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  1. Fresher Avatar von Tess Mercer
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    Doku über Magersucht: Emma will leben

    Gestern auf 3sat lief diese Dokumentation beim Themenabend Magersucht. Fand ich sehr erschütternd und traurig:

    Emma, eine junge Niederländerin, beginnt mit 12 Jahren ihren Kampf gegen die oft tödliche Krankheit Magersucht. Von Anbeginn weiß sie, dass es nur 2 Möglichkeiten gibt: Überleben oder Sterben.
    Emma will leben -

  2. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    da bin ich auch gerade drüber, die sachen nochmal anzusehen in der mediathek.
    auch der bericht vorher ist erschreckend.

    ixh bin noch nicht durch und will es mir in ruhe ansehen. noch schiebe ich es, will mich aber trotzdem damit befassen.
    schade, dass es nur auf einem nebensender gelandet ist.

    Die Seele im Hungerstreik - 3sat.Mediathek
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  3. Junior Member
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Ich habe es auch gesehen. Ich fand alle Beteiligten sehr sympathisch, kann aber die Entscheidung so nicht nachvollziehen.

  4. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    ich bin hin und hergerissen, wie die reportage von emma auf stark magersüchtige wirkt.
    einerseits sicher abschreckend und ängstigend.
    andererseits vielleicht falsch beruhigend. 'davon bin ich noch weit weg'

    ich fand schön, wie sie emma die zuneigung und körperliche nähe gaben und kann mir vorstellen, dass innerlich eine große angst und hemmung besteht, einen so zerbrechlichen körper zu berühren.
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  5. Junior Member
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Das fand ich auch toll!!
    So viel Liebe, Wärme und Respekt!!
    Es ist so schrecklich wie diese Krankheit einen Menschen so verändern kann, dass man ihn nur noch erahnen kann..
    Ich kenn mich nicht so aus was die Rechtslage betrifft, aber ich denke, dass das in Deutschland so nicht möglich wäre.
    Ich hatte selbst als Jugendliche Magersucht. Ich denke, dass ich wahrscheinlich gedacht hätte, dass ich davon weit entfernt war, aber ganz sicher hätte es mir auch erschreckt und etwas wachgerüttelt, aber wahrscheinlich auch nur bis zur nächsten Mahlzeit..Ich denke, das ist sehr unterschiedlich.
    In diesem körperlichen Zustand kann man nicht mehr klar denken. Das wurde ja auch in der Reportage davor erwähnt. Rückfälle gehören ebenfalls dazu, auch über Jahre.
    Ich verurteile niemand, aber ich hätte diesen Weg so als Eltern oder Ärztin wohl nicht akzeptieren können.

  6. Enthusiast Avatar von pilzfee
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Oh mein Gott, warum haben sie das Mädchen sterben lassen, sie hätte natürlich in Portugal in dieser außergewöhnlichen Einrichtung noch zusätzlich ernährt werden müssen!!! Mich triggert dieser Film als Betroffene nicht, er macht mir vorallem deutlich, dass es auf mich ankommt.
    Ever tried.
    Ever failed.
    No matter.
    Try again.
    Fail again.
    Fail better.

  7. Stranger Avatar von Erdnuss16
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Ich habe mir die Dokumentation angesehen. Das war zwar nicht der erste Bericht, den ich über das Thema gesehen habe, aber in den anderen Berichten, waren die Betroffenen nie "so weit", oft wurden auch Menschen gezeigt, die die Krankheit überwunden haben. Die Doku zeigt die Krankheit für mich nochmal aus einem anderen Blickwinkel, weshalb es mich dann doch noch einmal erschreckt hat.

  8. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    mir fehlt, dass sie im bericht und in den gesprächen überwiegend die situation von 'sehr weit' in der klink bis hin zum ende und das zu hause gezeigt wird, aber nicht der anfang.

    den fände ich sehr viel wichtiger, nämlich, wann erkennt die kranke oder das umfeld, dass sie irgendwo hin muss, wie ist der ablauf, wonach wird entschieden was die richtige klinik und therapie ist.
    und dass es wartezeiten gibt.
    ein mindestgewicht oder bmi um überhaupt aufgenommen zu werden, weil man darunter der klinik zu riskant ist. und dann sollte gesagt und gezeigt werden, wie dieser erste kontakt verläuft.
    den einstieg müssen sie, denke ich, deutlich sensibler gestalten und da wird es noch viel mehr kraft kosten, erstmal vertrauen auf zu bauen.
    den ersten harten kampf verdeutlichen sie nicht.
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  9. Junior Member
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    @Clubby: das finde ich auch. Aber ich denke, das ist nicht so medientauglich..

