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  1. Fresher

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen

    Es geht hier gar nicht um die Kritik an der Wiederholung, sondern nur weil einem nicht passt was wiederholt wird.
    Nein, mir geht es tatsächlich (wie ich denke ich in vielen Beiträgen auch deutlich gemacht habe) um eine Kritik der Wiederholung, die sich aus einem neoliberalen "There is no Alternative" speist. Ich finde zwar die aktuellen Retrozyklen ästhetisch äußerst schwierig (was mein individuelles Geschmacksverdikt ausweist). Aber ich finde die Retrozyklen und den Mangel an Innovation auch insgesamt problematisch, selbst dann, wenn ich mich dem ästhetisch anschließen kann. So, wie das eben damals als Abgrenzung gegenüber den Miss Sixty Trägerinnen mit Schlaghosen und Trainingsjacken aus den 70ern aus Distinktionsgründen der Fall war, ich nehme mich persönlich gar nicht von diesen Retrozyklen aus, weil ich als Individuum ja auch nicht außerhalb eines gesellschaftlichen Kontextes existiere.

  2. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Und wieso empfindest du dann diese Zyklus als problematischer als alle bisherigen Zyklen?
    Poppy hat ja schon deutlich aufgezeigt, wie alt die Wiederholung der Wiederholung ist.
    Wichtige Aufklärung: https://www.clankriminalitaet.de

    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von Schnelmi Beitrag anzeigen
    was musik betrifft, ist es ja auch so, dass es gar nicht sooo viele komponist*innen/songschreiber*innen gibt (tatsächlich stammen erstaunlich viele stücke eines genres immer aus der gleichen hand). da ruht man sich als einzelperson ja auch gern auf seinem stil aus und bleibt dem treu, was erfolg gebracht hat.
    Sprichst du von Leuten, die regelmäßig ganz vorne in den Charts sind? Weil der Öffentlichkeit zugängliche Songschreiber_innen gibt es gerade durch das Internet enorm viele.

    Ich sehe übrigens auch nicht, dass Musik langweiliger geworden wäre und habe da zugegebener Maßen das Vorurteil, dass die Beschäftigung mit Musik bei vielen mit dem Alter einfach nachließ oder durch sehr umfangreiche Beschäftigung damit über viele Jahre mehr Referenzen rausgehört werden, wodurch der Eindruck entstehen mag, früher sei Musik spannender und einzigartiger gewesen, obwohl man in jüngeren Jahren wohl einfach weniger Assoziationen zum Gehörten hatte. Was wäre denn für diejenigen, die das so empfinden, „innovative“ / spannende Musik?
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  4. Get a life!

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Ja ich spreche von Musik in den Charts.

    gmitsch gmatsch gmotsch

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Ich sehe übrigens auch nicht, dass Musik langweiliger geworden wäre und habe da zugegebener Maßen das Vorurteil, dass die Beschäftigung mit Musik bei vielen mit dem Alter einfach nachließ oder durch sehr umfangreiche Beschäftigung damit über viele Jahre mehr Referenzen rausgehört werden, wodurch der Eindruck entstehen mag, früher sei Musik spannender und einzigartiger gewesen, obwohl man in jüngeren Jahren wohl einfach weniger Assoziationen zum Gehörten hatte.
    Ja, das glaube ich auch. Mir geht das häufig mit Coverversionen von 90er-Musik so, einfach weil ich die Originale tausendmal gehört hab. In den 90ern waren für mich die Coverversionen von älteren Sachen dagegen ganz spannend und neu, aber da hieß es seitens unserer Elterngeneration auch schon, dass Musik so einfallslos geworden ist und Musiker*innen offensichtlich nix Neues mehr einfällt.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  6. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen



    Ich stimme Dir da zu, es ist sicherlich eine theoretische Strömung, die für viele nicht so anschlussfähig ist, aber Analysen, welche auch die politische Ökonomie im weitesten Sinne im Auge behalten wären gerade im neoliberalen Zeitalter, das wir ja noch nicht überwunden haben, mM nach notwendig und wichtig.
    Auf jeden Fall, das wollte ich gar nicht anzweifeln. Die Feindbilder bzw. die Denkrichtungen, die zu kritisieren sind, ändern sich eben.

