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  1. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Ich hab in den letzten Wochen halt echt viel Scheiß gelesen, sowas wie "Eltern, wenn ihr merkt, dass euer angeblich weibliches Kind mit Autos spielt und kurze Haare tragen will, dann ermöglicht ihm doch bitte so schnell wie möglich eine Transition" - das ist erstens supergefährlich (Hormonbehandlung bei Kindern?!) und es ist sexistisch? Wieso kann ein Mädchen/Kind mit Vulva nicht mit Autos spielen, ohne dass man es gleich zum Jungen/Kind mit Penis machen muss? Das hat nix mit freier Entfaltung zu tun, im Gegenteil.
    Ja, das ist auch der Eindruck, den ich durch Dokus zum Thema hab. Da mag das als Junge geborene Kind lieber Kleidchen tragen und mit Puppen spielen und man geht direkt mal zu PsychologInnen, statt es einfach machen zu lassen. Ich hatte da den Eindruck, dass viele (gerade konservativere) Eltern besser damit klarkommen, dass das Kind die Schublade wechselt (und dann eben bitte auch richtig, mit allen Konsequenzen und Stereotypen) als damit, dass es in keine Schublade passt.

    Und mMn macht man mit Begriffen wie nonbinary, genderqueer und genderfluid auch nur noch mehr Schubladen auf, statt sie abzuschaffen. Ich sehe diese Begriffe vor allem bei Frauen, die sich mit weiblichen Geschlechterstereotypen nicht oder nur teilweise identifizieren können und das kommt mir vor wie eine neue Version von "not like other girls" oder "one of the boys". Ich kann diese Gefühle absolut verstehen, ich teile die selbst auch (und bin in jüngeren Jahren auch auf das "one of the boys"-Ding reingefallen), aber genau deshalb finde ich es so wichtig, daran zu arbeiten, dass Geschlechterstereotype der Vergangenheit angehören, statt mich als außenstehend zu definieren und so nicht mehr davon betroffen zu sein.

    Ich hab anfangs mal gedacht, dass es vielleicht tatsächlich eine Transitionsperiode mit weiteren Schubladen braucht, aber so langsam hab ich den Eindruck, dass das die Geschlechterstereotype eher noch weiter zementiert, weil man eben jedem Meter auf dem Spektrum einen eigenen Namen gibt, statt eine Welt anzustreben, in der man unabhängig vom Chromosomensatz so sein kann, wie man ist/will.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  2. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Gah, Frauen sprechen anderen Frauen ihr Frausein ab und ihr haltet es ernsthaft für diskussionswürdig, ob sie damit recht haben?
    Deine ach-so-genervten Kurzkommentare in diesen Diskussionen sind halt mal 0 konstruktiv.

    Wer spricht denn jetzt hier wem das Frausein ab?

  3. Enthusiast
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    „Dress however you please.
    Call yourself whatever you like.
    Sleep with any consenting adult who’ll have you.
    Live your best life in peace and security.
    But force women out of their jobs for stating that sex is real?
    #IStandWithMaya #ThisIsNotADrill“

  4. Enthusiast
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Ich schreibe kurz, weil ich erstens ein kleines Kind und wenig Zeit habe und zweitens weiß ich, dass meine Meinung von der vieler hier abweicht. Habe keine Illusionen, hier jemanden vom SW/TERF-Ismus abbringen zu können, will aber doch zumindest zu Protokoll geben, dass es nicht alle so sehen, außerhalb dieses Forums eh nicht. Das kann ich auch in ein paar Worten.

  5. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Wo hast du denn das gelesen?
    Twitter/Instagram, ich folge einigen genderkritischen Instaaccounts, die das von Twitter ge-repostet haben.

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    natürlich ist es scheiße wenn man jemand, der sich als frau fühlt das recht abspricht eine zu sein, aber gleichzeitig ist doch völlig klar, dass jemand der qua geburt mit einem biologischen geschlecht ausgestattet ist ganz andere erfahrungen gemacht hat und anders behandelt wurde (im guten wie im schlechten), als jemand, der/die später eine transformation unterläuft. und sowas wie der besitz einer gebärmutter spielt da mE schon auch eine recht wichtige rolle.
    Wie bereits gesagt wurde.

