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  1. V.I.P.

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    AW: Wie denkt ihr?

    Sehr spannende Frage.

    Ich erinnere mich noch, als wir in der Schule zum ersten Mal mit dem Konzept des inneren Monologs zu tun haben und ich es sehr seltsam fand zu behaupten, das bilde "Denken" ab.

    Für mich ist ein analoges Bild zu "Denken", mich in einer Landschaft zu befinden, die ich überblicke: selbst, wenn ich meinen Blick bewusst auf etwas lenke, sehe ich aus den Augenwinkeln auch noch anderes und dadurch, die Landschaft zu kennen, weiß ich auch, was sich hinter mir befindet, wenn ich es gerade nicht direkt sehe bzw. höre ich Geräusche parallel zum Bild oder nehme Gerüche wahr oder spüre Sonne auf meiner Haut - dadurch habe ich eine Ahnung davon, worauf ich meinen Blick zu lenken bzw. wo hin ich gehen müsste, um das, was ich nur als Geruch oder Geräusch oder unscharfes Bild wahrnehme, konkreter zu bekommen. Es gibt aber auch Bereiche der Landschaft, die mir nicht gut vertraut oder unbekannt sind.

    Möchte ich etwas anderen kommunizieren oder für mich wirklich klar nachvollziehen ist es für mich damit vergleichbar, einen Fotoapparat in die Hand zu nehmen und ein Bild zu machen: ich muss dann wirklich auf einen ganz konkreten Bereich des Bilds scharf stellen und darauf achten, was genau ich auf das Bild nehme, aus welchem Winkel, mit welcher Perspektive ich es aufnehme, mit welchen Lichtverhältnissen - dafür muss ich mich unter Umständen auch an eine Stelle hinbewegen, an denen ich gewisse Geräusche nicht mehr wahrnehme und anderes aus den Augenwinkeln sehe. Für mich selbst mache ich das im Alltag nur in bestimmten Dingen - ich muss etwa nicht das Konzept: "Ich habe Hunger und mache mir Essen" sozusagen "scharfstellen" - das wäre für mich in der Landschaftsanalogie eher ein Geruch oder ein Geräusch im Hintergrund, bei dem die reine Wahrnehmung am Rande ausreicht. Aber wenn ich mich mit einer konkreten Fragestellung beschäftige, benötige ich an einem gewissen Punkt auch sehr klare ausformulierte Sätze. Solange ich etwas nur als Konzept erfasst habe, aber nicht in Sätzen ausformulieren kann - und zwar am besten so, dass es auch andere verstehen- habe ich es meines Erachtens nicht wirklich erfasst. Erfasst habe ich es, wenn ich quasi jemand anderen mein Foto zeigen kann und die andere Person sich vorstellen kann, sich an dem Ort zu befinden, optimalerweise sogar mit einem Gefühl für den Kontext, der an den Rändern des Bilds aufhört.

    Das Konzept des inneren Monologs ist mir persönlich vor allem auch deswegen fremd, weil ich es als zu eindimensional und viel zu langsam empfinde. Selbst, wenn ich in ausformulierten Sätzen denke - was ich gelegentlich, wie eben beschrieben, auch mache- passiert das doch immer auf der Basis einer aktuellen Stimmung und meistens auch noch Gefühlen und anderen Sinneswahrnehmungen - die fehlen mir in einem inneren Monolog bzw. kommt ein innerer Monolog dem doch gar nie hinterher. Mein Denken ist da sozusagen "mehrspuriger": ich denke dann womöglich auch etwas in ganzen Sätzen, aber parallel dazu nehme ich eben auch eine Stimmung wahr oder ein Gefühl, ploppen Assoziationen aus - und das geht alles viel zu schnell, als dass ich mit der Sprache hinterherkäme. Daher finde ich dieses Bild mit der Landschaft für mich hilfreich - da kann etwa die Tageszeit oder das Wetter Stimmung und Gefühle symbolisieren und manchmal rennt vielleicht aus dem Nichts heraus eine Gruppe Mariachi vorbei ....
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  2. Addict

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Sehr spannende Frage.

