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  1. Enthusiast

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    Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ich lese gerade „Das haben wir nicht gewollt! Was aus den Idealen der 68er geworden ist - eine Abrechnung“. In dem Werk rechnen die Autoren auch mit den Kindern und Enkeln der 68er ab:

    „Freizeit und Körperwahn dominieren das Lebensgefühl. Familie, Eigenheim, wenig Arbeit und viel Kohle - das sind in Jugendstudien immer wieder bestätigte Vorstellungen des Nachwuchses. Die Enkel der Achtundsechziger haben mit politischen Fragen wenig am Hut, deren Bedeutung für die Lebensverhältnisse erkennen sie nicht oder halten sie für unwichtig, weil doch alles, vom Klimawandel abgesehen, ganz paletti erscheint.“

    Ich finde diesen Rant ja nur in Teilen berechtigt, weil die 68er mitnichten die Mehrheit der jungen Generation innerhalb der 60er Jahre darstellten und es damals auch genug Spießer gab. Gleichzeitig beobachte ich aber so einen Rückzug ins Private, sobald die Uni abgeschlossen ist und man Kinder bekommen hat. Bym ist ja jetzt nicht mehr die Zielgruppe von Jugendstudien, aber mich würde mal interessieren, wie spießig ihr euer Umfeld oder eure Generation findet?

  2. Inaktiver User

    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Definiere spießig!


    Autoren hören sich selber wie Spießer an, wenn man mit den nachfolgenden Generationen "abrechnen" muss....

    "Die Enkel der Achtundsechziger haben mit politischen Fragen wenig am Hut, deren Bedeutung für die Lebensverhältnisse erkennen sie nicht oder halten sie für unwichtig, weil doch alles, vom Klimawandel abgesehen, ganz paletti erscheint."

    Hört sich an, als wäre Klimawandel so ein lächerliches Ding und man müsse das nicht ernst nehmen. Ich würde mal frech behaupten, ohne belastbare Zahlen zu haben: Für FF gehen mehr junge Menschen auf die Straßen, als in den 68ern.


    Ich kann solche Aussagen nicht mehr erst nehmen. Es ist alt wie der Wald, sich über die Jugend zu echauffieren und sie als faul und egoistisch hinzustellen und für mich ist jeder offiziell ein alter Spießer, der das tut.

  3. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ja, ich finde die Haltung der Autoren zum Klimawandel auch nicht unproblematisch - das ist natürlich gegenwärtig eines der relevantesten politischen Probleme.

    Ich glaube, dass die neue Spießigkeit anders funktioniert, als früher. Ich muss da an „Komplett Gänsehaut“ von Sophie Passmann denken, die das Bild eines westdeutschen, jungen Akademikermilieus in Grossstädten zeichnet, welches sich weltoffen und tolerant gibt, aber sich ständig qua überwiegend kultureller Distinktion abgrenzt (sie nennt dafür zahlreiche Beispiele wie neue Edelpizzerien, die kandierte Walnüsse auf Pizza servieren, aber noch viele mehr).

  4. Inaktiver User

    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Hast du mal in den Sammelband ‚Konformistische Rebellen‘ reingelesen?
    Da sind recht viele Hinweise zu finden.

  5. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hast du mal in den Sammelband ‚Konformistische Rebellen‘ reingelesen?
    Da sind recht viele Hinweise zu finden.
    Nein, der kommt auf meine Liste, danke für den Tipp!

  6. Addict

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Mein Eindruck geht dahin, dass man sich heute stärker über enen Lebensstil definiert und es wichtig ist sich als vollumfängliches Mitglied dieser Gruppe darzustellen.
    Je nach Gruppe sind das Statussymbole wie plastikfreie "Tupperwaren" oder das Teilen der richtigen Posts/angepasste Statusbilder.
    Das Wort "Cocooning" ist zwar mehr Richtung trautes Heim angedacht, aber wenn man politisch gleichgesinnte Gruppen auch als Rückzugsort begreift, dann ist das Verhalten auch als Suche nach einem Halt/Heimat zu verstehen.
    Daher sehe ich die verschiedenen Tendenzen als Reaktion auf eine gefühlte perönliche und/oder gesellschaftliche Unsicherheit.

    Der Rückzug ins eigene Heim Ü30 mit eigenem Nachwuchs kann auch einfach eine Frage der Kraft sein. Es ist vielleicht nicht viel mehr machbar.

  7. V.I.P.

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ist es jetzt schon spießig, möglichst wenig arbeiten und trotzdem Geld haben zu wollen?

    So Bücher wie das von dir genannte finde ich irgendwie komplette Zeitverschwendung. Da hat halt jemand was geschrieben und jemanden gefunden, der es veröffentlicht, und Zweck dieser ganzen Aktion ist ja einfach nur, dass das Buch sich möglichst oft verkauft, so dass die Beteiligten möglichst viel Geld damit verdienen.