    Die Diskussion ist insofern wichtig, alsdass wir in unseren feministischen Bestrebungen keine Grabenkämpfe brauchen, das ist einfach null zielführend und destruktiv. Damit bringt man genau nichts voran, sich gegenseitig mit Kampfbegriffen anzufeinden, stattdessen lacht sich der Backlash ins Fäustchen.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Und mMn macht man mit Begriffen wie nonbinary, genderqueer und genderfluid auch nur noch mehr Schubladen auf, statt sie abzuschaffen. Ich sehe diese Begriffe vor allem bei Frauen, die sich mit weiblichen Geschlechterstereotypen nicht oder nur teilweise identifizieren können und das kommt mir vor wie eine neue Version von "not like other girls" oder "one of the boys". Ich kann diese Gefühle absolut verstehen, ich teile die selbst auch (und bin in jüngeren Jahren auch auf das "one of the boys"-Ding reingefallen), aber genau deshalb finde ich es so wichtig, daran zu arbeiten, dass Geschlechterstereotype der Vergangenheit angehören, statt mich als außenstehend zu definieren und so nicht mehr davon betroffen zu sein.

    Ich hab anfangs mal gedacht, dass es vielleicht tatsächlich eine Transitionsperiode mit weiteren Schubladen braucht, aber so langsam hab ich den Eindruck, dass das die Geschlechterstereotype eher noch weiter zementiert, weil man eben jedem Meter auf dem Spektrum einen eigenen Namen gibt, statt eine Welt anzustreben, in der man unabhängig vom Chromosomensatz so sein kann, wie man ist/will.
    Genau das. Und nach wie vor sehe ich nicht, wie Queerfeminismus das überwinden will. Wenn wir dabei bleiben, dass alles Choice, freier Wille und Empowerment ist, dann kommen wir halt nicht weit. Natürlich darf jede auf individueller Ebene tun, was sie will, aber das dann als der Weisheit letzter Schluss aka Feminismus zu verkaufen, ist halt strukturell gesehen nicht zielführend.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  6. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ich schreibe kurz, weil ich erstens ein kleines Kind und wenig Zeit habe und zweitens weiß ich, dass meine Meinung von der vieler hier abweicht. Habe keine Illusionen, hier jemanden vom SW/TERF-Ismus abbringen zu können, will aber doch zumindest zu Protokoll geben, dass es nicht alle so sehen, außerhalb dieses Forums eh nicht. Das kann ich auch in ein paar Worten.
    Bingo, die ersten Kampfbegriffe sind gefallen, Glückwunsch dazu

    Zu sagen, dass Sex/Geschlecht existiert, ist nicht transfeindlich, sondern ist erstmal Ausgangspunkt für die Erklärung, warum Frauen systematisch/strukturell unterdrückt werden. Wieso wird sowas denn dekonstruiert? Man spricht damit der Hälfte der Weltbevölkerung ihre Unterdrückungserfahrungen ab. Toller Feminismus, wirklich wahr.

    Wie gesagt, es gibt in meinen Augen einige Ungereimtheiten im Queerfeminismus, die aber offenbar niemand beantworten kann, dass es doch nachvollziehbar ist. So kann man halt auch nicht diskutieren.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  7. Regular Client Avatar von Chipsie
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Ich habe davon gar nichts mitbekommen. Hast du ne gute Zusammenfassung?
    Hier ist das sehr kurz zusammengefasst, wenn man nach dem Hashtag sucht, findet man auch den twitter-thread und noch mehr Zeug.

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass in deinem Eingangspost, Chipsie, manches schon etwas zu ungenau ist. Ich selbst erkläre mir die Differenzen anhand dieser Grundlagen:

    - Der Radikalfeminismus braucht eine gewisse Binarität, um die Strukturalität der Anprangerungen zu begründen (Frauen werden systematisch schlechter bezahlt, erfahren mehr partnerschaftliche Gewalt etc.)
    Das stimmt, ich hatte jetzt nur so super-basic zusammengefasst, was ich als Ziele der Bewegungen sehe, aber das ist ein wichtiger Punkt. Klar, Transfrauen wären erstmal von einer Frauenquote oder Frauenförderung ausgeschlossen, solange sie legal noch Männer sind, allerdings wären sie bis zu einer optisch deutlichen Geschlechtsumwandlung vermutlich auch von der geschlechtsspezifischen Diskriminierung befreit (Gender Pay Gap usw.), oder? Ich finde das ist auch mit einer der für mich schwierigsten Punkte, z.B. eine Transfrau aus einem Frauenhaus auszuschließen, um die dortigen cis-Frauen zu schützen, finde ich irgendwie zwar verständlich (weil wo zieht man die Grenze?), aber auch schwierig. Im Endeffekt hätte bei einem erreichten Ziel des Radikalfeminismus die Geschlechterbinärität ja effektiv aber keinen Einfluss mehr auf das Leben, wenn man vom Austragen der Kinder absieht, oder?