    Ich erinnere mich noch, als wir in der Schule zum ersten Mal mit dem Konzept des inneren Monologs zu tun haben und ich es sehr seltsam fand zu behaupten, das bilde "Denken" ab.

    Für mich ist ein analoges Bild zu "Denken", mich in einer Landschaft zu befinden, die ich überblicke: selbst, wenn ich meinen Blick bewusst auf etwas lenke, sehe ich aus den Augenwinkeln auch noch anderes und dadurch, die Landschaft zu kennen, weiß ich auch, was sich hinter mir befindet, wenn ich es gerade nicht direkt sehe bzw. höre ich Geräusche parallel zum Bild oder nehme Gerüche wahr oder spüre Sonne auf meiner Haut - dadurch habe ich eine Ahnung davon, worauf ich meinen Blick zu lenken bzw. wo hin ich gehen müsste, um das, was ich nur als Geruch oder Geräusch oder unscharfes Bild wahrnehme, konkreter zu bekommen. Es gibt aber auch Bereiche der Landschaft, die mir nicht gut vertraut oder unbekannt sind.

    Möchte ich etwas anderen kommunizieren oder für mich wirklich klar nachvollziehen ist es für mich damit vergleichbar, einen Fotoapparat in die Hand zu nehmen und ein Bild zu machen: ich muss dann wirklich auf einen ganz konkreten Bereich des Bilds scharf stellen und darauf achten, was genau ich auf das Bild nehme, aus welchem Winkel, mit welcher Perspektive ich es aufnehme, mit welchen Lichtverhältnissen - dafür muss ich mich unter Umständen auch an eine Stelle hinbewegen, an denen ich gewisse Geräusche nicht mehr wahrnehme und anderes aus den Augenwinkeln sehe. Für mich selbst mache ich das im Alltag nur in bestimmten Dingen - ich muss etwa nicht das Konzept: "Ich habe Hunger und mache mir Essen" sozusagen "scharfstellen" - das wäre für mich in der Landschaftsanalogie eher ein Geruch oder ein Geräusch im Hintergrund, bei dem die reine Wahrnehmung am Rande ausreicht. Aber wenn ich mich mit einer konkreten Fragestellung beschäftige, benötige ich an einem gewissen Punkt auch sehr klare ausformulierte Sätze. Solange ich etwas nur als Konzept erfasst habe, aber nicht in Sätzen ausformulieren kann - und zwar am besten so, dass es auch andere verstehen- habe ich es meines Erachtens nicht wirklich erfasst. Erfasst habe ich es, wenn ich quasi jemand anderen mein Foto zeigen kann und die andere Person sich vorstellen kann, sich an dem Ort zu befinden, optimalerweise sogar mit einem Gefühl für den Kontext, der an den Rändern des Bilds aufhört.

    Das Konzept des inneren Monologs ist mir persönlich vor allem auch deswegen fremd, weil ich es als zu eindimensional und viel zu langsam empfinde. Selbst, wenn ich in ausformulierten Sätzen denke - was ich gelegentlich, wie eben beschrieben, auch mache- passiert das doch immer auf der Basis einer aktuellen Stimmung und meistens auch noch Gefühlen und anderen Sinneswahrnehmungen - die fehlen mir in einem inneren Monolog bzw. kommt ein innerer Monolog dem doch gar nie hinterher. Mein Denken ist da sozusagen "mehrspuriger": ich denke dann womöglich auch etwas in ganzen Sätzen, aber parallel dazu nehme ich eben auch eine Stimmung wahr oder ein Gefühl, ploppen Assoziationen aus - und das geht alles viel zu schnell, als dass ich mit der Sprache hinterherkäme. Daher finde ich dieses Bild mit der Landschaft für mich hilfreich - da kann etwa die Tageszeit oder das Wetter Stimmung und Gefühle symbolisieren und manchmal rennt vielleicht aus dem Nichts heraus eine Gruppe Mariachi vorbei ....
    Oh das beschreibt es sehr schoen!

