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  1. Member

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Joline Beitrag anzeigen
    Ja
    Ebenfalls: Ja.

  2. Member

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Oh, und mein Vater ist übrigens überzeugter Grünen-Wähler seit den 90ern aber in der Partei konnte ich mich noch nie wiederfinden und habe (soweit ich weiß) auch keine Freunde, die die Grünen wählen.
    Das finde ich nun interessant.

    Bei vielen scheint es ja undenkbar zu sein, irgend was anderes als die Grünen zu wählen. Und wohl auch nur schwer vorstellbar, dass es Menschen gibt, die irgendwas anderes als die Grünen wählen.

    Btw: Ich habe auch lange die Grünen gewählt.
    Nun wähle ich zwar weiterhin grün, aber nicht mehr die Grünen.

  3. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Bei meiner ersten Bundestagswahl habe ich noch die Grünen gewählt, danach CDU und jetzt wird es wohl die FDP werden. Meine politische Position ist konservativ-liberal würde ich sagen, wobei ich den Klimawandel für die größte Bedrohung der menschlichen Zivilisation halte, und gleichzeitig die Grünen für eine im Kern faschistische Partei, die mit Andersdenkenden am liebsten das selbe machen würde, wie die Irren von der AfD. Die AfD und die Grünen sind sich in total vielen Dingen viel zu ähnlich finde ich.

    Wir haben eine Grünen-Kandidatin im Wahlkreis für den Bundestag, der habe ich eine einzige kritische Frage öffentlich bei Facebook gestellt. Daraufhin hat mir einer ihrer Top-Fans angekündigt, dass ich bald meinen Job verlieren werde, weil ich offensichtlich "Feinddenker" sei. Das zeigt mir, wie die Grünen mit kritischen Fragen umgehen wollen.

  4. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Ja, deutlich pragmatischer und weniger idealistisch wie früher.
    Hat vielleicht was mit älter werden, Verantwortung erleben und Steuern zahlen zu tun. Da guckt man schon mal drauf was so mit dem Geld sinnvolles oder sinnloses veranstaltet werden soll und wo viel geredet oder aber was gemacht wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Acrylium Beitrag anzeigen
    Bei meiner ersten Bundestagswahl habe ich noch die Grünen gewählt, danach CDU und jetzt wird es wohl die FDP werden. Meine politische Position ist konservativ-liberal würde ich sagen, wobei ich den Klimawandel für die größte Bedrohung der menschlichen Zivilisation halte, und gleichzeitig die Grünen für eine im Kern faschistische Partei, die mit Andersdenkenden am liebsten das selbe machen würde, wie die Irren von der AfD. Die AfD und die Grünen sind sich in total vielen Dingen viel zu ähnlich finde ich.

    Wir haben eine Grünen-Kandidatin im Wahlkreis für den Bundestag, der habe ich eine einzige kritische Frage öffentlich bei Facebook gestellt. Daraufhin hat mir einer ihrer Top-Fans angekündigt, dass ich bald meinen Job verlieren werde, weil ich offensichtlich "Feinddenker" sei. Das zeigt mir, wie die Grünen mit kritischen Fragen umgehen wollen.
    Das hab ich witzigerweise auf regional/Landesebene auch in letzter Zeit so erlebt. Hier in S-H drückt ein grüner Umweltminister grad den Atomausstieg (den ich sehr begrüße!) grad ohne Rücksicht auf Verluste durch, teils halt noch das Erbe von Robert Habeck. Lokal haben sich Unweltschützer (alle grünes Milieu) zusammengefunden und wollen erreichen, dass mit den Hinterlassenschaften seriös umgegangen wird und sehen sich massivsten Angriffen der Grünen gegenüber, werden schonmal in die Ecke Fake-News gesteckt etc.
    Das erschüttert zur Zeit mein Bild der Grünen schon sehr was Demokratieverständnis angeht. Zum CDUler werd ich deswegen trotzdem nicht aber es macht die Sache doch echt etwas vertrackt...

  6. Senior Member

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Ich war als Jugendliche sehr weit links, und bin irgendwie so schrittchenweise immer konservativer geworden. Ich mache dafür das Alter und die damit einhergehende Desillusionierung verantwortlich, da scheint es ja vielen ähnlich zu gehen.
    Seit der letzten Bundestagswahl habe ich mich aber wieder deutlich den Ansichten meiner Jugend angenähert. Jetzt nur nicht so sehr aus Idealismus, sondern eher, weil es keine vertretbare Alternative gibt.

