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  1. Ureinwohnerin

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    Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich bin ehrlich gesagt durch den Schläge-Thread drauf gekommen

    Einige schreiben dort, schon auch schwierig oder aufbrausend gewesen zu sein, als Kinder bzw. als Jugendliche.

    Wie ist das bei euch?
    Wie habt ihr euch selbst in Erinnerung und wie beschreiben andere euch?

    Habt ihr euch meist an Regeln gehalten oder seid ihr abends einfach länger weggeblieben, habt euch aus dem Haus geschlichen?


    Ich weiß noch, dass ich mit ungefähr zehn mit meiner Freundin lange Pläne geschmiedet habe, wie wir weglaufen können, weil wir uns so ungerecht behandelt gefühlt haben, obwohl wir immer brav waren
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  2. V.I.P.

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Bis ich so vier war, habe ich nur das allernötigste gesprochen, nicht mit anderen Kindern in Gruppen interagiert und saß am Rand und habe streng geguckt. Im Kindergarten ging ich nicht aus der Malecke raus, völlig egal, was irgendwer von mir wollte, oder was los war (es gab tatsächlich mal nen Autismus Test).
    Wütend wurde ich meistens nur in der Familie. Irgendwann wurde ich frecher. Aber ehrlicherweise war ich sau arrogant und hab meistens keinen Sinn darin gesehen mich mit den anderen zu umgeben. AUSSER ich mochte sie. Das war selten, dann aber um so mehr. Und dann habe ich nur Scheisse gebaut. (Alte Schuppen anzünden, auf der Bahnbrücke rumlaufen, abhauen... it was not always fun.)
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich war so richtig eklig besserwisserisch als Kind. Ich hatte kaum Interesse an anderen Kindern, habe mich aber stundenlang mit Erwachsenen unterhalten. (Die Erwachsenen waren Studis/ Kommiliton*innen meiner Mutter)
    Ich wollte insgesamt nicht viel machen (hohes Sicherheitsbedürfnis) und war immer zuhause und habe gelesen. Außerdem war ich, wie jetzt auch noch, ein sehr wütendes Kerlchen :') Und konnte von jetzt auf gleich einen Wutausbruch haben und alles zusammenschreien.

    Die Wut hat sich dann auch später auf verschiedene Art und Weise sehr Bahn gebrochen. Als Jugendliche hatten viele meiner Mitschüler*innen Angst vor mir und fanden mich "komisch". Gleichzeitig war ich aber auch recht beliebt, dann eher bei Leuten, die mich länger kannten (das ist ja jetzt auch noch so) und in der Schule typischerweise Klassenspreherin, Haussprecherin (im Internat) etc. und da auf recht erwachsene Art und Weise rebellisch (ich habe sozusagen früh angefangen, Interessen durchzusetzen und zu verhandeln etc.)

    Regeln gab es nie wirklich, daher kann ich nicht sagen, ob ich sie gebrochen habe. Ich durfte zuhause gehen und kommen, wann ich wollte. Ich habe in der Oberstufe ganz viel Schule geschwänzt zB., aber das war nicht verboten durch meine Mutter.
    Weglaufen wollte ich so zwischen 9-13 oft, aber das war eher so Aufmerksamkeitshascherei. ich habe es groß angekündigt, meine Mutter hat gesagt "na dann lauf mal los", dann bin ich manchmal irgendwohin gegangen, aber als es kalt oder dunkel oder so wurde, bin ich zurückgegangen.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  4. Member

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Nur Flausen im Kopf und andere dann dazu angestiftet. Die anderen Kinder mussten meinen Mist immer mit ausbaden

