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  1. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Endorfine Beitrag anzeigen
    Was ist denn daran transfeindlich? Die Person auf dem Foto benötigt m. E. keinen BH (Büstenhalter, Funktion: Stützen der Brust), möchte aber dennoch einen tragen. Da frage ich mich: Warum? Viele Frauen, die ich kenne, sind froh, wenn sie keinen BH tragen MÜSSEN und diesen ablegen können, sobald sie zu Hause sind oder sich in einer Umgebung befinden, in der es ok ist, keinen BH zu tragen. Ich würde wahnsinnig gerne ohne BH zur Arbeit gehen. Das geht allerdings nicht, weil weibliche Nippel, an weiblichen Brüsten sexualisiert sind und es gesellschaftlich einfach nicht geht. Ich gehe auch öfter mal ohne BH raus (einkaufen, ...), fühle mich dabei aber teilweise unwohl, vor allem im Sommer. Und so geht es sicherlich vielen Frauen. Zu dem finden die meisten Männer doch Brüste ohne BH eh schöner, oder nicht? Da stellt sich mir die Frage, warum die Person auf dem Bild unbedingt einen BH tragen möchte... Die Fragen, die dort gestellt werden, finde ich auch nachvollziehbar. Aber vielleicht hast du eine bessere Erklärung für mich.
    Vorweg: Ich habe den Beitrag dieser Person nicht komplett gelesen und sollte mich vielleicht deshalb eher zurückhalten ;')
    Aber warum spielt denn hier deine Meinung, ob jemand ANDERS einen BH braucht (oder nicht), eine Rolle?
    Ich verstehe natürlich, dass man die Existenz von BHs prinzipiell schlecht finden kann und eben die immanente Verpflichtung, einen tragen zu müssen, der durch die Sexualisierung von Brüsten in der Gesellschaft entsteht. Und dass es verachtenswert ist, dass man das Gefühl hat, einen tragen zu müssen. Und ja, ich empfinde eine Welt, in der jede Frau mit oder ohne BH, ganz wie sie lustig ist, rausgehen kann, ohne irgendwelche Kommentare oder Bewertungen fürchten zu müssen, absolut wünschenswert und kämpfe dafür.

    Ich stelle mir aber das Gefühl, im falschen Körper geboren zu sein/zu stecken (wodurch auch immer das entsteht), etwas anderes sein zu wollen, jemand anders sein zu wollen, ganz schlimm vor.
    Und ich habe Verständnis dafür, dass man sich dann klassischen Stereotypen bedienen will (sei es BHs, Absatzstiefel, Minikleid, ...), um sich wohler zu fühlen.
    Da der Großteil der Menschen (mind. über 95 %) davon ja aber nicht betroffen ist, nimmt das doch auch ganz automatisch ab, sollte sich die oben gezeichnete Wunsch-Welt realisieren. Wenn der BH (oder s. o.) nicht mehr DAS weibliche Symbol ist, wird sicherlich der "Anreiz", dieses oder jenes AUCH unbedingt haben zu wollen, immer geringer. Und eine so geartete Übergangsphase in der Gesellschaft würde durch den geringen Prozentteil an Betroffenen sicher gut auszuhalten sein.

    Von dem her sehe ich keinen Mehrwert darin, dieser einzelnen Person die Notwendigkeit eines BHs abzusprechen. Ich bestätige natürlich nicht, dass die Person einen bräuchte. Es ist für mich aber einfach irrelevant.
    (Und ich frage mich, ob du einer weiblich geborenen und sich weiblich fühlenden Frau auch die Notwendigkeit eines BHs absprechen würdest, wenn sie sehr sehr kleine Brüste hat. Klar kann man sie beglückwünschen, dass sie eigentlich keinen bräuchte. Aber ich für meinen Teil könnte auch sehr gut verstehen, dass sie in unserer Welt, so wie sie jetzt aktuell ist, auch darunter leidet und könnte deshalb sehr gut verstehen, dass sie explizit einen BH tragen will. Deshalb hat es für mich der oben genannten Person gegenüber so was von "Du willst mir was wegnehmen, was eigentlich negativ ist. Du musst sehr dumm sein.")

