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  1. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    determiniert nicht, hat aber vermutlich aber einen sehr erheblichen einfluss darauf. in einer nature vs nurture debatte, den nature-teil völlig in frage zu stellen erscheint mir anti-wissenschaftlich. ich finde aber auch nicht, das dies der relevanteste punkt ist.
    Natürlich hat es einen Einfluss darauf, ist aber halt vielmal komplexer als “hier sind deine Chromosomen, da ist dein Gender”. Und es ist ebenso anti-wissenschaftlich, es auf genau zwei biologische Geschlechter runterzusimplifizieren, wenn es deutlich mehr Vielfalt gibt.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


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  2. V.I.P. Avatar von ichs
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Natürlich hat es einen Einfluss darauf, ist aber halt vielmal komplexer als “hier sind deine Chromosomen, da ist dein Gender”. Und es ist ebenso anti-wissenschaftlich, es auf genau zwei biologische Geschlechter runterzusimplifizieren, wenn es deutlich mehr Vielfalt gibt.
    ja davon war ja auch nicht die rede. wobei natürlich sich die vielfalt sehr in grenzen hält. selbst bei großzügiger berechnung beläuft sich die zahl von transpersonen in deutschland etwa auf unter 0,3%-0,6% der bevölkerung. selbst bei hoher dunkelziffer und wenn man noch anders identifizierende personen dazurechnet wird klar, dass die sehr große mehrheit der bevölkerung sich in zwei sehr klassische geschlechter (sexes) einordnen lässt. das bedeutet natürlich nicht, dass die o.g. minderheit nicht trotzdem ein recht darauf hat nicht diskriminiert zu werden etc., es zeigt nur auch in welcher marginalen blase sich diese diskussion bewegt, die in der härte, mit der sie geführt wird, in keiner relation zu ihrer gesellschaftlichen bedeutung steht.
    .the world has turned and left me here.

  3. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Ich nehme an, für Betroffene ist die Bedeutung sehr groß.

    Und damit hat auch allgemein meine eigene Linie zu tun. Mein Feminismus muss intersectional sein, sonst kann er auch mir nicht gut dienen.

    Mein Feminismus schützt die Schwachen und benachteiligten, und arbeitet daran, die Powerstrukturen, die diese Ungleichheiten schaffen, abzuschaffen.

    Transmenschen sind eine kleine Minderheit, das stimmt. Aber sie sind extrem (mehr als Cispersonen) von sexistischen Gewaltstrukturen betroffen und bedroht. Alle gesellschaftlichen Bedrohungen, denen Cisfrauen unterliegen, unterliegen Transfrauen auch, oder sogar noch mehr. Transfrauen erleben mehr sexuelle Gewalt in Beziehungen, mehr Gewaltverbrechen allgemein, mehr Diskriminierung am Arbeitsplatz.

    Sie weiter auszuschließen, abzuwerten und Gewalt auszusetzen ist kein Feminismus, mit dem ich mich identifizieren kann.
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  4. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    An sich hat natürlich jemand mit GRC (gender recognition certificate)
    Wie bekommt man das und wer?

  5. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Transmenschen sind eine kleine Minderheit, das stimmt. Aber sie sind extrem (mehr als Cispersonen) von sexistischen Gewaltstrukturen betroffen und bedroht. Alle gesellschaftlichen Bedrohungen, denen Cisfrauen unterliegen, unterliegen Transfrauen auch, oder sogar noch mehr.
    Was ich mich da immer frage, ist, wo da eigentlich die Transmänner bleiben. Die werden ja vermutlich von vielen Menschen nach wie vor als weiblich gelesen, auch wenn sie Männer sind und sind mit Sicherheit genauso viel Gewalt ausgesetzt. Trotzdem bleiben sie im Diskurs mehr oder weniger unsichtbar, was ja typisch für weiblich sozialisierte Menschen ist (die häufig dazu erzogen werden, sich unsichtbar zu machen, wenn sie aus dem Rahmen fallen) und es geht wie immer vor allem um das Wohl und die Bedürfnisse männlich sozialisierter Menschen. Das passt für mich nicht zusammen.

