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  1. Alter Hase

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    Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Wie sieht es bei euch aus? Vor zehn Jahren war ich 24 und ich dachte, dass ich in einigen Jahren Dinge nicht mehr als so dramatisch, sondern mehr als Routine sehen würde. Ich habe z. B. 2009 (ok, schon etwas über 10 Jahre her) meine Bachelorarbeit in drei Monaten (wenn ich mich richtig erinnere) geschrieben. Und jeder dieser ca. 90 Tage hat sich dramatisch angefühlt und ich hatte das Gefühl, was ich an dem entsprechenden Tag mache, würde darüber entscheiden, ob ich die Bachelorarbeit bestehe oder nicht. Es war so eine Zeit von hightened intensity und sicherlich ziemlich lehrreich, aber absolut nicht angenehm. (Die Masterarbeit konnte ich dann wirklich eher mit einem "Routine"-Gefühl schreiben.) Jetzt ziehe ich am Sonnntag um (die Schlüsselübergabe ist allerdings irgendwann später, Ende des Monats oder sogar Anfang nächsten Monats) und mir kommt wieder jeder kleine Schritt beim Umziehen wie ein Test vor - morgen kommt die Sperrmüllabfuhr und nimmt nicht mehr gebrauchte Möbel ab, am Freitag hole ich den Schlüssel für die neue Wohnung, Sonntag werde ich Gegenstände von der alten in die neue Wohnung transportieren und am Montag meine alten bzw. Noch-Vermieter anrufen und mit ihnen einen Termin für die Schlüsselübergabe machen. Sie sind Privatleute und in gewisser Hinsicht "zu gut für diese Welt", andererseits wollten sie mich aber auch manipulieren, noch bis Juli 2021 in der Wohnung zu bleiben (danach können sie sie steuerfrei verkaufen). Es liefen so viele blöde Psychospiele im Hintergrund, auch mit meiner Schwester, die mich überreden wollte, dass ich in der Wohnung bleibe, damit mein Mitbewohner, ein syrischer Flüchtling, auf jeden Fall in einer Umgebung lebt, in der er sich wohlfühlt (ich habe mich in der Wohnung schon seit Monaten aufgrund seiner Messie-Tendenzen nicht mehr wohl gefühlt, aber das ist ihr egal.) Irgendwie bin ich so wahnsinnig aufgerieben. Und verstehe es nicht ganz bzw. würde es gerne ändern. Ich bin schon mindestens fünf Male als Erwachsene allein umgezogen, aber es hatte noch nie so einen starken Drama-Charakter... ich hätte gerne, dass das Ganze etwas... ähm, energiesparender über die Bühne geht. Na ja, das ist meine Situation. Aber wie sieht es bei euch aus, könnt ihr mittlerweile souverän etwas regeln, das für euch vor ein paar Jahren noch ein Drama war? Habt ihr immer noch krasse Gefühlsschwankungen oder seid ihr mittlerweile ausgeglichener? (Oder seid ihr einfach nie dramatisch gewesen? )
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  2. V.I.P.

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Ich glaube ich bin prinzipiell sehr mellow und entspannt. also ich neige nicht zum drama. vorallem nicht im alltag. ich habe einen sehr stressigen job, mit viel termindruck,koordination von vielen verschiedenen menschen und unternehmen und bin da oft täglich nur am feuer löschen. dadurch stressen mich so rein organisatorische to dos im alltag überhaupt nicht ( mehr).
    also ich bin schnell genervt, wenn ich im alltag auch noch viel organisieren muss, aber es ist kein drama. ich hab auch so eine gott gegebenes urvertrauen mit einem "wird schon"-mantra und viel zweckoptimismus. ich stress mich erst wenn es nicht klappt und will mir dann auch erst den kopf über lösungen zerbrechen udn agiere sehr ziel- und lösungsorientiert. ich halte nichts davon sich schon vorher verrückt zu machen was alles passieren könnte.
    mein freund und mein kind sind total dramaqueens und tendenziell eher pessimistisch. DAS stresst mich viel mehr.

    ich projeziere aber auch ganz oft dinge nicht auf mich und sehe sie von mir komplett abgekoppelt. ich glaub das hilft.

    emotional bin ich aber schon oft moody. aber das hat in den seltensten fällen mit etwas von außerhalb zu tun.