  2. Enthusiast
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Ja!

  3. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Endorfine Beitrag anzeigen
    Es ging aber darum, dass Transfrauen cis-Männer daten, denen allerdings nicht sagen, dass sie Transfrauen sind. Da die cis-Männer dann nicht mit ihnen schlafen wollen, beschimpfen sie diese und betrauern das auch noch auf YouTube.
    Das ist natürlich auch komplett nicht nachvollziehbar und so was beschissen zu finden, null transphob.

  4. Enthusiast Avatar von warwithwalls
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Aber Mayas Aussage findest du transphob, ja?
    Wieder machst du einen neuen Schauplatz auf ohne meine Frage zu beantworten.
    Ich wiederhole sie daher nochmal: Wieso bedeutet für dich "sex is real" dass nur biologisch weibliche Frauen Frauen sind?

    Zu deiner Frage: Da kann ich auf jeden fall logisch nachvollziehen, dass man aus "men cannot turn into women" folgern kann, dass für sie nur biologisch weibliche frauen frauen sind.
    Bei deiner argumentation zu jkr fehlt mir diese logik.
    and maybe it's time to live

  5. Member
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Diese Diskussion macht doch traurigerweise keinen Sinn mehr. Mir macht diese Art von Fronten auf der "progressiven" Seite der Gesellschaft ehrlich gesagt echt Angst

  6. Enthusiast
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Wieder machst du einen neuen Schauplatz auf ohne meine Frage zu beantworten.
    Ich wiederhole sie daher nochmal: Wieso bedeutet für dich "sex is real" dass nur biologisch weibliche Frauen Frauen sind?

    Zu deiner Frage: Da kann ich auf jeden fall logisch nachvollziehen, dass man aus "men cannot turn into women" folgern kann, dass für sie nur biologisch weibliche frauen frauen sind.
    Bei deiner argumentation zu jkr fehlt mir diese logik.
    Es ist nicht *meine* Argumentation, es ist das breite Verständnis dieser Aussage. Sie sagt, dass man Genderperformance anpassen kann, aber Sex eben nicht, denn das ist ja echt. Spielt ruhig ein bisschen Frau ihr Männer, aber echte Frauen seid ihr deswegen nicht. Nachdem du hier aber nicht bona finde argumentierst und nicht einmal Mayas Satz einseitig zugestehen willst, transphob zu sein, wirst du auch das nicht überzeugend finden und wir können das Gespräch an der Stelle beenden.

  7. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    bh absprechen is kacke und geht nicht.
    aber dennoch bringt endorfine da mit der nippelproblematik gute punkte.

    ich glaube worum es endorfine geht, vllt unglücklich ausgedrückt, ist dass oft der eindruck entsteht dass sich im queer-fem sachen angeeignet werden, die man versucht seit jahren zu bekämpfen/zu diskutieren.

    ein beispiel war mal letztes jahr als ich transphob bezeichnet wurde als ich, zusammen mit anderen, bei einer trans-youtuberin drauf aufmerksam machte dass einige praktiken zu bedenken geben.
    es war so, dass besagte youtuberin am strand von anderen (fremden)ihren bikini bewerten lassen hat; dazu die üblichen posen und co. die bewertung mit skala und allem stieß einigen sauer auf und man erklärte auch warum: das ist objektifizierung. genau einer der sachen wo wir gegen ankämpfen wird genommen um ein weibliches körpergefühl auszudrücken.

    wir waren natürlich gleich die transphoben, die ihr ihr weiblichsein und frausein absprechen. DAS hat niemand getan.
    ALLERDINGS sollten bestimmte mechanismen einfach mal kritisch betrachtet werden.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  8. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Es ist nicht *meine* Argumentation, es ist das breite Verständnis dieser Aussage. Sie sagt, dass man Genderperformance anpassen kann, aber Sex eben nicht, denn das ist ja echt. Spielt ruhig ein bisschen Frau ihr Männer, aber echte Frauen seid ihr deswegen nicht. Nachdem du hier aber nicht bona finde argumentierst und nicht einmal Mayas Satz einseitig zugestehen willst, transphob zu sein, wirst du auch das nicht überzeugend finden und wir können das Gespräch an der Stelle beenden.
    warwithwalls fragte aber deiner definition.