    Glaciers have melted to the sea
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    I've been down on my knees
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  3. V.I.P.

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    AW: Wie denkt ihr?

    Ich denke schon ziemlich viel in Sätzen, Monologen und Dialogen. Ich führe auch viele Selbstgespräche und spreche mit Gegenständen.

    Vielleicht ist nicht jeder Gedanke ausformuliert und gerade bei echten Gesprächen formuliere ich parallel zum Sprechen und nicht vorab, aber bei dem Beispiel von Sora würd ich mir schon sagen „Oh ist das unordentlich, da musst du aber mal aufräumen!“ („Argh, ich hab aber keine Lust Okay, aber danach schau ich Netflix als Belohnung!“)

    Ich träume auch recht realistisch und kann mich an Träume gut erinnern.
    "Thanks, but I don’t really like to eat breakfast after lunch, it spoils my dinner."

  4. Regular Client

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    AW: Wie denkt ihr?

    Korreliert "in Sätzen denken" vielleicht mit allgemeinen Charaktereigenschaften? Seid ihr "in Sätzen" - Denker strukturierte Menschen?

  5. Senior Member

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    AW: Wie denkt ihr?

    Ich merke grade, ich habe eigentlich gar keine Ahnung.
    Irgendwie habe ich den Eindruck hauptsächlich in Sprache zu denken, also schon so in Richtung innerer Monolog. Aber ich habe auch sehr, sehr oft Probleme, das was ich sagen will in Sprache zu übersetzen. Also muss es in meinem Kopf doch wohl in irgendeiner anderen Form vorhanden sein, die ich aber nicht so richtig benennen kann. Und die ich auch nicht so richtig wahrnehme, zumindest nicht so bewusst, wie das, was ich in ganzen Sätze denke. Sehr verwirrend alles.
    i expect to find him laughing

  6. Inaktiver User

    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Das Konzept des inneren Monologs ist mir persönlich vor allem auch deswegen fremd, weil ich es als zu eindimensional und viel zu langsam empfinde. Selbst, wenn ich in ausformulierten Sätzen denke - was ich gelegentlich, wie eben beschrieben, auch mache- passiert das doch immer auf der Basis einer aktuellen Stimmung und meistens auch noch Gefühlen und anderen Sinneswahrnehmungen - die fehlen mir in einem inneren Monolog bzw. kommt ein innerer Monolog dem doch gar nie hinterher. Mein Denken ist da sozusagen "mehrspuriger": ich denke dann womöglich auch etwas in ganzen Sätzen, aber parallel dazu nehme ich eben auch eine Stimmung wahr oder ein Gefühl, ploppen Assoziationen aus - und das geht alles viel zu schnell, als dass ich mit der Sprache hinterherkäme. Daher finde ich dieses Bild mit der Landschaft für mich hilfreich - da kann etwa die Tageszeit oder das Wetter Stimmung und Gefühle symbolisieren und manchmal rennt vielleicht aus dem Nichts heraus eine Gruppe Mariachi vorbei ....
    Das klingt jetzt fast so, als würde man sich das aussuchen können "In ganzen Sätzen denken, ist mir zu eindimensional und langsam, ich mache das anders".

    Also ich untermale meine Dialog schon mit Vorstellungen wie Bildern und Gefühlen. Wenn ich eine Tasse Kaffee will, denke ich nicht nur den Satz "Ich glaub, ich mach mir jetzt 'nen Kaffee", sondern zusätzlich dazu stell ich mir schon vor, vor dem Wasserkocher zu stehen und das Gefühl, einen heißen Kaffee zu trinken. Aber am deutlichsten ist schon die Stimme, die diesen Satz denkt.