  5. Member

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    ich war immer total verängstigt und schüchtern und ruhig und habe mich nix getraut. angestiftet zu was habe ich nie, aber ich war immer das mitläuferkind. ich war aber auch extrem leichtgläubig und das hat wohl auch jeder gewusst, also gab's für mich auch meist die mildere strafe. wenn ich mich mal was trauen wollte, hieß es gleich nein bzw. drohungen wie "und wenn dir was passiert, heulst du wieder rum" das war so dermaßen standard, dass ich manchmal so getan habe, als würde ich mich über ein "nein" freuen. ich erinnere mich noch an eine szene, in der das auch so passiert ist, und meine mutter ist dann zu mir rüber und hat gesagt "hallo, ich hab NEIN gesagt?! " woraufhin ich halt gelächelt und gesagt hab, ja, ich weiß, also so wie immer. das hat sie dann wohl so getroffen, dass sie mir doch erlaubt hat, was auch immer ich da wollte. ich wollte aber selten was, weil mein vater sehr manipulativ/toxisch war. er hat mir immer zuschreibungen gemacht, sodass ich am ende dachte, ich wäre wirklich so. z.b. meinte er immer, ich soll jetzt mal nicht neidisch/gierig sein, sobald ich IRGENDWAS auch nur aus dem augenwinkel angeguckt habe. also da lag vielleicht ein quellekatalog und er hat sofort gesagt "jetzt sei mal nicht so gierig!!!!!" dadurch hab ich dann angefangen, reflexartig immer abzulehnen, wenn mir was angeboten wurde, auch essen oder getränke bei freunden/verwandten und so.

    als teenie war ich weiterhin so, glaube ich, aber ich wurde auch jahrelang gemobbt und hatte null selbstbewusstsein/selbstwertgefühl. wenn ich dann mal was verbockt habe, ist für meine mutter immer die welt untergegangen und die ganze woche war quasi im eimer. meist stand das halt in keinem verhältnis zu dem, wie ich sonst war. ich wurde immer als "pflegeleicht" bezeichnet, aber sobald ich einen fehler gemacht habe, ist die welt untergegangen und ich war das schlimmste kind überhaupt und mache ständig alles falsch. :')

    das alles hat sie heute natürlich selektiv vergessen.
    das macht mich traurig und wütend und hungrig.

  6. V.I.P.

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich war als Kind sehr ruhig, introvertiert und eher brav. Nur Fluchtversuche habe ich gerne früh unternommen, da bin ich mit meinem Fahrrad aus dem Dorf raus "in die weite Welt", obwohl ich das nicht durfte. Wurde aber meistens recht schnell wieder eingefangen. Als ich mich bei einem dieser Versuche verirrt habe, war meine Motivation dann aber eh ziemlich gedämpft

    Ich hatte auch eher wenige Regeln als Jugendliche. Ich war zwar meistens die Jüngste, durfte aber am meisten. Ich hab das aber nicht übermäßig ausgenutzt, am ehesten noch durch ziemlich viel Abwesenheit in der Schule, aber ich hab das schon sehr selektiv in den Fächern eingesetzt, wo das keine großen Auswirkungen hatte.

    Zu Studiumszeiten war wohl meine extrovertierteste Zeit, aber auch da war ich eher... also ich hab mich schon in allerlei Hinsicht ausgetobt, aber man musste sich als Familie/Freunde nie ernsthaft Sorgen um mich machen, glaube ich.

    If it's not forever, if it's just tonight
    Oh, it's still the greatest, the greatest, the greatest



  7. Get a life!

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    ich kann mich nicht mehr dran erinnern wie ich als kind/teenager so war... diese erinnerungen wurden afgrund eines einschnitts im leben als ich 14 war quasi gelöscht.

    jedenfalls weiß ich aus erzählungen, dass ich bis die grundschule losging ein sehr aufgewecktes, lebhaftes kind war, immer am singen, tanzen und rumhopsen (darum fing ich auch mit dem altern schon früh mit klavierspielen und ballett tanzen an). als dann die erste klasse losging veränderte ich mich gänzlich. ich war plötzlich sehr in mich gekehrt, sagte kaum noch etwas etc... bis sich dann herausstellte, dass diese verhaltensveränderung mit der damaligen lehrerin zu tun hatte. es war einfach eine hexe, sie sagte über einige schüler eben dass sie dumm seien etc... als meine eltern das checkten was abging bei dieser frau nahmen sie mich aus dieser ersten klasse raus und ich machte die erste klasse nochmal (der gag: nach mir machte ca ein drittel der damaligen klasse die erste klasse nochmal...^^). die beiden zeugnisse meiner beiden ersten klassen lesen sich wie als wären sie die zeugnisse von zwei völlig verschiedenen kindern...
    ich glaub ganz erholt hab ich mich davon allerdings nicht, weil im gymnasium dann kam mobbing auf mich zu und es war auch alles scheiße. und dann war ich 14 und mein leben/ mein wesen hat sich komplett ausgeblendet und nur noch versucht halbwegs zu funktionieren. mit einem schlag musste ich erwachsen sein, hatte viel mit mir selbst zu kämpfen, aber durfte nicht kämpfen... vieles rauschte an mir einfach so irgendwie an mir vorbei, es gab einige tiefe phasen, aber ich hab kennengerlent wie stark ich bin, wie stark ich sein kann und egal was kommt aushalte.