  3. Regular Client

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    ich würde sagen, drama ist mein zweiter (vielleicht auch eher mein erster) vorname.

    mein ganzes leben war immer schon drama. ich war immer unsicher, hatte nie urvertrauen, musste auch immer viel alleine durchziehen (oder hab es eben gelassen) und ich fürchte, das trägt dazu bei, dass es immer und immer wieder drama geben wird. das liegt aber zu großen teilen an instabilen sozialen verhältnissen. sobald diese immer mal etwas fester waren, gab es viel weniger drama und ich war auch viel optimistischer und konnte viel mehr schaffen. ich glaube auch, dass das der schlüssel zu weniger drama ist. wenn viele sachen und säulen im leben unsicher sind, neigt man zu angst und angst führt zu panik und drama.

  4. Urgestein

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Hier viel wie bei Lamb, nur dass meine Kinder und mein Mann auch eher nicht Drama sind. Bei meinem Mann könnte ich das auch nicht ertragen.

  5. Enthusiast

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von Lamb Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich bin prinzipiell sehr mellow und entspannt. also ich neige nicht zum drama. vorallem nicht im alltag. ich habe einen sehr stressigen job, mit viel termindruck,koordination von vielen verschiedenen menschen und unternehmen und bin da oft täglich nur am feuer löschen. dadurch stressen mich so rein organisatorische to dos im alltag überhaupt nicht ( mehr).
    also ich bin schnell genervt, wenn ich im alltag auch noch viel organisieren muss, aber es ist kein drama. ich hab auch so eine gott gegebenes urvertrauen mit einem "wird schon"-mantra und viel zweckoptimismus. ich stress mich erst wenn es nicht klappt und will mir dann auch erst den kopf über lösungen zerbrechen udn agiere sehr ziel- und lösungsorientiert. ich halte nichts davon sich schon vorher verrückt zu machen was alles passieren könnte.
    mein freund und mein kind sind total dramaqueens und tendenziell eher pessimistisch. DAS stresst mich viel mehr.

    ich projeziere aber auch ganz oft dinge nicht auf mich und sehe sie von mir komplett abgekoppelt. ich glaub das hilft.

    emotional bin ich aber schon oft moody. aber das hat in den seltensten fällen mit etwas von außerhalb zu tun.
    ist bei mir sehr ähnlich! im beruf relativ viel stress, viel koordinierung, viel input & output, viele veränderungen und befindlichkeiten.
    privat stresst mich selten etwas, habe aber auch ein größtenteil entspanntes familiäres umfeld+ entspannten freundeskreis.

  6. Enthusiast

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    ich weiß nicht, was bei mir schief läuft, aber einerseits ist das bei mir so ein "ja, das wird schon" und auf der anderen seite verinnerliche ich sehr viel stress und hab deshalb chronisch gastritis. grundsätzlich zu jeder prüfungszeit und auch sonst bei stressigen zeiten, z.b. als ich vor einigen monaten beinahe mit einer rechten verschwörungstheoretikerin zusammengezogen wäre und ich sehr viel angst hatte, dass sie irgendwann vor meinem wohnheim auftaucht.

    der großteil an drama in meinem leben ist aber ohnehin geldabhängig und so gut wie 99% meiner probleme könnten mit geld gelöst werden. und ja, ich wäre dann glücklich(er).
    weniger bitch, mehr sonnenblume! 🌻

  7. Urgestein

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Ich würde schon sagen, dass ich viel weniger dramatisch bin als früher. Vor allem bei alltäglichen Kleinigkeiten. Und ganz stark abgestumpft bin ich gegenüber Drama, das andere Menschen veranstalten.

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Ich würde sagen, ich bin einerseits gar nicht dramatisch, aber andererseits kann ich mich doch auch mal gut in was reinsteigern. Beides war schon immer so, also hat sich nicht im Lauf des Älterwerdens verändert.

  9. Member

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Ich bin dramatisch und leider hat das deutlich zugenommen im Vergleich zu vor 10 Jahren. Das geht so weit, dass ich allein bei Meinungsverschiedenheiten innerlich und schließlich auch äußerlich sichtbar zu zittern anfange und persönlichen Kontakten so weit wie möglich aus dem Weg gehe.
    Wer lebt stört.

  10. Enthusiast

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Irgendwie beides. Ich war früher schüchterner, zurückhaltender und perfektionistischer, inzwischen ist mir das alles ziemlich egal und ich rufe spontan wen auch immer an und sage, was ich gerade denke und halte Vorträge vor größerem Publikum mit minimaler Vorbereitung. Sowas wie Studienwahl und Umziehen und total neues Umfeld fand ich aber früher viel einfacher und hab einfach spontan gemacht was mir in den Sinn kam. Jetzt hadere ich ewig mit beruflichen Entscheidungen und bin immer noch nicht richtig drüber weg, dass ich letztes Jahr etwa 500 Meter Luftlinie umgezogen bin.

