heimfahrt noch irgendwo an's Meer und draußen übernachten. Wir hatten beide noch keine Backpacking-Erfahrung, waren Anfang 20. Dieser Mini-Trip hat keine zwei Tage gedauert, aber wenn wir heute dran zurückdenken, kommt es uns beiden vor wie über eine Woche, weil so viel passiert ist.
    Wir sind mit einer Mitfahrgelegenheit, einem Studenten, Richtung Marseille gefahren, er hat uns unterwegs von dem Dorf erzählt, in dem sein Studentenwohnheim steht und wie schön es da ist und dass es da einen Nationalpark mit einer wunderschönen Bucht gibt. Also ging's da hin. Es war spätnachmittag, wir hatten viel zu viel Zeug dabei, wegen dem Festival davor, eine Gitarre u.a. und Proviant, zum Beispiel eine Wassermelone, die ich unterwegs noch so verflucht habe. Es hieß, ab da wo der Weg losgeht bis zur Bucht dauert es ca. eine halbe Stunde. Wir also losgestapft, erst mal durch einen Wald.. meine Freundin war zu der Zeit extrem auf dem vegan- bzw Rohkosttrip und sie sie hat so lecker aussehende rote Beeren gesehen, die sie unbedingt probieren wollte. Ich habe noch versucht, ihr das auszureden, sie kennt die nicht, weiß nicht was das ist, können giftig sein, etc. etc. aber sie war nicht davon abzubrigen und sie haben ihr geschmeckt. Die Beeren gab es auf dem Weg immer wieder. Irgendwann ist uns aufgefallen, dass wir jetzt schon echt lange unterwegs sind und haben angefangen die endgegenkommenden Leute nach Schätzungen zu fragen, wie lange es noch ca. dauert. Und deren Angaben wurden nicht immer kürzer, sondern länger. Der erste.. naja so eine viertel Stunde noch. Der nächste, najaa schon noch so zwanzig Minuten.. wieder der nächste.. hm naja so zwanzig Minuten bis halbe Stunde. Wir waren mittlerweile schon echt fertig von dem Geschleppe... nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir schon aufgehört haben, uns miteinander zu unterhalten, weil wir so kaputt waren, standen wir auf einmal.. in einem Kalenderbild quasi. Auf einmal ging es vor uns bergab und wir hatten einen Wahnsinnsausblick auf die Bucht und das Meer, links und rechts Felsenformationen, alles in goldenes Licht getaucht und es kam so unerwartet.. gerade noch im immer gleich aussehenden Wald und plötzlich das.. Wir haben auch echt kurz vergessen, wie kaputt wir sind und uns gefreut wie kleine Kinder. Dann wurde es aber erst richtig anstregend, davor war das noch gar nichts.. es ging richtig Steil bergab, war total kompliziert, wir hatten schlecht Halt, und das ganze Gepäck.. es war richtig gefährlich, die Sonne war auch langsam am Untergehen.. Die Bucht war ewig weit unten.. also allein dieser Abstieg hat bestimmt nochmal eine Stunde gedauert. Unterwegs haben wir noch ein spanisches Pärchen getroffen, die auch da übernachten wollten. Ziemlich während dem Sonnenuntergang