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Thema: wahlnacht usa

  1. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Schnelmi Beitrag anzeigen
    Und warum Trump bei den armen Minderheiten teilweise zugelegt hat, ist sicher auch eine Folge Coronas, weil einfach viele Menschen Angst haben, ihren Job durch härtere Maßnahmen zu verlieren. Bin mir ziemlich sicher, dass corona nicht nur ein Argument war, um biden zu wählen, sondern auch, um ihn nicht zu wählen.
    Ich habe einen ziemlich interessanten Twitter-Thread dazu gelesen, wieso Trump unter LateinamerikanerInnen so zugelegt hat: Es gab sehr zielgerichtetes Targeting auf diese Gruppe, dass Biden für Sozialismus (und damit Kommunismus) steht. Das hat diesen Bevölkerungsgruppen, die vor kommunistischen Regimes geflohen sind und alle in ihren Familien Angehörige und Freunde an sie verloren haben, ziemlich tiefe Ängste hervorgerufen, weshalb Trump die einzige mögliche Wahl war.
    Hochtechnologie in modernen Küchen treibt immer mehr unfähige Frauen ins Berufsleben.

  2. V.I.P.

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    AW: wahlnacht usa

    Ich halte das Gerede von "wir hätten eine bessere Kandidatin verdient" ehrlich gesagt für extrem naiv und gefährlich.
    Nochmal, 2016 hat sich das Sander Lager damit selber in die Scheiße geredet, in dem sie das "Pest oder Cholera" Thema vor sich hergetrieben haben.

    Überhaupt derartige Vergleiche zu ziehen, während man Trump vor der Brust hat, ist was schon gemeingefährlich.

    Ich kann einfach nicht fassen wie "wir streiten uns untereinander" der Linken überhaupt noch ein Thema sein kann. Hat nie funktioniert, und funktioniert auch nicht jetzt. Weiterhin sitzen wir mit großen Augen da und fragen uns wie das möglich sein kann.


    Wieso so viele Leute Fachos für den richtigen Weg halten, konnte und kann man in Europa schon nicht richtig beantworten, wieso sollte das in den USA besser gehen.
    Ich halte die Analysen sowieso für zu bildungselitär geprägt.
    Da gehen sehr belesene Leute noch davon aus, die Leute wüßten konkret vor welchen politischen Systemen sie da geflüchtet sind, oder würden Biden für den nächsten Castro halten.
    Ich denke das einfach Bild von "ich gebe euch viel und dann seid ihr glücklich" reicht schon sehr konkret aus. Die Sprache der chronisch unzufriedenen zu sprechen und sich als einer von ihnen zu präsentieren, funktioniert auch hierzulande sehr sehr gut.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. Addict

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    AW: wahlnacht usa

    .
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  4. Member

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Slimma Beitrag anzeigen
    Was für eine gehässige Bemerkung!
    Könnte von Trump stammen.
    Sei froh, wenn duuuuuu nicht dement bist, was ich mal hoffe ...
    Sehe ich auch so.
    Ich fand ihn in seiner Rede geistig hellwach.
    Manche bauen halt schon mit 60 ab, andere sind noch mit 90 geistig fit... siehe Helmut Schmidt.
    Trotzdem kann man ja mal über eine Alters-Obergrenze diskutieren...

  5. Get a life!

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Tinelli Beitrag anzeigen
    Ich habe einen ziemlich interessanten Twitter-Thread dazu gelesen, wieso Trump unter LateinamerikanerInnen so zugelegt hat: Es gab sehr zielgerichtetes Targeting auf diese Gruppe, dass Biden für Sozialismus (und damit Kommunismus) steht. Das hat diesen Bevölkerungsgruppen, die vor kommunistischen Regimes geflohen sind und alle in ihren Familien Angehörige und Freunde an sie verloren haben, ziemlich tiefe Ängste hervorgerufen, weshalb Trump die einzige mögliche Wahl war.
    Sowas hatte ich auch gelesen (da ging’s aber auch noch im Bay of pigs, direkt bezogen auf Exil-kubaner*innen). Zeigt aber auch genau das, dass die USA einfach nicht mit deutschen Maßstäben vergleichbar sind, weil ich persönlich nicht glaube, dass hier irgendeine*r der Meinung ist, dass biden für Sozialismus steht. Und genau deshalb kann man nicht ernsthaft glauben, dass ein*e deutlich weiter links-gerichtete*r kandidat*in wirklich mehr Chancen gehabt hätte (wir sollten nicht vergessen, dass auch Trump von mehr Leuten als je zuvor gewählt worden ist). Glaube aber trotzdem auch, dass die Maßnahmen für corona durchaus eine Rolle spielen (so wie es auch hier für viele ist).

