+ Antworten
Ergebnis 1 bis 18 von 18
  1. Addict Avatar von ningun
    Registriert seit
    04.01.2011
    Beiträge
    2.515

    Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Quasi alles, was das Leben irgendwie verbessert, das eigene Wachstum unterstützt.
    Sie sollten möglichst kostenlos sein.

    Also z.B.
    -Stimmungstracking wie moodpath. Das nutze ich seit Sommer letzten Jahres, suche nun aber eine Alternative, die eine bessere Statistik (graphisch) anzeigt, also wie oft in der Woche oder im Monate habe ich mich x gefühlt, vlt. auch Fortschritte.
    - Etwas wo man eine (neg.) Stimmung eingeben kann und es werden einem Handlungsvorschläge gemacht, um die Stimmung zu verbessern (stop, breath and think war ok, habe ich mittlerweile aber wieder deinstalliert. Suche nach was besserem)
    - Achtsamkeitsapps, aber keine reinen Mediationsapps. Besser fänd ich verschiedene Achtsamkeitsübungen,
    - App zum erstellen/erkennen der eigenen Leistungskurve. Momentan habe ich da nur eine Exceltabelle.
    - Ich fänd auch Inspos gut. Sowas wie DailyArt. Da bekommt man täglich ein Meisterwerk der Kunst vorgestellt. Gibts sowas vlt. umfassender? Wo man vorab Themenfelder auswählt und dazu dann Inspos geschickt bekommt.
    - Aufgaben=>Ziele-App. Ich meine, eine App entdeckt zu haben, die auch da Vorschläge macht. Quasi umgekehrt: Ziele=>Aufgaben
    (Es ist aber ohnehin für mich die Frage/ein Problem, wie man sich konkrete, kleinteilige Ziele/Aufgaben setzt. Also gerade in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung. Wenn ich z.B. meine Lebensziele herausfinden will, wie "plane" und terminiere ich das am besten? Lässt sich das überhaupt planen und terminieren? Also manchmal weiß man ja gar nicht genau, was es braucht, um zum Ziel zu kommen? In Bezug auf Lebensziele wäre es vlt. noch machbar.
    Schritt 1: Werte/Bedürfnisse herausfinden (das muss man aber halt auch erst mal wissen, dass es das braucht!!!)
    -Übungen zu Werte/Bedürfnisbestimmung machen
    Schritt 2: Ist-Zustand und Soll-Zustand ggü stellen. Also: inwiefern werden die Werte/Bedürfnisse aktuell befriedigt und was soll sich veränder/verbessern?
    - Ist-Zustand reflektieren
    - Soll-Zustand reflektieren
    - beides ggü. stellen
    Schritt 3: Wie von ist zu soll? (hier fängt es dann für mich an, schwierig zu werden konkrete Aufgaben zu finden)
    - Infos zum Thema sammeln (youtube, Webseiten, Bücher)?
    - eigenen Ideen sammeln
    - Plan erstellen (wie bloss?! Mindmapping, Visionboard)
    Schritt 4: Plan umsetzen
    - ??
    Und: Wie soll man bitte Zeit für all das finden?
    )

    Oder was findet ihr sonst noch gut? Gerne auch analoge Alternativen. Ich lese auch viel zum Thema und Planung passiert bei mir z.B. analog im weekview-Kalender/ein guter Plan (hier habe ich aber auch den Eindruck noch Tipps gebrauchen zu können, siehe Kleingedrucktes), Apps machen vieles aber doch irgendwie leichter.

    Gefunden bislang, aber noch nicht installiert/ausprobiert:
    Body2Brain (schlägt Handlungen bei bestimmten Stimmungen vor)
    Woebot: Your Self-Care Expert (ebenso, nur dass man mit einer VI kommuniziert)
    Do It Now - RPG To Do (Aufgabenverwaltung. Scheint Fortschritte u.ä. graphisch darzustellen)
    Sanvello (Moodtracking und Gegenmaßnahmen)

  2. Fresher
    Registriert seit
    28.08.2010
    Beiträge
    206

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    *bym* Wow, Das klingt nach mega krassem Self-Improvement... Was ist denn eigentlich dein Ziel damit?
    Ich meine, lenkt nicht die Suche und das Auseinandersetzen mit den Apps nicht zu sehr von der eigentlich Sache ab?