sind wir endlich unten angekommen und als allererstes.. kotzt meine Freundin hinter einen Felsen die ganzen roten Beeren wieder aus. Ich hatte so Angst, dass sie sich jetzt richtig vergiftet hat, sie hat halt nichts angekündigt, ich habe nicht gemerkt, dass es ihr nicht gut geht, es kam total unererwartet. Im Geiste habe ich schon überlegt, wie zum Teufel ich jetzt einen Notarzt hier her kriegen soll. Aber sie meinte es geht schon wieder, kein Problem, sie will sich nur kurz ausruhen. Ich bin dann eine Runde schwimmen gegangen mit der Spanierin, die ich dann auch in die Beeren-Geschichte eingeweiht habe... Meine Freundin hat sich ein zweites mal übergeben.. Ich hatte so Angst um sie.. aber wieder versichert, dass jetzt alles ok ist und es ihr gut geht... zum Glück hat es dann aber auch gestimmt. Wir sind dann bald in unsere Schlafsäcke gekrochen und ich habe soo gut geschlafen wie noch nie.. und am nächsten Tag bin ich zum ersten und bisher letzten mal einfach draußen bei Sonnenaufgang vom Wellengetose aufgewacht.. das war so toll.
    Wir hatten dann einen sehr schönen Badetag, haben unsere Vorräte fast aufgegessen, allerdings haben wir gemerkt, dass wir einfach viel zu wenig Wasser dabei haben. Nachmittags sind wir den Rückweg angetreten. Bei sengender Hitze. Wir haben den ganzen Weg über nicht mehr geredet, um Energie zu sparen, sind dieses Steile Stück bergauf halb geklettert auf allen vieren, kaum getrunken, immer abwechselnd einen Schluck, waren fix und fertig natürlich wieder.. Als wir aus dem Wald raus in das Dorf kamen, hatten wir kein Wasser mehr und genau da stand direkt vor uns mitten im Nichts ein Wasserhahn. Wie bestellt. Das war so schön, ich hab mich seit dem nie wieder so über Wasser gefreut. Dann sind wir zur Bushaltestelle, richtung Marseille.. wir waren weit und breit die Einzigen.. und dann ist noch was total skuriles passiert. Plötzlich kam ein Wildschwein zusammen mit fünf Ferkeln durch das Dorf in unsere Richtung. Ich gleich zu rennen angefangen, meine Freundin ist einfach stehen geblieben und hat die sich interessiert angeschaut.. ich dachte jetzt passiert auf den letzten Moment doch noch was aber die Schweine haben uns ignoriert.
    Dann sind wir mit dem Bus nach Marseille, da war es dann inzwischen dunkel, wir hatten natürlich nichts gebucht und sind dann so durch die Straßen gezogen und haben in verschiedenen Hostels gefragt, die alle ausgebucht waren... irgendwann haben wir in der hässlichsten Absteige überhaupt noch ein Doppelzimmer bekommen, kurz vor der Obdachlosigkeit, und da dann kein Auge zugetan, weil die ganzen komischen Gestalten die da ein und aus gingen, so laut waren.
    Am nächsten Tag ging's dann von Marseille aus nach Hause.
    Geändert von wunder (14.12.2019 um 21:08 Uhr)