    Deine Mudder is Admin bei BYM.de!!!


    Asselkot ist sehr beliebt bei Regenwürmern!


    ich bin der restefick deiner icqliste^^

    "Sag zum Abschied leise
    Fick dich."






  8. Addict

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich war gleichzeitig ängstlich und abenteuerlustig, ich habe mich total viel nicht getraut was für andere Kinder normal war (Kettenkarussell zum Beispiel habe ich mich ewig nicht getraut), andererseits bin ich immer bis ganz weit oben auf Bäume geklettert, in irgendwelche Höhlen gekrochen und war überhaupt nicht schüchtern mit Fremden zu sprechen. Es gibt ein lustiges Foto wo ich auf dem Schoß vom Nikolaus sitze während mein großer Bruder sich hinter der Mama versteckt.

    Ich glaube in der Schule war ich anfangs ziemlich ruhig und verschlossen, bis ich gemerkt hab dass ich mit Kaspereien gut ankomme, seitdem war ich irgendwie immer der freche Klassenclown.

    Als Teenager war ich wahnsinnig engagiert und nahm alles unfassbar wichtig, und war weiterhin total abenteuerlustig, ich hätte am liebsten dauernd nur im Freien geschlafen und wollte immer quer durch den See ans andere Ufer schwimmen obwohl das ganz schön weit war ...

    Regeln gab es bei uns zuhause wenige, wir durften irgendwie alles.

  9. Regular Client

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich war ein unfassbar arrogantes und selbstverliebtes Kind und hielt mich für die absolute Krönung der Schöpfung. Ich hab mich auch immer als wesentlich besser aussehend, schlanker usw. empfunden als ich war. Es war wahrscheinlich nicht zuträglich dabei, dass meine Familie mich für super-hyper-intelligent gehalten hat wegen Hyperlexie. Mir wurden deshalb auch viele Sachen zu lesen gegeben, für die ich eigentlich noch gar nicht die geistige Reife hatte, ich dachte aber natürlich selbst, ich hätte sie (Merke: nur, weil man etwas perfekt zitieren kann, hat man es noch lange nicht verstanden)

    Hinzu kam eine übergriffige Doppelmoral, also ich wollte z.B. Familienmitglieder nicht umarmen, hab aber versucht, anderen Kindern in meinem Alter Körperkontakt aufzuzwingen.

    Gleichzeitig hatte ich aber auch vor mega vielen Sachen Angst (insbesondere vor allem, was weh tut) und meine Eltern hatten vor noch mehr Sachen Angst in Bezug auf mich. Zum Beispiel durfte ich kaum irgendwo alleine hin. Selbst mit 18 haben meine Eltern noch riesige Panik geschoben, mich tausendmal angerufen, wenn ich unterwegs war und sind mich unter anderem auch suchen gefahren. Mein Vater ist meistens nicht schlafen gegangen, bis ich zu Hause war, auch wenn das erst mitten in der Nacht war oder so.

    Wutausbrüche hatte ich auch, sehr schlimme, hab auch andere körperlich angegriffen. Und wollte immer alles wissen, ich hab mich immer sofort ausgeschlossen gefühlt, wenn mir irgendeine Information verweigert wurde - auch bei Sachen, die mich wirklich einfach mal nichts angingen. Heute kann ich nachvollziehen, dass ich damit Verhaltensweisen meiner Eltern gespiegelt habe (mein Vater hat Panikattacken, die sich in unglaublichen Wutanfällen äußern und meine Mutter will immer alles über jeden wissen). Damals wurde mir aber immer nur zu hören gegeben, dass ich nicht normal sei - sowohl in der Familie als auch von der Peer Group, deren "Normal" auch jeweils anders war.

    So im älteren Teenageralter, ungefähr von 16-20, hab ich dann versucht, das zu werden, was ich unter "normal" verstand, was bedeutete, dass ich mich ständig irgendwohin selbst einlud, denn normale Leute haben nunmal viele Freunde und ich hatte so gut wie keine

    Also ich glaub, zusammenfassend war ich echt eine der nervigsten Personen überhaupt und es ist wahrscheinlich so ziemlich jeder, der mich kannte bevor ich so 20 war, mehr als nur froh, mich los zu sein
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  10. Regular Client

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    oh sakamoto, das klingt wahnsinnig harsch. dein jüngeres ich tut mir richtig leid.