    So etwas per Papier zu machen kommt für dich nicht infrage? A la "Ein guter Plan" oder so? Ich persönlich finde, dass ich dabei mehr runterkomme, als bei apps.

  3. Junior Member
    Registriert seit
    25.04.2014
    Beiträge
    613

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Ich kriege ein bisschen Beklemmungen, wenn ich das lese. So viele Apps, da ist man ja die ganze Zeit damit beschäftigt, statt in sich reinzuhören, was man wirklich braucht - oder?

  4. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
    Registriert seit
    29.02.2012
    Beiträge
    7.997

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Du wirst da keine Zeit dafür finden das umzusetzen, weil der Punkt "Schritt 4: Plan umsetzen" einmal und am Schluss vorkommt. Das wars.
    Der Rest ist nur Planung und Listen schreiben.
    Davon hast du dich nicht selbst gemanagt.

    Was willst du denn eigentlich erreichen?
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  5. Urgestein Avatar von melody.
    Registriert seit
    30.12.2008
    Beiträge
    9.483

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    sollst du das machen? ich finde es aucj krass viel. da bist du ja die ganze zeit mit deinen problemen beschäftigt

  6. Addict Avatar von ningun
    Registriert seit
    04.01.2011
    Beiträge
    2.515

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von nekani Beitrag anzeigen

    So etwas per Papier zu machen kommt für dich nicht infrage? A la "Ein guter Plan" oder so? Ich persönlich finde, dass ich dabei mehr runterkomme, als bei apps.
    Ich schrieb:
    "Gerne auch analoge Alternativen. Ich lese auch viel zum Thema und Planung passiert bei mir z.B. analog im weekview-Kalender/ein guter Plan"

  7. Fresher
    Registriert seit
    28.08.2010
    Beiträge
    206

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von ningun Beitrag anzeigen
    Ich schrieb:
    "Gerne auch analoge Alternativen. Ich lese auch viel zum Thema und Planung passiert bei mir z.B. analog im weekview-Kalender/ein guter Plan"
    ah sorry analog hatte ich überlesen bei der Aufzählung der ganzen apps. Und was fehlt dir dann noch bei Ein guter Plan? Da ist ja shcon wie selfmanagement/Projektmanagement drin.

    Stimmungen aufschreiben kann man da ja auch einfach mit Symbolen z.B. smileys.

    Ich glaube viel wichtiger als eine app die dir sagt, was du bei einem Stimmungstief machen sollst ist doch, dass du herausfindest was du selber in solchen Momenten brauchst. Und das geht nur über ausprobieren. Bei mir ist es z.B. Rennradfahren und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Allein schon das drauf sitzen entspannt mich. Aber das habe ich auch nur durch ausprobieren rausgefunden.

  8. Senior Member Avatar von Caly
    Registriert seit
    10.03.2011
    Beiträge
    6.199

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Ich würde für einen Überblick über meine Stimmung auch lieber einen Smiley oder einen kurzen Satz in meinen Kalender malen.

    Apps, die meine Laune erfragen und mir dann sagen, was ich zu tun habe, würden mich stressen. Und das ganze wirkt auf mich zu sehr auf die Probleme fixiert, soviel Raum würde ich dem nicht geben wollen. Was soll denn das Ziel am Ende sein?