  4. V.I.P. Avatar von Tigerente99
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich bin mal von einer brennenden Fähre evakuiert worden. Ich war 16 und wollte mit meiner Mutter von Kiel nach Oslo. Mein Vater war mit meinen Geschwistern schon da. Wir waren auf dem Schiff noch schön essen und hatten dann eine Schlafkabine. Als wir ins Bett sind, habe ich meiner Mutter noch die "Verhalten im Notfall"-Regeln von so einer Karte vorgelesen. Irgendwann nachts sind wir dann aufgewacht, weil Wasser lief und meine Mutter sich wunderte, warum die Leute mitten in der Nacht duschen. Dann ging auch der Feueralarm an. Als wir die Kabinentür aufgemacht haben, liefen Leute panisch durcheinander und im Flur stand knöchelhoch Wasser (das kam von den Duschen, die tatsächlich angemacht worden waren). Wir also mit den ganzen anderen Leuten hoch an Deck (im Schlafanzug, versteht sich). Da wurden schon die ersten Rettungsboote voll gemacht und nach unten gelassen. Ungefähr das erste, was ich gesehen habe, war eine Frau, die sich in dem Seil, an dem das Boot hing, verheddert hatte, und kopfüber nach oben gezogen wurde, als das Rettungsboot nach unten gelassen wurde. Jedenfalls waren alle Boote schon voll und wir fanden uns dann in einer kleinen Gruppe von Leuten wieder, die sich mit einem Steward auf die Suche nach einem noch freien Boot machten. So sind wir von Deck zu Deck, haben aber keins gefunden. Irgendwann wurden wir dann irgendwo abgestellt und bekamen was zu trinken und feuchte Tücher, um sie uns vor den Mund zu halten gegen den Rauch, der da zum ersten Mal spürbar war. Dann mussten wir über eine Notrutsche auf eine schwimmende Plastikinsel rutschen. Die trieb dann eine Weile im (Gott sei Dank) ruhigen Meer dahin, es stand Wasser bis kurz unter die Knie. Dann wurden wir von einem Motorboot abgeschleppt und eine andere Fähre hat uns aufgenommen. Die fuhr nach Göteborg. Dort wurden wir in einem Militärcamp untergebracht und alle paar Stunden darüber informiert, dass es noch nichts Neues gibt. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen und hatte zwar nicht übergegriffen, die Hitzeentwicklung war aber so hoch, dass niemand auf's Schiff konnte, um die Sachen zu holen. Da es in der Vor-Handy-Zeit war, konnten wir auch meinen Vater nicht erreichen. Der stand derweil in Oslo am Hafen und wusste nur, dass es eine Havarie gegeben hatte. Ein norwegischer Journalist hat ihm dann irgendwann erzählt, dass es keine Toten gegeben habe (später ist eine Frau im Krankenhaus an den Folgen eines Herzinfarkts verstorben). Meine Schwester, die damals gerade die 5. Klasse beendet hatte, hat das gehört und mit ihren rudimentären Englischkenntnissen verstanden, wir seien tot und das gedacht, bis mein Vater eine halbe Stunde später wiederkam. Irgendwann am Nachmittag wurden bei uns Satellitentelefone installiert und wir haben meine Großeltern angerufen und gesagt, dass es uns gut geht, in der Hoffnung, dass mein Vater das auch tut (hat er auch). Abends kam dann die Meldung, dass alle, die kein Auto dabeigehabt hatten, mit einem Bus nach Oslo fahren könnten. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein, wie ein ganzer Reisebus voller Menschen im Schlafanzug an den Raststätten ausstieg und ins Restaurant marschierte. In Oslo angekommen wurden wir dann nochmal registriert, es wurde rumtelefoniert, auf welchem Campingplatz mein Vater ist (was auch etwas länger dauerte, weil die ihn unter seinem Vornamen registriert hatten), wir bekamen Zahnbürsten und Handtücher geschenkt und wurden dann ins Taxi zum Campingplatz gesetzt. Einige Tage später kam unser Gepäck und einige Wochen später ein Scheck über den Reisepreis. Jahre später hat dann irgendwer einen Artikel in der Welt gefunden, in dem mein Vater "zitiert" wurde:
    Seit zwei Uhr morgens hatte x aus y mit seinen drei Kindern in einem Wohnmobil am Kai von Oslo auf die Fähre aus Kiel gewartet. Endlich, nach zwei langen Wochen, sollten er und die Kinder mit der Mutter und der 15jährigen ältesten Tochter wieder vereint werden. Dann bekam er die Schreckensnachricht, daß die "Prinsesse Ragnhild" brennt. Für x und seine Kinder begann das große Zittern. "Ich hoffe so innig, daß sich die beiden in Sicherheit bringen konnten", sagte er. Niemand wußte zu der Zeit Genaues. Zeitweise hieß es sogar, das Feuer sei völlig außer Kontrolle. Erst nach sechs Uhr erfuhr er: Alle Passagiere sind gerettet! "Ich bin mit den Kleinen vorausgereist, ab Freitag wollten wir zusammen Urlaub machen und in die norwegischen Berge fahren. Das hat sich meine Frau so gewünscht."
    Geändert von Tigerente99 (16.12.2019 um 13:30 Uhr)

