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  1. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    dann würde ich die schuldnerberatung aber vorziehen und nur geld geben, wenn die nicht aufgrund der gesamtsituation zur privatinsolvenz raten. wobei ich das geld auch nur verleihen würde, wenn ich damit leben kann, dass es nie zurück kommt.

  2. Member

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    AW: Geld verleihen?

    Alles nicht nett, aber klar, nicht leihen ist auch nicht nett.
    Auch wenn das so vielleicht nicht gemeint war, aber es geht hier nicht um Nettigkeit, finde ich. Nett ist es, wenn ich an der Kasse vor mir jemandem 5 Euro zustecke, weil er sonst nicht seinen Einkauf zahlen kann, oder mal einen Kaffee ausgebe oder eine kleine Summe Geld vorstrecke, von der ich genau weiß, dass ich sie zeitnah wiederbekomme. Das Geld nicht zu verleihen wäre nicht etwa "nicht nett", sondern eine nachvollziehbare, rationale und moralisch durchaus auch gut begründbare Entscheidung. Mit Nettigkeit hat das nichts zu tun.

    Nett wäre es eher gewesen, bereits geliehenes Geld zurückzuzahlen und nicht stattdessen noch nach mehr Geld zu fragen, wohlwissend, dass auch ihr nicht reich seit und euch das Geld zusammensparen musstet.

    Also verstehe mich nicht falsch, ob du das Geld verleihen solltest oder nicht ist eine schwierige Entscheidung, aber ich würde sie auf gar keinen Fall basierend darauf treffen, ob das in den Augen anderer Menschen eine nette Geste wäre oder nicht.

  3. Addict

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    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, aber ich kenne diverse Leute, die so ihre Wohnung verloren haben.
    hier schreibt der Mieterbund was dazu:
    Kundigung Vermieter fristlos Mietruckstande

  4. Ureinwohnerin

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    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dann würde ich die schuldnerberatung aber vorziehen und nur geld geben, wenn die nicht aufgrund der gesamtsituation zur privatinsolvenz raten. wobei ich das geld auch nur verleihen würde, wenn ich damit leben kann, dass es nie zurück kommt.

    im hier zur diskussion stehenden fall wäre das auch meine herangehensweise. das mit der schuldnerberatung finde ich insbesondere deshalb gut, weil damit ein einigermaßen neutraler dritter mit im boot ist, der die schwierigen themen, bzw. die die noch mehr problematik in die beziehung bringen würden, bis zu einem gewissen grad thematisieren und vorgaben machen kann. wobei das dann auch die te und ihr mann idealer weise so annehmen und nicht trotzdem bei jeder ausgabe, die sie vielleicht nicht so getätigt hätten, heimlichen groll hegen müssten. DAS ist nämlich imho in den allermeisten solcher fälle der eigentliche knackpunkt - die schwer bis garnicht abstellbare erwartung, dass die sich das geld leihende person ab dem moment ähnlich handelt wie man das als verleihende person in der situation mutmaßlich oder der eigenen meinung nach tun würde.

    also, ich meine, die beiden werden sich ja höchstwahrscheinlich nicht von grund auf ändern, sondern bestenfalls ihre lebensführung ihrer finanziellen situation so anpassen können, dass sie auch in im normalen bereich liegenden schwierigen lagen nicht direkt ins schwimmen kommen. und das ist wahrscheinlich in einer großstadt mit angespanntem wohnungsmarkt, problematischer jobsituation, corona etc. schon schwierig genug - selbst wenn wir nicht von mindestlohnniveau beim einkommen reden.

    ich persönlich würde, unter der voraussetzung, dass sie ernsthaft etwas daran setzen, ihr möglichstes zu tun, die grundsituation zu verbessern (schuldnerberatung etc.), so weit es mir möglich ist helfen wollen und unter den umständen dafür sorgen wollen, dass es ihnen nicht noch schwerer gemacht wird, als es eh schon ist, was im falle von rausschmiss mit den folgen für die wohnungssuche danach im angespannten wohnungsmarkt schon nochmal ein ding ist. aber ja, ich würde es erstens nur im rahmen einer "moderation" via schuldnerberatung machen und zweitens tatsächlich das geld erstmal als (finanziell) verloren verbuchen und mich eher daran freuen, falls ich davon doch irgendwann nochmal was wieder sehe und ansonsten ggf. daran, dass es zumindest dazugeführt hat, dass die beiden sich mal ernsthafter mit der sache auseinandergesetzt haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    khjgh
    Geändert von Inaktiver User (01.12.2021 um 22:22 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Das Ding ist, wenn ihr ihnen euren Notgroschen gebt und es passiert bei euch was unvorhergesehenes, dann steht ihr doof da.