  9. Addict Avatar von Knadiskuh
    Registriert seit
    20.07.2012
    Beiträge
    2.410

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    für mich nach wie vor unschlagbar: tagebuch schreiben.
    ich habe dafür sonen planer mit einem tag pro seite und da schreib ich dann halt ab und zu mal rein - eher so generelle gedanken als was so passiert (das aber auch).
    dadurch habe ich echt immer wieder irre heureka-momente.
    ich blättere auch manchmal alte tagebücher durch, weil man ja oft einsichten hat und die dann gern direkt wieder vergisst....

    viele apps die der selbsthilfe/selbstverbesserung dienen sollen finde ich ziemliche augenwischerei, da sie oft suggerieren, das man sowas mal eben nebenbei erledigen kann. und ich glaube das schafft man kaum. grade wenn man irgendwelche methoden erlernen möchte bzw. sich drüber informieren, muss man sich schon ab und an zeit nehmen.

    bücher mit teils beschissenen titeln aber mindestens teilweise sehr brauchbarem inhalt:
    das kind in dir muss heimat finden (ja ich weiß. ich habe mich jahrelang gesträubt, dieses buch zu lesen und fühle mich auch nicht wohl mit diesem titel und den benutzten bildern. aber tatsächlich fand ich es unglaublich hilfreich)
    du musst nicht von allen gemocht werden
    die psychologie des gelingens
    angst selbst bewältigen (es geht natürlich primär um die problematik angststörung, aber die beschriebenen methoden eignen sich auch hervorragend für andere lebenslagen. wenn man allerdings überhaupt keine irrationalen ängste hat, lohnt es sich wahrscheinlich eher nicht.)

  10. Addict Avatar von Knadiskuh
    Registriert seit
    20.07.2012
    Beiträge
    2.410

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    zum thema achtsamkeit ist man, finde ich, am besten mit dem klassischen acht-wochen-mbsr-kurs bedient.

    ahja und mir fällt doch noch eine app ein, die ich gut finde: selbsthypnose üben mit hypnobox
    jaja da rollen auch viele die augen, haha hypnose, aber es ist ja nix groß anderes als meditieren. bei dieser app muss man aber den sprecher mögen, sonst wird es nix

  11. Addict Avatar von Traumregen
    Registriert seit
    16.02.2008
    Beiträge
    2.572

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von Knadiskuh Beitrag anzeigen
    für mich nach wie vor unschlagbar: tagebuch schreiben.
    ich habe dafür sonen planer mit einem tag pro seite und da schreib ich dann halt ab und zu mal rein - eher so generelle gedanken als was so passiert (das aber auch).
    dadurch habe ich echt immer wieder irre heureka-momente.
    ich blättere auch manchmal alte tagebücher durch, weil man ja oft einsichten hat und die dann gern direkt wieder vergisst....

    viele apps die der selbsthilfe/selbstverbesserung dienen sollen finde ich ziemliche augenwischerei, da sie oft suggerieren, das man sowas mal eben nebenbei erledigen kann. und ich glaube das schafft man kaum. grade wenn man irgendwelche methoden erlernen möchte bzw. sich drüber informieren, muss man sich schon ab und an zeit nehmen.

    bücher mit teils beschissenen titeln aber mindestens teilweise sehr brauchbarem inhalt:
    das kind in dir muss heimat finden (ja ich weiß. ich habe mich jahrelang gesträubt, dieses buch zu lesen und fühle mich auch nicht wohl mit diesem titel und den benutzten bildern. aber tatsächlich fand ich es unglaublich hilfreich)
    du musst nicht von allen gemocht werden
    die psychologie des gelingens
    angst selbst bewältigen (es geht natürlich primär um die problematik angststörung, aber die beschriebenen methoden eignen sich auch hervorragend für andere lebenslagen. wenn man allerdings überhaupt keine irrationalen ängste hat, lohnt es sich wahrscheinlich eher nicht.)
    Wuerde ich so unterschreiben plus meditieren.
    Ich persoenlich finde, dass Entwicklung im Gegensatz zu Optimierung ohne starre Plaene ablaufen sollte. Also klar, Punkte, auf die man sich konzentrieren moechte, koennen vielleicht schon gegeben sein, aber was ist, wenn die Struktur, die das rationale Ich sich selbst gibt, verhindert, wirklich in die Tiefen vorzudringen?
    Unter Anderem deshalb wird ja immer wieder empfohlen, einfach runter zu schreiben, was einem in den Sinn kommt...

