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  1. Addict

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Mein Umfeld war als Kind/Jugendliche sehr kinderreich.
    Bei mir hat sie die Panik, bloß nicht schwanger zu werden aber bis heute (bin 38) nie geändert ��
    Seit ca 3 Jahren bin ich mir sicher, dass dies so bleiben soll, da ich die Zukunft von unserem Planeten eher düster sehe (zunehmende Extrem-Wetterlagen usw.) und ein sehr schlechtes Gewissen hätte. Mich wundert oft, wenn ich höre „wie wird es für unsere Kinder sein?“ - das kommt doch alles nicht soooo plötzlich und sollte vorher überlegt werden? Naja, ich bin auch totaler Kopfmensch und jeder geht das Thema ja anders an.

  2. V.I.P.

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Irgendwie war mir immer klar, dass ich keine Kinder will. Das fand eigentlich nie jemand seltsam oder musste besonders argumentiert werden.
    Bei mir weitgehend auch so.

    Ich erinnere mich nur an eine einzige Situation, in der ich das Gefühl hatte, man erwarte sich dafür eine Argumentation.
    "Das Verliebtsein ist ja nicht mehr als ein psychiatrisches Durchgangsstadium und die zwanghafte Besessenheit von einem Menschen auf Dauer so ungesund wie Kokainkonsum." Um etwas Pepp in Vernunftbeziehungen zu bringen, empfiehlt der deutsche Paartherapeut Arno Retzer den gelegentlichen Einsatz von Wasserpistolen.

  3. Alter Hase

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    An mich wurde schon sehr deutlich herangetragen, dass meine Mutter gerne mal Oma werden würde. Als Einzelkind blieb da nicht so viel Interpretationsspielraum.

    Hat sich aber mit meinen Wünschen gedeckt. Tatsächlich habe ich mich lange auch immer nur mit einem Einzelkind gesehen. Kenne aber auch kaum Leute mit Geschwistern.

  4. V.I.P.

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Mir war eigentlich ab so Mitte 20 klar, dass ich mal Kinder will. So in dem Moment wo ich mich erwachsen und im Berufsleben angekommen gefühlt hab. Ab 30 war ich persönlich so weit los zu legen, wurde dann sehr viel später wg. andauernder Fernbeziehung. Insofern gabs dann auch wenig Druck vom Umfeld richtung Babys. Ein Geschwister von mir hatte allerdings auch schon vorgelegt, insofern war bereits für Enkel gesorgt.

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Danke schonmal für alle Antworten, ich finde das echt spannend! Krass aber, dass doch auch einige ohne Kinderwunsch sagen, dass sie früher dachten, dass das "dazugehört".

    Ich picke gerade mal ein paar Dinge raus:

    Zitat Zitat von _Sophie_ Beitrag anzeigen
    Ich fand das aber als Kind immer komisch und ich weiß, dass meine Schwester und ich unsere Eltern auch häufiger gefragt haben, warum sie keine Kinder haben.
    Ja, ich fand das als Kind auch komisch, weil ich immer dachte, dass man automatisch so mit 20-25 eine*n Partner*in "bekommt" und dann eben auch Kinder. Liegt aber bei mir eben vor allem daran, dass Single-Dasein und Kinderlosigkeit in meinem Umfeld quasi nicht vorkamen und wenn dann wurde das schon eher wertend betrachtet. :/

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    aber mit jemandem zusammen ich darüber nachdenken könnte, wenn der andere wirklich viele Aufgaben übernimmt.
    So hab ich mir das als Teenie und in meinen 20ern auch vorgestellt. Ich wollte nie die stereotype Mutterrolle übernehmen, sondern direkt nach dem Mutterschutz wieder voll arbeiten. Das hat meine Mutter allerdings auch gemacht.