    Was die Spießigkeit angeht, so ist mein direktes Umfeld zum großen Teil schon ziemlich spießig, aber gibt schon auch Ausnahmen, teils ziemlich krasse. Am interessantesten und auffälligsten finde ich eigentlich, wie viele von meinen Weggefährten tatsächlich mit Mitte 30 (oder teils auch schon jünger) ihren beruflichen Lebensweg stark umgebaut haben, vor allem Frauen. Es ist der Hammer, wie viele, die angetreten sind, um in der Gesundheitsversorgung zu arbeiten, und diesen ganzen Weg absolviert haben, für den man ja schon ziemlich viel Disziplin, Beharrlichkeit, "unbedingt wollen" oder "stur durchziehen" braucht, damit schließlich doch noch brechen, und gerade die Covid-Erfahrung scheint bei einigen zu dem Mut oder was weiß ich geführt zu haben, ziemlich radikale Entscheidungen zu treffen. Langjährige Oberärzte beim Maximalversorger mit entsprechendem Standing, Gehalt und Autonomie reichen die Kündigung ein und fangen was Neues an.

    Ne ehemalige Kollegin von mir hat dieses Jahr einfach relativ spontan ihre Arztpraxis zugemacht. Das finde ich schon *richtig* krass. Ich weiß nicht, wieviel Vorlaufzeit sie genau hatte und wie sie das mit den Behörden etc. geklärt hat. Aber zwischen Entscheidung und Umsetzung vergingen nur wenige Wochen, das waren höchstens 4 Monate. Die hat den Mietvertrag für ihre Räumlichkeiten gekündigt, ihre (inzwischen ausschließlich Privat-)Patienten vor vollendete Tatsachen gestellt, ihnen andere Ärzte vermittelt und die Praxis-Einrichtung verkauft. Paar Monate gar nichts gemacht außer Sport und sich jetzt mit nem anderen start-up selbständig gemacht.

    Vielleicht sind diese Umbrüche weniger radikal als es auf den ersten Blick scheint, weil die meisten (aber nicht alle!) schon noch einiges im Hintergrund an Sicherheit haben: Unterstützung der Eltern, Erbe oder Erbe in Aussicht, stabile Partnerschaft mit finanzieller Sicherheit o.ä. Außerdem weiß jeder, der als Arzt hinwirft, dass er, wenn es komplett schief geht, in den nächsten Jahren jederzeit wieder in den Arztberuf zurück kann, zumindest in irgendeiner Form. Aber trotzdem deckt sich dieser Wunsch nach Umbruch und Ausbruch aus einem relativ regulierten, etablierten Beruf, der dann auch radikal und kompromisslos umgesetzt wird, ja nicht so richtig mit einer tief verwurzelten Spießerseele.
    Geändert von bwlstudent (15.10.2021 um 11:27 Uhr)

  8. Member

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von bwlstudent Beitrag anzeigen
    Ist es jetzt schon spießig, möglichst wenig arbeiten und trotzdem Geld haben zu wollen?
    Ich finde daran auch nichts spießiges. Spießer sind doch gemeinhin welche, die Arbeit als Selbstzweck ebenso gut finden wie die Haltung, was zu essen, ein Dach über dem Kopf müsse man sich möglichst hart verdienen.
    Und dass jüngere Menschen sich ein eigenes Häuschen und eine Festanstellung wünschen ist sicher auch (wenn sicher nicht nur) dem Umstand geschuldet, dass das für die breite Masse selbst mit sehr guter Ausbildung immer schwieriger zu erreichen ist.

  9. Member

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    „ Freizeit und Körperwahn dominieren das Lebensgefühl. Familie, Eigenheim, wenig Arbeit und viel Kohle“ Die Wortwahl ist schon so respektlos. Da bleibt als einzige Anwort: Ok boomer, Deine Meinung.

    Und ja, wenn man Körperwahn mal durch Körperbewusstsein / Selbstfürsorge ersetzt, dann sind das doch Dinge die die meisten Leute schätzen.

    Eigenheim hin oder her, der Wunsch nach einer Immobilie liegt ja u.a. auch an Wohnungsverdichtung, Mietwucher und daran, dass andere Anlageformen gerade sogar Strafzinsen bringen.
    Geändert von Pinkmelon (15.10.2021 um 11:42 Uhr)

  10. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von Candy Gulf Beitrag anzeigen
    Ich finde daran auch nichts spießiges. Spießer sind doch gemeinhin welche, die Arbeit als Selbstzweck ebenso gut finden wie die Haltung, was zu essen, ein Dach über dem Kopf müsse man sich möglichst hart verdienen.
    Und dass jüngere Menschen sich ein eigenes Häuschen und eine Festanstellung wünschen ist sicher auch (wenn sicher nicht nur) dem Umstand geschuldet, dass das für die breite Masse selbst mit sehr guter Ausbildung immer schwieriger zu erreichen ist.
    Ja, man konnte in den 60ern auch bequem Hippie sein, weil es günstige Mieten und Vollbeschäftigung gab.