  5. Ureinwohnerin Avatar von kilauea
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Woah wie schrecklich.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  6. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Das klingt echt schlimm.. Kannst du noch Schiff fahren ohne Angst?
    Bei der Suche nach einem Rettungsboot stell ich mir automatisch die zugehörigen Titanic-Szenen vor.

  7. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Tigerente

    Wunder, das klingt nach einer Calanque? In der Ecke war ich dieses Jahr auch, aber bei leichter zugänglichen, weil noch Baby dabei.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  8. Enthusiast Avatar von wunder
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ja, genau, tatsächlich! Wusste nicht, dass das so hieß, wir haben uns einfach blind da hinkutschierten lassen. Ich krieg so Fernweh bei diesen Bildern...

  9. Member
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich hatte in Nepal einen Beinahzusammenstoss mit querfeldein (bzw. in Fallrichtung den Steilhang hinab) galoppierenden Yaks, darunter ein fluffiges wolliges weißes Kälbchen, soo süß.

    Und in der Türkei habe ich in der Nacht als Kind mal ein leichtes Erdbeben erlebt, bei dem das Bett schwankte (und ich an meiner Wahrnehmung zweifelte, aber dann schlugen auch die Rohre in den Schächten aneinander und dann war es klar). Das Epizentrum war aber sehr weit entfernt, es ist also nichts passiert.

  10. V.I.P. Avatar von Tigerente99
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Zitat Zitat von wunder Beitrag anzeigen
    Das klingt echt schlimm.. Kannst du noch Schiff fahren ohne Angst?
    Ja. Im Nachhinein finde ich es eher lustig. In dem Moment nicht so, aber ich hatte jetzt auch keine schlimme Angst. Die Situationen ganz am Anfang, als noch niemand wusste, was los war, und mit der Frau im Boot waren die einzigen, bei denen es Anflüge von Panik unter den Passagieren gab. Ansonsten ist das alles sehr ruhig und koordiniert abgelaufen und ich habe mir eigentlich zu keinem Augenblick Sorgen gemacht, dass das nicht gut ausgehen könnte oder so.

  11. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Wunder, habt ihr je rausgefunden, was das für Beeren waren?

  12. Senior Member Avatar von Ise
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ich hatte Dengue Fieber allein in Myanmar. Also geholt habe ich es mir in Thailand, denn ich fühlte mich schon am Flughafen schwach. Bin dann in yangon in eine Klinik aber es war zu früh um irgendwas festzustellen, also gab mir die Ärztin Paracetamol und sagte ich solle in ein paar Tagen wieder kommen. Da war dann ein anderer Arzt da, dem meine Symptome nicht gereicht haben. Er schob es also auf Grippe, schwatzte mir einige Medikamente auf und schickte mich wieder weg. Am nächsten Morgen wache ich im Hostel mit Nasenbluten auf und es hört einfach nicht auf. Google sagte nach 20 Minuten wirds gefährlich, ich also wieder mit dem Taxi in die Klinik. Da haben sie dann gemerkt, dass sie es auch nicht stoppen können und das daran liegt, dass mein blutplättchen count aktuell wegen dengue Fieber zu niedrig ist. Wurde dann mit tatütata im schlimmsten Verkehr ins Krankenhaus gebracht, durfte nicht zurück ins Hostel und schrieb einer Bekannten in meinem Zimmer, ob sie bitte meine Sachen packen könne. Das klappte zum Glück und das hostel schickte einen Fahrer mit meinen Sachen ins Krankenhaus.
    Dort blieb ich dann 3 Tage mit mehr oder weniger Englisch sprechendem Personal, Blutplättchen transfusion, Infusionen etc. Immerhin im Einzelzimmer.

    Beim auschecken war ich auch allein und das war super deprimierend, weil zu dem Zeitpunkt auch egal gewesen wäre wohin ich gehe. Es erschien mir alles so sinnlos aber bei so niedrigem blutplättchen count ist depression eine normale nachwirkung. Hat noch 2 Wochen gedauert bis ich von 50 wieder auf dem normalen 200 Wert war und alles fiel mir in der Zeit sehr schwer. Zum Glück traf ich mich ein paar Tage später mit einer Freundin und wir reisten gemeinsam.

    Den Rechnungsbetrag vom Krankenhaus in Höhe von 1.5 Mio MMK (ca 800 €) hat meine Versicherung zum Glück erstattet.
    Geändert von Ise (16.12.2019 um 22:24 Uhr)

  13. Addict Avatar von Traumregen
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Mier fiel noch was ein aus diesem Februar in Peru. Wollte mit dem Bus von Cusco in Richtung Amazonas fahren. In Cusco waren es waehrend der Regenzeit so 15-25 Grad und meistens Nieselregen, in hoeheren Lagen wars natuerlich auch mal kaelter, aber es gab kaum Schnee. Auf dem Weg in den Amazonas mussten wir noch einige Berge ueberqueren, Anden halt. Wir sind um neun Uhr abends losgefahren und der Bus sollte bis acht Uhr morgens durchfahren. Um Mitternacht rum bin ich allerdings aufgewacht, weil der Bus stand. Beim Blick nach draussen habe ich festgestellt, dass die Busfahrer verzweifelt versuchten, den Bus loszuschaufel, wir waren im Schnee stecken geblieben Das Ganze hat ebstimmt zwei Stunden gedauert, ehe wir wieder losfahren konnten. Bei Ankunft im Amazonasgebiet vormittags warens dann 35 und 100% Luftfeuchtigkeit, das war schon ziemlich verrueckt