    Zitat Zitat von Caly Beitrag anzeigen
    Freundinnen, die das Kinder kriegen bereuen (was nicht mit mangelnder Liebe zu den Kindern verwechselt werden darf!
    Darüber wird ja auch einfach null gesprochen! Und es ist eigentlich schlimm, dass man das mit der Liebe immer dazusagen muss und es selbst dann noch abgewertet wird. :/

    Ich glaube wenn da offener drüber gesprochen würde, würden einerseits vielleicht mehr Leute keine Kinder bekommen, die ambivalent sind oder eigentlich auch gar keine wollen, aber sich unter Druck gesetzt fühlen und andererseits würden Mütter sich vielleicht nicht so beschissen fühlen, wenn sie überfordert sind. Es ist auch einfach so schlimm, dass Frauen mit und ohne Kinder immer so gegeneinander ausgespielt werden, obwohl das zwei Seiten derselben Medaille sind.

    Ally, das mit der Katze kann ich gut nachvollziehen! Das mit der Prägung meinte ich auch gar nicht in Bezug auf den Kinderwunsch an sich, sondern eben auf sowas wie "Hab ich nie hinterfragt, gehört halt dazu!" oder "Mein Umfeld macht mir da keinen Druck!" Dass ein Kinderwunsch eher wie sexuelle Orientierung da ist oder nicht (oder vielleicht auch irgendwas dazwischen), glaube ich nämlich auch.

    Zitat Zitat von 18.10.02 Beitrag anzeigen
    Bezüglich meiner Lebensplanung habe ich noch nie Druck wahrgenommen- zumindest dann nicht, wenn ich selbst mir absolut sicher und klar bin. Dann erlebe ich das, was andere als verunsichernd oder Druck ausübend erleben, ausschließlich als mangelndes Verständnis.
    Das finde ich ziemlich beeindruckend! Ich konnte das früher nie aushalten und hab mich immer sehr schnell verunsichern lassen. Das auszusitzen musste ich erst lernen.

    Zitat Zitat von Anin Beitrag anzeigen
    Ich hätte gerne mehr Kontakt zu Frauen, die keinen Kinderwunsch haben. In meinem Umfeld gibt es fast keine, auch wenig "role models".
    Ja, das geht mir genauso. Ich hab in meinem RL-Umfeld nur ein Paar, das keine Kinder will. Ich bin zwar selbst nicht ganz freiwillig kinderlos, aber ich glaub ich hab das gröbste an Trauerarbeit hinter mir, deshalb wär mir da egal, ob kinderlos oder kinderfrei. Die gesellschaftlichen Folgen sind ja doch dieselben.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bezüglich Prägung: Ich bin in einem Umfeld mit überwiegend der klassischen Vater-Mutter-Kinder Familie aufgewachsen. Es gab nur wenige kinderlose Verwandte und überhaupt keine alternativen Konzepte. Und ich fand das damals schon oft alles so ein bisschen... bräsig? [...] Vielleicht war es auch gerade das, was mich dazu bewegt hat, tatsächlich intensiv über das Thema nachzudenken und nicht einfach zu machen, weil "macht man halt so".
    Mir gings eigentlich ähnlich, wenn ich mal darüber nachdenke. Ich bin dazu auch noch auf dem Land aufgewachsen und wollte da schon als Kind immer weg. Und ich fand kinderlose Ehepaare immer faszinierend. Aber das war eine andere Welt, ich glaub ich dachte, dass das nicht für mich bestimmt ist oder mir nicht zusteht oder so. Ich hätte auch nie ein Orchideenfach studiert, obwohl ich das gerne gemacht hätte, das kommt vermutlich aus derselben Richtung.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Spannenderweise finde ich Kinder zwar im Großen und Ganzen einfach uninteressant, aber die mögen mich in der Regel aus unerfindlichen Gründen.
    Ich glaub das ist wie mit Katzen: die mögen ja auch eher diejenigen, die unaufgeregt mit ihnen umgehen.