    Vielleicht muss ich da meine Aussage von vorhin doch etwas modifizieren: ich nehme an, dass vor einigen Jahrzehnten die Gewerkschaften noch um einiges stärker waren (?), allgemein jedenfalls war die Linke stärker, was Resultat eines allgemeinen Wohlstand war und weshalb soziale Umverteilung überhaupt so möglich war. Die Linke heute ist daran gemessen ziemlich schwach, stattdessen dominieren eben identitätspolitische Fragen und Debatten mittlerweile auch den Mainstream, und man darf nicht den Fehler machen, diese automatisch für "links" zu halten, im Sinne davon, dass sie die ökonomischen Prinzipien oder auch nur Verteilungsfragen grundsätzlich ansprechen.

    Insofern, ja, hatte man es als Marxistin in den 70ern wohl wahrscheinlich doch etwas leichter und konnte mehr mit der Mainstream-Politik "anfangen", weil die eigene Position nicht so marginal war wie heute. Es nutzt nun aber ja nichts zu sagen, "damit kann ich nichts anfangen" und sich zurückzuziehen, zumindest, was Politik betrifft, man muss eben die Sachen kritisieren, die einen stören.

  7. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Kannst du letzten Absatz erklären?
    Ich empfinde in der Rückschau die 70er Jahre politisch eher rechts und konservativ waren und jegliches linkes Gedankengut tatsächlich bekämpft wurde.

    Auch die Rethorik war so eindeutig rechts, da wirkt die AfD wie ein Kindergarten daneben.
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  8. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Naja, früher gabs eine große linke Studentenbewegung zum Beispiel und ab 1969 mit Willi Brandt den ersten sozialdemokratischen Kanzler. Die Zweite Frauenbewegung hat ebenfalls Ende der 60er ihre Anfänge genommen.
    Das heißt natürlich nicht, dass konservative oder reaktionäre Narrative/Bewegungen damals nicht vorhanden waren und es ist natürlich zu begrüßen, dass einiges, das damals noch für alle normal war, es heute nicht mehr ist. Aber das prozentuale Verhältnis der parlamentarischen Linken zur parlamentarischen Rechten sagt doch schon einiges aus, denke ich.

  9. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Okay, ich weiß was du meinst.
    Ich bewundere jegliche Bewegung zum Beispiel die 68er, aber ich empfinde das nicht als Mainstream in der Gesamtbevölkerung und die SPD des Nachkriegsdeutschlands bis heute eher als konservativ statt links.

    Auch unter SPD Kanzlern wurden linke Bewegungen wesentlich härter verfolgt als rechte Kräfte. Bis hin zum extremistischen Terror.

    Eine RAF mag uns allen wesentlich bewusster sein wegen der medialen und politischen Aufmerksamkeit. Wo es genauso rechter organisierter Untergrund verdient hätte. Das hat ja nicht erst mit NSU angefangen.
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  10. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Ich will gar nicht bestreiten, dass man rechten Terror hätte mehr bekämpfen können, aber meines Wissens gab es keine Gruppe, die vergleichbar war mit der RAF, also Entführungen und Ermordungen an Leuten mit hohen gesellschaftlichen Positionen durchgeführt hat.
    Dass RAF und SPD zur gleichen Zeit "populär" waren, ist ja ironischerweise auch kein Zufall, sondern der allgemeinen Popularität von moderat linken (SPD) bis extrem linken Positionen (RAF) in dieser Zeit geschuldet.

