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  1. Regular Client Avatar von blauer_Engel
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Bei uns ist normalerweise nix übrig aktuell.
    Größere Ausgaben besprechen wir aber immer vorher.

  2. Member Avatar von vaya con dios
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Bällabee, ich spare einen festen betrag für meine söhne und fürs auto.

  3. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Gespart wird halt automatisch das, was übrig ist, aber kein fixer Betrag.

  4. V.I.P. Avatar von Mohrrübe
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Wir sparen fürs Kind jeden Monat einen fixen Betrag, für uns das was übrig ist und jeder x Versicherungen (Lebens- Renten... Pipapo). WEnn da noch was übrig ist, wirds angelegt, kommt meistens vor. Ich bin recht sparsam, brauche wenig Kleidung, hab keine teuren Hobbies. Also bleibt meist viel übrig, wir arbeiten auch beide Vollzeit. Ich sag mal so 100 bis 200 Euro brauche ich fürs Ausgehen, Kleidung, Geschenke... so pi mal Daumen.

  5. Ureinwohnerin Avatar von Rückspiegel
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zu Beginn des Monats wird automatisch für alle per Dauerauftrag gespart.
    Was am Ende des Monats noch übrig bleibt, geht auch in Sparkonten und/oder wird gespendet.

    Für mich selber kaufe ich nicht viel. Ich brauche selten Klamotten, ausgehen ist auch nicht so oft, Bücher leih ich fast ausnahmslos in der Bibliothek... Keine Ahnung, was ich (in Zahlen) für mich ausgebe.

  6. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Ich lese erst jetzt hier rein. Da Haushalts-Apps erwähnt wurden: welche könnt ihr da empfehlen, falls ihr welche nutzt? Das wäre für uns bestimmt auch was.


    Es gab hier auch mal den Thread "deutlich unterschiedliches Einkommen in Beziehungen" oder so, das ist bei uns auch so und trotz Kind hatten wir dennoch länger kein gemeinsames Konto, was ziemlich umständlich war. Jetzt wollen wir es auch so machen, dass entweder jeder dasselbe "Taschengeld" (auch wenn ich den Begriff nicht mag) im Monat für sich behalten soll, oder dass jeder anteilig Geld aufs Haushaltskonto überweist (so viel eben insgesamt durchschnittlich nötig ist bzw. etwas mehr für einen Puffer) und dadurch unterschiedlich viel "Privatgeld" bei jedem übrig bliebe. Das müssen wir noch entscheiden. Welche Variante fändet ihr besser? Also wenn einer ca. 3x so viel verdient wie der andere?
    Mein Freund ist es eben seit jeher gewohnt, mehr für Hobbys auszugeben als ich. Ich hab keine so teuren Hobbys und habs auch nicht besonders mit teuren Klamotten zB. Für ihn wäre es ein Einschnitt, wenn er plötzlich weniger für Hobbys übrig hätte, weil der Rest der Gerechtigkeit halber aufs Haushaltskonto käme.
    Würde man nicht zusammenwohnen, würde bzw. könnte ja auch derjenige mehr Geld für Hobbys ausgeben (oder mehr sparen), der mehr verdient. Da würde mein Freund mir ja auch kein Geld überweisen, damit ich mehr in meiner Freizeit ausgeben (oder mehr sparen) kann, weil ich halt zufällig das Pech habe, weniger zu verdienen. Es liegt nicht nur am Kind, dass ich weniger verdiene, das war auch Vollzeit schon so.
    Wie denkt ihr darüber?

  7. Urgestein
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    reicht das geld denn, wenn ihr beide den betrag für euch bekommt? und hast du für dich eine extraaltersvorsorge schon eingerechnet? wobei die nach meinem verständnis vorab vom gemeinschaftskonto zu zahlen wäre. falls die noch gar nicht berücksichtig ist und er auf dieses thema nicht eingeht, würde ich den gesamtbetrag nehmen und eigene rücklagen bilden. wenn das geld insgesamt reicht, fände ich es übrigens schräg, ihn in seinem hobby zu beschränken. das würde ich nur tun, wenn es zu lasten der familie ginge.