  7. Inaktiver User

    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von shine.on. Beitrag anzeigen
    Korreliert "in Sätzen denken" vielleicht mit allgemeinen Charaktereigenschaften? Seid ihr "in Sätzen" - Denker strukturierte Menschen?
    Hm. Manche sagen schon, ich wäre verkopft... Aber ich bin auch chaotisch. Und kreativ.
    Aber wenn ich was gestalterisches machen will, egal ob jetzt Richtung Fotografie oder Bildbearbeitung oder malen oder Grafik habe ich tatsächlich nur ein vages, ungefähres Bild vor Augen und wird erst konkret, wenn ich angefangen habe und was real vor mir sehe, dann weiß ich, was ich verändern, verschieben, anders machen will.. vielleicht wäre ich tatsächlich besser, wenn ich diese andere Denkweise mehr hätte, weniger das sprachliche..?

  8. V.I.P.

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt jetzt fast so, als würde man sich das aussuchen können "In ganzen Sätzen denken, ist mir zu eindimensional und langsam, ich mache das anders".
    Ich bezog das tatsächlich auf die literarische Form des inneren Monologs. Als ich das in der Schule behandelte, fand ich nicht, dass es "Denken" adäquat abbilde. Auch du beschreibst Bilder und Gefühle im Kopf zu haben, wenn du im Kopf Sätze ausfomulierst. Ein -literarischer!- innerer Monolog ist für mich, als nähme man von einem Film mit Untertitel nur die Untertitel her - und die Bilder und Töne fallen unter den Tisch. Das meinte ich mit eindimensional. Für mich bildet das daher auch nicht das Denken von Leuten 1:1 ab, die in ganzen Sätzen denken. Der Unterschied zu meiner Art zu denken ist vielleicht, dass diese Bilder und Töne mit den Untertiteln deutlich übereinstimmen - also in deinem Bewusstsein dann genau das ist, was für die aktuelle Situation bzw. die aktuellen Gedanken in Form ausfomulierter Sätze auch Sinn macht und dazu passt?

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Art zu denken einen höheren Fokus und - wie von shine.on angedeutet- mehr Struktur mit sich bringt, um die ich andere Leute beneide, weil es für mich sehr anstrengend ist, bei einer Sache zu bleiben, ich das aber für gewisse Bereiche als essentiell empfinde, um kommunikations - und handlungsfähig zu sein. Ich bin ganz eindeutig eher auf der Seite Chaotin und eher darum bemüht, in gewissen Situationen nur an eine Sache zu denken.

    Vielleicht ließe es sich so beschreiben, dass bei mir die 100 Prozent möglicher Fokus sich auf unterschiedliche Dinge verteilt, während du fast zu 100 Prozent bei der Sache bist, die du dann auch sprachlich im Kopf hast?

    Mit dem "langsam" meinte ich ebenfalls in Bezug auf literarische innere Monologe, dass die Beschreibung eines Gefühls einfach faktisch länger dauert, als die pure Wahrnehmung. Wenn dich jemand berührt, spürst du das sicher bevor du dazu einen Satz formulierst und genau die Ebene gibt daher für mich ein literarischer Text nie wirklich wieder.

    Davon abgesehen ist "langsam" für mich aber auch kein per se negativ konnotiertes Wort, weil ich das auch mit Dingen wie Achtsamkeit, Sinnlichkeit, Genauigkeit und hoher Fokussierung in Verbindung bringe.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  9. Addict

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zum Thema Strukturiertheit: ich bin tatsaechlich inenrlich gar nicht strukturiert, das habe ich ja auch schon angedeutet, eben weil 1. von aussen 5673 Sinneseindruecke gleichzeitig auf mich einprasseln, ich sie immer im Hintergrund wahrnehme und ich wirklich Anstrengung benoetige, um bei einer Sache zu bleiben. Ich habe quasi immer 545 Tabs offen, die Teil meines Arbeitspeichers benutzen. Dinge wie aeusserliche Strukturiertheit, Noise-Cancelling Headphones und Achtsamkeitsuebungen sind bei mir ganz wichtig, um nicht voellig ueberreizt zu sein.
    Deswegen wirke ich vermutlich nach aussen sehr ordentlich und strukturiert, aber das steht sehr gegensaetzlich zu meinem Inneren

