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  1. Fresher

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    Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich habe vor kurzem im hr einen Podcast gehört, zum Thema Musikgeschmack, Spotify und das veränderte Verhalten. Mich würde mal interessieren, wie das bei euch ist. Hört ihr nur noch Playlists und damit mehr oder weniger Hits? Hört ihr noch ganze Alben? Seht ihr Spotify als Bereicherung oder Ärgernis?


    Bei mir ist es so, dass ich schon mehr Playlists höre und viel mehr unterschiedliche Musik als früher, einfach weil es sie gibt. Das hat aber den Vorteil, dass ich auch mehr Musik kennengelernt habe und mein Geschmack sich dadurch breiter aufgestellt hat. Früher musste man sich ja Musik meistens kaufen, da blieb man eher bei den "bekannten" und liebgewonnen Bands. Aber ich höre auch seltener Alben ganz und habe manchmal ein schlechtes Gewissen, den Bands gegenüber, weil ich nicht ihr "ganzes Werk" höre, sondern Songs, die andere als "Hits" definiert habe. Ich bin da zwiegespalten. Definitiv liebe ich es aber, einfach genau das hören zu können, was ich in dem Moment hören möchte. Auch wenn es mal ganz alte Songs sind aus der Jugend. Es ist nur noch ein Click entfernt. Die Musiker verdienen an mir immer noch Geld, aber überwiegend an Konzerten und Merch, wobei das mit kleinen Kindern zwangsläufig auch nachgelassen hat.

  2. V.I.P.

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    ich höre schon noch viel alben - gerade auch wenn mir auf einer playliste etwas besonder gefällt, gehe ich aufs ganze album.

    find es in summe eher positiv, dass ich dank spotify so schnellen und guten zugriff habe
    juhr so butäfull


    "Über Musik zu reden, ist wie über Architektur zu tanzen"

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    ich weiß nicht, ob es sich durch Spotify stark geändert hat. Ich höre eigentlich keine Playlists, sondern gezielt die Sachen, die ich hören möchte. Manchmal läuft dann ne Playlist durch, aber da war bisher ein Künstler drauf, den ich seitdem öfter höre. Ansonsten ist das für mich wie Radio.

    Ich nutze Spotify aber auch relativ selten, ein paar Mal im Monat.
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    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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  4. Senior Member

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich höre i.d.R. weder Alben noch Playlists, sondern nur Künstler (und das sind dann Bands, die ich schon seit Jahrzehnten höre, da ich scheinbar nicht weiterentwicklungsfähig bin).
    Playlists höre ich nur, wenn wir z.B. draußen sitzen und eine Hintergrunduntermalung brauchen.

  5. Member

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich höre nur Playlists, aber selbst erstellte.
    Also ich mache mir eine pro Jahreszeit, und da füge ich in der Zeit auch hin und wieder Lieder hinzu. Das ist dann auch hauptsächlich Unbekanntes, bzw keine mainstream hits.
    Plus ich erstelle auch immer eine je Urlaub.

    Ich würde sagen, mein Musikgeschmack hat sich nicht groß verändert, Alben habe ich auch ohne Spotify schon eher selten gehört.

  6. Fresher

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich habe früher viele CDs gekauft und höre mir heute zwar immer noch ein ganzes Album an, wenn es neu erscheint, aber merke, dass ich die Alben nicht mehr so intensiv höre wie früher und einem Song vielleicht keine dritte oder vierte Chance mehr gebe.

    Ansonsten erstelle ich selber viele Playlists, eigentlich immer eine Monatsplaylist mit meinen Neuentdeckungen und dann noch Playlisten nach Genre. Mein Musikgeschmack ist durch Spotify aber v.a. auch durch YouTube viel diverser geworden, weil ich früher auf viele Songs schlichtweg keinen Zugriff gehabt hätte (darunter sind dann auch viele Songs, die man wohl als obscure bezeichnen muss und die auch auf YT wenige Klicks haben, weil es Sammlerstücke sind). Außerdem höre ich noch Remixes auf Soundcloud und finde da auch das ein oder andere Juwel, aber leider wird ja häufig die Track ID nicht angegeben.