    und wir sind auch schon wieder beim mundtot machen. klasse. nicht.

    kann man das geschlecht ändern? natürlich! niemand sagt dass das was schlechtes ist. es st doch toll, dass es heutzutage geht und größtenteils unterstützt wird, wenn auch schwerer weg.

    aber es bleiben DENNOCH ZWEI geschlechter und WEITERHIN kann die sozialisation aufgrund eines geschlechtes nicht wegdiskutiert werden.

    und dass wenn jemand von male to female transtioned NIE periode haben wird und nie auf natürlichem wege kinder haben wird. das ist nicht transphob, das ist fakt.

    dass wir natürlich versuchen hinzukriegen dass das geht, transgendermenschen kinderwünsche NATÜRLICH erfüllt bekommen sollen. is doch logo.

    das ALLES ändert aber nichts daran dass es zwei geschlechter gibt, auf grund denen sozialisation und identität stattfindet.
    Geändert von sternejule (17.01.2020 um 21:58 Uhr)
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  9. Junior Member
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von sternejule Beitrag anzeigen
    bh absprechen is kacke und geht nicht.
    aber dennoch bringt endorfine da mit der nippelproblematik gute punkte.

    ich glaube worum es endorfine geht, vllt unglücklich ausgedrückt, ist dass oft der eindruck entsteht dass sich im queer-fem sachen angeeignet werden, die man versucht seit jahren zu bekämpfen/zu diskutieren.

    ein beispiel war mal letztes jahr als ich transphob bezeichnet wurde als ich, zusammen mit anderen, bei einer trans-youtuberin drauf aufmerksam machte dass einige praktiken zu bedenken geben.
    es war so, dass besagte youtuberin am strand von anderen (fremden)ihren bikini bewerten lassen hat; dazu die üblichen posen und co. die bewertung mit skala und allem stieß einigen sauer auf und man erklärte auch warum: das ist objektifizierung. genau einer der sachen wo wir gegen ankämpfen wird genommen um ein weibliches körpergefühl auszudrücken.

    wir waren natürlich gleich die transphoben, die ihr ihr weiblichsein und frausein absprechen. DAS hat niemand getan.
    ALLERDINGS sollten bestimmte mechanismen einfach mal kritisch betrachtet werden.
    Ja, danke dir, Jule!

    Gelbes Auto spricht allerdings genau das an, was wir doch aufbrechen wollen: Stereotypen! Und genau dieses Problem sehe ich halt bei dem Bild. Und Jules Fall spielt ja auch genau darauf an.

  10. Enthusiast Avatar von warwithwalls
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Die Frau nutzt ihre Plattform, um gegen marginalisierte Frauen zu hetzen. Glaube sie verträgt es gerade noch so, wenn jemand ohne Plattform im Internet sagt, dass das nicht gut ist. Sehe keine Basis auf der ich mich mit ihr solidarisieren sollte über die allgemeine Ablehnung von Gewalt gegenüber wem auch immer hinaus. .
    Es geht nicht darum, wer was verträgt, und du hast auch nicht gesagt, dass irgendwas nicht gut ist, sondern dich deutlich drastischer und diffamierender geäußert.
    Mehr möchte ich dazu nicht mehr schreiben.
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  11. Enthusiast Avatar von warwithwalls
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Es ist nicht *meine* Argumentation, es ist das breite Verständnis dieser Aussage. Sie sagt, dass man Genderperformance anpassen kann, aber Sex eben nicht, denn das ist ja echt. Spielt ruhig ein bisschen Frau ihr Männer, aber echte Frauen seid ihr deswegen nicht. Nachdem du hier aber nicht bona finde argumentierst und nicht einmal Mayas Satz einseitig zugestehen willst, transphob zu sein, wirst du auch das nicht überzeugend finden und wir können das Gespräch an der Stelle beenden.
    ich wollte verstehen, wie du in DEINER argumentation in post nummer 355 "Finde nicht auch wenn andere Menschen das sicher anders sehen. Aber wenn du sagst, dass Frauen nur die sind, die biologisch weiblich sind (und das sagt „sex is real“), dann sprichst du trans Frauen das Frausein ab." den satz in der klammer erklärst, aber ich gebe jetzt auf.

