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  1. Stranger
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    Wiederholte Hörstürze

    Bitte nichts zitieren. Eventuell möchte ich es später wieder rausnehmen.

    Ich wollte mich mal umhören, ob hier auch andere die Erfahrung gemacht haben, mehrmals im Leben einen Hörsturz gehabt zu haben und wenn ja, ob es letztlich etwas gab, was euch geholfen hat.

    Ich hatte das allererste Mal mit ca. 14 Jahren einen (wie ich im Rückblick denke) Hörsturz. Ich konnte damals von einem Tag auf den anderen nur noch sehr dumpf und verzerrt auf beiden Ohren hören und hatte zudem einen starken Tinnitus. Direkt als Hörsturz diagnostiziert wurde es mir damals nicht. Die HNO sagte lediglich, dass das ein psychisches Überlastungssyndrom sei, was auch möglich sein könnte, weil ich auf der Schule sehr viel Stress hatte. Ich war damals auf dem Gymnasium, was wohl aber alles in allem doch zu viel für mich war und letztlich wechselte ich daraufhin wieder zurück auf die Realschule. Nach ein paar Wochen konnte ich dann plötzlich von einem Tag auf den anderen wieder ganz normal hören. Eine weitere Behandlung hat nicht stattgefunden.

    Meinen nächsten Hörsturz hatte ich dann erst mit 25. Wieder beide Seiten betroffen, verzerrtes Hören. Diesmal bekam ich drei Prednisoloninfusionen und anschließend noch 10 Tage ausschleichend Prednisolontabletten. Schon nach der zweiten Infusion war eine deutliche Besserung zu spüren und nach der dritten dann alles wieder völlig normal.
    Ich schob den Hörsturz da immer auf Stress in meinem Callcenterjob.

    Leider bekam ich ca. 2 Jahre später wieder einen Hörsturz, obwohl inzwischen in einem anderen Job, der zwar auch stressig war, aber bei weitem nicht so sehr wie der Callcenterjob. Diesmal war nur das rechte Ohr betroffen. Es folgte wieder die gleiche Prednisolonbehandlung und alles war wieder normal.

    Nun, ca. 1,5 Jahre später, habe ich leider wieder einen Hörsturz. Wieder das rechte Ohr. Nur dass ich mir diesmal nicht wirklich irgendeine Form von Stress vorstellen kann. Ganz im Gegenteil, ich hatte zum Zeitpunkt des Auftretens schon 1,5 von 2 Wochen Urlaub hinter mir, den ich sehr genossen habe und es trat einfach so beim Aufwachen auf. Daher hab ich zuerst auch gar nicht an Hörsturz gedacht, sondern vermutete eher, dass vielleicht Wasser ins Ohr gekommen und nicht richtig abgeflossen ist (hatte am Vorabend noch Haare gewaschen und dann Ohrstöpsel zum Schlafen benutzt). Daher wartete ich auch erstmal ab. Als es dann nach 3 Tagen noch nicht besser war, bin ich wieder zur HNO. Ohren sahen mal wieder normal aus, es scheint also nicht an Wasser o.ä. im Ohr gelegen zu haben.

    Also wieder Diagnose Hörsturz und Angebot als Selbstzahlleistung wieder Prednisolon zu bekommen (Krankenkasse übernimmt es nicht mehr, da die Wirksamkeit ja als umstritten gilt). Ich habe es dann gemacht, weil es ja bisher anscheinend gut funktionier hat und ich nicht riskieren wollte, dass die Hörverminderung bleibt.

    Diesmal scheine ich aber das Prednisolon nicht vertragen zu haben und bekam in der Nacht darauf furchtbare Kopfschmerzen (normalerweise hab ich so gut wie nie welche und wenn auch nur ganz leicht), mehrmaliges Erbrechen und Kreislaufprobleme. Vielleicht lag es auch an der Hitze, dass ich es diesmal nicht vertragen habe. Die erneute Infusion, die für den nächsten Tag angesetzt war, habe ich dann sicherheitshalber erstmal abgesagt.

    Nun bin ich unsicher, wie es weitergehen soll. Die letzte HNO meinte schon, das so viele Hörstürze eigentich schon ungewöhnlich sind und ich mich am besten mal auf Morbus Menière testen lassen sollte. Sie könne das aber nicht testen und ich müsste mir mal eine Praxis suchen, die das macht. Da bin ich jetzt auch dran und es erscheint mir auch nicht so abwegig, da ich auch früher schon manchmal Episoden von Schwindelanfällen über mehrere Tage hatte und die letzten Jahre zwar nicht mehr mehrtägige Schwindelanfälle, aber dafür jedes Jahr so 1 - 2 Mal im Jahr einen Tag habe an dem mir aus heiterem Himmel schon morgens schwindlig wird und ich mich übergeben muss + es bei mir auch eine familiäre Vorbelastung gäbe.

    Außerdem soll ich nochmal ein MRT machen lassen. Das hatte ich aber auch schon jeweils nach den letzten beiden Hörstürzen machen lassen und da war bisher alles unauffällig.

    Nun wollte ich fragen, ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen durch hat und ob es vielleicht noch irgendwas gibt, auf das ich achten sollte/was relevant sein könnte. Außerdem würde es mich interessieren, wie ihr zu Prednisoloninfusionen steht. Ich bin nun echt unschlüssig, ob ich damit noch weitermachen möchte, denn eine Wirksamkeit ist ja nunmal nicht erwiesen und ich kann bei den beiden Hörstürzen, bei denen es geholfen hat, im Nachhinein ja schwer sagen, ob es nicht auch ohne das Prednisolon wieder weggegangen wäre. Inzwischen habe ich mir auch mal noch von einer anderen HNO eine Meinung eingeholt und sie meinte, ich könnte jetzt ruhig erstmal eine Woche ohne Prednisolon abwarten und gucken, ob es sich nicht doch noch von selber bessert, da es grad bei jüngeren Leuten auch oft noch von selber heilen würde.

    Vielleicht auch noch relevant: die Höreinschränkung hat die letzten Tage sehr geschwankt. Also manchmal war es zwischendurch für 1, 2 Stunden schon so gut wie weg, dann ist es mal ein Bisschen da, dann wieder mehr.

    Ich danke auf jeden Fall schonmal allen, die bis hierhin gelesen haben und würde mich über Ratschläge oder eine generellen Erfahrungsaustausch sehr freuen.
    Geändert von Zwizwazweitnick (03.07.2019 um 14:40 Uhr)

  2. Regular Client Avatar von shine.on.
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    AW: Wiederholte Hörstürze

    Du kannst mich gern per PM kontaktieren. Ich hatte bisher drei diagnostizierte und mehrere nicht ärztlich diagnostizierte.

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