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  10. Inaktiver User

    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    Zum Thema Strukturiertheit: ich bin tatsaechlich inenrlich gar nicht strukturiert, das habe ich ja auch schon angedeutet, eben weil 1. von aussen 5673 Sinneseindruecke gleichzeitig auf mich einprasseln, ich sie immer im Hintergrund wahrnehme und ich wirklich Anstrengung benoetige, um bei einer Sache zu bleiben. Ich habe quasi immer 545 Tabs offen, die Teil meines Arbeitspeichers benutzen. Dinge wie aeusserliche Strukturiertheit, Noise-Cancelling Headphones und Achtsamkeitsuebungen sind bei mir ganz wichtig, um nicht voellig ueberreizt zu sein.
    Dito!

    Übrigens empfinde ich es auch oft als "unterbrechen" wenn mich jemand anspricht, während ich gerade tief in Gedanken bin weil mein Gehirn ja auch redet. Muss mich fast zusammenreißen, um nicht ungehalten zu reagieren.
    Kennt das noch jemand?

  11. Addict

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dito!

    Übrigens empfinde ich es auch oft als "unterbrechen" wenn mich jemand anspricht, während ich gerade tief in Gedanken bin weil mein Gehirn ja auch redet. Muss mich fast zusammenreißen, um nicht ungehalten zu reagieren.
    Kennt das noch jemand?
    Ja

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  12. Get a life!

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Die, die auch innere Monologe führen: Findet ihr das anstrengend?
    Ich finde das wahnsinnig anstrengend und manchmal wünsche ich mir so doll, dass es endlich mal still ist in meinem Kopf...
    ja

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Beneidenswert finde ich Leute, die durch Sport abschalten können und dann nicht denken
    ja! als ich vor ein paar jahren mit dem laufen angefangen habe, habe ich mich ernsthaft gefragt, wann denn jetzt diese sache mit dem "abschalten" und dem "kopf frei kriegen" kommt, von der immer alle leute reden und was ich falsch mache, dass das bei mir einfach nicht kommt. inzwischen ist es eher andersrum: ich gehe laufen, um in ruhe denken zu können. da habe ich kein handy dabei, ich gehe grundsätzlich alleine laufen (alleine der gedanke daran, in der gruppe laufen zu gehen, ist mir ein graus), ich laufe immer dieselbe route, mein körper weiß, was er zu tun hat und ich hab 30 minuten zeit, nur für mich ohne unterbrechung und ohne ablenkung zu denken. ich mache das inzwischen wirklich, wirklich gerne.

    (das ist auch der grund, warum ich keinen kraftsport bzw. kein gerätetraining machen kann bzw. das als unglaublich nervig und doof empfinde. dieses ständige zählen und aufpassen, dass auch alles an der ausführung stimmt und darauf achten, dass man die richtige anzahl an sets macht und so, das HÄLT MICH VOM DENKEN AB GNAAAAAAAAAH )

    Zitat Zitat von shine.on. Beitrag anzeigen
    Korreliert "in Sätzen denken" vielleicht mit allgemeinen Charaktereigenschaften? Seid ihr "in Sätzen" - Denker strukturierte Menschen?
    HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA nein.

    ich bin zwar immer diejenige, die in meiner arbeitsgruppe einen auf "wir müssen da mal struktur reinbringen, verdammichte nochemal" macht und habe ein sehr detailliertes ablagesystem für notizen in meinem virtuellen notizbuch und arbeite in meinem papiernotizbuch mit farben und markiere sachen auf meinem wandkalender und so, aber das mache ich alles nur, weil ich EIGENTLICH ein total unorganisierter und unstrukturierter mensch bin und verzweifelt versuche, das in den griff zu bekommen. sieht nach außen hin vermutlich irgendwie organisiert und strukturiert aus, ist aber echt harte arbeit...