    Dass man dabei von Algorithmen abhängig ist sehe ich ein wenig zwiegespalten, denn man muss ja bereits wenn man nach neuer Musik sucht über genügend kulturelles Kapital verfügen, um dann via Algorithmus auf weitere Songs aufmerksam gemacht zu werden. Wer hat dem wird gegeben. Insofern könnte man provokant die These formulieren, dass sich soziale Ungleichheit durch Algorithmen potenziert und dieser demokratische, freie Zugang zur Musik letztendlich eine Illusion darstellt.

  7. Regular Client

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Zitat Zitat von eatmyshorts Beitrag anzeigen
    ich höre schon noch viel alben - gerade auch wenn mir auf einer playliste etwas besonder gefällt, gehe ich aufs ganze album.

    find es in summe eher positiv, dass ich dank spotify so schnellen und guten zugriff habe
    Ja. Ich höre auch viel altes von früher, da dann auch die ganzen Alben durch.

    Ich guck auch öfter mal auf Youtube die Videos von mir neuen Künstler*innen an und komme dann von einem zum nächsten, und gehe dann wieder auf Spotify um mir das Album anzuhören.
    let the good times roll.

  8. V.I.P.

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Spotify läuft quasi dauerhaft und ist eine unglaubliche Bereicherung für mich. Ich starte für gewöhnlich mit Playlists und schiele dann hin, wenn mir etwas besonders gut gefällt. Sobald ein Künstler das zweite Mal im Sichtfeld auftaucht lande ich dann auch bei den Alben und habe inzwischen eine wirklich große Liste mit Künstlern im Kopf, für die ich auch Tickets (und dann natürlich auch Merch vor Ort) kaufen würde, sollten sie sich mal in meine Gegend verirren.

    CD's fand ich früher immer viel zu teuer (also für mich), so dass ich wirklich nur die Künstler gekauft habe, die ich zu 100% toll fand und ich finde es ganz, ganz großartig, mein Spektrum inzwischen sooooo arg erweitern zu können

  9. Regular Client

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    ich habe viele eigene playlists und erweitere die ständig. mir macht es auch total spaß, welche für mir nahestehende menschen zu basteln.
    habe aber auch schon als jugendliche ständig mixtapes gemacht, das ist ein ganz großes hobby von mir.

    spotify empfinde ich als RIESIGE bereicherung. oft suche ich gezielt nach potentieller neuer lieblingsmusik mittels "was anderen fans gefällt" oder genre-playlists.
    ich habe durch spotify so viele extrem tolle künstler*innen kennengelernt, die ich sonst nie gefunden hätte.

    als "ausgleich" zum rein digitalen besitze ich zusätzlich einen plattenspieler und kaufe mir lieblingsalben auf vinyl.
    .
    es war nicht alles schlecht im kapitalismus

    .

  10. Ureinwohnerin

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich würde nicht sagen, dass sich was verändert hat, außer, dass es halt immer verfügbar ist und ich dadurch insg. mehr Musik höre.

    Ich höre nur meine eigenen Playlists oder die von meinem besten Freund oder ganz "normal" Alben von Musiker*innen. Und ich habe schon immer vor der Anlage gesessen und parallel zur Musik die Songtexte im Booklet gelesen, das mache ich jetzt auch, nur dass ich die Songtexte im Internet lese.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  11. Enthusiast

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Dass sich mein Hörverhalten verändert, liegt eher am Alter, nicht an Spotify. Ich komme nicht mehr so oft auf Konzerte und Festivals (gerade eh nicht). Aber ich höre durch Spotify viel Musik und liebe es, für Freunde Playlists zu machen. Außerdem habe ich so schon den ein oder anderen Künstler entdeckt. Das Finanzierungsmodell ist natürlich scheiße für die Künstler, aber ich glaube leider nicht, dass ich mehr CDs kaufen würde, wenn es Spotify nicht geben würde. Ich kaufe sie jetzt halt wesentlich später und nur dann, wenn ich sie sehr viel höre.

