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  1. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Serpentine, doch, habe tatsächlich einen entfernten männlichen Bekannten, der komplett anders drauf ist, seitdem er ein Kind hat.
    Ich habe ihn vor gut 10 Jahren kennengelernt, weil wir die gleichen Bands mochten und oft zusammen auf Konzerte gegangen sind. Er hat auch viel über Musik und Konzerte auf Social Media gepostet.
    Irgendwann bin ich eine andere Stadt gezogen und wir haben uns etwas aus den Augen verloren, er dann seine jetzige Frau kennengelernt und sie geheiratet, da wurde es schon weniger…dann kam das Kind und seitdem postet er nur noch über Kinderkram, Backen, in seiner Insta-Bio steht nur noch was von Papasein etc. Also auch schon vor Corona. Diese Wandlung hat mich auch massiv abgeschreckt und mich nochmal bestärkt, dass ich wirklich keine Kinder möchte.

    Zum Ausgangsthema kann ich nur sagen, dass ich mir noch nie vorstellen konnte, Mutter zu sein und niemals Kinder wollte. Als ich jünger war, dachte ich immer, das kommt vielleicht noch (biologische Uhr, mit dem richtigen Mann und sowas halt), aber der Kinderwunsch kam nie. Jetzt bin ich 38 und glaube auch nicht, dass ich meine Meinung nochmal ändern werde. Ich bin Single, wohne alleine und bin froh, dass ich meine Zeit einteilen kann, wie ich mag, spontan Dinge unternehmen kann.

    So richtig aussprechen und auch vor anderen diese Meinung vertreten konnte ich aber erst, als ich sehr schlimmen Liebeskummer hatte und mir irgendwann eingestehen musste, dass das doch eh nie was geworden wäre, weil ich wirklich keine Kinder möchte. Und ich habe im Laufe der Zeit neue Freundinnen gefunden hatte, die auch keine Kinder haben möchten.

    Die Kinder meiner Freundinnen mag ich aber gerne und habe echt Spaß mit ihnen. Danach reicht es mir aber auch wieder.
    Geändert von Inaktiver User (17.11.2021 um 20:59 Uhr)

  2. Enthusiast

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich wollte jetzt auch gar nicht ausschließen, dass es Männer gibt, die sich durch Kinder verändern und man hat ja wie gesagt mit Kleinkindern einfach gar nicht mehr die Zeit, um viele Konzerte zu besuchen. Dein Bekannter ist dann quasi wie ein männliches Pendant zu meiner Freundin. Aber es gibt ja auch Menschen, die Kinder haben und irgendwie noch sie selbst bleiben.

  3. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Es gibt auch Menschen die sich verändern innerhalb von 10 Jahren und andere Hobbies und Meinungen haben, ohne Kinder zu bekommen

  4. Enthusiast

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Naja ich denke man kann davon ausgehen, dass sich die meisten Menschen innerhalb von zehn Jahren irgendwie verändern. Es geht hier doch aber um eine ganz abrupte Veränderung, die damit einsetzt, dass jemand Vater oder Mutter geworden ist.

  5. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von serpentine Beitrag anzeigen
    Naja ich denke man kann davon ausgehen, dass sich die meisten Menschen innerhalb von zehn Jahren irgendwie verändern. Es geht hier doch aber um eine ganz abrupte Veränderung, die damit einsetzt, dass jemand Vater oder Mutter geworden ist.
    Ja! Und dass es plötzlich so gut wie gar keine anderen Interessen und Themen außer dem Kind gibt.

    Dieser Bekannte ist zum Glück der Einzige, bei dem mir das so extrem aufgefallen ist.

  6. Urgestein

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich finde es sehr normal, dass man hauptsächlich mit den eigenen Kindern beschäftigt ist, solange sie so 0-3 sind. Wer es trotzdem noch schafft, seine Hobbies (so ähnlich) wie vor der Geburt aufrecht zu erhalten, hat eben oft ein hohes Energielevel oder ihm/ ihr wird viel Kindesbetreuung abgenommen etc. Spätestens wenn das Kind dann im Schulalter ist (wiederum: mit Ausnahmen, es ist natürlich etwas anderes, wenn das Kind chronisch krank oder behindert ist) und die Eltern immer nur noch über die Vorteile einer bestimmten Pädagogik gegenüber einer anderen statt über ihren eigenen Musikgeschmack sprechen/ posten, fände ich es nicht mehr so toll. Aber wirklich, vor allem im ersten Lebensjahr des Kindes denke ich, dass das eine Phase ist, die vorübergeht...