    Ich will niemandem die Identität und die Gewalterfahrungen absprechen (ich war selbst auch Opfer sexueller Gewalt und weiß, wieviel das kaputtmachen kann), aber sollte man dann nicht auch wirklich über alle sprechen, die betroffen sind?
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  6. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Was ich mich da immer frage, ist, wo da eigentlich die Transmänner bleiben. Die werden ja vermutlich von vielen Menschen nach wie vor als weiblich gelesen, auch wenn sie Männer sind und sind mit Sicherheit genauso viel Gewalt ausgesetzt. Trotzdem bleiben sie im Diskurs mehr oder weniger unsichtbar, was ja typisch für weiblich sozialisierte Menschen ist (die häufig dazu erzogen werden, sich unsichtbar zu machen, wenn sie aus dem Rahmen fallen) und es geht wie immer vor allem um das Wohl und die Bedürfnisse männlich sozialisierter Menschen.
    Ich frage mich das auch oft, gleichzeitig kenne ich aber mehrere Transmänner und hätte niemanden von denen, die ich nicht vor der Transition schon kannte, je als Frau wahrgenommen.
    Das ist natürlich nur eine kleine Stichprobe und selbstverständlich gibt es da ja auch ein vor der Transition. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Transmänner tatsächlich einfacher passen.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  7. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Ich frage mich das auch oft, gleichzeitig kenne ich aber mehrere Transmänner und hätte niemanden von denen, die ich nicht vor der Transition schon kannte, je als Frau wahrgenommen.
    Das ist natürlich nur eine kleine Stichprobe und selbstverständlich gibt es da ja auch ein vor der Transition. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Transmänner tatsächlich einfacher passen.
    Ja, wahrscheinlich ist das so. Trotzdem sollten sie bei dem Thema ja irgendwie vorkommen und das tun sie meinen Eindruck nach quasi nicht und das kann ich mir nicht komplett mit besserem passen (was wie gesagt gut sein kann) und weniger Gewalterfahrung (was ich schlicht nicht glaube) erklären.
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  8. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Was ich mich da immer frage, ist, wo da eigentlich die Transmänner bleiben. Die werden ja vermutlich von vielen Menschen nach wie vor als weiblich gelesen, auch wenn sie Männer sind und sind mit Sicherheit genauso viel Gewalt ausgesetzt. Trotzdem bleiben sie im Diskurs mehr oder weniger unsichtbar, was ja typisch für weiblich sozialisierte Menschen ist (die häufig dazu erzogen werden, sich unsichtbar zu machen, wenn sie aus dem Rahmen fallen) und es geht wie immer vor allem um das Wohl und die Bedürfnisse männlich sozialisierter Menschen. Das passt für mich nicht zusammen.

    Ich will niemandem die Identität und die Gewalterfahrungen absprechen (ich war selbst auch Opfer sexueller Gewalt und weiß, wieviel das kaputtmachen kann), aber sollte man dann nicht auch wirklich über alle sprechen, die betroffen sind?
    Afaik gibt es bei Transmännern tatsächlich weniger handgreifliche Gewalt. Die werden halt eher als männliche Frauen gelesen und stellen damit eben Männlichkeit an sich nicht so in Frage. Meine da gibts auch zahlen zu. Find ich aber gerade nicht.
    Geändert von gewitter (13.01.2020 um 13:07 Uhr)

  9. Addict Avatar von Sakamoto
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Außerhalb derjenigen, die ich kenne, fallen mir bei Transmännern irgendwie auch eher Leute aus der Tumblr-Bubble ein, die Kleider tragen und sich schminken, aber ganz klar Männer sind. Also sagen sie jedenfalls. (Und auch aus dieser Blase kenne ich jemanden mehr oder weniger persönlich)

  10. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Was ja prima zum anderen Thread passt wo man sich über fehlende Solidarität beklagt und über die Bezeichnung „Dummchen“.
    wobei ich mich immer noch frage, wo ich irgendwen als "dummchen" bezeichnet habe. das hab ich meines wissens weder auf twitter noch in dem thread gemacht. aber gut, wie gut moth lesen kann, sehen wir ja hier auch wieder...