  8. Urgestein Avatar von melody.
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Ich würde es nur noch so machen, dass Hälfte- Hälfte auf getrennten Konten gemacht wird.
    Aber ich hätte es beim Zusammenziehen angesprochen bzw. Auf jeden Fall vor dem kind
    Wenn da jetzt so plötzlich kommt von dir, waere ich an seiner Stelle evtl auch angenervt, dass ich mir das Hobby nicht leisten könnte.

  9. V.I.P. Avatar von Mohrrübe
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von Zamora Beitrag anzeigen

    Es gab hier auch mal den Thread "deutlich unterschiedliches Einkommen in Beziehungen" oder so, das ist bei uns auch so und trotz Kind hatten wir dennoch länger kein gemeinsames Konto, was ziemlich umständlich war. Jetzt wollen wir es auch so machen, dass entweder jeder dasselbe "Taschengeld" (auch wenn ich den Begriff nicht mag) im Monat für sich behalten soll, oder dass jeder anteilig Geld aufs Haushaltskonto überweist (so viel eben insgesamt durchschnittlich nötig ist bzw. etwas mehr für einen Puffer) und dadurch unterschiedlich viel "Privatgeld" bei jedem übrig bliebe. Das müssen wir noch entscheiden. Welche Variante fändet ihr besser? Also wenn einer ca. 3x so viel verdient wie der andere?
    Mein Freund ist es eben seit jeher gewohnt, mehr für Hobbys auszugeben als ich. Ich hab keine so teuren Hobbys und habs auch nicht besonders mit teuren Klamotten zB. Für ihn wäre es ein Einschnitt, wenn er plötzlich weniger für Hobbys übrig hätte, weil der Rest der Gerechtigkeit halber aufs Haushaltskonto käme.
    Würde man nicht zusammenwohnen, würde bzw. könnte ja auch derjenige mehr Geld für Hobbys ausgeben (oder mehr sparen), der mehr verdient. Da würde mein Freund mir ja auch kein Geld überweisen, damit ich mehr in meiner Freizeit ausgeben (oder mehr sparen) kann, weil ich halt zufällig das Pech habe, weniger zu verdienen. Es liegt nicht nur am Kind, dass ich weniger verdiene, das war auch Vollzeit schon so.
    Wie denkt ihr darüber?
    Vor dem Kind wart ihr in dem Sinne aber auch keine Familie. Vielleicht sollte man wieder anfangen mehr als "uns" zu denken als als "ich" und "du". Das würde die Sache glaube ich, vereinfachen. Familien sind nunmal anders gestrickt als Singles, selbst wenn man getrennt wohnen würde, hätte man andere Ausgaben. Wir haben uns irgendwann den Stress mit dem Geld nicht mehr gegeben und beschlossen, dass wir jetzt "wir" sind und demzufolge auch nur noch ein Konto haben. Davon geht alles rauf und runter, auch mal ein Pulli für mich. Mein Mann hat auch ein deutlich kostspieligeres Hobby (Autos) und mir ging es dann schon etwas auf den Nerv, aber wir haben es so geregelt, dass er einen Betrag X pro Monat aufs Hobbykonto bekommt und damit muss er eben auskommen. Alles andere ist uns und muss nicht besprochen werden. Das funktioniert bei uns recht harmonisch, wobei das Hobbygeld auch wirklich großzügig ist.