  11. Urgestein

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ja, ich glaube auch, dass du deinem jüngeren ich da Unrecht tust. Ich kenne kein Kind/ keine*n Jugendliche*n, das/die/den ich so umfassend negativ bewerten würde (und kenne über meinen Beruf ja sehr viele).

  12. Regular Client

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Ja, ich glaube auch, dass du deinem jüngeren ich da Unrecht tust. Ich kenne kein Kind/ keine*n Jugendliche*n, das/die/den ich so umfassend negativ bewerten würde (und kenne über meinen Beruf ja sehr viele).
    Ich tu mich einfach sehr sehr schwer damit, da irgendwas positives drin zu finden. Also rein kognitiv weiß ich halt, dass ich nicht sehr viel dafür konnte, weil es halt vom Umfeld in diese Richtung beeinflusst wurde. Aber gleichzeitig ist da auch die Gewissheit, dass (insbesondere seitens Peer Group) anders auf mich reagiert worden wäre, wenn ich mich anders verhalten hätte.

    Ich hab auch immer noch große Probleme damit, dass ich jetzt als Erwachsene sehr vieles entsprechend überkompensiere. Also ich spreche so gut wie nie Leute irgendwie aktiv an und ich stelle auch fast nie weitergehende Nachfragen, weil ich befürchte, dass die Person dann sauer ist. Mir erschließt sich vieles aber auch sehr schnell, d.h. ich "weiß" einiges im Prinzip auch oft ohne Nachfragen, aber mein Gegenüber bekommt das oft nicht mit und hat stattdessen den Eindruck, ich hätte kein Interesse an ihm
    Und ich bin wirklich NIE wütend auf andere (außer meinen Eltern gegenüber ), werde nie laut etc., wahrscheinlich in einem Umfang, der schon nicht mehr ganz gesund ist.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  13. Foreninventar

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich war nicht anders als heute, nur schlimmer. Detaillierter mag ich es öffentlich gerade nicht schreiben
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  14. Urgestein

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich kenne ja auch Kinder, die in die von dir beschriebene Richtung gehen (also sehr von sich überzeugt, "neunmalklug", von oben herab) und finde die trotzdem meistens ganz witzig und nett. Die einzelnen Eigenschaften würde ich jetzt auch nicht speziell positiv bewerten, aber ein Mensch ist ja mehr als die Summe seiner offensichtlichen Eigenschaften (und du selbst hast ja sicher auch nicht alle Eigenschaften von dir überhaupt bewusst mitbekommen, da sind garantiert auch positive dabei gewesen).

  15. Urgestein

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    Ich war nicht anders als heute, nur schlimmer.
    Aber das ist ein sehr cooles Zitat
    (Bei mir übrigens genauso.)
    there is a crack in everything
    that's how the light gets in

  16. Member

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Zitat Zitat von Sakamoto Beitrag anzeigen
    Mir erschließt sich vieles aber auch sehr schnell, d.h. ich "weiß" einiges im Prinzip auch oft ohne Nachfragen, aber mein Gegenüber bekommt das oft nicht mit und hat stattdessen den Eindruck, ich hätte kein Interesse an ihm
    woah, so geht es mir auch oft! ich hab immer angst nachzubohren und neugierig zu sein, oder dass die leute sich gezwungen fühlen, mir dinge zu verraten, die sie gar nicht verraten wollen. bzw. auch hören zu müssen "jetzt sei nicht so neugierig " weil ich mit dieser form von ablehnung/maßregelung gar nicht klarkomme. eine freundin meinte letztens im gespräch, sie kriegt nächstes semester weniger bafög, woraus sich mir erschloss, sie hat die aufnahmeprüfung zum master bestanden und studiert nächstes semester also weiter. später im gespräch meinte sie dann, sie hat die prüfung übrigens bestanden, woraufhin ich erst mal erklären musste, wieso ich das schon wusste und nicht weiter nachgefragt habe..
    das macht mich traurig und wütend und hungrig.