    Ich finde den Vorschlag mit der Schuldnerberatung zwar gut, aber ich würde auf keinen Fall meinen (kompletten?) Notgroschen dafür opfern. Wären mit 3000€ beide Monatsmieten bezahlt oder nur eine? Gibts eine Idee von ihrer Seite, wie sie die Miete die nächsten Monate stemmen?

    Ich kann nicht genau sagen wieso, aber ich finde den Gedanken, dass sie euch über ihre Planung und Ausgaben dann (zumindest gefühlt) Rechenschaft schuldig sind, sehr ungut. Ich würde ihnen lieber 1000€ wirklich schenken und dann aber klar kommunizieren, dass es geschenkt ist und das die letzte Summe von euch war.

  7. Stranger

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    AW: Geld verleihen?

    VIelleicht kam es falsch rüber. Mir ist es egal, was sie mit ihrem Geld machen und ich will auf keinen Fall eine Rechenschaft. Aber ich möchte, wenn ich Geld gebe, die Option, dass ich es wieder bekomme und zwar ohne, dass ich "bitte bitte" mache.

    Ich denke eine Schuldnerberatung ist ein sehr guter Ratschlag.
    Yep, ihr Vermieter hat gesagt, wenn sie bis zu 1.11 die Mietrückstände nicht bezahlt haben, spricht er die Kündigung aus (und das kann er rechtlich). Sie hatten weniger Gehalt und haben dann immer wieder andere Löcher gestopft. Wobei meine Schwägerin seit Januar raus ist aus der Kurzarbeit und mein Bruder seit September. Da hätte es ja möglich sein müssen, guten Willen zu zeigen und Miete zurückzuzahlen. Ich bewerte hier den Vermieter als kulant. Andere hätten vielleicht schon gekündigt.

    Ich verstehe nicht, warum sie dann im Sommer noch nach Italien in den Urlaub fahren mussten. Ja, das geht mich nichts an. Wenn ich aber weiß, ich bin zwei Monate mit der Miete im Rückstand, dann setze ich die Priorität darauf, die Schulden zu bezahlen.

    3000 ist eine Summe, die wir beide nicht verschenken wollen. Ich möchte auch die 200 Euro vom letzten Jahr gar nicht wieder. Es geht mir um die ART, wie man damit umgegangen ist: aussitzen und schweigen.Das hinterlässt gar kein gutes Gefühl bei mir und auch mein Mann hat seine Bedenken. Aber es ist der Bruder und wir werden wohl die Summe geben. Aber wir werden auch fragen, wo sie denn noch überall Geld offen haben (um abschätzen zu können, wann und ob wir unser Geld wiedersehen werden).
    Ich denke es wird noch ein Gespräch von Bruder zu Bruder geben...

  8. Stranger

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    AW: Geld verleihen?

    Nicht zitieren
    (Mich ärgert es eben ein bisschen: Wir waren auch in Kurzarbeit, wir haben eine Immobilie abzubezahlen und auch unsere Verpflichtungen. Vielleicht bin ich ein bisschen neidisch auf diesen sorglosen Umgang, den sie haben. Muss man nicht haben, aber vielleicht versteht das jemand. Während andere sich um alles bemühen, machen sie es sich einfach, am Ende retten wir ihnen den Hintern

  9. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Ich versteh das voll. Wüsste auch nicht genau, was ich machen würde, aber ärgern auf jeden Fall.

  10. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Sommerminze Beitrag anzeigen
    VIelleicht kam es falsch rüber. Mir ist es egal, was sie mit ihrem Geld machen und ich will auf keinen Fall eine Rechenschaft. Aber ich möchte, wenn ich Geld gebe, die Option, dass ich es wieder bekomme und zwar ohne, dass ich "bitte bitte" mache.
    Ich verstehe dich hier total, dass du der Rückzahlung nicht nachrennen möchtest. Aber irgendwie werden sie sich doch trotzdem rechtfertigen, was sie nicht alles brauchten, und euch deshalb das Geld nicht zurückzahlen können.