  10. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Danke für eure Antworten!
    Zitat Zitat von Serafina Beitrag anzeigen
    reicht das geld denn, wenn ihr beide den betrag für euch bekommt? und hast du für dich eine extraaltersvorsorge schon eingerechnet? wobei die nach meinem verständnis vorab vom gemeinschaftskonto zu zahlen wäre. falls die noch gar nicht berücksichtig ist und er auf dieses thema nicht eingeht, würde ich den gesamtbetrag nehmen und eigene rücklagen bilden. wenn das geld insgesamt reicht, fände ich es übrigens schräg, ihn in seinem hobby zu beschränken. das würde ich nur tun, wenn es zu lasten der familie ginge.
    Ja, also wir würden es natürlich so machen, dass es reicht, ggf. wäre der "Taschengeldbetrag" eben entsprechend klein. Ob da jetzt Altersvorsorge dabei ist oder nicht (sollte sie aber wohl definitiv). Was meinst du jetzt mit Gesamtbetrag?
    Ich hab eigentlich nicht vor, ihn in seinem Hobby zu beschränken übrigens, die Idee ging ja von uns beiden gemeinsam aus, damit es gerecht ist, aber es gibt ihm/uns natürlich trotzdem zu denken, dass dann weniger Geld für seine Hobbys wäre. Wobei man halt auch sagen muss, dass es wohl auch mit weniger ginge, er war das halt nur bis jetzt so gewohnt, es mit relativ vollen Händen ausgeben zu können.

  11. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von melody. Beitrag anzeigen
    Ich würde es nur noch so machen, dass Hälfte- Hälfte auf getrennten Konten gemacht wird.
    Aber ich hätte es beim Zusammenziehen angesprochen bzw. Auf jeden Fall vor dem kind
    Wenn da jetzt so plötzlich kommt von dir, waere ich an seiner Stelle evtl auch angenervt, dass ich mir das Hobby nicht leisten könnte.
    Nee, also wie gesagt, das kommt weder wirklich plötzlich noch geht es nur von mir aus, und siehe oben. Mit Hälfte-Hälfte meinst du, dass er mir einen Teil seines Gehalts monatlich überweist, damit jeder monatlich gleichviel auf dem Konto hat? Da denke ich leider schon eher, dass er nicht so dafür zu erwärmen wäre. Außerdem kann es ja dann trotzdem unausgeglichen sein, dass einer mehr fürs Kind/den Haushalt/die Familie ausgibt (vermutlich der, der mehr Zeit dafür hat und sich zb mit Kinderkleidung besser auskennt - das wäre dann jeweils ich) und dass einer mehr für sich selbst ausgibt?

  12. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Wenn man das unbedingt exakt aufrechnen möchte (was ich schon in einer auf Dauer angelegten Partnerschaft, aber gerade mit kind(ern) eher seltsam finde, wenn daraus dann unterschiedliche Lebensstandards resultieren), dann müsste man das ja so machen, dass prinzipiell jeder zu 50% für die anfallende care-arbeit zuständig ist. Wenn eine*r mehr als die 50% übernimmt, muss der/die andere den entsprechenden Anteil halt abkaufen durch den entsprechenden Anteil seines Einkommens.
    Also wenn A gar nicht arbeitet und B 100%, kriegt jeder 50% des Einkommens von A.
    Wenn A 100% arbeitet und B 50%, bekommt B noch 25% vom Einkommen von A.
    Wenn A 100% arbeitet und B xy € Elterngeld bekommt, kriegt B 50% des Einkommens von A abzüglich 50% des Elterngelds (das würde praktisch A von B kriegen).
    Wenn beide gleich viel arbeiten, gibts keine resultierenden Zahlungen.
    Etc.

    Kann ja nicht sein, dass es als völlig fakultativ gesehen wird, dass die care-arbeit auch irgendwie entlohnt wird - dafür ist ja zu 50% jede*r der partner*innen zuständig. (Ganz abgesehen davon, dass die-/derjenige, der mehr care-arbeit und weniger Erwerbsarbeit übernimmt, finanziell langfristig durch weniger karriere/berufserfahrung ja tendenziell b sowieso auch noch langfristig einen finanziellen Nachteil hat.)