    wenn man in deinem post statt "echte frauen" "biologisch weibliche frauen" schreiben würde, vll. noch ohne den Part mit dem Spielen ("(...) Männer, biologisch weibliche Frauen seid ihr deswegen nicht"), fändest du das nach eigener aussage (s. #355) übrigens womöglich nichtmal selbst transphob. wie wenig man "falsch" sagen oder schreiben muss, wie wenig sprachliche abweichung toleriert wird, um sich in deinen/euren augen völlig zu disqualifizieren und ggf. auch ohne deine/eure solidarität sexistische beleidigungen aushalten zu müssen, finde ich echt krass.

    dass meine antwort auf deiner frage, ob ich mayas satz transphob finde, mich in deinen augen als diskussionspartnerin disqualifizieren würde, habe ich mir übrigens auch fast gedacht. auch gut.
    and maybe it's time to live

  12. Enthusiast Avatar von warwithwalls
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von l'impératrice Beitrag anzeigen
    Diese Diskussion macht doch traurigerweise keinen Sinn mehr. Mir macht diese Art von Fronten auf der "progressiven" Seite der Gesellschaft ehrlich gesagt echt Angst
    Ja, mir auch
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  13. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Es geht nicht darum, wer was verträgt
    !!

  14. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Naja, dass lesbische Frauen generell häufig von Männern bedroht werden bzw. durch sie wie auch immer geartete Gewalt erfahren, ist ja jetzt nichts neues (Stichwort „corrective rape“). Zu sagen, dass solche Parties für die doch eh uninteressant sind, spielt das Problem halt schon runter. Da ist halt dann auch scheißegal, ob da zig Typen kommen oder nur einer und ob die da in der Unterzahl sind oder nicht. Allein die Tatsache, dass solche Sachen außerhalb solcher Parties passieren, find ich Grund genug, in solchen Räumen Männer auszuschließen und das ist einfach was komplett anderes als das, worauf Du Dich ursprünglich in Tinellis Beitrag bezogen hast. Das kann man doch echt nicht vergleichen. Das eine ist Sexismus, das andere Schutz vor Gewalt und um genau den Unterschied ging es mir.
    ich verstehe deinen punkt und es ging mir auch nicht darum, dass irgendwo zu trivialisieren. meiner erfahrung nach - die natürlich nicht verallgemeinerbar sein muss - geht es beim ausschluss von männern meist eher um den ausschluss von schwulen männern, weil die es in der mehrheit sind, die sich auch mit lesben diese räume teilen. in diskussionen, die ich mitbekommen habe, wurde meist als argument weniger aufgeführt, dass es um schutz vor gewalt ginge, sondern, dass man allgemein keine männliche präsenz wolle, sondern halt mal einen raum für sich. auch das ist sicher mal legitim.
    .the world has turned and left me here.

  15. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von sternejule Beitrag anzeigen

    ich glaube worum es endorfine geht, vllt unglücklich ausgedrückt, ist dass oft der eindruck entsteht dass sich im queer-fem sachen angeeignet werden, die man versucht seit jahren zu bekämpfen/zu diskutieren.

    ein beispiel war mal letztes jahr als ich transphob bezeichnet wurde als ich, zusammen mit anderen, bei einer trans-youtuberin drauf aufmerksam machte dass einige praktiken zu bedenken geben.
    es war so, dass besagte youtuberin am strand von anderen (fremden)ihren bikini bewerten lassen hat; dazu die üblichen posen und co. die bewertung mit skala und allem stieß einigen sauer auf und man erklärte auch warum: das ist objektifizierung. genau einer der sachen wo wir gegen ankämpfen wird genommen um ein weibliches körpergefühl auszudrücken.

    wir waren natürlich gleich die transphoben, die ihr ihr weiblichsein und frausein absprechen. DAS hat niemand getan.
    ALLERDINGS sollten bestimmte mechanismen einfach mal kritisch betrachtet werden.