  7. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Inwiefern führte bei dir weniger Idealismus dazu konservativer zu sein? Das sind doch ganz unterschiedliche Wertehaltungen?

  8. Enthusiast

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    ja, meine politische Einstellung hat sich geändert, als mir mit Anfang 20 aufgegangen ist, dass mit dieser Gesellschaft etwas grundsätzliches nicht stimmt und man das nicht durch ein paar Reformen beheben kann.

  9. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Inwiefern führte bei dir weniger Idealismus dazu konservativer zu sein? Das sind doch ganz unterschiedliche Wertehaltungen?
    Auch wenn ich mich nicht unbedingt als konservativ sehen würde: ich kann mir gut vorstellen, dass der Gedanke dahinter sowas ist wie "bringt eh nix, wird nicht passieren, dann kann auch alles bleiben wie es ist" oder so ähnlich lautet.

  10. Enthusiast

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Ich habe gestern diesen Taz Podcast über die 00er Jahre gehört taz-Podcast „Couchreport“: Das Comeback der 00er Jahre - taz.de. Und darin würde man nicht müde, zu betonen, dass die 00er Jahre von Hedonismus geprägt waren und die Millenials zu diesem Zeitpunkt ziemlich unpolitisch waren. Und ich empfinde es gar nicht so, als sei man damals so unpolitisch gewesen, zumindest ggü. dem Irakkrieg hatten viele in meiner Generation schon eine deutliche Haltung, ebenso wie ggü. GEorge Bush. Rassismus hat zwar im nationalen Diskurs nicht so eine große Rolle gespielt, aber auf lokaler Ebene gab es zumindest in meinem Umfeld damals schon im Nachbarort, der PRobleme mit Neonazis hatte, Antirassismuskonzerte und Antirassismus AGs. Und ich kannte damals die ersten Veganer.

  11. Enthusiast

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Ich habe gestern diesen Taz Podcast über die 00er Jahre gehört taz-Podcast „Couchreport“: Das Comeback der 00er Jahre - taz.de. Und darin würde man nicht müde, zu betonen, dass die 00er Jahre von Hedonismus geprägt waren und die Millenials zu diesem Zeitpunkt ziemlich unpolitisch waren. Und ich empfinde es gar nicht so, als sei man damals so unpolitisch gewesen, zumindest ggü. dem Irakkrieg hatten viele in meiner Generation schon eine deutliche Haltung, ebenso wie ggü. GEorge Bush. Rassismus hat zwar im nationalen Diskurs nicht so eine große Rolle gespielt, aber auf lokaler Ebene gab es zumindest in meinem Umfeld damals schon im Nachbarort, der PRobleme mit Neonazis hatte, Antirassismuskonzerte und Antirassismus AGs. Und ich kannte damals die ersten Veganer. Obwohl ich jetzt auch keine Shell Jugenstudie zur Hand habe um das zu widerlegen...

  12. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von jadore Beitrag anzeigen
    ja, meine politische Einstellung hat sich geändert, als mir mit Anfang 20 aufgegangen ist, dass mit dieser Gesellschaft etwas grundsätzliches nicht stimmt und man das nicht durch ein paar Reformen beheben kann.
    Das soll heißen ein Systemwechsel hin zu einem anderen System? Was könnte bzw, sollte das sein? Als grundsätzliches System haben wir ja eine parlamentarische Demokratie, was fändest Du besser und was würde Dir von Dir angenommenden strukturellen/grundstäzlichen Probleme beheben?

  13. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Wir haben halt auch Kapitalismus. Der von der parlamentarischen Demokratie verwaltet wird (zumindest in größeren Teilen der Welt).

  14. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das hab ich witzigerweise auf regional/Landesebene auch in letzter Zeit so erlebt. (...) Zum CDUler werd ich deswegen trotzdem nicht aber es macht die Sache doch echt etwas vertrackt...
    Durchaus. Ich finde es besonders schwierig die Grünen in der aktuell politisch aufgeheizten Lage offen zu kritisieren, weil man dann häufig mit den Hetzern vom rechten Rand in einen Topf geworfen wird. Dabei kritisiere ich diese Irren mindestens genauso. Da machen es sich die Grünen meines Erachtens auch sehr einfach, indem sie einfach jede Kritik in die braune Ecke stellen. Zugegeben, von dort kommt eine menge fanatischer Hass auf die Grünen, aber deswegen kann doch nicht jede Kritik gleich indiskutabel sein.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir haben halt auch Kapitalismus. Der von der parlamentarischen Demokratie verwaltet wird (zumindest in größeren Teilen der Welt).
    Welche Alternative zum Kapitalismus fändest Du demnach besser, die die strukturellen Probleme lösen würde? Kommunismus/Sozialismus ist ja nun schon oft versucht worden und ist jedesmal gescheitert.