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Einen starken emotionalen Kinderwunsch hatte ich dann später auch, also NUR aus gesellschaftlicher Erwartung heraus habe ich meine Kinder nicht bekommen Aber das Gefühl, eine Wahl zu haben, also dass das eine freie Entscheidung ist, die man so oder so treffen kann, hatte ich nie. Also klar, niemand hätte mir den Kopf abgerissen, wenn ich keine Kinder hätte bekommen wollen (meine Eltern wären SEHR traurig und auch vorwurfsvoll gewesen, da bin ich mir sicher), aber wie gesagt, das kam in meinem Kopf nichtmal vor.
    Ja, genau so gings mir eben auch. So einen richtig starken akuten Kinderwunsch hatte ich aber glaube ich nie. Das war immer eher so "in ein paar Jahren".
    I sigh as I observe
    The mathematics of the storm

  6. V.I.P.

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich glaub, das hab ich schon öfter geschrieben, aber hier noch mal
    Bei mir gabs nie einen Kinderwunsch und eher eine große Abneigung, gerade gegenüber kleinen Kindern. Hat auch keiner hinterfragt. Dann war ich mit 32 plötzlich schwanger - trotz attestierter Zeugungsunfähigkeit meines damaligen Partners. Kind bekommen, Partner verlassen und zack, da war der Kinderwunsch. Also habe ich mit 35 Kind Nummer zwei nach Behandlung in einer Klinik bekommen Ich wäre vermutlich ohne Kind(er) auch glücklich geworden, weil der Auslöser ja nur der "Unfall" war und der Mann als Vater absolut ungeeignet - aber nun ist es gut, wie es ist und auch mein Umfeld steht hinter mir, trotz gewolltem Alleinerziehendenstatus.
    Confusion
    Solution
    Conclusion
    Resolution


  7. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Dass ich was mütterliches habe, hör ich ab und an. Aber eigentlich nicht als Auftrag. (Oder ich krieg keinen Subtext mit.)
    Aber ne, Tatsache war das Leuten eigentlich immer klar, dass ich das so meine.
    So ein unpersönliches, von ner Ärztin oder der Maklerin oder so, die dann sowas sagen wie ‚Ja also wenn sie dann irgendwann mal…‘, klar. Aber das muss ich mir ja nicht anziehen.
    Ja, also das ist bei mir sicher auch blöd, ich ziehe mir das sehr an und fühle mich da halt immer nicht ernstgenommen und nicht gesehen. Deswegen schreie ich quasi immer lauter, dass ich WIRKLICH keine Kinder haben will, woraufhin die Leute noch mehr besänftigen wollen mit "Aber vielleicht irgendwann mal, du musst dich ja jetzt nicht festlegen." Es nervt.
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  8. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    In meinem Familienumfeld gibt es einige kinderlose/-freie, auch eine Alleinerziehende mit Einzelkind. Trotzdem war als Kind/Jugendliche mein direktes Umfeld sehr kindergeprägt und dort auch sehr normal, dass man irgendwann heiratet, Kinder bekommt. Ich dachte damals, möglichst früh (also SPÄTESTENS mit 25) und viele.

    Das hat sich zum Glück vor allem durch ds Studium und das Wegziehen geändert. Ich hatte trotzdem die ganze Zeit einen (emotionalen) Kinderwunsch. Zwischenzeitlich musste ich mich mit dem Gedanken auseinandersetzen, vielleicht keine Kinder bekommen zu können. Das hätte ich mir dann sogar vorstellen können, auch weil mir bewusster geworden ist, was man für ein Kind auch aufgibt. Für meinen Mann wäre es ein größeres Problem gewesen.