    Beim Queerfeminismus finde ijch halt dieses "Verhalten wie ein Junge" schwierig, denn wie verhält sich ein Junge denn, wie sich nicht genauso eine Frau verhalten könnte? Also eigentlich soll sich ja jeder so verhalten können, wie er denn möchte, ohne dass das mit "wie ein Junge/ Mädchen" betitelt wird. Deshalb dürfte der Junge ja auch im Radikalfeminismus im Kleidchen rumlaufen, weil das Kleidchen ja erstmal nix mit seinem Penis zu tun hat.
    He promised you the world
    And now that same old world is just getting smaller

  8. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    ganz platt gesagt. ich mag nicht dass ein "VS" gibt. ganz und gar nicht.

    mir sind in den letzten jahren bloß einige sachen im queerfeminismus sauer aufgestoßen, die sich so nicht vereinbaren konnte. dadurch bin ich immer weiter in einen radikalen Feminismus gedriftet. der gibt mir antworten.

    schließe mich hippies letztem post an.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  9. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Chipsie Beitrag anzeigen
    Hier ist das sehr kurz zusammengefasst, wenn man nach dem Hashtag sucht, findet man auch den twitter-thread und noch mehr Zeug.



    Das stimmt, ich hatte jetzt nur so super-basic zusammengefasst, was ich als Ziele der Bewegungen sehe, aber das ist ein wichtiger Punkt. Klar, Transfrauen wären erstmal von einer Frauenquote oder Frauenförderung ausgeschlossen, solange sie legal noch Männer sind, allerdings wären sie bis zu einer optisch deutlichen Geschlechtsumwandlung vermutlich auch von der geschlechtsspezifischen Diskriminierung befreit (Gender Pay Gap usw.), oder? Ich finde das ist auch mit einer der für mich schwierigsten Punkte, z.B. eine Transfrau aus einem Frauenhaus auszuschließen, um die dortigen cis-Frauen zu schützen, finde ich irgendwie zwar verständlich (weil wo zieht man die Grenze?), aber auch schwierig. Im Endeffekt hätte bei einem erreichten Ziel des Radikalfeminismus die Geschlechterbinärität ja effektiv aber keinen Einfluss mehr auf das Leben, wenn man vom Austragen der Kinder absieht, oder?

    Beim Queerfeminismus finde ijch halt dieses "Verhalten wie ein Junge" schwierig, denn wie verhält sich ein Junge denn, wie sich nicht genauso eine Frau verhalten könnte? Also eigentlich soll sich ja jeder so verhalten können, wie er denn möchte, ohne dass das mit "wie ein Junge/ Mädchen" betitelt wird. Deshalb dürfte der Junge ja auch im Radikalfeminismus im Kleidchen rumlaufen, weil das Kleidchen ja erstmal nix mit seinem Penis zu tun hat.
    Danke, ich lese mal noch.

    Prinzipiell stimme ich dir zu, aber das fett markierte würde ich nicht unterstreichen.
    Je mehr von dieser inneren Zerrissenheit nach außen getragen wurde, desto eher haben sie wohl auch sehr unter den patriarchalen Strukturen gelitten.

  10. Junior Member
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von sternejule Beitrag anzeigen
    ganz platt gesagt. ich mag nicht dass ein "VS" gibt. ganz und gar nicht.

    mir sind in den letzten jahren bloß einige sachen im queerfeminismus sauer aufgestoßen, die sich so nicht vereinbaren konnte. dadurch bin ich immer weiter in einen radikalen Feminismus gedriftet. der gibt mir antworten.

    schließe mich hippies letztem post an.
    Genau das!

    Und m. E. werden Stereotypen immer weiter reproduziert und verfestigt. Ein biologischer Mann, der sich wie eine Frau fühlt, trägt extrem viel Make-up, Wimpern Extensions, lange Haare, Kleider, hohe Schuhe, ... und verfestigt doch damit genau das Bild "wie eine Frau zu sein hat".

    Hippes kann das alles viel besser ausdrücken als ich. Ich bin da voll d'accord.

  11. Ureinwohnerin Avatar von rosaPony
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Endorfine Beitrag anzeigen
    Genau das!

    Und m. E. werden Stereotypen immer weiter reproduziert und verfestigt. Ein biologischer Mann, der sich wie eine Frau fühlt, trägt extrem viel Make-up, Wimpern Extensions, lange Haare, Kleider, hohe Schuhe, ... und verfestigt doch damit genau das Bild "wie eine Frau zu sein hat".

