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  1. Fresher

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Serpentine, inwiefern konsequenzenlos? Dir ging es in deinem Eingangsposting doch nicht um Politik?

    Hat den wirklich jemand die Ansicht, schwarze Leute in Bridgerton zu casten habe realpolitische Folgen?
    Nein, ging es auch nicht, das Repräsentationsargument kam aber in der weiteren Diskussion auf (ich glaube von phaenomenal?). Deshalb bin ich darauf eingegangen. Aber es ist schon generell so, dass Netflix in bestimmten Kreisen dafür gehypt wurde, für mehr Diversity zu sorgen. Und ich behaupte eben: die verpufft leider weitestgehend konsequenzlos. Obwohl es natürlich auch positiv ist, wenn bestimmte Communities sich erst einmal eher mit den Serien und Charakteren identifizieren können und sichtbar werden. Aber da darf es eben nicht aufhören.
    Geändert von serpentine (30.04.2021 um 16:14 Uhr)

  2. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Vielleicht wäre da auch sinnvoll abzuklären um welchen Politikbegriff es einem in der Diskussion geht. Es macht ja einen Unterschied in Regierungsprogrammen und verabschiedeten Gesetzen Konsequenz zu bemängeln oder zu sagen Repräsentation bliebe selbst dann folgenlos, wenn dadurch mehr kulturelle und soziale Teilhabe marginalisierter Gruppen (sich etwa die Jobsituation innerhalb der Kulturbranche verbessert oder generell einzelne, die sich repräsentiert sehen dadurch Mut fassen, Wege einzuschlagen, die sie vorher gar nicht für sich sahen) passiert, weil auch das nur bedeutet, dass in das an sich falsche kapitalistische System Gruppen „besser“ integrierbar werden, es jedoch nicht das System selbst in Frage stellt. Letzteres - also das kapitalistische System grundsätzlich zu hinterfragen- erwarte ich mir etwa schlichtweg generell nicht von Mainstreamkultur.

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Da hast du sicherlich Recht, aber mir ging es eher um die aktuellen Bedingungen, weshalb es im Moment gar keine Bands wie Ton Steine Scherben gibt. Also weshalb es erst gar nicht dazu kommt.
    Es gibt in Europa eine ziemlich große linke Hardcore-Punk-Szene. Ist musikalisch natürlich ne andere Richtung, aber politisch nicht.

    (Und ja, auch die Szene hat ihre Probleme mit ua Sexismus, aber das war ja eben in den 70ern und 80ern nicht anders...)
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  4. Ureinwohnerin

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    oder generell einzelne, die sich repräsentiert sehen dadurch Mut fassen, Wege einzuschlagen, die sie vorher gar nicht für sich sahen
    Da ist Nichelle Nichols (Uhura in Star Trek TOS) zB ein gutes Beispiel. Whoopi Goldberg und LeVar Burton sind durch sie inspiriert Schauspieler*in geworden und Mae Jemison, die erste schwarze Frau im All, Astronautin.

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Letzteres - also das kapitalistische System grundsätzlich zu hinterfragen- erwarte ich mir etwa schlichtweg generell nicht von Mainstreamkultur.
    Mainstreamkultur lebt ja auch vom Kapitalismus, warum sollte sie den hinterfragen?
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  5. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Lauter vielleicht, aber stärker doch nicht.
    Wenn ich mir anschaue was Fridays for Future auf die Straße bringt, dann hat sowas nicht stattgefunden in den 70ern. Es war nur lauter.

    Und wie gesagt, mit einer massiven Überhöhung aus den eigenen Reihen, genauso wie der Gegenkräfte, die damit eine ganze Generation verteufelt haben. Ich finde man sollte auch mal anerkennen wie sehr das geprägt hat und wie wenig davon tatsächlich stattgefunden hat.
    Was die Mitgliederzahlen angeht, waren die Gewerkschaften in den 70ern in der BRD zahlenmäßig deutlich stärker aus heute: Infografik: Gewerkschaftsmitglieder von 1869 bis 2018 | DGB. Dass der Peak 1991 war, führe ich mal auf die Wiedervereinigung zurück.

    Friday for Futures ist ja an sich erstmal begrüßenswert, aber meines Wissens findet da Klassen- und Kapitalismusanalyse nur marginal statt. Ohne diese wird man aber im Umweltschutz kaum weiterkommen.

    Es geht ja auch um die Frage, warum ständig so viel unter umweltschädlichen Bedingungen produziert wird (internationaler Wettkampf im kapitalistischen System), die geforderten Klimaabkommen sind da natürlich schon unterstützenswert, aber eher wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

  6. Addict

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von sternejule Beitrag anzeigen
    die 70er und 80er waren voll davon. sehr gut so. grundlagen für heute.
    sehr subjektiv, aber bis fridays for future kam, war da nicht soooo viel ganz großes.
    aber das bleibt ja oft eher subjektiv, auch ne nach lebenslage und so.
    Gorleben, also die Anti-Atombewegung?

    @Bridgerton/Netflix...: Durch die Fragmentierung der Angebote verpufft die Wirkung. Diejenigen, die es wichtig finden, schauen es, andere klicken drüber weg. Da hatte die Lindenstraße in einem in einer Zeit, wo es ausser ARD und ZDF nur die regionalen Sender gab, einen stärkeren Effekt:
    Lindenstrasse – Wikipedia

    Und es könnte sein, dass Netflix&Co zukünftig mainsteamiger werden, weil sie wachsen wollen und in Indien, China,... die aktuell tonangebenden da rigorose Ansichten haben:
    "Schwule Figuren werden entfernt, ganze Episoden gelöscht: Um in Indien, der Türkei oder Saudi-Arabien zu wachsen, unterwerfen sich Streamingdienste der Zensur – mit bizarren Folgen." der Untertitel reist es gut an:
    Netflix, Amazon Prime, Disney+: Der Zensor in der Turkei entscheidet, was wir sehen durfen - DER SPIEGEL
    Geändert von sommerlinde (01.05.2021 um 07:04 Uhr)
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

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