  9. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich beobachte bei mir etwas Interessantes, aber erst zum Thema:
    In meiner Familie haben viele Kinder und sie gehören dazu. Mein Papa hat viele Geschwister und fast alle Cousins/Cousinen, die einen Partner haben, haben auch Kinder.
    Ich selbst war mir lange nicht sicher, aber irgendwann waren wir dann soweit, dass Kinder der nächste logische Schritt waren und wir waren uns sicher, dass wir das auch gut hinbekommen würden.
    Also haben wir die Große bekommen. Meine Familie hat aber wohl erwartet, dass mein Bruder zuerst ein Kind bekommen würde, weil seine Frau eher bei jeden Baby verzückt schaut. Es hat sie wohl etwas erstaunt. Aber egal.

    Jedenfalls was ich beobachte: als unser Kind da war, fand ich Kinder großartig und hab mich für alle Babys rundum interessiert und letztlich wollte ich das Zweite unbedingt. Ich konnte vom Gefühl her auch nicht verstehen, warum jemand keine Kinder will (rational schon und das soll ja bitteschön jeder machen, wie er will).
    Jetzt da das Kind da ist, ist es irgendwie vorbei. Also wir lieben beide und sind froh, dass sie da sind. Aber eine weitere Schwangerschaft, noch ein Kind, no way. Andere Babys interessieren mich plötzlich nicht mehr und ich kann andere Leute verstehen, die keine Kinder möchten.
    Es hat nichts damit zu tun, dass unsere Zwei so furchtbar wären oder so. Sind sie nicht.
    Es ist einfach so als hätte jemand den "Kinderwunsch-Schalter" beim 1. Kind angemacht und nach dem 2. ausgemacht.

  10. V.I.P.

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ocean, lustig, bei mir ähnlich. Ich hatte „schon immer“ die Gewissheit, dass ich „irgendwann“ Kinder will. Ab Anfang/Mitte 20 war es tatsächlich schon Thema und irgendwann auch ziemlich krass, das hat alles bestimmt. Es klappte mit weniger Kindern als irgendwann mal gewünscht, aber zum Glück hat sich bei mir dieser Schalter nach K2 ebenfalls umgelegt und ich habe wirklich null Lust auf Babies und kleine Kinder (die von engen Freundinnen ausgenommen, aber da hat man ja auch eine Beziehung). Ich bemitleide Schwangere sogar eher und feiere es insgeheim, dass ich das NIE wieder machen muss.

    Vorgelebt bekommen hab ich eine große weitverzweigte Familie, von daher war es schon normal, Kinder zu bekommen, aber dort gibt es genauso kinderlose Frauen, also alles dabei. Wichtig war in der Hinsicht wahrscheinlich vor allem das Gefühl, ein großes Dorf im Background zu haben, selbst wenn ich alleinerziehend geworden wäre.
    „Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Ja, also das ist bei mir sicher auch blöd, ich ziehe mir das sehr an und fühle mich da halt immer nicht ernstgenommen und nicht gesehen. Deswegen schreie ich quasi immer lauter, dass ich WIRKLICH keine Kinder haben will, woraufhin die Leute noch mehr besänftigen wollen mit "Aber vielleicht irgendwann mal, du musst dich ja jetzt nicht festlegen." Es nervt.
    Wenn das halt so Fremde sind, dann denk ich mir nix dabei, außer halt ‚Statistik!‘, es kriegen ja doch mehr Frauen Kinder als nicht. Dann sag ich ‚Also Kinder stehen bei mir nicht auf der Agenda.‘
    Dann ist es immer durch. Ich diskutiert das nicht.

    (Also außer mal tatsächlich mit einer Ärztin,bei der es halt in Bezug auf die Behandlung relevant war. Aber auch da war es dann eben nur noch mal ein bekräftigen, dass ich nicht will. Ja nein wirklich nicht. Und dann war’s ok. Die musste sich halt einmal vergewissern, das hat medizinisch Sinn gemacht.)

  12. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich habe halt mittlerweile relativ viele Standartantworten, von einem augenzwinkernden "Lieber eine dritte Katze, als ein Kind" bis hin zu einem sehr rigiden "Na, wenn ich schwanger wäre, würde ich definitiv abtreiben". Darüber diskutieren tue ich auch nicht (mehr). Das funktioniert ganz gut. In meinem Kopf trage ich das dann aber min. drei Tage herum und habe das Gefühl, nicht ernst genommen worden zu sein.
    Im Rausch der Liebe ist Wahnsinn immer süß.