    Ich finde die Vorstellung, innerhalb einer engen Partnerschaft signifikant unterschiedliche finanzielle Bedingungen zu haben, völlig abstrus. Hat man da dann die Wahl, getrennt voneinander in unterschiedlichen locations essen zu gehen oder sich dann, ach wie lieb und großzügig, vom anderen einladen zu lassen? Ich finde das ja schon in Freundschaften immer unangenehm und mache mir da öfter mal Gedanken (wie viel zum Geburtstag schenken? In welchem Restaurant treffen? Urlaub campen, welche fewo, Hotel?), wenn ich mir da im Alltag auch noch dauernd Gedanken in meiner Beziehung machen müsste, wär mit das total unsympathisch, das hat so was von subtilem Machtgefüge...

  13. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von Mohrrübe Beitrag anzeigen
    Vor dem Kind wart ihr in dem Sinne aber auch keine Familie. Vielleicht sollte man wieder anfangen mehr als "uns" zu denken als als "ich" und "du". Das würde die Sache glaube ich, vereinfachen. Familien sind nunmal anders gestrickt als Singles, selbst wenn man getrennt wohnen würde, hätte man andere Ausgaben. Wir haben uns irgendwann den Stress mit dem Geld nicht mehr gegeben und beschlossen, dass wir jetzt "wir" sind und demzufolge auch nur noch ein Konto haben. Davon geht alles rauf und runter, auch mal ein Pulli für mich. Mein Mann hat auch ein deutlich kostspieligeres Hobby (Autos) und mir ging es dann schon etwas auf den Nerv, aber wir haben es so geregelt, dass er einen Betrag X pro Monat aufs Hobbykonto bekommt und damit muss er eben auskommen. Alles andere ist uns und muss nicht besprochen werden. Das funktioniert bei uns recht harmonisch, wobei das Hobbygeld auch wirklich großzügig ist.
    Das ist schon richtig und ja, so ähnlich könnte das mit dem Hobbygeld bei uns auch gelagert sein, aber ich denke, er wäre bereit, es nicht mehr so zu "verpulvern". Ist ja tatsächlich so, dass als Familie ja auch noch andere Ausgaben dazukommen.
    Wir machen uns halt nur noch über den Unterschied zwischen der Gleiches-Taschengeld-Variante und der Prozentuale-Haushaltskosten-Variante Gedanken sozusagen. Bei der Taschengeldvariante würden wir halt mehr für die Familie gesamt sparen bzw. Puffer haben, es sei denn, das Taschengeld wäre ziemlich viel.
    Also mal mit einem fiktiven Zahlenbeispiel, ich würde 1000 Euro verdienen und er 3000. Wenn jeder 500 Euro für sich behalten würde, würde er ja 5x soviel wie ich in die Familienkasse zahlen, aber wir hätten da dann auch mehr drin, als wir monatlich bräuchten und könnten ganz gut für die Familie sparen.
    Bei der anderen Variante würden wir halt schauen, wie viel wir monatlich an Kosten für die Familie haben, sagen wir 2000, also die Hälfte vom gemeinsamen Einkommen, und wenn dann jeder prozentual in die Familienkasse zahlen würde, würde er 3x so viel Geld für sich behalten können wie ich, weil er ja auch 3x so viel verdient.
    Irgendwie ist das doch beides schräg.

  14. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Ah, Narzisse, wir haben uns überschnitten, ich les deinen Beitrag gleich..

  15. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Wie ist denn Erwerbs- und Care-Arbeit momentan bei euch aufgeteilt?