    Zum ersten Abschnitt:
    Na klar, das IST in meinen Augen auch tatsächlich so.

    Ich finde die von dir beschriebene Szene genauso bedenklich.
    Wenn ich das sehen würde, wäre ich auch tierisch genervt und würde (vor Ort) wahrscheinlich sogar mit den Augen rollen vor lauter Genervtheit. Ich sehe das inhaltlich genau gleich wie du/ihr und möchte exakt das (in dem Fall u. a. Objektifizierung) abschaffen.
    Aber nichtsdesto würde ich in dem Moment zu dieser Person nichts sagen.
    Diese Person hat definitiv andere issues, bei denen ich sehr froh bin, diese nicht zu haben. Es handelt sich dabei um eine absolute Minderheit (max. 5 % ?).
    Es reicht in meinen Augen, wenn die restlichen 95 % der Frauen dies bekämpfen (bzw. sich mal einig wären, dass dies bekämpft werden muss...) und natürlich würde ich zu diesen in dem Kontext was sagen. Also ja, ich mache da Unterschiede und lasse Transpersonen eher in Ruhe. Kann man von mir aus falsch finden.

    Verstehst du denn, warum dich diese Personen als transphob empfinden und sich so fühlen, wie wenn du ihnen ihr Weiblich- und Frausein absprechen wollen würdest?
    Ich sehe es auch nicht so, dass du das damit tatsächlich tust (und sie damit Recht hätten), aber ich kann mich trotzdem da insoweit hineinversetzen, dass ich sehe, warum sie das so empfinden. Für sie ist das eben wichtig


    Und nochmal, ich möchte wirklich betonen, dass ich diese absolute Queerfem-Bubble, die andere beleidigen, haten, anderen Menschen bzw. vor allem Frauen eine Vergewaltigung an den Hals wünschen, was von suck my/their/whoseever dick schreiben wirklich das Ekelhafteste seit Langem finde und denen wirklich ihren Feminismus, ihren Humanismus und ihre Toleranz abspreche. Das ist durch nichts und niemanden zu rechtfertigen und ich habe da keinerlei Verständnis für.

  16. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Naja, es gibt halt einfach Themen, die kompromisslos sind.
    ja aber welche das sind, ist halt bei jeder verschieden und genau das ist ja ein problem inzwischen vieler debatten, dass dauernd themen als "das ist jetzt so krass, das geht nun wirklich nicht" reklamiert werden.
    .the world has turned and left me here.

  17. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Zum ersten Abschnitt:
    Na klar, das IST in meinen Augen auch tatsächlich so.

    Ich finde die von dir beschriebene Szene genauso bedenklich.
    Wenn ich das sehen würde, wäre ich auch tierisch genervt und würde (vor Ort) wahrscheinlich sogar mit den Augen rollen vor lauter Genervtheit. Ich sehe das inhaltlich genau gleich wie du/ihr und möchte exakt das (in dem Fall u. a. Objektifizierung) abschaffen.
    Aber nichtsdesto würde ich in dem Moment zu dieser Person nichts sagen.
    Diese Person hat definitiv andere issues, bei denen ich sehr froh bin, diese nicht zu haben. Es handelt sich dabei um eine absolute Minderheit (max. 5 % ?).
    Es reicht in meinen Augen, wenn die restlichen 95 % der Frauen dies bekämpfen (bzw. sich mal einig wären, dass dies bekämpft werden muss...) und natürlich würde ich zu diesen in dem Kontext was sagen. Also ja, ich mache da Unterschiede und lasse Transpersonen eher in Ruhe. Kann man von mir aus falsch finden.