  13. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich kenne diese ewigen Kommentare auch. Bei mir hat das auch noch besonders reingehauen, weil die vermehrt zu einer Zeit kamen, in der es mir psychisch und dadurch auch physisch sehr schlecht ging und an Kinder einfach absolut nicht zu denken war. Meine Familie bzw vor allem meine Mutter war aber der Meinung, dass mir Kinder doch sicher helfen würden, dann hätte ich nämlich nicht mehr soviel Zeit zum Nachdenken und würde mich nicht mehr soviel mit mir selbst beschäftigen. Das lässt sich aber wohl damit erklären, dass hart Arbeiten die Bewältigungsstrategie #1 in meiner Familie ist. Wenn man Probleme hat, reißt man sich zusammen und stürzt sich in die Arbeit, Problem gelöst. Und keine Kinder bekommen ist halt eh blöd. Ich hab mich davon auch null ernstgenommen gefühlt und manchmal hätte ich mir gewünscht, mir hätte mal jemand gesagt, dass es voll ok ist, keine Kinder zu bekommen. Ich weiß, die haben das grundsätzlich alle nur gut gemeint und wollten mir Mut machen, aber manchmal geht das halt auch in die falsche Richtung und Loslassen ist der bessere Weg.
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  14. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Das mit dem Schalter finde ich übrigens interessant, das hab ich selbst auch mehrmals in beide Richtungen erlebt. Interessanterweise war der aber immer nur dann auf "an", wenn ich psychisch/emotional schwierige Zeiten hatte und/oder grad aus verschiedenen Gründen akut keine Kinder hätte haben können. Das gibt mir inzwischen auch ziemlich zu denken.
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  15. Addict

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Bei mir war es lange ein diffuser Irgendwann-mal-Wunsch. Als ich mit Ende 20 nach 8 Jahren wieder Single war, ist das Thema noch weiter in den Hintergrund gerutscht. Als ich dann meinen Mann kennengelernt habe war klar, dass „irgendwann mal“ nicht mehr lange funktioniert und langsam eine Entscheidung her muss. Gefühlt hätte ich gerne noch länger warten können, aber ganz ohne Kinder konnte ich mir auch nicht vorstellen und dann ging es halt los

    Im Umfeld gab es viele Kinder und auch viele mit Geschwistern, da war ich als Einzelkind eher der Exot. Unser Umfeld vor den Kindern ist größtenteils immer noch Single. Blöde Kommentare von näheren Bekannten/Freunden/Familie gab es aber nicht, obwohl es schon gelegentlich mal Gesprächsthema war

    Den Schalter kenne ich aber auch, daher wird es definitiv kein K3 geben

    Zitat Zitat von Efeu Beitrag anzeigen
    Ich bemitleide Schwangere sogar eher und feiere es insgeheim, dass ich das NIE wieder machen muss.
    Ja! Wobei ich schon nach dem ersten Mal keine Lust auf eine zweite Schwangerschaft hatte