  16. Junior Member Avatar von Zamora
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Wie ist denn Erwerbs- und Care-Arbeit momentan bei euch aufgeteilt?
    Ok, also noch zu deinem ersten langen Beitrag (danke!): Ja, das ist natürlich eine super Rechnung. Du gehst da dann von getrennten Konten aus, auf die ggf. die 25% des Gehalts von B an A überwiesen werden? Da hat man nur auch wieder das, was ich auf Melody geantwortet hatte. Da könnte B sich immer noch raushalten aus den Gemeinschaftsanschaffungen, weil B keine Zeit hat/es vergisst/sich nicht auskennt, was auch immer. Also ich denke, dass wir wirklich ein gemeinsames Konto für so Dinge brauchen, sonst wirds vermutlich automatisch, wenn auch nicht unbedingt absichtlich, irgendwie ungerecht.
    Zu deiner Frage im letzten Beitrag: Er ist 100% erwerbstätig, ich 50%.
    Wenn man keine signifikant unterschiedlichen Bedingungen haben will, muss man es wohl mit der Gleiches-Taschengeld-Variante machen. So was wie essen gehen würden wir aber garantiert eh vom Gemeinschaftskonto machen, da wäre niemand der Eingeladene. Das Taschengeld wäre dann wirklich nur für unsere persönlichen Hobbys und sonstige Dinge, bei denen es irgendwie unfair würde, wenn man es vom Gemeinschaftsgeld nähme. Also würde ich mir jetzt jeden Monat massenhaft teure Kosmetik kaufen, müsste er das ja wirklich nicht mitfinanzieren und das sollte ja auch nicht zulasten des Kindes gehen oder zur Folge haben, dass wir nur noch Nudeln mit Tomatensoße essen können. Mal als blöde Beispiele.

  17. Enthusiast
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Wenn man das unbedingt exakt aufrechnen möchte (was ich schon in einer auf Dauer angelegten Partnerschaft, aber gerade mit kind(ern) eher seltsam finde, wenn daraus dann unterschiedliche Lebensstandards resultieren), dann müsste man das ja so machen, dass prinzipiell jeder zu 50% für die anfallende care-arbeit zuständig ist. Wenn eine*r mehr als die 50% übernimmt, muss der/die andere den entsprechenden Anteil halt abkaufen durch den entsprechenden Anteil seines Einkommens.
    Also wenn A gar nicht arbeitet und B 100%, kriegt jeder 50% des Einkommens von A.
    Wenn A 100% arbeitet und B 50%, bekommt B noch 25% vom Einkommen von A.
    Wenn A 100% arbeitet und B xy € Elterngeld bekommt, kriegt B 50% des Einkommens von A abzüglich 50% des Elterngelds (das würde praktisch A von B kriegen).
    Wenn beide gleich viel arbeiten, gibts keine resultierenden Zahlungen.
    Etc.

    Kann ja nicht sein, dass es als völlig fakultativ gesehen wird, dass die care-arbeit auch irgendwie entlohnt wird - dafür ist ja zu 50% jede*r der partner*innen zuständig. (Ganz abgesehen davon, dass die-/derjenige, der mehr care-arbeit und weniger Erwerbsarbeit übernimmt, finanziell langfristig durch weniger karriere/berufserfahrung ja tendenziell b sowieso auch noch langfristig einen finanziellen Nachteil hat.)

    Ich finde die Vorstellung, innerhalb einer engen Partnerschaft signifikant unterschiedliche finanzielle Bedingungen zu haben, völlig abstrus. Hat man da dann die Wahl, getrennt voneinander in unterschiedlichen locations essen zu gehen oder sich dann, ach wie lieb und großzügig, vom anderen einladen zu lassen? Ich finde das ja schon in Freundschaften immer unangenehm und mache mir da öfter mal Gedanken (wie viel zum Geburtstag schenken? In welchem Restaurant treffen? Urlaub campen, welche fewo, Hotel?), wenn ich mir da im Alltag auch noch dauernd Gedanken in meiner Beziehung machen müsste, wär mit das total unsympathisch, das hat so was von subtilem Machtgefüge...
    Finde ich gar nicht so. Zum einen, wieso sollte ich denn meinen Partner zu den Raten bezahlen, die ich selbst verdiene, wenn das deutlich mehr ist als er sonst verdient? Zum anderen habe ich qua Geschlecht schon mehr als genug Nachteile, bei einem Ausgleich nur Carearbeit zu berücksichtigen finde ich völlig falsch. Was sollte ich denn dann dafür gezahlt bekommen, dass ich meinem Körper die Schwangerschaft angetan habe, dass ich ein Jahr später immer noch Rückenweh habe, dass meine Karrierechancen als Mutter sehr viel mehr leiden als seine als Vater, dass ich im Gegensatz zu ihm vom Pay Gap betroffen bin, auch wenn ich absolut gesehen um einiges mehr verdiene usw. usw.

