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  1. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir ist erst mit über 30 klargeworden, dass keine Kinder bekommen eine (realistische) Option für mich sein könnte, weil ich in einem Umfeld aufgewachsen bin, in dem Kinder bekommen eine Selbstverständlichkeit ist und keine Kinder haben als egoistisch und verantwortungsscheu angesehen wird. Das hat mich viel zu lange nachhaltig beeinflusst.

    Jetzt würde mich mal interessieren, wie das bei Euch war und ist, egal ob Ihr Kinder habt/wollt oder nicht? Gabs da Druck seitens der Familie? Hattet Ihr (viele) Menschen ohne Kinder in Eurem Umfeld und wenn ja, wie wurde über die geredet? Hattet Ihr das Gefühl, dass Ihr da eine Wahl habt? Erzählt mal, wenn Ihr mögt und ergänzt gerne, was Euch zu dem Thema noch so einfällt!
    Es ist schwierig. Ich wurde schon so geprägt, dass man machen kann, was man will. Meine Tante z.B. hat immer ihr Singleleben gelebt seit ich lebe, darüber wurde nicht groß geredet. (Aber sie hat einen Sohn), im erweiterten Verwandtenkreis gibt es auch kinderlose unverheiratete Frauen. Es hieß immer, diejenigen wären so zufrieden.
    Ich hatte trotzdem früh meinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil sie von mir keine Enkelkinder erwarten können, und es gibt nur mich, ich habe keine Geschwister. Das wollte ich früh und oft klären, ob sie damit klar kommen. Es war nie ein Problem, auch darauf war die Antwort, dass ich mit meinem Leben ja machen kann was ich will, allerdings mit dem Zusatz, dass ich das ja jetzt noch nicht entscheiden könne und sich das noch ändern kann.

    Ich glaube tatsächlich, der Gedanke hat mich geprägt. Dass man nichts endgültig sagen kann, dass es sich jederzeit ändern kann, je nach Partner. Das nehme ich total ernst. Also ich könnte mich niemals sterilisieren lassen.

    In letzter Zeit habe ich das diffuse Gefühl, eine "Familie" zu wollen, also zusammen mit einem Partner ein familiäres, heimeliges Gefühl.. aber irgendwie beinhaltet das keine Kinder. Ich weiß aber auch nicht, was dann. Ich habe ein bisschen Angst, dass sich das zu einem Kinderwunsch entwickeln könnte.

    Bei Freunden mag ich deren Kinder immer ganz gerne, freu mich, die kennenzulernen und an ihrem Leben teilzuhaben. Ich muss nicht jedes Detail wissen, aber ich will immer wissen wie es ihnen geht und was sie machen und über Fotos freu ich mich auch.
    Aber ich fall jetzt auch nicht vor Begeisterung vom Stuhl wenn ich sie besaßen oder noch schlimmer drauf aufpassen soll.

  2. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von wunda Beitrag anzeigen

    In letzter Zeit habe ich das diffuse Gefühl, eine "Familie" zu wollen, also zusammen mit einem Partner ein familiäres, heimeliges Gefühl.. aber irgendwie beinhaltet das keine Kinder. Ich weiß aber auch nicht, was dann. Ich habe ein bisschen Angst, dass sich das zu einem Kinderwunsch entwickeln könnte.
    Ich wohne in einem Mietshaus in dem fast nur Mitte Dreißigjährige wohnen. Alle haben Kinder, mindestens eines.
    Ich würde mal frech behaupten, unsere Wohnung ist die heimeligste weil ruhig.

    Das ist ja auch ein Idealbild einer Bullerbü-Familie die da projiziert wird. Ich hab aber nicht das Gefühl, dass die meisten Paare die ich kenne, die Kinder haben, sich in den ersten zwei Jahren, besonders familiär und heimelig gefühlt haben.