    ich sehe das wie Sarah, mich nervt es schon wieder, dass die Linke sich nicht lieber weiter darauf konzentriert, Leute wieder mitzunehmen und sich stattdessen jetzt schon, da biden nicht mal offiziell President-elect ist, darüber aufregt, dass er nicht der richtige ist. Vielleicht sollten wir ihn erstmal machen lassen und dann berechtigt kritisieren. Es ist echt ein klassisches Problem der linken und ich verstehe die fehlende Solidarität nicht. Ich finde es zb. auch echt schade, Kamala Harris als nicht cool genug zu bezeichnen. Vielleicht sollte man erstmal anerkennen, dass es ein echter Schritt in die Zukunft ist, dass eine poc-Frau mit Einwanderer-Wurzeln jetzt das Amt der Vizepräsidentin übernimmt. Das allein ist doch schon cool. Wie ich schon im corona-Thread schrieb, wieso kann man das nicht differenziert betrachten und Leistungen und Meilensteine bewundern und respektieren? Das bedeutet doch nicht, dass man hinter allem steht, was sie tut und das kritikfrei so hinnimmt (aber wie gesagt, vielleicht erstmal gucken, was passiert).

    gmitsch gmatsch gmotsch

  6. V.I.P.

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    AW: wahlnacht usa

    danke schnelmi, was ganz ähnliches wollte ich gerade schreiben.
    wtf, "ich will eine COOLE woc?"
    ich finde sie eigentlich ziemlich sehr cool, nicht zuletzt aufgrund der tatsache, es unter den voraussetzungen in dieses amt geschafft zu haben. auch wenn ich nicht in jedem punkt mit ihrem programm übereinstimmen würde.
    das finde ich sowieso ein sehr seltsames, aber leider immer häufiger anzutreffendes verständnis von politik heutzutage: politische inhalte mit dem wahlkreuz "bestellen" zu wollen, auf dem silbertablett, und zu keinen kompromissen bereit zu sein. sowohl von rechts als auch von links, übrigens.
    was häufig hinausläuft auf: wenn mir inhalte nicht zu 100% passen, wähl ich lieber gar nicht, oder vielleicht doch mal "aus protest" extrem?
    erinnert mich auch sehr an diese unsägliche "pest oder cholera"-diskussion beim thema macron vs. le pen.
    Geändert von selma_ (08.11.2020 um 17:19 Uhr)
    there is a crack in everything
    that's how the light gets in

  7. Enthusiast

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Slimma Beitrag anzeigen
    Was für eine gehässige Bemerkung!
    Könnte von Trump stammen.
    Sei froh, wenn duuuuuu nicht dement bist, was ich mal hoffe ...
    Naja, es gibt doch mehr als genug Aufnahmen, in denen er Schwester und Frau, Sohn und Enkelin verwechselt und so weiter. Alles fake und von Trumps Leuten nachvertont?

    (Ich werde sicherlich auch mal dement, da Großmutter und Mutter schwer betroffen waren. Und nu? Darf ich jetzt offener darüber sprechen? Mit fast 80 würde es mich eben nicht wundern, wenn er betroffen wäre.)
    Geändert von Nutra (08.11.2020 um 17:40 Uhr)

  8. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Schnelmi Beitrag anzeigen
    weil ich persönlich nicht glaube, dass hier irgendeine*r der Meinung ist, dass biden für Sozialismus steht.
    Ach, so ein paar Hanseln denken das bestimmt. Halt alle die, für die merkel schon linksgrünversifft ist.


    Jemand "cooles" brauche ich auch nicht zwingend in der Politik.
    Aber man kann doch Wünsche haben, obwohl man froh über trumps Abwahl ist?
    Und zum beispiel eben auch darüber sprechen, dass Harris' wahlkampf sehr viel über die POC-Schiene gelaufen ist, aber gerade bei der Bevölkerungsgruppe ihre Politik auch reingehauen hat.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  9. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    also für mich heißt "cool" einfach nur deutlich weiter links und nicht auf "america first"-kurs. aber so jemand wird weder gewählt noch könnte diejenige die amerikaner da abholen, wo sie jetzt sind, denke ich.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  10. V.I.P.

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    AW: wahlnacht usa

    Deshalb überflüssige Diskussion.
    Die Priorität war den Irren abzuwählen, und das hat nur knapp funktioniert.
    Und immerhin mit einer Frau als Vize.

    Ja, das ist nicht viel. Aber ihr habt euch schon mal auf der Welt umgeschaut wie beschissen es noch sein kann.

    Unser eigenes Land ist ein schönes Beispiel. Wir werden unsere nächsten Jahre mit entweder Merz oder Söder verbringen. Wer redet hier denn noch von "cool"?
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  11. Get a life!