  10. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    stimmt.
    (un)verständlich, dass es kliniken so öffentlich fallen lassen, die aufnahmekriterien, meine ich jetzt.
    sie rühmen sich lieber mit erfolgen und bieten gefestigte personen zum interview.

    ich glaube allerdings, die quote an abbrüchen und rückfall ist hoch.

    mir kommt es ein bisschen so vor, ein paar teenagermädchen aufzupäppeln und wieder heim zu schicken. gehen die dann davon aus, für diese person ist alles wieder in ordnung?
    es bleibt doch immer im kopf und ich könnte mir eher das gegenteil vorstellen, dass sie nicht glücklich sind mit der zunahme.
    ob sie sich wirklich mit erwachsenen frauen, die auch den mut zum konter haben, eben in therapiegesprächen oder bei bestimmten maßnahmen, auseinandersetzen können, weiß nicht.

    mich hat jedenfalls die stelle, (41. min rum) als ein junge frau beim essen mit der therapeutin ist, und gesagt wird, es muss manchmal mit druck sein und sie solle essen und nicht stochern. hmm??

    diese doku zeigt mehr YouTube
    Geändert von clubby (13.10.2018 um 15:18 Uhr)
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  11. Regular Client Avatar von SarahYasemin
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Und was denkst du wie es funktionieren kann.

    Man kann schlecht einen Menschen in einem Krankenhaus oder eine Einrichtung festhalten.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  12. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    ich wüsste es auch gern. was der schlüssel zu dieser blockade ist.
    und ich weiß leider nicht, was die lösung ist.

    jetzt schaue immer weiter folgende dokus und es ist von den patienten alles so nachvollziehbar geschildert und die beweggründe so klar für sich benannt.
    Geändert von clubby (13.10.2018 um 17:12 Uhr)
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  13. Junior Member
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Und was denkst du wie es funktionieren kann.

    Man kann schlecht einen Menschen in einem Krankenhaus oder eine Einrichtung festhalten.
    Doch das kann man. War ja in ihrem Fall auch im Gespräch.
    Ich denke Zwangsernährung, evtl. Psychopharmaka gegen die starken Zwänge/ Zwangsgedanken, unterstützende Gespräche, Therapie, Geduld und Zeit.

  14. Ureinwohnerin Avatar von clubby
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    YouTube bulimie
    was sagt ihr hierzu?
    sie hat es angeblich durch den glauben geschafft.
    was ich dazu denken soll, hmm.

    mit jeder doku die ich mich weiter klicke bin ich neu überrascht, erschüttert. wirr
    wenn ich mit Beiträgen zur bespassung und unterhaltung gelangweilter bymsen beitragen kann, meinetwegen

  15. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Zitat Zitat von mylin1980 Beitrag anzeigen
    Doch das kann man. War ja in ihrem Fall auch im Gespräch.
    Ich denke Zwangsernährung, evtl. Psychopharmaka gegen die starken Zwänge/ Zwangsgedanken, unterstützende Gespräche, Therapie, Geduld und Zeit.
    Zwangsbehandlung ist in Deutschland aktuell rechtlich schwer durchzusetzen. Was natürlich gute Gründe hat. Chemisch oder/und physikalisch in den Körper eines Menschen gegen dessen Willen einzugreifen, ist noch was anderes, als ihn einzusperren. Real führt das aber dazu, dass wir z.B. bei schwerer Schizophrenie dann sehr wohl Leute lange in der Klinik in geschlossenen Stationen festhalten, weil sie zu selbst- oder/und fremdgefährdend sind, um sie rauszulassen, aber ihnen von der Rechtsprechung doch noch die Entscheidung, keinen Medikamente zu wollen oder zu brauchen, zugebilligt wird. Manchmal wird dann Zwangsmedikation lediglich mit beruhigenden, aber nicht antipsychotischen Medikamenten richterlich genehmigt/angeordnet, manchmal auch eine antipsychotische Zwangsmedikation.
    Sperren wir die Leute also ein (und manchmal dann auch wirklich lange, wenn Medikamente nicht akzeptiert werden und die Symptome nicht von allein zurückgehen) und dürfen nichts weiter machen. Wem das hilft, frag ich mich durchaus.

    Sucht ist ja oft eher eine latente als akute Selbstgefährdung.

    Wenn das Überleben akut bedroht ist, ist Unterbringung (also Festhalten in der Klinik gegen den Willen) und auch Zwangsernährung möglich, Zwangsmedikation s.o.. Mit Essstörungen hab ich nur zu tun, wenn andere Diagnosen im Vordergrund stehen, insofern wenig Innensicht dazu, aber generell fordern schwere Suchterkrankungen eine enorme Frustrationstoleranz von den Erkrankten, Angehörigen und auch den Behandler_innen.

    Zwangsmaßnahmen, v.a. die direkt an oder gar in den Körper gehen, haben natürlich auch enormes Traumatisierungspotential und sind für die therapeutische Basis, nicht nur in Bezug auf einzelne Behandler_innen, sondern auch in Bezug auf die gesamte Einrichtung nicht unbedingt förderlich. Manchmal geht es nicht anders, aber gut ist das halt eher nicht. Schon Fixierung allein ist echt nicht schön, wenn ich mir vorstell, an Hand- und Fußgelenken und um die Hüfte festgeschnallt zu werden, gegen meinen Willen ne Magensonde geschoben zu kriegen und dadurch ernährt zu werden, kann es sicher sein, dass ich dafür irgendwann dankbar bin - oder halt auch nicht.

  16. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Doku über Magersucht: Emma will leben

    Danke durga für deine fachliche Erklärung. In dem Film "Emma will leben" ist der Fall anders, aber wie sieht es bei den Menschen aus, die lieber sterben als zu essen?

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