    Zitat Zitat von Sommerminze Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, warum sie dann im Sommer noch nach Italien in den Urlaub fahren mussten. Ja, das geht mich nichts an. Wenn ich aber weiß, ich bin zwei Monate mit der Miete im Rückstand, dann setze ich die Priorität darauf, die Schulden zu bezahlen.
    Siehst es dann immer noch so, dass es dich nichts angeht, wenn sie nächsten Sommer in Urlaub fahren anstatt euch das geliehene Geld zurückzuzahlen? Und selbst mit der Aktion im Sommer haben sie euch nun mitreingezogen. Ihr müsst nun entscheiden, ob ihr ihnen helft oder ob es euch egal ist, wenn sie auf der Straße sitzen. Ich habe ich vollstes Verständnis für deinen Unmut.

    Zitat Zitat von Sommerminze Beitrag anzeigen
    3000 ist eine Summe, die wir beide nicht verschenken wollen. Ich möchte auch die 200 Euro vom letzten Jahr gar nicht wieder. Es geht mir um die ART, wie man damit umgegangen ist: aussitzen und schweigen.Das hinterlässt gar kein gutes Gefühl bei mir und auch mein Mann hat seine Bedenken. Aber es ist der Bruder und wir werden wohl die Summe geben. Aber wir werden auch fragen, wo sie denn noch überall Geld offen haben (um abschätzen zu können, wann und ob wir unser Geld wiedersehen werden).
    Ich denke es wird noch ein Gespräch von Bruder zu Bruder geben...
    Die markierten Punkte sehe ich als Knackpunkt. Zum einen wollt ihr diese Summe nicht verschenken. Und zum anderen habt ihr beide bedenken, ob das gut geht.
    Geht hier vielleicht tatsächlich nochmal in euch und überlegt, ob ihr euch das leisten könnt. Was ist, wenn bei euch etwas kaputt geht und ihr in nächster Zeit etwas größeres ersetzen müsstet? Könnt ihr euch das ohne die 3000 leisten oder müsstet ihr dann Schulden aufnehmen? Was wäre, wenn ihr das Geld tatsächlich nicht wiederseht? Könntet ihr das dann als Geschenk ansehen oder nicht?

  11. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Chance dass jemand mit einem Räumungstitel noch mal ne Wohnung bekommt, liegt halt bei 0,01%. Auch wenn’s ewig dauern mag, bis der vollstreckt werden kann.

    Also ja: ich würde das Geld leihen. Mit Bedingungen und Vertrag. Schuldnerberatung, realistischer Abzahlungsplan und: sucht ne neue Wohnung.
    Ja, würde ich wohl auch so machen.
    Und dem Bruder nahelegen, mal ein Jahr lang nicht in den Urlaub zu fahren.

    Klar, so eine Auszeit ist wichtig, aber wenn sie finanziell nicht drin ist, ist sie finanziell nicht drin. Mein letzter gebuchter Urlaub (mit Hotel etc.) ist zum Beispiel über 10 Jahre her. Damit möchte ich mich nicht zum Maßstab machen und es wäre für eine Familie wohl auch nicht super, aber es soll zeigen, dass es durchaus möglich ist mal 1-2 Jahre zu verzichten.

  12. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Also entschuldige, aber wenn sie mit einem Mietrückstand und weiteren Schulden im Sommer erstmal in den Italienurlaub gefahren sind, wäre ich da wohl nicht mehr so kulant. Also da würde ich das Geld nicht mehr leihen.

    edit. Und ich kann das total verstehen, dass du da ein Stück weit den sorglosen Umgang mit Geld beneidest. Geht mir auch oft so.

  13. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber wenn kein Geld mehr da ist oder z.B. in eine Privatinsolvenz gegangen wird, bring einem ein Vertrag ja auch nix und man sieht hoechstens einen Bruchteil des Geldes.
    Ja na klar, es ging ja gerade um "nichtjuristische" Folgen eines schriftlichen Vertrags.