  11. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von Pinkmelon Beitrag anzeigen
    „ Freizeit und Körperwahn dominieren das Lebensgefühl. Familie, Eigenheim, wenig Arbeit und viel Kohle“ Die Wortwahl ist schon so respektlos. Da bleibt als einzige Anwort: Ok boomer, Deine Meinung.

    Und ja, wenn man Körperwahn mal durch Körperbewusstsein / Selbstfürsorge ersetzt, dann sind das doch Dinge die die meisten Leute schätzen.

    Eigenheim hin oder her, der Wunsch nach einer Immobilie liegt ja u.a. auch an Wohnungsverdichtung, Mietwucher und daran, dass andere Anlageformen gerade sogar Strafzinsen bringen.
    Die meinen denke ich schon Körperwahn und nicht Selbstfürsorge, das lässt sich nicht so synonym ersetzen.

  12. V.I.P.

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Ja, man konnte in den 60ern auch bequem Hippie sein, weil es günstige Mieten und Vollbeschäftigung gab.
    Nicht zu vergessen die Sozialversicherung war damals ne ganz andere Sache.

  13. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von bwlstudent Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen die Sozialversicherung war damals ne ganz andere Sache.
    Ja, das stimmt. Es gab damals aber z.B. in der Arbeitslosenversicherung aber auch schon Zumutbarkeitskriterien, die wurden nicht erst seit Hartz IV erfunden. Ich finde das alles halt ein wenig zynisch, weil die Autoren in einem der späteren Kapitel beschreiben, wie traumhaft der Arbeitsmarkt für Journalist:innen Anfang der 70er Jahre war. Man merkt, dass beide keinen prekären Arbeitsbedingungen ausgesetzt waren. Wenn das heute immer noch so wäre, würden sicherlich viele Jugendliche weniger Wünsche nach Sicherheit verspüren. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass die 68er als Studenten weniger materialistisch waren. Rudi Dutschke trägt ja immer den gleichen Pullover auf Aufnahmen und ich habe irgendwann gelesen, dass er einfach kaum andere Pullover hatte und das kein Markenzeichen war. Flugreisen oder ständig Essen zu gehen konnte sich der Durchschnittsstudent 68 im Gegensatz zu heute vermutlich kaum leisten. Ich kenne immer noch Leute, die sich materiell einschränken, um mehr Zeit für politisches Engagement zu haben. Ich habe mich selber immer nur dann engagiert, wenn ich Zeit hatte. Ich weiß nicht, ob ich das anders machen würde, weil Hochschulpolitik so ein begrenztes Feld ist, das dafür relativ zeitintensiv ist.

  14. Enthusiast

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Und zu deiner Ausgangsfrage, was daran falsch ist, für möglichst wenig Arbeit möglichst viel Geld zu wollen: Ich glaube die Autoren plädieren nicht für eine Leistungsgesellschaft, sondern sind einfach gegen Materialismus.

    Wenn man den 68ern aber eines vorwerfen könnte, dann, dass sie es nicht geschafft haben, die Arbeitsgesellschaft nachhaltig zu transformieren. Die haben fast alle Marcuse gelesen und statt der großen Verweigerung stand dann der lange Marsch durch die Institutionen an, der nicht wenige mit großen Karrieren belohnt hat. Es gab natürlich auch Berufsverbote für einige, ein Kapitel, bei dem sich die BRD nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und der DDR näher stand, als sie eigentlich wollte, aber das war ja global betrachtet eher die Ausnahme.

  15. Alter Hase

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ich finde, in unserer super segmentierten Gesellschaft haben alle irgendwie recht.

    Ja, es gibt Körperwahn. und damit ich auch nicht Sport oder Selbstfürsorge, sondern die (zum Teil rasant) wachsende Anzahl an Beauty-Eingriffen, gespritzte Lippen, Botox, Hyaloron-Filler, Extensions etc. Das ständige Posen für Instagram. Ich find schon, dass ein Teil der jungen Menschen sich schon extrem und für mich auch wahnhaft mit ihrem Äußeren beschäftigt.

    Dem gegenüber steht natürlich die Bewegung, kein fat- oder sonstiges Shaming mehr zu betreiben.

    Auch politisch: ja, viele haben ihr eigenes Wohl im Blick, aber wenn man auf FFF, auf metoo, BLM, auf LGBTQI etc schaut, kann man auch nicht von einer komplett entpolitisierten Generation sprechen. Die Proteste sind halt anders als in den 70ern.