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  12. V.I.P. Avatar von poppyred
    Registriert seit
    06.07.2011
    Beiträge
    19.762

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von nekani Beitrag anzeigen
    *bym* Wow, Das klingt nach mega krassem Self-Improvement... Was ist denn eigentlich dein Ziel damit?
    Ich meine, lenkt nicht die Suche und das Auseinandersetzen mit den Apps nicht zu sehr von der eigentlich Sache ab?
    Ja, das hab ich mich beim Lesen auch gefragt. Man kann da wirklich schnell das Ziel aus den Augen verlieren und wie Sarah schon sagt, mit tausend Listen hat man erstmal noch nichts erreicht. ningun, ich hab das Gefühl, dass Du viel zu schnell viel zu viel willst und Dich dabei aber komplett verzettelst.

    Ich würde da erstmal drei bis vier Gänge zurückschalten und schauen, was Du willst, was Du brauchst und welche Methode dazu passt, weil es mMn nur so herum wirklich funktioniert. Sonst passt Du Dich nachher den Methoden an und nicht umgekehrt. Und dann halt langsam anfangen und erstmal ein, zwei Sachen umsetzen und schauen, wie das klappt.

    Ich persönlich hab sehr gute Erfahrungen mit bullet journaling gemacht (ich folge aber nicht streng diesen Vorgaben und Vorlagen, die es da gibt, sondern mache meinen eigenen Scheiß, das ist ja auch eigentlich das Grundprinzip dahinter). Das war allerdings auch ein sehr langer Prozess, ich hab immer wieder neue Sachen ausprobiert und alte verworfen und hab jetzt nach ungefähr drei Jahren endlich in allen Bereichen ein System, das für mich gut funktioniert. Sowas braucht Zeit und Geduld, egal ob analog oder digital, aber der Prozess bringt einen halt auch schon weiter, also es ist nicht so, als würde mir das erst jetzt nach drei Jahren wirklich was bringen, im Gegenteil, ich hab dadurch viel über mich selbst gelernt. Angefangen hab ich einfach nur mit nem dreistufigen Stimmungs- und Energietracker (rot für schlecht, gelb für mittelmäßig, grün für gut) und ner to-do-Liste. Darauf hab ich dann aufgebaut und inzwischen steht da alles drin, was ich übers Jahr irgendwie festhalten und/oder organisieren muss und möchte.

    Zitat Zitat von nekani Beitrag anzeigen
    Ich glaube viel wichtiger als eine app die dir sagt, was du bei einem Stimmungstief machen sollst ist doch, dass du herausfindest was du selber in solchen Momenten brauchst. Und das geht nur über ausprobieren. Bei mir ist es z.B. Rennradfahren und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Allein schon das drauf sitzen entspannt mich. Aber das habe ich auch nur durch ausprobieren rausgefunden.
    Das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt. Mir helfen Meditation und Atemübungen zB null, im Gegenteil, das macht alles nur schlimmer und ich brauch dann auch eher was aktives körperliches. Da ist jeder Mensch verschieden und deshalb find ich diese pauschalen Ansätze auch echt schwierig, gerade weil ich schon so oft mitbekommen hab, dass Leute dann verzweifelt immer wieder Atemübungen ausprobiert haben, obwohl es ihnen dadurch eher schlechter als besser ging, einfach weil es eben pauschal empfohlen wurde und sie dachten, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt oder sie etwas falsch machen (kann natürlich auch passieren, aber es kann eben auch sein, dass es einfach nicht hilft), statt zu akzeptieren, dass es einfach nicht ihr Weg ist und sich was anderes zu suchen. Da muss man gut auf sich selbst achten und das lernt man mMn nicht dadurch, dass man fertige Ansätze von außen übernimmt.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  13. Addict Avatar von Knadiskuh
    Registriert seit
    20.07.2012
    Beiträge
    2.410

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    einfach runter zu schreiben, was einem in den Sinn kommt...
    genau so fallen mir immer wieder tonnenweise schuppen von den augen

  14. Junior Member
    Registriert seit
    25.04.2014
    Beiträge
    613

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Kurze Zwischenfrage: Wozu macht man einen Stimmungstracker? Also was hat man davon?