  7. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Meine eigene Mama hat z.B. nie wieder zu ihren Hobbies zurückgefunden. Ich habe so nach und nach rausgefunden, dass sie vor mir Karate gemacht hat und dabei sogar richtig gut war, die Vorstellung ist völlig abstrus jetzt, dann ist sie noch mit ihrer Schwester joggen gegangen einmal pro Woche, am Fluss entlang, und sie hat "malen nach zahlen" gemacht, aber riesige, komplizierte Bilder und es hat super professionell ausgeschaut, so dass ich lange nicht wusste, dass es nach zahlen gemalt ist, mit richtig guten Ölfarben. Schallplatten hatte sie auch viele.
    Jetzt bin ich 32 und ihr einiges Hobby war die ganze Zeit seit ich sie kenne: Lesen.
    Sie ist in der Hinsicht echt ein Negativ-Beispiel für mich. Auch wenn's ihr gut geht damit.

  8. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ja klar verändert man sich automatisch.

    Ich war in meinen 20ern ganz anders drauf als jetzt in meinen 30ern. Ich war ein totales Stadtkind, bin ständig irgendwo zum Shoppen gerannt, mein Fokus lag ausschließlich auf Freizeit und hatte neben meinem Studium noch die Energie, jeden Tag 10km joggen und ins Fitnessstudio zu gehen.

    Und jetzt bin ich viel karriereorientierter, meine Freizeit nutze ich am liebsten für ruhige Aktivitäten ohne viel Trubel und beim Sport hat sich mein Interesse auf was ganz anderes verschoben.

    Ich denke, es gehört schon zum Leben dazu, sich zu verändern, andere Interessen zu entwickeln. Ich verstehe aber auch, was viele hier Beschreiben: Es ist einfach, wenn Kinder kommen bei vielen viel schlagartiger und krasser! Was wohl irgendwo in der Natur der Sache liegt. So ein Baby schluckt dich ja quasi. Und das ist eben das, was mich auch schreckt. Mir ist es ja an manchen Tagen schon zu viel, mit dem Hund raus zu müssen.

  9. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schon klar, dass sich mit Kind erstmal alles ändert und da einfach kein Platz mehr für andere Themen ist, das würde ich auch niemals beurteilen, aber ich kenne es eben auch ganz anders und das fand ich schon schade, grad auch weil da immer viel Wertung mitschwang, wenn man nicht den "normalen" Weg gegangen ist (selbst dass wir bei der Hochzeit beide unsere Namen behalten haben, wurde schon seltsam kommentiert).
    Ach ja, das hatte ich gestern wieder so ein tolles Beispiel.

    Eine Freundin von mir möchte mit ihrem Mann ein Haus bauen und die beiden haben sich auf Einheimischengrund beworben. Und dann hat denen doch glatt ein Freund reingedrückt, dass das eher Familien mit Kindern zustehen sollte.

    Ich finde diese Wertungen so unverschämt.

  10. Enthusiast

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    snow: Es gibt aber genauso auch sehr viele, für die das Interesse für Musik, Konzerte usw. nur "ne Phase" ist, die man mit dem Eintritt ins "richtige" Erwachsenenleben überwindet. Genau wie politisches Engagement oder was auch immer. Das macht man halt alles so als Student*in bzw. in den 20ern und dann wird man irgendwann "vernünftig".
    Ja! Ich glaube, dass das sogar bei der Mehrheit so ist und man da einfach auf die gerade angesagten Trends aufspringt und gar keine wirkliche Bindung zur jeweiligen Szene hat. Deshalb tat mir die Technoszene ein bisschen leid, als Techno wieder so groß wurde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Schon klar, dass sich mit Kind erstmal alles ändert und da einfach kein Platz mehr für andere Themen ist, das würde ich auch niemals beurteilen, aber ich kenne es eben auch ganz anders und das fand ich schon schade, grad auch weil da immer viel Wertung mitschwang, wenn man nicht den "normalen" Weg gegangen ist (selbst dass wir bei der Hochzeit beide unsere Namen behalten haben, wurde schon seltsam kommentiert).
    Was man nicht alles negativ kommentieren kann . Ich halte unsere Generation aus verschiedenen Gründen gar nicht für so tolerant, wie sie sich gerne gibt, aber den Spießerthread hatte ich ja schon eröffnet .

  11. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja klar verändert man sich automatisch.

    Ich war in meinen 20ern ganz anders drauf als jetzt in meinen 30ern. Ich war ein totales Stadtkind, bin ständig irgendwo zum Shoppen gerannt, mein Fokus lag ausschließlich auf Freizeit und hatte neben meinem Studium noch die Energie, jeden Tag 10km joggen und ins Fitnessstudio zu gehen.