  11. Alter Hase

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von Lamb Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich bin prinzipiell sehr mellow und entspannt. also ich neige nicht zum drama. vorallem nicht im alltag. ich habe einen sehr stressigen job, mit viel termindruck,koordination von vielen verschiedenen menschen und unternehmen und bin da oft täglich nur am feuer löschen. dadurch stressen mich so rein organisatorische to dos im alltag überhaupt nicht ( mehr).
    Wow, das klingt super! Arbeitest du eigentlich in der IT Branche? (Ich kenne einige Leute die dort arbeiten und sie haben eine ähnlich entspannte Arbeitsweise wie die von dir beschriebene - und sie benutzen auch so Ausdrücke wie "ich habe aus Versehen ein Feuer gemacht" oder "ich habe Feuer gelöscht.)
    Zitat Zitat von Lamb
    also ich bin schnell genervt, wenn ich im alltag auch noch viel organisieren muss, aber es ist kein drama. ich hab auch so eine gott gegebenes urvertrauen mit einem "wird schon"-mantra und viel zweckoptimismus. ich stress mich erst wenn es nicht klappt und will mir dann auch erst den kopf über lösungen zerbrechen udn agiere sehr ziel- und lösungsorientiert. ich halte nichts davon sich schon vorher verrückt zu machen was alles passieren könnte.
    Urvertrauen, "wird schon"-Mantra und Zweckoptimismus klingen einfach traumhaft.
    Zitat Zitat von Lamb
    mein freund und mein kind sind total dramaqueens und tendenziell eher pessimistisch. DAS stresst mich viel mehr.
    Das finde ich interessant. Also dass Kinder schon Dramaqueens sein können und auch, dass dein Freund da so anders ist als du. Tut mir Leid, dass dich die beiden stressen.

    Zitat Zitat von Lamb
    ich projeziere aber auch ganz oft dinge nicht auf mich und sehe sie von mir komplett abgekoppelt. ich glaub das hilft.
    Wahnsinn. Ja, das hilft mit Sicherheit. Ich muss mich oft wirklich räumlich von Situationen entfernen (also zum Beispiel übers Wochenende wegfahren), um sie mehr "aus der Vogelperspektive" sehen zu können. Und manchmal finde ich dann auch Lösungen für Situationen, die vorher nicht aufgetaucht sind, weil einfach alles "zu nah" war.

    Zitat Zitat von Lamb
    emotional bin ich aber schon oft moody. aber das hat in den seltensten fällen mit etwas von außerhalb zu tun.
    Krass, Menschen sind so unterschiedlich...
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  12. V.I.P.

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Hm, beides irgendwie. Bei vielen Sachen bin ich viel unperfektionistischer, plane weniger und bin insgesamt eher in einer "wird schon irgendwie werden, und falls nicht, auch nicht schlimm"-Haltung.
    Aber was meine berufliche Zukunft angeht, bin ich deutlich mehr Drama-Queen als früher. So für ein paar Monate ist noch alles klar, aber danach stehen mir zumindest theoretisch so viele Wege offen, die mich jetzt schon überfordern und ich habe den Eindruck, solche Entscheidungen heute "besser" treffen zu müssen als vor 10 Jahren zum Beispiel.

    If it's not forever, if it's just tonight
    Oh, it's still the greatest, the greatest, the greatest



  13. Alter Hase

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von liorit Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, was bei mir schief läuft, aber einerseits ist das bei mir so ein "ja, das wird schon" und auf der anderen seite verinnerliche ich sehr viel stress und hab deshalb chronisch gastritis. grundsätzlich zu jeder prüfungszeit und auch sonst bei stressigen zeiten, z.b. als ich vor einigen monaten beinahe mit einer rechten verschwörungstheoretikerin zusammengezogen wäre und ich sehr viel angst hatte, dass sie irgendwann vor meinem wohnheim auftaucht.

    der großteil an drama in meinem leben ist aber ohnehin geldabhängig und so gut wie 99% meiner probleme könnten mit geld gelöst werden. und ja, ich wäre dann glücklich(er).
    Ja, ich glaube, Geld bzw. das Fehlen davon ist schon ein Riesen-Stressor. Wenn man nur einen bestimmten Zug nehmen kann, weil man ein Sparticket für morgens um 4:30 h hat, statt dass man eben dann einen Zug nimmt, wenn man um sieben aufsteht...