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  14. V.I.P. Avatar von lassie_singers
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    wir sind in bolivien mit einem bus gefahren, mit dem jemand seinen privaten umzug gemacht hat. sprich am dach stapelten sich 2 meter hoch möbel und kisten.
    die fahrt ging stundenlang über unbefestige straßen (und das ist noch euphemistisch ausgedrückt. eigentlich fuhren wir nur durch schlamm und über erdhügel), auf denen uns nur rein zufällig keine achse gebrochen oder reifen geplatzt ist.

    irgendwann sind wir mit der beladung am dach an einer stromleitung hängen geblieben. der busfahrer hat es erst nicht gemerkt und wir haben einen strommasten mehrere meter mitgeschleift erst als sich dann irgendein kabel gelöst, funkensprühend bei einem offenen fenster reingepeitscht ist (da saß auch noch eine frau mit baby) und der ganze bus hysterisch gebrüllt hat, ist der fahrer stehen geblieben
    die gesamte fahrt dauerte übrigens ca. 30h
    hello! my pronouns are sex based, just like my oppression.

  15. Member Avatar von sommerlinde
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    falscher Thread.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  16. V.I.P. Avatar von lassie_singers
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    falscher thread?
    hello! my pronouns are sex based, just like my oppression.

  17. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Du bist mit deinem zusammenhanglosen Müll im falschen Thread, allo....
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  18. Ureinwohnerin Avatar von kilauea
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Ise, um die Geschichte beneid ich dich echt nicht. =/ Und ich find's immer noch so krass, dass die in nem Land, in dem Dengue so verbreitet ist, das nicht ernst nehmen.

    Bei Erdbeben fällt mir ein:
    Als wir in Neuseeland waren, gab's auf der Südinsel ein Erdbeben. Wir waren noch auf der Nordinsel und haben nur mitbekommen, dass unser Camper wackelt, haben es aber beide nicht überrissen und weitergeschlafen. Erst am Morgen dämmerte es uns langsam und in der Küche hing dann auch ein Zettel aus mit "big earthquake, check your plans". Uns ging's gut, wir saßen aber im Tongariro NP und hatten null Handyempfang und das WLAN am Campingplatz ging auch nicht, entsprechend besorgt waren unsere Eltern in der Heimat, wo es in den Nachrichten mal wieder ganz anders klang als bei uns vor Ort. Unsere Weiterreise hat's aber ganz schön dureinander gewirbelt, wir wollten eigentlich weiter auf die Südinsel, es gab aber kaum Fähren, also sind wieder wieder in den Norden, haben dann aber doch noch einen Platz auf der Fähre bekommen und sind am späten Abend bis weit in die Nacht wieder zurück in den Süden und standen dann windumtost in Wellington, bis morgens die Fähre ging.

    Und in den USA warich grad, als der Hurricane Irene (2011) unterwegs war. Wir waren in Boston, da war's zum Glück nicht so wild, aber mal wieder daheim: innerhalb kurzer Zeit haben wir alle Nachrichten von unseren Eltern bekommen, die scheinbar grad alle Tagesschau geguckt haben, ob's uns denn gut geht. =D Wir hatten Stromausfall und dabei einen wirklich schönen Tag, unsere Gastgeberin hat uns ne große Portion Bolognese gekocht, wir haben bei Kerzenschein gegessen und Wein getrunken und irgendwann fiel ihr ein, dass sie auch noch Ben&Jerry's hat, das weg muss, bevor es schlecht wird. Abends haben wir dann weiterhin bei Kerzenschein Zähne geputzt und am nächsten morgen war alles wieder gut.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  19. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Zitat Zitat von dastangram Beitrag anzeigen
    eine freundin hat sich nackt ausgesperrt ( sie ist nackt auf das gang wc gegangen)
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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    ʕ•͡ᴥ•ʔ

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  20. Ureinwohnerin Avatar von luxuspanda
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    AW: Absurde/Lustige/Schreckliche Erlebnisse auf Reisen

    Als ich noch ein Kind war, sind wir immer mit der Großfamilie nach Spanien in ein Ferienhaus, total idyllisch, mit eigenem Parkplatz.
    Einmal kam dann ein anderes Auto und Leute liefen ums Haus, es hat sich aber irgendwie keiner was dabei gedacht, die Erwachsenen dachten, die wollten sich das Ferienhaus anschauen.