    Dass der juristisch nur was bringt, wenn man auch Leistungsklage erhebt und die Schuldner zahlungsfähig sind, wurde schon gesagt.

  14. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also entschuldige, aber wenn sie mit einem Mietrückstand und weiteren Schulden im Sommer erstmal in den Italienurlaub gefahren sind, wäre ich da wohl nicht mehr so kulant. Also da würde ich das Geld nicht mehr leihen.

    edit. Und ich kann das total verstehen, dass du da ein Stück weit den sorglosen Umgang mit Geld beneidest. Geht mir auch oft so.
    Also sie fahren lieber in den Urlaub, statt Miete zu zahlen?

    Das muss ja zeitlich nah beieinander gelegen haben, Urlaub und Mietrückstand.

    Unter diesen Umständen würde ich auf gar keinen Fall Geld leihen, sondern nur als Unterstützung und Beratung zur Verfügung stehen, um mit ihnen zur Schuldnerberatung zu gehen z.B..

  15. Member

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    AW: Geld verleihen?

    mir gehts wie vielen anderen hier, spätestens bei der entscheidung, lieber in den urlaub zu fahren statt ausstehende mietschulden zu zahlen, wäre ich raus.
    (hab aber weder selbst geschwister noch einen partner, der geschwister haben könnte, insofern hab ich natürlich leicht reden)

  16. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Mit der Info vom Urlaub würde ich jetzt auch kein Geld geben (verleihen würde ich da eh aus dem Wortschatz streichen).

  17. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Ich kann das total verstehen! Ich persönlich würde nichts leihen, weil ich das Geld gar nicht hätte, aber das ist ja ne andere Grundlage.

    Nicht zitieren bitte:
    (edit: weg)

    Ich würde es ganz und gar lassen, egal, ob ich das Geld habe oder nicht. Man treibt imho die Verursacher immer weiter rein und hilft damit gar nicht - im Gegenteil.
    Wir haben deswegen auch keinen Kontakt mehr seither und ich wünsche es mir auch gar nicht mehr anders, weil es mich, sogar stellvertretend, aufregt.
    In meinen Augen gehört hier eine grundlegende Psychotherapie dazu. In der Verwandtschaft ist man zu nah dran.
    Geändert von Inaktiver User (18.10.2021 um 18:35 Uhr)

  18. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    ich hätte das geld schon am anfang des threads nicht verliehen - mit dem wissen, dass die trotz mietschulden fröhlich in den urlaub sind, hätte sich dann auch mein schlechtes gewissen diesbezüglich verabschiedet.

    ich würde denen die nummer vom schuldnerberater geben, und fertig. es läuft dann wohl auf eine privatinsolvenz hinaus?

    man kriegt gekündigte mieter auch so schnell nicht aus der wohnung raus, so was kann sich ewig hinziehen, die werden also nicht schlagartig obdachlos. hilft nur auf dauer nichts, wenn irgendwann eine neue wohnung angemietet werden soll...

  19. Inaktiver User

    AW: Geld verleihen?

    Sehe ich ähnlich und hab auch einen ähnlichen Fall in der Familie.
    ...
    Ich würde das Geld nur verleihen, wenn ich den Eindruck hätte, dass der Bruder wirklich eingesehen hat, was das Problem ist, ein echter Änderungswille da ist und ein konkreter Plan zum Schuldenabbau und Reduzierung der Ausgaben in der Zukunft.
    Geändert von Inaktiver User (07.12.2021 um 22:11 Uhr)

  20. Addict

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    AW: Geld verleihen?

    grundsätzlich würde ich es leihen. wir sind dank corona letztes jahr auch immens in not geraten, hatten ein gehalt (teilzeitgehalt) plus eine hohe miete (nein, keine teure wohnung, leider allgemein teure mietpreise)...und waren froh als uns meine eltern aus der patsche geholfen haben. natürlich haben wir alles zurückgezahlt.

    das mit dem urlaub würde mich auch ärgern aber ich würde dennoch helfen.

    allerdings ist es ja SEIN bruder und vielleicht gibt es ja die möglichkeit dass ihr euch beide 3000 euro vom konto nehmt, er leiht seinen teil seinem bruder und du behälst deinen teil (so würde ich das wohl machen), das mag man jetzt kleinlich finden aber es ist ja euer gemeinsames geld.

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