    Das Idee des Zusammenziehen mit der Person, die sich dann als rechte Verschwörungstheoretikerin herausgestellt hat, wäre ja wahrscheinlich auch gar nicht aufgetaucht, wenn du genug Geld hättest, um in deine eigene Wohnung zu ziehen...
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  14. Enthusiast

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Ja, ich glaube, Geld bzw. das Fehlen davon ist schon ein Riesen-Stressor. Wenn man nur einen bestimmten Zug nehmen kann, weil man ein Sparticket für morgens um 4:30 h hat, statt dass man eben dann einen Zug nimmt, wenn man um sieben aufsteht...
    ja, genau das. ich würde oft viel lieber den zug nach hause nehmen, der ist zwar langsamer, aber es ist einfach komfortabler und man hat - mit glück - mehr platz. aber stattdessen buche ich für 15 euro den flixbus und stresse schon vorher rum, weil der bus bestimmt gerammelt voll ist und ich neben irgendeinem unsympathen sitzen muss und 3 stunden nicht auf toilette kann und der bus zudem 50 minuten zu spät ist und die leute, die mit mir warten, nerven auch, weil sie panik schieben. aber 100 euro für eine einfache zugfahrt habe ich halt auch nicht übrig.

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Das Idee des Zusammenziehen mit der Person, die sich dann als rechte Verschwörungstheoretikerin herausgestellt hat, wäre ja wahrscheinlich auch gar nicht aufgetaucht, wenn du genug Geld hättest, um in deine eigene Wohnung zu ziehen...
    leider, ja. ich werde im herbst mit einer freundin zusammenziehen und das stresst mich jetzt schon ein bisschen, weil wir doch ein paar ansprüche an unsere wohnung haben wollen, und ausgerechnet der stadtteil, den wir beide als total grässlich empfinden, hat einfach die tollsten und günstigsten wohnungen.
    weniger bitch, mehr sonnenblume! 🌻

  15. Alter Hase

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Irgendwie beides. Ich war früher schüchterner, zurückhaltender und perfektionistischer, inzwischen ist mir das alles ziemlich egal und ich rufe spontan wen auch immer an und sage, was ich gerade denke und halte Vorträge vor größerem Publikum mit minimaler Vorbereitung.
    Ja, das ist bei mir auch der Fall, ich bin weniger schüchtern und perfektionistisch als früher (was tatsächlich auch einen gewisser Lerneffekt darstellt... in meinem Job musste ich ständig Vorträge vor Menschen halten und bin dann durch die Übung viel lockerer geworden.)
    Zitat Zitat von moth
    Sowas wie Studienwahl und Umziehen und total neues Umfeld fand ich aber früher viel einfacher und hab einfach spontan gemacht was mir in den Sinn kam. Jetzt hadere ich ewig mit beruflichen Entscheidungen und bin immer noch nicht richtig drüber weg, dass ich letztes Jahr etwa 500 Meter Luftlinie umgezogen bin.
    Du meinst, du haderst mit beruflichen Entscheidungen im Nachhinein? Also ganz generell damit, welche Richtung du eingeschlagen hast oder day to day Entscheidungen/ Entscheidungen, die "nur" für drei Monate oder so Einfluss haben? Und warum bist du noch nicht über deinen Umzug an einen 500 m entfernten Ort weg (wenn ich fragen darf)? Fehlt dir immer noch das vorherige Umfeld?
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  16. Alter Hase

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von Lamb Beitrag anzeigen
    Ich glaube ich bin prinzipiell sehr mellow und entspannt. also ich neige nicht zum drama. vorallem nicht im alltag. (...) ich hab auch so eine gott gegebenes urvertrauen mit einem "wird schon"-mantra und viel zweckoptimismus. ich stress mich erst wenn es nicht klappt und will mir dann auch erst den kopf über lösungen zerbrechen udn agiere sehr ziel- und lösungsorientiert. ich halte nichts davon sich schon vorher verrückt zu machen was alles passieren könnte.
    So.
    Aber moody bin ich überhaupt nicht, eher in so einer grundsätzlichen „mir doch alles wurscht“-Stimmung, ergo: manchmal vermisse ich sogar ein bisschen Drama

    Ich war grundsätzlich schon immer so, bis auf eine kurze, grüblerische Teenie-Phase
    Mornings are for coffee and contemplation.

  17. Enthusiast

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Ja, das ist bei mir auch der Fall, ich bin weniger schüchtern und perfektionistisch als früher (was tatsächlich auch einen gewisser Lerneffekt darstellt... in meinem Job musste ich ständig Vorträge vor Menschen halten und bin dann durch die Übung viel lockerer geworden.)