    Hippes kann das alles viel besser ausdrücken als ich. Ich bin da voll d'accord.
    ja, so und wie sternejule.

    letztes jahr war ich bei einem veranstaltungswochenende, wo wir genau dazu einen workshop hatten. das hat mir geholfen zu verstehen, dass man aber eigentlich das eine große ziel hat: das patriachat abschaffen. man hat nur unterschiedliche wege, die eigentlich auch zusammenarbeiten können. also in der theorie. ich finde ja, dass der queerfeminismus besser geeignet ist, vom kapitalismus korrumpiert zu werden. gerade dieses induviduelle lässt sich voll gut vom kapitalismus pervertieren und ummünzen. bedien das persönliche bedürfnis und das kann der kapitalismus ja prinzipiell ziemlich gut. kapitalismus und patriachat gehen aber nun mal hand in hand.
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  12. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    sehr guter punkt mit dem kapitalismus!
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  13. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von rosaPony Beitrag anzeigen
    letztes jahr war ich bei einem veranstaltungswochenende, wo wir genau dazu einen workshop hatten. das hat mir geholfen zu verstehen, dass man aber eigentlich das eine große ziel hat: das patriachat abschaffen. man hat nur unterschiedliche wege, die eigentlich auch zusammenarbeiten können. also in der theorie. ich finde ja, dass der queerfeminismus besser geeignet ist, vom kapitalismus korrumpiert zu werden. gerade dieses induviduelle lässt sich voll gut vom kapitalismus pervertieren und ummünzen. bedien das persönliche bedürfnis und das kann der kapitalismus ja prinzipiell ziemlich gut. kapitalismus und patriachat gehen aber nun mal hand in hand.
    Zum Verhältnis Kapitalismus und Patriarchat: Ganz wichtiger Punkt!

    Zum anderen: das eigentlich gemeinsame Ziel, nämlich Abschaffung patriarchaler Herrschaftshegemonien, kann aber nicht verfolgt werden, wenn mit Kampfbegriffen um sich geworfen wird (wie ich bereits schrieb und was leider hier im Thread nach nicht mal 30 Beiträgen passiert ist). Ich persönlich in meiner Radfem-Bubble nehme die Diskussion so wahr, dass sich jemand genderkritisch äußert, und quasi instant kommt man mit "Du TERF!", natürlich auch noch gleich "Du SWERF!", ist ja ein Aufwasch offenbar - argumentiert/diskutiert wird aber so gut wie nie. In Vorfeld von prostitutionskritischen Veranstaltungen in meiner Stadt wurde mittels unterste Schublade gegen die Referentinnen/Veranstalterinnen mobilisiert, auch da waren diese nebst SWERF natürlich auch TERF. Ich persönlich hab auch schon Nachrichten bekommen wie "Ich hoffe, du blöde Feminazi wirst vergewaltigt", weil ich es wagte, zu sagen, das Geschlecht nicht so einfach dekonstruiert werden kann oder mich prostitutionskritisch zu äußern. Und das geht vielen Frauen so, die radikalfeministisch diskutieren. Joa, sauberer Diskurs, macht richtig Laune.

    Und für den Disclaimer: nein, nicht alle Queerfems agieren so. Genau so gibt es aber auch nur wenige Radikalfeminist*innen, die transidenten Personen ihr Dasein absprechen. Oder was auch immer man mit solchen Akronymen wie TERF oder TWERF ausdrücken will.
    Geändert von Hippiekind (12.01.2020 um 22:15 Uhr)

  14. Ureinwohnerin Avatar von rosaPony
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Zum Verhältnis Kapitalismus und Patriarchat: Ganz wichtiger Punkt!

    Zum anderen: das eigentlich gemeinsame Ziel, nämlich Abschaffung patriarchaler Herrschaftshegemonien, kann aber nicht verfolgt werden, wenn mit Kampfbegriffen um sich geworfen wird (wie ich bereits schrieb und was leider hier im Thread nach nicht mal 30 Beiträgen passiert ist). Ich persönlich in meiner Radfem-Bubble nehme die Diskussion so wahr, dass sich jemand genderkritisch äußert, und quasi instant kommt man mit "Du TERF!", natürlich auch noch gleich "Du SWERF!", ist ja ein Aufwasch offenbar - argumentiert/diskutiert wird aber so gut wie nie. In Vorfeld von prostitutionskritischen Veranstaltungen in meiner Stadt wurde mittels unterste Schublade gegen die Referentinnen/Veranstalterinnen mobilisiert, auch da waren diese nebst SWERF natürlich auch TERF. Ich persönlich hab auch schon Nachrichten bekommen wie "Ich hoffe, du blöde Feminazi wirst vergewaltigt", weil ich es wagte, zu sagen, das Geschlecht nicht so einfach dekonstruiert werden kann oder mich prostitutionskritisch zu äußern. Und das geht vielen Frauen so, die radikalfeministisch diskutieren. Joa, sauberer Diskurs, macht richtig Laune.