  15. V.I.P. Avatar von poppyred
    Registriert seit
    06.07.2011
    Beiträge
    19.762

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Mir ging es lange psychisch sehr schlecht und ich halte seitdem fest, wann es mir wie geht, um rausfinden zu können, was da vielleicht Einfluss haben könnte und um schlechte Phasen von schlechten Tagen unterscheiden zu können. Dafür finde ich das sehr sinnvoll.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

  16. Addict Avatar von fitzgerald
    Registriert seit
    19.08.2016
    Beiträge
    2.248

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von BrooklynGirl Beitrag anzeigen
    Kurze Zwischenfrage: Wozu macht man einen Stimmungstracker? Also was hat man davon?
    Es kann einem u.a. dabei helfen, eine verzerrte Wahrnehmung zu überprüfen. Wenn man depressiv verstimmt ist, glaubt man gern, gar nichts gutes mehr zu fühlen. Das stimmt aber meistens nicht. Oft genug fühlt man sich auch mindestens mal neutral oder sogar zufrieden. Aber auffallen tut einem das nicht bzw. man speichert es nicht ab, weil es nicht zur depressiven Selbstwahrnehmung passt. Wenn man mal schwarz auf weiß sieht, dass es durchaus auch normale oder gute Momente am Tag gibt, kann das helfen, die eigene Wahrnehmung zu justieren.

    Andere machen sich ne Challenge draus, die fröhlichen Smilies zu sammeln, sich also möglichst auf gute Gefühle zu konzentrieren und Erlebnisse zu schaffen, die solche Gefühle fördern. Wenn man es nicht übertreibt, kann das ein gutes Training für eine bessere Standard-Stimmung werden.

    Wieder andere wollen einfach ihre Gefühle tracken so wie sie es mit ihren Sporteinheiten oder ihrem Essen auch tun. So ne Mischung aus Kurztagebuch und Dokumentation.

    Oder es wird einfach als Achtsamkeitstool genutzt.
    Humbug!

  17. Addict Avatar von ningun
    Registriert seit
    04.01.2011
    Beiträge
    2.515

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    Ich persoenlich finde, dass Entwicklung im Gegensatz zu Optimierung ohne starre Plaene ablaufen sollte. Also klar, Punkte, auf die man sich konzentrieren moechte, koennen vielleicht schon gegeben sein, aber was ist, wenn die Struktur, die das rationale Ich sich selbst gibt, verhindert, wirklich in die Tiefen vorzudringen?
    Das hatte ich eingangs auch gefragt, inwiefern sich das planen und terminieren lässt. Mir ist schon klar, dass das seine Grenzen hat. Aber: ich könnte mir vlt. sagen: bis Tag X hast du diese und jene Übung aus Buch Y gemacht oder soundso viele Seiten in Buch Z gelesen oder dasunddas mind. 1x ausprobiert u.ä.
    Eine App, die da die Fortschritte dokumentiert fänd ich vlt. motivierender als eine Markierung irgendwo.
    Selbst/Zeitmanagement hängt für mich auch mit Persönlichkeitsentwicklung zusammen und da gibts ja schon explizite Tools/Strategien, von denen ich auch schon paar ausprobiert habe und nun teils regelmäßig anwende.

    Zitat Zitat von nekani Beitrag anzeigen
    ah sorry analog hatte ich überlesen bei der Aufzählung der ganzen apps. Und was fehlt dir dann noch bei Ein guter Plan? Da ist ja shcon wie selfmanagement/Projektmanagement drin.

    Stimmungen aufschreiben kann man da ja auch einfach mit Symbolen z.B. smileys.