  15. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Die Leute, die sich immer beklagen, in einen Topf geworfen zu werden, fühlen sich da seltsamerweise immer total wohl…. Komisch.

  16. Inaktiver User

    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Auch hübsch: wir leben in einer Welt in der die Menschen krepieren, an (oder mit?) dem Kapitalismus und dennoch: er erscheint immer noch naturwüchsig und legitim. Die - zugegeben - kläglichen Versuche des Sozialismus (Kommunismus gab es noch nie, konnte es auch nicht), die von jeder Seite immerzu torpediert wurden, sind aber das menschengemachte Grauen. Und deshalb müssen wir jetzt mit der realexistierenden Scheiße leben als wär nix.

  17. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Leute, die sich immer beklagen, in einen Topf geworfen zu werden, fühlen sich da seltsamerweise immer total wohl…. Komisch.
    Also ich fühle mich überhaupt nicht wohl, wenn ich mit AfDlern in einen Topf geworfen werde! Ich bin überzeugter liberaler Demokrat der die AfD im Freundeskreis sowie im Beruflichen auf's Schärfste bekämpft. Diese Typen halte ich für eine Gefahr für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Meinungsfreiheit, Wohnstand, und so vieles mehr... Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten von denen auch extrem unsympahtische A... sind. Wenn ich vor der Wahl stünde, zwischen nur einer Regierung der Grünen oder der AfD, würde ich ohne zu zögern die Grünen wählen.

    Was Du aber damit sagen möchtest ist ja, dass ich dann halt keine Kritik an den Grünen äußern soll wenn ich nicht in diesen Topf geworfen werden möchte. Dann wäre aber Kritik völlig unmöglich gemacht. Und genau das bestätigt ja meine These, dass die Grünen und ihre Anhänger im Kern ebenfalls eine faschistische Partei sind, die Kritik mit faschistischen und absolut undemokratischen Methoden zu unterbinden versucht.

    Unzweifelhaft gibt es viele die zur Zeit fanatisch gegen die Grünen hetzen, die wollen (vielleicht auch vor sich selbst) nicht zugeben, gedanklich der AfD oder sogar der NPD Nahe zu stehen. Aber nur weil viele Nazis die Grünen kritisieren, kann es doch nicht automatisch heißen, dass jede Kritik an den Grünen bedeutet, dass der Kritiker ein Nazi sein muss. Es gibt auch bei der SPD, der CDU, der FDP und sogar den Linken einige Menschen, die die Grünen deutlich kritisieren. Sollen das alles Nazis sein?
    Geändert von Acrylium (24.07.2021 um 08:25 Uhr)

  18. Regular Client

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    AW: Hat sich eure politische Haltung im Laufe der Zeit verändert?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch hübsch: wir leben in einer Welt in der die Menschen krepieren, an (oder mit?) dem Kapitalismus...
    Im Kommunismus würde niemand am Kommunismus krepieren sondern alle glücklich, zufrieden und im Wohlstand leben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die - zugegeben - kläglichen Versuche des Sozialismus (Kommunismus gab es noch nie, konnte es auch nicht), die von jeder Seite immerzu torpediert wurden, sind aber das menschengemachte Grauen.
    Ja, Kommunismus und Sozialismus sind das menschengemachte Grauen. Das hat sich in der Gesichte oft genug gezeigt. Angefangen bei den Gulags, über die fehlende Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit bis zur Mangelwirtschaft und der Missachtung von menschlichem Leben ist dieses Grauen sogar recht einfach zu sehen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und deshalb müssen wir jetzt mit der realexistierenden Scheiße leben als wär nix.
    Müssen wir nicht. Wie können (und sollten!) an den Misständen die sich durch den Kapitalismus ergeben ganz sicher arbeiten. Die soziale Marktwirtschaft ist da ein ganz guter Weg glaube ich. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Probleme mit den gegebenen Mitteln anzugehen, da braucht man nicht gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten und ein weiteres Mal etwas versuchen, was schon so oft gescheitert ist.

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