  16. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich kann das (mal wieder) nicht richtig beantworten. In meinem umfeld als kind und jugendliche gab es schon eher familien mit kind, aber vor allem ein-kind-familien, eventuell zwei kinder. Als jüngeres kind wollte ich unbedingt richtig viele kinder bekommen, am liebsten 7 oder 8 Mit beginn der pubertät dann gar keine mehr und ich denke, es hätte sich auch niemand, der mich kennt, gewundert, wenn ich nie oder zumindest erst mit weit über dreissig ein kind/kinder bekommen hätte. Dass ich mit anfang 20 ein kind bekommen habe, damit hätte wohl niemand ein jahr davor gerechnet, am wenigsten vielleicht ich selbst. Innerhalb weniger wochen hat sich das damals komplett geändert und ich bin dann gewünscht schwanger geworden. Bis zur geburt des ersten kinder habe ich immer nur ein kind haben wollen und mich nie mit mehreren kindern gesehen. Das änderte sich dann auch… Vielleicht kenne ich mich selbst auch ziemlich schlecht, ich weiss es nicht. Jedenfalls wollte ich dann sehr lange ziemlich desperat ein zweites kind und eine zeitlang gab es gefühlt kaum ein anderes thema mit höherer priorität für mich. Nachdem dann das langersehnte zweite kind da war, legte sich auch der schalter um, von dem ihr hier berichtet habt. Lange konnte ich mir absolut gar nicht mehr vorstellen weitere kinder zu bekommen, nicht nur wegen teilweise furchtbarer schwangerschaften, aber auch. Meine kinder sind inzwischen recht gross und ich würde im leben nicht wieder ”von vorne anfangen” wollen mit all der verantwortung, dem rund um die uhr präsent und verfügbar sein müssen, dem ständigen schlafdefizit und dem ganzen daran hängenden verlust von eigenständigkeit und selbstbestimmung. Manchmal, manchmal sehe ich aber, dass sich ein romantisierter gedanke an ein kind mit dem neuen partner einschleicht. Theoretisch fände ich es wunderbar zusammen noch mal ein kind zu bekommen und grosszuziehen. Praktisch möchte ich das auf keinen fall. Von daher kann ich von glück sagen, dass es medizinisch unmöglich ist schwanger zu werden.
    Geändert von rhabarber* (28.10.2021 um 13:05 Uhr)
    vi kysstes ivrigt. våra läppar blödde

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ach so, ich finde den threadtitel ganz schön unglücklich gewählt. Viele mit kindern hatten nie einen kinderwunsch und vielleicht noch viel mehr(?) menschen, die einen sehnlichen kinderwunsch haben, leben unfreiwillig kinderlos.
    vi kysstes ivrigt. våra läppar blödde

  18. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von rhabarber* Beitrag anzeigen
    Ach so, ich finde den threadtitel ganz schön unglücklich gewählt. Viele mit kindern hatten nie einen kinderwunsch und vielleicht noch viel mehr(?) menschen, die einen sehnlichen kinderwunsch haben, leben unfreiwillig kinderlos.
    Es geht doch nicht um das Ergebnis, sondern um die Einstellung zu dem Thema und wie man zu dieser gekommen ist…

  19. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von rhabarber* Beitrag anzeigen
    Ach so, ich finde den threadtitel ganz schön unglücklich gewählt. Viele mit kindern hatten nie einen kinderwunsch und vielleicht noch viel mehr(?) menschen, die einen sehnlichen kinderwunsch haben, leben unfreiwillig kinderlos.
    Ich hab den bewusst so gewählt, weil es mir eben um das geht, was man sich wünscht, nicht um das, was man hat. Deshalb steht da ja auch "Kinderwunsch" statt "Kinder haben" und "kindfrei" statt "kinderlos".

    Ich bin selbst eigentlich ungewollt kinderlos (childless by circumstance nennt man das wohl, in einem anderen Leben hätte ich gerne Kinder bekommen, aber ich traue mir das mit meiner chronischen Krankheit nicht zu), aber inzwischen eben nicht mehr sicher, wieviel von meinem Kinderwunsch tatsächlich von mir kam und wieviel eher Sozialisation war. Deshalb wollte ich mal hören, wie andere das empfinden. Das ist ja grundsätzlich erstmal losgelöst davon, ob man tatsächlich Kinder hat oder nicht.
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  20. Ureinwohnerin

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von isilotta Beitrag anzeigen
    Es geht doch nicht um das Ergebnis, sondern um die Einstellung zu dem Thema und wie man zu dieser gekommen ist…
    Danke, das ist besser auf den Punkt gebracht als mein längerer Beitrag!
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