    Ich glaube viel wichtiger als eine app die dir sagt, was du bei einem Stimmungstief machen sollst ist doch, dass du herausfindest was du selber in solchen Momenten brauchst. Und das geht nur über ausprobieren. Bei mir ist es z.B. Rennradfahren und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Allein schon das drauf sitzen entspannt mich. Aber das habe ich auch nur durch ausprobieren rausgefunden.
    Ein guter Plan: Der war ja mit einer der Anstöße da habe ich mich letztes Jahr schon mit Werten beschäftigt (und davor auch schon mal). Habe auf deren Webseite die Übungen gemacht, da sie in der Pro-Version nicht drin stehen.
    Die Achtsamkeitsampel habe ich so gut wie nie genutzt, finde die auch irgendwie nicht so gut, weil mir da halt die Auswertung/Statistik fehlt. Da fand ich moodpath schon besser.
    Ausprobieren: Hab ich ein paar Sachen. Also ausprobiert und welche, die ich regelmäßig mache. Aber ich hätte nix gegen weitere Ideen.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    und schauen, was Du willst, was Du brauchst und welche Methode dazu passt, weil es mMn nur so herum wirklich funktioniert.
    Sowas braucht Zeit und Geduld, egal ob analog oder digital, aber der Prozess bringt einen halt auch schon weiter, also es ist nicht so, als würde mir das erst jetzt nach drei Jahren wirklich was bringen, im Gegenteil, ich hab dadurch viel über mich selbst gelernt. Angefangen hab ich einfach nur mit nem dreistufigen Stimmungs- und Energietracker (rot für schlecht, gelb für mittelmäßig, grün für gut) und ner to-do-Liste. Darauf hab ich dann aufgebaut und inzwischen steht da alles drin, was ich übers Jahr irgendwie festhalten und/oder organisieren muss und möchte.

    Das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt. Mir helfen Meditation und Atemübungen zB null, im Gegenteil, das macht alles nur schlimmer und ich brauch dann auch eher was aktives körperliches. Da ist jeder Mensch verschieden und deshalb find ich diese pauschalen Ansätze auch echt schwierig, gerade weil ich schon so oft mitbekommen hab, dass Leute dann verzweifelt immer wieder Atemübungen ausprobiert haben, obwohl es ihnen dadurch eher schlechter als besser ging, einfach weil es eben pauschal empfohlen wurde und sie dachten, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt oder sie etwas falsch machen (kann natürlich auch passieren, aber es kann eben auch sein, dass es einfach nicht hilft), statt zu akzeptieren, dass es einfach nicht ihr Weg ist und sich was anderes zu suchen. Da muss man gut auf sich selbst achten und das lernt man mMn nicht dadurch, dass man fertige Ansätze von außen übernimmt.
    Zum fetten: Ich fang ja nicht gerade erst mit diesen Themen an. Und gerade weil ich schon paar Sachen ausprobiert habe und gemerkt, da könnte was anderes besser sein, dieser Thread. Er ist mehr eine Sammlung an Fragen nach Apps der letzten Monate.
    kursiv: Ja, definitiv! Deswegen such ich etwa nach einer Achtsamkeitsapps, die auch anderes anbietet als (nur) Meditation, weil ich den Eindruck hatte, durch nach innen gerichtete Achtsamkeit gehts mir schlechter.

    Zitat Zitat von Knadiskuh Beitrag anzeigen
    für mich nach wie vor unschlagbar: tagebuch schreiben.
    ich habe dafür sonen planer mit einem tag pro seite und da schreib ich dann halt ab und zu mal rein - eher so generelle gedanken als was so passiert (das aber auch).
    dadurch habe ich echt immer wieder irre heureka-momente.
    ich blättere auch manchmal alte tagebücher durch, weil man ja oft einsichten hat und die dann gern direkt wieder vergisst....