  17. Member

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Zitat Zitat von MEERESBEWOHNER Beitrag anzeigen
    oh sakamoto, das klingt wahnsinnig harsch. dein jüngeres ich tut mir richtig leid.
    Das dachte ich auch. Hallooo, Selbstliebe und inneres Kind? Von Doppelmoral, weil ein Kind bestimmte Leute nicht umarmen mag (und sich bei anderen über Grenzen hinwegsetzt), würd ich auch nicht sprechen.

  18. Urgestein

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Ich hatte alle Freiheiten, als Kind war ich viel krank mit Nasenohren, also anstrengend. Danach ging es. Durfte viel, mit 13 allein auf Konzerte, mit der Bahn in andere Städte usw. Vorher hat meine Mutter mich überall hingebracht. Ab 14/15 war ich dann richtig feiern und durfte weg solange und wie ich wollte. War unkompliziert. Gab ja keine Regeln, die ich brechen konnte. Ich war aber bis auf Alkohol superbrav, kein Rumgevögel, keine Drogen, guter Freundeskreis, der selbe, den ich immer noch habe. Musste nie rebellieren. Meine Jugend ab 15 hab ich hauptsächlich mit den Briten hier verbracht im Camp und in Clubs, danach bin ich mehr in die Gruftiszene gekommen, war ne entspannte Zeit mit Konzerten, Kultur, auch viel Feiern. Meine Mutter ist super und hat mir immer vertraut was sowas angeht.

  19. Alter Hase

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Als Kind:

    "Lieb", vielleicht sogar überangepasst, sehr viel für mich gemalt, hauptsächlich Prinzessinnen, gebastelt, gespielt, stundenlange Dialoge mit meinen Puppen, den Schmuck und die Knöpfe meiner Mutter viel sortiert, später eigene Klamotten und "Modekataloge" entworfen und genäht, gut in der Schule, aber eher ruhig, erste intensivere Freundschaften ab der 3, 4. Klasse.

    Ich war emotional gesehen Spätzünder und war im Prinzip bis 13, 14 richtig Kind, hab teilweise auch noch mit 13 Puppen gebastelt etc. Jungs auch nur küssen hätte mich komplett überfordert.

    Als Jugendliche:

    Eigentlich immer noch "lieb" und umkompliziert, meine kleinen rebellischen Anwandlungen waren voll im Rahmen, hab mir dann die Haare rot gefärbt und mir Second-Hand-Klamotten besorgt und dann auch mal bei Weggehen abends eine Zigarette geraucht, die mir im Prinzip aber nicht geschmeckt hat.

    Mit 15, 16 habe ich auf einmal gemerkt, dass ich mit Jungs flirten kann. Auf dem Frankreich-Austausch mit 16 der erste Joint und Thibeau. Alles sehr aufregend. Ab 16, 17 war ich dann ziemlich selbstständig, hab Jugendfreizeiten mitgemacht, war für ein paar Monate in England, hab eine andere Freundin in den USA besucht. Großer Freundeskreis, hab dann auch Schülervertretung gemacht und hatte größtenteils eine gute Zeit in der Oberstufe.

  20. Senior Member

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    AW: Wie wart ihr als Kinder/Heranwachsende?

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    Ich war nicht anders als heute, nur schlimmer.
    Die perfekte Zusammenfassung.
    Trifft aber wahrscheinlich auf die meisten Menschen zu, oder? Man entwickelt sich weiter, aber man bleibt doch immernoch die gleiche Person. Ob schlimmer oder besser ist Ansichtssache, aber dass Meschen sich komplett um 180° drehen kommt doch eher selten vor.

    Ich war jedenfalls als Kind so, wie ich eigentlich immernoch bin, nur extremer.
    Ich war immer sehr ruhig, schüchtern und unsicher. Habe am liebsten alleine gespielt und, als ich das dann konnte, gelesen. Ich habe schon sehr früh vermittelt bekommen, dass ich so, wie ich war, nicht richtig war. Dass irgendwas mit mir nicht stimmt und das besser keiner merken sollte, und ich glaube, das bin ich nie so richtig losgeworden.
    Ich habe dann versucht, so zu sein, wie ich sein sollte: mutiger, extrovertierter, sportlicher. Und weil das nicht so gut geklappt hat habe ich mich immer mehr zurückgezogen.
    Als Teenager war ich dann extrem rebellisch. Also genauso wie vorher auch, nur mal das entgegengesetzte Extrem ausgelebt.
    i expect to find him laughing

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