    Ja, dann war die eine Frau plötzlich im Haus, dann raste das Auto weg und mit ihm Handtaschen und unsere Pässe.
    Ich hab erst mal geweint, weil ich dachte, dass wir ohne Pässe nie wieder nach Hause kommen...




    Im Vietnam-Urlaub vor vielen Jahren sind wir mit der Reisegruppe in einer kleinen Propellermaschine vom Norden in den Süden geflogen. Einige Sitze waren kaputt (die Rückenlehnen ließen sich nicht feststellen, teils waren die Gurte nicht fest), aus den Lüftungsdüsen kam weißer Nebel und mitten im Flug ging hinten die Tür zum Gepäckraum auf und die Koffer kamen nach vorne gepoltert. Schönes Gefühl..... *hust*




    Am Ende des Auslandssemesters in Michigan wurde ich super krank und hatte hohes Fieber, so dass ich den Flug nicht geschafft habe (weil ich auch den Auszug nicht gebacken bekommen habe, ich war dort ziemlich allein, mein Mitbewohner war ein Idiot, der durch seinen illegalen Ritalin-Konsum teils auch psycho-Wutanfälle bekommen hat).
    Außerdem hatte ich keinen Handyempfang in der Wohnung, außer in einer Ecke meines Zimmers.
    Ich saß da also zitternd vom Fieber und hab versucht, mich mit 3 verschiedenen Fluggesellschaften rumzuschlagen, um den Flug nach NewYork umzubuchen, aber nicht den Transatlantikflug, weil ich einfach den NYC-Aufenthalt verkürzen wollte.
    Das hat irgendwann zum Glück geklappt - und dann hab ich gemerkt, dass ich meinen Reisepass im Auto einer kanadischen Freundin hatte liegen lassen, die mich von Michigan zu nem Kurztrip nach Kanada geholt hatte, wieder zurück gebracht hatte, und dann halt mit meinen Papieren wieder nach Hause gefahren ist. Die musste sich dann wieder auf den Weg machen um mir meinen Pass wieder zu bringen




    Während des Studiums war ich mit meiner besten Freundin backpacken in Schottland.
    Wir hatten zwar unsere Route geplant, aber nicht alle Hostels vorab gebucht. Gerade in Glasgow dachten wir, dass wir nach der Landung dann bestimmt schon iiirgendwas finden werden. Es war aber alles ausgebucht in den Hostels, B&Bs usw..., dafür liefen erstaunlich viele Männer im Kilt rum.
    Es stellte sich heraus, dass gerade ein Fußballspiel in der Stadt war, so dass wir nix bezahlbares bekommen konnten.
    Nachdem wir ewig durch die Stadt gelatscht sind und mir unterwegs irgendwann jemand ein Reißverschlussfach vom Rucksack aufgemacht hatte, so dass auch einige Klamotten weg waren, haben wir dann spät abends vor nem Pub ein Paar gefunden, das uns kurzerhand im Taxi mit nach Haus genommen hat, damit wir nicht auf der Straße übernachten müssen.

    Damit wir uns sicher fühlen, haben sie dem Taxifahrer gesagt, was geplant ist, uns dann im Haus einen Schlüssel für ihr Gästezimmer sowie ihren Autoschlüssel und ihre Kreditkarte gegeben (!), uns am nächsten Morgen ein nettes Frühstück gemacht und uns dann wieder in die City gefahren.
    Wir haben ihnen dann vom nächsten Stop aus eine E-Mail geschrieben, aber darauf haben wir leider nie eine Antwort erhalten.
    Geändert von luxuspanda (06.01.2020 um 02:12 Uhr)
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