  3. Addict

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Passend zum Thema Kinderlosigkeit bei Frauen: Vielleicht will ich kein Kind - taz.de. Was ich an der ganzen Kinderwunschdiskussion so schlimm finde ist, dass Frauenkörper nie privat sind und man Frauen nicht zutraut, die richtige Entscheidung für sich selbst und für ihren Körper zu treffen. Ein Kinderwunsch wird in der Regel nicht so seziert, wie die Entscheidung gegen Kinder, bei der man sich ja wie man auch hier im Thread lesen kann fast immer rechtfertigen muss. Ich sehe da noch sehr viel Nachholbedarf.
    Ja empfinde ich auch so. Wenn man tatsaechlich mal Ueberlegungen anstellt, aus welchen Gruenden Menschen sich tatsaechlich Kinder wuenschen, die ueber Kinderliebe hinaus gehen, wird man ziemlich schnell als zu pragmatisch, herzlos oAe dargestellt.

    Ich bin als Einzelkind aus finanziellen Gruenden aufgewachsen und das war mir sehr frueh bewusst und hat mir schon frueh vermittelt, dass es Gruende gegen Kinder geben kann.
    Ein Onkel ist kinderlos geblieben und hatte eher ein freies Junggesellenleben, aber war damit sehr die Ausnahme und wurde auch so behandelt.

    Sehr praegend war aber auch meine Tante, die ihre Familie als das wichtigste in ihrem Leben sieht, das auch immer sehr betont, nach den Kindern nie wieder arbeiten gegangen ist und auf gegensaetzliche Entwuerfe eher empfindlich reagiert. Also zum Beispiel auf die Frage, inwieweit man sich von seinen Eltern abwendet und aus welchen Gruenden, oder der Tatsache, dass viele Menschen ihre Ursprungsfamilie nicht (mehr) als den Mittelpunkt ihrer Welt sehen.
    Praegend war das fuer mich dahingehend, dass ich gemerkt habe, dass ich mit dieser totalen Familienzentriertheit und dem Tabu Grenzen ziehen zu duerfen und Distanz zu seiner Familie zu suchen, nicht viel anfangen kann.
    Diese Abhaengigkeit macht mich gerade zu nervoes, laesst mich aber auch manchmal schuldig meinen eigenen Eltern gegenueber fuehlen, da ich recht weit weg wohne.

    Ich moechte ungerne einem Kind dieses Gewicht von Verantwortung aufbuerden. Deswegen empfinde ich es auch als unglaublich wichtig, seine Motive ehrlich zu hinterfragen.

    Gleichzeitig gibts in mir einen grossen Teil, der diese Erfahrung der Elternschaft nicht missen moechte.

    Also, unterm Strich bin ich noch sehr ambivalent
    Geändert von Traumregen (11.11.2021 um 12:43 Uhr)