    Wohlgemerkt will ich auch nicht sagen, dass früher alles besser war o.ä. Aber für Marxistinnen und Marxisten bot die damalige Linke, die noch näher an der Arbeiterbewegung war als heute SPD oder Grüne, denke ich bessere Anschlussmöglichkeiten. Das lag wohl auch daran, dass Arbeiter und Arbeiterinnen sowieso mehr vorhanden und auch besser organisiert waren als heute.

  11. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Aber fandest du, dass zum Beispiel Studentenbewegungen, egal in welchem Land, wirklich nah an den Arbeitern waren?
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  12. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    da, wo sie tatsächlich auf den Umsturz der Gesellschaftsordnung abzielten, also kommunistisch motiviert waren (die 70er waren ja auch die Zeit der K-Gruppen), schon. die haben halt Theorie gelesen und diskutiert, man kann da sicher kritisieren, dass nicht genug Austausch mit Arbeitern stattfand, das nehme ich mal an und das ist heute ja auch noch so, aber sie haben über die Arbeiterbewegung als Mittel zur Befreiung der Gesellschaft und über die Interessen der Arbeiter diskutiert.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Vor allem musste sich doch der Westen/die kapitalistisch organisierten Staaten einfach auch legitimieren als richtig. Denn es gab ein anderes, Sozialismus. Das der Neoliberalismus in den 90igern durch Sozialdemokraten/Linksliberale so richtig zu sich gekommen ist, liegt eben auch daran, dass es dieses andere nicht mehr gab. Jede sozialrevolutionäre Romantik? Vorbei.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  14. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Dass Linke aktuell zu sehr in der Identitätspolitik festhängen und vor allem die Klassenfrage gar keine Rolle mehr spielt sehe ich ebenfalls so - da ist viel versäumt worden, wobei einige dieser Versäumnisse sich durch die an sich von mir positiven wahrgenommenen Zunahme ausdifferenzierter Beschreibung von Ungleichheit (etwa im Rahmen der Intersektionalitätsdebatten, die sichtbar machten, das Ungleichheit nicht nur eine Frage der Klasse ist, sondern auf vielen Ebenen passiert. Das waren in den 60ern teils noch sehr blinde Flecken bei Linken) erklären lassen.

    Dennoch sind im Vergleich zu den 70ern viele linke Ideen (weil links ist für mich nicht auf Marxismus zu reduzieren) wie ein Bewusstsein für Marginalisierungsprozesse deutlich stärker in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viel der damals noch gesetzlich legitimierten Diskriminierung wäre heute selbst unter konservativen Parteien in einigen Ländern nicht mehr tragbar, in denen das in den 70ern oder 80ern ganz anders aussah (sieht man auch an der Kritik der EVP an PiS und Fidez, obwohl das natürlich auch entschiedener passieren hätte können) -und sei es weniger aus Überzeugung als der Furcht eines medialen Shitstorms, aber eben das drückt eben auch aus, wie sich hier die Norm verschoben hat. Wir hatten in den letzten Jahren auch vor allem sehr junge Leute, nämlich Schüler_innen, die politisch aktiv wurden im Rahmen von #fridaysforfuture. Würde sogar so weit gehen und sagen die heute jungen Leute sind politischer als es Personen waren, die heute so 28 bis 38 sind. Manches wird heute gerade vom Mainstream nicht mehr getragen, das vor einigen Jahren hundertprozentig im Mainstream verankert war. Sieht man bsw. auch an der diesjährigen Oscarverleihung.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  15. Addict

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Dennoch sind im Vergleich zu den 70ern viele linke Ideen wie ein Bewusstsein für Marginalisierungsprozesse deutlich stärker in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viel der damals noch gesetzlich legitimierten Diskriminierung wäre heute selbst unter konservativen Parteien in einigen Ländern nicht mehr tragbar, in denen das in den 70ern oder 80ern ganz anders aussah.
    für D als Bsp.:
    -auch CDU-Parlamentarier haben für die "Ehe für alle" gestimmt. Dieses Thema wäre in den 80ern nie zur Abstimmung gelangt.