  12. Regular Client

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich höre dieselbe Musik bei Spotify, die ich auch ohne Spotify höre, nur, dass mir ab und zu mal etwas vorgeschlagen wird, was ich nicht kenne, durch bspw. die Neuerscheinungsplaylists. Aber das sind schon recht wenige Künstler*innen, die mir gar nichts sagen würden oder so und alle Vorschläge passen ziemlich genau in den Geschmack, den ich auch vorher schon hatte.
    Allerdings höre ich bei Spotify auch z.B. ganze Alben am Stück.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  13. Addict

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ich habe ein Spotify-Abo und finde es schon ganz praktisch, aber eigentlich hasse ich es ganz furchtbar. Mal abgesehen davon dass sie Künstler*innen ausbeuten macht es Musik so furchtbar beliebig, oberflächlich und seelenlos. Man springt einfach zwischen 2722827 Sachen hin und her und lässt sich irgendwelche Playlisten generieren ohne sich irgendwie dafür zu interessieren, was da genau drin ist. Spotify ist schon praktisch, aber es deprimiert mich. Ich nutze Spotify nicht mehr viel und kaufe stattdessen mehr bei Bandcamp und höre irgendwelche DJ Sets bei SoundCloud.

  14. Member

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon dass sie Künstler*innen ausbeuten macht es Musik so furchtbar beliebig, oberflächlich und seelenlos. Man springt einfach zwischen 2722827 Sachen hin und her und lässt sich irgendwelche Playlisten generieren ohne sich irgendwie dafür zu interessieren, was da genau drin ist.
    Find ich gar nicht... Ich hab über Playlists schon die tollsten Songs und Künstler entdeckt, die ich so auf normalem Wege gar nicht gefunden hätte.

  15. Ureinwohnerin

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Man springt einfach zwischen 2722827 Sachen hin und her und lässt sich irgendwelche Playlisten generieren ohne sich irgendwie dafür zu interessieren, was da genau drin ist.
    Aber das muss man doch nicht!?
    Ich benutze Spotify tatsächlich komplett ohne diese generierten "Radio"-Playlists oder irgendwelche anderen derartigen Dinge.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  16. Member

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ich habe ein Spotify-Abo und finde es schon ganz praktisch, aber eigentlich hasse ich es ganz furchtbar. Mal abgesehen davon dass sie Künstler*innen ausbeuten macht es Musik so furchtbar beliebig, oberflächlich und seelenlos. Man springt einfach zwischen 2722827 Sachen hin und her und lässt sich irgendwelche Playlisten generieren ohne sich irgendwie dafür zu interessieren, was da genau drin ist.
    das ist bei mir auch gar nicht der fall. ich höre künstler, die ich mag, höre da auch ganze alben durch, höre mir künstler an, die ihnen laut spotify ähnlich sind, und manchmal kommt's vor, dass ich unterwegs bin und spotify mir dann irgendein lied durch zufall abspielt, das ich gar nicht kannte und auch nicht gespeichert habe und finde dadurch dann wieder neue künstler. playlists höre ich einfach so gut wie nie, weil ich selber entscheiden will, welches lied ich gerade höre und mich nicht random irgendwelchen liedern aussetzen will. diese weekly discovers gucke ich auch vielleicht zweimal im jahr an.
    das macht mich traurig und wütend und hungrig.

  17. Addict

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    AW: Was macht Streaming mit eurem Musikgeschmack?

    Ja kann sein, dass ich Spotify so nutze, weil ich Alben, die ich häufiger hören will, eh bei Bandcamp kaufe.

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