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    AW: wahlnacht usa

    Ich meinte mit „hier“ dieses Forum. Ich hab auch nicht gesagt, dass man nicht kritisieren darf, klingt für mich aber oft undifferenziert (deshalb sage ich ja, dass man gleichzeitig Leistungen anerkennen und kritisieren kann, das schließt sich nicht aus). Ich bin mir auch ganz ehrlich nicht sicher, inwieweit ich als weiße Frau überhaupt darüber urteilen darf, ob Kamala Harris jetzt cool genug ist, um die poc-Community zu vertreten. Nochmal, der entscheidende Punkt ist, dass verdammt viele Menschen Trump gewählt haben und dass die Linke sich lieber erstmal selbst zerfleischt, bevor irgendwer in ein Amt getreten ist, ist ziemlich stellvertretend für die Art, wie die Linke oft untereinander miteinander umgeht und es hilft nicht dabei, wähler*innen zu generieren.

    gmitsch gmatsch gmotsch

  12. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    Aber ey sorry. ‚Die Linke zerfleischt sich‘. Biden/Harris sind nicht links. Sie sind neoliberal. Und ja, natürlich haben die hart dafür gearbeitet, dass sie es jetzt werden und nicht mehr Trump/Pence. Gut. Wunderbar dass das geklappt hat. Aber gerade jetzt muss eine amerikanische Linke sie ganz genau beobachten und auf jeden Fall Forderungen stellen. Sonst bleibt vieles gleich. Nur mit nem netteren Ton.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  13. Get a life!

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Aber gerade jetzt muss eine amerikanische Linke sie ganz genau beobachten und auf jeden Fall Forderungen stellen. Sonst bleibt vieles gleich. Nur mit nem netteren Ton.
    Ja das sag ich doch? Differenzierte Kritik mit Basis (also auf Basis der Politik, die da praktiziert wird und NOCH wird sie nicht praktiziert) fordere ich doch hier. Trotzdem ist ein entscheidender Faktor, was „links“ sein in Europa und im Gegensatz in den USA bedeutet und das sollte man nicht vergessen.

    gmitsch gmatsch gmotsch

  14. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    Ach doch, das geht natürlich schon los. Biden hat doch bereits eine Corona-Taskforce berufen usw.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  15. Get a life!

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    AW: wahlnacht usa

    Na ja er kann ja viele task forces berufen, das hat doch keine Aussagekraft, wenn er noch gar keine Macht hat, irgendwelche Aktionen durchzuführen. Ich würde sagen, der 1. entscheidende Akt wird eher das Kabinett. Das wird uns wohl eher die Richtung anzeigen (und mit Mitch McConnell wird die marschrichtung recht klar sein, weil die ja das Kabinett durchwinken müssen).

    gmitsch gmatsch gmotsch

  16. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    „ One of the most critical groups against Harris have been black feminists, who reject any white supremacist notion of ‘carceral feminism’ which sees placing people in cages as a solution to anything“

    Kamala Harris is a cop. It'''s not racist to say that | The Independent
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  17. Ureinwohnerin

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von Schnelmi Beitrag anzeigen
    Na ja er kann ja viele task forces berufen, das hat doch keine Aussagekraft, wenn er noch gar keine Macht hat, irgendwelche Aktionen durchzuführen. Ich würde sagen, der 1. entscheidende Akt wird eher das Kabinett. Das wird uns wohl eher die Richtung anzeigen (und mit Mitch McConnell wird die marschrichtung recht klar sein, weil die ja das Kabinett durchwinken müssen).
    da hat er doch in seiner Rede was in der Richtung von "meine Regierung wird so [divers] aussehen wie das amerikanische Volk" gesagt, oder? Ich bin auch mal sehr gespannt.

  18. Senior Member

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    AW: wahlnacht usa

    Oh Mann, ey.
    Natürlich ist Biden nicht der Heilsbringer, und auch innerhalb der demokratischen Partei wohl eher der kleinste gemeinsame Nenner, mit dem man sich noch einen Wahlsieg vorstellen konnte. Und klar ist "Hauptsache nicht Trump" nicht gerade eine riesige Errungenschaft, aber genauso sieht's eben aus.
    Es ist nicht perfekt, aber die absolut lupenreine in jeder Hinsicht vollkommene Präsidentschaftskandidatin soll mir auch erstmal einer zeigen.
    Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich die gesamte Weltpolitik wieder entspannen wird. Ist es wirklich zuviel verlangt, sich darüber wenigstens ein paar Stunden lang einfach nur zu freuen?
    i expect to find him laughing

  19. Foreninventar

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von rubysoho Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich zuviel verlangt, sich darüber wenigstens ein paar Stunden lang einfach nur zu freuen?
    Jubilant Reaction To Trump Defeat Quickly Soured By News Of Biden Win
    over and out into the wild

  20. Member

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    AW: wahlnacht usa

    Zitat Zitat von rubysoho Beitrag anzeigen
    Oh Mann, ey.
    Natürlich ist Biden nicht der Heilsbringer, und auch innerhalb der demokratischen Partei wohl eher der kleinste gemeinsame Nenner, mit dem man sich noch einen Wahlsieg vorstellen konnte. Und klar ist "Hauptsache nicht Trump" nicht gerade eine riesige Errungenschaft, aber genauso sieht's eben aus.
    Es ist nicht perfekt, aber die absolut lupenreine in jeder Hinsicht vollkommene Präsidentschaftskandidatin soll mir auch erstmal einer zeigen.
    Ja, selbst der vermeintlich perfekte Präsident Obama war nicht der erhoffte Heilsbringer und blieb hinter den Erwartungen. Die USA sind halt einfach eine riesige Volkswirtschaft, die muss man erstmal regieren. Für die transatlantischen Beziehungen zu uns Europäern sind viele innenpolitische Aspekte eh nicht relevant.

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