    -Und mit die Linke und den Grünen sind 2 weitere linke Parteien im Bundestag, die 1998, 2002, 2006 und 2013 eine linke parlamentarische Mehrheit erreichen konnten. In den 70ern hat die SPD mit der FDP koalieren müssen.
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  16. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    absolut, diese Punkte - also dass etwa eine konservative Partei mehrheitlich für die "Ehe für alle" stimmt - sind absolut begrüßenswert. Damals sehr progressive Ideen sind heute im Mainstream angekommen.

    Das alles ändert aber nichts daran - und ich denke, darauf will serpentine hinaus - dass der Kapitalismus immer noch Millionen von Menschenleben fordert und die Ausbeutungsverhältnisse sich zwar etwas in der Form verändert haben, aber im Wesen die selben geblieben sind.
    Man kann sich dann fragen, wie "links" oder progressiv es ist, wenn in Blättern wie der ZEIT darüber diskutiert wird, wieviel Frauen in Aufsichtsräten von DAX-Konzernen sitzen. Meiner Ansicht nach: wenig.

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von finessa Beitrag anzeigen
    Würde sogar so weit gehen und sagen die heute jungen Leute sind politischer als es Personen waren, die heute so 28 bis 38 sind.
    Ich glaub das hat auch viel damit zu tun, dass die Altersgruppe nach 9/11 erwachsen geworden ist, in einer Zeit, in der sich - wenn man sich das leisten konnte - biedermeiermäßig ins Private zurückgezogen wurde und es ja auch in Bezug auf Geschlechterstereotype einen großen Backlash gab.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

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  18. V.I.P.

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    Das alles ändert aber nichts daran - und ich denke, darauf will serpentine hinaus - dass der Kapitalismus immer noch Millionen von Menschenleben fordert und die Ausbeutungsverhältnisse sich zwar etwas in der Form verändert haben, aber im Wesen die selben geblieben sind.
    Klar, aber das ist doch einfach basale Kapitalismus Kritik und die war weder in den 80er, 90ern oder 00er großartig präsenter war als sie es heute ist, insofern entgeht mir hier der begründende Punkt das auf den Zeitgeist zu schieben.

  19. Fresher

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen

    Das alles ändert aber nichts daran - und ich denke, darauf will serpentine hinaus - dass der Kapitalismus immer noch Millionen von Menschenleben fordert und die Ausbeutungsverhältnisse sich zwar etwas in der Form verändert haben, aber im Wesen die selben geblieben sind.
    Das stimmt zwar, aber mir ging es eher um die kulturellen Auswirkungen und Implikationen des Neoliberalismus

  20. Enthusiast

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    AW: Wenn man dem Zeitgeist nichts abgewinnen kann...

    ja, richtig.

    Das hängt aber doch zusammen, würde ich sagen. Kulturelle Inklusivität bei realem Ausschluss und gleichbleibender Ausbeutung. Denn dass Repräsentation von PoC in Filmen oder Serien am realen Rassismus, der ja mit sozioökonomischen Faktoren maßgeblich zusammenhängt, wirklich was ändern würden, bezweifle ich. Es wird nicht weniger Polizeigewalt in den USA gegen schwarze Menschen geben, weil jetzt ein paar schwarze Schauspieler in Bridgerton mitspielen, sondern das ist ein handfestes sozioökonomisches Problem, die Hautfarbe ist da nur Signifikant sozusagen. Insofern führe ich dein Unwohlsein mit "dem Zeitgeist" schon auch auf die Präsenz fehlgeleiteter "Kritik" zurück, du schreibst ja selbst, dass du dir mehr materialistisch fundierte Ideologiekritik wünscht.
    Geändert von jadore (30.04.2021 um 13:11 Uhr)

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