    Zitat Zitat von Traumregen Beitrag anzeigen
    Ich habe quasi immer 545 Tabs offen, die Teil meines Arbeitspeichers benutzen.
    ja, das. genau das.
    I will always place the mission first.
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  13. V.I.P.

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von jacksgirl Beitrag anzeigen
    ...arbeitsgruppe einen auf "wir müssen da mal struktur reinbringen, verdammichte nochemal" macht und habe ein sehr detailliertes ablagesystem für notizen in meinem virtuellen notizbuch und arbeite in meinem papiernotizbuch mit farben und markiere sachen auf meinem wandkalender und so, aber das mache ich alles nur, weil ich EIGENTLICH ein total unorganisierter und unstrukturierter mensch bin und verzweifelt versuche, das in den griff zu bekommen. sieht nach außen hin vermutlich irgendwie organisiert und strukturiert aus, ist aber echt harte arbeit...
    Genau so ist das bei mir auch. Ich versuche auch immer möglichst alles sofort aufzuräumen, weil ich sonst schnell im Chaos versinke. Das heißt auch nicht dass ich ein ordentlicher Mensch bin...

    Wenn ich meine Gedanken strukturieren will, fange ich auch an Sätze zu formulieren bzw. schreibe es am besten auf.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  14. Get a life!

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Genau so ist das bei mir auch. Ich versuche auch immer möglichst alles sofort aufzuräumen, weil ich sonst schnell im Chaos versinke. Das heißt auch nicht dass ich ein ordentlicher Mensch bin...
    ich bin eher typ quartalschaotin. ich kann unordnung lange tolerieren bzw. damit leben, aber so alle paar monate bekomme ich mal einen rappel und muss dann wirklich zum teil radikal aufräumen.

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Wenn ich meine Gedanken strukturieren will, fange ich auch an Sätze zu formulieren bzw. schreibe es am besten auf.
    ja, genau, aufschreiben! ich muss wirklich fast alles, was ich für wichtig halte, aufschreiben. ich arbeite auch am besten mit flipcharts und whiteboards (je größer, desto besser) und muss gedanken und ideen in visuellen schemata (mind maps, flow charts, was weiß ich) festhalten und entwickeln. eben, um struktur reinzubringen und sichtbar zu machen. es im kopf zu haben, nutzt nichts, ich muss es aufschreiben, mit pfeilen verbinden, sortieren, hin und her schieben etc., sonst habe ich das gefühl, dass ich nur die hälfte von dem, was ich im kopf habe, auch ausdrücken kann.
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  15. Regular Client

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von jacksgirl Beitrag anzeigen

    HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA nein.

    ich bin zwar immer diejenige, die in meiner arbeitsgruppe einen auf "wir müssen da mal struktur reinbringen, verdammichte nochemal" macht und habe ein sehr detailliertes ablagesystem für notizen in meinem virtuellen notizbuch und arbeite in meinem papiernotizbuch mit farben und markiere sachen auf meinem wandkalender und so, aber das mache ich alles nur, weil ich EIGENTLICH ein total unorganisierter und unstrukturierter mensch bin und verzweifelt versuche, das in den griff zu bekommen. sieht nach außen hin vermutlich irgendwie organisiert und strukturiert aus, ist aber echt harte arbeit...
    das ist für mich tatsächlich genau das bild eines strukturierten menschen, das ich hab ich hab sowohl innerlich als auch äußerlich pures chaos. der wille und auch die umsetzung dessen wie bei dir macht für mich struktur aus. ich bin unheimlich schlecht im priorisieren, im strukturieren und dinge, die ich "schaffe" sind häufig auch purer zufall. so ähnlich verhält sich mein denken schon immer. ich bin unheimlich emotionsgeleitet und wirre gefühle, wirre gedanken, wirres denken und auch wirre handlungen bestimmen mein leben irgendwie seit jeher.

  16. Get a life!

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    AW: Wie denkt ihr?

    frag mal meine offiziere, wie strukturiert die mich finden :')
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  17. V.I.P.

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zweisprachig, meistens in ganzen Sätzen und monologartig. Und Dinge sind in meinen Gedanken glatt, eben/ uneben.
    Und Nummern merke ich mir mit Rechnen. Also zb 3487: die ersten zwei Zahlen ergeben zusammen die letzte, 2x die zweite Zahl ist die dritte Zahl.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  18. Enthusiast

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    AW: Wie denkt ihr?

    mir geht es auch so, dass ich den inneren monolog bzw. stream of consciousness halt gar nicht als "den gedanken ähnlich" wahrgenommen habe, das war für mich eher so "tweeten vor dem twitterzeitalter" gefasel, falls man versteht, was ich meine.

    ihr, die in sätzen denkt, wie empfindet ihr dann eigentlich voice over in serien bzw. wenn in büchern gedanken in ganzen sätzen ausgedrückt werden? ich finde sowas immer total lächerlich und unangenehm. also bei serien sowieso, weil das meist so pseudotiefsinniger schmalz ist, während die sprechende person auf die ländereien guckt (sturm der liebe..) und betont verklärt schaut. aber in büchern, wenn da sowas steht wie "'ich frage wohl besser nochmal nach', dachte er." vergeht mir alles. ich finde das einfach so unrealistisch weil ICH so nicht denke und nicht glauben kann, dass es leute gibt, die das doch tun.
    weniger bitch, mehr sonnenblume! 🌻

  19. Get a life!

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    mir geht es auch so, dass ich den inneren monolog bzw. stream of consciousness halt gar nicht als "den gedanken ähnlich" wahrgenommen habe, das war für mich eher so "tweeten vor dem twitterzeitalter" gefasel, falls man versteht, was ich meine.
    ja :') (tschuldigung, ich finds lustig, weil ich seit über zehn jahren einen inzwischen nicht mehr ganz so aktiven twitter-account und seit so einem dreivierteljahr einen sehr aktiven zweiten account habe...)

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    ihr, die in sätzen denkt, wie empfindet ihr dann eigentlich voice over in serien bzw. wenn in büchern gedanken in ganzen sätzen ausgedrückt werden? ich finde sowas immer total lächerlich und unangenehm. also bei serien sowieso, weil das meist so pseudotiefsinniger schmalz ist, während die sprechende person auf die ländereien guckt (sturm der liebe..) und betont verklärt schaut. aber in büchern, wenn da sowas steht wie "'ich frage wohl besser nochmal nach', dachte er." vergeht mir alles. ich finde das einfach so unrealistisch weil ICH so nicht denke und nicht glauben kann, dass es leute gibt, die das doch tun.
    ich hab lange selbst geschrieben (und müsste es mal wieder machen) und tatsächlich sieht das in meinen texten auch manchmal so aus. das ergibt sich einfach manchmal aus dem text, auch wenn es nicht unbedingt "realistisch" ist. also, verstehst du, was ich meine?
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  20. Enthusiast

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    AW: Wie denkt ihr?

    Zitat Zitat von jacksgirl Beitrag anzeigen
    ich hab lange selbst geschrieben (und müsste es mal wieder machen) und tatsächlich sieht das in meinen texten auch manchmal so aus. das ergibt sich einfach manchmal aus dem text, auch wenn es nicht unbedingt "realistisch" ist. also, verstehst du, was ich meine?
    hmm, ich glaube, ich kann das nachvollziehen. ich schreib nebenbei noch ab und zu fanfiction und mir fiel gerade ein, dass ich zweimal so etwas drin habe, das sollte dann diesen holzhammereffekt haben. also "'she likes him,' x thought" um diese sudden realization, dass die andere person auf jemand anderen steht auch genauso plötzlich dem leser zu übermitteln. aber sowas wie "'i should make dinner,' he thought" würde halt nie vorkommen, weil ich das "unrealistisch" finde.
    weniger bitch, mehr sonnenblume! 🌻

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