  4. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will dir das Zitierte definitiv nicht ausreden, jede ist da ja auch einfach anders und ein "richtig oder falsch" wird es da kaum geben.
    Aber als ich das gelesen habe, ploppte in mir sofort ein "doch, man (ich) kann das endgültig sagen!" auf. Also klar, fragt mich in 50 Jahren nochmal, ob ich alle meine Lebensideen tatsächlich so beibehalten habe, man kann leider nicht in die Zukunft schauen. Aber Kinderfreiheit ist echt so ein Basicding, wo ich mir überhaupt rein gar nicht vorstellen kann, dass sich das ändern könnte.
    Also würde ich DEN Mann meines Lebens treffen und nur noch in rosaroten Herzchen denken und der würde dann raushauen, dass er sich Kinder wünscht... hmm. Entweder würde ich mich instant entlieben, weil ich es sooo unvereinbar fände oder ich müsste aus Vernunftsgründen gehen?! Eine kleine Grauzone ist es noch, wenn er bereits Kinder hätte. Eigentlich habe ich absolut Null Bock auf so eine Konstellation. Das wäre eine sehr individuelle Einzelfallentscheidung, aber fröhlich juhuuu schreien würde ich nicht. Habe mir meine Lebensgestaltung halt echt anders vorgestellt und will die auch nicht von fremden Kindern crashen lassen.
    Und irgendwie könnte man es ja auch anders herum betrachten: Zurückschieben geht nicht mehr. Eine Entscheidung für Kinder ist also sehr endgültig und da kann man sich auch nicht denken, dass sich die Gedanken dazu jederzeit ändern könnten, denn jetzt ist das Kind halt da.
    Jap, ich glaube dir sofort, dass du das endgültig sagen kannst. Und wenn ich ne Doku über Sterilisation sehe denke ich auch nicht "Oh nein, wie kann sie nur" sondern nichts weiter, wenn das für andere die richtige Entscheidung ist, voll ok!
    Was Männer betrifft, ticke ich da auch anders als du. Wenn mir eine Freundin sagt, naja dann musst du dir halt gezielt jemanden ohne Kinderwunsch suchen, dann wehrt sich auch was in mir dagegen. Ich will mir das einfach offen halten, alles in Betracht ziehen und gegebenenfalls schauen, ob ich etwas ändern will oder kann. Wenn die Situation da ist.
    Wenn ich mir hingegen vorstelle jemanden zu daten, der schon ein Kind hat, dann stelle ich mir jetzt echt vor, dasss ich mich schnell entlieben und sehr weit weg rennen würde. Das ist keine Grauzone mehr.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Katze? Einen Hund? Ein Meerschwein? Also zwei Meerschweine natürlich
    Wenn dann Papageien! Oder Wellensittiche!

    Und warum schreit alles in mir da schon "Hilfe, zu viel Verantwortung! Da muss man sich ja immer kümmern!!"?

  5. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Und in der heimeligen Familienvorstellung, kommen Kinder ja auch nie in eine furchtbare Pubertät.

  6. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Kinder bekommen ist halt wirklich nichts für Feiglinge um es mal provokant und ehrlich zu schreiben...

  7. Addict

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Solange du im Umkehrschluss nicht sagen willst, dass Kinderlosigkeit feig ist...

  8. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Das will ich im Umkehrschluss nicht sagen, genau...
    Geändert von moon (13.11.2021 um 18:11 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    . Ich schreib nachher noch mal was, das war jetzt wirr und blöd formuliert, sorry.
    Geändert von Inaktiver User (12.11.2021 um 11:56 Uhr)

  10. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Shawna, Ich schreib trotzdem schon mal was dazu, ich hab's noch gelesen. Also ich fühl mich überhaupt nicht angegriffen!

    Aber eigentlich bin ich ja gerade ein Gegenbeispiel dann, weil es ging ja um Frauen die sagen, sie haben keinen Kinderwunsch Punkt. Und drei Jahre später haben sie plötzlich doch ein Kind oder sagen "Wir wollen unbedingt Kinder", .
    Aber ich sag ja gerade das nicht, ich sag, ich hab jetzt keinen Kinderwunsch und hatte noch nie einen, es kann aber sein, dass sich das irgendwann ändert.

    Verstehe aber auch total, dass Frauen eben genau das passiert, also ich finde, solange sie sagen, sie haben keinen Kinderwunsch, gehören sei halt genau so zur kinderlos-Fraktion wie die, die wirklich nie Kinder bekommen haben und aus dem Alter raus sind. In dem Moment ist es so, und das sollte man ihnen auch nicht absprechen.
    Aber wenn es sich ändert... dann hat es sich halt geändert, dann ist das halt deren Leben.

    Dass die Gesellschaft die einen anhand der anderen beurteilt finde ich auch nicht gut, also z.B. jemandem den Wunsch nach Sterilisation absprechen, weil es sich ja bei irgendeiner anderen Person geändert hat. Die eine hat nichts mit der anderen zu tun.