  18. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Wir haben unsere Finanzen schon immer getrennt gehabt, und das funktioniert gut. Wir haben kein gemeinsames Konto. Klar gibt es Graubereiche, aber das haben wir immer geregelt bekommen. Jahrelang hat er mehr zb. verdient, da hat er dann Essen gehen etc bezahlt. Jetzt verdiene ich signifikant mehr und zahle die Extras wenn was anfällt.
    Ich genieße es aber auch, mein übriges Geld zur freien Verfügung zu haben und keine Rechenschaft darüber ablegen zu müssen was und wieviel ich ausgebe. Das würde ich als sehr übergriffig empfinden. Aber mein Partner tickt da eben ähnlich und deshalb klappt das.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  19. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Finde ich gar nicht so. Zum einen, wieso sollte ich denn meinen Partner zu den Raten bezahlen, die ich selbst verdiene, wenn das deutlich mehr ist als er sonst verdient?
    Naja, ansonsten müsste man das halt aushandeln, aber genauso wenig wäre es ja selbstverständlich, dass B sagt, na gut, ich mach deine 50% zum Satz von meinem günstigen Einkommen.
    Setzt natürlich voraus, dass man sich prinzipiell über den gewünschten Umgang der Fremdbetreuung einig ist bzw da die Wahl gegeben ist, dass beide auch vollzeit arbeiten könnten. Wenn letzteres nicht der Fall ist, MUSS ja eine*r/beide anteilig reduzieren.
    Wenn A seinen Anteil an CA nicht machen WILL, ist B ja prinzipiell der, der die Bedingungen festlegt, zu denen er sich den Teil abzukaufen bereit erklärt. Wenn anders gelagert B seinen Anteil an EA nicht machen WILL, ist A der, der die Bedingungen festlegt, zu denen er den EA-anteil abkaufen würde.
    genau wie bei jedem anderen Dienstleistungsvertrag kann A/B das Angebot annehmen oder nicht.
    Wenn beide Faktoren zusammen kommen, handelt man halt einen Kompromiss aus bzgl finanziellen Ausgleichszahlungen. Aber einfach zu sagen, dass die Bedingungen bzgl Finanzausgleich von vornherein auf das Niveau von b's Einkommen sind, macht keinen Sinn, wieso sollte B das so anbieten?
    Schwierig wird es nur, wenn man sich nicht darüber einig ist, was den Umfang der Fremdbetreuung angeht - wenn A der Meinung ist, dass die CA einfach weitestmöglich an externe ausgelagert ist und B das nicht so für wünschenswert/sinnvoll hält, fehlt die gemeinsame Verhandlungsgrundlage.

    Ansonsten ist der Fall in den meisten Fällen ja umgedreht zu der Situation bei euch und diejenige, die schon ihren Körper durch die Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen hat und von diversen generellen Nachteilen am Arbeitsmarkt betroffen ist, ist auch diejenige, die sich mehr in die care-arbeit einbringt, insofern fällt der Rest deiner Argumentation ja für die meisten Fälle (und auch den von zamora) ja weg.
    Geändert von narzisse (10.01.2020 um 07:08 Uhr)

  20. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: An die mit Kindern: Geld für euch

    Zamora, ja, ein Gemeinschaftskonto für gemeinsame Ausgaben bräuchte man dafür schon auch noch. Ob jetzt der Grundsatz ansonsten ist, dass man als Partner gleiche Bedingungen und Lebensstandards möchte (--> gleiches Taschengeld unabhängig von der Aufteilung EA/CA) oder dass jeder möglichst seines eigenen Glückes Schmied ist (--> jeder überweist x% seines Gehalts auf das gemeinsame Konto, plus eben Ausgleichszahlungen für die übernommene Care-Arbeit), ist wohl Geschmackssache.

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