    bücher mit teils beschissenen titeln aber mindestens teilweise sehr brauchbarem inhalt:
    das kind in dir muss heimat finden (ja ich weiß. ich habe mich jahrelang gesträubt, dieses buch zu lesen und fühle mich auch nicht wohl mit diesem titel und den benutzten bildern. aber tatsächlich fand ich es unglaublich hilfreich)
    du musst nicht von allen gemocht werden
    die psychologie des gelingens
    angst selbst bewältigen (es geht natürlich primär um die problematik angststörung, aber die beschriebenen methoden eignen sich auch hervorragend für andere lebenslagen. wenn man allerdings überhaupt keine irrationalen ängste hat, lohnt es sich wahrscheinlich eher nicht.)
    fett: habe ich nun schon mehrmals versucht. Eine gewisse Zeit mache ich das, dann vlt. sogar regelmäßig, letztlich ist es aber nicht meins. Klar, das kann interessant oder erhellend sein. Aber gerade analog finde ich das auch ziemlich unübersichtlich. Am PC könnte man dann immerhin die Suchfunktion nutzen. Aber wie gesagt: Da weiß ich, dass ich das nicht lange machen würde.
    Was für mich gut klappt, zumindest bin ich da mit Abstand am längsten kontinuierlich dabei: Dankbarkeitstagebuch. Also ich nehme die Fragen aus dem 6-Minuten-Dankbarkeitsbuch plus die Wochenreflexion. Das finde ich ziemlich gut. Hier überlege ich aber, doch zum PC zu wechseln, aus genanntem Grund. Und wenn mir doch mal nach längerer Dokumentation ist, dann lieber mal eine Audioaufnahme.

    Danke für die Buchtipps. Von Stefanie Stahl besitze ich ein paar Sachen. Find die auch gut und habe auch schon paar Übungen gemacht. Ohnehin lese ich viel SH-Literatur, habe da aber manchmal den Eindruck, dass es vlt. sogar ZU viel sein könnte. Auch einer der Gründe weshalb ich an Apps dachte. Gerade solche, die es einem erleichtern können/motivieren ins Handeln zu kommen (nicht dass ich nie ins Handeln kommen würde, es hat sich schon einiges getan, aber es ist halt noch Luft nach oben - wie vermutlich immer )

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Ich würde für einen Überblick über meine Stimmung auch lieber einen Smiley oder einen kurzen Satz in meinen Kalender malen.

    Apps, die meine Laune erfragen und mir dann sagen, was ich zu tun habe, würden mich stressen. Und das ganze wirkt auf mich zu sehr auf die Probleme fixiert, soviel Raum würde ich dem nicht geben wollen. Was soll denn das Ziel am Ende sein?
    Wie gesagt, finde ich moodpath deutlich besser, gerade auch, weil man da regelmäßig dran erinnert wird. Da mach ich dann auch wirklich regelmäßig meine Einträge.



    Oh und das mit der Leistungskurve wäre z.B. nur was temporäres. Fände das wirklich hilfreich mal genauer zu wissen und fänd ne App halt netter, also ne nicht grad hübsche Exceltabelle
    So wie ich neulich eine Tracking-App nutzte, um mal rauszufinden, wieviel Zeit ich für diverse Dinge eigentlich so brauche. Das war mir etwa sehr hilfreich, um zu planen.
    Ich hatte auch erst gedacht, mir Material bei pinterest abzuspeichern. Also z.B. einen screenshot von einer Achtsamkeitsübung, die ich ausprobieren möchte oder ein Zeitmanagement-Tool, das mir sinnvoll erscheint, aber das macht irgendwie zusätzlich Arbeit. Auch daher fänd ich ne App praktischer.

  18. Urgestein Avatar von Waermflasche
    Registriert seit
    12.03.2002
    Beiträge
    8.006

    AW: Apps/Analoges für Persönlichkeitsentwicklung/Selbstmanagement usw.

    Ich finde die den wöchendlichen Podcast Happier von Gretchen Rubin sehr gut und empfehle ihn gern weiter, u.a. weil er die "know yourself better questions" aufgreift und mir das schon sehr oft Aha-Momente und neue Handlungsmöglichkeiten beschert hat. Aus dem gleichen Grund nutze ich die Better-App, weil sie mir Denkimpulse gibt und konkrete Tipps von Menschen, die sich mit ähnlichen Fragen herumschlagen. Das Schöne an der App ist für mich, dass ich nichts posten muss, wenn ich nicht will und es keine negativen Auswirkungen hat sich über einen längeren Zeitraum nicht einzuloggen (Ausnahme: Man ist einer Accountability Gruppe beigetreten).
    Nothing comes wrapped up in a nice, pretty bow. It's ugly. It's hard. It's messy.
    You have to fight like hell for what you want; fight to get it and fight harder to keep it.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •