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  1. Urgestein

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von Riddra Beitrag anzeigen
    die Tatsache, dass ich dann einfach nicht mehr bin. Ich kann nicht mehr lachen, weinen, atmen, nichts mehr machen. Der Gedanke daran, nicht mehr selbstwirksam zu sein und in einem großen Nichts zu sein oder generell einfach nicht mehr zu sein
    Den Gedanken finde ich öfters mal sehr entspannend und erleichternd... :/
    Manchmal aber auch sehr traurig.
    Vor dem Totsein hab ich keine Angst, ich hab keine sichere Vorstellung/festen Glauben, ob/was dann kommt, aber das beunruhigt mich irgendwie nicht.

    Vor dem Sterben hab ich je nach Stimmung manchmal Angst, längere Sterbeprozesse sind sicher an Stellen schmerzhaft und manchmal hab ich Angst, dass die Schmerzen zu stark sein könnten, aber das ist eigentlich keine sehr präsente. Ich hab schon ziemlich viele (dafür, dass ich hier und heute lebe) Leute sterben sehen und da waren bei alten wie bei jungen sehr schlimme Verläufe, aber auch sehr friedliche und würdevolle dabei. So zu sterben, wie die Menschen, die ich gut hab sterben sehen, ist zwar ein irgendwie traurig-melancholischer Gedanke, aber richtig Angst macht mir das nicht, eigentlich ist es eher tröstlich.
    Kurze Sterbeprozesse, die aber länger als einen kurzen Moment dauern, also, ich sag mal, Minuten bis Wochen, stell ich mir schlimm vor, weil man es nicht richtig erfassen kann, es vielleicht nicht mehr schafft, seine Sachen zu ordnen und so, also mehr rausgerissen wird, aber das dann noch mehr bewusst mitkriegt, als wenn man einfach tot umfällt oder nicht mehr aufwacht.
    Geändert von durga (12.02.2020 um 00:12 Uhr)

  2. Fresher

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Den Gedanken finde ich öfters mal sehr entspannend und erleichternd... :/
    Mit meinem Mann habe ich auch mal darüber gesprochen, ob er Angst vor dem Tod hat. Er sagte, dass er keine Angst habe. Denn seine Vorstellung vom Tod beinhaltet zwar ein Nichts. Dieses setzt er jedoch mit Ruhe, Frieden und Freiheit gleich. Das finde ich auf der einen Seite sehr spannend, auf der anderen Seite doch unverständlich.

  3. Junior Member

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Würdet ihr denn ewig leben wollen? Die Vorstellung finde ich viel unangenehmer.

  4. Enthusiast

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Durga, wie schafft man es denn, würdevoll zu sterben? Also was macht würdevolles Sterben aus? Wie hast du das erlebt bei den Sterbeprozessen, die du mitbekommen hast?

  5. gesperrt

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von lalamae Beitrag anzeigen
    Würdet ihr denn ewig leben wollen? Die Vorstellung finde ich viel unangenehmer.
    kommt auf das szenario an.
    altern/sterben die leute um mich herum ganz normal weiter? dann würde ich vermutlich ziemlich schnell wahnsinnig bitter, eingeigelt und gefühlskalt werden. keine schöne vorstellung.
    was ist, wenn in ein paar milliarden jahren die erde untergeht oder schon viel früher alle menschen untergehen? würde ich dann einsam und allein bis in alle ewigkeit im universum umherschweben? was wären dann zehn- oder hunderttausende jahre spannender geschichten auf der erde im vergleich mit der ewigen einsamkeit?

    dennoch fände ich nichts spannender, als die zukunft der menschheit irgendwie verfolgen und miterleben zu können. leider müssen wir alle die party vorzeitig verlassen und sie geht ganz einfach ohne uns weiter. macht mich eher wütend und traurig als ängstlich, was den tod betrifft, obwohl das natürlich ein ziemlich lächerlicher und selbstbezogener gedankengang ist

  6. Ureinwohnerin

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    ot etwas dazwischen gegrätscht.
    am tag vor eröffnung dieses threads habe ich folgenden podcast gehört. zufall?
    Die Johnsons - Geister? Das Jenseits? Pure Zufalle? Die grosse Folge der Ubernaturlichkeit! | Die Johnsons Podcast Episode #16

  7. V.I.P.

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Nein das wird sicher richtig viel bedeuten.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    👻

  9. Inaktiver User

    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von lalamae Beitrag anzeigen
    Würdet ihr denn ewig leben wollen? Die Vorstellung finde ich viel unangenehmer.
    Ja, und dabei nicht mehr altern.

  10. V.I.P.

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    In einer Welt, die ewig lebt und nicht stirbt, wird es keine/kaum Kinder mehr geben (weder für einen selbst, noch für andere). Es wird irgendwann überhaupt nichts Neues mehr geben. Kunst Kultur etc. Alles egal.
    Eine Welt, in der man ewig lebt und nicht stirbt, ist eine ohne Dringlichkeit. Ich glaube die Liebe wäre früher oder später auch weg.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  11. Junior Member

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von clubby Beitrag anzeigen
    ot etwas dazwischen gegrätscht.
    am tag vor eröffnung dieses threads habe ich folgenden podcast gehört. zufall?
    Die Johnsons - Geister? Das Jenseits? Pure Zufalle? Die grosse Folge der Ubernaturlichkeit! | Die Johnsons Podcast Episode #16
    Also wenn das in dem Moment gewesen wäre, als du den Thread geöffnet hast, ok. Aber ein Tag vorher... nee

  12. Enthusiast

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Ich habe, wie die meisten hier, Angst vor Krankheit und Leid und Angst davor, zu früh zu sterben. Ein für mich treffendes Zitat in diesem Zusammenhang ist: "Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich will nur noch nicht sterben."

    Ich war als Kleinkind mal klinisch tot und wurde wiederbelebt. Ich habe daran keine Erinnerung, aber ich weiß, dass ich danach sehr lange nur mit Licht schlafen konnte. Es muss mir also Angst gemacht haben.

    Vor ein paar Jahren war ich einmal in einer Situation, von der ich mir nicht sicher war, ob ich sie überleben würde. Da fand ich den Gedanken, jetzt zu sterben und in einem Sarg zu meinem Freund und meinen Eltern zurück zu kommen, unerträglich. Das hat mich schon erstaunt, wie viel Angst es in mir ausgelöst hat.

    Seit ich meine Mutter sterben habe sehen, habe ich deutlich weniger Angst vor dem eigenen Tod. Ihr Tod war so friedlich und irgendwie.. völlig normal. Also einfach etwas, was zum Leben dazu gehört. Hätte ich gewusst, dass es so "wenig schlimm" ist, hätte ich davor viel weniger Angst gehabt. (Also ich weiß, dass das auch anders laufen kann und will niemand seine Gefühle diesbezüglich absprechen.)

  13. Addict

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Mir gehts wie den meisten: Angst vor dem tot-sein/nicht-mehr-sein habe ich nicht. Jedoch vor der Zeit davor, sei es, dass man schon sehr alt oder sehr krank ist und WEISS, man hat nicht mehr lange zu leben, sei es, dass der Prozess des Sterbens leidvoll/schmerzlich ist.
    Aber unerwartet nicht mehr aufzuwachen und nicht mehr zu sein...finde ich eigentlich sogar angenehm. Schlimm finde ich nur den Gedanken, dass andere meinen Tod u.U. schmerzhaft fänden. Aber da ich dann tot wäre und nix mehr mitbekäme, würde ich das ja nicht erfahren.

    Ich kenne Leute Mitte/Ende 70 (was ja noch nicht soo alt ist), die das ganz relaxed sehen und sich über Leute ihrer Altersgruppe wundern, die Angst vor dem Tod haben. Die sagen dann, es gehöre nun mal zum Leben dazu und sie es eh nicht ändern können. Ich glaube, ich wäre da nicht (mehr) so relaxed.

  14. Urgestein

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    AW: Habt ihr Angst vor dem Tod?

    Zitat Zitat von perry_moppins Beitrag anzeigen
    Durga, wie schafft man es denn, würdevoll zu sterben? Also was macht würdevolles Sterben aus? Wie hast du das erlebt bei den Sterbeprozessen, die du mitbekommen hast?
    Sorry für die späte Antwort, hatte das irgendwie nur am Handy gelesen und dann vergessen zu schreiben.


    !!!ACHTUNG, enthält bildliche Schilderungen von unschönen Verläufen!!!

    Ich glaube, es waren zwei Punkte, einmal, dass die betroffene Person es akzeptiert hat, die Sachen, die noch zu regeln waren, geregelt hatte, und sich dann innerlich meist schon auf den Weg gemacht hat aus dem gegenwärtigen Leben weg oder auch, gerade bei Jüngeren, noch sehr aktiv (im Sinne von Gesprächen, essen, Musik, beieinander sein, mehr als im Bett liegen war dann oft nicht mehr möglich) letzte Zeit mit nahestehenden Menschen verbringen wollte und konnte und zweitens, dass die Symptome (v.a. Schmerzen und Luftnot, ggf. auch Übelkeit) soweit unter Kontrolle waren, dass sie nicht im Vordergrund standen, was hier und heute meistens möglich ist






    (und auch Notfallpläne besprochen waren, wenn absehbar war, dass der Tod letztlich durch ein abruptes und schlimmes Ereignis wie den Einbruch des Tumors in ein großes Blutgefäß und dann Verbluten, ggf. auch mit viel Blutaustritt aus Speise- oder Atemwegen eintreten wird, dass zumindest die sterbende Person dass dann nicht mehr mitkriegen muss durch eine schnelle Injektion, die auch Angehörige zu Hause machen können, und mit dunklen Tüchern sieht das auch für andere Anwesende nicht so krass aus wie auf weißen Laken).

    Meine beste Freundin, die in vielen Jahren als Internistin im Krankenhaus natürlich viel mehr Leute als ich hat sterben sehen, sagt auch, dass es oft recht ruhig und friedlich ist, auch bei sehr akuten Erkrankungen, aber es andererseits eben auch Verläufe gibt, die man keinem wünscht, eher, wenn es alles eher schnell geht, sodass eben kaum was besprochen werden konnte und der Mensch sich nicht drauf einstellen konnte oder aus anderen Gründen noch sehr lange kämpft und das Leben nicht loslassen kann und aus welchem Grund auch immer dann nicht ausreichend medikamentös unterstützt wird.
    Geändert von durga (16.02.2020 um 14:52 Uhr)

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