    Verstehst du denn, warum dich diese Personen als transphob empfinden und sich so fühlen, wie wenn du ihnen ihr Weiblich- und Frausein absprechen wollen würdest?
    Ich sehe es auch nicht so, dass du das damit tatsächlich tust (und sie damit Recht hätten), aber ich kann mich trotzdem da insoweit hineinversetzen, dass ich sehe, warum sie das so empfinden. Für sie ist das eben wichtig


    Und nochmal, ich möchte wirklich betonen, dass ich diese absolute Queerfem-Bubble, die andere beleidigen, haten, anderen Menschen bzw. vor allem Frauen eine Vergewaltigung an den Hals wünschen, was von suck my/their/whoseever dick schreiben wirklich das Ekelhafteste seit Langem finde und denen wirklich ihren Feminismus, ihren Humanismus und ihre Toleranz abspreche. Das ist durch nichts und niemanden zu rechtfertigen und ich habe da keinerlei Verständnis für.
    nochmal - ich spreche niemandem transmenschen identitäten und co ab.
    und NEIN ich kann nicht verstehen warum man das als transphob empfindet. sorry.

    ich KANN aber verstehen dass die situation für viele transmenschen absolute scheiße ist. und ich KANN verstehen dass man sich UNGERECHT behandelt fühlt.

    ES SAGT DOCH NIEMAND DASS ES FÜR TRANSMENSCHEN UNWICHTIG IST.

    mein cis-sein is btw weiterhin auch noch existent in der debatte….und ich hab auch gefühle und fühle mich mit dem patriarchat nicht gut und nicht wohl und traurig und unterdrückt. und nun?
    Geändert von sternejule (17.01.2020 um 23:14 Uhr)
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  18. Enthusiast Avatar von warwithwalls
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    ja aber welche das sind, ist halt bei jeder verschieden und genau das ist ja ein problem inzwischen vieler debatten, dass dauernd themen als "das ist jetzt so krass, das geht nun wirklich nicht" reklamiert werden.
    ja. schlimm.
    and maybe it's time to live

  19. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    ja. schlimm.
    das betrifft ja leider viele themen mittlerweile :/
    ich wünschte auch es wäre anders.
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  20. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Ich wollte mich nur nochmal kurz zu Maya Forstater (mein Handy will immer Forstämter daraus machen) und JK Rowling äußern, weil mir die allgemeine Debatte zu sehr auf der Metaebene gelandet ist, und ich da nicht mehr mitkomme.

    Ich glaube, es war warwithwalls, die gefragt hat, was an JKR’s kurzem Tweet so eskaliert ist, obwohl sie nur gesagt hat “sex is real, i stand with Maya”.

    Natürlich kann man das auf der absoluten wörtlichen Ebene interpretieren und sagen, ja klar, sie spricht eben vom biologischen Geschlecht, und das gibt es ja auch. Über Gender hat sie schließlich in diesem Tweet gar nix gesagt.


    Allerdings muss man den Kontext einfach dazu setzen - JKR ist nicht naiv, setzt Twitter seit vielen Jahren wirkungsvoll ein, und weiß wahrscheinlich ziemlich genau, wie aufgeheizt die Debatte um Maya in bestimmten Kreisen in UK im Moment ist.

    Es ist unmöglich, als linkgrünversiffter Guardian Reader nicht zu wissen, auf welcher Seite Maya hier steht.
    Und wie oben schon ausgeführt: Maya hat sich öffentlich transphobisch geäußert. Sie sagt weiterhin, dass sie Transpersonen ihre Genderidentität abspricht, und würde sie nicht mit den gefragten Pronomen und Titeln ansprechen. Das alles wurde vor Gericht durchgekaut, das war nicht eine einzige unbedachte Bemerkung oder so.

    Und JKR, stellt sich öffentlich hinter sie.

    Ob JKR selbst im Grunde transphob *ist*, was weiß ich. Das finde ich auch keine hilfreiche Art, eine Debatte zu führen, ebensowenig, wie ich Leuten beweisen will, dass sie Rassisten sind. Es geht mir darum, dass sie sich mit klar transphobischen Aussagen solidarisch erklärt, wo ich eher Differenzierung oder sogar Abgrenzung erwarten würde, würden ihr Transinklusion am Herzen liegen.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


    Superstitious nonsense, of course, but one can see their point.

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