    Und für den Disclaimer: nein, nicht alle Queerfems agieren so. Genau so gibt es aber auch nur wenige Radikalfeminist*innen, die transidenten Personen ihr Dasein absprechen. Oder was auch immer man mit solchen Akronymen wie TERF oder TWERF ausdrücken will.
    ja, genau. radikal- oder marxistischen feminist*innen wird so oft vorgeworfen, sie würden gewalt ausüben. ich habe aber tatsächlich noch nie von ihnen vergewaltigungsdrohungen gesehen. also die sie ausgesprochen haben. sehr wohl aber von queerfeminist*innen. ich würde einer person nie absprechen, dass sie als frau oder mann oder was weiß ich sieht. ich will aber eben auch nicht, dass mir meine argumentation gegen diskriminierung aufgrund von meinem angeborenen geschlecht zerlegt wird mit "du beleidigst mich und sprichst mir mein frauen sein ab." was ich wie gesagt definitiv nicht tue.
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  15. Enthusiast
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Es geht nicht darum, dass Menschen sich als Mann oder Frau sehen, sie *sind* es. Diese Formulierung „sieht sich als X“ alleine ist schon furchtbar diskriminierend.

    ...
    Geändert von admin (13.01.2020 um 15:17 Uhr) Grund: Unpassender Vergleich gelöscht

  16. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Und mit vermeintlich "woken" Queerfeministinnen wie dir zu diskutieren ist genauso ertragreich, wie mit der Wand zu sprechen. Kommt nichts bei rum.

    (... editiert ... . Keine der hier diskutierenden Frauen hat sich auch nur in irgendeiner Form transdiskriminierend geäußert (und "sich fühlen wie"/"sich sehen als" ist nunmal schwierig, wenn man versucht, den Ursprung von Unterdrückung/Patriarchat zu ergründen, das wurde von mir auch schon angemerkt, aber es kommt ja nun keine ordentliche Diskussion darüber zustande oder ein Erklärungsansatz von queerfeministischer Seite, sondern nur hohle Phrasendrescherei und Empörung) und ... editiert .... ....)
    Geändert von admin (13.01.2020 um 15:19 Uhr) Grund: Reaktion auf gelöscht Passage editiert

  17. Ureinwohnerin Avatar von rosaPony
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, dass Menschen sich als Mann oder Frau sehen, sie *sind* es. Diese Formulierung „sieht sich als X“ alleine ist schon furchtbar diskriminierend.

    ... editiert ....
    ... editiert ...

    und es tut mir leid für die formulierung. sie war aber nicht so gemeint, wie du sie gelesen hast. ich weiß, dass menschen sich nicht nur so fühlen sondern es eben auch sind. aber ich würde von mir selbst auch sagen, dass ich mich als frau fühle. das war also definitiv kein absprechen der tatsache einer identität, wie du es gerade gelesen hast. ich habe nur eine formulierung in diesem kontext benutzt, die ich fürmich selbst auch benutzen würde.

    und genau solche diskussion sind doch eigentlich super hinderlich. statt einfach darüber zu diskutieren, wie man gemeinsam gegen das patriachat kämpfen kann, wird auf einer formulierung rumgehakt und sofort davon ausgegangen, dass man einer anderen person ihrer identität nicht anerkennen will.
    Geändert von admin (13.01.2020 um 15:20 Uhr) Grund: Zitat angepasst, Reaktion gelöscht
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  18. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, dass Menschen sich als Mann oder Frau sehen, sie *sind* es. Diese Formulierung „sieht sich als X“ alleine ist schon furchtbar diskriminierend.

    ... editiert ....
    ... editiert ...
    Geändert von admin (13.01.2020 um 15:20 Uhr) Grund: Zitat angepasst, Reaktion gelöscht
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  19. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    ...
    Geändert von admin (13.01.2020 um 15:21 Uhr) Grund: Reaktion auf gelöschte Passage editiert

  20. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Was ja prima zum anderen Thread passt wo man sich über fehlende Solidarität beklagt und über die Bezeichnung „Dummchen“.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

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