  11. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich fand Weihnachten mit Kind bisher sehr toll und die ersten zwei Baby-/Kleinkindjahre habe ich mich sehr familiär und heimelig gefühlt Jetzt noch mehr (mit Baby und 2,5jähriger), wir freuen uns auch alle total (also ok das Baby wohl nicht ) auf die Weihnachtszeit

    Aber ich wollte das halt so und für mich fehlte vorher was, so dass es für mich schwierig gewesen wäre, mich ohne Kinder familiär und heimelig zu fühlen. Das wird ohne Kinderwunsch wohl anders sein.

  12. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich bin auch sehr dankbar Mama sein zu dürfen...,ich hatte aber auch einen sehr starken Kinderwunsch...,aber ja natürlich ist das nicht bei jeder Frau so,Jennifer Aniston ist ein Beispiel die dafür extrem stark angegriffen wurde von den Medien und warum sie kinderlos ist geht niemand etwas an

  13. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fand Weihnachten mit Kind bisher sehr toll und die ersten zwei Baby-/Kleinkindjahre habe ich mich sehr familiär und heimelig gefühlt Jetzt noch mehr (mit Baby und 2,5jähriger), wir freuen uns auch alle total (also ok das Baby wohl nicht ) auf die Weihnachtszeit

    Aber ich wollte das halt so und für mich fehlte vorher was, so dass es für mich schwierig gewesen wäre, mich ohne Kinder familiär und heimelig zu fühlen. Das wird ohne Kinderwunsch wohl anders sein.
    ja, auch ohne kinder kann man sich familiär und heimelig fühlen.

  14. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Bzgl Weihnachten ist es bei mir eher so, dass ich seit vielen Jahren irgendwie gar nicht mehr in Stimmung bin und ganz froh bin, da nicht für Kinder was veranstalten zu müssen.

    Ich freu mich, wenn wir abends schön zusammen essen, aber ich hab schon gar keine Lust, was zu schmücken oder so.

  15. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    schön .) hauptsache du bist glücklich damit, dass ist eh das wichtigste <3

    ich mag die vorweihnachtszeit so gern, schmücke so gern oder habe kerzen an und backe gern und
    gucke mir die lichter der vorweihnachtszeit an, aber auch ohne stelle ich mir das sehr entspannt vor,
    keine erwartungen, die vielleicht nicht erfüllt werden können, falls mal was nicht klappt.

  16. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ja, auch ohne kinder kann man sich familiär und heimelig fühlen.
    ich kann das zB nur ohne Kinder.

    Mit Kindern find's ich aus zu schmutzig, zu laut, zu nervig.


    ok ich bin auch generell einfach Bernd das Brot.

  17. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    -
    Geändert von Inaktiver User (23.11.2021 um 11:58 Uhr)

  18. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Und so ein bisschen angesäuselt mit Schampus (oder Cremant oder Glühwein.

  19. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Trubel und kindliche Heiterkeit in all ihren gerne lauten Ausprägungen umfasst dieser Begriff für mich nicht.
    mich hat alles das auch schon genervt, als ich selbst noch ein Kind war.


    Muss auch sagen, dass ich inzwischen dankbar bin, keinen Kinderwunsch zu haben. Dass ich keine will, wusste ich schon mit 13. Aber inzwischen bin ich sicher, dass Elternschaft mich todunglücklich machen würde. Das ganze Konzept geht gegen jedes einzelne Bedürfnis, das ich habe.

  20. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich verbinde "heimelig" überhaupt nicht mit Kindern, ganz im Gegenteil. Gemütlich, behaglich, wohlig, um mal Googles erste drei Synonyme aufzugreifen, ist es für mich unter anderem, wenn herrliche Ruhe und nochmals Ruhe herrscht. Dazu gerne ein aufgeräumtes Ambiente ohne Legosteine, auf die ich drauf trete oder die man sich gegenseitig an den Kopf schmeißen kann. Trubel und kindliche Heiterkeit in all ihren gerne lauten Ausprägungen umfasst dieser Begriff für mich nicht.
    !

    beim Kind ist es halt für mich schön, wenn sie sich nen Ast freut, aber heimelig ist es echt nicht

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