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    determiniert nicht, hat aber vermutlich aber einen sehr erheblichen einfluss darauf. in einer nature vs nurture debatte, den nature-teil völlig in frage zu stellen erscheint mir anti-wissenschaftlich.
    das stört mich auch immer an der dekonstruktionsdebatte. weil, stand wissenschaft ist meines wissens eher "wir wissen immer noch nicht so genau, wie viel einfluss nature und wie viel nuture ist und wie das funktioniert, weil es sehr komplex ist" und nicht, wie in der queer fem bubble gerne getan wird "was, nee, biologie determiniert aber mal GAR NICHTS" (was halt einfach nicht stimmt, sonst würde es nicht seit ein paar jahren vermehrt untersuchungen darüber geben, wie eine medizin, die nur auf männer ausgerichtet ist, frauen seit jahrhunderten schaden zufügt (siehe medikamenten-dosierungen, siehe andere symptome bei herzinfarkt, siehe das riesige forschungsdefizit bei menstruation, etc.). wenn das wirklich so wäre und biologie egal wäre und man sie wegkonstruieren könnte, wäre es völlig irrelevant, an wessen körper sich die medizinische forschung orientiert. ist es aber nicht. und so was kann man so oft mit queer fems nicht diskutieren, weil man dann sofort wieder die TERF ist...).
    I will always place the mission first.
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  11. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ja, wahrscheinlich ist das so. Trotzdem sollten sie bei dem Thema ja irgendwie vorkommen und das tun sie meinen Eindruck nach quasi nicht und das kann ich mir nicht komplett mit besserem passen (was wie gesagt gut sein kann) und weniger Gewalterfahrung (was ich schlicht nicht glaube) erklären.
    Ja gut, der Beginn dieses Threads ging ja auch darum, inwiefern Transfrauen Teilhabe an Frauenorten „erlaubt“ wird.
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  12. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Mir geht’s nicht nur um diesen Thread.
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  13. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Afaik gibt es bei Transmännern tatsächlich weniger handgreifliche Gewalt. Die werden halt eher als männliche Frauen gelesen und stellen damit eben Männlichkeit an sich nicht so in Frage. Meine da gibts auch zahlen zu. Find ich aber gerade nicht.
    Hm, ok. Wobei „weniger handgreifliche Gewalt“ halt auch nicht nichts ist und psychische Gewalt sollte man halt auch nicht unterschätzen.

    Aber ich finde das erklärt immer noch nicht, dass sie im Gegensatz zu Transfrauen insgesamt so unsichtbar bleiben.

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Außerhalb derjenigen, die ich kenne, fallen mir bei Transmännern irgendwie auch eher Leute aus der Tumblr-Bubble ein, die Kleider tragen und sich schminken, aber ganz klar Männer sind. Also sagen sie jedenfalls. (Und auch aus dieser Blase kenne ich jemanden mehr oder weniger persönlich)
    Ich kenne (online und persönlich) eigentlich nur Transmänner, denen es wichtig ist, zu passen. Aber ich beweg mich bei tumblr auch eher am Rand von mehreren Fandom-Bubbles und weniger in der queerfeministischen Welt und bin da generell nicht so aktiv.
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  14. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Hm, ok. Wobei „weniger handgreifliche Gewalt“ halt auch nicht nichts ist und psychische Gewalt sollte man halt auch nicht unterschätzen.

    Aber ich finde das erklärt immer noch nicht, dass sie im Gegensatz zu Transfrauen insgesamt so unsichtbar bleiben.



    Ich kenne (online und persönlich) eigentlich nur Transmänner, denen es wichtig ist, zu passen. Aber ich beweg mich bei tumblr auch eher am Rand von mehreren Fandom-Bubbles und weniger in der queerfeministischen Welt und bin da generell nicht so aktiv.
    Naja das passing an sich ist halt tatsächlich einfacher. Viele transmenschen wollen ja auch einfach gar nicht mit ‚Trans‘ auftauchen und sind sehr glücklich, wenn sie einfach als ‚Mann‘ bzw. ‚Frau‘ gelesen werden. Und die körperliche Präsenz von Frauen darf eher ins männliche kippen als andersrum. Das ist ja auch bei Menschen so, die nicht Trans sind, sondern einfach nur nicht ganz stereotyp auftreten.
    Was eben auch bedeutet, dass der Weg der Transition häufig mit einem deutlich späteren outing einhergeht.

    Ich wollte psychische Gewalt jetzt auch nicht klein reden. Aber die ist halt schlechter mess und objektivierbar.