    Du meinst, du haderst mit beruflichen Entscheidungen im Nachhinein? Also ganz generell damit, welche Richtung du eingeschlagen hast oder day to day Entscheidungen/ Entscheidungen, die "nur" für drei Monate oder so Einfluss haben? Und warum bist du noch nicht über deinen Umzug an einen 500 m entfernten Ort weg (wenn ich fragen darf)? Fehlt dir immer noch das vorherige Umfeld?
    Das ist doch schon einmal super! Ich bewundere das immer sehr, wenn jüngere Frauen schon so selbstsicher auftreten, wie ich es erst viel später wurde, aber Hauptsache man kommt irgendwann da an, dass es besser wird...
    Puh ja, meine ganze Jobwahl hat mich inzwischen ziemlich desillusioniert, ich habe es wirklich bequem aber finde viel an dem Bereich an sich blöde, gleichzeitig denke ich aber auch, dass ich viel zu alt bin, um nochmal groß was zu ändern und wie gesagt ist es auch sehr bequem. Und dann denke ich wieder ich sollte das einfach weitermachen und meine Arbeitszeit reduzieren und mit der freien Zeit coole Sachen machen, aber das mache ich dann nie weil ich denke das Extrageld ist ja doch nett. Na ja, ich versuche es jetzt mit Babysteps in eine Richtung, die mich mehr interessiert... Beim Umzug weiß ich auch nicht. Ich habe noch mehr Heimatgefühl am alten Ort irgendwie, ich fahre häufig einen kleinen Umweg nach Hause, weil ich dann an meiner alten Station aussteigen kann und sich das irgendwie besser anfühlt, als den kürzeren Weg zu nehmen und direkt hier aus der U-Bahn zu kommen. Es ist halt echt albern wenn ich denke, wie ich früher alle zwei Jahre die Stadt oder teilweise auch das Land gewechselt habe.

    Was ist es denn an deinem Umzug, dass dich gefühlt die meiste Energie kostet? Und kannst du danach etwas entspannen?

  18. Urgestein

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Früher war ich fast durch und durch stoisch, das war auch nicht so gesund. Nach außen bin ich das immer noch ziemlich, hat Vor- und Nachteile. Ernsthaft dramatisch bin ich kaum bzw. die Schwelle dazu ist ziemlich hoch, aber ich habe und lebe mindestens so für mich, haha, mittlerweile mehr Emotionen.
    Ich bin recht isoliert aufgewachsen, hab aber vorher genug Sicherheit mitgekriegt, bin sicher auch von der Anlage eher ausgeglichen, meine Eltern tendenziell auch (obwohl man das bei meinen Großeltern eigentlich nur von einem Opa sagen kann) und mein Bruder auch und hab außerdem viel zu früh mir endlos Bücher über wirklich schlimme Sachen (Krieg, Flucht, Holocaust, Folter, Kinderprostitution und sowas) reingezogen, so dass ich da ehrlich gesagt etwas abgebrüht bin. Ich arbeite gut und gerne in der geschlossenen Psychiatrie, wo ja eben Leute sind, die krankhaft viel Drama haben, was sie krankhaft wenig kontrollieren können, ich bin da ein gutes Gegengewicht und lass mich auch nicht anstecken.

  19. Alter Hase

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Ich hab innerlich sehr viel drama, ich glaube, aus diesem Grund:

    Zitat Zitat von shine.on. Beitrag anzeigen
    mein ganzes leben war immer schon drama. ich war immer unsicher, hatte nie urvertrauen, musste auch immer viel alleine durchziehen (oder hab es eben gelassen) und ich fürchte, das trägt dazu bei, dass es immer und immer wieder drama geben wird. das liegt aber zu großen teilen an instabilen sozialen verhältnissen. sobald diese immer mal etwas fester waren, gab es viel weniger drama und ich war auch viel optimistischer und konnte viel mehr schaffen. ich glaube auch, dass das der schlüssel zu weniger drama ist. wenn viele sachen und säulen im leben unsicher sind, neigt man zu angst und angst führt zu panik und drama.
    Äußerlich, im Umgang mit anderen, kann ich mich meist beherrschen. Nur manchmal bricht es durch.

  20. V.I.P.

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    AW: Seid ihr dramatisch? Seid ihr weniger dramatisch als vor zehn Jahren?

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Das finde ich interessant. Also dass Kinder schon Dramaqueens sein können und auch, dass dein Freund da so anders ist als du.
    Wusste ich vorher auch nicht 😅
    Aber mein fast-6 jähriger ist sehr verkopft und ein starker Grübler (wie sein Papa).
    Ihm reicht nicht Plan A mit eventueller Option B.
    Er möchte Option C bis F auch noch durch exerzieren und wälzt sehr lange Probleme.
    Da komme ich gelegentlich an meine Empathie-Grenzen weil es meinem naturell so fern ist.

    Und nein nicht IT sondern Baubranche.

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