    Und jetzt bin ich viel karriereorientierter, meine Freizeit nutze ich am liebsten für ruhige Aktivitäten ohne viel Trubel und beim Sport hat sich mein Interesse auf was ganz anderes verschoben.

    Ich denke, es gehört schon zum Leben dazu, sich zu verändern, andere Interessen zu entwickeln. Ich verstehe aber auch, was viele hier Beschreiben: Es ist einfach, wenn Kinder kommen bei vielen viel schlagartiger und krasser! Was wohl irgendwo in der Natur der Sache liegt. So ein Baby schluckt dich ja quasi. Und das ist eben das, was mich auch schreckt. Mir ist es ja an manchen Tagen schon zu viel, mit dem Hund raus zu müssen.
    Das beschreibt es ziemlich gut!

    Natürlich habe ich mich auch mit der Zeit verändert und habe zum Teil andere Interessen/Prioritäten als noch vor 10 Jahren. Mir ist auch klar, dass ein Kind eine krasse Veränderung bedeutet und dass sich insbesondere in den ersten Jahren das Leben größtenteils um das Kind dreht und da nicht groß irgendwelchen Hobbies nachgegangen wird. (Darum möchte ich auch keine Kinder).

    Aber wenn eine Person mit vormals vielfältigen Interessen sich plötzlich nur noch als „Mama/Papa von X“ identifiziert und sich alles nur noch um Kinderthemen dreht, dann finde ich das durchaus abschreckend.

  12. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach ja, das hatte ich gestern wieder so ein tolles Beispiel.

    Eine Freundin von mir möchte mit ihrem Mann ein Haus bauen und die beiden haben sich auf Einheimischengrund beworben. Und dann hat denen doch glatt ein Freund reingedrückt, dass das eher Familien mit Kindern zustehen sollte.

    Ich finde diese Wertungen so unverschämt.
    Das ist echt unverschämt!

  13. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Dieser Neid auf die wenigen Immobilien ist halt schwierig,aber auch verständlich, die meisten die es sich leisten können wollen Eigentum, eventuell hat dieser Freund selbst Kinder und sieht,dass die Bewegung z.B. im Garten brauchen...,am Ende entscheidet wohl sowieso die Sympathie...

  14. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    sehe ich überhaupt nicht so. das wertet eltern ja fast ab, dass es "verständlich" sein soll, wenn sie kinderlosen freunden solch dumme sprüche drücken.
    und seit wann kann sich ein kind nur im heimischen garten bewegen? ist wahrscheinlich bequemer, aber naja leben, ponyhof und so...

    vielleicht möchte das paar ja einen hobbyraum, oder sich ganz viele katzen anschaffen (was so meine wunschvorstellung wäre, mit riesigem cattio im garten), oooooder sie wollen einfach nur mit nem fetten pool das dink-leben genießen - gründe gibt es verdammt viele für ein eigenheim / grundstück.

    vor allem, wenn man weiter denkt:
    was wäre denn eine angemessene wohnraumgröße für ein paar ohne kinder? 2 zimmer? mehr muss ja nicht sein...und der single kann auch in nem studioappartment glücklich werden...

  15. Member

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ich meinte nur,das ich Neid auch auf Immobilien verstehe

  16. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Ja verstehe, davon kann sich manch eine(r) halt nicht freimachen, und denken(!) kann man sich ja alles. 😉
    Ich finde nur das Aussprechen wirklich daneben.

  17. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Es steht ihm halt gar nicht zu, das zu bewerten.

    Einheimischengrund bekommt man ohnehin nicht "einfach so". Eine Familie mit Kindern hat vermutlich bei sonst gleichen Voraussetzungen eh die besseren Chancen.

    Aber dennoch ist es das gute Recht eines Paares, sich auf sowas zu bewerben.

  18. Inaktiver User

    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    OT, aber jetzt muss ich spontan an diesen Thread über die Eigentumswohnung in Schwabing denken.

  19. Addict

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    AW: Kinderwunsch vs kindfrei leben: was hat Euch geprägt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    vielleicht möchte das paar ja einen hobbyraum, oder sich ganz viele katzen anschaffen (was so meine wunschvorstellung wäre, mit riesigem cattio im garten), oooooder sie wollen einfach nur mit nem fetten pool das dink-leben genießen - gründe gibt es verdammt viele für ein eigenheim / grundstück.

    vor allem, wenn man weiter denkt:
    was wäre denn eine angemessene wohnraumgröße für ein paar ohne kinder? 2 zimmer? mehr muss ja nicht sein...und der single kann auch in nem studioappartment glücklich werden...
    Das ist ein schöner Einstieg für ein Gespräch mit Greta und Luisa.

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