  15. V.I.P. Avatar von poppyred
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Naja das passing an sich ist halt tatsächlich einfacher. Viele transmenschen wollen ja auch einfach gar nicht mit ‚Trans‘ auftauchen und sind sehr glücklich, wenn sie einfach als ‚Mann‘ bzw. ‚Frau‘ gelesen werden.
    Ich weiß nicht, ob das vielleicht falsch rübergekommen ist: mir gehts nicht darum, dass ich Transmenschen in der Öffentlichkeit sehen/erkennen oder nach ihrem Chromosomensatz beurteilen will (das geht mich nämlich nen Scheißdreck an), sondern darum, dass es in Diskussionen wie diesen gefühlt nie um Transmänner geht. Selbst wenn sie weniger oft körperliche Gewalt erfahren und es einfacher haben zu passen, ist das doch alles kein Spaziergang (ich hab bei einem Bekannten die Transition teilweise mitbekommen). Dass darüber nicht oder zumindest deutlich weniger geredet wird, find ich einfach sehr auffällig und seltsam.
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  16. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das vielleicht falsch rübergekommen ist: mir gehts nicht darum, dass ich Transmenschen in der Öffentlichkeit sehen/erkennen oder nach ihrem Chromosomensatz beurteilen will (das geht mich nämlich nen Scheißdreck an), sondern darum, dass es in Diskussionen wie diesen gefühlt nie um Transmänner geht. Selbst wenn sie weniger oft körperliche Gewalt erfahren und es einfacher haben zu passen, ist das doch alles kein Spaziergang (ich hab bei einem Bekannten die Transition teilweise mitbekommen). Dass darüber nicht oder zumindest deutlich weniger geredet wird, find ich einfach sehr auffällig und seltsam.

    in dem zusammenhang hab ich jetzt schon ein paar mal von transmännern gelesen, die nach ihrer transition sehr unglücklich waren und sie, soweit sie konnten, rückgängig gemacht haben. weil ihnen dann irgendwann klar geworden ist, dass ihr problem eher war, dass sie als frau im patriachat unglücklich waren. wenn man nicht über transmänner spricht, dann ist klar, dass man auch über diesen aspekt nicht spricht...

    (mich würde in diesem zusammenhang auch interessieren, ob das bei transfrauen auch vorkommt. weil ich das bisher wirklich NUR von transmännern gelesen habe)
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  17. Stranger Avatar von alisia
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob das vielleicht falsch rübergekommen ist: mir gehts nicht darum, dass ich Transmenschen in der Öffentlichkeit sehen/erkennen oder nach ihrem Chromosomensatz beurteilen will (das geht mich nämlich nen Scheißdreck an), sondern darum, dass es in Diskussionen wie diesen gefühlt nie um Transmänner geht. Selbst wenn sie weniger oft körperliche Gewalt erfahren und es einfacher haben zu passen, ist das doch alles kein Spaziergang (ich hab bei einem Bekannten die Transition teilweise mitbekommen). Dass darüber nicht oder zumindest deutlich weniger geredet wird, find ich einfach sehr auffällig und seltsam.
    Geht mir genau so.
    Danke, dass du es angesprochen hast. Ich bin auch immer wieder erstaunt wie wenig darüber geredet wird...

  18. Fresher
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von ichs Beitrag anzeigen
    ja genau das ist das ergebnis vieler linker debatten in den letzten jahren, von critical whitenes bis queer feminismus, der feind wird in den eigenen reihen ausgemacht, allianzen verunmöglicht, leute mit krassen labels überzogen (terf, nazi, rassistin etc,) und währenddessen rollen uns die rechten das land auf.

    !!!! Ja. Ich komme jetzt aus der Critical Whiteness Ecke und nehme das da auch genau so war. Es wird sich um Begrifflichkeiten bis auf äußerste gestritten und letztendlich gibt es immer mehr Aufspaltung in kleinere Gruppen. Und währenddessen werden dadurch indirekt radikale Bewegungen gestärkt, die Homophob, Patriachal und Rassistisch sind.

  19. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    Zitat Zitat von nekani Beitrag anzeigen
    !!!! Ja. Ich komme jetzt aus der Critical Whiteness Ecke und nehme das da auch genau so war. Es wird sich um Begrifflichkeiten bis auf äußerste gestritten und letztendlich gibt es immer mehr Aufspaltung in kleinere Gruppen. Und währenddessen werden dadurch indirekt radikale Bewegungen gestärkt, die Homophob, Patriachal und Rassistisch sind.
    Ja!!! Was ich schon an Diskussionen darüber mitbekommen habe, ob es ok ist, dass von BIPoC gesprochen wird, da manche gerne exklusiv nur den Begriff BPoC hätten, während draußen einfach immer noch Leute rumlaufen, die finden, dass man N***** wohl sagen darf!

  20. Get a life! Avatar von jacksgirl
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    AW: Radical vs. queer feminism?

    klingt alles sehr nach pomo-bubble...
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