  16. Member

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    „Körperwahn“ ist interpretierend und nicht objektiv ausgedrückt.

    Studien bestätigen also, dass die Jugend die Vorstellung hat, dass Körperwahn was Gutes ist? So soll das als Studienergebnis rausgekommen sein? Glaub ich nicht.

    Die Jugendlichen haben möglicherweise Aussagen zugestimmt wie:

    „Für einen sexy Körper bin ich bereit hart zu trainieren.“
    „Um schlank zu sein, würde ich auch eine Diät machen oder habe ich schonmal eine Diät gemacht, von der ich eigentlich weiss, dass sie nicht gesund ist.“
    „Meinen Körper zeige ich gern wenig bekleidet auf Instagram.“ „An manchen Tagen fühle ich mich nicht schön genug und benutze Filter/FaceTune in Social Media“ oder auch nur „Ich habe schonmal ein bearbeitetes Bild von mir in Badebekleidung in Social Media hochgeladen.“

    (Letzteres hab sogar ich, es war ein Strandbild aus 150 m Entfernung, ich hab die Farben optimiert.)

    Da ist aber echt die Frage wieviele, wie extremen Aussagen zugestimmt haben.

    „Die Jugendlichen beschäftigen sich stark mit ihrem Körper und ihrer Außendarstellung“ fände ich eine bessere Formulierung. Und das tun sie auch schon immer. Ist mir alles zu wertend und negativ.

    Auch wenn es sicher gesellschaftliche Entwicklungen (die wachsende Anzahl der Eingriffe, weil Menschen sich nicht schön genug fühlen, zähle ich auch dazu) gibt, die man kritisieren kann, so ein Ein-Wort-Rundumschlag ist total undifferenziert und daneben.
    Geändert von Pinkmelon (15.10.2021 um 14:41 Uhr)

  17. Inaktiver User

    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Das mit den Filtern muss man eh auch wieder differenziert betrachten finde ich. Ja, die sind grundsätzlich ein Problem. Aber wenn ich mir Fotos aus meiner Jugend oder so mit Anfang/Mitte 20 anschaue, dann sehen die ähnlich aus, weil analoge Fotos oder Fotos von alten Handykameras viel verschwommener waren. Das gleicht man heute dann halt mit Filtern wieder aus.

  18. Member

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ja. Und da gibt’s ne ganze Industrie (vermutlich größtenteils aus Menschen, die älter als 16 sind bestehend) die den Jugendlichen und uns allen Konsum-Angebote zum Körperwahn macht und die Plattformen und Infrastruktur zur Selbstdarstellung bietet, heute. Das gab’s früher doch gar nicht so.

    Und Heidi Klum, die Kardashians und co fahren mit und profitieren und tragen viel dazu bei. Also nicht nur zu suggerieren, dass es ok ist, sich auf jegliche Art und Weise zu optimieren, sondern geradezu notwendig. (Na gut, bei Heidi war früher zumindest bei den Eingriffen eine Grenze.)

    Die Jugendlichen sind hier nicht die ... äh ... Spießer? (Wenn das jetzt der Aufregerbegriff ist für das, was man auf keinen Fall sein will.)
    Geändert von Pinkmelon (15.10.2021 um 15:13 Uhr)

  19. Inaktiver User

    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Ist ja auch nicht so, als wären 68 eine mega politisierte Hippie-Kultur gewesen und sonst nichts, und es hätte keinen Druck auf Frauen gegeben, einem bestimmten Bild zu entsprechen.

    Peter Alexander und Heintje hatten Nummer 1 Hits in dem Jahr

  20. Alter Hase

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    AW: Sind wir eine Generation von Spießern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mit den Filtern muss man eh auch wieder differenziert betrachten finde ich. Ja, die sind grundsätzlich ein Problem. Aber wenn ich mir Fotos aus meiner Jugend oder so mit Anfang/Mitte 20 anschaue, dann sehen die ähnlich aus, weil analoge Fotos oder Fotos von alten Handykameras viel verschwommener waren. Das gleicht man heute dann halt mit Filtern wieder aus.
    Ne, da ist schon ein Unterschied. Es geht ja nicht nur darum, dass alles smoother oder "verschwommener" aussieht, sondern, dass die Nase schmaler ist, die Lippen voller, die Augen größer etc. Du veränderst mit den Filtern halt dein ganzes Gesicht.

    Und das hat schon Auswirkungen auf Jugendliche, die teilweise mit ihrem ganz normalen Aussehen unzufrieden sind und sich wünschen, so wie auf ihren Videos auszusehen und sich dahingehend dann auch teilweise optimieren mit entsprechenden Eingriffen.

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